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Neues für den Büchertisch

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th. Neuyork.

Als vor einiger Zeit einige amerikanische Gärtner sich im Lande der Hopi-Jndianer, einer großen Re­servation, niederlassen wollten und unter anderem auch Spinatpflanzen mitbrachten und den India­nern als ein ganz besonders bedeutsames Nahrungs­mittel anboten, schüttelten sich die Indianer tage- lang vor Lachen. Denn bei den Hopi-Indianern ist der Spinat seit Jahrhunderten eines der wichtigsten Nahrungsmittel, das außerdem zu allen möglichen Heilmitteln verarbeitet wird. Der Hopi-Häuptling war jedoch ein höflicher Mann, der über den einge­führten amerikanischen Spinat nur folgendes sagte: Unsere Ahnen waren bereits so kühn, etwas ähn­liches zu pflanzen und zu ernten. Allerdings haben wir meist unseren Spinat mit weniger Sand ge­gessen, als die heutigen Amerikaner es zu tun scheinen."

Der vergessene Delinquent von Kentuckh.

A. Bl. Washington.

Im Kentucky-Staatsgefängnis wartet der 26jäh- rige Sylvester Warner, nachdem er schon seine letzte Mahlzeit" zu sich genommen hatte, seit zwei vollen Jahren auf seine Hinrichtung. Er wurde

beheben läßt.

Walter Tritsch: Olympias. Die Mutter Alexanders des Großen.Schick­sal eines Weltreiches" mit 16 Bildseiten, einer Stammtafel und zwei Karten. Preis Ganzleinen 5.80 Mark. Societäts-Berlag Frankfurt a. M. (237) RaUel und Geheimnis großer Persönlich­keiten der Geschichte im Spiegel der Mutter zu sehen und so für ihre Deutung neue und menschlich nahe Anhaltspunkte zu gewinnen, ist der schöne und fruchtbare Gedanke, der diesem Buche zu­grunde liegt. Zwar: fast zweieinhalb Jahrtausende trennen uns von jener svätgriechischen Welt, in die Olympias, dielöwenhafte" Königstochter aus Epi­rus, deren Ahnenveihe auf Achilles zurückführte, den strahlenden Alexander hineingeboren hat. Und die Quellen fließen spärlich über ihr persönliches Leben, aber doch reich genug, um dem Bild dieser seltsamen und leidenschaftlich-wallenden Frau Farbe und Wirklichkeit zu verleiben. Walther Tritsch ver­einigt ernstes historisches Wissen und persönliche Kenntnis des griechisch-mazedonischen Schauplatzes mit vorsichtig deutender Erlebnisfähigkeit. Olnmvias hat, als Gattin des Königs Philipp, den Aufstieg Mazedoniens zur griechischen Vormacht, als Mutter Alexanders. den Aufstieg zur Beherrschung der gan­zen bekannten Welt und, nach des Sohnes tragischem Ende, den Zerfall dieses unermeßlichen Reiches in

Harald von Koenigswald:Pots­dam. Das Zeugnis einer Idee". Mit sechs Abbildungen. Kartoniert 50 Pfg. Verlag Albert Langen / Georg Müller, München. (256.) Mit diesem Büchlein wird dieJunge Reihe" um em Bändchen vermehrt, das das Verständnis für die Schönheiten der großen preußischen Vergangenheit und die Ehrfurcht vor dem Genius ihrer Schöpfer vertiefen will. In ihrer Anschaulichkeit vermitteln diese Betrachtungen an Hand der beigefügten Abbildun­gen einen ausgezeichneten Eindruck von der städte- baulichen Entwicklung, die Potsdam im Zeitalter der großen preußischen Könige zum formgewordenen Ausdruck der preußischen Idee werden ließ. Die baugeschichtliche Darstellung ergänzt sich mit der Schilderung der vielfältigen geistigen Strömungen, durch deren fruchtbares Zusammenwirken diese Stadt entstanden ist. Ihre berühmten Bauten wer­den als Gleichnisse und Sinnbilder einer aus männ- licher Disziplin und Pflichterfüllung erwachsenen politischen Macht erkannt, in der sich Wesen und Eigenart des preußischen Geistes seiner Gesetz- Mäßigkeit und Größe nach für alle Zeiten offen­baren.

Mauren, die immer noch im Süden der Halbinsel eine letzte Provinz hielten: hier standen Islam und christliche Welt einander schon in langer, immer noch brennender Auseinandersetzung gegenüber. Während das übrige Abendland sich zum Kreuzzug gegen die Türken im Osten rüstete, hatte Spanien seinen eigenen heiligen Krieg. Ein Sieg über die Mauren wurde plötzlich zur ausschlaggebenden Schlappe der ganzen muselmanischen Welt. Dazu aber kam nun bald die Entdeckung der Neuen Welt, die dem Mittelmeer seine Be­deutung nehmen sollte und die der geographischen Lage Spaniens einen ganz andern Akzent gab. Zur gleichen Zeit wandelte sich der Geist des Abend­landes und nahm die Zeichen der Neuzeit an. Der Blick wandte sich von den metaphysischen Dingen weg mehr den Wissenschaften, der Naturerkenntnis und -beherrschung und der vernünftigen Ordnung des diesseitigen Lebens zu.

Die Königin Isabella von Spanien hatte, wie es scheint, einen starken Einschlag nüchternen Wirk­lichkeitssinns staatmännischen Sinns, wie er zur Neuordnung eines Reiches nötig ist zu­gleich jedoch auch das leidenschaftliche Ienseitsbe- wußtsein, das ihrem Gewissen die Ueberzeugung geben konnte, in Gottes Auftrag zu handeln und mit keinem Preis zu hoch zu zahlen für ihr Werk: für die K a t h o l i s i e r u n g ihres ganzen

HeleneVoigt°Diederichs:Sonnen- 1 brot. Mit Holzschnitten von Josua Leander I Gampp. 78 Seiten. (Insel-Bücherei Nr. 491.) Im i Insel-Verlag zu Leipzig - (221) - Dieses kleine ; Buch der Dichterin Helene Voigt-Diederichs ist eine Sammlung von zarten und flüchtig ausgezeichneten Naturbetrachtungen, von denen man den Eindruck hat, daß sie unterwegs, auf dem Lande, aus den Stationen einer Reise festgehalten und spater ge­sammelt wurden: kleine Schilderungen von allerlei Landschaften und Jahreszeiten, von Pflanzen, Tie­ren und Menschen, empfindsam und behutsam, über­all Auge und Hand und Gemüt der reifen Frau verratend: als ein liebenswürdiges und besinnliches Geschenk unter guten Freunden sehr geeignet. Die kräftigen, klaren Holzschnitte von I. L. Gampp geben dem Text eine wohlabgestimmte, anschauliche Begleitung. hthi

Dr. Paul Herrmann: Das große Wagnis, 6000 Jahre Kampf um den Erdball, mit 100 Abbildungen. Preis 5,50 Mark. VerlagZeit­geschichte", Berlin W 35. (271) Die Eroberung der Erde ist eins der ruhmreichsten Blätter m der Geschichte der Menschheit. Die vielen, diesem schönen Buch beigegebenen Karten zeigen, wie sich dank der Entdeckertätigkeit kühner Forscher und Seefahrer das Weltbild seit den Tagen Homers und Herodots schon bis in die Neuzeit mehr und mehr erweitert hat, bis dann eine systematische geographische For­schung mit den großen Reisen Cooks einsetzte und bis in unsere Tage kaum noch einen weißen Fleck auf dem Globus ließ. Herrmann schildert überaus fesselnd und lebendig diesen Weg der Entdecker über den Erdball. Don den Reisen des Pytheas an die Gestade der Nordsee, dem Eroberungszug Alexanders nach Indien, der Entdeckung Ame­rikas durch isländische Wikinger bis zu den be­rühmten Seefahrten um die große Zeitenwende der Reformation führt uns der Verfasser in an- schauliche.i Schilderungen, die die kühnen Männer und ihr Schicksal in den großen kulturhistorischen Rahmen stellen und damit die Probleme deutlich machen, deren Lösung ein jedes Zeitalter von seinen Söhnen forderte. So ist es erfreulich, daß neben die aroßen Conquistadoren auch die großen Seefahrer Vasco d o G a m a und Fernando M a g e l l a n ge­stellt werden und die Bedeutung der Reisen Cooks als die ersten von rein wissenschaftlichem Interesse geleiteten Expeditionen gebührend gewürdigt wer­den. Besonderes Interesse wird dann der große Anteil finden, den neben Livingstone und Stanley grade deutschen Forschungsreisenden an der Entdeckung des schwarzen Erdteils zugefallen ist, Leuten wie dem Hildesheimer Theologiestuden- , ten Hornemann, wie Barth und N a ch t i ! gal verdankt die Wissenschaft die ersten zuver- lässigen Kenntnisse der großen Negerreiche Mest- ; afrikas. Dann kommt nach einem Kapitel über Sven t Hedin der Kampf des Menschen mit dem ewigen - Eis an den beiden Polen von Franclin bis

Nansen, Wegener, Amundsen und Byrd. Besonders erschütternd die Schilderung des Schicksals des Schweden Andr6 und seiner Ge­nossen. Den Helden des ewigen Eises, der Sand- wüsten und Urwälder Afrikas, der Steppen und Hochgebirge Asiens ist in diesen Blättern ein mur- diges Denkmal gesetzt. Leider sind die Bilder die­ses prächtigen und namentlich unserer Jugend sehr zu empfehlenden Buches, abgesehen von den zahl­reichen ausgezeichneten Karten, nicht ganz auf der Höhe der modernen Reproduktionstechnik, ein Schön­heitsfehler, der sich bei einer zweiten Auflage leicht

Soeben hat der Reichserziehungsmlntstsr die Stü« dentenhöchstziffern für das Wintersemester 1936/37 festgesetzt. Dabei wird darauf hingewiesen, daß in­folge der stark erhöhten Aufnahmefähig­keit der Industrie und Wirtschaft für Ingenieure in letzter Zeit ein großer Abgang von den Technischen Hochschulen au verzeichnen ist. Ein Zugang zu diesen Studienfächern ist daher durchaus erwünscht. Es muß gerade für den stu­dentischen Nachwuchs die Möglichkeit einer richtigen Leitung gegeben sein, damit die finanziellen Opfer vieler Familien nicht umsonst sind und nicht zahl­reiche Studenten nach Abschluß ihres Studiums vor verschlossenen Toren stehen. Erst neulich hat Reichsminister Dr. Goebbels auf dem Autorenkon- qreß das erschütternde Problem eines geistigen Pro­letariats in den Mittelpunkt seiner Ausführungen

Das Kind mit dem langen Namen.

(rt) Honolulu.

Selbst der hawaiische Regierungsbeamte mußte scharf die Ohren spitzen, als jenes junge Ehepaar vor ihm erschien und die Geburt eines Kindes und den Namen anmeldete, den man diesem Kinde geben wollte. Der Name lautet nämlich folgender­maßen: Kananinoheaokuuhoneopuukeimanaalohilohi' nokeaweaweulamakaoklani. Nun darf man aber nicht annehmen, daß die hawaiischen Eltern diesen Namen auf der Luft gegriffen hätten und einfach willkürlich Buchstaben zusammenstellten. Vielmehr bedeutet dieser Namen genau aus dem Hawaiischen übersetzt: Sprühregen guten Geruches unseres Hauses Diamanthügel vor den Augen des Himmels. Man sieht, daß hawaiische Eltern schöne Namen auszusuchen wissen. Nur praktisch sind sie

und tn der kommunalen Arbeit zu decken. Es wird festgestellt, daß der Zustrom zur Ausbildung in kon­fessionellen Einrichtungen nachgelassen habe und daß ich die NS.-Schwestern und die Freien Schwestern nahezu 50 Prozent jährlich verheirateten. Es wird an diese Feststellung die Forderung geknüpft, daß der BDM. als die nationalsozialistische Mädelorga­nisation sich in erster Linie die Sorge, die Nach­wuchsfrage zu klären, zu eigen machen müsse.

Wir haben aus drei ganz verschiedenen Gebieten die Frage des Nachwuchses einer feststellenden Be­trachtung unterzogen. Es wird darauf ankommen, aus dieser Situation die Folgerung zu ziehen, um einer planvollen Berufsleitung der Jugend Wege und Ziele zu eröffnen. Ansätze sind vorhanden, wie aus den Berichten über die Lehrstellenvermittlung des letzten Jahres heroorgeht. Der Führer hat der Nation auf dem Nürnberger Parteitag einen neuen Vierjahresplan oorgelegt, der die Kräfte aller in Anspruch nimmt. Es ist die Aufgabe der planvollen Berufsleitung der Jugend, jeden an den rich­tigen Platz zu bringen, damit das Ziel der Höchstleistung Deutschlands auf allen Gebieten er­reicht werden kann.

I. W. Ludowici: Totale Landes­verteidigung. Das Büchlein, das der Sied­lungsbeauftragte im Stabe des Stellvertreters des Führers, und Leiter des Reichsheimstättenamtes der NSDAP, und DAF. im Verlag Gerhard Stal- lmg, Oldenburg i. O. (Preis kartoniert 1,40 Mark) erscheinen läßt (268) liefert den theoretischen Hintergrund zu dem neuen Vierjahresplan der deut­schen Wirtschaft, den der Führer auf dem Parteitag in Nürnberg verkündete und der den vollständigen Aufbau unserer Rohstoffindustrie zum Ziele hat, dieses Buch schwebt nicht im luftleeren Raum, sondern grün­det sich auf die Erfahrung von vielen Jahrzehnten Krieg und Frieden und auf die mehrjährige Praxis einer wirtschaftlichen Planungsarbeit im Dienste des Dritten Reiches. Noch mehr als bisher muß unser Volk verstehen, daß es eine Landesverteidigung nicht nur im Kriege, sondern auch im Frieden gibt, daß diese Landesverteidigung außerdem nicht eine Angelegenheit der Wehrmacht und Rüstungsfabriken allein 'ist, sondern ebenso sehr des ganzen Volkes und seiner Wirtschaft. Jeder einzelne von uns ist heute, wo alle unsere Städte und Arbeitsstätten im Wirkungsbereich feindlicher Geschütze und Bom­benflieger liegen können, an den Problemen der Landesverteidigung unmittelbar interessiert. Reicht unsere Wirtschaftskraft aus? Haben wir genug Rohstoffe! Wie ist es mit der Ernährung im Ernst­fall? Arbeitersiedlung oder Mietskaserne? Können wir das alles überhaupt bezahlen? So lauten einige Fragen, die immer wieder im Volke aufgeworfen werden. Wer darauf eine ernsthafte Antwort haben will, der greise zu der Schrift von Dr. Ludowici. Alle Grundzüge und Grundfragen der totalen Feindabwehr sind hier einprägsam und leicht faßlich zur Darstellung gebracht. Ev.

Landes, das bisher voll von Juden und Mauren war. Ihre in ihrer Zeit so erstaunlichen, scheinbar nüch-»rnen Maßnahmen, etwa die Belehnung der Kirchenschätze, um ihre Staatskasse aufzufüllen, ein [ Vorgehen, das fast wie ein Sakrileg wirken mußte, ( hatten wohl in Wahrheit in ihrer Seele jenen < Kreuzzugsgeist: alles für Gott? Aus diesem G^'t 1 hat sie 'Zehntausende ihrer Untertanen der In-, quisition ausgeliefert, sicher im reinen Streben, > den katholischen Glauben absolut rein zu erhalten zugleich hat sie jedoch damit Wesentliches zur ( Bildung der neuen spanischen Nation, einen staats­männisch nüchternen Vorteil erreicht: vollkommene Einheitlichkeit der Gesinnung in ihrem Land, wenigstens soweit diese sich äußern durfte. Wo vorher Juden und Mauren neben den Ehristen gelebt, einer gegen den andern gehetzt, gekämpft, intrigiert, sie sich dann auch wieder vertragen hat­ten in untätigem Frieden, war jetzt ein einziger Christenstaat enstanden, stark zur Tat nach a u ß e n h i n.

Gehörte die Nüchternheit des Blicks, der Real,- tätssinn und Ordnungstrieb Isabellas der neuen Zeit an der Blick auf das Jenseits dem Mittel- alter? Das märe eine voreilige Scheidung. Jeder starke Charakter, jedes politisch? Genie besteht wohl in irgendeiner Form aus dieser Mischung. Darum wäre es sicher auch irrig, jener Richtung auf eine andere Welt die kurze Dauer, das sozusagen Un­praktische des spanischen Weltreiches zuzuschieben, als einem Element der Vergangenheit, einem mit- telalterlichen Rückstand, der sich in die neue Zeit nicht mehr hätte einfügen können.

Vielmehr mag es so gewesen sein, daß die schlichte Tatkraft der Königin sich doch nicht auf die Dauer dem spanischen Volk hat mitteilen können. Diese Frau, die eine schwere und trübe Kindheit erlebt hatte, deren Ehe mit Ferdinand von Aragon ihre politischen Fähigkeiten gewiß sehr gesteigert hat, deren Frauenstolz aber vieles hat dulden müs­sen, die immer unverzagt blieb, bis der Tod ihres einzigen Sohnes (neben vier Töchtern) am Ende ihrer Regierungszeit ihre Kraft zerbrach diese Frau mit ihrer leidenschaftlichen Liebe zu ihrem Land hatte in Blut und Wesen einen entschelden- den Einschlag englischer Sachlichkeit und Zähigkeit. Das konnte 'sie ihrem Volke nicht einverlelben.

Die inneren Konflikte Isabellas, der Fürstin und der Frau, ihr Leben und ihr Wirken sind neuer­dings sehr lebendig dargestellt worden von A. St. Wittlin:Isabella", (im Eugen Rentsch Verlag, Erlenbach-Zürich und Leipzig). Dieses Buch gibt reichen Stoss zum Bedenken. Wieviel Zchluke.t der Arbeit wieviel Glaube, und auch wieviel Gluck gehörten zum Ausstieg der spanischen Nation wieviel Unrecht daneben, wiemel Unbegreifliches. Und welch ein Schicksal für eine begabte Fustin im Mittelpunkt einer solchen Entwicklung zu stehen! Wir Heutigen aber sehen ein Spanien, das von der gewaltigen Ordnung Isabellas nichts mehr weiß: und nichts kann eindrucksvoller sein, als ,Ni1 Geist die Wirren der Gegenwart neben jene vor Isabel­las Auftreten zu stellen. L b

Auf der Reichsarbeitstagung des Amtes für Be- rufserziehung und Betriebsfuhrung der DAF. hatte Reichsorganisationsleiter Dr. Let) kürzlich ausfuhr- lieh Stellung zu Fragen der Beruf sau s b 11 - dunad eräugend genommen. Der Führer der Organisation der schaffenden deutschen Menschen hat dabei die Feststellung gemacht, daß dreieinhalb M l Honen Menschen in Deutschland heute einen f a l s ch e n Beruf haben. Diese Zahl wurde allein ge­nügen um das wichtige Thema der Berufsausbil­dung der jungen Generation vordringlich zu behan­dele Inzwischen sind Hinweise und Klagen einzelner Berufsgruppen bekanntgeworden, die die Feststellung Dr. Leys erhärten und dazu geeignet sind..das^Pro­blem noch weiter in den Vordergrund zu schieben

Die Wirtschaftsgruppe Elnzelhandel hat die Reichsanitaff für Arbeitsvermittlung "^ Arbeits­losenversicherung auf die bedenklichen D er s ch i e b un gen im NachwuchszugangdesEinzel­handels zugunsten der weiblichen Be­rn ssa nm ört e r hingewiesen. Im vergangenen Jahr suchten 158994 Ratsuchende ^r kaufmannstche Berufe die Berufsberatungsstellen der Arbeitsämter auf. Von den Ratsuchenden waren 108 613 weiblich und nur 50 681 männlich. Beim

schiebt sich dieses Zahlenverhaltnis noch ""günstiger, die männlichen Berufsanwarter machen nur 10 v. H. der weiblichen aus. 71n ft'

meldeten sich gegenüber nur 7p0 M"nnern Ergänzt werden diese Zahlen durch dieTatsache, daß schon bei der Berufszählung 1933 71 v. H- 9 f Gefolgschaft und 65 v. H, der Lehrlinge un Einzel handel weiblichen Geschlechts waren

Auch auf einem ganz anderen

im Blick auf den Nachwuchs ungunstrge^erhaltnisse^

Geschichten aus aller Welt.

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! *

Wörterbuch desUnparlamentarischen".

nn) Wellington (Neuseeland.)

Endlich wissen wir, was unparlamentarisch ist. Bisher gingen die Meinungen darüber erheblich auseinander. Nun aber hat der Sprecher des neu­seeländischen Parlaments, W. E. Barnard, einen großen Teil der bestehenden Zweifel beseitigt da­durch, daß er eine umfangreiche Liste, gleichsam ein Wörterbuch aller von ihm und seinen Vorgängern alsunparlamentarisch" gerügten Wörter und Aus­drücke hat drucken und jedem Abgeordneten auf den Tisch des Hauses zurNachachtung" legen lassen. Wir finden darin u. a. folgende Ausdrücke und Perioden:Ein verdammtes Pack von lauter Shylocks".Ein Mann mit einem Fliegen­gehirn".Ein Herz hat er, nur so groß wie eins Erbse, aber von noch härterer Substanz".Die Dickfelligkeit eines Ministers der Krone".Grin­sender Affe!"Eine Schande für die schottische Rasse".Schauen Sie in den Spiegel, und Sie werden einen Esel sehen!"Das Gesicht des ehrenwerten Mitgliedes erinnert mich an einen großen Käse, von dem der Bauer einen ordentlichen Happen abgebissen hat!"Sie haben noch nie ein Spiel gespielt, das nicht falsch gewesen wäre!" Legen Sie sich gleich ein Halsband um wie ein Hund!"Er hat eine Nase so lang, daß er darüber stolpert!"Lecken Sie sich die Lippen von Ihrer unverschämten Lüge sauber!"

Dr. Dieter Cunz: Europäische Ver­fassungsgeschichte der Neuzeit. Geb. 1,80 Mark. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. (208) Alle, die sich mit der Innenpolitik der europäischen Mächte zu beschäftigen haben, können sich hier über die hauptsächlichsten Ereignisse der Verfassungsgeschichte orientieren, ohne nach um­fänglichen Spezialwerken greifen zu müssen. In seinem ersten Teil, der mit der französischen Revo­lution abschließt, verfolgt das Buch die Bildung und Ausprägung des Absolutismus, von den ftüh- absolutistischen Formen des ausgehenden 15. Jahr­hunderts über das klassische, autokratische Regiment Ludwig XIV. bis zu den aufgeklärten Regierungs- prinzipien Friedrichs des Großen und Josephs II. Im zweiten Teil zeichnet sich der Siegeszug der Dolkssouveränität ab; die europäische Verfassungs­geschichte wird zur Geschichte der repräsentativen Verfassungen, die teils früher, teils später in den abendländischen Staaten Eingang finden. Dabei wird die Untersuchung bis auf den heutigen Tag geführt, mit möglichster Genauigkeit bei den euro­päischen Großmächten, in knappen Zügen aber auch bei allen übrigen Ländern Europas.

gestellt.

Nehmen wir schließlich noch ein anderes Gebiet, um an ihm das Problem einer richtigen Nachwuchs­oerteilung aufzuzeigen. DasJunge Deutschland/, die sozialpolitische Zeitschrift der Hitlerjugend weist darauf hin, daß der Nachwuchs im gesam­ten Schwesternberuf nicht annähernd aus­reiche, um den Bedarf in der freien Krankenpflege!

den Wirren der Diadochen-Kämpfe miterlebt, hat in alle Phasen dieser meteorhaften Bahn dernd und handelnd, warnend und treibend gegriffen. Die drängende Fülle von Ereignissen Personen, von Schlachten und volitischen Ränken, von Plänen und Taten, die in dem Buch mit far­biger Pracht sich entfaltet, findet so die Beziehung immer wieder zu ihr zurück. Und mit dem Leid der Olympias sinkt auch der Traum eines Welt­reiches schließlich zusammen. Die charakteristi­schen Bilder sowohl der Landschaft wie zum Teil bisher unbekannter Porträtbüsten aus neuen Aus­grabungen sind besonders zu nennen.

nicht.

Johannes mit den Schlangen.

(st) Johannesburg.

Eine der größten Sensationen Südafrikas ist zweifellos der große Schlangenpark von Port Eli­sabeth, den man vor Jahren einrichtete, um auch in Südafrika das nötige Material zur Herstellung von Serum gegen Schlangenbisse zu haben. Der Schlan­genpark ist außerordentlich groß und berbergt alle gefährlichen Schlangenarten Südafrikas. Der popu­lärste unter den Schlangenwärtern ist zweifelsohne der alte Johannes. Er wurde im Laufe feiner Tä­tigkeit nicht weniger als elfmal von Giftschlangen gebissen. Man hat ihm so oft und so viel Schlan­genserum eingespritzt, daß er heute vollkommen im­mun ist. Als im vergangenen Jahr Direktor F. W. Fitzsimons ein paar Tage auf Reisen war und zurückkehrte, stellte er fest, daß der rechte Arm des alten Johannes heftig angeschwollen war und so­gar die Nackenmuskeln bereits eine schwere Ent­zündung zeigten. Er hatte, um ein gebissenes Kind zu retten, in aller Eile ein paar besonders große Exemplare giftigster Schlangen mit ungeschützten Händen herausgeholt und war dabei selbst gebissen worden. Aber Johannes überstand auch diese neuer­liche Vergiftung.

Die Eskimos und die Renntierherde.

A. Z. Toronto.

Ein Teil der kanadischen Eskimos wurde, wie man sich erinnern wird, vor zwei Jahren durch eine Renntierherde vor dem Tode des Verhungerns ge- . rettet, die von Alaska in das Mackenziedelta ge­bracht wurde. Der fünfjährige Zug dieser Herde war ein Ereignis, das in der ganzen Welt ungeheures Aufsehen erregt hatte. Man hatte die etwa 4000 Köpfe betragende Herde zunächst den Eskimos völlig überlassen. Diese wußten aber wenig mit den Tieren anzufangen, auf die sie zunächst regelrecht Jagd machten. Auch der Nomadentrieb der Eskimos er­schwerte die Erhaltung der Herde bedeutend, so daß die Gefahr des Hungertodes immer noch nicht ge­bannt war. Jetzt bat man die kostbaren Tiere Lapp­ländern in die Obhut gegeben, die die Eskimos an­lernen sollen. Die Schlachtungen finden jetzt nur noch unter Aufsicht eines Regierungsbeamten statt, damit die Herde nicht in wenigen Jahren aufgegessen wird. Im großen und ganzen hat sich die Einfüh­rung von Renntieren bei den Eskimos aber be­währt.

Spinat kannten sie schon.

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