Hreitag, <6. Oktober 1936
Nr. 243 Erstes Blatt
186. Jahrgang
Berlin, 15. DEL (DNV.) Der Chef des Außenpolitischen Amtes der NSDAP., Reichsleiter Alfred Rosenberg, hatte die Vertreter der auswärtigen Diplomatie und Presse zu einem Empfangsabend in den Terrassensaal des Adlon gebeten. Es handelt sich um die 2 5. Zusammen- kunftdieser Art seit Bestehen des Amtes. Man sah fast das gesamte Diplomatische Korps, sowie zahlreiche führende Persönlichkeiten der Bewegung und der Behörden. Gleich zu Beginn des Abends ergriff Reichsleiter Alfred Rosenberg das Wort, um u. a. folgendes auszuführen: Die NSDAP, habe nicht zufällig bereits zweimal das Thema Bolschewismus und die Welt auf den Nürnberger Parteitagen behandelt. Sie habe im Jahre 1935 den weltpolitischen Zustand geschildert, und habe angesichts der bedrohlichen Entwickelung der europäischen Politik in diesem Jahre die wahren Führer des Bolschewismus genannt. Neben den in Nürnberg geschilderten Methoden seien in letzter Zeit namentlich einige Lösungen des Bolschewis- muß stark betont worden.
Es sei vor allen Dingen der Schlachtruf: „Kampf dem Faschismus!" Unter diesem Sammelbegriff verstünde Moskau alle aktiven nicht bolschewistischen Kräfte in der Welt. Man habe die Hoffnung, daß die Vertreter des tiberatistischen Zeitalters, die Gegner einer neuen nationalen Autorität seien, im Bolschewismus einen Bundesgenossen erkennen würden. Der demokratische Staatsapparat solle die erwachten Kräfte aus dem Wege räumen, um freie Bahn für den Bolschewismus zu schaffen. Wie früher gewisse Revolutionäre von den Jakobinern verschlungen worden seien, so spiele sich dieses Schauspiel heule, planmäßig inszeniert, in der ganzen Welt ab. Der internationale Marxismus ist die Weltfrage, ob Europa zug tun begeh en soll, oder ob es noch die Kraft zum entscheidenden Wider st and findet. Es ständen sich also nicht Proletariat und Bürgertum. nicht Bolschewismus und Faschismus gegenüber, sondern der Wellbolschewismus und Europa überhaupt.
London, 15. Oft (DNB.) Moskau hat die in London unternommene Entlastungsoffensive zugunsten Madrids noch immer nicht aufgegeben. Der sowjetrussische Botschafter Maisky hat in Begleitung des Geschäftsträgers Kagan schon wieder den Vorsitzenden des Nichteinmischungsausschusses, Lord Plymouth, ausgesucht und von neuem eine sofortige Einberufung des Nichteinmischungsausschusses zur Prüfung der letzten sowjetrussischen Note gefordert. Lord Plymouth hat den sowjetrussischen Antrag a b g e - lehnt. Zur Begründung weist Lord Plymouth darauf hin, daß die gegen Portugal erhobenen Beschuldigungen von dem Ausschuß in sejner Sitzung am 9. Oktober besprochen und daß die portugiesische Regierung gebeten worden sei, sich zu äußern. Da die Antwort der portugiesischen Regierung noch nicht eingegangen sei und da außerdem die Sowjetnote vom 12. Oktober nicht das geringste zusätzliche Beweismaterial enthalte, durch das auf die Verletzung des Abkommens geschlossen werden könne, halte er es nicht für richtig, daß der Ausschuß in diesem Augenblick zu einer weiteren Sitzung zur Erörterung der Angelegenheit einbe- rufen werde.
„Daily Telegraph" meldet, daß die Sowjetunion für ihre Angriffe gegen Portugal auch nicht den Schein eines neuen Beweises habe erbringen können, so daß auch, für England kein Anlaß vorliege, anzunehmen, daß diese Beschwerden auf Tatsachen beruhten. Starke Erregung äußerten die britischen Minister über den mehrfachen Versuch der Sowjetregierung, den Nichteinmischungsausschuß zu Propagandazwecken zu mißbrauchen. Auch die „Times stellt fest, das Sowjetmanöver sei darauf abgestcllt, dem Ausschuß Schwierigkeiten zu bereiten. Die jüngste Aktivität der Sowjets könne sie nur selbst mit dem Vorwurf belasten, auf das schon schlecht bestellte Feld internationaler Zusammenarbeit Unkraut säen zu wollen.
Die „Morning Post" sagt, daß die Sowjet-Diplomatie ihrer früheren phantastischen Außenpolitik jetzt die Frechheit hinzugefügt habe. Die üoro= jetpolitik versuche, den inneren spanischen Konflikt in einen europäischen Glaubenskrieg auszuweiten. „Sabotage" sei für die Lrowjetregie- rung ein gewohntes Vergehen. Man sollte daher die Gefahren einer solchen Sabotage auf dem Gebiet internationaler Angelegenheiten erkennen können. Das Vorgehen der Sowjets könne, das eins Olutc haben, daß man in England merke, welche Rolle der britischen Flotte zugedacht werde.
setzen, werden die Befehle der Führung nicht ausgeführt. Der Nachschub an Hilfskräften erfolgt nur in beschränktem Umfange. Die Unruhe in der Bevölkerung und die Mißstimmuna der roten Soldaten steigt immer mehr. Der Außenminister hat in einem Telephongespräch nach Moskau seine große Genugtuung ausgesprochen, daß die Bande zwischen den beiden prole- t torischen Ländern im Westen und Osten Europas enger geknüpft seien. Gleichzeitig dankte der rote Minister für die sowjetrussische Unter- t ü tz u n g. Ein bemerkenswertes Licht auf die Stimmung in Madrid wirft die Tatsache, daß es zu einem ernsten Zerwürfnis zwischen dem bolschewistischen Botschafter Moses Rosenberg und
Z r i e t 0 gekommen ist über die Frage, ob Madrid geholten oder aufgegeben werden soll. Der bolschewistische Botschafter fordert die Verteidigung der Hauptstadt mit allen Mitteln, Prieto aber will die Tragödie einer langen Belagerung und eines fortgesetzten Luftbombarde- ments vermeiden.
Moskaus Forderung abgelehnt.
Keinerlei neues Material. - Die englische presse durchschaut den Propagandazweck der bolschewistischen Aktion.
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Schuh der Heiligtümer Europas!
Reichsleiter Rosenberg spricht auf dem 25. Oiplomatenempfang des Außenpolitischen
päer sind. Wir wissen, daß Deutschland nicht allein auf der Welt lebt, daß wir Nachbarn haben, mit denen wir in wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen stehen und weiter stehen wollen. Wir sehen die Verzweiflung einer Welt, den Verlust edler Ideale. Wir sehen zugleich Tumulte, furchtbare Bürgerkriege. Wir hören die Reden: Die Rote Armee sei das Heer der Weltrevolution. Wir sehen, daß in Karelien und in Ingermanland Dörfer um Dörfer aufgesiedelt werden, um als Durchmarschgebiet gegen Finnland und die baltischen Staaten zu dienen. Wir sehen, daß Angriffswege nach der russisch-rumänischen Grenze hin entstehen, und wir sehen die F l u g z e u g e, die Rußland immer wieder in großer Zahl baut. Aber dann stehen vor unseren Augen auch die Städte, Bürger und Kirchen des altehrwürdigen Europa. Wir sehen Windsor und Westminster; wir sehen die Sainte Chapelle, wir sehen die Palazzi von Florenz, wir sehen die Königsgräber in Schweden, die Schlösser von Krakau. Und wir wissen, das alles sind Werte von uns allen.
Soll das alles vernichtet werden wie die Kirchen in Barcelona, wie der Alkazar von Toledo? Rein! Wir wollen die Leute in Moskau sich einrichten lassen wie sie wollen, aber wir wollen ihre antieuropäische Lehre nicht, wir wollen Schuh der Heiligtümer Europas. Europa ist für uns keine geistige und politische Zwangsjacke. Es ist vielgestaltig und reich emporgewachsen. Wir wünschen einen edlen W e t t - streit, aber keine Vernichtung. Wir fordern Achtung bet inneren Lebensform, ehrlichen Ausgleich der wichtigen Inter- essen und Schuh vor fremden Infektionskeimen. Wir erstreben ein gemeinsames gutes Verhältnis zu den großen Kulturvölkern anderer Erdteile. Wenn — so ist unsere Aeberzeugung — wir diesen Willen in die Tat umsehen können, dann kann aus der heutigen Krise vielleicht eine Gesundungskrise werden und dann wird es möglich sein, aus der Zeit der Zersetzung eine große Wiedergeburt aller lebensstarken, schöpferischen Rationen einzuleiten.
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Amts der NSDAP.
er noch nicht unterjocht hat, und den Zustand einer ewigen Anruhe". Darum haben, so sagte Reichsleiter Rosenberg, die europäischen Rationen alle Ursache, Friedenspakle anzustreben, aber zu verhindern, daß professionelle politische
Giftmischer dabei stören."
Der französisch-sowjetrussische Pakt sei von Moskau nicht als Beitrag zum kollektiven Frieden, sondern zu einer unter bolschewistischer Führung stehenden Blockbildung gedacht. Es gehe nicht an, wenn große französische Zeitungen schrieben, Hitlers Stellung habe sich durch die pro-kommunistische Tätigkeit in Frankreich gefestigt, der Kommunismus sei der geschworene Feind Frankreichs und der beste Verbündete Hitlers — als ob wir auch für den Bolschewismus in Frankreich verantwortlich seien! Es gehe auch nicht, wenn klerikale Blätter erklärten, der Nationalsozialismus sei ein Sauerteig, um überall das Schicksal der bekennenden Christen in Sowjetrußland und Spanien zu wiederholen! Auch hier die Verantwortlichmachung des Nationalsozialismus für Sünden, die klerikale Parteien selbst früher in Italien, Deutschland und Spanien auf sich geladen hätten. Es täte gut, sich gerade in diesem Lager auf das von dort so viel gepredigte Wort „Ihr sollt nicht lügen" zu besinnen. Unter einem Don Sturzo sei Italien an den Bolschewismus herangeführt worden, unter der Herrschaft des Zentrums habe Deutschland sechs Millionen bolschewistische Reichstagsstimmen gehabt. Im katholischen Spanien und nicht im nationalsozialistischen Deutschland wüteten Mord und Brand. „Wir wollen", so fuhr Reichsleiter Rosenberg fort, „den Nationalsozialismus nicht auf andere Völker übertragen. Wenn sie mit der Demokratie den Bolschewismus bei sich überwinden wollen, so soll uns das recht sein. Wir mischen uns nicht in die innere Formgebung eines anderen Volkes, können aber auch keine Belehrungen entgegennehmen von jenen, die selbst nicht fähig gewesen sind, die Gefahr unserer Zeit zu überwinden."
Aber, so könnte man uns fragen, wenn ihr in Deutschland den Bolschewismus überwunden habt, warum sprecht ihr noch davon? Wir können nur darauf antworten: „Weil wir bewußte Euro-
Regierungswechsel in Finnland.
Don unserem M L.-Äerichierstaiier.
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) H e l s i n g f o r s , 10. Oktober 1936.
Die Regierung Kivimäki, die fast vier -Jahre hindurch energisch und mit großem Erfolg den jungen finnischen Staat durch außenpolitische und wirtschaftliche Fährnisse gelenkt hat, ist a b g e l ö st worden. Das Kabinett Kall io ist an ihre Stelle getreten. Dieses neue Kabinett wird — wenn es den ersten Ansturm im Reichstag übersteht — keineswegs leichte Aufgaben zu lösen haben. Außenpolitisch sowohl wie innenpolitisch. Den steigenden allgemeinen Spannungen kann auch ein so kleiner Staat wie Finnland, der etwa 3,5 Millionen Men- chen umfaßt und der sozusagen an der Peripherie liegt, nicht ausweichen. Auch Finnland muß in dieser/' Zeit der Unruhe eine feste Hand am Steuer haben. Auf dem Gebiet der Innenpolitik sind die Probleme ebenfalls nicht leichter geworden, zudem steht die Wahl des Staatspräsidenten vor der Tür.
Die neue Regierung findet nun, parteipolitisch- parlamentarisch gesehen, ein schwieriges Gelände. Wie schwierig es ist, das hat sich bei dem letzten Regierungswechsel deutlich gezeigt, und die Begleitumstände des Sturzes ihrer Vorgängerin, der Regierung Kivimäki, sind sehr aufschlußreich. Die Reichstagswahlen im Juli hatten nur geringe Verschiebungen gebracht. Die Sozialdemokraten, die fast immer die stärkste Partei waren, erhöhten die Zahl ihrer Sitze von 78 auf 83, was nicht überrascht, weil diese stets radikaler werdende Partei nunmehr restlos die Anhänger der verbotenen kommunistischen Partei aufgesogen hat. Bei den nichtmarxistischen Parteien hatten sich tue Bauernparteiler als zweitgrößte Partei mit 54 Sitzen gehalten. Auch die Schwedische Volkspartei hielt mit 22 Mandaten ihre alte Stellung. Die konservative Sammlungspartei verbuchte 22 Sitze, wobei sie der Vaterländischen Volksbewegung, die das Erbe der Lappo-Bewegung angetreten hat, von 15 Mandaten 2 abgewann. Am schlechtesten schmtt die liberale Fortschrittspartei des nun gestürzten Ministerpräsidenten Kivimäki ab, die von 11 auf 8 Mandate herabsank. ,
Aber dieses Wahlergebnis war nicht die Ursache des Kabinettwechsels, sondern die steigende Bereitschaft der Opposition, über die Geschicke des Landes zu bestimmen. Diese Bereitschaft bekundete besonders der Führer der Sozialdemokraten Tanner, der dabei wohl nach den übrigen skandinavischen Ländern blickte, wo die anhaltende Hochkonjunktur seinen Genossen die Bürde des Regierens sehr ebleich- tert. Da nun auch in Finnland der wirtschaftliche Aufschwung nicht nachläßt, sind derartige Regje- rungsgelüste nicht unbegreiflich. Die Regierungsbereitschaft der Sozialdemokraten vermehrte die Gefahren, die dem Kabinett Kivimäki schon durch den Rücktritt der wegen der Universitätsfrage verärgerten schwedischen Minister und durch dis^Zurückhal- tung der Sammlungspartei erwachsen waren.
In diese Lage hinein platzten Denkschriften der f i n n l ä n d i s ch e n Geheimpolizei, hie durch ein Versehen irgendeines Registraturbeamten den Weg in die Presse fanden. Die Geheimpolizel war nämlich von der Regierung mit der Ausarbeitung eines Gutachtens über eine verdächtige Linksgruppe beauftragt worden. Aus diesem Anlaß hatte die Polizei ihre 'Beobachtungen über die zunehmenden, von Moskau angefachten Volksfrontbe- ftreb ungen in zwei Denkschriften niedergelegt. Sie enthielten ein Verzeichnis aller Verbände, die unmittelbar oder mittelbar diese Bestrebungen förderten, darunter eine Reihe liberal-intellektueller und bürgerlich-kultureller Bünde. Als Vorstandsmitglied eines solchen Bundes war in den Denkschriften auch der Landwirtschaftsminister Prof. I u 11 l a genannt. Nun konnte man in der Tat Jutila und vielen anderen persönlich keine Sympathien für icn Kommunismus nachsagen. Daher setzte nun im gan- zen demokratischen Lager em »türm der Entrüstung gegen die Regierung em. In lila trat zuruck 2ßei auch sofort ein Ersatzmann in das Kabinett gehUt wurde, so war doch die Krise da.
Wenig später, am 25. Septen^er erhielt Kw ' mäfi bei der Abstimmung über Gesetze zur Strafverschärfung bei Hoch- und Landesverrat ein, wenn auch äußerst knappes Mißtrau en s v o t um unb trat tags darauf mit feinem Kalnnett zurück^ Die gesamten bürgerlichen finnischen Parteien und die
Der französische Schriftsteller Pierre Feroaque sei während des Krieges gemeinsam mit dem jetzigen roten Marschall Tuchaschewski in Deutschland gefangen gewesen. Er teilt mit, Tuchaschew.kl habe angesichts der revolutionären Zustände erklärt, es sei ihm gleich, ob er unter den weißen Generälen oder der roten Fahne kämpfe, er wolle jedenfalls alles niederreißen und „reinen Tisch" machen. Hier trete der Haß als Motor der Weltpolitik in Erscheinung, nicht nur in diesem einen Marschall" der roten Armee, sondern als eine kollektive Erscheinung, früher vielleicht unterbewußt vorhanden, heute durch Erschütterun- aen zu hellen Flammen angefacht: Der Haß der Steppe gegen alle europäische Staatlichkeit, verbindet in unserem Zeitalter mit einer jüdischen Weltverschwörung. Die Weltrevolution sei das eigentliche Schlachtgeschrei des Bolschewismus.
Ein weiterer Köder des Bolschewismus fei der !Beariff eines unteilbaren kollektiven ft Hebens. Die Rede Litwinows in Genf aber habe nur den einen Willen gezeigt, a Ile Mächte gegen jene .ZU sammeln, die die bolschewistische Diktatur bei sich zu Hause u b e r - w u n d e n hätten. Unter Litwmows Befehl habe neuerdings der Kommunist — ich sage nicht Fran- wle — T h o r e z eine empörende Rede gehalten, ber die gle che Tendenz zugrunde lag. Thorez erklärte triumphierend in Straßburg er stunde nur ünf Kilometer von der deutschen Grenze entfernt und fuhr Tort: Wir lieben das deutsche Volk eines Goethe eines Marx, eines Engels eines Heme wechstln $ mit ^bTn U natTonaff o J?aüft Hd)e n * acf)b arn. Eksxä mnnn in einem A t e"m z u g e zeige, daß es maPn m^ilosophie der Unterwelt giibE bk für$2Berte unb Rangorbuung überhaupt kein Organ mehr habe.
„wir wallen, fo fuhr «-ich-,etter Kofcnbecg orf bas franzaf'fch- Volk aber nicht mil dem Thor-Z oerwechfeln. ber heule .m Auftrage einer fr-mbep Macht gegen ventschlanb hehll Er oersage 'i-h-^'ch^ll "nu7!Ml°llen b°b Niemals zufuhren. Führer ober IHiniffer
™ Staat J^aupt angegriffen
h l lintuh nicht den Ministerpräsidenten L.':-,S'gNnn bkk w teif beschimpf, worben eu Die Ne 'kr r e:u°7'L°rg--u'-
7'L/Lmunis-eu E. eine ehr-
^Der Kommunismus will keinen Arieben geschweige benn einen kottekttven Ir.eben, onbern er will bie Zerstörung 1-ner Staaten, tue
Portugal gibt rote Grenz- verietzungen bekannt.
Vergebliche Beschwerden in Madrid.
Lissabon, 15. Oft. (DNB.) Das portugiesische Außenministerium gab der Presse einen Notenwechsel mit Madrid bekannt, der wegen G r e n z- verletzungen durch rote Milizen geführt wurde. Die' erste Grenzverletzung ereignete sich Mitte August. Auf die portugiesische Beschwerdenote, in der strenge Bestrafung der Schuldigen gefordert wurde, erging von Madrid aus eine Antwort die keinerlei Genugtuung gab, so daß der Botschafter wieder vorstellig werden mußte. Ende August sah sich die portugiesische Regierung gezwungen, in Madrid erneut Vorstellungen wegen eines zweiten Grenzzwischenfalls zu erheben. Damit verbunden war eine energische Beschwerde wegen eines Anschlags aus die Botschaft'in Madrid. Die portugiesische Regierung verlangte innerhalb kürzester Frist Genugtuung,' andernfalls sie sich an diejenigen wenden würde, die in Wirklichkeit die Oberhoheit in den Grenzgebieten ausübten. Da alle Vorstellungen in Madrid ergebnislos blieben wandte sich der portugiesische Außenminister Monteiro am 11. September an die Junta in Burgos, teitte den Inhalt der Protestnote mit und erbat die Bestrafung der Schuldigen. General C a b a n e 11 a 5 verurteilte in seiner Antwort die Verbrechen der roten Grenzverletzer lebhaft und sprach im Namen des spanischen Volkes das Bedauern aus. Ca- banellas versicherte, alles zu tun, um der Verbrecher habhaft zu werden. Den Angehörigen der Opfer des roten Ueberfalls wurde eine Entschädigung zugestanden.
Verzweiflung in Madrid.
Der bolschewistische Botschafter fordert Verteidigung der Hauptstadt.
Sevilla, 16. Ott. (DNB.) Der Mabriber Außenminister hat einen Aufruf an bie roten Milizen gerichtet, in bem er erklärt, baß er dem Volke nicht die grausame Wahrheit vorenthalten wolle. Man müsse mit einer Besetzung der Hauptstadt durch die Nationalisten rechnen. Madrid könne nur vor der „faschistischen Diktatur oerettet werden, wenn die Arbeiter ihr Letztes h e r g ä b e n und mit eiserner Disziplin gehorchten. Trotz aller verzweifelten Versuche der Madrider Regierung, die Milizen in Kampfstimmung zu ver-
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