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Syffon fuhr 18 Weltrekorde.

Kapitän George E y st o n (England) und sein Mit­fahrer Bert D a n l y beendeten ihre Rekordversuche in Utah (USA.), nachdem sie 48 Stunden gefahren waren und dabei 11 541 km zurückgelegt hatten. Mit 217,261 Kilometerstunden verbesserte er nicht nur den bisher mit 176,8 km/st in französischem Besitz be­findlichen Weltrekord, sondern er wartete im Laufe der langen Fahrt mit insgesamt 1* Weltrekorden auf.

443 USA -Olympiakämpfer auf der Veise nach Berlin.

Unter dem brausenden Jubel einer nach Zehn­tausenden zählenden Menschenmenge und dem Ge­heul der Sirenen sämtlicher in Hudson liegenden Schiffe legte der über die Toppen geflaggte ameri­kanische OlympiadampferManhattan" vom Pier ab. 443 amerikanische Olympiakämpfer traten auf ihr dieReise über den Teich" an; sie fanden einen Abschied, wie ihn nur die Amerikaner ihrer Mann­

schaft bereiten können. Es war ein herrliches Bild. An einem wolkenlosen Himmel stand strahlend die Sonne, und das Menschengewoge zeigte sich als ein einziges Meer kleiner Fähnchen mit den Landes­farben. DieManhattan" hatte die Olympia- Flagge g e h i ß t, die bis zur Ankunft der Kämp­fer in Berlin über den Toppen wehen wird.

Das Länderklaffement derSour".

Rach der Mittwoch-Etappe derTour de France ergab sich in der Länderwertung folgender Stand: 1. Belgien, 2. Spanien-Luxemburg, 3. Frankreich, 4. Holland, 5. Schweiz, 6. Deutschland, 7. Oester­reich, 8. Jugoslawien.

SportamtKraft durch Freude".

Heute finden folgende Kurse statt:

19.1520.30 Uhr Leichtathletik auf dem Univer­sitätssportplatz.

2021 Uhr Gymnastik für Frauen im Lyzeum. 2122 Uhr Gymnastik für Frauen im Lyzeum.

Gute Vesehung im Vad-Aauheimer Reil-Turnier

C-W'

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Das kommende Wochenende steht im Zeichen des Pad-Nauheimer Reit-, Spring- und Fahrturniers, das am Samstag und Sonntag auf der neuen von-Tschammer-und-Osten-Kampfbahn zum Austrag kommt. Schon die Nennungen ließen nach ihrer Zahl erkennen, daß guter Sport geboten werden würde. Was das Pferdematerial anbetrifft, so sind kaum noch Wünsche offen geblieben, denn es gibt hervorragende Reitpferde aus den deutschen Hoch­zuchtgebieten Hannover und Ostpreußen zu sehen. Ferner stehen ganz gute Dressurpferde bereit, und schließlich wird in den Springwettbewerben eine

große Zahl hochklassiger Springer in die Bahn kommen. Einen besonderen Genuß versprechen je­doch die Fahrprüfungen mit den adretten Brück- mannschen Hackneys, den windschnellen Trabern Hugo Ludwigs, schließlich wirken durch ihre Wucht die bodenständigen hessischen Pferde, die so auf der Grundlage des Oldenburger Blutes entwickelt find. Ohne Zweifel wird es erhebend sein, zu sehen, wenn sechs schwere Hengste und Stuten, von Land­stallmeister Dr. Dender gefahren, um die Bahn stürmen und doch gehorsam am Zügel ihres Lenkers bleiben.

Starkes Leichtathletik-Aufgebot.

Halbach, P. Scheder, Mohr, O. Wachs, F. Bischoff.

6 mU - Klasse : BootGustl V" mit der Be- satzung: Dr. H. Lubinus (Steuermann), Th. Thom­sen, D. Christensen, K. Frey, H. Wedemeyer.

Starboote: BootWannsee 1287" mit der Besatzung: Dr. P. Bischoff, H. Weisse.

Olympiajollen: BootJolle": W. Krog- mann; Ersatz: A. Graetz.

Die Fünfkämpfer:

Die deutschen Farben im Olympischen Fünfkampf vertreten: Oblt. Handrick, Lt. Lemp, Unteroffizier Bramfcld.

Keine Basketbatt-Mannschaft.

Mit Rücksicht auf die noch nicht ausreichenden Vorbereitungen und die zu kurze internationale Spielpraxis hat der deutsche Olympische Ausschuß beschlossen, die Meldung einer deutschen Mannschaft für das Olympische Basketball - Turnier zurückzu­ziehen.

Letzte Vorbereitungen.

Ein Teil der Mannschaften ist vor dem Eintreffen in Berlin an bestimmten Erholungsstätten zusam­mengezogen. Die Handballspieler bleiben bis zum 26. Juli in Eßlingen, vom 20. Juli ab wird die Wasserball-Mannschaft mit den Ersatzleuten m Bad Harzburg weilen. Die Schwimmer und Schwim­merinnen werden sich nach Hirschberg begeben. In Berneck weilen die Schwerathleten, während die Boxer in Wünsdorf zusammengezogen sind. Die Fechter haben ihre Erholungs-Quartiere in Claus­thal-Zellerfeld bereits bezogen, während bei den Leichtathleten die Unterbringung von Fall zu Fall entschieden wird. Ein Teil bleibt zu Hause, andere wieder werden in Parnitz und Radis untergebracht. Betreuer in diesen Erholungsstätten sind die Füh­rer, die auch während der Olympischen Spiele diese Aufgabe erfüllen. Aerztliche Betreuung ist sicherge­stellt.

Die Mannschaften für Leichtathletik, Fechten, Boxen und Segeln stehen fest. Die Hockey-Vertre­tung ist bis auf zwei Spieler ebenfalls endgültig. Nach den Olympischen Bestimmungen ist der Melde­schluß jeweils 14 Tage vor Beginn des Wett­kampfes, so daß sich auch dem Programm entspre­chend verschiedene Meldeschlüsse ergeben. Vom 15. bis 22. Juli ist fast täglich für eine Sportart Meldeschluß. In den nächsten Tagen sind im An­schluß an die Ausscheidungskämpfe die namentlichen Nennungen unter anderem im Schwimmen, Rudern und Radsport zu erwarten.

Der Großteil der deutschen Mannschaft wohnt im O l y m p i s che n Dorf, wo wir einmal im Dorfe selbst in sieben Häusern 148 Plätze haben, dazu in der benachbarten Flak-Kaserne Raum für 160 Betten. Für die Frauen sind 58 Plätze im Frauenheim bereitgehalten.

Außerhalb des Olympischen Dorfes wird ein Teil der Leichtathleten untergebracht, nämlich in P a r - n i tz und in Radis beiWittenberg. Die Ru­derer und Kanufahrer wohnen imKarolinenhof" bei Grünau, die Segler im Olympiaheim in Kiel. Dazu haben wir noch in zwei Bootshäusern am Wannsee Reserven. Ein Teil der bereits ge­starteten Mannschaften, vor allem die Leichtathleten, sollen nach ihrem Start das Olympische Dorf räu­men. Später kommende Mannschaften, wie die

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Schmeling erhielt den goldenen Handschuh.

Im Rahmen des Boxkampfabends in Berlin, in dem der deutsche Halbschwergewichtsmeister Witt den französischen Schwergewichtsmeister Rutz schon in der ersten Runde k. o. schlug, überreichte der Führer des Verbandes deutscher Faustkämpfer, Rüdiger, Max Schmeling den goldenen Handschuh. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Turner und Boxer, werden dann diese Ouartieri einnehmen.

Die Anreise der Mannschaften

ist je nach der Sportart verschieden. Die Hockey« spieler sind schon imDorf", am 20. 7. folgen dii Radfahrer, am 23. die Fußballspieler. Zwischen dem 29. und 31. Juli zieht der größte Teil der deutschen Mannschaft in das Olympische Dorf, be­ziehungsweise ins Frauenheim, ein. Ruderer und Kanufährer beziehen ihre Quartiere in Grünau gleich nach den Meisterschaften am Wochenende.

Oie neue Olympia-Kleidung.

Die aktive Mannschaft, die Führer und die Trai­ner erhalten einen grauen Tagesanzug mit dazu passendem weißem Hemd, einer Mütze, blauer Kra­watte, braunen Schuhen und grauen Strümpfen. Für die aktive Mannschaft wird dazu für den Ein­marsch ein weißer Anzug mit weihen Schuhen und schwarzer Krawatte gegeben. Die Mannschaftsmit­glieder erhalten ferner einen braunen und einen weißen Trainings-Anzug sowie mindestens zwei Satz sportlicher Bekleidung, die den verschiedenen Sportarten entsprechend angefertigt werden. Alle diese Bekleidungsgegenstände tragen das Reichs­bund-Abzeichen.

Der Deutsche Olympische Ausschuß versammelte sich am Mittwoch im Hause des Deutschen Sports zu einer Sitzung, auf der alle Fragen der deutschen Beteiligung an den Olympi­schen Spielen besprochen wurden.

Der Reichssportführer brachte in seiner bedeu­tungsvollen Rede, über die wir an anderer Stelle ausführlich berichten, die geistige Einstellung des nationalsozialistischen Staates zu den Leibesübun­gen und den Olympischen Spielen zum Ausdruck. Anschließend gab er die bisher vorliegenden Mel­dungen für die Olympischen Spiele bekannt.

Deutschland wird insgesamt 430 aktive Teil­nehmer, darunter 47 Frauen, stellen.

Zu diesen kommen noch die notwendige Beglei­tung, Führer, Unterführer und Trainer, zusam­men etwa 65 bis 70 Mann, und rund 25 Masseure.

Auf d i e einzelnen Sportarten verteilen sich die Meldungen: Leichtathletik 63 Männer, 17 Frauen; Schwimmen: etwa 35 Männer, 18 Frauen; Hockey: 22 Männer; Boxen: 16 Männer; Fechten: 13 Männer, 3 Frauen; Turnen: 8 Männer, 8 Frauen; nur Männer: Radsport: 26; Fünfkampf: 3; Fußball: 22; Handball: 22; Gewichtheben: 10; Ringen: 21; Schießen: 9; Reiten: 10; Polo: 7; Bas­ketball: 14; Rudern: 30; Kanu: 28. Hinzu kommen noch die Segler.

Oie Leichtathletik-Mannschaften.

Die Aufstellung der deutschen Leichtathetik-Ver- tretung erfolgte nach den im letzten Monat erziel­ten Ergebnissen unter starker Berücksichtigung des Abschneidens bei den deutschen Leichtathletik- Meisterschaften. 110-Meter-Hürdenlauf und Stab­hochsprung werden nicht vollbesetzt. In verschiede­nen Wettbewerben hat man die drei Ersten der Berliner Meisterschaftskämpfe gewählt, so zum Beispiel im 100-Meter-Lauf, Kugelstoßen, Speer- und Diskuswerfen. Besonderen Wert haben die verantwortlichen Stellen auf eine starke Besetzung der Staffeln gelegt. So startet Hamann nicht im 400-Meter-Einzelwettbewerb, in dem er keine Aus­sichten auf einen Platz hat. Ebenso wurden die bei der Meisterschaft plazierten Klupsch, Voigt und von Stülpnagel nur in der Staffel aufgestellt, zu der sich weiter Harbig als einer unserer schnell­sten 400-Meter-Läufer gesellt. Dompert taucht überraschend im 3000-Meter-Hindernislauf auf, den auch unser Rekordmann Raff bestreitet, lieber» raschend ist ebenso, daß Stadler, den man vorwie­gend als 1500-Meter-Läufer kennt, über die 5000 Meter läuft. Hier wird auch Syring starten, der trotz seines Meisterschaftssieges über 10 000 Meter nicht gemeldet wird. Auch im Zehnkampf fehlt überraschend Hans Heinz Sievert, der nur im Kugelstoßen die deutschen Farben trägt. Stück wird dagegen den Zehnkampf, weiter das Kugel­stoßen und das Speerwerfen bestreiten.

Die Mannschaft lautet im einzelnen:

Männer.

100 Meter: Hornberger, Borchmeyer, Kersch. 4X100 Meter: Leichum, Borchmeyer, Gill­meister, Hornberger. Ersatz: Kersch, Schein, Neckermann, Steinmetz.

2 00 Meter: Schein, Neckermann, Steinmetz. 400 Meter: Blazejezak, Klupsch, Metzner.

4X400 Meter: Hamann, Voigt, Harbig, von ^fiHpnageL Ersatz: Blazejezak, Klupsch, Metzner, Scheele.

80 0 Meter: Harbig, Dessecker, Mertens.

150 0 Meter: Schaumburg, Böttcher, Mehl­hose.

3000 Meter Hindernis: Dompert, Heyn, Raff.

5 00 0 Meter: Syring, Becker, Stadler.

10 000 Meter: Gebhardt, Siegers, Schönrock. Marathon: Barficke, de Bruyn, Bräficke.

110 Meter Hürden: Wegner, Welscher.

4 00 Meter Hürden: Scheele, Nottbrock, Kürten.

Hochsprung: Weinkötz, Gehmert, Martens.

W e i t s p r u n g : Lang, Leichum, Baumle.

Dreisprung: Wöllner, Joch, Lang. Stabhochsprung: Müller, Schulz.

Kugel st oßen: Woellke, Sievert, Stöck. Speerwerfen: Weimann, Stöck, Gerdes. Diskuswerfen: Schröder, Fritsch, Hilldrecht. Hammerwerfen: Hein, Blask, Greulich. Zehnkampf: Stöck, Bonnet, Huber.

50-Kilometer-Gehen: Bleiweiß, Prehn, Dill.

Frauen.

10 0 Meter: Krauß, Dollinger, Albus.

4X100 Meter: Albus, Doerffelt, Dollinger, Krauß. Ersatz: Winkels, Zimmer.

80 Meter Hürden: Eckert, Steuer, Le Diseur.

Hochsprung: Kaun, Ratjen.

Diskuswerfen: Mauermeyer, Mollenhauer, Hagemann.

Speerwerfen: Fleischer, Krüger, Eberhardt.

Die Boxer:

Die deutsche Olympia-Boxstaffel setzt sich vom Fliegen- bis Schwergewicht aus folgenden Leuten zusammen: Graaf, Hamburg; Schmitz, Dortmund; Büttner, Breslau; Dixkes, Hamm; Campe, Berlin; Baumgarten, Hamburg; Jaspers, Stettin; Runge, Elberfeld. Die Ersatzleute vom Fliegen- bis Schwer­gewicht: Kaiser, Gladbeck; Stasch, Kassel; Miner, Breslau; Schmedes, Dortmund; Murach, Schalke; Loibl, Ulm; Vogt, Hamburg; Schnarre, Recklings- hausen.

Fechter:

Erwin Casmir, Frankfurt; Julius Eisenecker, Frankfurt; Stefan Rosenbauer, Frankfurt; Hans Jörger, Frankfurt; August Heim, Offenbach; Richard Wahl, Frankfurt; Otto Adam, Wiesbaden; Eugen Geiwitz, Ulm; Joseph Uhlmann, Ulm; Hans Esser, Düsseldorf; Ernst Röthig, Hamburg; Siegfried Lerdon, Berlin; Otto Schröder, Berlin.

Die Fechterinnen:

Helene Mayer, Königstein; Hedwig Haß, Offen­bach; Olga Oelgers, Offenbach.

Die Hockeyspieler:

Fritz Meßmer, Werner Hamel, Hans Scherbarth, Kurt Weiß, W. Kubitzki, Paul Mehlitz, G. Bieber- bach, H. Schmalix, H. Raack, E. Keller, H. Kemmer (alle Berlin); L. Beisiegl, München; Erich Cuntz, H. Aufderheide (beide Frankfurt); H. Huffmann, Essen; K. Menke, Gladbach; A. Gerdes, München; K. A. Peter, Heidelberg; E. Zander, Potsdam; G. Okrent, Rostock; T. Warnholtz, Hamburg.

Weitere Mannschaften.

Im weiteren Verlauf der Sitzung des Olympischen Ausschusses wurden auch die Meldungen für die Olympische Segel-Regatta in Kiel be­kanntgegeben. Für die einzelnen Klassen werden genannt:

8 mU - Klasse : BootGermania III" mit der Besatzung: H. Howaldt (Steuermann), A. v. Bohlen-

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Die Olympia-Kunstausstellung in Berlin.

Am Mittwoch fand eine Vorbesichtigung der großen Olympia-Kunstausstellung statt, die im Rahmen der Olympischen Spiele eröffnet wird. Sämtliche Olympia-Nationen schickten zu dieser gewaltigen Schau des Kunstschaffens Werke ein. Exzellenz Lewald, der Präsident des Organisationskomitees für di« Olympischen Spiele (links), mit dem Fachamtsleiter für Leichtathletik, Dr. R i t t e r v o n H a l t (rechts), vor dem Modell eines Stadions, das in Rom errichtet werden soll und Platz für 150 000 Zuschauer bieten wird. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Fröhliches Lachen im Olympischen Dorf.

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Im Hindenburghaus im Olympischen Dorf fand ein Bunter Abend für die Olympiasportler statt. OfstN' sichtlich haben die Darbietungen alle Besucher in höchster Weise belustigt. (Scherl-BilderdienMl4