Donnerstag, 16. Zull 1936
186. Jahrgang
Nr. 164 Erster Blatt
Eichener Anzeiger
Be
richt
Untere nationalsozialistische Olympia-Ausgabe
Der Rundfunk und die Olympischen Spiele
Spielen
Vir müssen uns darüber klar sein, daß die sportlich: Höchstleistung, die der Nationalsozialismus aus seiner ganzen Ideenwelt heraus bejaht, nicht nur eine Frage des guten Willens, sondern ebenso eine Frage der physischen Konstitution des gesamten Volkes ist. Ich darf feststellen, daß die Vorbereitungen, die wir ge- getroffen haben, um eine schlagkräftige Mannschaft bei der, Spielen herauszustellen, so sorgfältig und so sachverständig geschehen sind, wie es nur immer möglich war, und ich darf sagen, dah alles das, was man billigerweise erreichen konnte, von uns auch wohl erreicht ist.
Aber wir wollen die Augen davor nicht verschließen, daß wir diese Olympischen Spiele im wesentlichen getragen sehen von Männern und Frauen, die in den Kriegs- oder Nachkriegsjahren geboren sind und die unerhörte Entbehrungen und Zeiten des Elends und der leiblichen und seelischen Not durchmachen mußten. Den Jahrgängen, auf die wir im wesentlichen angewiesen sind, fehlt — das ist eine allgemeine Feststellung, die durch einzelne Beispiele in keinem Punkt erschüttert wird — rein konstitutionell die Kraft, die Leistungen zu vollbringen, die nun einmal bei Olympischen Spielen erforderlich sind. Sie müssen ein Vielfaches mehr an Willensanspannung und Ein- s a tz geben als die glücklichen anderen Völker. Wir sind uns also infolgedessen darüber im klaren, daß der nationalsozialistische Aufbau der Leibeserziehung auch von der Seite der Leistung her nach den Olympischen Spielen nicht etwa abgeschlossen ist, sondern dann erst recht beginnt, um eine auch körperlich hochwertige und leistungstüchtige deutsche Rasse heranzuziehen. Das ist das eine, was ich vorausschicken möchte.
Ich glaube, dann aber unsere Aufmerksamkeit auch einmal auf die Tatsache lenken zu dürfen, die im Trubel der Ereignisse fast unterzugehen scheint.
rer die Namen der bisher ausgewählten Männer und Frauen bekannt, die die hohe Ehre haben werden, Deutschland in den Wettkämpfen zu ver- treten. (Vgl. den Bericht im heutigen Sportteil. Die Schriftleitung.) Einschließlich der noch zu be- nennenden Mannschaften werden 430 Aktive, unter ihnen 47 Frauen, die deutschen Farben vertreten. Alle diese Mannschaften müssen nach ihrer Ausstellung festlich und sportlich eingekleidet werden. Der Großteil der deutschen Mannschaft wohnt im Olympischen Dorf.
In seinem Schlußwort erklärte der Reichssport- sichrer:
Die deutsche Olympiamannschaft muh in Haltung und Charakter Ausdruck der neuen Lebensform unseres Volkes sein. Sie besteht deswegen einzig und allein aus Kameraden und Kameradinnen, die zu einem gemeinsamen Ziel verschworen sind. Witten unter dieser Wannschaft stehen die Verantwortlichen. Auch sie sind Kämpfer für das gleiche Ziel, und Wannschaft und Führer sind Wänner und Frauen gleichen Auftrags und damit gleichen wertes.
Es muß das Bestreben der deutschen Mannschaft und ihrer gesamten Führung sein, eine so vorbildliche Haltung einzunehmen, daß sie beispielhaft wirkt und so von der gesamten Oeffentlichkeit verstanden wird. Nur so wird es der gesamten Weltöffentlichkeit offenbar werden, daß die Deut- schen ein Sportvolk geworden sind, ein Volk, welches fair, kameradschaftlich und gastfreundlich aus innerer Haltung und Erziehung ist.
Die Olympischen Spiele mit ihren Wettkämpfen, denen wir entgegensetzen, sind nicht ein Abschluß einer sportlichen Entwicklung, sondern der Beginn eines neuen starken Vorstohes der Leibesübungen als Kulturfaktor im Dritten
Leistungen beiträgt, sind wir auch frei von jener Überheblichkeit, die einst so manche Vertreter des deutschen Volkes in der Welt unbeliebt gemacht hat. Und wir vergessen nie, daß es keine „Internationale des Nationalsozialismus" gibt. Deshalb versuchen wir auch nicht, Angehörige fremder Nationen zu unserer Weltanschauung, die ja aus unserem Volke heraus geboren ist, zu „bekehren". Aber trotzdem wollen wir in diesen Wochen der Welt zeigen, daß das nationalsozialistische deutsche Volk in einem Geiste lebt und handelt.
Wir wollen die Parole der Gastfreundschaft gegenüber unseren Besuchern wirklich zur
Parole jedes Volksgenossen werden lassen.
Wo es auch sei, in den Städten, wie in den Dörfern, auf der Eisenbahn, wie auf den Straßen, wollen wir alle uns unseren Gästen zuvorkommend zeigen, wollen ihnen, die unser Reich nicht kennen und oft unserer Sprache nicht mächtig sind, den Vortritt lassen und ihnen behilflich sein, wenn sie der Unterstützung bedürfen.
habe. In wohl überlegter Abstufung werde auch dem Verlangen nach Entspannung und innerem Ausgleich durch ein großes musikalisches Rahmenprogramm, bei dem die Unterhaltungsmusik vorherrsche, Rechnung getragen.
Auch hinsichtlich der Sprachpflege stelle die Aeberlragung mit den Namen von 6000 Aktiven aus 53 Nationen und 50 verschiedenen Sprachen besondere Anforderungen. Zu diesem Zweck ist für die deutschen Rundfunksprecher ein phonetisches Lexikon zur Erreichung einer einheitlichen Aussprache geschaffen worden.
die Olympischen Spiele als das große Weltereignis und die größte Aufgabe, die jemals dem deutschen Sport gestellt worden ist. Ich halte es, so sagte von Tschammer und Osten dann weiter, für erforderlich, einige Ueberlegungen in unser Gedächtnis zurückzurufen, die wir angestellt haben, bevor wir uns an die schwere Arbeit der Vorbereitung begaben, und die wir durch unsere Tätigkeit selbst immer wieder bestätigt gefunden haben. Die öffentliche Meinung in der Welt und in jedem einzelnen Land wertet nur die absolute Leistung bei den Olympischen Spielen. Wer Sieger ist, ist der umjubelte Liebling der Massen, wessen Kräfte nicht ausreichten, oder wer nicht Glück genug hatte, aber steht ganz im Schatten. Was für den einzelnen gilt, gilt auch für die Nation. Wir als verantwortliche Männer des deutschen Sports müssen den klaren Blick behalten für das Ausmaß der tatsächlichen Leistung, völlig ab- eits des Gewinnens der goldenen Medaillen.
Berlin, 16. Juli. (DNB.) Die NSK. schreibt unter der Überschrift: „Unsere «nationalsozialistische Olympia-Aufgabe" u. a.:
Besondere Gesetze der Gastfreundschaft von Volk zu Volk erwachsen uns aus unserer nationalsozialistischen Haltung. Gerade aus unserem nationalsozialistischen Denken heraus empfinden wir eine besondere Achtung vor jedem, der sich zu seinem Volk bekennt.
Wir wissen, daß unsere Bescheidenheit und unser freundschaftliches Entgegenkommen gegenüber dem, der als Repräsentant eines fremden Volkes unser Gast ist, der schönste Ausdruck unseres eigenen Nationalstolzes.ist.
Wir sind erfüllt von der Freude, diesen Männern und Frauen ein Deutschland zeigen zu können, dessen Ausbau ein gemeinsames Werk unseres Führers und unseres ganzen Volkes ist, aber, gerade weil wir wissen, wie viel Arbeit und Opfer jeder von uns auch heute noch zu diesen großen
möchten.
Mit der Aufgabe des Rundfunks, über die Berichterstattung hinaus die Verbindung mit künstlerischen und geistigen Zusammenhängen zu pfle-
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Es ist die Leistung des Nationalsozialismus für die Durchsetzung des olympischen Gedankens.
Stellen Sie sich einmal vor, die Olympischen Spiele hätten im Jahre 1932 in Deutschland durchgefuhrt werden müssen. Denken Sie an die Sechs-Millio- nen-Armee der hungernden Erwerbslosen in Deutschland, die ohne Hoffnung in den Tag hineinlebten und aus ihrer ganzen elenden Lebenshaltung heraus ein Gegner eines solchen Weltfestes hätten sein müssen. Stellen Sie sich vor, die marxistische Propaganda, die es sich nicht nehmen laßt, im Jahre 1936 in Barcelona eine Art Gegenolympiade aufzuziehen, hätte die Gelegenheit gefunden, diese Sechs-Millionen-Masse der Enterbten gegen die Spiele in Bewegung zu setzen. Ueberjegen S:e weiter, wie es überhaupt möglich gewesen wäre, die materiellen Voraussetzungen für die Durchführung der Spiele zu schaffen, die Kampfplatze auszubauen. Stellen Sie sich das Palaver vor, welches in dem von Parteien ehemals wild zerrissenen deutschen Vaterland, in den Parlamenten des Reiches der Bundesstaaten, der Stadt Berlin um jede einzelne Maßnahme sich erhoben hatte und stellen Sie dem gegenüber
die eine gigantische Entscheidung unseres Führers und Volkskanzlers Adolf Hilter, die uns kampfsiätten bescherte, wie sie in der Welt einzigartig dastehen.
Denken Sie daran, wie das ganze deutsche Volk begeistert ist von dem olympischen Gedanken, wie es seine ganze Kraft da-
Das, wenn ich so sagen darf, weltanschauliche Fundament für die Leibesübungen aus neuem deutschen Geist ist gelegt, und es ist lediglich eine Frage der Jahre und eine Frage eines systematischen Aufbaues einer wieder gesund gewordenen Jugend, daß wir auch leistungs- mähig die letzten, wie wir freimütig zugeben, Lücken ausfüllen werden.
Der Reichssportführer berichtete bann im einzelnen über die Schulungsarbeit in den olympischen Kursen und ihre Ergebnisse in den verschiedenen Sportzweigen. Nach diesem Ueberblick über die letzten Schulungsmaßnahmen gab der Reichssportfüh-
Reich.
Die Vorbereitungen dazu werden im Deutschen Reichsbund für Leibesübungen getroffen. Wenn der Befehl gegeben wird zur Ausführung, müssen alle, die sich dieser Kulturaufgabe verbunden fühlen, bereit sein zum Einsatz.
Berlin, 15. Juli. (DNB.) Der deutsche Rundfunk gab am Mittwochnachmittag der in- und ausländischen Presse einen Ueberblich über die nunmehr abgeschlossenen Vorbereitungen zu den Olympischen Spielen.
Reichssendeletter Hadanwvski wies darauf hin, daß der deutsche Rundfunk mit den internationalen Sendern in einer Verbundenheit zusammenarbeite wie niemals zuvor, daß er aber auch eine Aufgabe zu bewältigen habe, wie sie in dieser Größe bisher den deutschen und den Sendern der Welt nicht Vorgelegen habe.
Durch den Rundfunk werde die deutsche Kampfbahn mit ihren über 100 000 Plätzen zu einem gigantischen Forum, in dem alle Völker der .Erde Teilnehmer und Zuhörer der Olympischen Spiele würden. Die Weltringsendung vom 5. Iuli habe die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt.
Die Zahl der Uebertragungen von den Olympischen Kampfstätten sei unvorstellbar groß. Mit Hilfe des Parallelverkehrs würden dort etwa 4500 Sportsendungen insgesamt in den Aether geschickt.
Zur Sicherstellung sei der Olympia-Welt- sender, die Zentrale von 40 Ländern, eingerichtet, die über eine Hauptschalttafel, ein Wunderwerk deutscher Präzisionsarbeit, über Kabel und Kurzwellen auf die Sender der Welt geschaltet würden. Welche Bedeutung dieser Schalttafel zukomme, gehe daraus hervor, daß ein einziger Kontakt auf dieser riesigen Tafel allein in einem Lance, in Nordamerika, über 200 Sender zu versorgen
Berlin, 15. Juli. (DNB.) Am Mittwochnachmittag hielt der Deutsche Olympische Anschütz im „Haus des deutschen Sports auf dem Reichssportfeld eine Tagung ab, auf der der Reichssportführer von Tschammer und Osten in einem ausführlichen Bericht die deut- chen Vorbereitungen für die Olympischen Spiele darlegte und die deutsche Olympiamannschaft für die Leichtathletik, das Boxen, Fechten und Hockey bekanntgab, während für die weiteren 14 Sportarten, deren Meldeschluß später liegt, die namentliche Aufftellung noch folgen wird. 430 Aktive, unter ihnen 47 Frauen, werden die deutschen Farben auf der Olympiade vertreten. In feinem B--
dezeichnete
Reichsspottsührer von Tschammer und Osten
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Jedem ausländischen Sprecher wurdeh ein oder mehrer Sprachführer, die auch zugleich als Funkhelfer tätig sein könnten, beigegeben. Für die Berichterstattung des Auslandes ist ein besonderer Führer gedruckt, in dem sie alle Kampfstätten, alle sportlichen Auskünfte und einen Nachweis der Berliner Museen, Theater und Sehenswürdigkeiten finden. Für die Freizeit der Rundfunksprecher wird ihnen ein Olympia-Paß zur Verfügung gestellt, da- mit sie auch außerhalb ihrer Tätigkeit in lebendiger Verbindung mit den sportlichen Ereignissen bleiben. Der Reichssendeleiter schloß mit der Erwartung, daß die aktivste Jugend, die Sportjugend der Welt, und die aktivste Geistigkeit, die Presse, sowie der aktivste Avantgardist des Nachrichtenwesens, der Rundfunk, auch nach den Olympischen * " in Freundschaft verbunden bleiben
Immer vorwärts!
Berlin, 15. Juli. (DNB.) Das Inter- este an den Reichsfchahanweisungen (4^- prozentige auslosbare Schahanweifungen des Deutschen Reiches 1936 II. Folge) ist allgemein rege gewesen. Das Zeichnungsergebnis ist infolgedessen recht erfreulich. Der vom Reichsanteihekonsortium zur Zeichnung aufgelegte Betrag ist um einige Millionen überzeichnet worden. Die Zuteilung an die Zeichner erfolgt mit Rücksicht auf den in Ansehung des Gesamtbetrages unerheblichen Betrag der lleberzeich- nung im Interesse einer glatten Abwicklung in voller höhe.
Die Re ich s anleih e ist innerhalb der kurzen Frist, die für die Zeichnung vorgesehen war, nicht nur in voller Höhe vorn Kapitalmarkt ausgenommen worden, es ist sogar eine Ueberzeichnu n g erfolgt. Damit hat das deutsche Volk sich abermals geschlossen hinter die Politik des Wiederaufbaues gestellt, wobei wieder ein- mal zu unterstreichen ist, daß dieser Wiederaufbau sich aus eigener Kraft vollzieht. Der Wiederaufstieg verzichtet auf ausländische Kredite, verzichtet auch darauf irgendwie einen ausländischen Kapitalmarkt in Anspruch zu nehmen. Rund 3,5 Milliarden Mk. sind in anderthalb Jahren von den deutschen Sparern aufgebracht worden, um die Vorfinanzierung der großen Arbeitsbeschaffung langfristig zu decken. Diese Vorfinanzierung mußte zunächst kurzfristig aufgebracht werden, also mit Hilfe der Reichsbank, wobei aber von Anfang an feststand, daß es sich dabei nur um einen Uebergang handelte, daß also der kurzfristig gegebene Kredit jeweils nach Lage des Kapitalmarktes in einen langfristigen Kredit umgewandelt werden würde. Das Zeitmaß, in dem ich die Umwandlung vollzieht, ist überraschend chnell, denn die Summe von 3,5 Milliarden Mark teilt eine beträchtliche Leistung des deutschen Kapitalmarktes dar. Diese Leistung ist um so großer, als der Wiederaufstieg der Wirtschaft auch sonst große Kapitalien erfordert hat, für die ebenfalls nur der deutsche Kapitalmarkt zur Verfügung stand. Wir sind besonders stolz darauf, daß der Kapitalaufwand in Deutschland der Arbeitsbeschaffung diente, also einer Maßnahme, die im nationalsozialistischen Geist gehalten ist.
Es ist wirklich ein deutsches Wunder, das sich vor unseren Augen vollzieht. Planmäßig erfolgt der Arbeitseinsatz, planmäßig werden die Arbeitslosen wieder in den Wirtschaftsprozeß eingerecht, um mit dieser Einrichtung auch die Gesamtleistung der deutschen Wirtschaft steigern zu helfen. Was im überwundenen marxistischen November-Staat nicht einmal erörtert, geschweige denn gewagt wurde, nämlich die Arbeitsbeschaffung 1 m großen Rahmen, das wurde nach der Machtergreifung sofort in Angriff genommen. Die $or= aussetzung war dabei, daß der Wiederaufstieg sich ununterbrochen vollziehen muß, daß mit diesem Vollzug aber auch die Grundlage geschajfen wird, um den neuen Arbeitseinsatz durchführen zu können. Je größer und stärker der Erfolg war je mehr die Erzeugung stieg, desto größer und starker wurde auch der Kapitalmarkt. Schon die Entwicklung bei den Sparkassen, sowie bet den öffentlich- rechtlichen Kreditanstalten überhaupt hat gezeigt, daß in Deutschland mit dem Sparwillen auch das Vertrauen wieder zurückgekehrt und gewachsen ist. Ohne feltenfestes Vertrauen gibt es nach den Erfahrungen der Nachkriegszeit, insbesondere nach der Inflation, keine neue Spartätigkeit. Auf diese Spartätigkeit kommt es an, denn wenn das Reich sich an das deutsche Volk wendet, so muß der Ruf von möglichst allen Volksgenossen ge-
Nationalsozialismus und olympischer Gedanke
Eine Rede des Reichssportführers im Deutschen Olympischen Ausschuß.
hört werden. _ .. . t
Mit Stolz können mir feststellen, daß dieser Rus bei der Zeichnung dieser Reichsanleihe gehört wurde, denn gerade die Masse der kleinen Sparer war es, die für die Vollzeichnung gesorgt hat. Daß die Industrie, daß dte Wirtschaft überhaupt in all ihren Gruppen ebenfalls namhafte Summen gezeichnet hat, war zu^ erwarten. Denn die Wirtschaft hat nach den Fehlschlagen im Staat des früheren Systems soviel gelernt, um für eine richtige Kapitalleitung besorgt zu sein, .öu dieser richtigen Kapitalleitung gehört es, der Allgemeinheit die Kapitalien zur Verfügung zu stellen, die im Umlaufprozeß der Wirtschaft verdient worden sind. Darin drückt sich auch aus, daß d 1 e echte Kapitalbildung wieder eingesetzt hat, also eine Kapitalbildung, die nicht versucht, dieses Kapital mühelos durch Börsengewinne und andere zweifelhafte Dinge zu schöpfen.
Der Erfolg dieser Reichsanleihe bürgt auch dafür, daß das Reich die Arbeit für den Wiederauf- ftieq weiter fortsetzen kann, ohne mit allzu patzen Sorgen für die Zukunft belastet zu fein. Die Technik dar Vorfinanzierung hat sich als richtig erwiesen, was mit Nachdruck betont werden mutz, auch gegenüber der ausländischen Finanzpresse, die so tut, als fei sie über deutsche Verhältnisse besonders gut unterrichtet, während sie tatsächlich nicht die geringste Ahnung von ihnen hat. Das deutsche Volk kann auch weiter davon überzeugt fern, daß die Ersparnisse, die es dem Reich in Form von Anleihen zur Verfügung stellt, gut angelegt sind, denn die kurz- und langfristigen Kredite, die Vorfinanzierung überhaupt, sie haben dazu gedient. Anlagen und Einrichtungen von bleibendem Wert zu schaffen.
für einsetzt, diesen friedlichen Wettbewerb aller Volker der Erde zu einem noch nie dagewesenen Erfolg auszubauen. Es fällt uns allen ja nicht schwer, uns in diese olympische Stimmung einzufühlen, die heute schon über der Reichshauptstadt liegt, und wir müssen im Vorgefühl dieser Festesfreude mit tiefster Dankbarkeit
den Nationalsozialismus als den größten Organisator und den gewaltigsten Förderer der XI. Olympischen Spiele ansehen.
Diese Tatsache sollte unserem Volke durchaus bewußt bleiben. Es ist eine Pflicht der Dankbar- leit gegenüber unserem Führer und einer Bewegung, die uns fähig gemacht hat, als ein freies stolzes Volk mit Würde und Freude die anderen Volker der Erde als Gäste zu empfangen.
Ich habe einleitend schon darauf hmaewiesen, daß die Männer und Frauen, die im wesentlichen die Olympiade auf ihren Schultern zu tragen haben, konstitutionell verhältnismäßig schwach sind und daß dem Willen zur Leistung natürliche Grenzen gesetzt sind, die weder durch Schulung, noch durch Einsatz des Willens überwunden werden können. Während nun früher unsere schwächsten Leistungen durchschnittlich auf dem Gebiet des Mannschaftssportes lagen, ist heute festzuftellen, daß wir gerade im Manns chaftssp 0 rt den größten Fortschritt erzielt haben. Das ist ein Beweis dafür, daß mir grundsätzlich auf dem richtigen Wege sind.
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General-Anzeiger für Oberhessen WW
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