Tag der"
ehrmacht.
Die Vorführungen am Morgen.
id) dem deutschen Volke große Probleme aufstelle, so schaffe ich damit sicherlich immer neue Arbeit und neue Belastungen, und viele werden sagen: Vir kommen zu keiner Ruhe, es gibt immer neue Zielsetzuvgen. Sie, die Sie davon betroffen sind, vergessen Sie nicht, daß das für viele Millionen auch zugleich ein neuer Schimmer der Hoffnung ist, daß diese Millionen, die auf der Schattenseite des Lebens stehen, nun wieder glauben dürfen: Es geht doch vorwärts. Der Führer hat einen neuen Plan ausgearbeitet. Wir glauben, daß alles wieder in Ordnung kommt, wir werden wieder alle unsere Arbeitsplätze bekommen. Vergessen Sie nicht, daß das, was für den einzelnen als Belastung erscheint, für unzählige andere d i e Erhebung ist, (Lebhafte Zustimmung) daß es eine neue große Zuversicht gibt, daß wir bestehen werden.
Wir werden Deutschland auch davor bewahren, daß ein anderer bei uns von außen eingreift, um uns diese Lösuna unmöglich zu machen und Chaos zu erzeugen. (Stürmischer Beifall.) Ich habe in meinem Leben so viel kämpfen müssen, so viele Widerstände vor mir gehabt und sie besiegt und beseitigt, daß ich mich stets nur als Kämpfer fühlen kann. Ich weiß auch, daß im Völkerleben nur die Nation Bestand hat, die bereit ist, jedem Wider st and zu begegnen und jede Gefahr abzuwenden. Deshalb sorge ich auch dafür, daß wir nicht ein hilfloser Staat sind in den dräuenden Ereignissen, die vielleicht vor uns aufsteigen, sondern daß rpir auch hier zuversichtlich, hoffnungsvoll und gläubig in die deutsche Zukunft sehen können. (Langanhaltender Beifall.) So wie ich durch die Partei und ihre Or- aanisation die Voraussetzung für die innere Wirtschaft schuf, indem ich dem deutschen Volk den inneren Frieden gab und ihn sicherte, so werde ich die Voraussetzung für das Glück unseres Volkes auch sichern durch den Schutz der Nation nach außen, und nichts soll mich davon abbringen oder mich schwach machen. Ich werde jedes Opfer verlangen, das notwendig ist, um unser Volk zu schützen und zu sichern; denn ich glaube, der Unglücklichste auf der Welt ist der, der sein Unglück mangels eigener Kraft nicht meistern kann." (Minutenlanges Beiiallstosen füllt die Halle.)
So grüße ich Sie denn alle, die hier sind, als Mitkämpfer in der großen Front unserer Wirtschaft, die ein Teil ist der großen Front unserer nationalen Selbsterhaltung und damit unseres deutschen Volkes. Ich grüße Sie in der Ueberzeugung, daß auch diese Front ihre Pflicht und ihre Schuldigkeit tun wird, mithelfen wird, Deutschland und das deutsche Leben fest zu untermauern, daß sie die Probleme und die Aufgaben lösen wird, die gestellt sind, und daß sie somit roeifer- arbeitel an ihrem Teil zur Erhaltung unseres Volkes, zur Sicherung des Lebens und damit zur Erreichung der auch unserem Volk von der Vorsehung gesteckten Ziele. Denn Deutschland sich in solcher Front aufbaut, wird es unzerstörbar sein. Dann werden das Reich und die Ration fest sein, dann werden sie bestehen in die kommenden Jahrhunderte hinein, und unseren Kindern wird dann erspart bleiben, was wir 18 Jahre lang erdulden mußten."
Gewaltiges Volksfest auf dem Zevpelinfeld
Das große Volksfest auf dem Nürnberger Parteitagsgelände vereinigte mindestens 650 000 Menschen auf dem großen Zeppelinfeld. „Kraft durch Freude" hatte dieses gewaltige Volksfest zum Reichsparteitag veranstaltet. Auf den großen Feldern waren fast 60 Podien aufbestellt, wo Sport getrieben und Volkstänze gezeigt wurden. Der Reichstheatsrzug zeigte seine künstlerische Leistungsfähigkeit. Auch Tanzflächen fehlten nicht.
An dem „KdF."-Dolksfest nahm auch der Leiter der Deutschen Arbeitsfront Pg. Dr. Ley teil. Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß diese Volksfeste des Reichsparteitages immer mehr Anklang bei den Parteitagsbesuchern wie bei der Bevölkerung Nürnbergs gewinnen und der Aufgabe, den großen Kameradschaftsabend des Reichsparteitages zu bilden, immer mehr gerecht werden. Mit einem riesigen Feuerwerk erreichte das Volksfest feinen Höhepunkt. Was die moderne Feuerwerkskunst nur zu bieten vermag, wurde gezeigt. _____
Nürnberg, 14. Sept. (DNB. Funkspruch.) In ihren Aufgaben treffen sich Bewegung und Wehrmacht zum gemeinsamen Dienst, zur gemeinsamen Gestaltung der deutschen Zukunft. So ist es denn verständlich, daß am Parteitag der nationalsozialistischen Bewegung auch die deutsche Wehrmacht teilnimmt. Herrlicher Sonnenschein lag über der Zeppelinwiese, wo die Zuschauermenge seit Stunden Kopf an Kopf meistens von den Angehörigen der Organisationen im Braunhemd besetzt sind. Auch die zehntausend KdF.-Fahrer sind zugegen. An der großen Einmarschstraße, die der Haupttribüne gegenüberliegt, und bis in den Stadtwald führt, stehen auf der ganzen Breite, von 90 Metex schon die an den Vorführungen beteiligten Formationen der Wehrmacht. Auf der Ehrentribüne sieht man neben dem Oberbefehlshaber der Wehrmacht Generalfeldmarschall von Blomberg den Oberbefehlshaber des Heeres Generaloberst Freiherrn von Fritsch, den Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Generaladmiral R a e d e r und in Vertretung des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Generaloberst Göring, Staatssekretär der Luftwaffe General der Flieger Milch, umgeben von der gesamten in Nürnberg anwesenden Generalität und Admiralität.
400 Flugzeuge über der Zeppelmwiese.
Mit militärischer Pünktlichkeit brausen um 8 Uhr von Osten her in geöffneter Ordnung d i e Geschwader der Luftwaffe heran, voran d i e Kampfgeschwader, unter ihnen die Kampfgeschwader „Hindenburg" und „General Weoer". Ebenfalls in geöffneter Ordnung schließen sich die Jagdgeschwader „Horst Wessel", „Richthofen", „Boelke" und „Jmmelmann" an. Alle Geschwader schwenken über dem Zeppelinfeld ein, das sie unter dem Jubel der Massen umkreisen. Eine Jagdgruppe
London, 14. Sept. (DNB. Funkspruch.) Noch nie hat die englische Presse mit so großem Interesse und mit so großer Spannung die Ereignisse auf dem Nürnberger Parteitag verfolgt wie in diesem Jahr. Das geht schon daraus hervor, daß die Meldungen über den spanischen Bürgerkrieg in den letzten Tagen vor den Berichten der in Nürnberg anwesenden englischen Sonderberichterstattern in den Hintergrund getreten find. Im Mittelpunt der Berichte steht die national- sozialistische Kampfansage gegen den Bolschewismus, die allerdings in manchen englischen Blättern mit der bekannten Verständnislosigkeit ausgenommen wird.
Auch heute berichten die Morgenblätter an hervorragender Stelle Über den großen Aufmarsch der SA. und SS. und des NSKK. am Sonntag. Die Rede des Führers wird in längeren Auszügen wiedergegeben, wobei besonders die Stellen hervorgehoben werden, in denen der Führer von dem Wunder der deutschen Wiedergeburt, dem deutschen Friedenswillen und dem Abscheu vor dem Bolschewismus sprach. Die Reden des Führers vor der Hitler-Jugend und der Arbeitsfront werden noch einmal wiederholt.
„Daily Mail" meldet aus Nürnberg, der diesjährige Parteitag sei das eindrucksvollste Schauspiel in der Geschichte. Noch nie habe es eine so leidenschaftliche Begeisterung gegeben, wie die, die Hitler im neuen Deutschland entgegengebracht wurde, Am Sonntag seien alle Straßen dicht besetzt gewesen von Menschen, die immer wieder in Begeisterungsrufe ausbrachen. Die „Times" sagt, der geeinigte und disziplinierte Wille der deutschen Nation kam am Sonntag in dem Aufmarsch der nationalsozialistischen Organisationen zum Ausdruck. Während der Fahrt Hitlers durch die Straßen war die fanatische Begeisterung der Menge unleugbar.
„Daily Telegraph" sagt, der Feldzug gegen den Weltbolschewismus, der den diesjährigen Parteitag auszeichne, habe die Begeisterung der Natio-
zeigt ein Luftexerzieren, bei dem die Maschinen mit wundervoll eingehaltenem Abstand einen großen Kreis bilden, auf dem sie im Sturzflug heruntergehen, um die Maschinen in etwa 50 Meter Höhe wieder abzufangen. Ein schneidiges Manöver, das ihnen begeisterten Beifall einbrmgt.
Auf dem „Schlachtfeld" sind inzwischen leichte und schwere F l a k a b t e i l u n g e n in Stellung gegangen. Urplötzlich tauchen dicht hinter den Tribünen Tiefflieger auf, die in ein mörderisches Abwehrfeuer genommen werden. Zur gleichen Zeit nehmen die schweren Flakabteilungen einen für die Zuschauer z u n ä ch st n o ch u n si ch t b a r e n G e g- ner unter Feuer, der sich in mehreren tausend Meter Höhe nähert, und bei Tiefergehen auch von den leichten Batterien beschossen wird. Den Abschluß der Vorführungen der Luftwaffe bildet eine Luftparade der etwa 4 0 0 Flugzeuge, die in V-Formation in mustergültiger Ausrichtung in geringer Höhe die Zeppelinwiese überfliegen, Geschwader um Geschwader, jeweils an der Spitze die Führungsgruppe.
Vorführungen der Kavallerie und Artillerie.
In gestrecktem Galopp braust das Trompeter- Korps des Reiterregiments 10 mit einem schneidigen Reitermarsch ins Feld, pariert vor der Ehrentribüne durch und begleitet den Einritt der fünf Schwadronen, die in Schwadronsfront ebenfalls vor der Ehrentribüne aufreitet. Kaum haben sie das Feld verlassen, geht die bespannte leichte Feldartillerie in Stellung, um alle Feuerarten zu zeigen, setzt wi-eder auf und fährt im Galopp quer über das Feld wieder aus. Die unglaubliche Schnelligkeit, mit der dies alles geschieht — die ganze Aufführung nimmt nur wenige Minuten in Anspruch —, löst einen stürmischen Beifall aus.
nalsozialisten erweckt, die stündlich, wie das Blatt sich ziemlich tief ausdrückt, „kriegerische Ausmaße" annehme. Das Blatt hebt hervor, daß die Menge die Frage Hitlers in seiner Rede am Sonntag, ob das vor vier Jahren eingeleitete Programm erfüllt worden fei, mit lauter Begeisterung bejaht habe. Die Hitler-Jugend habe in ihrem Aufmarsch am Samstag eine glänzende Darbietung der Massendisziplin und Zähigkeit geboten. „Daily Expreß" schildert ebenfalls die Begeisterung, die dem Führer beim Aufmarsch der SA., SS. und des NSKK. entgegengebracht wurde. Reuter meldet, die Fahrt des Führers zum Zeppelinfeld am Sonntag habe sich zu einer eindrucksvollen Kundgebung der Volkstümlichkeit Hitlers gestaltet.
Außerordentliche Mittel für das italienische Heer.
Rom, 12. Sept. (DNB.) Der Ministerrat machte Mussolini Mitteilungen über die Höhe der für das Landheer, die Kriegsmarine und die Luftwaffe bereitgestellten außerordentlichen Mittel. Heber die Höhe werden keine Angaben gemacht, es wird nur darauf hinqewiefen, daß die bereitgestellten Beträge es ermöglichen, „die militärischen Vorbereitungen und Notwendigkeiten der internationalen Lage anzupassen und sie in einem Zeitabschnitt durchzuführen". Weiter gab Mussolini bekannt, daß die Politik der wirtschaftlichen Unabhängigkeit, vor alle bezüglich der für die Wehrmacht notwendigen Roh st off e, bereits bemerkenswerte Ergebnisse gezeitigt habe und mit äußerstem Nachdruck f o^r t g e - setzt werde. Das Generalkommissariat für die Kriegsrüstung kontrollierte über 10 0 0 Hilfs» betriebe. Der Ministerrat hat auch die Schaffung eines Kolonialheeres beschlossen, das an die Stelle der noch in Abessinien . stehenden kriegsmäßigen Formationen treten soll. Es wird 60 000 Man umfassen, von denen 40 000 Eingeborene sind.
NSKK.
übernimmt Verkehrserziehung
Nürnberg, 13. Sept. (DNB.) Die außer« ordentlich hohe Zahl der Bertehrsunfalle, die auf Disziplinlosigkeit, Gleichgültigkeit und Unachtsamkeit der Fernoerkehrsteilnehmer beruhen, haben den Reichsführer SS. und Chef der deut- chen Polizei veranlaßt, nunmehr durchgrer- ende Maßnahmen auf dem Gebiete der Verkehrserziehung in die Wege zu leiten. Die sehr guten Erfahrungen, die mit dem Einsatz des NSKK. während der Olympischen Spiele gesammelt worden sind, haben gezeigt, daß in dem NSKK., geschulte und zuverlässige Kräfte zur Verfügung stehen, die im Interesse des Volksganzen eingesetzt werden können. Der Korpsführer des NSKK. ist vom Reichsführer SS. gebeten worden, aus dem Korps einen NSKK.-Verkehrserziehungsdienst aufzustellen. Er hat die Aufgabe, die Volksgenossen, die sich und andere durch leichtsinniges und unvorschriftsmäßiges Verhalten in Gefahr bringen, anzuhalten, auf ihr Verhalten aufmerksam zu machen, und z u b e l e h r e n, welche Rücksicht sie auf die Verkehrsgemeinschaft und auf das Gesetz zu nehmen haben.
Der Chef der Ordnungspolizei General der Polizei SS.-Obergruppenführer D a l u e g e hat kürzlich ausgeführt, daß die Arbeit in der Verkehrserziehung vier Stufen umfaßt, nämlich: Aufklärung, Er- ziehung, DerwarnungundBe st rafung. In der Tätigkeit der beiden ersten Stufen, Aufklärung über die Verkehrsgefahren und Verkehrserziehung, wird jetzt das NSKK. eingeschaltet. Selbstverständlich wird auch die Polizei ihre Aufklärungs- und Erziehungstätigkeit fortsetzen. Sie kann sich aber jetzt in steigendem Maße den schärferen Maßnahmen, nämlich der V e r w a r • n u n g und Be st rafung hartnäckiger und böswilliger Verkehrssünder widmen. Damit kann die Arbeit im Dienste der erhöhten Sicherheit auf der Straße noch wirkungsvoller gestaltet werden. Die Männer des Verkehrserziehungsdienstes werden einen schwarzen Ringkragen mit dem Hoheitszeichen der NSKK. tragen. Sie sind berechtigt, jeden Verkehrsteilnehmer mit einer rot- weißen runden Scheibe mit dem Hoheitszeichen des NSKK. anzuhalten und über seine Pflichten zu belehren. Der Chef der deutschen Polizei hat ferner angekündigt, daß sich aus diesem NSKK.» Derkehrserziehungsdienst und neben ihm auch noch ein motorisierter Hilfspolizeidienst mit verkehrspolizeilichen Aufgaben entwickeln soll, der in Zusammenarbeit mit der motorisierten Verkehrspolizei auf den deutschen Straßen eingesetzt werden soll.
Wetterbericht
des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.
Trotzdem das europäische Hochdruckgebiet sich noch weiter verstärkt und ausdehnt, konnte doch eine flache, von Westen vordringende Störung bereits bis über den Rhein hinaus ihr Schlechtwettergebiet vortragen, in ihrem Rücken steigt der Luftdruck jedoch wieder kräftig an, so daß bald mit einer neuen Besserung und Wiederherstellung der Schönwetterlage gerechnet werden kann.
Aussichten für Dienstag: Vielfach dunstig, ober neblig, sonst jedoch wieder Uebergang zu freundlichem und im allemeinen trockenem Wetter, tagsüber wieder etwas wärmer, veränderliche Winde.
Aussichten für Mittwoch: Abgesehen von Frühnebeln, im allgemeinen trockenes Wetter.
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange.
Verantwortlich für Politik und für die Silber: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für ben übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für ben Inhalt ber Anzeigen: Theobor Kümmel. 2). 21. VIII. 36: 9350. Druck unb Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- unb Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. unb Samstags 15 Pf., mit ber Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.
Stärkstes Interesse der englischen presse.
Heute mittag starb mein lieber Mann, unser guter Vater und Großvater
Univ.-Prof. Dr. Herman Hirt
nach kurzer Krankheit im 71. Lebensjahr.
und 3 Enkelkinder.
5706 D
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Margarethe Steller, geb. Pfeffer
Gießen, 11. September 1936
04189
Eva Buchacker, geb. Hirt
Dr. med. Wilhelm Buchacker
Für die wohltuende Teilnahme beim Heimgang meines geliebten Mannes, insbesondere für die tiefempfundenen Worte des Herrn Pfarrer Kalbhenn danke ich innigst
Die Einäscherung findet in aller Stille statt - Beileidsbesuche und Kranzspenden sind nicht im Sinne des Entschlafenen.
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