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Nr. A5 Erstes Blatt

186. Jahrgang

Montag, 14. September 1956

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Niemals wird Deutschland bolschewistisch werden!

Oes Führers Schwur auf dem Appell der nationalsozialistischen Kampfformationen.

Der Appell der Hunderttausend.

Nürnberg, 13. Sept. (DNB.) Die Luitpolb- arena, die Stätte des großen Appells, bietet in die- !er Stunde ein unvergeßliches Bild dar. Die sanft geschwungenen Goldgirlanden an der Vorderfront >er hohen Ehrentribüne und den vorgezogenen Eck- lürmen mit den gewaltigen Hoheitszeichen funkeln im Sonnenlicht. Weithin leuchten die drei riesigen Hakenkreuzfahnen an den 34 Meter hohen Stahl­masten hinter dem Mittelfeld der Ehrentribüne. Das Ehrenmal liegt ganz in Grün gebettet, aber ohne besonderen Schmuck. Nur in der Säulenhalle hän­gen schlichte Lorbeerkränze. Zu beiden Seiten des Vorhofs brennen auf halbhohen Säulen die Opfer- ichalen. In der Mitte des Vorhofes ruht der mit der Hakenkreuzschleife geschmückte mächtige Lorbeer- iranz des Führers. Hinter diesem Platz steht die Vlutfahne und der Musikzug der Leibstandarte, deren silberhelle Instrumente über das ganze Feld sunkeln.

Zu beiden Seiten derStraße des Führers", die mit Granitplatten belegt ist, find in 36 tiefen Säu­len 75 000 SA. - Männer, 20 000 SS. - Männer, 10 500 NSKK. - Männer, 2600 Flieger angetreten. Zwischen den Blocks haben Tausende von Sturm- lcihnen Ausstellung genommen. Auf der unteren Terrasse unmittelbar hinter dem weit vorgebauten Vlatz des Führers stehen die neu verliehenen Stan­darten und Sturmfahnen, die durch den Führer ge­weiht werden sollen.

I Das Brausen der Heilrufe kündet das Nahen des Führers an. Fanfaren schmettern und to­sender Jubel überflutet das Feld, als der Führer, bleitet von Stabschef Lutze, Reichsführer SS. Himmler, Korpsführer Hühnlein und Reichs- ioortführer Oberst Mahnte auf der Ehrentribüne fchtbar wird. Nach erfolgter Meldung der angetre- tenen Formationen grüßt d e r Führer, der tos Braunhemd des SA. - Mannes trägt, feine Sturmabteilungen. Heil, meine Männer! undHeil, mein Führer!" donnert ihm die Antwort entgegen.

Die Totenehrung.

Kommandoworte ertönen. Unter gedämpftem Trommelwirbel sammeln sich die Standarten auf derStraße des Führers" zur Totenehrung ind nehmen zu beiden Seiten des Ehrenmals Auf­stellung. Die getragenen Klänge des Marsches .Deutschland trauert" erfüllen das weite Feld. Der oberste SA.-Führer schreitet, gefolgt von Stabschef Luhe und Reichsführer SS. Himmler an feinen Sturmkolonnen vorbei durch dieStraße des Füh­rers". Die Menge erhebt sich von den Platzen und kntblößt die Häupter. Langsam schreitet der Führer Säe Stufen zum Ehrenmal empor, tritt allem vor die Gedenkstätte und hebt den Arm zum Gruß der £oten der Bewegung. Die Sturmmanner nehmen Hre Mützen ab, Standarten und Fahnen senken sch, und in atemloser Stille klingt leise das alte Soldatenlied vom guten Kameraden auf.

Als der Führer zur Ehrentribüne zurückschreitet, ftlgt ihm die Blutfahne, getragen von SS.-Stan- rcartenführer Grimminger, um hinter dem Führer cuf der weit vorgebauten Kanzel Aufstellung zu Tarnen. Der Spielmanns- und Musikzug der SS.- Dachstandarte führt die Standarten und Sturm- fihnen in 24er-Reihen über die Granitstraße zur 5auptribüne, wo die Standarten hinter den neuen I Geldzeichen aufmarschieren, während sich die Tau­st nde von Sturmfahnen zu einem breiten Strom ftmmeln, der sich über die im Halbrund vor der fiaupttribüne liegenden Terrassen ergießt. In die Straße des Führers" marschieren die Kolonnen der SS.-Verfügungstruppen, der SS.-Totenkopf­verbände und der SS.-Führerschulen ein. Der Auf­marsch ist beendet. Der Führer nimmt das Wort.

Der Führer spricht zur SA.

Männer der nationalsozialistischen Kampfbewegung!

Zum achten Male treffen wir uns hier in Nürn- bsrg auf diesem Feld. Zum vierten Male seit der llebernahme der Macht, um die wir 14 Jahre lang gerungen hatten und die uns zufiel nicht als em Eeschenk des Glücks, sondern weil wir diese Macht bin? unseres Kampfes, dank unserer Disziplin und Ordnung verdient hatten. Wer wäre berech­tigter gewesen, in Deutschland nach dieser Macht greifen als wir, und wem wäre sie mit mehr Mt zugefallen als uns? Wer hätte sie i n w u r - bi g e r e Hände genommen als die national* l^ialistische Bewegung? Aber ich kann auch hinzu- Ifügen: Wer würde sie fester halten als mir? (Stürmische Heil!-Rufe.)

Alljährlich trifft -sich ein Teil unserer Bewegung in dieser Stadt zur großen Heerschau der Partei, d.eser einzigartigen Familie von kämpfenden Män­nern und tapferen Frauen. Alljährlich treffen wir ins hier, um zurückzublicken auf die zwölf hinter uns liegenden Monate, um uns gegenseitig wieder simal ins Auge zu sehen und uns zu stärken für i; ib*> Zukunft. Wenn wir heute zurückblicken, bann sind nun fast vier Jahre vergangen seit i<nem Abend, da in Berlin die Zehntausende, V mberttaufenbe durch die Wilhelmstraße zogen, i ;jilbelnt) und begeistert, weil ihre Bewegung nun s blich nach einem Ringen sondergleichen die I: a d) t i m Staate erhalten hatte.

Ich darf Sie, meine Kameraden, fragen: War dieser Jubel damals unbegründet ober hat nicht wirklich die Stimme des Volkes damals dem Ausdruck gegeben, was wir heule, vier Jahre später, als gerechtfertigt bezeichnen dür­fen? (Lang anhaltende stürmische Heil!-Ruse.) 2Keine Kameradent Ich habe nur zwei Fragen: Ich habe damals der Ration ein Programm vorgelegt und ihr ein Versprechen abgegeben, habe ich es gehalten oder nicht? (Brausende Rufe der Zustimmung.) And zweitens: Konnten sterbliche Menschen überhaupt mehr leisten, als wir geleistet haben? (Wiederum tosender Beifall.) Ja! Ein Wunder hat sich seitdem in Deutschland vollzogen! Richt nur das Wun­der der wirtschaftlichen Auferstehung, die In­betriebsetzung unserer Fabriken und Werk­stätten, das Wunder unserer großen Bauten, das Wunder unserer Straßen. Rein! Das Wunder der Wiedererhebung eines fo tief gedemütigten, geschlagenen und getretenen Volkes, das wunder der wiederaufrich- t u n g eines fo verzagten und an sich selbst ver­zweifelten Volkes. (Brausende Heil!-Rufe der

Hunderttausende.)

Heute steht Deutschland wieder ausgerichtet auf der rechten Bahn. Wenn ich dieses Wunder über­blicke, dann beuge ich mich vor der Gnade des Herrn, der diesen Kampf segnete, und danke Euch, meine Kameraden, die Ihr mir meinen Kampf ermöglicht habt. Was wäre ein einzelner Mensch auf dieser Welt? Was wäre sein Wollen, was wa­ren seine Absichten, seine Wünsche und seine Hoff­nungen, wenn sich zu ihm nicht Tausende, Hun­derttausende und Millionen gesellten, die glei­chen Sinnes sind, von gleicher Ent-

Wie viele von Euch haben den Großen Krieg mitgemacht. Unzählige legten in der Stunde der Erschlaffung und Erschöpfung die Waffen nie­der und leider damit auch ihren Willen und ihre Tatkraft, ihren Mut, ihre Entschlossenheit und viele sogar ihre Liebe zu Deutschland. Und was habt Ihr getan, die Ihr einst den Großen Krieg mitge­kämpft habt? Ihr habt d e n Kampf aufs neue aufgenomme nj Deutschland war gefallen, aber in Euch hat es sich sofort wieder erhoben! (Stürmische Heil-Ruse hallen über das Feld.) Und so ist mit Euch und durch Euch dieses neue Reich aufgebaut worden in seiner ganzen stolzen inneren Sicherheit. Und ich wollte, daß alle, die Zweifel hegen an der Stabilität unserer Staatsfüh­rung und unserer Staatsorganisation, einen Blick hierher werfen konnten. Noch nicht fünf Prozent meiner Garde der Revolution stehen hier, und so, wie Ihr hier heute steht, konnten an 20 Orten in Deutschland genau so die Massen aufmarschieren.

Wer will jemals gegen diesen Block der natio­nalen Selbstbehauptung, Disziplin, Ordnung, Zuversicht und Gläubigkeit ankämpfen? (Be­geisterte Heil-Rufe.) Ich weiß es: Ich habe kein vergebliches Werk gebaut. Es wird fest stehen und hineinragen in fernste Zeiten. (Erneute jubelnde Heil-Rufe.) And fo stehen wir auch heute in treuer Wacht in unserem Volke und für unser Volk. Jeder von Euch begreift die Zeichen der Zeit. Unser alter Widersacher, dem wir fo oft entgegengetreten sind, den wir zu Paaren getrieben und niedergezwungen haben, gegen tausendfache llebermacht besiegten, er versucht nicht bei uns, aber um uns sich zu regen und erhebt drohend die Faust auch gegen uns. Ich will an dieser Stelle, angesichts von Euch, meinen alten und jungen Streitern, es aussprechen: Wan soll sich in uns nicht täuschen! (Langanhaltende begeisterte Heil- Rufe.) Wir sind bereit zu jeder Stunde! Die Welt kann es wissen, daß wir alle, die hier tagaus, tagein, Woche für Woche, Monat um Wonat der Aufgabe der Wiederauf­richtung unseres Volkes, seiner Wirtschaft und feiner Kultur dienen, nur einen Wunsch besitzen, den Frieden zu bewahren, (Spontaner, sich immer wiederholender Beifall.) so wie wir auch im Innern uns den Frieden sicherten; allein sie soll auch wissen, daß wir nur einen Entschluß haben: Unter keinen Umständen jemals Deutschland dem Bolschewismus auszuliefern, dessen Wirken wir kennen und den wir zu Boden ge­zwungen haben! (Begeisterte Heil-Rufe.)

Es finden in diesen Wochen und Monaten überall Kundgebungen statt. Wir lesen es, wie in anderen Ländern verhetzte Massen aufgerufen werden zu Protestkundgebungen gegen den Faschismus, gegen den Nationalsozialismus, zu Kundgebungen für den Bolschewismus, zu Kundgebungen für Waffen»

schlosfenheit, gleicher Hingabe und der gleichen Tatkraft!

Daß einer in Deutschland aufstand, der an Deutschland nicht verzweifelte, ist nicht so bemer­kenswert, als daß sich Millionen zu ihm ge­funden haben, zu dem Unbekannten, und mit ihm den gleichen Weg gingen. Das ist das Wunder unserer Zeit, daß Ihr mich gefunden habt (brausende Heil!-Ruse), daß ihr mich gefun­den habt unter so vielen Millionen! Und daß ich Euch gefund'en habe, das ist Deutschlands Glück! (Begeisterter Jubel.) Mit stolzen und glück­lichen Augen sehe ich auf Euch. Vier Jahre sind nun fast seit unserem Siege vergangen, allein Ihr seid geblieben was Ihr immer wart: Meine alte Garde der nationalsozialistischen Revo­lution! (Minutenlange Heil-Rufe.)

Es ist etwas Wundersames um die Grün­dung und Entstehung einer solchen Bewegung! Run stehl Ihr wieder vor mir, alle im glei­chen Hemd, in einer Uniform, ausgerichtet in Reih und Glied, und kommt doch aus dem gan­zen Volk steht vor mir als wärt Ihr eins, und seid doch Arbeiter und Bauern und Hand­werker und Bürger und Studenten, ehemalige Offiziere genau fo wie einstige Grenadiere! Ls ist etwas Wundersames um die Kraft, die uns gerufen hat und zufammenfügte zu einer Einheit im Dienste unseres Volkes. Lines Ta­ges, da habt Ihr das Signal gehört, und ohne daß Ihr den Wann gesehen habt, der das Signal gab, seid Ihr ihm gefolgt. Wie viele unter Luch haben mich bis heute noch nicht ge­sehen, und trotzdem weih ich: Ihr werdet mir genau fo in der Zukunft folgen! (Stürmische

lieferungen, zu Kundgebungen für Geldsammlungen, ja, zu Kundgebungen für die Lieferung von Men­schen. Ich habe noch zu keiner Kundgebung auf­gerufen, aber w e n n ich einmal dazu aufrufe, dann wird Deutschland eine einzige Kund­gebung sein, oann werden nicht zehn- oder zwan­zig- oder dreißigtausend disziplinlose Menschen demonstrieren, sondern Millionen und aber­mals Millionen werden dann entflammt sein gegen den alten Erbfeind der Menschheit!

Ich glaube, ich kann vor euch, die ihr so viele alte Frontkämpfer seid, es mit mehr Recht als vor irgendeinem anderen Forum aussprechen: Wir wollen nur Öen Frieden, denn mir haben d e n Krieg kennengelernt! Wir wollen den Volkern um uns gern die Hand geben, wir wollen mit ihnen Zusammenarbeiten, wir haben keine Feindschaft und empfinden keinen Haß gegen sie. Niemals aber wird Deutschland bolschewistisch werden! (Stürmische Heil- Rufe brausen über das weite Feld.)

Wir wollen nicht, daß das Ergebnis unserer Ar­beit und unseres Fleißes, der Tüchtigkeit und Tätig­keit von Millionen deutscher Menschen von gewissen­losen internationalen bolschewistischen Juden ver­nichtet wird. Wir wollen nicht, daß wieder der Bruder den Bruder nicht mehr kennt, der eine den anderen hassen lernt und in diesem Zwiespalt die Nation, Deutschland, unser liebes Vaterland, zu­grundegehe. Was wir zu bessern haben, das wissen wir selbst. Dazu brauchen mir keine Palästinenser. Und was Menschen bessern können, das werden wir bessern! Wir haben noch nie­mals die Auffassung vertreten, daß die Zukunft eines Volkes einem als Geschenk unverdient ge­geben wird. Wir ringen darum, wir kämpfen für sie, und wir werden das Schicksal meistern (Be­geisterter Beifall der Massen.)

Es sind zwei Welten: Wenn Sie heute in ein anderes Land sehen mit seiner grauenhaften Verwüstung, Brand und Mord, Schutt und Trüm­mern, und wenn Sie dann auf unser lachendes und glückliches und schönes Deutschland schauen: Wie ist bei uns wieder alles ordentlich unfo sauber gewor­den! Wie ist unser Volk nun wieder ausgerichtet, gerade, mannhaft und stark!

wir sind wieder bereit, alle gemeinsam zu ar­beiten und zu wirken für die Erhaltung unseres Volkes. Glaubt es mir: Es ist für mich etwas Wunderbares, in dieser Zeit zu leben, Euer Führer und des Deutschen Reiches Kanzler fein zu können! (Lang anhaltende jubelnde Zustimmung.) Daß mir dieses Glück zuteil wurde, verdanke ich all' den Willionen, die in schlimmsten Tagen einst an mich geglaubt hat­ten, und vor allem jenen hunderttaufenden, die damals für mich kämpften! And fo erneuern wir denn auch dieses Jahr wieder unfern al­ten Schwur der gegenseitigen Treue, der Ka­meradschaft, das alte gemeinsame Bekenntnis zu unterer herrlichen Bewegung und damit zu unserem ewigen deutschen Volk! Deutschland

Sleghe^«

Die Weihe der Standarten.

Die stürmischen Heil!-Rufe der Männer der nationalsozialistischen Kampfformationen gehen über in das Deutschlandlied, das ergriffen und mit tiefer Inbrunst gesungen zum Himmel hallt.

Der Führer wendet sich mit dem Chef des Stabes, dem Reichsführer SS. und dem Korpsführer des NSKK. den neuen Standarten und Sturmfahnen zu, die jetzt durch die Berührung mit der Blutfahne die Weihe erleben. 69rnal begleiten die ehernen Schlünde der Salutbatterien die symbolische Hand­lung, während der sich die Hunderttausende in ehr­fürchtigem Schweigen von ihren Plätzen erhoben hatten.

Der Stabschef der SA. Lutze tritt neben den Führer auf die Kanzel und richtet eine An­sprache an den Führer. Er sagt u. a.:Mein Führer! Vor einigen Wochen jährte sich der Tag, wo Sie, mein Führer, vor 15 Jahren die erste Abteilung gründeten, die heute hier vor Ihnen steht. Es ist derselbe G e i st, der damals die Wenigen von 1921 beseelte und der heute in denen wohnt, die heute vor Ihnen aufmarschiert sind. Es ist d e r G e i st d e s Glaubens an Sie,mein Führer, und Ihre Idee. Es ist der Geist der Treue, mit dem die Männer Ihrer Fahne folgten. Es ist der Geist der Opfer - und Ein­satzbereitschaft, mit der die Männer die Ideen hinaustrugen in das deutsche Volk und die Straße freimachten für den Nationalsozialismus und damit für Deutschlands Zukunft. Es ist der Geist des Dienens am Ganzen und des Opferns für das Ganze. Diese Männer, Männer aus allen Be­rufen, Männer jeden Alters und aus allen Gauen Deutschlands sie marschieren nicht auf Befehl von oben, nicht gezwungen durch irgendeinen Druck, nein, aus ureigenster Freiwilligkeit, aus reinstem Idealismus und reinster Uneigen­nützigkeit! Diese Männer werden nicht, wie man uns andichtet, bezahlt von irgendeiner Stelle. Nein, im Gegenteil, sie opfern ihre freie Zeit, i h r Familienleben. Sie opfern von ihrem Wenigen, ja von ihrem Kärglichen da­für, daß sie ihr Ehrenkleid, ihr braunes Hemd und ihren Dienstanzug kaufen können, nur um Ihnen einmal ins Auge zu sehen und mit den braunen Uniformen vor Ihnen marschieren zu können, mein Führer, nur um Ihnen durch T a t und Opfer Dank zu sagen für das, was Sie für Deutschland getan und geleistet haben. (Stürmischer Beifall.) Sie stehen hier vor Ihnen innerlich und äußerlich ausgerichtet. Körperlich und weltanschau­lich gefestigter denn je sind sie, Männer der Faust und der Stirn, einig in dem Glauben an die Be­wegung, einig in der Liebe zu Ihnen, mein Führer. (Erneut lang anhaltende Heil!-Rufe.)

Der Stabschef wendet sich dann den angetretenen Formationen zu:Meine Kameraden! Es kommt gleich die Stunde, die ihr so sehnlich erwartet, in der ihr Auge in Auge am Führer vorbei­marschiert. Zeigt ihm mit eurem Blick, was ihr im Herzen tragt! Nehmt aus seinem Blick neue Kraft und neuen Mut und all das, was ihr braucht für den künftigen Kampf. Tragt das, was ihr in den Augen des Führers seht, in das Herz des letz­ten Deutschen, damit das ganze deutsche Volk so gläubig und so stark allen entgegengeht, was an uns herantritt, alles überwindet, was sich uns in den Weg stellt, damit wir unter unserem Führer mit einem Glauben, unter einer Flagge hineinmarschieren können in die ewige deutsche Zu­kunft! Unser Führer Adolf Hitler Sieg-Heil!"

Der Führer dankt dem Stabschef. Heil-Rufe ohne Ende wogen zum Platz des Führers empor, der leuchtenen Auges die gewaltigen Marschsäulen seiner Mitkämpfer überblickt. Dietrich Eckharts KampfliedDeutschland erwache!" beschließt die Stunden, die unvergeßlich in den Herzen aller brennen werden, die ihrer teilhaftig wurden. Der große Appell im Luitpoldhain ist beendet.

In der Nürnberger Burg.

Ausländische Gäste beim Führer.

Nun setzt sich die blauschwarze Mercedes-Kolonne wieder in Bewegung zur Burg. In den Wagen hinter dem Führer haben mit dem Reichspressechef der NSDAP., Dr. Dietrich, und dem Botschafter odn Ribbentrop, ausländische Gäste Platz genommen. In der Burg begrüßt der bayerische Ministerpräsident Siebert den Führer, der zu­nächst den jungen Führernachwuchs der SS. -Verfügungstruppe besichtigt und sich dann in den weiten Hallen der Burg feinen aus­ländischen Gästen widmet. Auch der Stell­vertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, ist anwesend. Die Gäste sehen von hier oben hinab auf dieses vielgestaltige Gassengewirr mit seinen spitzen Giebeln, sehen darüber hinaus weit in das Frankenland hinein, das sich in strahlendem Son­nenschein als köstliche Flur, als gleißendes Diadem im Kranze deutscher Landschaft darbietet. Die leb­hafte Unterhaltung mit dem Mann, der Inbegriff Deutschlands ist, hat wie sie uns sagen die Gäste aus dem Auslande tief beeindruckt, denn niemand könne sich der Macht dieser Persönlichkeit entziehen, selbst wenn er mit den größten Zweifel» gekommen sei. Nach einem kurzen Frühstück, an dem auch Reichsleiter Rosenberg und der stellver­tretende Pressechef der Reichsregierung, Ministerial­rat Berndt, teilnahmen, fuhr der Führer mieden

Heil!-Rufe.)

Wir find bereit zu jeder Stunde.

Mr haben nur einen Wunsch, den Frieden zu bewahren, aber nur einen Ent­schluß, niemals Deutschland dem Bolschewismus auszulrefern.