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1fr. m Drittes Blutt__Gietzemr Anzeiger (General-Anzeiger für Bberhesien)____________Donnerstag. 14. Itt<ii 1956

Llniversitätsfest in Gießen.

Stunden des Deutschtums im Ausland.

Die Landesuniversität Gießen hatte für gestern, Mittwoch, zum llniversitätsfest eingeladen, das am Vormittag mit zwei Vorträgen unter dem MottoStunden des Deutschtums im Ausland" in der Neuen Aula fernen Anfang nahm. Das Streichorchester der Universität gab der Feierstunde einen stimmungsvollen musikalischen Auftakt.

Der Rektor Professor Dr. Pfähler

richtete zu Beginn herzliche Begrüßungsworte an die Hörer, die sich in der Hauptsache aus der Do­zentenschaft und der Studentenschaft zusammenfetzte, besonders aber auch an die Gäste aus der Stadt, die nicht zur Universität gehören. Die Universitäts- feste sollen in zunehmendem Maße dem Gedenken an das Deutschtum im Auslande gewidmet sein. Professor Pfähler bedauerte, daß der Besuch aus den Reihen der Studentenschaft zu wünschen übrig lasse, und gab der Bitte Ausdruck, die Teilnahme an derartigen Veranstaltungen, die dem Auslands­deutschtum gewidmet sind, zu einer nationalen Selbstverständlichkeit werden zu lassen. Nach einer Begrüßung der beiden Redner erteilte der Rektor zunächst dem

Landesschulungsleiter des VOA. Or. Heidt, Mainz,

das Wort zu einem Vortrag über das Thema Volksdeutsche Haltun g", in dem u. a. folgendes ausgeführt wurde:

Der Nationalsozialismus stellt im Sinne des Führers das Volk in den Mittelpunkt seines Denkens. Das Volk bedeutet innerhalb unseres Weltbildes den leiblichen und geistigen Mutter­boden. Ihm sind wir alle verpflichtet; es ist eine organische Einheit im Einklang mit den ewigen Gesetzen der Natur. Eindringliche Beispiele zeigten die Aufspaltung und Zersplitterung gerade unseres deutschen Volkstums. Der Nationalsozialismus er­kannte die große Einheit des Volkstums im Gegen­satz zu den Auffassungen der Bismarck-Zeit und des Weimarer Staates. Man kannte am Ende nur noch staatliches, nicht mehr volkhaftes Denken. Der Staatsbürger galt mehr als der Volksgenosse. Noch 1932 konnte blinde, parteipolitische Verbohrtheit den Führer als Ausländer schmähen, während wir es heute als eine Fügung betrachten, daß der Retter des Reiches aus der alten Ostmark, aus Deutsch- Oesterreich uns geboren wurde. Die große Einheit des deutschen Volkes über alle Grenzen hinaus zu erkennen ist Aufgabe einer Wissenschaft und Er- ziehungslehre, die von volksdeutscher Haltung ge­tragen wird.

Nach einem Rückblick auf die Staatsauffassung des unter dem unheilvollen Einfluß der französi­schen Revolution stehenden liberalistischen Zeitalters erörterte der Vortragende, wie der Faschismus nach einem Wort Mussolinis die Nation als Schöpfung des Staates betrachtet. Der Nationalsozialismus hingegen erkennt das Volk als das Seiende und Bleibende; feiner Erhaltung und seinem Schutz zu dienen ist nach den Worten des Führers der oberste Sinn des Staates. Die volksdeutsche Haltung ordnet das Volkstum dem Staate über. Wir erwarten und fordern Gleichberechtigung unseres gesamten Volks­tums unter allen anderen Völkern. Der Völkerbund hat versagt, er mußte und wollte versagen; er hatte kein Verständnis für die völkischen Belange, für die rassischen Eigenwerte der Völker, wie sie der Nationalsozialismus verkündet: Liebe zum eigenen, Achtung des fremden Volkstums. Eine Germanisie- rung nichtdeutscher Volksteile ist uns gar nicht er­wünscht; der geistige Funke der Bewegung freilich

überspringt auch die staatlichen Grenzen. Erst der Nationalsozialismus hat Wesen und Eigenart der Völker nach ihrer rassisch-blutsmäßigen Zusammen­setzung erkannt. Alle Völker haben ein Recht auf Pflege und Erhaltung ihrer Kulturgemeinschast.

Der Vortragende wies darauf hin, welchen her­vorragenden Anteil die Schulerziehung am volk- haften Denken einer Nation haben könne. Auch die Wissenschaft ist dem Gesamtvolke verpflichtet. Alle ihre Zweige müssen dem Volksdeutschtum dienen. Hans Grimm in seinem BucheVolk ohne Raum" hat den Akkord zur volksdeutschen Haltung angeschlagen: Jeder Deutsche stehe zu seinem Volke und seinen Volksgenossen. Vergessen wir nie, daß jeder dritte Volksgenosse außerhalb der Grenzen unseres Reiches lebt. (Lebhafter Beifall.)

Nach Dankesworten des Rektors, Professor Dr. Pfähler, an den Redner und einer weiteren Darbietung des Streichorchesters ergriff

Dr Beelitz Danzia, *

das Wort zu seinem Vortrage über das Thema Die volkspolitische Lage und Ent­wicklung in Danzi g". Er gab zunächst feiner Freude darüber Ausdruck, zum zweiten Male in­nerhalb eines Jahres an der Universität Gießen sprechen zu dürfen, weil er gerade hier besonderes Interesse für die Danziger Fragen gefunden habe. Manches fei zu wiederholen, doch gebe es auch eine Menge neuer Tatsachen zu berichten.

Die volksdeutsche Front in Danzig, so führte Dr. B e e l i tz u. a. aus, bedarf dringend der Unter­stützung der Heimat und der engen Verbindung mit ihr. Der Kamps dort geht nicht nur um die eigene Existenz, sondern um einen Vorposten des ganzen deutschen Volkes, von wo aus vielleicht einmal die Frage des deutschen Ostens endgültig geklärt wer­den wird. Der Vortragende bewies an selbsterleb­ten Beispielen, wieviel Unkenntnis und Unver­ständnis für Danziger Dinge noch immer im Reiche besteht. Aufklärunasarbeit tut dringend not!

Dr. Beelitz schilderte dann sehr lebendig und anschaulich in einem Rückblick den Kampf um Dan­zig, den Kampf Polens um den Zugang zur See und die Haltuna Englands und Frankreichs in diesem Kampfe. Weitermürben u. a. die staatlichen und wirtschaftlichen Verbältnisse in Danzig anhand zahlreicher Beispiele geschildert, welche die geschickte und mit aroßen Mitteln arbeitende Politik Polens (z. B. in der Eisenbahnverwaltung und in der Be­herrschung des Zollw"sens) erkennen ließen. Diese zielklare und weitsichtige Politik arbeitet unab­lässig an her Stärkung des polnischen Elements in Danzig. Die Partei leistet aber wertvolle Er- ziehungs- und Aufklärungsarbeit.

Der volksdeutsche Kampf in Danzig geht nicht nur Danzig, sondern auch das Reich an. Der na­tionalsozialistische Staat Danzig ist der Träger des Kampfes um die Bewahrung des Danziger Deutsch­tums als die Grundlage für eine endaültige Berei­nigung der schwebenden Ostfragen. Schwere Opfer werden in diesem Kampfe gefordert; deswegen ist eine enge Verbindung der volksdeutschen Front im Osten mit dem Reiche und eine erhöhte Aktivität dringend notwendig. Die hochinteressanten und lehr­reichen Ausführungen fanden gespannte Aufmerk­samkeit und sehr lebhaften Beifall der Zuhörerschaft.

Der Rektor, Professor Dr. Pfähler, gab nach Dankesworten an den Vortragenden einen kurzen Rückblick auf die Geschichte des Volks- und Grenz- deutschtums und gedachte mit einem dreifachen Sieg- Heil, in das die Versammlung einstimmte, des Führers und unserer volksdeutschen Brüder jen­seits der Grenzen.

Das Sportfest aus dem llmversitäts-Sportplatz.

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100-Meter-Lauf der Studenten. (Aufnahme [2]: Photo-Pfaff.)

Nach der Feier am Vormittag im Umversitats- gebäube fand dann am gestrigen Mittwochnach­mittag auf dem Universitätssportplatz am Kugelberg das S p o r t f e st der Universität statt. Eine große Zuschauermenge hatte sich zu der interessanten Veranstaltung eingefunden. Nach dem Einmarsch der Sportler wies

der Kanzler Professor Dr. Hummel

in einer kurzen Ansprache u. a. daraus hin, daß die Studentenschaft nach dem Krieg in den Leibesübun­gen eine Möglichkeit erblickt habe, dem Volke zu dienen. Als unserer Jugend die Möglichkeit des Waffendienstes fehlte, sah die Studentenschaft die Leibesübungen als eine vortreffliche Erziehungs­maßnahme an. Nachdem der Führer durch die Einführung der Wehrpflicht der deutschen Jugend den Waffendienst wiedergegeben, haben die Leibes­übungen für die junge Mannschaft eine noch tiefere Bedeutung erfahren. Sie sind keine Gesundheits­maßnahme, sondern für den Akademiker, dem der harte Einsatz fehlt, eine, willkommene Möglichkeit,

Körper und Geist in harmonische Einheit zu brin­gen. Solche Ziele zu erreichen, sind die Wettkämpfe geschaffen. Sie sollen keine Höchstrekorde bringen, sondern eine Grundausrichtung in der körperlichen Ertüchtigung darstellen

Or los

vom Institut für Leibesübungen sprach dann über die Art der sportlichen Betätigung.

Die Wettkämpfe.

Hieraus nahmen die Sportler Aufstellung und führten Freiübungen der Grundausbildung vor. Ein sehr schönes Bild bewegten sportlichen Lebens, das von der Breitenarbeit und der Vielfältigkeit der sportlichen Betätigung zeugte, war derBunte Rasen", bei dem die Gruppen an den verschieden­sten Geräten ihre Uebungen ausführten.

Das Bild lebensfroher sportlicher Betätigung wurde abgelöst durch die Durchführung einzelner Disziplinen.

Im 100-Meter-Lauf, zu dem Müller nicht an­getreten war, fetzte sich Luh fofort an die Spitze

und konnte trotz schärfster Konkurrenz durch P i tz e n seinen Vorsprung halten.

Auch im Keulenwerfen sicherte sich Luh einen ersten Platz. Durchweg wurden sehr gute Würfe gezeigt.

Beim 75-Meter-Lauf der Studentinnen setzte sich Frl. Betiinghausen an die Spitze der Läufe­rinnen und kam mit gutem Vorsprung zum Sieg.

Ein sehr schönes Bild bot die Grundausbildung in der Kugelgymnastik, die sehr viel Geschicklichkeit und Betätigung der Arme fordert.

Im Kugelstoßen gelang Luh nicht der weite Wurf, und auch seine sonstigen Leistungen blieben hinter Durchschnitt zurück Immerhin war der Wurf von 14,50 Meter ganz beachtlich, und in den großen Weiten seiner Konkurrenten machte sich seine gute Schule bemerkbar.

Die 4 mal 100-Meter-Staffel war eine sichere Beute der Medizinischen Fachschaft, die sich einen Vorsprung sichern konnte, den dann Luh als Schlußmann sehr beachtlich erweiterte, so daß der Sieg nie in Frage gestellt war.

Eine sehr interessante Uebung war das Tisch­springen, das viel Geschicklichkeit erfordert, ferner die Boxschule, die großen Beifall fand.

Mit den letzten Wettbewerben der Studentinnen, die sehr gute Leistungen vorwiesen, waren die Ein- zelwettbewerbe beendet. Bei einsetzendem Regen be­gann das

Handballspiel

der Technischen Hochschule Darmstadt gegen die Universität Gießen.

Ein schneller. Durchbruch brachte die Gäste sofort in Führung. Die Gießener Mannschaft kam im Gegenangriff zum Ausgleich, kurz darauf durch einen fünfen Durchbruch zum 2. Tor. Die Darm­städter waren nun auf der Hut und setzten den Mittelsturm matt, so daß der Gießener Angriff sich nicht recht entwickeln konnte. Dennoch gelang ihm ein 3. Tor, dem Darmstadt kurz vor der Pause ein Zweites entgegensetzen konnte. Mit 3:2 Toren für Gießen ging es in die Pause. Nach dem Anstoß kamen die Gießener durch ihren Rechtsaußen so­fort zum 4. Tor, und die unaufhaltsam anrollenden Angriffe brachten ihnen einen Vorsprung von wei­teren 4 Toren. Darmstadts Mannschaft war ganz auseinandergefallen. Erst beim Stande 6:2 holten die Darmstädter ein Tor auf, dem durch einen fla­chen, nicht zu haltenden Wurf ein 4. folgte. Ange­spornt durch den Erfolg wurde der Sturm sehr rege. Durch einen Strafstoß kam Gießen zum 7. Tor, dem aber die Gäste sofort ein 5. entgegensetzten. Nach hartem Ringen verringerte der Darmstädter Mittelsturm den Abstand auf 6:7 Toren, und fast sah es aus, als sollte Gießen noch verlieren, weil es sich verausgabt hatte. Aber dem vorübergehend behinderten Mittelläufer gelang es nochmals, feine Mannschaft mitzureißen und ein weiteres Tor zu erringen, so daß mit 8:6 Toren für Gießen das Spiel ausging.

Die Gießener hatten in dem Mittelläufer und dem Rechtsaußen die besten Kräfte. Der Tormann war anfangs unsicher, hielt aber später durch oft­mals sehr flinke Paraden. Die Verteidigung war gut.

Darmstadts Schlußdreieck war schwach. Besonders die Verteidigung hielt nicht stand. Im Mittelsturm waren die besten Kräfte.

Schiedsrichter Krau sch (Mtv.) war ein auf­merksamer und sicherer Schiedsrichter.

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Studentin beim Hochsprung.

Am Abend nahm dann der Rektor Prof. Dr^ Pfähler die

Siegerehrung

im Studentenhaus vor. Den Wanderpreis der Universität, bestehend in einem Bild des Führers, erhielt die Medizinische Fachschaft als die erfolg­reichste.

Ein Maientanz im Studentenhaus beschloß das harmonisch verlaufene Fest.

Oie Ergebnisse:

Stubenfen:

Keulenwerfen: 1. Otto Luh 60 Meter, 2. Otto Bork 58,35 Meter, 3. Hubert Schloshard 57,80 Meter.

100-Meter-Lauf: 1. Luh 11,4 Sek., 2.

Pitzen 11,5 Sek., 3. Landgraf 12 Sek.

K u g e l st o ß e n : 1. Luh 14,50 Meter, 2. Pitzen 11,79 Meter, 3. Emil Winter 11,57 Meter.

Weitsprung: 1. Landgraf 5,79 Meter, Sonsmann 5,61 Meter, 3. Pitzen 5,59 Meter.

4X100-Meter-Staffel: 1. Medizinische Fachschaft 47,6 Sek., 2. Geographische Fachschaft 49,9 Sek.

Stubenfinnen:

Hochsprung: 1. Bettinghausen 1,23 Meter, 2. Gamillscheg 1,18 Meter, 3. Bräuninger 1,18 Meter.

75-Meter-Lauf: 1. Bettinghausen 11,6 Sek., 2. Bräuninger 11,9 Sek., 3. Gamillscheg 12 Sek.

Kugel st oßen: 1. Gamillscheg 8,39 Meter, 2. Bettinghausen 8,17 Meter, 3. Ostwinkel 7,65 Meter.

Aus der provinzialhaupisiadi.

Freude am deutschen Wald.

Kraft durch Freude" ist heute ein Begriff ge­worden, mit dem sich die Vorstellung von etwas Erhebendem, Erholunggewährendem verknüpft, sei es ein Musikgenuß, ein Wandererlebnis oder ande­res. Der Deutsche hat seine Feierstunden von jeher am liebsten in Gottes freier Natur erlebt und hat in schweren Zeiten immer wieder aus dem ewigen Rauschen seiner Wälder neuen Mut geschöpft und sich durch die Freude an der Schöpfung die Kräfte für den Alltag gestählt.Der Wald muß gehegt und gepflegt werden als wertvollste Kraftquelle unseres Volkes", hat Reichsforstmeister Hermann Göring einmal gesagt, und deshalb wenden sich die neu- gebildeteArbeitsgemeinschaft für Schadenver­hütung", das Reichsforstamt und der Reichsnähr­stand erneut mit ihrer Waldbrand-Derhütungs- Aktion an das deutsche Volk.

Gerade jetzt wieder ist die Gefahrenzeit für den Wald. Der Bodenüberzug (Heide, trockene Gräser, Laub) sind am leichtesten im Frühjahr entzündlich; ein Streichholz, ein fortgeworfener Zigaretten- tummel entfachen nicht selten ein Bohenfeuer, das sich dann, vom Wind getrieben, mit unglaublicher Schnelligkeit ausbreitet; heruntergefallene trockene Aeste werden erfaßt, und die Folge ist meistens ein Dickungsfeuer, d. h. die Flamme springt über auf dürre Zweige junger Bäume, bis diese schließ­lich ganz vom Feuer erfaßt werden. Vereinzelt greift das Feuer auch Stämme und Kronen älterer Bestände an und tritt dann in seiner gefährlichsten Form als Wipfelfeuer auf. Doch nicht immer breitet sich das Feuer schnell aus. In den trockenen, meist mit starkem Nadelpolster versehenen Nadel­holz- und Heidegebieten ist die Bodendecke zunder- trocken, das Grundwasser ist gesunken und ein Funke glimmt häufig unsichtbar in diesem Material, rißt sich unterirdisch durch Torfschichten weiter und wartet nur auf einen Windstoß, der ihn zur Flamme entfacht. Wohl jedem Menschen sind oft wochenlang dauernde Moorbrände bekannt, die trotz Einsatz von Feuerwehr, Militär, Arbeitsdienst, . und TN. nur schwer zu bekämpfen sind. Immer ist unermeßlicher Schaden an wertvollstem Volks- aut die Folge. Leben und Heimstätten deutscher Bauern, Siedler und Arbeiter sind in Gefahr, Ernte- und Holzvorräte werden vernichtet.

Oberstes Gebot muß es in solcher Zeit für jeden Waldbesucher sein, im Walde nicht zu rau­chen. Der kleine Genuß muß hinter der. Pflicht am Volke zurückstehen Zündet kein Feuer an! Wandernde Jugend, schütze den deutschen Wald; koche und lagere nur auf Stellen, die euch mit besonderer Erlaubnis von den staatlichen Forst- und Polizeistellen angewiesen werden! Unterbindet jedes Umgehen mit Feuer außerhalb der Wohn­stätten, wo ihr es findet. Meldet jeden Brand s o - ort dem nächsten Forstbeamten, Gendarmerie­beamten ober ber nächsten Feuermelbestelle. Schlagt bas kleinste Feuer mit belaubten ober benebelten grünen Zweigen aus, ehe es zu spät ist, macht Meldung davon, damit es abgegraben werden

kann und ein unterirdisches Weiterglimmen verhü­tet. Nur sofortige Bekämpfung beim Entstehen des Brandes vermag Schaden zu verhüten und ver­spricht Erfolg.

Auf das leichtfertige Umgehen mit Feuer in Wald und Heide stehen hohe gesetzliche Strafen. Die Beachtung dieser Vorschriften sollte eine Selbstver­ständlichkeit im nationalsozialistischen Deutschland fein; doch immer wieder verursachen Leichtsinn und Trägheit neues Unheil. Daher erinnere sich jeder Volksgenosse immer wieder der großen Gefahr und halte fahrlässige Leute zur Ordnung und Befolgung der Schutzvorschriften an.

Vornoiizen.

Tageskalender für Donnerstag.

NSG.Kraft durch Freude": 20 bis 21 Uhr und 21 dis 22 Uhr fröhliche Gymnastik und Spiele (nur für Frauen) im Lyzeum; 20 Uhr Volkstanzkreis im Haus der DAF. Gloria - Palast, Selters­weg: Die Liebe des Maharadscha". Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Der Student von Prag". Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heil­kunde: 20.15 Uhr im Institut für Pflanzenzüchtung, Senckenbergstraße, Lichtbilderoortrag von Professor Dr. Sessous über die deutsche Sojabohne. Ober­hessischer Kunstverein (Turmhaus am Brandplatz): 17 bis 18 Uhr Ausstellung von Werken von Fritz Heidingsseld, Danzig, und P. A. Böckstiegel, Dresden.

VsB.-Reichsbahn.

Am Mittwoch nächster Woche findet die dies­jährige Generalversammlung im Vereinsheim statt. (Siehe heutige Anzeige.)

Nie Deutsche Arbeitsfront im Kreis Gießen.

Im Monat April konnte die Deutsche Arbeits­front im Kreis Gießen 176 Neuaufnahmen tätigen.

Mit Betriebswaltern und Betriebsführern fanden 83 Besprechungen statt, die der Aufklärung über bie Ziele der DAF. und der Regelung von Berufs- oerhältnissen usw. dienten.

Ein größerer Betriebsappell, der alle Amtswalter des Kreises Gießen vereinigte, wurde gleichfalls im Berichtsmonat durchgeführt.

Die Verwaltungsstelle Gießen zahlte an Unter- stützungen 6966,10 Mark aus.

Bei der Rechtsberatungsstelle sprachen 321 Besucher vor. Es wurden 281 Auskünfte er­teilt, 64 arbeitsrechtliche Streitfälle beraten, 28 Güteverhandlungen mit den Parteien durchgeführt und 18 Vergleiche mit einem Wert von 4067,96 Mark erledigt.

Die NSG.Kraft durch Freude" führte sechs eigene Veranstaltungen durch, die von 1337 Personen besucht wurden. Daneben laufen noch Ver­anstaltungen im'Stadttheater Gießen, zu denen bitt NSG.Kraft burch Freude" ein gewisses Kon­tingent von Besuchern stellt.

Die Abteilung für A r b e i t s f ü h r u n g und Berusserziehung setzte mit ihrer Som-