Die Weil unter dem Eindruck der Vereinbarung
Wirtschaft
Wien einen Ansatz zu einem regionalen Donaupakt erblicken, der zwar ein wenig von dem verschieden sei, wie ihn Frankreich entwickelt habe, der aber dennoch alles in allem recht logisch sei.
der Stresafront und zum anderen überhaupt der bisherigen politischen Lage in Europa.
Der „Figar o" vermag die Bedeutung des deutsch-österreichischen Vertrages nur darin zu sehen, daß das Reich aus dieser Kundgebung seines Friedenswillens Vorteile für sein politisches Ansehen, besonders in England und gerade vor Beginn der Locarno-Konferenz in Brüssel, ziehe.
Die beiden Blätter der Volksfront, der sozial:- stische ,P o p u l a i r e" und die kommunistische H u m a n i 16" (besonders das letztere Blatt), ver- merken nur die Tatsache des Abschlusses der deutsch, österreichischen Vereinbarung. Allein der „Popu- laire" versucht in allgemeinen Zugen die Haupt- punkte des deutsch-österreichischen Abkommens zu umreißen, und schreibt dazu, auf den ersten Mick erscheine die deutsch-österreichische Abmachung rote eine zu begrüßende Handlung und :m großen und ganzen nützliche Lösung.
Im Grunde könne die Normalisierung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern nur vorteilhaft für die Sache des Friedens sein.
Anderseits sieht das Blatt in der Vereinbarung einen „Generalangriff" gegen den Völkerbund und gegen die Politik der kollektiven Sicherheit, eine Offensive, der Italien seine ganze Mithilfe leihen
Mussolinis entnommenen Sondertitel veröffentlicht „Ereignis, das Regierung und italienisches Volk mit Sympathie begrüßen".
In einem aus der Feder des Direktors des halbamtlichen „G i o r n a l e d'Jtalia" stammenden Kommentar schreibt „Voce d'Jtalia" u.a.:
3n Italien wird das Abkommen als ein Beweis der Aufrichtigkeit und Herzlichkeit der beiden Länder ausgenommen und als ein Beitrag zur Ordnung Europas und zu feiner Klärung in einem der dunkelsten Augenblicke der internationalen Politik begrüßt. Das Schicksal Oesterreichs wird so unmittelbar von den beiden Hauptmächten des Donauraums verbrieft, ohne das direkte Bedürfnis nach weiteren internationalen Verankerungen. Was Italien betrifft, ist das Abkommen von Wien mehr als willkommen. Es dient in der Tat dazu, zwei befreundete Kationen näherzubringen und solidarisch zu machen.
An einer anderen Stelle wird gesagt: „Als ein deutliches Zeichen des Friedens zwischen den beiden Unterzeichnerstaaten wird es auch zu einem Friedenswerk für ganz Europa in einem feiner neuralgischen Punkte. Das kann man nicht in Zweifel ziehen, ohne eine monopolitische Politik ZU treiben, die dem Gleichgewicht der Kräfte und Strömungen und damit der Ordnung in Europa
Der Außenpolitiker des „E x c e l s i o r , Marcel P a y s, versucht vor allem die e u r o p ä i s ch e n Rückwirkungen der Wiederherstellung freundschaftlicher deutsch-österreichischer Beziehungen zu analysieren. Er kommt zu dem Schluß, daß es zwei Interpretationen des Abkommens gebe: Eme pessimistische, wonach man es mit der Wiedergeburt des alten Dreibundes zu tun habe, und eine o p t i m i st i s ch e, nach der Oesterreich und Europa nunmehr von der Anschluß- drohung befreit seien. Besser fei jedoch, die optimistische Auslegung hinzunehmen.
Wil ein wenig gutem Willen könne man in dem Uebereinfommen zwischen Berlin und
Erste Stimmen aus London.
London, 12. Juli. (DRB.) Die deutschösterreichische Vereinbarung wird in der britischen Sonntagspresse nicht ganz einheitlich , aufgenommen. Einig sind sämtliche Blätter aber darin, daß das Abkommen von allergrößter Bedeutung ist.
„Sunday Times", der bei der Bedeutung des Blattes (Sonntagsausgabe des „Daily Telegraph") eine symptomatische Bedeutung beigemessen werden kann, begrüßt die Vereinbarung so gut wie vorbehaltlos. Unter der Überschrift „Der österreichisch-deutsche Pakt ein gutes Beispiel" erklärt das Blatt u. a., das Übereinkommen sei zunächst einmal, äußerlich betrachtet, ein Pakt kluger Staatsmannskunst. Jahre hindurch haben die gespannten Beziehungen zwischen den beiden Ländern den Frieden Europas bedroht, jetzt sind sie wieder Freunde, und das neue Verhältnis ist offensichtlich ohne irgendwelche Opferung der Unabhängigkeit Oesterreichs hergestellt worden. Europa ist lange geplagt gewesen durch internationale Rivalitäten, Intrigen und Mißklänge.
Wir sollten daher auch jedes Aebereinkammen willkommen heißen, das Feinde in Freunde verwandelt. Herr Hiller verdient einen besonderen Glückwunsch zu seinem Abkommen mit Oesterreich, und wir suchen hinter diesem nicht verbotene und finstere Beweggründe. Wenn man das Abkommen so hinnimmt, wie es äußerlich aussieht, macht man vielleicht aus ihm das Beste für Europa.
Der „Ob ferner" sagt in seiner Wochenschau, das Abkommen bedeute, daß es Deutschland gelungen sei, Oesterreichs Zustimmung zu einer Art politischer Solidarität zu erhalten, die auf einen „moralischen Anschluß" hinauslaufe.
„Sunday Dispatch" (Rothermere-Blatt) schreibt, der „Kompromiß über Oesterreich" schaffe ein neues politisches Europa. Das erste Zeichen hierfür sei die Ablehnung Italiens, an der geplanten Locarno-Konferenz ohne Deutschland teilzunehmen. In seinem Leitartikel betont das Blatt weiter ausholend, man könne die Bedeutung der Vereinbarung zwischen Berlin und Wien kaum groß gertug einschätzen.
Ls sei jetzt wichtig, daß Großbritannien alle Verpflichtungen ablehne, die es unnötigerweise in Gegnerschaft zu Deutschland und Italien brächten. Das gehe Großbritannien z. B. der französisch-sowjetrussische Pakt an. mit dem es durch Genf verknüpft sei? Einem Realisten müßte es so erscheinen, als ob die britische Außenpolitik von denselben Beweggründen sich leiten lassen müßte, wie Italien und Deutschland. Der gemeinsame Feind für sie alle sei der bolschewistische Kommunismus.
Daß sich Großbritannien mit Rußland in eine Reihe gestellt habe, sei das größte Verbrechen, das es je gegen die britische Tradition gegeben habe. Die deutsch-österreichische Vereinbarung enthalte keinerlei Gegnerschaft gegen Großbritannien. Auf der P-rst)«lichkeit und der Klugheit der britischen Politik beruhe nunmehr das Schicksal des englischen Volkes.
„Sunday Expreß" (Beaverbrook-Blatt) führt u. a. aus, Großbritannien gegenüber habe Hitler eine wirksame Antwort auf die letzte Rede Duff Eoopers gegeben. Auch die Antwort auf Edens Fragebogen bezüglich feiner friedlichen Absichten, insbesondere an den Ostgrenzen Deutschlands, fei damit gegeben.
Mien:„Ein Dienst am Frieden"
Reich und Oesterreich Haden ihre Entente befiehlt heißt es in dreispaltiger Ueberschrift im , M a t i n". Das „Journal" hebt in Schlagzeilen hervor: „Die österreichisch-deutsche Uebereinftimmung ist endgültig verwirklicht worden."
Alle großen Zeitungen beschäftigen sich auch in ausführlichen eigenen Stellungnahmen mit diesem Ereignis. Die Außenpolitikerin des ,£) e u d r e' bezeichnet als Standpunkt der großen Kanzleien, daß man sich sehr wohl die Tragweite des deutsch-österreichischen Abkommens klar mache.
Dieser Schritt sei allen anderen vorzuziehen, die man sich sonst hätte denken können.
Diese Art „deutsch-österreichische Allianz", die fick unter sehr ruhigem Aussehen darstelle, sei ziemlich wohlwollend in Europa ausgenommen worden, aber, meint das Blatt, als das „kleinere liebel , eine Auffassung die es dann mit seinen bekannten Kombinationen zu begründen sucht.
Der „Matin" glaubt, daß man in dem zwischen Berlin und Wien geschlossenen Abkommen deutlich den Einfluß Italiens spüre, daß seine Aktion an die Deutschlands zu knüpfen scheine. Im außenpolitischen Leitartikel des „Matin" wird u. a. hervorgehoben, daß
der deutsch-österreichische Vertrag ein diplomatisches Ereignis von allergrößter Bedeutung darsielle. >
Schließlich habe die Wilhelmstraße Europa auch eine Demonstration ihrer aufbauenden Politik geben wollen. Könne man sich dann wundern, daß, während man in Genf fruchtlos diskutiere, andere, die das Vergebliche der Diskussionen erkannt hatten, handelten?
Das „Journal" verweist besonders auf die Stelle der deutsch-österreichischen Vereinbarung, wonach das Reich die gebietsmäßige und politische Unabhängigkeit Oesterreichs anerkennt. Es legt dies so aus, daß Deutschland auf diese Weise die Wirkung der französischen Initiative, wieder mit Rom nach Regelung der abessinischen Angelegenheit und mit Wien enger zusammenzuarbeiten, „durchkreuzt h°Der „Petit Parisi en" nennt als Ursache dieser Entwicklung einmal den Zusa mm enbruch
Rom, 12. Juli. (DRB.) Die Nachrichten von der deutsch-österreichischen V e r st ä n d i - g u n g finden in den römischen Blättern schon heute eine Aufnahme, wie man sie in der italienischen Presse nur aus Anlaß der ganz großen Ereignisse kennt. In eigenen Kommentaren wird das Ereignis bereits von allen römischen Morgenzeitungen als „ein Dienst am F r i e - d e n" (Meffaggero) oder „europäische Klärungen" (Voce d'Jtalia) und ähnlich gewürdigt. Die Schlagzeilen der ganzseitigen Ueberschriften heben u. ä. als unmittelbaren Eindruck hervor: „Deutsch-österreichische Verständigung, die zur Befriedung Europas und zur Ordnung der Donauprobleme beitrögt" (Meffaggero). „Ein bemerkenswerter Schritt vorwärts auf dem Weae des europäischen Wiederaufbaues" (Popolo di Roma). Das Kernstück der Ausführungen der römischen Presse bildet der Telegrammwechsel zwischen Mussolini und Schuschnigg, den „Voce d'Jtalia" unter dem aus dem Antworttelegramm
brechuna 135 (132,25), Waldhof aber nur knapp gehalten mit 153,75 (154). Schiffahrtsaktien forme AG. für Verkehrswesen lagen gut behauptet, ebenso Cement Heidelberg und Kunstseide AKU. Westdeutsche Kaufhof zunächst unv. 46, dann bei lebhafterer Nachfrage 46,50. Bankaktien lagen etwas schwächer, Reichsbank 195,25 (196), Braubank 142,50 (143).
Am Rentenmarkt setzten Altbesitzanleihe 15 Pf. höher ein mit 112,65, im übrigen war der Markt noch unentwickelt. Von Auslandrenten waren 4,50 v. H. Irrigations-Mexikaner beachtet bei 9,60 (9,40), Anatolier I und II unv. 43,25.
Im Verlaufe blieb das Geschäft sehr ruhig, die Kurse am Aktienmarkt erfuhren nur geringe Veränderungen. Etwas Angebot bestand in Schifffahrtswerten, Havag 14 nach 14,75, Nordd. Lloyd 15 nach 15,40. Montanwerte blieben auf der nach den ersten Kursen eingetretenen leichten Erhöhung voll behauptet, Scheideanstalt lagen erneut fest mit 277 nach anfangs unv. 275. Die später notierten Werte lagen etwas uneinheitlich. Von Auslandswerten fliegen Chade A bis C auf 410 (398), auch Schweiz. Bundesbahn-Anleihen etwa 3 bis 4 v. H. höher.
Renten weiter ruhig. Kommunal-Umschuldung 88,05, späte Schuldbuchforderungen 98. Zertif. Dollar-Bonds lagen mit 67,25 bis 67,50 eine Nuance leichter. Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligatio- nen lagen unverändert, Liquidationspfandbriefe überwiegend 0,13 niedriger. Von Stadtanleiben Heidelberger 91 (91,50), Hanauer 90,65 (91), dagegen Darmstadt von 1926 92,50 (92). Auslandrenten lagen ruhig.
Der Freiverkehr lag nahezu unverändert; der Markt schloß die Woche mit folgenden Kursen: Adlerwerke 109, Pokorny 105, Frankfurter Handelsbank 44,50, Ufa-Aktien 66, Auto-Union 124,50, Wayß & Freytag 117, Growag 84,50, NSU. 142,50, VDM. 140, Kali Wintershall 126,50, Rastatter Waggon 12. — Tagesgeld etwas gefragt und 2,75 (2,50) erhöht.
Frankfurter Schtachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 13. Juli. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 327 Rinder (47 Ochsen, 57 Bullen, 162 Kühe, 61 Färsen), 508 Kälber, 37 Schafe, 3960 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 41 bis 45 Mark, Bullen 39 bis 43, Kühe 25 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 40 bis 44, Kälber 40 bis 48, Hümmel 46 bis 48, Schweine 50 bis 57 Mark. — Marktverlauf: Rinder und Schweine zugettilt.
* Das Abkommen der Rheinisch- Westfälischen Hüllen mit de rn Erzbergbau im Lahn • Dillgebiet verlängert. Mit den westfälischen Hütten hat der Eisenerzbergbau an der Lahn, Dill und in Ober» Hessen sein Abkommen um ein Jahr bis zum 1 Jun: 1937 verlängert. Die Gesamtabnahme der westfälischen Hütten wurde, wie der Fwd. erfährt, auf 650 000 Tonnen gegen bisher 445 000 Tonnen erhöht. Damit ist für den Eisenerzbergbau im Lahn- Dillgebiet eine leichte Förderungs- und Absatzsteigerung zu erwarten.
* Vernichtungsverbol und B esta n o- melbungen für Altgummi und Gummiabfälle. Die Ueberwachungsstelle für Kautschuk und Asbest hat im Deutschen Reichsanzeiger Nr. 159 vom 11. Juli eine Anordnung über die Bewirtschaftung von Altgummi und Gummiabfällen veröffentlicht. Die Anordnung verbietet allgemein die Vernichtung von Altgummi und Gummiabfällen und bestimmt, daß Altgummi und Gummiabfälle pfleglich behandelt werden müffen. Sie enthält u.a. Bestimmungen über den Einkauf und die Verwendung von Altgummi und Gummiabfällen und verpflichtet Unternehmungen und Personen, deren Bestände in Altgummi und Gummiabfällen 500 kg überschreiten, oder die in einem Monat mehr als 500 kg Altgummi und Gummiabfälle verarbeiten, zu monatlichen Meldungen der Bestände und der von ihnen verarbeiteten Mengen.
Mein-Mainische Börse.
Wetter fest.
Frankfurt a. M., 11. Juli. Auch an der Wochenschlußbörfe setzten sich am Aktienmarkt weitere leichte Befestigungen durch, indes war die Umsatztätigkeit sehr klein, da nur wenige Aufträge eingetroffen waren. Die Kulisse übte etwas Zurückhaltung, teilweise nahm sie kleine Glattstellungen vor. Im Durchschnitt ergaben sich Besserungen von 0,25 bis 0,50 v. H. Erhöhtes Interesse erhielt sich für Montanwerte, lebhafter waren wieder Verein. Stahlwerke, Buderus Eisen und Mannesmann. IG.-Farben wurden vernachlässigt und gaben 0,40 vom Hundert nach,Scheideanstalt behauptet, Deutsche Erdöl 0,75 v.H. höher. Der Elektromarkt lag weiterhin sehr still und brachte zumeist unveränderte Kurse, vorerst tarnen nur Betula und Lechwerke mit je plus 0,40 v. B. und Schuckert mit unv. 164 zur Notiz. Maschinen- und Motorenwerte bei kleinen Umsätzen 0,25 bis 0,50 v. H. erhöht. Zellstoffaktien im Verlaufe fest, Aschaffenburger 116 bis 117 (115,75), Feldmühle nach eintägiger Notizunter
zuwiderläuft." i
„Popolo bi Roma" spricht von dem Er- ] löschen einer der gefährlichsten Vulkane in Europa. Die Tatsache, daß mit dem Abkommen einer der ( schlimmsten Störungsfaktoren des europäischen Gleichgewichts und eine der größten Gefahren des Friedens aus dem Wege geräumt wird, werde von । Italien mit Genugtuung begrüßt.
Wenn in einigen europäischen Kreisen noch Zweifel und Befürchtungen über die Absichten Deutschlands betreffend Oesterreich bestehen konnten, erklärt „Meffaggero", so seien sie jetzt mit der An- erfenung der Souveränität Oesterreichs zerstreut.
Das deutsch-österreichische Abkommen bestätige in vollem Umfange die von Wussotini einge- leitete Politik für Gewährleistung des Stiebens und Schaffung eines festen Gleichgewichts in Witteleuropa als ersten Schritt zum wirtschaftlichen Wiederaufbau.
Die österreichische Frage fei, wie das von Italien immer betont wurde, mehr wirtschaftlicher als politischer Natur. Politisch könne Oesterreich in der gegenwärtigen Lage nichts anderes tun, als feine Unabhängigkeit zu festigen, ohne großartige und verfrühte Losungen zu suchen. Das Blatt hoftt, daß „nicht nur das italienische Volk, sondern alle Staaten Europas dieses Abkommen begrüßen, das den politischen Horizont aufhellt und zur Sache des Friedens und der allgemeinen politischen, wirtschaftlichen und moralischen Zusammenarbeit einen entscheidenden Beitrag leistet".
Die norditalienische Presse würdigt ebenfalls in spaltenlange Kommentaren die geschichtliche Bedeutung des Abkommens, wobei die Anerkennung der Unabhängigkeit Oesterreichs im Vordergründe steht. Der Mailänder „Karriere della Sera" schreibt, der Vertrag sei von ungeheurer Bedeutung für die Geschichte der beiden deutschen Staaten und auch Europas. Mit Befriedigung wird in allen norditalienischen Blättern fest- gestellt, daß die römischen Protokolle unversehrt in Kraft bleiben und durch den neuen Vertrag die weitesten Entwicklungsmöglichkeiten bieten.
Sowohl Oesterreich als auch Deulfchland hätten bei den Verhandlungen den Beweis erbracht, daß sie guten Willens seien, ein gegenseitiges Einverehmen zu erzielen und der Sache des europäischen Friedens zu dienen.
Der „Popolo di Roma" hebt hervor, daß Italien mit lebhafter Zustimmung die Bemühungen verfolgt habe, die unnormalen und gefährlichen Zustände zu beseitigen, die die Ursachen der Störungen und Verwirrungen zwischen Italien und Deutschland gewesen seien.
Paris:
Ein diplomatisches Ereignis von allergrößter Bedeutung.
Paris, 12. Juli. (DNB.) Die Pariser Blätter ; vom Sonntagmorgen stehen ganz im Zeichen der - Normalisierung der deutsch-österreichischen Bezie- . Hungen. In groß aufgemachten Schlagzeilen bringen die Mütter die Meldung und zugleich im allgemein : nen ihre Zustimmung zu der Vereinbarung ; zum Ausdruck. „Sensationeller Tag in Wien", über» i schreibt der „E x c e l s i o r" feine Aufgabe. „Das
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v.H.____________________________
Frankfurt a. Ul.
^Berlin
Frankfurt a.M.
Berlin
Frankfurt a. Ul.
29erlm
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. W.
Schluß« kvrs
Gchlußk. Abendbörse
Schluß- furs
Schlußk. Mittagbörse
Schlußkurs
Schlußk. Abendbörse
Schlußkurs
Schluß». Mittag- börie
Schlußkurs
Schlupt. Abendbörse
Schluß- kurs
Schlußk. Mittag- börse
10.3UÜ
11 3uii
Amtliche Notierung
Geld | Brief
Amtliche Notierung
Geld | Briet
Datum
10.7
11.7
10.7.
11.7.
Dalum
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Datum
10.7
11.7.
10-7.
11-7-
duenoo Ulm Brüssel .... Rio de Jan. Sosia.....
Kopenhagen Danzig ....
Loudon.... HelstngforS. Paris .....
Holland ... Italien..... Japan.....
Jugoslawien OSlo..... :
Wien......
Lissabon... Stockholm..
Schweiz ... Spanien...
Prag......
Budapest .. Reuyork ...
0,672 41,95 0,141 3,047
55,56 46,80
12,445
5,485 16,445 168,99
19,53 0,726
5,654 62,54
48,95
11,305 64,16 81,21
34,03 10,305
2,480
0,676
42,03
0,143
3,053
55,68
46,90
12,475
5,495
16,485
169,33
19,57
0,728
5,666
62,66
49,05
11,325
64,28
81,37
34,09
10,325
2,484
Banknoten
0,675 41,93 0,142 3,047 55,72 46,80 12,48 5,499
16,415 169,08
19,53 0,727
5,654 62,72 48,95
11,34 64,34 81,16 33,99
10,285
2,482
0,679 42,01
0,144 3,053 55,84 46,90 12,51
5,511
16,455 169,42
19,57 0,729 5,666 62,84
49,05 11,36
64,46 81,32
34,05 10,305
2,486
5% Deutsche Reichsanlethe o. 1927
4% Deutsche Reichscml. von.1934 5%% Doung-Anlethe von 1930 ..
Deutsche Anl.-Ablös^Schuld mii
Auslos.-Rechten ............
414% Deutsche Reichspostfchatzan Weisungen von 1934, 1.......
4%% ehem. 8% Hessischer Bolls- staat 1929 lriukzahlb. 102%) ...
4¥i% ehem. 8% Hessische Landes banl Darmstcwt Gold 81.12...
6%% ehem. 4y,% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstadtLiau.
4%% ehem. 8% Darmst. Komm
Lanvesb.Goldschuldverschr. 8t. 6
Lberhesjen Provinz-Anleihe mti Auslos^Rechten ............
Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten 4’/»% ehem^% Franks. Hyp^Banl
Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 5%% ehem. 4'/z% Franks. Hyp.
Bank-Liqu^Pfandbriese......
6Yi% ehem. 4%% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe. ...
4*/,% ehem. 8% Pr. Landespfank briefanstalt, Pfandbrtese R. 19
4%% ehem. 7% Pr. Landespfand
briefanst., Gold Komm. £bl. 20 Steue rgutsch.Berrechnungsk. 34-38
4% Oesterretchtsche Goldrente...
4,20% Lesterreichtsche Silberrente 4% Ungarische Goldrente .......
4% Ungarische Staatsrenle v. 1910
4%% desgl. von 1913..........
5% abgeft. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe
Seite ......................
101,13
97,4
102
112,5
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97
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123
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97
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9
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14,13
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100,1
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100,1
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95
109,5
2,4
8,8
8,35
8,6
14,3
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4^r°»Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .
2*4% Anatolier ..............
Hamburg-Amerlla-Paket .....0
Hamburg->s»dam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd .........o
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
Berliner Handelsgesellschaft ... 6
Commerz- und Privat-Bank ... 4 Deutsche Bank und Disconw-
Gejellschaft................4
Dresdner Bank..............4
Reichsbank ................ 1-
A.E.G...................... 0
Betula.....................8
Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6
Licht und Kraft .............7
Felten & Guilleaume......... 4
Gesellsch.s.Elektr.Unternehmung. 6
Rheinische Elektrizität ........ 6
Rhein. Wests. Elektr.......... 6
Schuckert L Co............... 6
Siemens L Halske............ 8
Lahmeyer L Co.............. 7
Buderus ...................
Deutsche Erdöl ..............*
Harpener................. 2/i
Hoesch Eilen—Köln-Neuessen .. 3
Ilse Bergbau ............... 6
Ilse Bergbau Genüsse........<
Klöcknerwerke .......... -
Mannesmann-Rühren........L
6,7
10,3
5,5
14,65
15,4
117,25
119,9
95,25
96,75
97
196
37,25
156
134
160
134,25
143,5
131,5
136,25
164
202
141,5
110,5
128,25
132
118,25
134,75
114,75
109,5
6,6 10,13
5,55 43,25
14
15 117,5
95,4
97
97,5 195,25
37,13 156,4
133,75
159,5
134 143,75
130,5 136,5 164,5 201,5 142,5
113,5 129,5
132,25
119
134,75 115,25
110
6,75
10,2
5,5
43,5
14,25
43
15,5
116,5 120,5
95,25
96,75
97
195,5
37 156,13 133,75
160
134,25
143 130,5 136,25 163,75
202,5 141,25
110 127,25 131,75
118,5
134,75 114,25 109,25
6,55 10
5,5 43,13
14,25 44,25 15,25
117 122
95,4
97
97,5 195,5
37,13
156,13 132 160 135 144
130,5 136,75 164,75 202,25 142,65
113
129,4 133,75 118,75
174
135,25 115,75
110,4
Mansselder Bergbau....... %Vi
Kokswerke..................6
Rheinische Braunkohlen .....12
Rheinstahl.................. 4
Bereinigte Stahlwerke......
Ötavi Minen ...............0
Kaliwerke Aschersleben........5
Kaliwerke Westeregeln........5
Kaliwerke Salzdetfurth..... 7y,
I. G. Farben-Jndustrie.......7
Scheideanstalt...............9
Goldschmidt ................5
Rütgerswerke ............... 6
MetallgeieUschaft............. 5
Philipp Holz mann........... 4
Zementwerk Heidelberg ......7
Cementwerk Karlstadt......... 6
Schultheis Patzenhofer .......4
Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0
Bemberg...................6
Zellstoff Waldhof ............6
Zellstoff Aschaffenburg .......0
Dessauer Gas ........ 7
Daimler Motoren............0
Deutsche Linoleum...........8
Orenstein & Koppel ..........0
Westdeutsche Kaufhof.........0
Chade...................... l
Accumulatoren-Fabrü....... 12
Conti-Gummt.............. 11
Gritzner............. 0
Mainkrastwerke Höchst a.M.... A
Süddeutscher Zucker........10
141,25
148 106,13 28,13 125,75
125
168
275
112
129 137,5
124,25
143,5
150
52,65
154 115,75
122,25 192,5
46
398
215,5
191
1 32,25
95
I 228
141,25
148
107,65 28,13
126,25 126,25 180,75
167,5
277
111
130 138,25
124,5
143,5
150
52,75 85,25
155,5 118,5
122,25
191
46
410 213,25
190
I 32,25
95 | 228
141,5
130,5
148
105,4
28,4 125,75 125,13
180
167,75
112 129,13
124,65
109,25
52,75
84,5
154
115,75
121
122
191,5
81,75
46,13
400
216
190,5
I -
I 229
141,25 130,75
148
107,25
28,25
126,75 127 182
167,75
111,25 129,25
137,75
z
110
53,13
85,25
155,5
118,75
121,75
122,9
191,25
82,5 46
410
212,5
189,5
32,5
Äerlin,11 .Juli | Geld
Dries
Amertkanuche Roten..............
Belgische Roten..................
Dänische Noten .................
Englische Noten .................
französische Noten...............
Holländische Noten...............
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten ...............
Schwedische Noten...............
Schweizer Noten.................
Spanische Noten.................
Ungarische Note»................
2,434 41,80
55,52 12,445 16,365 168,66
62,50
64,12
80,98
33,65
2,454
41,96
55,74
12,485
16,425
169,34
62,76
64,39
81,30
33,79
Links: ?
„Mos waren; ^schließlich bei Hießen ganz i Hannen bes ®' Wnnichaftsniel) Mel gewinne pouten Sieger.
Petzes her nei ■alten zu stell, öor Dillenburg Bußen, Mslc Wabenbach am iiie Marburger: fiepen, umrahmt miberen bewald ningünstig. Gev l^dge mehrere i rrn Der Fü! IHerstarbeitssül iiiä)en Geschehe ninb Behörben Lronntagnachmn lioie flampfbaljn. tondes oerfäönti t.W, Die Wei, i'öMibrek des Kunde der Heid
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