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deren Volkes, so ist eine Verständigung über ge­meinsame Aufgaben, ja eine Völkergemeinschaft sehr wohl möglich. Denndie europäischen Völker stellen nun einmal eine Familie auf dieser Welt dar!" Sie sind auch nicht nur siedlungsmäßig ver­bunden, auch nicht nur wirtschaftlich auf einander angewiesen, und kulturell nicht auseinander zu denken, sondern sind, wie der Führer auch aus­führte:miteinander verwandt, verschwistert und verschwägert"! Das ist ein großes, ein tiefes, ein ergreifendes Wort. Und es deckt Hintergründe und Untergründe auf, die, einmal von allen europä­ischen Völkern erkannt, zur Völkergemeinschaft Eu­ropas führen werden.

Wie nun, um diesen geschichtlichen Abriß über die europäische Dölkerfamilie zu beschließen, diese Völkergemeinschaft einstmals aussehen wird, das müssen und können wir der Entwicklung überlassen. Immer wieder wird auf das durch Bruderkriege zer­fleischte Deutschland der früheren Jahrhunderte hin­gewiesen. Und gern wird gesagt, daß, wie eine deutsche Volksgemeinschaft aus diesem zerrissenen Deutschland entstanden ist, einst auch eine euro­päische Völkergemeinschaft erstehen kann. Lernen wir dabei wiederum aus der Geschichte: Auch die deutsche Volksgemeinschaft wurde nicht auf parlamentarisch - demokratischem Wege geschaffen, wie er den deutschen Patrioten von 1848, di? sicher das Beste wollten, vorschwebte. Erst als die deut­schen Stämme und Länder, die deutschen Menschen den Weg der Ehre und der Selbstbesinnung be­traten, wurde ein Zweites und dann ein Drittes Reich Wirklichkeit. Nicht Parlamente, nicht demo­kratische Lehren, nicht menschheitstrunkene Träume­reien machen Geschichte, sondern nur Männer machen Geschichte. Möchten dem zusammen­brechenden Europa solche Männer recht zahlreich und recht bald von der Vorsehung beschießen sein!

Kleine politische Nachrichten.

Nachdem vor kurzem in zehn Ortschaften des Kreises Kempen die Tätigkeit derDeuts ch e n Vereinigung" wegen angeblicher Verstöße gegen das Vereinsgesetz verboten worden war, sind diese Organisationen der deutschen Volksgruppe nun durch die polnischen Behörden a u f g e l ö st worden. Ebenso wurden im Kreise Ostrowo vier Organisationen derDeutschen Vereinigung" behördlicherseits a u f g e l ö st.

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In Griechenland ist als Protest gegen die blutigen Vorkommnisse bei dem kommunistischen Streik in Saloniki der Generalstreik für 24 Stunden verkündet worden. Die Regierung hat alle Maßnahmen ergriffen, um die Belieferung der Be­völkerung mit Brot und Licht sowie die Aufrecht­erhaltung des Verkehrs sicherzustellen.

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Der britische Kommissar von Palästina hat an die arabische Bevölkerung eine Warnung gerich­tet, daß die Regierung alle Ausschreitungen unter­drücken und die Schuldigen bestrafen werde. Die aus Aegypten eingetroffenen Tanks und Panzer­wagen hätten die Aufgabe, Angriffe auf das pri­vate Eigentum zu verhindern. Der oberste Rat der

Araber von Palästina wird sich Mittwoch nach Haifa begeben, obwohl der hohe Kommissar ihm ausdrücklich den Rat gab, davon Abstand zu nehmen.

Aus aller Welt.

LZHindenburg" zur ersten Landung in Frankfurt erwartet.

LZHindenburg" hatte am Dienstag um 15 Uhr Neuyorker Zeit (21 Uhr MEZ) mehr als ein Viertel der Rückflugstrecke zurückgelegt. Das Luft­schiff befand sich etwa 125 Meilen südöstlich von Cap Race (Neufundland). Das Luftschiff wird nach seiner Rückkehr am Mittwochabend oder Donnerstagfrüh zum ersten Male auf dem neuen Flug- und Luft­schiffhafen Rhein-Main bet Frankfurt landen. Wie die Passageabteilung der Deutschen Zeppelin- Reederei Frankfurt mitteilt, wird das Luftschiff Hindenburg" am Samstag, 16. Mai, von Frank­furt aus zu seiner zweiten Nordamerika­fahrt starten, für die bereits fast alle Plätze be­setzt sind. Auch für die späteren Ueberseereisen der beiden Luftschiffe hat eine überaus rege Nachfrage eingesetzt ein Beweis für die ständig steigende Beliebtheit der Zeppelin-Reisen.

Das nach Südamerika fahrende LuftschiffGraf Zeppelin" stand am Dienstag 18 Uhr MEZ etwa 150 Kilometer südwestlich von Cap San Vincent in Südwestportugal.

Das Berliner Baugrubenunglück vor Gericht.

Im Berliner Bauunglücks-Prozeß brachte die Verteidigung des Bauleiters N o t h einen Beweis­antrag ein, der allgemein größte Ueberraschung her­vorrief und von erheblicher Bedeutung für die Schuldfrage sein kann. Danach soll ein Fuhrunter­nehmer aus Neukölln in der Lage sein, wichtige Bekundungen über unerlaubte Kiesge­schäfte des beim Einsturz ums Leben gekom­menen Schachtmeisters Dümcke zu machen. Dümcke soll zunächst 5 Mark und später bis 10 Mark für den Kubikmeter Kies verlangt und diese verbotene Geschäfte auch mit anderen Fuhrleuten wochenlang fortgesetzt haben, so daß mehrere tausend Kubik­meter Kies heimlich aus der Baugrube entfernt worden seien. Die Stelle, an Der der Kies herausgeholt worden sein soll, soll nach dem Beweisantrag mit losem Sand aufgeschüttet worden sein.

Im weiteren Verlauf entbrannte ein vom Vertei­diger Hoffmann entfesselter Kampf um die Glaubwürdigkeit des Hauptbelastungs - Zeugen P a u e r s. Der Verteidiger erklärte, die Arbeits­kameraden dieses Zeugen machten sich lustig dar­über, daß er an einem Stock in den Gerichts­saal gehumpelt komme, während er zur Baustelle immer mit dem Rade fahre. Der Zeuge mußte zu­geben, daß er vor kurzem noch Rad gefahren sei. Auch sonst suchte man ihm Widersprüche nachzu­weisen. Die Frage der Verteidigung ob er vom Schachtmeister Dümcke oder für Kiesverkäufe Geld bezogen habe, verneinte P a u e r s entschieden. Von den in Beweisanträgen der Verteidigung er­

wähnten illegalen Kiesgeschäften erfahre er erst jetzt. Dazu erklärte N o t h, daß der Fuhrunternehmer G. den Auftrag hatte, den Schachtaushub zur freien Verwendung abzufahren. Es könne unter diesen Umständen den Zeugen Pauers nicht im mindesten belasten, wenn er sich vom Fuhrunternehmer G. eine Fuhre Kies für sein Siedlungshaus habe an­fahren lassen. Pauers verwahrte sich entschieden gegen die Versuche der Verteidigung, die Glaub­würdigkeit seiner Aussagen in Zweifel zu ziehen.

Aufregender Vorfall im Kopenhagener Hafen.

Im Kopenhagener Hafengebiet beobachteten Fuß­gänger eine mit großer Geschwindigkeit fahrende Kraftdroschke, aus der Hilferufe einer Frau klangen. Plötzlich änderte der Wagen den Kurs und raste über ein Bollwerk in das Hafenbecken. Die außer dem Fahrer in der Droschke befindliche Frau versuchte unter ständigen Hilferufen, eine Scheibe des Wagenfensters einzu­schlagen. Ehe ihr das jedoch gelang, versank der Wage n. In der Kraftdroschke, die nach einiger Zeit geborgen werden konnte, fand man nur d i e Leiche des Fahrers. Die Leiche der Frau konnte e r ft später im Hafenbecken gefunden werden. Die polizeiliche Untersuchung ergab, daß es sich um ein Ehepaar handelte, das seit einiger Zeit getrennt voneinander gelebt hatte. Der Mann, der sehr eifersüchtig gewesen sein soll, hatte bereits zweimal Selbstmordversuche unternommen, und wiederholt Drohungen gegen­über seiner Frau geäußert.

Hinrichtung eines Mörders in Manchester. Kundgebungen vor dem Gefängnis.

In Manchester wurde der wegen Ermordung einer Frau zum Tode verurteilte praktische Arzt Dr Ruxton durch den Strang hingerichtet. Auch diesmal kam es vor dem Gefängnis zu gro­ßen Kundgebungen, deren Urheberin die englische Multimillionärin van der El st war, die sich keine Gelegenheit entgehen läßt, um gegen die Todesstrafe zu protestieren. Frau van der Elst wurde jedoch von einem großen Teil der Demon­stranten niedergeschrien, da es sich um einen Mord­fall handelt, der im Hinblick auf die bestialische Art seiner Durchführung in der ganzen englischen Oeffentlichkeit außerordentlichen Abscheu hervorge­rufen hat. Die Multmillionärin geriet zeitweise in eine so große Bedrängnis, daß die Polizei zum Gummiknüppel greifen mußte. Sie wurde schließlich in ihrem eigenen Kraftwagen abgeführt.

Schreckensfahrt im brennenden Auto.

In der Nähe von Erndtebrück (Sieg) wurde an einer unübersichtlichen Bahnüberführung der Bahn­strecke KreuztalMarburg ein mit fünf Personen besetzter Kraftwagen von einem Güterzug erfaßt. Der Benzinbehälter fing sofort Feuer. Der brennende Wagen wurde durch die Lokomotive etwa 100 Meter weitergeschoben. Die Insassen erlebten furchtbare Augenblicke. Der Autoführer wurde aus Dem Wagen geschleudert, die übrigen Insassen blie­ben in dem brennenden Wagen, bis dieser und der Zug zum Halten kamen. Durch das schnelle Zugrei­fen des Zugpersonals wurden die vier Personen aus dem brennenden Fahrzeug geratet. Alle hatten Ver­

letzungen erlitten und mußten ins Krankenhaus ge­bracht werden.

Betrunkener Autofahrer. Zwei Todesopfer.

In Pforzheim fuhr ein gewisser Hermann Duff- ner in stark angetrunkenem Zustande mit feinem Personenkraftwagen im Zickzack, wobei er den Kraftfahrer Alfred Süß anfuhr. Der 19jahnge Süß und sein Beifahrer, der gleichaltrige Kurt Seyfried, wurden vom Rad geschleudert und schwerverletzt. Im Krankenhaus st a r b e n beide bald nach der Einlieferung. Duffner hielt nach dem Zusammenstoß kurz an, fuhr aber dann weiter, ohne sich um die Verletzten zu kümmern. Er wurde samt seinem Beifahrer feftgenommen und in das Bezirksgefängnis gebracht.

38 Todesopfer der Hlaffenvergiffung in Hamamatsu.

Die Zahl der Todesopfer unter den nach dem Genuß von vergifteten Kuchen erkrankten Per­sonen in Hamamatsu (Japan) ist auf 38 gestiegen. Man befürchtet ein weiteres Ansteigen der Zahl der Opfer. Die Untersuchung hat noch keine Aufklärung ergeben. Die Polizei nimmt an, daß es sich um einen verbrecherischen Anschlag handelt.

Hinrichtung eines Raubmörders in Koblenz.

In Koblenz ist der 1909 geborene Arthur Sei­bert aus Bad Kreuznach h i n g e r i ch t e t worden. Seibert hatte am 6. Juli 1935 die Ehefrau Elife Brandenburger in ihrer Wohnung in Bad Kreuznach ermordet und aus der Wohnung Kleidungsstücke und Wertgegenstände geraubt.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Deutschland liegt noch immer im Bereich einer feuchten Luftmasse, die vor allem in Mittel- und Ostdeutschland Anlaß zu verbreiteten Regenfällen gibt. Im Westen und Süden des Reiches treten da­gegen nur vereinzelte Regenfälle auf, die teilweise aber gewitterhaften Charakter zeigen. Auch für Die Folge ist eine wesentliche AenDerung Der zur Zeit bestehenDen Witterungsverhältnisse nicht zu er­warten.

Aussichten für Donnerstag: Zeitwei- lig aufheiternd und Neigung zu vereinzelten, teil­weise gewittrigen Niederschlägen, mäßig warm, doch etwas schwül, veränderliche Winde.

Aussichten für Freitag: Im wesentlichen Fortdauer des bestehenden Witterungscharakters.

Hauptfchriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange.

Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumfchein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwort­lich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IV. 36: 10 000. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch-und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

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Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

AWMV

Am 12. Mai vormittags 2 Uhr verschied nach kurzem, in grober Geduld getragenem Leiden unser guter Vater, Großvater, Urgrobvater, Schwager und Onkel

Johannes Volk I.

Stellwerksmeister i. R.

im 81. Lebensjahr.

In tiefer Trauer:

Die Kinder nebst allen Angehörigen.

311b

gern Ihren Besuch.

3122 A

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Die Beerdigung findet Donnerstag, den 14. Mai, nachmittags 3 Uhr statt

02182

Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Heimgang unserer lieben Entschlafenen, sowie der Krankenschwester Marie für die liebevolle Pflege und . für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrassistenten Metzler sagen wir herzlichen Dank.

Familie Philipp Hartmann und Angehörige.

Daubringen, den 13. Mai 1936.

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Gießen, den 12. Mai 1936.

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Frau Anna Horst, L. am Rhein, Klrchstr. 2, berichtet am 25. 6. 1935 wie folgt:

Vor einiger Zeit erkrankte ich an schwerer Herz- und Nervenschwäche und schluckte allerlei Giftmit^l, bis mtr Ihr guter Melissengeist wieder etnfiel. Nachdem ich außer Bett war, nahm ich die ersten acht Tage, wie Vorschrift besagt, dreimal täglich, dann morgens und abends, und seit 14 Tagen nur abends.

Das Mittel hat großartig geholfen, mein Herz und meine Nerven baden sich erholt, die Schlaflosigkeit ist behoben, und ich kann wieder essen. Daß der gute Geist dem Magen sehr zuträglich ist, beweist die Tatsache, daß ich ehe ich den Geist anwandte, einen aufgedunsenen Magen hatte und stets einen Knäuel aus der Brust fühlte. Nun fühle ich mich frank und frei."

Wie die medizinische Wissenschaft seftgestellt hat, treten besonders seit dem Kriege Erkrankungen des sogenannten Gefäßshstems einschließlich Herzkrank­heiten viel häufiger auf, und die mebften Todesfälle sind auf diese Krank­heiten zurückzuführen. Es ist deshalb gut, durch rechtzeitige Vorbeugung diesen Beschwerden zu begegnen. Klostersrau-Melissengeist mit seiner krampf­lösenden, herzberuhigenden und regulierenden Wirkung foHte deshalb von ledern, der zu solchen gesundheitlichen Störungen veranlagt ist, von Zeit zu Zeit gebraucht werben.

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