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wohl gegenüber den größeren Gesichtspunkten der Schaffung neuer guter Fernverbindungen nicht von primärer Bedeutung sein.

Weiter zieht der Verfasser der Denkschrift auch den alten, bisher noch nicht erfüllten Wunsch der Verkehrsinteressenten nach einer abkürzenden Ver­bindung von Gießen über Alsfeld und Fulda mit auten Zugübergängen aus Rheinland und West­falen nach Thüringen, Mitteldeutschland, Sachsen und Berlin in den Kreis seiner Betrachtungen. Zur Erfüllung dieses alten Wunsches schlägt er die Ein­richtung eines leichten Eilzuges, im Anschluß an die Verbindung von Siegen her, von Gießen nach Fulda mit entsprechenden Anschlüssen nach Mittel- deutichland und Berlin, aber auch nach Nord­deutschland vor; in der umgekehrten Richtung von Fulda nach Gießen empfiehlt er die Einrichtung von Ke-Zug- oder Te-Triebwagenleistungen. Ferner enthält die Denkschrift auch beachtenswerte Vor­schläge zur Verbesserung der Anschlüsse, in Verfolg der Neuregelung vom Industriegebiet her, über Frankfurt a. M. hinaus in Richtung Würzburg NürnbergMünchen.

Die Vorschläge des Verfassers, die als eine Gene- ralbereimgung gedacht sind, zielen aber nicht ftiur auf die Schaffung besserer Verbindungen ab, son­dern sie sind in weiterer Zielsetzung auch aus eine Abkürzung der Reisezeiten mit entsprechenden wirt­schaftlichen Auswirkungen gerichtet. Beachtenswerte Hinweise dafür sind in der Denkschrift enthalten. Ferner wird darauf aufmerksam gemacht, daß ein derart grundlegender Plan zur Verbesserung der Verkehrserschließung eines umfangreichen Gebietes natürlich auch gewisse Schattenseiten für die bis- heriaen Anschlüsse der Haupt- und Nebenbahn­strecken enthält, jedoch wird in diesem Zusammen­hang betont, daß Verbesserungen im großen und allgemeinen gegenüber Nachteilen im einzelnen und fleinen der Vorrang gebührt und bei wesentlichen Störungen bestehender Verbindungen durch Zug- verlegungen nach Möglichkeit für Ersatz gesorgt werden müsse, damit die bestehenden Verkehrs­

beziehungen auf dem engeren lokalen Raume ge­wahrt bleiben.

Am Schlüsse der Denkschrift sagt der Verfasser u. a.:Die Darlegungen beschränken sich bewußt darauf, für die Strecken FrankfurtSiegenHagen und Köln zunächst nur eine Ausgestaltung der Ver­bindungen vorzuschlagen, die den bestehenden Fahr­plan sinngemäß ausvauen sollen, damit einerseits dem Verkehrsbedürfnis der größeren Orte der Strecken gedient, zum andern aber der Fernverkehr über die Strecken nach Möglichkeit belebt wird.." Mit einer grundlegenden Verbesserung der Verbin­dungen über Siegen in fahrplanmäßiger Beziehung müßte auch eine eingehende Nachprüfung der Tarife in allen in Frage kommenden Verkehrsbeziehungen Hand in Hand gehen."Die Darlegungen sind berufen, die Grundlage für eine allgemeine Erörte­rung damustellen, deren Ergebnisse sich, wie zu hoffen steht, durch vertrauensvolle und zielbewußte Zusammenarbeit der Beteiligten schließlich zu einer praktischen Lösung verdichten lassen, welche, zum Vorteil gleicherweise der Verkehrsnützer wie des Verkehrsträgers und der gesamten Volksgemein­schaft, dem Weg über Siegen einen ausreichenden Anteil an zeitgemäß schnellen Durchgangsverbin­dungen sichert."

Die Denkschrift ist bereits Gegenstand von Ver­handlungen zahlreicher berufener Stellen geworden. Die Vorschläge haben in weitgehendem Maße Be­fürwortung gefunden, sie haben aber auch an ande­rer Stelle nod) nicht den erhofften und verdienten Widerhall ausgelöst. Vom Standpunkt des öffent­lichen Verkehrsinteresses aus, insbesondere des ge­schäftlichen Reiseverkehrs, wäre es zu begrüßen, wenn diese Vorschläge zu der erstrebten Neugestal­tung und Verbesserung der Fahrpläne auf den be­sprochenen Reichsbahnstrecken führen und darüber hinaus noch günstige Auswirkungen auf den großen Fernverkehrs-Anschlußstrecken zur Folge haben würden, wobei natürlich die mehr lokal orientierten Verkehrsinteressen die gebotene berechtigte Berück­sichtigung finden müssen. B.

Spiele der Bezirksklasse am Sonntag.

Sinn Bissenberg . Frohnhausen Lollar Burg Wetzlar.

Trotzdem die ©inner gegen Bisserberg ersatzge­schwächt antreten müssen, sollten sie durchaus in der Lage sein, den Gästen einen spannenden Kampf zu liefern.

Nach der hohen Niederlage der Frohnhäuser am vergangenen Sonntag werden diese alles daran­setzen, um gegen Lollar die Punkte in Frohnhausen zu behalten.

Die stetige Formverbesserung der Burger gibt ihnen unter Berücksichtigung des Vorteils des eige­nen Platzes auch gegen Wetzlar die Aussicht, zum mindesten ein gleichwertiges Spiel zu liefern.

Spielvereinigung 1900 Sieben.

1900 Steinberg.

Die Blauweißen empfangen die Teutonen aus Steinberg zum Gesellschaftsspiel, um die eingetre­tene Pause zwischen den Verbandsspielen entspre­chend auszunutzen. Das Spiel ist insofern von In­teresse, da beide Mannschaften in den seitherigen Punktekämpsen verschiedenartig abgeschnitten haben. Steinberg ist in seiner Klasse Tabellenführer und es deutet alles daraufhin, daß auch mit dem Endsieg zu rechnen ist, wodurch die Teilnahme an den Auf­stiegspielen gesichert und damit vielleicht auch wie­der ein Aufrücken in die höhere Klasse möglich wäre. Anders dagegen die Blauweißen. Das Abschneiden ist bis jetzt nicht besonders erfreulich, und der der­zeitige Tabellenstand deutet auf etwas hin, was man vor Beginn der Spiele nicht erwartet hatte. Es wird allmählich Zeit, daß man dafür Maßnah­men trifft, um dem drohenden Gespenst des Ab­stiegs zu entgehen. Der neuerliche Versuch, den Sturm in der Besetzung Schellhaas, Ranft, Heil­mann, Lehrmund, Heuser antreten zu lassen, hat sich nach den Erfahrungen in Naunheim einigermaßen bewährt. Die Besetzung der Hintermannschaft mit Rahn, Zeiler und Lippert ist in Ordnung. Dafür bleibt allerdings die Frage nach der Läuferreihe um so offener. Am Sonntag soll der Versuch mit der Besetzung Herf, Erhard, Schmitz unternommen wer- i>en, so daß die Aufstellung wie folgt lauten würde:

Rahn, Zeiler, Lippert, Herf, Erhard, Schmitz, Schell­haas, Ranft, Heilmann, Lehrmund, Heuser (Hain).

FC.Teutonia" Watzenborn-Stein­berg witd das Spiel mit folgender Mannschafts­aufstellung bestreiten: Burger; Jung, Schmand; E. Burger, Schmand, Euler; Burg, Fischer, Haas, Buß, Fett.

Lokalkämpfe der heimischen Fußballjugenb.

1900 2. Jugend BfB.-R. 2. Jugend.

Die zweite Jugend der Spielvereinigung wird es nicht leicht haben, das Spiel gegen den Lokalgegner mit Erfolg zu beenden. Das Vorspiel wurde knapp verloren, jedoch hat sich die Ausstellung und Spiel- weise der Blauweißen doch so verändert, daß ein knapper Sieg erwartet wird. Die Grünweißen wer­den auch ihrerseits alles daran setzen, um zu siegen. Das Spiel findet vor dem Ligaspiel statt.

Dfv.-R. 4. Jugend 1900 4. Jugend.

Auf dem Waldsportplatz treffen sich die 4. Jugend- mannschaften der beiden Vereine. Die Jugend des VfB. konnte bisher gute Ergebnisse erzielen. Sie dürfte auch in diesem Kampfe ihren Mann stehen. Ein knapper Sieg liegt im Bereich der Möglichkeit. Die neuaufgestellte Mannschaft der Spielvereini­gung setzt sich aus Kräften zusammen, die aus den Schülermannschaften stammen.

Oie Kreisklaffen am Sonntag.

Sinn II Bissenberg II (Weber, Ehringshausen), Frohnhausen II Lollar II (Malkomes, Dillen­burg), Burg II Wetzlar II (Schwarz, Dillen­burg), Hungen Ruppertsburg (Kreiling, Gießen), Lich Garbenteich (Keller, Naunheim), Niedergir­mes Nauborn (Post, Wieseck) Albshausen' Ehringshausen (Rinn, Rodheim), Leun Stein­dorf (Kaletsch, Wetzlar), Holzhausen Oberbiel (Küster, Berghausen) Aßlar Burgsolms (Gut­mann, Atzbach) Sportfreunde Ulm (Bill, Naun­heim) Hermannstein-Philippstein (Böcher, Gießen), Heuchelheim II Steinberg II (Hofmann, Wieseck), Tv. 1846 II Muschenheim (Luh, Allendorf), Flensungen Londorf (Hillebrecht, Großen-Buseck), Rüddingshausen Wieseck (Körber, Alten-Buseck), Niedergirmes II Schmalbach (Rühl, Naunheim),

Sportfreunde II Sportverein M (Schneidmül. ler, Niedergirmes), Münchholzhausen Aßlar II (Schmidt, Steindorf), Sportfreunde III Bub- lingshaufen (Körner, Naunheim).

Fußballabteilung des Turnvereins Alten-Buseck.

Die 1. Mannschaft von Alten-Buseck empfängt am morgigen Sonntag die gleiche des Turnvereins Klein-Linden zum Freundschaftsspiel. Beide Mann­schaften gehören der 1. Kreisklajse an. Die Gäste, die in ihrer Gruppe mit Watzenborn-Steinberg an der Spitze liegen, stellen eine spielstarke Mannschaft

ins Feld. Die Einheimischen müssen sich deshall» sehr anstrengen, wenn sie ehrenvoll abscknewen wollen. Vorher stehen sich die Jugendmannschaften beider Vereine gegenüber.

Kurze <^>portiwtizen

D i e holländischenSchwalben" schlu­gen in einem in Brüssel ausgetragenen Fußball­kampf die belgische Auswahlmannschaft derRoten Teufel" mit 5:3 (3:1).

65 Frankfurter Lehrer erwarben im Rahmen eines Sportlehrganges im Frankfurter Sportfeld das SA.-Sportabzeichen.

Sieder Hochbetrieb im Handball.

6 6

Nach der vorsonntäglichenRuhe" ist morgen wieder allerlei los. Besonders die Mannschaften der oberen Klassen sind fast ohne Ausnahme alle im Rennen. Einzig die 2. Kreisklasse setzt auch dies­mal wieder aus, well man hier mit der Rückrunde erst nach den Feiertagen beginnen will. Die Spiele der Jugend nähern sich allmählich dem Ende. Die mutmaßlichen Tabellensieger stehen fast überall fest. In der Gauklasse interessiert vor allem das Tref­fen Tv. Wetzlar Tv. Kirchbauna, das zwar voll­kommen offen ist, indem man aber gerne einen Wetzlarer Sieg sehen würde. In der Bezirks­klaffe werden sich gegenüberstehen:

Tv. HeuchelheimMtv. Gießen

Tv. HochelheimTv. Lützellinden

Tv. MarburgTv. Münchholzhausen.

In dem ersten Spiel haben wohl beide Mann­schaften Aussichten, Spiel und Punkte zu gewin­nen. Zwar hat es sich erwiesen, daß Heuchelheim zu Hause ein ernst zu nehmender Gegner ist, seine Mannschaft ist aber in ihrer Form zu schwankend. Nicht anders ist es auch bei den Gießenern, die sich erst am letzten Sonntag wieder hoch geschlagen be­kennen mußten. Entscheidend wird diesmal sein, wer die größere Ruhe bewahrt und wer am besten bis zum Schluß durchhalten wird.

Lützellinden hat erst bei der letzten Runde eine unerwartete Niederlage in Hochelheim einstecken müssen, die sie damals um viel Chancen gebracht hat. Man wird deshalb diesmal schon vorsichtiger sein und den Gegner gleich in der richtigen Weise einschätzen. Es ist schon so, daß eine Mannschaft über gediegenes Können verfügen muß, wenn sie in Hochelheim etwas mitsprechen will.

In Marburg dürfte es, wenn Münchholzhausen nicht mehr gesperrt ist, zu einem erbitterten Ringen kommen. Denn Marburg konnte zwar das Vorspiel gewinnen, mußte aber die Punkte trotzdem abtreten, weil damals ein gesperrter Spieler mitgewirkt hatte. Diesen Nachteil wird man wettzumachen ver­suchen.

In der 1. Kreisklasse sind angesetzt:

Tv. HerbornTv. Holzheim

Tv. DorlarTo. Atzbach

Tv. GarbenheimTo. Dutenhofen

Tv. Groß-RechtenbachDfB.-R. Gießen

Tv. GrüningenTv. Katzensurt.

Die Herborner haben wohl kaum Aussichten, gegen den derzeitigen Tabellenführer zu gewinnen. Nach der letzten Niederlage zu urteilen, hat Dorlar auch auf eigenem Platz keine Aussichten, gegen die Gäste zu gewinnen, zumal Atzbach gerade erst in letzter Zeit stark nach vorne gekommen ist. Duten­hofen hat Aussichten, auch in Garbenheim die Ober­hand zu behalten. In Groß-Rechtenbach stehen sich zwei Neulinge gegenüber, so daß es nicht möglich fein wird, eine sichere Voraussage zu treffen. Im­merhin darf man auf das Abschneiden der Gießener gespannt sein, die am letzten Sonntag gegen die Bezirksklassemannschaft sehr gut gefallen konnten. Offen ist auch die Begegnung in Grüningen, obwohl

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man eigentlich den Platzbesitzern die größeren Chan­cen einräumen möchte. Die Mannschaft hat aller­dings in der letzten Zeit oft enttäuscht.

Jugendklasse: Tv. 1846 Gießen Mtv. Gießen; Mtv. Gießen II To. Dutenhofen; To. Holzheim Tv. Lang-Göns; Tv. Hochelheim Tv. Ebersgöns; Tv. Lützellinden Tv. Oberkleen; Tv. Wetzlar Tv. Niedergirmes; Tv. Lollar Tv. Londorf.

Der Sieger der Staffel 1 der Jugendklasse wird vielleicht morgen schon auf dem Universitätssport­platz ermittelt. Ein Entscheidungsspiel ist aber not­wendig, wenn 1846 gewinnt, was allerdings nach den Leistungen der letzten Zeit unwahrscheinlich ist.

Verjährung arbeitsrechtlicher Ansprüche.

NSG. Mi Ablauf des Jahres 1936 verjährt eine Anzahl arbeitsrechtlicher Ansprüche aus früheren Jahren. Da die Verjährung bedeutet, daß der Be­rechtigte feinen Anspruch nicht mehr gegen den Willen des Verpflichteten geltend machen kann, tut jeder Gefolgsmann gut daran, feine Ansprüche auf rückständigen Lohn auf die Frage der Verjährungen hin zu überprüfen.

Es verjähren Ansprüche, soweit sie im Jahre 1934 und früher entstanden sind:

1. derjenigen, die im Privatdienst stehen (z. B. Angestellte), auf Gehalt, Lohn oder andere Dienstbezüge, wie Tantiemen, Gratifikationen, Umsatzprovisionen, Reisekostenentschädigunaen einschl. der Auslagen, die der Gefolgschafts- mann infolge seines Arbeitsverhältnisses für den Betriebssührer auf sich genommen hat;

2. der gewerblichen Arbeiter Gesellen, Ge­hilfen, Lehrlinge, Fabrikarbeiter, der Tage­löhner und Handarbeiter auf Löhne ober andere an Stelle ober als Teil des Lohnes vereinbarte Leistungen, wie Sachbezüge (Depu­tate) einfchließlich der Auslagen;

3. der Unternehmer auf Erstattung der Vorschüsse, die sie ihren Gefolgsleuten auf deren Arbeits­entgelt gewährt haben;

4. der Lehrherren und Lehrmeister auf Lehrgeld und andere im Lehrvertrag vereinbarte Lei­stungen, sowie deren Ansprüche auf Erstattung der für die Lehrlinae bestrittenen Auslagen.

Es verjähren die Ansprüche, soweit sie im Jahre

1932 und früher entstanden sind, auf Wartegelder, Ruhegehälter und Besoldungen.

Rückständige Beiträge der Kranken-, Unfall-, In­validen- und Angestelltenversicherung verjähren am 31. Dezember 1936, sofern sie nicht absichtlich hin­terzogen oder früher entstanden sind.

Die drohende Verjährung der Ansprüche kann zu­nächst dadurch verhindert werben, daß der Schuld­ner seine Schuld durch Abschlagszahlungen, Zins­zahlungen, Sicherheitsleistungen ober in anderer Weise (z. B. durch einfache münbliche ober schrift­liche Erklärung) anerkennt.

Oer Arzneikostenanteil in der Krankenversicherung.

DNB. In der nächsten Nummer des Reichsgesetz­blattes und des Reichsanzeigers wird die IV. Ver­ordnung des Reichsarbeitsministers über den Arz­neikostenanteil in der Krankenversicherung neröffent» Asst-. Die Herabsetzung des Arzneikvstenanteils der Versicherten in der Krankenversicherung, der früher 50 Pf. betrug, auf 25 Pf. bleibt hiernach für wei­tere zwei Jahre bestehen. Ferner können nach her Verordnung Krankenkassen, auch wenn sie einen höheren Beitragssatz als 5 v. H haben, in der Fa­milienkrankenpflege die Kosten der Arznei und kleineren Heilmittel weiterhin bis zu 70 v. H. er­statten.

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