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Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Nr. A4 Zönftes Blatt

Zamrtag, (2. September (936

Weihestunde der Auslandsorganisation der NSDAP

Von unserem Dr. K.-Berichierstatier.

Das AuslandsdeuWum ist nicht mehr schutzlos

durch das Reich zuteil geworden sei wie gerade jetzt durch das neue Deutschland Adolf Hitlers. Auch das Sieg-Heil auf den Führer, mit dem Rudolf Heß die Weihestunde schloß, war mit seiner grenzen­losen Begeisterung noch einmal ein einmütiges und festes Bekenntnis unserer auslandsdeutfchen Volks­genossen.

in der Welt über Kontinente und über Meere hin­weg die nun schon so vertraut gewordene Stimme des Führers der Deutschen zu hören; wie die Be­geisterung der Volksgenossen ihn umbrandet und wie glücklich es macht, sich sagen zu dürfen: Das ist auch dein Führer, der da spricht, und was da jubelt, ist das Volk deines Blutes. Berichten Sie ihnen von dem Erlebnis, als Deutscher un­ter Deutschen des heutigen Deutsch­lands zu sein. Berichten Sie ihnen, was es heißt, nach den Jahren der inneren Zerrissenheit, des Un­friedens zwischen Hunderten, Tausenden, Hundert­tausenden von Deutschen zu weilen, die sich als große Gemeinschaft fühlen und eine ganz große Liebe und gemeinsame Verehrung haben: die Liebe und Verehrung zum Führer! Auch von diesem Reichsparteitag nehmen einige von Ihnen als besonderen Gruß der Heimat, als Symbol der Verbundenheit der Deutschen auf der Welt für 48 Ortsgruppen der Auslandsorganisation neue Fahnen mit hinaus, denen ich jetzt die Weihe gebe. Fahnen hoch!

Euch, Symbole des neuen Glaubens und des neuen Reiches, die ihr in Ehile, Brasilien, Argentinien, in der Mandschurei, in Rieder- ländisch-Jndien ebenso wie in Polen, England, Italien und an vielen anderen Orten der Welt wehen werdet, die ihr wehen werdet auf deut­schen Schiffen, die um die Erde fahren, ich weihe euch mit den Worten, die den Fah­nen des Auslandsdeutschtumes als Weihespruch der Heimat traditionsgemäß mitgegeben werden: Fahnen des Nationalsozialismus, weht für die Ehre Deutschlands und seines Führers? Weht nun in der fernen Welt als Symbol des großen einigen Deutschlands, das Adolf Hitler schuf?" wir grüßen den Füh­rer Adolf Hitler Sieg-Heil!

Als Rudolf Heß der für Deutschland und den Führer gefallenen auslandsdeutschen Volksgenossen gedachte, senkten sich die Fahnen und gedämpft er­klang das Lied vom guten Kameraden. Wie aus der Ferne klang eine Stimme auf, die die Namen der Toten aufrief. Es war eine erschütternd lange Liste, in der sich auch die Namen der in Spanien vom roten Mob hingemordeten Volksgenossen und der Name Wilhelm Gustlofs befanden. Immer wieder wurde den Erklärungen Rudolf Heß' ledhafte Zu­stimmung zuteil. Mit anhaltendem Beifall wurde vor allem der Hinweis ausgenommen, daß dem Auslandsdeutschtum noch nie ein so starker Schutz

Avenols römische Mission qescheiiert.

Italiens Teilnahme an der Bölkerbunds- tagung fraglich.

Genf, 11. Sept. (DNB.) Der Generalsekretär des Völkerbundes, Avenol, der aus Rom wieder

in Genf eintrifft, hat dem Sekretariat bereits mit- . geteilt, daß er mit der italienischen Regierung z U keiner Verständigung über die abessinische Angelegenheit gelangt sei. Italien besteht auf einer endgültigen Erledigung im Sinne der Anerken­nung der tatsächlichen Lage, während der Völkerbund nur zu einem geschäftsordnungsmäßi­gen Entgegenkommen bereit ist, wonach Abessinien keine Vertreter mehr in die Versammlung entsendet, aber bis auf weiteres Völkerbundsmitglied bleiben würde. Unter diesen Umständen rechnet man damit, daß Italien aus der bevorstehenden Tagung s i ch weder im Rat noch in der Versamm­lung vertreten lassen werde. In Völker­bundskreisen herrscht hierüber große Verlegenheit, da man seit Monaten alle Bemühungen auf die Wiedergewinnung der italienischen Mitarbeit ge­richtet hat und in dem Wiedererscheinen der faschi­stischen Delegierten den Hauptpunkt des sonst sehr dürftigen Programms der bevorstehenden Tagung erblickte.

Der Stellvertreter des Führers

führte dann u. a. aus: Zum ersten Mal, seit die Auslandsorganisation besteht, müssen wir in der Weihestunde der Ausländsdeutschen der Toten gedenken, die fern der Heimat fielen, weil sie Na­tionalsozialisten waren oder Angehörige des neuen Deutschlands. Denn nur deshalb mußten sie ihr Leben lassen. Der Kampf, der einst innerhalb unse­rer Grenzen gegen uns geführt wurde und den wir dank dem Führer siegreich beendeten, ist nun durch unsere Gegner hinausgetraaen worden. Diese Gegner wissen, daß sie draußen Rache nehmen können an unseren Volks­genossen, ohne daß dafür der sichere Tod ihrer als Strafe harrt, wie im Inland, Rache nehmen kön­nen, da sie ihre kultischen Leidenschaften bei uns nicht mehr auszutoben vermögen. Wir senken die Fahnen und gedenken in Trauer derer, die auch außerhalb der deutschen Grenzen für uns gefallen sind. Insbesondere möchte ich für all die anderen des einen Mannes gedenken, den viele von uns auch als Menschen kannten: Wilhelm G u st - lo ff. Die ihn kannten, wissen, wie er geliebt wurde von denen, die unter ihm wirkten, von denen, die er betreute.

Weil er in seinem Wirken und in seiner Hal­tung unangreifbar war, weil er als Wenfch der beste Werber für den Nationalsozialismus und das neue Deutschland war, deshalb fiel er im Meuchelmord durch die Hand eines Juden. Ihn traf die kugel eines Haffes, der um so stärker wurde in der Welt, je anständiger das deutsche Volk geworden ist. Die kugeln des gleichen Haffes trafen die Deutschen in Spanien, denn sie hatten nichts verbrochen, aber daß sie Deutsche waren, Deutsche des na­tionalsozialistischen Reiches Adolf Hitlers, das genügte, sie hinzumorden durch die Ausfüh­rungsorgane wiederum des bolschewistischen Judentums.

Die Ueberzeugung wollen die Deutschen draußen haben, daß die Heimat weiß, wie schwer es ist, in einer Welt, die in der Mehrheit noch immer kein Verständnis für den Nationalsozialisten hat, sich als Angehöriger dieses nationalsozialistischen Deutschlands zu bekennen. Nach den spanischen Er­eignissen wissen die Deutschen draußen so gut wie ihre Gastländer, daß die Auslanddeutschen nicht mehr schutzlos sind, sondern daß, wenn sie in Not geraden, kampfstarke neue Schiffe mit stolz wehender Hakenkreuzflagge erscheinen, den Schutz zu übernehmen. Der Jnlandsdeutsche kann ja kaum ermessen, was es bedeutet, weit draußen

Nürnberg, 11. Sept. (DNB.) Würdig und feierlich war der Herkulessaal geschmückt, in dem die Weihe stunde der Auslandsorgani­sation der NSDAP, stattfand. Volksgenossen, die in allen Staaten Europas und in fernen Konti­nenten Verteidiger der Ehre des Deutschtums und des Dritten Reiches sind, legten hier ein Bekennt­nis zu Führer und Heimat ab. Die Bedeutung dieser Weihestunde wurde durch die große Zahl der Ehrengäste betont. Man sah u. a. Reichsaußen­minister Freiherrn v. Neurath, Reichs­finanzminister Graf Schwerin-Krosigk, Botschafter' SS-Gruppenführer von Ribben­trop. In der ersten Reihe hatte unter der Füh­rung des Leiters der faschistischen Auslandsorga­nisation Minister Piero P a r i n i und seines Stell­vertreters Graf Thaon di Revel die fa­schistische Abordnung Platz genommen. Nach den Klängen des Präsentiermarsches betrat der Stellvertreter des Führers den Saal, von den auslandsdeutschen Volksgenossen stürmisch begrüßt. Nach dem Fahneneinmarsch er­griff Gauleiter Bohle das Wort.

Er gedachte der schweren Opfer an Gut und Blut, die das nationalsozialistische Auslandsdeutschtum in dem Jahr seit dem Reichsparteitag der Freiheit für das Reich gebracht hat und betonte, daß die vielen Opfer uns alle verpflichten, uns Rechenschaft über die Notwendigkeit dieses Kampfes abzulegen, den deutsche Nationalsozialisten seit vielen Jahren draußen um des Reiches "willen führen.

Ein Staat, der wie das nationalsozialistische Reich aufgebaut ist auf den ehernen Gesetzen von Blut und Rasse, kann nicht anders, als sich seines eigenen Blutes immer und überall annehmen und sei es im fernsten Winkel der Erde. Die Auslandsorganisa- tion ist darum das Sammelbecken für jeden einzel­nen Volksgenossen des Reiches, der sonst nur

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Warschau, September 1936.

Seitdem Oberst Slawe? in dem sicheren Ge­fühl, durch die Neuformung der Verfassung und den Erlaß eines neuen Wahlgesetzes der Regierung den Weg für den Aufbau des Staates freigemacht und damit eine abschließende Tat vollbracht zu haben, den Regierungsblock aufgelöst hatte, befindet sich Polen in einem Stadium des Suchens nach einer neuen völkischen Soli­darität. Die Autorität des Staates war als be­ständiger Faktor gegeben und auch die Richtung des Regierungskurses ist nach einigen Schwankun­gen, die sich jedesmal in einem Personalwechsel be­merkbar machten, durch die Aufrichtung der Autori­tät des Generalinspekteurs Rydz-Smigly für lange Zeit festgelegt. Dennoch fehlt es an der M i t - arbeitdes Volkes, die erst in der freiwilligen Hingabe an die von der Regierung verkörperten Staatsideologie dieser die letzte schöpferische Ge­staltungskraft verleiht.

Durch die Zerschlagung des Regierungsblockes waren zahlreiche weltanschauliche Gegensätze, die in diesem Block ihre Klammer gefunden hatten, frei geworden und begannen sich ungehindert in ihre Extreme zu entwickeln. Das zeigte sich bereits in den Parlamenten. Durch die neue Wahlordnung waren zwar die Oppositionsparteien fast ganz von der parlamentarischen Arbeit ausgeschaltet, aber da­mit war der Wider st reit der Meinungen nicht beseitigt, vielmehr in das Regierungs­lager selbst hineinverlegt worden. Jetzt erst kamen die ideologischen Unterschiede zwischen den Konservativen, denVerbesserern", der Linken, der nationalen Arbeiterpartei und den Arbeiter­verbänden Moraczewskis, die alle im Pilsudski- Lager gestanden hatten, deutlich zum Ausdruck, und es ist zweifelhaft geworden, ob man alle diese widerstrebenden Kräfte jemals wieder in eine neue Lagergemeinschaft wird zusammenfassen können.

Oberst Koc, ein dem Generalinspekteur Rydz- Smigly treu ergebener Mann, hat nun den Auf­trag bekommen, die neue Volksgemeinschaft mög­lichst unter einer neu geformten und geschlossenen Ideologie zu schaffen. Es hat sich herausgestellt, daß eine noch so gut funktionierende Bürokratie keine genügend starke Bindung für alle erdenklichen Wechselfälle ist, denen der Staat ausgesetzt sein könnte. Die Bemühungen des Obersten Koc deuten bereits an, daß bei der Gestaltung der polnischen Volksgemeinschaft der Zwang der staatlichen Macht zurücktreten und dem nationalen Idealis­mus den Vortritt lassen soll. Daß sich bei dieser Methode mancherlei Schwierigkeiten ergeben müssen, wird schon daraus ersichtlich, daß die freie Entfal­tung der Volksgemeinschaft andererseits ihre Gren­zen finden muß in dem Idealbild des Staates, den Pilsudski und seine geistigen Erben aufgerichtet haben. Daß über die letzten Ziele des Obersten Koc so wenig in die Oeffentlichkeit gedrungen ist, kann seine Ursache darin haben, daß innerhalb der ein­zelnen politischen Gruppierungen des Landes die Dinge noch so im Fluß sind, daß die Regierung selbst noch gar nicht absehen kann, wohin sich der große Strom der politisch bewegten Massen letzten Endes lenken wird.

Das neue Lager der Regierung soll den Namen Nationaler Dienst" erhalten. Nach dem ganzen Ausbau des polnischen Staatssystems war nichts anderes zu erwarten, als daß man ihm eine strenge militärische Disziplin zugrunde­legen würde. Die Aufgabe desNationalen Dien­stes" innerhalb der Bevölkerung Polens soll in der Hauptsache eine kulturelle und erzieherische werden, während die parlamentarische Arbeit, deren Aus-

auf sich selbst gestellt dem Reich verloren ginge. Die Auslandsorganisation will den deutschen Men­schen sei er wo auch immer in der Welt sei er arm oder reich, jung oder alt diesem Reich erhalten in der Erkenntnis, daß keine Sünde größer ist als die, freiwillig deutsches Blut aufzugeben.

Heute, knapp vier Jahre nach der Machtüber­nahme, können wir mit Stolz und Freude fest- ftellen, daß unsere Parteigenossen draußen das Auslandsdeutschtum erobert haben, erobert für den nationalsozialistischen Gedanken erobert ohne irgendeinen äußeren Zwang er­obert durch die Kraft der Ueberzeugung erobert durch die Taten des Führers im Reich! Es ist das Wunderbare an unserem neuen Reich, daß dieses Reich keinen seiner Bürger aus seinen heiligen Pflichten gegenüber seinem Volk freiwillig entläßt. Damit hat es jeder Reichsdeutsche selbst in der Hand, deutsch zu denken, deutsch zu handeln und deutsch zu bleiben; wo auch immer er sein mag er wird wissen, daß Deutschland bei ihm ist und daß dieses neue Deutschland entschlossen ist, jeden einzelnen seiner Bürger außerhalb der Gren­zen zu schützen. Als bolschewistischer Terror in S p a n i e n zu rasen begann und Leben und Eigen­tum deutscher Bürger bedrohte, erschienen deut­sche Kriegsschiffe in den spanischen Ge­wässern. Der Führer sorgte für feine auslands­deutschen Volksgenossen. Bedingungslose Treue zur Nation muß auch dem letzten Bürger unseres neuen Staates draußen in der Welt zur Selbstverständlichkeit werden. Diese Treue ist nichts anderes als die Treue zu seinem eigenen Leben und damit Treue zum Allmächtigen. Diese Auffassung als die eindringliche Stimme des Blutes auch dem letzten Volksgenossen des Reiches ver­ständlich zu machen, ist der tiefe Sinn unserer Arbeit in der Auslandsorganisation.

wüchse in den früheren Jahren Polen so sehr viel Schande angetan haben, ganz in die zweite Linie rücken soll. Selbstverständlich wird innerhalb des neuen Lagers Rydz-Smigly selbst die ober st e Autorität darstellen und ebenso sicher ist es, daß er die leitenden Funktionen in die Hand seiner Offiziere legen wird.

Wie immer in Fällen innerpolitischer Neugestal­tung in Polen fragt man auch jetzt wieder nach der Rolle, die man Dem innerhalb Des Volksganzen überwiegenden bäuerlichen Element zu­weisen joU und wie man es zur Bejahung des gegenwärtigen Staatssystems heranführen könnte. Der polnische Bauer ist politisch mißtrauisch, was man ihm nicht wird verübeln können, wenn man weiß, daß er seit jeher die Hauptkosten jeder wirt­schaftlichen und sozialen Niederganges zu tragen hatte. Hieraus erklärt sich überhaupt nur der un­geheure Einfluß, den der alte Bauernführer Witos heute noch in der bäuerlichen Volkspartei ausübt, obwohl er nun bereits feit Jahren als Emigrant im Auslande lebt, wohin er sich vor dem Zu­griff des Staatsanwalts geflüchtet hat. Da die Re­gierung die Volkspartei als © . nzes nicht ge­winnen konnte, es fei denn, sie hätte sich zu einer ganz undenkbaren Versöhnung mit Witos entschlossen, hat sie den Versuch unternommen, wenigstens Teile der in dieser Partei organisier­ten Bauernschaft zu gewinnen. Sie hat also auch hier taktische Mittel angewandt und damit noch deutlicher gemacht, wie wenig die Bildung des neuen Reaierungslagers einer natürlich gewachsenen und ideologisch festgeschlossenen Bewegung gleich­kommt.

Unter dem Vorsitz des Bauernführers Waleron haben sich in diesen Tagen in Warschau eine An­zahl ehemaliger Anhänger Witos' versammelt, haben sich der Autorität des Generals Rydz-Smigly unter­worfen und versichert, alle Arbeiten unterstützen zu wollen, die mit der Wehrfähigkeit des Staates und dem sozialen und wirtschaftlichen Umbau Zusam­menhängen. Aber im gleichen Atemzuge haben sie den Beweis geliefert, daß es mit der Unbedingtheit ihrer nationalen Disziplin nicht so weit her ist. Denn sie haben Die Gründung einer neuen selb- ftänDigen Bauernorganisation ins Auge gefaßt, unD es beDurfte erst eines sehr Deut­lichen Winks von Regierungsseite her, um Die be­kehrten Bauern Darauf aufmerksam zu machen, Daß sie mit solchen Beschlüssen bis nach Der GrünDung DesNationalen Dienstes" z u warten hätten.

Gleichzeitig aber leitete Die Regierung eine Parallelbewegung ein, inDem sie eine Gruppe der ßanDroirte in Sejm und Senat ins Leben rief, sie über Die Frage Der Organisation Der Bauernschaft beraten ließ unD, was Das wichtigste ist, sie unter Das KommanDo Des Generals Zeligowski stellte. Diese Gruppe hatte auch bald ein Programm zusammengestellt, in Dem Der Privatbesitz als GrunDlage Der moralischen Kraft Der Gesellschaft unD Die Ent­wicklung Der freien Privatinitiative als Gewähr für Das Gedeihen Der Wirtschaft bezeichnet wirD. Außerdem menDet sich Das Programm gegen eine raDifale landwirtschaftliche Reform, gegen Die Parzellierung Des Großgrundbe- sitzes unD Die Aufteilung Des kleineren Landbe- sitzes auf Dem Erbwege also viele Punkte, mit Denen Die Mehrzahl Der polnischen Bauernschaft sich kaum innerlich abfinDen roirD.

DerNationale Dienst" wirb außerDem seine ideologische Grundlage ohne Frage sehr stark nach dem Muster der nationalen Opposition revidieren. Die Presse hat bereits ausgeplaudert, daß sich unter Den neuen Forderungen Die Polo- nifierung Des HanDels unD seine B e - f r eiung von jüdischen Einflüssen be-

Unfer Bild zeigt Den Stellvertreter des Führers bei Der Ehrung Der im Ausland gefallenen Deutschen, (Scherl-Bilderdienst-M.)

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finden werde, also ein Postulat, das noch vor wenigen Monaten im Bezirk der Regierungspoli­tiker geradezu unmöglich gewesen wäre. Während sie der Rechten so mit Der einen HanD gibt, wird sie jeDoch auch mit Der anDeren HanD zu nehmen wissen, und das Organ der Obersten, dieG a - zeta Polsk a", hat bereits begonnen, die Oef­fentlichkeit mit der Idee der Verstaatlichung gewisser Industriezweige vertraut zu machen, eine Maßnahme, mit Der man ganz offen­sichtlich Der Die Wirtschaft ruinierenden Profit- sucht Der Kartelle begegnen will. All Diese AnkünDigungen finD natürlich geeignet, gerade die Instinkte von neuem auf den Plan zu rufen, die der Gemeinschaft schaden, und es ist noch gar nicht abzusehen, ob der Regierung das Experiment des Nationalen Dienstes" gelingen wird.

Der vermißte polnische BallonLOPP1 bei Onega gelandet.

Von dem seit zwölf Tagen vermißten polnischen BallonLOPP" ist beim polnischen Aeroklub ein Telegramm eingegangen, daß der Ballon 100 Kilometer von Der StaDt Onega (im russischen Gou­vernement Archangelsk) entfernt am 1. September nach Zurücklegung von rund 1650 Kilometer gelan­det ist. Die beiden Ballonfahrer, Hauptmann I a nusz und Leutnant 'Brent, haben ihre Landung gleichzeitig auch an den Aeroklub der Sowjetunion in Moskau telegraphisch gemeldet. Sie befänden sich auf dem Marsch nach Onega und bäten um Hilfe. Der Moskauer Aeroklub hat sofort aus Archangelsk telegraphisch eine Hilfsexpedition beordert. Der polnische Ballon dürste den zweiten Platz im Gor- don-Bennet-Rennen erlangt haben.