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sowie die am 1. März in Berlin von
»ochsen und beginnen sich ,u entfalten. An dem klubkampf auä„ den die Bremer im Gefamtergeb-
den im Heim der Frau von
würde. Aber es erfolgte keine Einladung.
Nachdruck verboten!
ilL Fortsetzung.
und von
Gellern gewähren nladung. Doch war
Bei nicht sehr gutem Besuch trugen am Diens. tagabend in Bremen der Bremer SVd. und der Kapsimming - Klubb Stockholm einen Schwimm-
Für die Deutsche Meisterschaft im Zehnkampf ist abweichend von den Wettkampfbestimmungen eine neue Austragungsform angeordnet worden. Der Sportwart des Fachamtes Leichtathletik hat bestimmt, daß die ersten fünf Wettbewerbe gemeinsam mit den Einzelmeisterschaften in den Gauen als Fünfkampf durchgeführt werden. Die übrigen fünf Wettbewerbe werden eine Woche später, am
Lore Mariella nicht böse. Sie hatte sich ja über Annina von Gellern ihre eigenen Gedanken gemacht. Außerdem war sie nicht der Mensch, der lange bei unabänderlichen Dingen stehenblieb. Der Großvater hatte sie gelehrt, daß fruchtloses Trauern einem Menschen nicht zieme. Daß man immer tätig sein mußte, schaffen, vorwärts streben. So verbarg sie die Trauer um den geliebten Großvater tief auf dem Grund ihrer Seele.
Sie arbeitete weiter an dem Aufbau ihrer Hühnerfarm. Sie wollte den schönen Besitz später mit einer Fremdenpension verbinden. Ihre ersten Gäste aber sollten Mariella und ihr Verlobter sein. Sie wußte aus Mariellas Briefen um ihr trauriges, sorgenbeschwertes Leben. Wie gern sie ihr mit Geld geholfen hätte, konnte sie in keinem ihrer Antwortschreiben richtig zum Ausdruck bringen; aber Mariella verstand auch Lore ohne viel Worte.
Der Umbau der Geyerburg und die Einrichtung der Hühnerfarm hatten solche Summen verschlungen, daß Lore, die ein paar Jahre älter als Mariella und bereits mündig war, eine hohe Hypothek hatte aufnehmen müssen, um ihre Verpflichtungen pünktlich abdecken zu können. Da schien es schwer, noch Kapital herauszuziehen, ja, Lore sah bald ein, daß ihr Vorhaben ein ganz unmögliches war.
Niemals hatte Mariella Lore von ihren pekuniären Bedrängnissen geschrieben. Aber Lore fühlte aus allen Worten Mariellas heraus, daß nur Geld ihr helfen konnte. So bot sie ihr zunächst die Arbeit auf der Geyerburg an. Jene Arbeit, die Erhard von Hagen für seine Person so überlegen und ironisch ablehnte. Mariella hatte der warmherzige Brief Lores das Wasser in die Augen getrieben, und heiße Sehnsucht, das liebe Menschenkind endlich wiederzusehen, hatte sie immer stärker gepackt.
Aus diesem Grunde antwortete sie auf die Frage Tante Anninas, wen sie sich zu ihrem einundzwan- zigsten Geburtstag noch einladen wollte, voll ehrlicher Freude in der Stimme:
„Wenn es dir diesmal recht wäre: Lore Ankermann, Tante. Sie kann ja im Hotel wohnen. Ich werde ihr schon klarmachen, daß wir das Haus
10:37,2 Minuten.
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Heinz Arendt erreichte 800-Meter-Kraulzeit
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Deutschlands Schwimmer in Hochform
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nis mit 8:6 Punkten knapp gewannen. Zwei deutsche und ein schwedischer Rekord zeugten von der Güte der sportlichen Leistungen. Die beiden deutschen Bestleistungen yolten die Freistilschwimmer des Bremer SD. über 4X50 und 10X50 Meter. In der kurzen Staffel stellten sie ihre eigene Bestzeit von 1:48 auf 1:46,8, über 10X50 Meter drückten sie den Rekord von Magdeburg 96 von 4:41,2 auf 4:38,6 Minuten. — Björn Borg schaffte über 400 Meter Freistil einen feinen Sieg über Freese und mit 4:59,6 auch eine famose Zeit. Freese benötigte 5:03,4.
Anerkannte Schwimmrekorde.
Das Fachamt für Schwimmen hat jetzt eine ganze Reihe in diesem Jahre aufgestellter Schwimmrekorde als deutsche Bestleistungen anerkannt. Es sind dies die am 1. und 2. Februar von Gisela Arendt in Bremen über 100 Meter Kraul in 1:08,5 bzw. 1:08,4 und am 8. und 9. Februar in Kassel in 1:07,8 bzw. 1:07,2 erzielten neuen Höchstleistungen, die ebenfalls am 9. Februar in Kassel von Helmuth Fischer erreichte Zeit von 0:57,8 über die gleiche Strecke, der am 16. Februar von Hanni Hölz-
Qege begleitet.
Auf dem im Herbst umgebrochenen, neben unse- l>:M Weg liegenden Acker ist ein in voller Blüte befindliches Unkraut nicht selten. Es ist die pur« t urrote Taubnessel (Lamium purpureum), Le auf den Kulturflächen weit verbreitet ist. Auf fr-m Apfelbaum eines Gartens hat sich ein starker zussard (Bufeo buteo) niedergelassen. Bei un- firm Näherkommen streicht er vorsichtig ab. Ein 5 a s e hoppelt in der Nähe dieses Gartens in lang- si mem Tempo über die Aecker. Die Gärten scheinen e. dem Lampe angetan zu haben, denn die uns zu Gesicht kommenden Hasen hielten sich alle in der ?.ähe der Stadt und der eingezäunten Garten auf. lb sie wohl schon mit den Vorbereitungen für das > tnhenbe Osterfest beschäftigt sind?
. In dem lichten Eichen-Buchen-Hochwald mit eingesprengtem Unterholz aus Feldahorn, Hartrie- H Weißdorn usw. zeigen sich überall die Ver- k nder des nahenden Frühlings. Silberweiß schim- n.ern die Weiden am Wasser des verlassenen Stem- b:uches, deren Kätzchen sich gerade am Aufbrechen b finden. Einzelne ausdauernde Waldgraser haben frische Triebe entwickelt, und das W ald-Bings l kraut (Mercurialis perennis) ist schon ver- eiazelt in neuen Austrieben mit seinen unschein- buren Blütenanlaqen vertreten. Auch die Blatter ds Lungenkrautes (Pulmonaria ofhcmalis) h:iben, zusammengerollt wie ein Blatt Papier, da mb dort das Erdreich und die Laubdecke durch-
wiederkehrenden Bitten des alten Herrn und seiner Enkelin Folge geleistet und mit ihnen auf der Geyerburg gelebt, wenn Erhard von Hagen nicht in ihr Dasein getreten wäre.
Mit diesem Augenblick gab es für sie nur eins: in Erhards Nähe zu bleiben! Selbst das Bild der geliebten Jugendfreundin verblich vor der leidenschaftlichen Liebe zu diesem Mann. Aber in Briefen waren Lore und sie sich immer nahe. Lore schrieb Mariella getreulich von all ihrem Tun und Treiben. Nur eins verschwieg sie ihr, daß her alte Oberforstrat Ankermann wenige Tage vor seinem Tobe seinem Testament einen Nachtrag hinzugefügt. Durch bieten Nachtrag wurde Mariella zeitlebens das Wohnrecht auf der Geyerburg eingeraumt, die Lore niemals veräußern durfte.
Mariella war tief ergriffen, als sie vom Tode des alten Herrn Ankermann gehört. Wie gern wäre sie zur Beerdigung des gütigen Mannes gefahren, um ihre geliebte Freundin zu trösten! Aber sie konnte weder daran denken, noch die trostlose Lore zur Zerstreuung auf ein paar Wochen zu sich nach Berlin einladen.
„Bin ich oder bist du eine reiche Erbin gewor- den?" fragte Annina spitz, als Mariella ihr ihre Bitte vortrug. „Natürlich ist es etwas anderes, wenn deine Freundin für ihren Aufenthalt in meinem Hause Pension zu zahlen gedenkt.
„Pension? Aber Tante!"
Mariella war ganz empört. Lore war ja so bescheiden und anspruchslos. Wie war es möglich, daß Tante Annina auf diesen Gedanken kam? Zum ersten Male kam die Gewißheit in Mariella auf, wie selbstsüchtig und herzenskalt die schöne Tante doch war. Für Annina von Gellern war das Beste immer nur gut genug. Konnte sie nicht Lore für ein paar Wochen in ihrer Verlassenheit ein liebevolles Heim bieten, ohne gleich an Geld zu denken? Sollte sie die Tante nochmals bitten? Nein, das ließ ihr Stolz nicht zu. Auch würde die Freude für Lore unter diesen Umständen sehr getrübt sein. So wagte sie es nicht mehr, auf ihre Bitte, Lores Besuch betreffend, zurückzukommen, und Annina von Gellern ging über die Sache schweigend hinweg.
Lore Ankermann hatte im stillen gehofft, daß Mariella ihr für ein paar Wochen Trost und Frie-
Waldrand, aus einem Draht sitzend, ist ein S t a r (Sturnus vulgaris) bemüht, unter heftigen Flügel- schlägen mit seinem einfachen Liedchen den Frühling zu begrüßen. Zwei Dompfaffen (Pyrrhula pyrrhula) suchen eine Hecke nach Nahrung ab. Bei dem Männchen sind Brust und Bauchseite herrlich blutrot gefärbt, den Kopf ziert eine tiefschwarze Kappe. 2)05 Weibchen muß sich dagegen mit einfacheren Farben bescheiden. Neben der Hecke schmücken goldgelbe Korbblüten des H u f l a t t i ch s (lussilago farfara) den Hang. Auf einem Weidenbuch, dessen Kätzchen noch in ihrer Hülle versteckt sind, sitzt eine Goldammer (tmberiza citrinella) und singt ihr anspruchsloses Liedchen. Prächtig goldgelb leuchten Kopf, Gesicht und Hals des Vogels im Frühlinys- sonnenschein. Der Gesang der Goldammer ist einförmig. Er besteht fast nur aus einer einzigen, aber gemütvollen Strophe, die der Volksmund mit: „Wie, wie, wie hab ich dich lieb" übersetzt hat. Nicht weit vom Wald streift ein Trupp finkenartiger Vögel auf dem Felde umher. Meine Vermutung, daß es sich hier um Bergfinken (Fringilla montifringilla) handeln könne, vestätigt sich. Allerdings ist es nur ein kleiner, aus Buchfinken und Bergfinken zusammengesetzter Trupp. Auf einem Obstbäumchen hat sich ein Bergfinkenmännchen niedergelassen, und auf einem anderen in seiner Nähe befindlichen Bäumchen ein Buchfink. Bei der herrschenden guten Beleuchtung ist der Unterschied zwischen Buch- und Bergfink sehr deutlich wahrzunehmen. Der letztere, ein Kind des hohen Nordens, ist viel lebhafter gefärbt, und die auffallenden gelbroten Farbtöne fehlen unserm Buchfinken gänzlich. Im Gesang dagegen ist unser Edelfink, der Fink der Wiener Dogelhalter, dem Bergfink weit überlegen. Das einfache und unschöne Lied des Bergfinken ist mit dem schmetternden Buchfinkenschlag nicht zu vergleichen.
Auf dem Heimweg ist zu beobachten, wie sich der Frühling in den Gärten durch blühende Blumen, wie bunten Krokus, Schneeglöckchen, Christrose usw., sowie durch an fremdländischen Ziersträuchern im Aufbruch befindliche Knospen ankündigt. Noch wenige. Wochen — und überall zeigen sich Blüten in Menge.
Lore war so überzeugt von der Anmut und Klugheit der geliebten Freundin, deren hoher, ita° liinlscher Titel ihr auch ein wenig imponierte, daß e< ihrer Ansicht nach unbedingt ein Krösus sein irußte, der sich in Mariella verlieben und sie heim- ji-ren würde.
2lls die Freundinnen dann zum ersten Male nach DiarieHas schwerer Verletzung wieder in den See hinausschwammen, genossen die Mädchen ausgiebig bcs langentbehrte Vergnügen, um die Wette zu luulen. Plötzlich hörte Mariella hinter sich ein leises Llöhnen, das sie herumfahren lieh.
„Lore — Lore!" rief sie entsetzt, doch schon war ki blonde Kopf von der Wasseroberfläche ver- älwunden und Lore Ankermann lautlos unter- z< unken.
Wie ein Fisch tauchte Mariella. Sie vermochte auf), trotz der großen Schwäche, die ihrem rechten K:im noch immer innewohnte, die Freundin sofort ’t packen und nach oben zu ziehen. Nur mit dem iillken Arm und den Beinen Schwimmtempi aus- uorenb, gelang es ihr dann, die Bewußtlose so äuge über Wasser zu halten, bis nach etwa zehn Dinuten ein Ruderboot, dessen Insasse den Unfall xvbachtet hatte, herangerast kam und Lore an 3>rd nahm. Mariella schwamm noch tapfer neben )r Nußschale her, die zu winzig war, uw auch i< aufzunehmen, bis eine Rennjacht sie gleichfalls in Land brachte.
Mariellas mutige Tat fand lebhaftes Echo in ilsen Schweizer Blättern. „Die kleine Heldin vom Lsrwaldstätter See" wurde Mariella genannt. 0er was ihr noch viel beglückender war — sie r ielt einen Brief tiefster Dankbarkeit von Lores Zioßvater, dem alten Dberforftrat Ankermann. S's wußte, daß sie in ihm und Lore nun treue stsunbe fürs ganze Leben gewonnen hatte.
Wahrscheinlich hätte Mariella auch den immer
Waldgeißblatt (Lonicera periclymenum) waren den ganzen Winter über frisch entwickelte Blätter zu beobachten, während die Brombeere (Kubus) ihr vorjähriges Laub unversehrt durch den milden Winter gebracht hat. Auch die G o l d n e s - s e l (Galeobdolon luteum) hat ihre Kriechtriebe den Winter über grün erhalten und schickt sich an, den Blütenstengel zu entwickeln. Daneben zeigen sich die ersten zarten Blättchen des Scharbockskrautes (Ficaria verna). Der unterirdische Stengel dieses Hahnenfußgewächses hatte schon im Herbst eine Knospe bis an die Bodenoberfläche getrieben, um ja im zeitigen Frühjahr die Blätter entfalten und die ersten wärmenden Strahlen der Frühlings- sonne zum Aufbau der Pflanze ausnutzen zu können.
Aber nicht nur die Vertreter des Pflanzenreichs, auch die Vögel fühlen sich in diesem geschützten, von der Sonne durchstrahlten Waldteil wohl. Da treiben sich Meisen und Goldhähnchen unter fröhlichen Lockrufen umher, vereinzelt auch den bekannten Frühlingsruf hören lassend. In den Gärten um Gießen ließ schon am 14. Januar eine Kohlmeise (Parus major) ihr bekanntes Klingeln, das der Landmann mit „Spitz die Schar" übersetzt, vernehmen. Einige Tage später klingelte sich gegenseitig ein Blaumeisen- Pärchen (Parus caeruleus) an. Von diesen Zeitpunkten an konnte man immer wieder den Frühlingsgesang der Meisen vernehmen. Hier im Wald hämmert an einer der starken Eichen ein Großer Buntspecht (Dendrocopus major) und läßt ab und zu seinen Frühlingsruf in den noch schlummernden Wald erschallen. Wohlklingende Pfeiftöne zeigen die Anwesenheit eines Kleibers (Sitta caesia) an, der anscheinend der Führer der früher erwähnten Meisengesellschaft ist. Vor dem
.affen worden inen schon ip leiniguna übe unter Angck lischt und M Bach handel: r. Das Geriih fahr Zuchl« erhielt sech! n Angeklagten , da er sich Ml inngsfaale ent- Flucht ergriff, s Umfajjfteuei' jart zu 1105
Die Sonne hat beim Beginn unserer Wände- rung den Nebel verdrängt, und nur im Lahntal st der Fluß noch in einen leichten Schleier gehüllt. 3n den Höfen und Hausgärten der Stadt schilpen, balzen und bekämpfen sich die Spatzen. Ueberall jt ber Haussperling (Passer domesticus) zu Öaufe. wo der Mensch Getreidebau treibt oder Netreidekörner verarbeitet. Wie man in Sibirien beobachten konnte, waren dort, bevor der Russe iinbrang, Spatzen nicht vorhanden. Aber binnen weniger Jahre waren sie dem Menschen und seinen Setreideoorräten gefolgt. Selbst auf einsamen Ko- htenpoften, wo kein Getreidebau getrieben, aber He ausdauernden Kosakenpferdchen mit dorthin gebrachtem Hafer gefüttert wurden, fand sich Freund Spatz ein. Ich kenne ein einsam für sich gelegenes Hofgut, das heute noch vom Haussperling nicht besiedelt ist. Der Verwalter muß dort immer wie- !er zur Flinte greifen, um sich des von den meh- :ere Kilometer entfernten Dörfern aus einfinden- !.en Spatzenzuzugs zu erwehren. Die Bewohner !.es Hofguts wollen den Besitz frei von Sperlingen Inhalten. In den Gärten erfüllt allenthalben der Schlag des Buchfinken (Fringilla coelebs) die huft. Erstmalig f)abe ich dieses Jahr Buchfinken- chlag am 22. Februar, allerdings nur kurze Zeit, jicrnommen. Von da ab war der Gesang des Buch- f nten täglich zu vernehmen.
Im Feld streben überall jubilierende Feidler ch e n (Alauda arvensis) wie Raketen in die Luft. Daneben streichen einzelne Lerchenflüge zi- iteunernb über die Felder. Sie find wohl noch auf ler Reife nach ihren nördlicher gelegenen Nist- Mtzen. Ein Volksgenosse, der seiner blau- und seißgestreiften Kleidung nach zeitweiliger Insasse '.ner unserer Kliniken ist, steht beobachtend ganz cllein auf weiter Flur. Den Kopf in das Genick siegt, schaut er sinnend einer Lerche zu, wie sie ch singend in Spiralen immer höher zum blauen [etfjer schraubt. Sich von dem Gesang der Feld- Irchen abhebend ertönt einem silbernen Glöckchen cleich das Lied einer Heide- oder Saum« lerche (Alauda arborea). Meinen Beobachtungen icid) singt die Heidelerche im Frühling früher als lie Feldlerche. Verschiedentlich habe ich anderwärts ileichzeitig mehrere Heidelerchen singend in den tüften beobachtet, während das Lied der Feldlerche ivch nicht zu vernehmen war. Ob die Heidelerche in cf) in unserer Gegend nistet? Im Vogelsberg ist Ices zweifellos der Fall. In den von der Heide- lrche bewohnten Gegenden ist ihr Lied hauptsäch- lch in der Morgen- und Abenddämmerung zu ver- ichmen. Häufig singt sie aber auch in mondhellen Mächten, in welchem Falle ihr Lied auf einsamer i eitle oder in bergigem Feld einen wunderbaren § indruck macht. Der ältere Brehm rühmt schon die Birtung des nächtlichen Lerchenlieds auf das Gereist des einsamen Wanderers, den es auf feinem
Eine ausgezeichnete Besetzung wies das Hamburger Schwimmfest am Mittwochabend im Kellinghusen-Bad auf. Sportlich blieb die Ausbeute hinter Besuch und Durchführung nicht zurück. Im 200° Meter-Brustschwimmen gelang dem Europameister Erwin S i e t a s - Hamburg ein neuer deutscher Rekord mit 2:42,00 Min., der um vier Zehntel- Sekunden besser ist als die bisherige Höchstleistung des gleichen Schwimmers. Der junge Dortmunder Balke gab sich erst nach heftigster Gegenwehr geschlagen und erzielte mit 2:43 eine ebenfalls sehr gute Zeit.
lieber 100 Meter Rücken siegte erwartungsgemäß der Wünsdorfer Schwarz in 1:10 Mm. vor seinem Vereinskameraden Schlauch (1:11,P. Spannende Kämpfe lieferten sich die Freistilschwimmer. lieber 10 0 Meter allerdings hatte Meister Helmut Fischer keinen Gegner. Er siegte unan- gefochten in 59 Sek. vor seinem Vereinskameraden Heibel (1:02) und dem Schweden Julien (1:03,8).
Auch das 200-Meter-Freistilschwim- men wurde in 2:16 Min. eine Beute von Fischer. Diesmal wurde aber Heibel mit 2:24 von dem Schweden Werner (2:21) geschlagen. Aufregend verlief das Zusammentreffen der Deutschen Nüske und Freese mit dem Schweden Björn Borg. Bis zu 350 Meter führte der Schwede. Dann aber ging Nüske scharf ins Zeug und der Stettiner siegte auch in der für Deutschland sehr guten Zeit von 4:59,8 knapp vor Borg, der mit 5:00,2 Freese (5:01,2) nur mit Mühe halten konnte. Ein Kunstspringen sicherte sich Esser-Wünsdorf vor Lorenz- Wünsdorf.
Schwimmrekorde in Bremen.
Die Tippgräfin.
JRoman von Klothilde v Stegmann lürheberrechtsschutz: Aufwärts-Derlag, Berlin, SW 68.
5. Juli, an einem noch festzusetzenden Ort Derart« stattet. Durch diese, nur für das Olympiajahr gültige Maßnahme soll erreicht werden, daß eint lleberanftrengung unserer besten Zehnkämpfer kurz vor den Spielen in Berlin vermieden wird.
Beginn des OortmunderVeit-TurnierS.
Am Eröffnungstag des Dortmunder Jubiläums« Reit- und Fahrturniers wohnten rund 1500 Zuschauer den Wettbewerben und Vorführungen in ber Westfalenhalle bei. Das Programm des ersten Nachmittags setzte sich nur aus Eignungs-, Dressur- und Wagenprüfungen, die alle ausgezeichnet besetzt waren, sowie einem großen Schaubild zusammen. Die erste Goldene Schleife holte sich Frau Käthe Franke in der Eignungsprüfung für Reitpferde mit ihrem Wallach Christian. Zu einem Doppelerfolg kam der Dressurreiter A. Stacck auf Frau Frankes Christian in der Dressur und mit Stall Westens Lancelot in der Eignungsprüfung für Reitpferde.
v. Gramm in Ka ro.
Eine kleine deutsche Tennismannschaft befindet sich auf der Reise nach Aegypten. Sie besteht aus G. o. (Tramm, H. Henkel und Dr. H. K l e i n« schroth. Die Deutschen beteiligen sich am internationalen Turnier in Kairo und sind dann noch für das sich anschließende Turnier in Alexandria gemeldet, das am 5. April beendet wird. Diese Aegyptenreise ist als Vortraining für den Davispokalkampf gegen Spanien gedacht, der vom 24. bis 26. April auf dem heißen Boden des Südens, in Barcelona, ausgetragen wird.
NS.-Lehrerbund, Gießen.
Fachschaft körperliche Erziehung.
Die Winterkampfsplele.
Alle Spiele, bei denen nicht spielberechtigte Spieler mitgewirkt haben, sind für die betreffenden Mannschaften verloren. Eine Spielwiederholung aus diesem Grunde ist nicht statthaft. Die Berichterstattung von Seiten der Obmänner muß mehr in Erscheinung treten.
Nach Beendigung der Spielrunden (Schlußtermin noch vor Beginn der Osterferien) sofort Bericht an den Provinzialobmann.
IBerbung für die olympischen Spiele.
Alle Schulen haben durch Vorttäge, Filme und durch Verkauf der der Olympiaheftreihe auf die Bedeutung der olympischen Spiele in Berlin hinzuweisen. Die Schulen der Stadt Gießen können die Hefte durch die Stadtverwaltung beziehen.
Jahres-Hauptversammlung des Sportvereins 1920 Heuchelheim.
Arn Samstag hielt der Sportverein seine Generalversammlung im Vereinslokal Schäfer ab, die äußerst stark besucht war, ab. Geschäfts-, Kassen- und Spielberichte wurden bekanntgegeben. Der Kassen- und Vermögensstand des Vereins ist als gut anzusprechen. Die Erfolge der Mannschaften (3 aktiv und 2 jugendlich), sowie die der leichathletischen Abteilung sind sehr zufriedenstellend.
Als Vereinsführer wurde Robert Schäfer wiedergewählt, der hierauf feine Mitarbeiter bestimmte. Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Vereinsführer Robert Schäfer, Stellvertreter Hans K. Kröck; Beisitzer Erich Menges, Art. Römer, Alfred Waldschmidt und Herbert Ede; Sachberater für Fußball Ernst Sack; Sachberater für Leichtathletik Ernst Hahn; Kassierer Willy Hedrich; Schriftführer Adolf Henkelmann; Berichterstatter A. Schleenbecker.
Die erste Mannschaft spielte am Sonntag mit vier Mann Ersatz in Aßlar und konnte eine Niederlage (4:2 für Aßlar) nicht vermeiden. Aßlar war körperlich stark überlegen und nützte dieses derart aus, daß das Spiel mehr einem Verbandsspiel glich. Der Schiedsrichter war dem Spiel in keiner Weise gewachsen.
gegen spröde Haut
NIVEA
ohnehin voller Gäste haben, und sie wird das auch begreifen."
„Meinetwegen", sagte Frau von Gellern spöttisch. „Nun, den armen jungen Kammacher beneide ich nicht. Diese Lore ist sicher eine schrecklich ungeschickte und unelegante Person. Unbegreiflich, woher du diese Neigung hast, Mariella!" fügte sie höhnisch hinzu. „Du hast doch recht wenig vom Blut deines Vaters."
Mariella zuckte zusammen. Ein heftiges Wort schwebte ihr auf den Lippen. Aber sie bezwang sich. Sie durfte der Tante nicht widersprechen. Und sie konnte es auch nicht. Sie war ja so müde, so grenzenlos müde.
Erhard von Hagen wurde immer schlechterer Laune, je mehr der Tag von Mariellas Mündigkeit herannahte. Würde alles klappen, oder nicht — würden sich die Juwelen verkaufen lassen, ehe ihr Verlust entdeckt — und vor allen Dingen, würde auch keinerlei Verdacht auf ihn selbst fallen? War es klug, wenn Mariella wieder zu demselben Goldschmied ging, der Frau von Gellern die Summe von fünftausend Mark geboten hatte? Annina von Gellern hatte damals den Vorschlag des Juweliers abgelehnt. Würde er nicht jetzt Der- dacht schöpfen, wenn ihm nun die Nichte die gleichen Juwelen zum Kauf anbot? Wenn sich der Mann telephonisch mit Annina von Gellern in Verbindung setzte, dann war das Unglück da.
Und dennoch, es gab keinen Ausweg mehr. Seine Verbindlichkeiten gegen die Zimmerwirtin, die sich mehr und mehr als zukünftige Gräfin Hagen betrachtete, wuchsen täglich an. „Mein Erhard!" nannte Frau Wodny ihn bereits ihren Nachbarinnen gegenüber. Diese beneideten die Frau, die im Innern ihres Herzens bereits hochmütig auf ihresgleichen herabsah, um das große Glück, das ihr bevorstand, und um den Titel, den sie tragen würde.
Wer die Festtafel zu Ehren von Mariellas Geburtstag sah, hätte glauben müssen, daß Frau von Gellern nichts mehr am Herzen lag als ihr Pflegekind. Und wirklich vermochte Annina es, nach außen hin die zärtliche Pflegemutter meisterhaft zu fviE» len. Die Tafel glänzte im Schmucke des alten D> mastleinens, der schweren silbernen Tischgeräte und des echten Kristalls.
(Fortsetzung folgt!)


