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Kunst und Wissenschaft

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Gin Friedensaufruf der deutschen Krregsdichter.

Die zur Zeit in Berlin zu einem Treffen ver­semmelten deutschen Kriegsdichter haben folgenden Aufruf erlassen:

Die in Berlin zu einem Treffen versammelten Frontkämpfer unter den deutschen Dichtern richten an die Frontkämpfer der anderen Länder ihre kameradschaftlichen Grüße. Wer den Krieg kennen­gelernt hat, ist ein leidenschaftlicher Kämpfer für den Frieden. Deutschlands Führer und Reichs­kanzler ist ein Frontsoldat. Wir rufen die Front­kämpfer der anderen Länder auf, mit uns das große Erbe Europas zu hüten, die Nationen von einer hemmungslosen inneren und äußeren bolschewisti­schen Vergiftung zu bewahren und somit einem wirklichen europäischen Frieden zu dienen.

*

Der Eh es des Wehvmachtamtes schickte den Kriegsdichtern folgendes Grußwort: Der Herr Ge­neralfeldmarschall v. Blomberg hat es lebhaft bedauert, daß seine Abwesenheit von Berlin ihn verhindert, die Kameraden des großen Krieges per­sönlich zu empfangen und ihnen mündlich die An­teilnahme der Wehrmacht an ihrem Treffen aus­zusprechen. In seinem Auftrage begrüße ich hier­mit die Teilnehmer des Kriegsdichtertreffens im Namen der Wehrmacht des neuen Reiches auf das herzlichste. Die junge Wehrmacht weiß sich mit den dichterischen Zeugen des Kriegserlebnisses eins in der Ehrfurcht vor den Leistungen und Opfern der deutschen Frontsoldaten, in deren Treue äu ihrem Vermächtnis der unzerbrechlichen Kameradschaft der Volksgemeinschaft, in der Bereitschaft, dem Führer Adolf Hitler als dem Vollstrecker dieses geschicht­lichen Vermächtnisses zu dienen und zu folgen. Heil

In einer Festvorstellung wurde in Berlin der Kulturfilm über das Zeitungswesen ,,D e r ö P re - 6 e l aus Papier" aufgeführt. Der Film, der nach einer Idee und unter Mitwirkung von Zei­tungsmännern entstanden ist und die Auszeich­nungkünstlerisch wertvoll",kulturell wertvoll oolksbildend" undLehrfilm" erhalten hat, gibt einen aufschlußreichen E i n b l i ck i n d a s W e s e n der Presse und ihre Arbeitswelse sowie ihre geistige, technische und wirtschaftliche Leistung. Es ist nichts vergessen, was irgendwie mit der Zeitung im Zusammenhang steht. r . . .

Die Nachricht lauft vom Korrespondenten und den Nachrichtenbüros über den Rundfunk über Fernschreiber und Telefon in die Schnftleitung. Hier wird verarbeitet und kommentiert. Haupt- fchristleiter und Ressortschriftleiter führen den tag- lich wiederkehrenden Kampf um ihren Anteil an

dies vor einigen Jahren schon einmal der Fall war, von den Tierfreunden gesammelt und durch den Tierschutzverein im Flugzeug nach Venedig gebracht. Bisher find 700 Schwalben abtransportiert worden.

des Reichswetterdienstes. Ausaabeork $ranffarl

Deutschland ist immer noch in einer für die Jahres­zeit viel zu kalten Ostströmung, der aber mehr als seither etwas feuchtere Mittelmeerluft beigemifcht ist.! Die Neigung zu Dunst- und Nebelbildung hat daher zugenommen, auch ist es gestern wieder zu vereinzel­ten Niederschlägen gekommen. Eine durchgreifende Umgestaltung des bestehenden Witterungscharatters ist vorerst nicht zu erwarten.

Aussichten für Sonntag: Vielfach dunstig oder neblig, sonst wolkig bis aufheiternd und nur ganz vereinzelt etwas Niederschlag, bei östlichen Temperaturen wenig geändert.

Aussichten für Montag: Im wesentlichen Fortdauer des bestehenden Witterungscharakters.

Lufttemperaturen am 9. Oktober: mittags 8,1 Grad Celsius, abends 3,4 Grad: am 10. Oktober: morgens 0,8 Grad. Maximum 9,3 Grad, Minimum heute nacht 0,6 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 9. Oktober: abends 7,6 Grad , am 10. Oktober: mor­gens 4,3 Grad. Sonnenfcheindauer 5,4 Stunden.

neues Instrument des Kampfes gegen Polen und die polnische Minderheit machen wollte. Es sei schwer anzunehmen, daß ein solcher politischer Prozeß ohne Wissen und Zustimmung Prags aufgezogen worden fei. Der einzige Weg zur Nenoerung der Beziehungen zu Polen sei ' eine völlige Aenderung der tschechischen Poli- tik gegenüber der polnischen Minderheit und die endgültige Aufgabe der von der polnischen Oeffent- lichkeit oft scharf verurteilten Methode der Entnationalifierung und Bedrückung.

der arabischen Rechte, in unversöhn- lichem Gegensatz zueinander stünden. Zwei- tens sei es der Wille der Palästina-Araber, nicht weiterhin von den arabischen Brudervölkern jen­seits der Grenzen getrennt behandelt zu werden. Die I Palästina-Araber kämpften nicht gegen den Juden als Juden, aber gegen ben zionistischen Anspruch auf Palästina. Die Araber brä­chen den Generalstreik bedrückten Herzens aus Ge­horsam gegen ihre Könige ab. Auni Bey gibt der Hoffnung Ausdruck, daß die jüdische Einwan­derung schnell e i n g e ft e 111 und eine all­gemeine Amnestie gewährt werde, um den bedrück­ten Gefühlen der Araber Erleichterung zu verschaf- fen. Die arabischen Fürsten werden einen Ausruf! an die Araber erlassen, in dem sie zur Wiederher-> stellung friedlicher Zustände auffordern.

Keine Volksfront in England.

Conbon, 9.Off. (DRV.) Die arbeif erpar- fetliche Konferenz in Edinburgh lehnie am Freilagvormillag einen Antrag aus Schaf, fung einer englischen Volksfront mit überwältigender Mehrheit ab. Gegen eine Volksfront wurden 1 805 000 Stimmen, dafür 435 000 Stimmen abgegeben. Die Antragsteller hat- fen ihre Entschließung hauptsächlich damit begrün- bet, baß sich ber Faschismus zusehends in Europa ausbreite und daher von allen Organisatio­nen gemeinsam bekämpft werben müsse. Gegen ben Antrag würbe vom Vollzugsausschuß gelfenb gemacht, bah eine Zusammenarbeit mit ben Kommunisten nicht in Frage komme.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für bie Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IX. 36: 9650. Druck und Verlaa: Brühl'sche Unioersitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 1. Juni 1935 gültig.

In Mährifch-Oftrau ruft ein Grenzzwi­schenfall starke Erregung hervor, bei dem e i n 14jähriger polnischer Schüler von einem tschechischen Grenzwächter er­schossen wurde, obgleich er keineswegs etwa Schmuggelwaren bei sich hatte.

Streikabbruch in Palästina.

Jerusalem, 9. Okt. (DNB.) Die Araber wer- den den Generalstreik, der seil dem 20. April ohne Unterbrechung andauert, a u f g e b e n. Diese Tat­sache geht aus einem Schreiben hervor, das Auni Bey Abdulhadi, Mitglied des arabi­schen Streikkomitees und Führer der größten ara­bischen Palästina-Partei, der großarabischen stnab- hängigkeitspartei, an den britischen Kom­missar gesandt hat. In diesem Schreiben heißt es, man lege Wert auf einen dauerhaften Frieden. Dieser Friede habe jedoch zwei Voraus­setzungen: England müsse erkennen, daß die bei­den Teile der Balfour-Erklärung, das Versprechen eines jüdischen Nationalheims in Pa­lästina und die Nichtbeeinträchtigung

Auszeichnung deutscher Kuitur- und Werbefilme.

Die Preisverteilung auf der Internationa- l e n Schau für wissenschaftliche und Fremdenwerbungsfilme in der Villa Olmo bei Como brachte dem deutschen Filmschaffen einen sehr bemerkenswerten Erfolg. Die Reichsbahnzen­trale für den deutschen Reiseverkehr hatte durch ihre Mailänder Vertretung eine Anzahl sehr wirkungs­voller Kultur- und Werbefilme zu der in­teressanten Ausstellung gesandt, die ausnahmslos mit großem Beifall ausgenommen wurden. Unter den ad)t Nationen, die Die Schau beschickt hatten, konnte Deutschland von den acht für Normal­filme ausgesetzten Preisen allein vier Pokale erringen. ~

Den Pokal des Generaldirektors für Den Fremden­verkehr im Presse- und Propagandaministerium, Bonomi, für den besten Verkehrswerbefilm er­hielt der Bild-Ton-Bericht der Reichsbahnzentrale für den deutfchn Reiseverkehr (RDV.)Deutsche Nordseeküste". Der ebenfalls von der Neichs- bahnzentrale gezeigte, unter Der Aufnahmeleitung von Hans Ertl hergestellte Werbefilm für Die ,,OlympischenWinterfpiele 1 9 3 6" wurde mit dem Pokal des Verkehrswerbungsamtes der Provinz Como ausgezeichnet.

Der Pokal des Präfekten der Provinz Como für den besten Kulturfilm wurde dem Tobis-Film Die unbekannte Vogelwelt" zuerkannt. Der von der Doerung-Filmgesellfchaft von Hans Ertl aufgenommene FilmN a n g a Parbat über die deutsche Himalaja-Expedition gewann den Pokal des Rotary-Clubs von Como. Für die besten photographischen Aufnahmen wurde der von der italienischen Generaldirektion für Den Fremden- verkehr gezeigte FilmSchnee über den Dolomiten" preisgekrönt. Als bestes wissen­schaftliches Werk erhielt der italienische 8"m2)as Leben Der SeiDenraupe" Den Pokal des Bürgermeisters von Como.

Der Spiegel aus Papier«, ein volksbildender ZeiiungefiiM.

den Zeitungsspalten. Der politische Schriftleiter diktiert seinen Leitartikel direkt in Die Setzmaschine. Der Bildberichterstatter kommt mit den allerletzten Aufnahmen. Satzspiegel und Umbruch geben der Zeitungsmater ihr Gepräge. Di« Mater wird ge - gosien, und unter gewaltigem Lärm wirst die Ro­tationsmaschine Tausende und Abertausende von Zeitungsexemplaren in kürzester Zeit versandfertig auf den Expeditionstisch. Mit Radfahrern und Kraftwagen gehen die Zeitungen in die einzelnen Stadtteile, auf die Bahnhöfe und zum Flugplatz.

Mehr als je ist heute Zeitunglesen eine Notwendigkeit für jeden Volksgenossen, und jeder Zeitungsleser wird es dankbar begrüßen,! daß ihm auf dem Wege über den Film der lang­gehegte Wunsch erfüllt wird, selbst zu sehen, wie seine Zeitung ent st eh t, welche Kräfte da­bei am Werk sind, wie Hunderte von Händen in aufreibender Hetzarbeit Tag und Nacht am Werk sind, damit er morgens und abends die neuesten politischen Nachrichten, die wichtigsten Lokalereig­nisse, die amtlichen Nachrichten, die Roman-Fort­setzung, Die Sportnachrichten und alles sonstige in Ruhe lesen kann.

Unter Den zahlreichen Ehrengästen, Die Der Auf­führung beiwohnten, befanden sich Vertreter aller Reichsministerien, führende Persönlichkeiten der! Partei und Der Parteigliederungen, Der Reichs­filmkammer, Der ReichspropaganDaleitung Der NSDAP, Abteilung Film, des Rundfunks, des Werberats der deutschen Wirtschaft und vieler an­derer Behörden und wirtschaftlicher Organisatio­nen. In großer Zahl waren Verleger, Hauptschrift­leiter und Schriftleiter der Berliner und der aus­wärtigen Presse anwesend.

Aus aller Welt.

Die Teilnehmer des AustralienEngland-Fluges auf einem Korallenriff gefunden.

Die vier englischen Flieger, die am Dienstag von Port Darwin in Australien nach Eng­land gestartet waren und seitdem vermißt wurden, sind jetzt unter dramatischen Umständen auf einem Korallenriff in Der Timorsee ausge- f u n D e n worden. Die Flieger waren bald nach ihrem Aufstieg von Port Darwin völlig vom vor­gesehenen Kurs abgekommen. Als sie feststellten, daß ihr Brennstoff zur Neige ging, gelang es ihnen, auf Dem Scott-Korallenriff zu lanDen. Sie wurDen von Eingeborenen mit einem Fischerboot gerettet unD konnten am Freitag von Dem DampferNim- roDa", Der sich auf Dem Wege nach SüDafrika be- finDet, an Bord genommen werden. Wie Die Flieger mitteilen, ist ihre Maschine, das Verkehrsflugzeug Croydon Monofpar" unbeschädigt, kann jedoch nicht mehr geborgen werden.

Iungschwalben reifen im Flugzeug nach dem Süden.

Der ungewöhnliche Kälteeinbruch hat es einer Meldung aus Wien zufolge mit sich ge­bracht, daß die Junafchwalben der zweiten Brut ihren Flug nach Dem Süden nicht mehr an­treten konnten. Die ermatteten Tiere werden, wie

11 Oktober 1936

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