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tislische Staatsführung ist eine so souveräne und eine so über allen wirtschaftlichen Bindun­gen stehende, daß in ihren Augen die Kenn­zeichnungen21 r b e i t n e f) m e r undAr- beit geb er belanglose Begriffe sind. Es gibt keinen Arbeitgeber und gibt keinen Arbeitneh­mer vor den höchsten Interessen der Nation, sondern nur Arbeitsbeauftragte des ganzen Volkes. Der soziale Friede schafft allein die Voraussetzungen, um die gro­ßen Aufgaben unserer nationalwirtschaftlichen

Lage zu erfüllen.

Wo wären mir heute hingekommen, wenn so wie in anderen Ländern Streiks und Aussperrungen ihren gegenseitigen Wahnsinn trieben? Wo würde heute Deutschland sein, wenn jeder glauben dürfte, sich seinen Lohn und seinen Gewinn nach eigenem Ermessen bestimmen zu können? Je mehr wir die Größe der Aufgaben, die uns gestellt sind, erkennen und erfassen, um so klarer wird uns die Notwen­digkeit des restlosen und geschlossenen Einsatzes aller schaffenden Menschen zur Erfüllung dieser Aufgabe. Und um so klarer ist es auch, daß dieser Einsatz nicht gehemmt werden darf von irgendwelchen eigensüchtigen Interessen oder gar durch verrückte Institutionen, in denen man nur fähig ist, zu schwätzen in einer Zeit, die nach dem Handeln schreit.

Ich würde nicht mit dieser Zuversicht in die deutsche Zukunft blicken und nicht mit diesem Ver­trauen die Aufgaben stellen und an ihre Lösung glauben, wüßte ich nicht, daß der soziale Frie­den in Deutschland garantiert ist durch die nationalsozialistische Partei, und daß der geschlossene Einsatz der deutschen Willens- und Arbeitskraft fundiert ist im Willen unserer Bewegung. Sie ist das über Menschen und Zeit hinwegreichende Instru­ment der in ihr selbst fundierten Führung des Vol­kes und damit des Reiches. Ich kann daher gerade in diesen Tagen der allgemeinen krisenhaften An­zeichen schwerer Völkerkatastrophen nur im Ver­trauen aus die Bewegung blicken, die das Wunder der letzten vier Jahre vollbracht hat und die Deutschland kraftvoll weiterführen wird in der Er­haltung seines Daseins.

So wie wir aber in Deutschland die hinter uns liegenden und vor uns ruhenden Aufgaben nur lösen konnten und nur lösen können unter der Voraussetzung des inneren Friedens dec Na­tion. so glauben wir, daß die europäische Völker- und Staatengemeinschaft nur unter A ufrechterhaltung des europäischen Völkerfriedens einer glücklichen Zukunft entgegengehen kann, so ist aber jedenfalls unser grimmiger Entschluß, Deutschland unter kei­nen Umständen zum wehrlosen Ob­jekt irgendeiner fremden milita­ri st ischen Gewalt absinken zu lassen. Wir haben die Erfahrungen der letzten 18 Jahre genossen. Wir wissen, welches Los dem zuteil wird, der ohne eigene Kraft glaubt, auf fremde

Gerechtigkeit oder gar auf Hilfe hoffen zu dür­fen. Dir sehen um uns die Zeichen einer böse werdenden Zeit. Was wir jahrelang predigten über die größte Weltgefahr diefes endenden zweiten Jahrtausends unserer christlichen Ge­schichte wird furchtbare Wirklichkeit. Ueberall beginnt die Winierarbeit der bol- schewistischen Drahtzieher wirksam zu werden. In einer Zeit, da bürgerliche Staatsmänner von Nichteinmischung reden, be­treibt eine internationale jüdische Revolutions- zenlrale von Moskau aus über Rundfunksender und durch tausend Geld- und Agitationskanäle die Revolutionierung dieses Kon­tinents.

Man sage uns nicht, daß wir durch den fortgesetzten Hinweis auf diese Tatsache und diese Gefahren in Deutschland eine Angstpsychose entwickeln würden. Wir sind Nationalsozialisten. Wir haben daher noch niemals vor dem Bolschewismus Angst gehabt. Wir

gehören aber auch nicht zu jener lächerlichen bür­gerlichen Gilde, die noch am Rande des Abgrunds nach der MelodieFürchtest du den bösen Wolf" tanzt, die Augen schließt und dann Weiß nicht als Weiß und Rot nicht als Rot zugeben will, bis sie, wenn ihr dann das Auge plötzlich durch die brutalen Tatsachen doch geöffnet wird, zähneklappernd unter die Betten kriecht.

Wir deutschen Nationalsozialisten haben vor dem Kommunisimus niemals Angst gehabt. Wir haben nur diese schändliche jüdische Weltverhetzungs­lehre erkannt, ihre teuflischen Methoden der Verbreitung studiert und vor den Folgen ge­warnt. Im übrigen aber habe ich als Führer der Bewegung mit noch nicht 100 Anhängern gegen­über der kommunistischen Millionenbewegung in Deutschland stets die Ueberzeugung gehabt, diese einmal niederzuwerfen und in Deutschland auszu­rotten. Wir haben vor dieser Bewegung in Deutsch­land 15 Jahre gewarnt, als das Bürgertum lachte, wir haben sie vernichtet, als das Bürgertum jäm­merlich zitterte und vor ihr kapitulierte.

Deutschlands Sicherheit und Unabhängigkeit ist garantiert.

Wir haben auch heute keine Angst vor dieser bolschewistischen Invasion nach Deutsch­land, aber nicht etwa, weil wir nicht an sie glauben, sondern weil wir entschlossen find, die Nation so stark zu machen, daß sie, so wie der Nationalsozialismus im Innern mit dieser Weltverhehung fertig wurde, auch jeden Angriff von außen mit brutal- ster Entschlossenheit abwehren wird. Diefes ist der Grund für die Maßnahmen, die wir mitt- tärlfch getroffen haben. Diese deutschen Maß­nahmen wachsen oder senken sich nur nach dem Grad der sich steigernden oder vermindernden Gefahren um uns: Denn es macht uns kein Vergnügen, die Kraft unseres Volkes i n Rüstungsbetriebe oder in Kasernen zu bannen. Allein, wir sind auch Mann genug, dieser Notwendigkeit kalt und hart ins Auge zu sehen. Und ich möchte hier in dieser Proklamation vor dem ganzen deutschen Volk es aussprechen, daß ich, überzeugt von der Notwendigkeit, den äußeren Frieden Deutsch­lands genau so zu wahren, wie ich den inneren Frieden sicherte, vor keiner Maßnahme zurückfchrecken werde, die geeignet ist, der Nation nicht nur das Gefühl der Sicher­heit. sondern vor allem uns selbst das Gefühl der Ueberzeugung der unter allen Umständen garantierten Unab­hängigkeit des Reiches zu geben.

Die Moskauer kommunistischen Hetzer Neumann, Bela Khun und Genossen, die heute Spanien

im Auftrage der Komintern-Bewegung verwüsten, werden in Deutschland keine Rolle spielen, und die auffordernde Hetze des Moskauer Senders, das unglückliche Spanien in einen Schutt- und Trüm­merhaufen zu verwandeln, wird sich in Deutschland nicht wiederholen. Dafür garantiert die national­sozialistische Partei und die nationalsozialistische Armee des dritten Reiches. Das deutsche Volk aber hat keinen anderen Wunsch, als mit all denen, die den Frieden wollen und die uns in unserem eigenen Lande in Ruhe lassen, in Frie­den und Freundschaft zu leben.

Ich habe daher nach Rücksprache mit dem Reichs­kriegsminister veranlaßt, daß die zweijährige D i e n st z e i t für unsere Armee nun unverzüglich zur Einführung kommt. Ich weiß, daß der junge Deutsche ohne mit der Wimper zu zucken, dieser Notwendigkeit gehorchen wird. Die heute Deutsch­land regierende Führung hat ein Recht, von den Deutschen dies zu fordern, denn wir alle haben nicht nur zwei Jahre im Frieden gedient, sondern vier Jahre im größten Krieg aller Zeiten. Und wir taten es für Deutsch­land, für unser Volk, für die deutsche Heimat. Und die nationalsozialistische Bewegung hat 15 Jahre gerungen und von ihren Anhängern die größten Opfer zur Rettung Deutschlands vor dem inneren bolschewistischen Feind und Widersacher.

In dieser Liebe zu unserem Volke und dieser Bereitwilligkeit uns für die Freiheit und Unab­hängigkeit unseres Volkes einzusetzen bis zum letzten, fühlen wir uns verbunden mit all den Völkern, die einer gleichen Re­gung gehorchen. Deutschland aber kann glücklich sein zu wissen, daß fein innerer und äußerer Frieden aus eigener Kraft gewahrt

und gesichert ist. Je turbulenter die Wett um uns wird, um so tiefer wird die Treue des deutschen Volkes zu feiner Nationalsozialistischen Bewegung werden, der es seine geschichtliche Auferstehung verdankt. Um so mehr wird es in der Partei d i e kraftvolle Führung sehen und bewundern, die es aus feiner eigenen Zerrissenheit erlöst und in ein stolzes, selbstbewußtes Volk verwandelt hat, die die inneren Auflösungserscheinungen beseitigt und in letzter Stunde die Nation zusammenriß zur Meisterung der ihr gestellten politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Aufgaben.

Und je mehr sich der Himmel um unser Vater- land von bolschewistischem Weltaufruhr zu röten beginnt, mit um so größerer Liebe und Hingabe wird das nationalsozialistische Deutschland zu fei. ner Armee stehen, der wir die größte und stolzeste Tradition unseres Volkes verdanken. Sie hat auch uns ein st erzogen, aus ihr sind wir alle gekommen, die wir dann die Partei, die SA., die SS., das NSKK. aufrichteten. Sie hat uns die Männer geschenkt, mit denen wir unsere ersten Sturmabteilungen, die Garde unserer Be­wegung aufbauten. Und ihr sollen für alle Zukunft wieder zwei Jahre lang gehören die jungen Söhne unseres Volkes, auf daß sie die Kraft und Fähig­keit erhalten im Kampf für die Unabhängigkeit und Freiheit des Vaterlandes, zum Schutze der deut­schen Nation.

Indem ich dies am 4. Reichsparteitag offen auszusprechen in der Lage bin, blicke ich in tiefem Glück zurück auf diese stolzeste Leistung nationalsozialistischer Staatsführung und natio­nalsozialistischen Soldatentums. Nun wird wie­der Generation um Generation dieses edelste Opfer bringen, das von einem Wann gefordert werden kann. Das deutsche Volk aber hat damit im Jahre 1936, im vierten Jahre des national­sozialistischen Regimes, die Zeit seiner geschicht­lichen Ehrlosigkeit geändert. Ls lebe die natio­nalsozialistische Bewegung, es lebe unsere natio­nalsozialistische Armee, es lebe unser Deutsches

Reich!"

Fast jeder Satz der Proklamation, die in pracht. voller Diktion und Klarheit einen Abriß über die ersten vier Jahre nationalsozialistischer Staatsfüh» rung und einen zukunftsweisenden Blick in die bevor» stehenden großen Aufgaben tun ließ, wurde vom Kongreß mit stürmischem Jubel auf» genommen, der sich am Schuß zu einer minu­tenlangen Kundgebungen für den Führer steigerte.

Hauptschriftleiter Or. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumfchein. Anzeigen» leiten Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VIII. 36: 9350. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch» und Steindruckerer R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags

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