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Stadion.)
Schwimmen.
Nachdruck verboten!
10. Fortsetzung.
7 Uhr: Turnen, Kür der Männer. (Dietrich- Eckart-Bühne.)
15 Uhr: Turnen der drei besten Nationen. (Dietrich-Eckart-Bühne.)
15 Uhr: Boxen, Ausscheidungskämpfe und 2. Runde. (Deutschlandhalle.)
9 Uhr: Rudern, Dorläufe. (Grünau.)
10.30 Uhr: Segeln. (Kieler Förde.)
die Siegerehrung für die beiden Ersten, I s o 5) o H o und Tuominen . und den Dritten, den Deutschen Alfred D o m p e r t, statt. Die Zuschauermassen danken dem Stuttgarter immer wieder für seinen prachtvollen Einsatz und den schönen, bestimmt nicht erwarteten Erfolg.
Italien Olympiasieger im Oegen- Mannschastsfechten.
Deutschland auf dem 4. Platz.
15 Uhr: Wasserball, Zwischengruppenspiele: Vorführung: Drei Sieger im Kunstspringen; 4-rncrl- 200-Meter-Staffel, Endlauf und 200-Meter-Brust, Endlauf. (Schwimm-Stadion.)
16.30 Uhr: Hocke y-Turnier, Trostrunde, (Hockey- Stadion.)
15 Uhr: Fechten, Degen-Einzelkämpse, Endrunde. (Tennis-Stadion.)
16 Uhr: Basketball, 3. Runde. (Tennis- Stadion.)
Basketfpiel! Dieses'Bild zeigt eine Szene aus dem Kampf der Polen gegen die Italiener. — (Scherl-M.)
einer Staub- und Dampfhölle von 30 Grad Hitze. In kurzer Zeit war er pechschwarz am ganzen Leibe. Der Schweiß zog graue, dickflüssige Rinnsale, Kohlenstaub deckte sie wieder zu.
Durham sah die Feuer nach. Er sagte nichts. John Schnakenbeck stand mit der Eisenstange in der Hand. Er hatte die Kiefer aufeinandergepreßt, seine Augen waren blutunterlaufen, das Weiße war rot. Durham sah ihm ins Gesicht. Er war wohl Menschenkenner. „Gut", sagte er anerkennend. Dann verschwand er wieder. Langsam besann sich John Schnakenbeck und griff wieder zu. Die Eisenstange war am Ende rotglühend. Der Griff in seiner Hand wurde plötzlich so heiß, daß die Haut daran kleben blieb. Er kühlte die Stelle mit einem nassen Lappen. Aber die Haut war weg. Durham sah den Vorgang an. Er rückte eine Büchse Fett heraus. „Richt Wasser", verwies er, „Wasser zieht Blasen." Er schien doch ganz menschlich. In Wirklichkeit war es aber nur, daß er sich seine Arbeitskräfte zu ertzal- ten wünschte. Er hatte nur eine einzige Ablösung zur Verfügung. Vier Leute bei den Feuerlöchern, das war wahrhaftig wenig. Er mußte jeden einzelnen bei guter Gesundheit und Kraft erhalten. So war auch der Auftrag des Kapitäns.
„Leute kosten Geld, Durham", hatte Mr. Pranke ge agt. „Ich zahle lieber Ihnen ein bißchen zu, wenn Sie mit den vier Kerlen ausreichen. Wenigstens bis Edinburgh. Da werden wir weiter sehen."
Durham reichte also aus. Er griff sogar selber mit zu, das mußte wahr bleiben.
Leider gab es aber doch etwas, worüber die vier Leute im Heizraum zu klagen hatten, wenn sie von Durham sprachen. Er trank mehr als ihm zuträglich war, und wenn der Alkohol ihn gepackt hatte, bekam er eine Art Größenwahn. Dann kommandierte und schrie er sinn- und meist zwecklos in der Dampfhölle herum.
John Schnakenbeck verlor am zweiten Tag die Geduld und die Nerven. Sein Gehirn war leer- gebrannt von diesen glühenden Ofenlöchern; sein Blut kochte. Er sah den schreiend befehlenden Durham dicht vor sich auftauchen. Durham torkelte, er war schwer betrunken. John Schnakenbeck nahm eine Eisenstange. Sein Gesicht war verzerrt. „Durham!" schrie er, „es fällt jetzt gleich eine Schürstange vom Kessel herunter. Sie fällt Ihnen auf den Kopf,
Schwimm-Olympia der Rekorde
Großkämpfe im Schwimm-Stadion.
Unbekannte Fracht
Roman von Zrani ß.Sraun.
Die deutsche Vertreterin Trude Wollschläger, die im 4. Vorlauf im 200-m-Brustschwimmen gestartet war, setzte sich als Vorlaufsiegerin durch.
Grau in Grau war der Himmel mit tief hängenden Wolkenbänken, als am Samstagmorgen punkt 9 Uhr die olympischen Schwimmwettbewerbe mit dem ersten Vorlauf zum 100-Meter-Freistil- schwimmen begannen. Nach einem starken Gewitterregen waren beim Start des ersten Dorlaufs etwa 10 000 Menschen auf den steil ansteigenden Rängen des herrlichen Schwimmstadions.
Das rund 50 Mann starke Feld zum 100-Meter- Kraulschwimmen war in sieben Vorläufe aufgeteilt. Die zwei Ersten eines jeden Dorlaufes und die beiden schnellsten Dritten des Gesamtfeldes qualifizierten sich für die Zwischenläufe.
Duell Arai — Fischer im 4. Vorlauf.
Japans tüchtiger Nachwuchsmann Arai, der im Training verschiedentlich unter 57 Sekunden geschwommen hatte, traf im 4. Dorlauf auf den Europa-Rekordmann und deutschen Meister Hel- muth-Fischer. Nach glänzendem Start lag Fischer bei 50Meter kaum sichtbar vor dem jungen Japaner. Fischer schwamm flüssig und in einem für das Auge schönen Stil. Arai spurtete dann, doch hielt Fi- scher mit und bis 80 Meter gab es einen begei- fternben Kopf-an-Kopf-Kampf, bis schließlich Arai vorgehen und in 57,5 mit Handschlag vor Fischer (57,9) und dem jungen Ungarn Gros (1:01,3) siegreich blieb.
Für die Zwischenläufe qualifiziert.
Für die beiden Zwischenläufe, die am Nachmittag ausgetragen wurden, qualifizierten sich: Arai, Ta- guchi und Dusa (Japan), Fick, Highland und Lin- degreen (USA.) Fischer und Heibel (Deutschland), Esik und Dr. Abay-Nemes (Ungarn), Christensen (Dänemark), Wilfan (Jugoslawien), French- Williams (Großbritannien), Adjaluddin (Philippinen) und die beiden schnellsten Dritten Kendall (Australien) und Hietanen (Finnland).
Fischer im Lndlauf.
Pausenlos folgt im Schwimm-Stadion ein Rennen dem anderen. Kaum waren die fünf Vorläufe zum 100-Meter-Kraul-Schwimmen der Frauen be-
rend vorn der Engländer den Kampf gegen USA. ganz überraschend für den Union Jack entscheidet, entspinnt sich zwischen Deutschland und Kanada ein erbittertes Ringen um die Bronzene Medaille. Der Kanadier Loaring macht sich an die Verfolgung des Deutschen. Eingangs der Zielkurve ist ine rote Hose an den Dresdner herangekommen, aber der deutsche Meister kann auf der kurzen Strecke sich behaupten. Er läßt den Kanadier nicht narbe, und geht mit einem halben Meter Vorsprung durch das nahe wieder um 50 Meter zuruckoersegteZie England entriß den Amerikanern den schon sicher scheinenden Siea in der Zeit von 3:09, die nur a/io Sekunden bin?er dem bestehenden Weltrekord zuruckbleibt. Die Amerikaner brauchten 3:11, die Deutschen 3:11,8.
Erster deutscher Erfolgüber3000Meter
Dompert erringt eine bronzene Medaille.
Qu einem herrlichen deutschen Erfolg wurde die Entscheidung im 3000-Meter-Hindernislauf. Der Deutsche Alfred Dompert (Stuttgart) wurde Dritter hinter den Finnen Iso Hollo und Tuominen, obwohl des finnischen Siegers Zeit von 9:03,8 Min. einen unwahrscheinlich guten olympischen Rekord bedeutet. Dompert ist damit der erste deutsche Lauser der sich bei einem olympischen Langstrecken- Lauf unter den Medaillen-Gewinnem zu planeren vermochte. . ,,
Zwölf Läufer stehen am Start des schweren Z 0 04) -Meter-Hindernislaufes. Dompert hat sich bald aus dem Hinterfeld an die fünfte Stelle gelegt, Jfo Hollo führt unentwegt vor Matt- lainen, hinter den beiden Finnen gibt es erbitterte Positionskämpfe. Vier Runden vor Schluß schiebt sich Dompert auf den dritten Platz vor den Amerikaner Manning und den Letten Wihtels. Zweiem- halbe Runden vor Schluß drehen die führenden Finnen stärker auf. Mit prachtvollem Kampfgeist zieht der Stuttgarter noch einmal an. Er muß zwar den dritten Finnen, Tuominen, vorbeilassen, doch er lüß sich nicht abschütteln. In der letzten Runde geht Iso Hollo davon und wiederholt in glänzender Zeit von 9:03,8 Min. feinen Olympia-Sieg von Los Angeles. Dompert kämpft mit letzter Kraft. Er setzt verbissen den beiden Finnen nach, Meter um Meter arbeitet er sich heran und 120 Meter vor dem Ziel hat er unter dem tosenden Jubel der begeistert mitgehenden Zuschauer Matilainen erreicht. Der Finne kann unseren Mann nicht halten, er fällt zurück. Dafür hält aber Tuominen stand. Bruch an Brust kämpfen Tuominen und Dompert in abwechselnder Führung die Zielgerade herunter, knapp mit guter Brustbreite ist im Ziel der Finne vor dem Deutschen. , t
Gleich im Anschluß an den harten Kamps findet
Auf einer Pritsche an der Wand, unter dem einzigen geöffneten Bullauge, lag ein Mann in blauem verschmierten Arbeitsanzug. Er sah die beiden herunterkommen, aber er stand nicht auf. Er drehte nur den Kopf ein wenig. „Seid ihr die neuen Hilfs- Heizer?" fragte er. . „
John Schnakenbeck antwortete: „Ja, die sind wir.
„Das ist gut. Ich bin Durham, der Oberheizer und Maschinist, das ist auf diesem Schiff so. Dies hier ist also mein Revier, ihr versteht! Er entschloß sich, nun doch aufzustehen. Er sah die beiden forschend an. „Deutscher, nicht wahr? Nun gut, kräftige Leute seid ihr ja, das ist wichtig. Es ist hier nämlich kein Trimmer an Bord. Ihr müßt die Koylen selber trimmen und heranschaffen. Klar?"
„Klar, Mr. Durham."
„Laß bas „Mister" weg, Mann," Er reckte sich und gähnte. „Zieht euch, aus. Es kann jeden Augenblick losgehen."
Rudolf Terbrügge stand in Schweiß buchstäblich gebadet. Der Befehl tarn wie eine Erlösung Er warf Jacke und Hemd ab. Mit nacktem Oberkörper begann er sich um die Kohlen zu kümmern, «le la- gen aufgestapelt rückwärts in einem Bersch g. das w°?, wie er bald sah, nur der kleine Vorrat, Ein dunkler Gang und dahinter eine Art Keller waren bis obenhin mit Kohlenbrocken gestillt, d getrimmt und herangeschafft werden mußte .
Ein paar Klingelzeichen ertönten. Durham wurde richtig lebendig, er wuchs zu ferner ansehnlichen Größe auf. Mit Kraft warf er eine JHrt Sebel herum und drehte an der Maschine. Gin ^enbe- täubenber Lärm fetzte ein. Es i$icn' <jL5 u?bL
wand im Takt mit einem Riefenhammer auf Den Boden oder gegen eine Wand des Sch ste^ Der Raum erzitterte. Gleichzeitig war wie automatt ch der ganze Raum mit heißem Dampf ungefüllt. Wieder läutete eine Glocke, eine Klingel l^^ig h an. Durham stand vor feinem Keffel und sah einen
In Anbetracht des unbeständigen Wetters hatte man es vorgezogen, die Endrunde im Mannschafts- Degenfechten in den Kuppelsaal der Turnhalle auf dem ReichssportfeD zu legen. Wiederum hatten sich zahlreiche Zuschauer eingefunden. Wollte man doch sehen, ob Frankreich seine Meisterschaft in dieser Kampfesart verteidigen kann, oder ob Italien ihnen den Rang ablaufen würde. Aber auch auf das Abfchneiden der Deutschen war man gespannt. Auch den Schweden gab man große Chancen. Gelang es ihnen doch, die Franzosen auf den dritten Platz zu verdrängen. Mit diesen drei Spitzenmannschaften kamen die Deutschen dann doch nicht mit. Sie hatten wenigstens die Genugtuung, allen Gegnern erbitterten Widerstand geleistet zu haben. Mit 0 Siegen mußten sie mit dem 4. Platz vorlieb nehmen. Olympiasieger und Gewinner der Goldmedaille wurde Italien mit 3 Siegen vor Schweden mit 2 und Frankreich mit 1 Sieg.
Deutsche Degenfechter in der Endrunde.
Der dritte Durchgang in der Vorentscheidung zum Degen-Mannschaftsfechten mußte die Entscheidung bringen, wer neben Italien, Frankreich und Schweden in die Schlußrunde kommt. Als Deutschlands und Polens Fechter zum entscheidenden Treffen in der 1. Gruppe den Kuppelsaal betraten, schallte ihnen herzlicher Beifall entgegen. Einmal in Führung liegend, lief die deutsche Mannschaft zu einer erstaunlich guten Form auf. Polen wehrte sich verzweifelt, denn auch ihnen winkte im Siegesfall die Teilnahme an der Schlußrunde. Rothig-Hamburg und Uhlmann-Ulm errangen je drei Siege, Schroder brachte es auf zwei und ein Unentschieden, während Esser, vom Vormittag noch etwas verausgabt, seine beiden Kämpfe verlor. Beim Stande von 8,5:2,5 Punkten wurde das erbitterte Gefecht abgebrochen, da Polen für den Sieg nicht mehr in Frage kam.
Kanada, Brasilien, Schweden, Holland, Polen und Belgien waren es, die sich der deutschen Ueber- legenheit im Degenfechten beugen mußten. In der Schlußrunde trifft unsere Mannschaft mit Frankreich, Italien und Schweden zusammen.
Olympischer Zeitplan.
IHonfag, 10. August.
16 Uhr: Sieger-Zeremonien. 17: Fußball- Vorschlußrunde. 21: „Musik und Tanz der Volker" (jeweils im Olympia-Stadion).
Schwimmen.
9 Uhr: Kunstspringen, Entscheidung; 4-mal-200- Meter-Staffel, 3 Vorläufe; Wcrsserball - Vorrunde: Belgien — USA., Uruguay — Holland, Ungarn — Großbritannien, Jugoslawien — Malta; 15: Deutschland — Japan, Frankreich — Tschechei, Schweden — Schweiz, Oesterreich — Island; 100- Meter-Freistil, Frauen, Endlauf; 400-Meter-Freistil, Männer, 6 Dorläufe. (Schwimmstadion.)
16.30 Uhr: Hockey- Turnier: Deutschland — Spanien, Afghanistan — Dänemark, Belgien — Schweiz. (Jeweils Hockey-Stadion.)
9 und 15 Uhr: Fechten, Degen-Einzelkämpfe, Zwischenrunde und Vorentscheidung. (Tennis-Stadion.)
16 Uhr: Baskettball, 2. Runde (Tennis- Stadion). , ...
7 und 14 Uhr: Turnen, Männer, Pflichtübungen. (Dietrich-Eckart-Bühne.)
15 und 20.30 Uhr: Boxen, Ausfcheidungs- kämpfe. (Deutschlandhalle.)
16 Uhr: Handball- Endrunde, 2 Spiele. (Polizei-Stadion.)
18 Uhr: Radrennen, 100-Kilometer-Straßen- rennen. (Avus.)
10.30 Uhr: Segeln. (Kieler Forde.)
Dienstag, 11. August.
16 Uhr: Sieger-Zeremonien. (Olympia-Stadion.) 17 Uhr: Fußball - Vorschlußrunde. (Olyrnpia-
9 Uhr: 400-Meter-Freistil, Männer, Zwischenläufe; 100-Meter-Rücken, Frauen, 3 Vorläufe; Wasserball, Zwischengruppenspiele. (Schwimm-Stadion.) Dampfdruckmesser an. Dann schien er zufrieden und drehte sich um.
Rudolf Terbrügge sah nichts mehr. Er stand und wußte nicht weiter. Aber Durham, bereits an die Dämpfe gewöhnt, schien ihn zu beobachten. „Los!" schrie er, „nicht herumstehen, Mann!" Seine Arme fuchtelten in Der Luft herum. „Kohle herangeholt! Die Feuerlöcher wollen fressen! Wo steckt Der andere Kerl? Aha. bei dem ersten Kessel, gut, Mann, weiter so!" Dann war er verschwunden. Vom Dampf geschluckt.
Rudolf Terbrügge tastete sich zu seinen Kohlen. Dann und wann zuckte von einem kurz aufgeriffenen Feuerloch ein gespenstisch roter Flammenschein durch Die Dampfwolken zu ihm hin, als sei er auf ihn gezielt. Einmal horte er wie aus weiter Ferne John Schnakenbeck laut schreien. Durham tauchte auf unD sprang hinzu.
„Laß Doch Die Roste in Ruhe, Mann! Wenn sie ins Rutschen kommen, ist es aus!"
Dann roieDer ein Ruf: „Trimmer, Kohlen!"
„Ein Ventil oDer gar ein Kessel muß unbicht sein, Durham. Das geht Doch nicht. Dieser Dampf verbrüht uns ja."
„Daran gewöhnst Du Dich, FreunD. Shut up! Wegen Deiner zarten Haut können wir Das Schiff nicht zur Reparatur auflegen."
Tatsächlich gab es Stellen im Heizraum, Durch Die man hinDurch mußte unD wo Der Dampf so heiß ausströmte, Daß man verbrüht würbe. Aber sie hatten beiDe, John Schnakenbeck unD RuDolf Terbrügge, Diese Plätze balD herausgefunDen unD wußten sie zu meiben.
Durham grinste ein paarmal, aber Dann — ihm mußte Daran liegen, Die Leute gefunb zu erhalten — wies er ihnen selber Die Möglichkeit, auszu- weichen.
Die Arbeit war schwer. Die Hitze zum Umfallen. Staub und Ruß, Schweiß unD Sah Der uEwoll gemeinten Tränen verklebten Die Augen. Rudols Terbrügge mußte Dann unD wann an Das Bullauge stürzen um eine Lunge voll frischer Luft zu schnappen Er hatte Das Gefühl, Diese Arbeit nicht lange bewältigen zu können. Er war gewiß Arbeit gewohnt. Auch schwere Arbeit wie Diese Aber er hatte bisher immer in frischer Lust geschafft, nicht in
wenn Sie nicht augenblicklich versckwinDen und Ihren Rausch auf Deck auslüften." Er stanD vor Dem Oberheizer, ein schwarzer, schäurnenDer Unterweltsmensch, sonDerbar beherrscht nur in Der Sprache.
Durham starrte auf Diesen MunD, Der solche Worte sprach. Er war berauscht, aber nicht sinnlos betrunken. Er bückte sich unD packte einen Brocken Steinkohle, so ein hanDfestes Stück, groß genug, es Dem Aufsässigen mit Wucht vor Die Stirn zu schlagen, Daß er umfiel. Aber er kam nicht Dazu. Seine HanD wurde gepackt unD leicht im Gelenk herumge- Dreht. Der Kohlenbrocken polterte hin. „Wer wagt..." Durham fuhr herum. Da stanD Der Trimmer Terbrügge. Er lächelte. Er nahm, als fei Das SelbftverftänDlichfte von Der Welt geschehen, Den Oberheizer beim Arm; mit zwingenDem Griff, aber Doch nicht so. Daß Durham sich hätte vergewaltigt fühlen müssen, unD führte ihn zur Treppe. „Sie müssen ihm nichts nachtragen, Durham", sagte er in schlechtestem Englisch. „Er ist jähzornig. Sie sinD Der Klügere."
Durham sah den jungen Mann an. Er verstand die Sätze. Es war im Augenblick ganz ungewiß, was geschehen würde. Rudolf Terbrügge rechnete Damit, Daß Durham ihn ^nieberschlagen roerDe; er hob schon Den Arm zur Abwehr. Aber Da Drehte Durham sich ab. „Thank you", sagte er; sonst nichts. Er kletterte nach oben.
RuDolf Terbrügge trat zu feinem fchweratmenDen FreunD.
„Sein Glück", sagte John Schnakenbeck keuchenb. RuDolf Terbrügge legte ihm Die HanD auf Die Schulter. „John, was wäre gebessert gewesen..."
John Schnakenbeck starrte zu BoDen, Dann fuhr er sich über Das Gesicht, er verschmierte nur Schweiß unD Kohlenstaub, aber Daran Dachte er nicht. „Danke", sagte er Dann ganz unerwartet unD Drehte sich um, packte wieder Die Schaufel an unD riß Die Feuertür auf.
RuDolf Terbrügge stanD einen Augenblick still. Er lächelte ein bißchen; er sah recht verlegen aus, und er wußte auch nichts Davon. Sie Dankten ihm beide? Merkwürdig; Die Hitze trug wohl fchulb, Der Dampf — Die Hölle unter Deck machte Die Menschen verrückt.
(Fortsetzung folgt!)
Die japanische Schwimmerin M a e h a t a erzielte über 200-m-Brustschwimmen einen neuen Olympischen Rekord. — (Presse-BilD-Zentrale-M.)
enöet, Da wurde bereits der erste Zwischenlauf über 100-Meter-Kraul bei Den Männern ausgetragen. Hier kam Fischer nicht über Den vierten Platz hinaus, Da aber seine Heit im zweiten Laus nicht erreicht rourDe, kam er doch in Den EnDlauf.
Für Den EnDlauf qualifizierten sich: Pusa, Arai, Taguchi (alle Japan), Esik (Ungarn), Fick unD Sin- Degreen (USA.) und Helmuth Fischer (DeutschlanD).
Schwimmstadion ausverkauft.
Bereits eine halbe Stunde vor Beginn der Nachmittagskämpfe waren die steil ansteigenden Ränge Des Olympischen Schwimmstadions schwarz voll Menschen. Rund 20 000 mögen es gewesen sein, die Die Starts zum 100-Meter-Kraul Der Frauen mit- erlebten.
Schon im ersten Vorlauf Des 35kopfigen Feldes, Das in fünf Vorläufe eingeteilt war, traf die deutsche Meisterin unD Rekordhalterin Gisela ArenDt auf Nie M a st e n b r o e k. Vom Start weg lag Gie- fela ArenDt in Führung. Bei 75 Meter legte Die HollänDerin einen mächtigen EnDspurt ein. Im Nu war sie an Der Amerikanerin vorbei unD nach kurzem Kampf mit Giesela ArenDt hatte sie ihr erstes Rennen in Der guten Zeit von 1:06,4 vor ArenDt-DeutschlanD 1:07,3 unD C. Rawls 1:08,5 unD Der KanaDierin Dewcrr gewonnen. Der bisherige olympische RekorD stanD auf 1:06,8. W. D e n DuDen, HollanDs vielfache Weltrekordlerin, holte sich Den zweiten Lauf in 1:08,1 vor De Lacy- Australien in 1:08,5, McKean-USA. 1:09,3 unD Der Ungarin Acs 1:12,7. Im Dritten Lauf gab es für DeutschlanD eine Enttäuschung. Die junge 14jährige Inge Schmitz- Berlin war nicht in Meister- schaftsform unD schieD als Fünftplacierte aus. In Der ausgezeichneten Zeit von 1:06,8 siegte Die Argentinierin Campbell. Die junge Dänin Ragnschild Hveger gewann auch als Mittelstrecklerin ihren Lauf jederzeit sicher. Im fünften unb letzten Vorlauf schieb auch bie bxitte beutsche Teilnehmerin M. Lohrn a r - Bonn aus. Die Amerikanerin Lapp siegte in 1:09.


