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Montag, IN. August 1956

186. Jahrgang

JMsroichilse für Madrid

sollen. ..

Wie im Rundfunksender von Sevilla weiter mit= geteilt wurde, haben am Sonntagvormittag zwei Regimenter der Fremdenlegion aus Algeciras im Guarradama-Gebirge Stellungen bezogen. Das Mi-

E Die der Regierung nahestehenden Blätter stellen fest daß sich der Einfluß der Militärgruppe nur noch auf die Provinz Cordoba erstrecke. Zwei Dörfer im Minengebiet Pennaroya sollen in der jSanD der Regierung sein, da die Minenarbeiter es den Rationalisten durch den Generalstreik, von dem sogar die Hausangestellten erfaßt worden fern sol­len, unmöglich gemacht habe, die Macht m die Hand zu bekommen. Die Lage der Nationalisten m Granada gestalte sich immer verzweifelter. Die Garnison setze sich aus 1000 Hecresangehongen und 500 Faschisten zusammen, die ständig den Anfein­dungen der Einwohner ausgesetzt sein sollen. 2lnu=

die Be^

den ersten Abschnitt eines großen antifaschistischen Feldzuges auf spanischem Boden auszutragen.

seine Minister völlige und loyale Neutralität be- wahren könnten, die allein wert hätte. Die kom­munistischeHumanste" sei über den Gedanken em­pört, daß man derrepublikanischen" spanischen Regierung die Ausfuhr, deren sie bedürfe, vorent­halten könnte; das sei ein unglaublicher Bruch des internationalen Rechts. Die Angelegenheit, so fahrt Echo de Paris" fort, sei für die kommunistische Partei sehr wichtig. Moskaus Spiel in Spanien sei sehr groß. Wenn die Marxi­sten siegten, werde sich ein Sowjetregime aus einer der Nationen aufrichten, die das Mit­te l m e e r beherrschen, und zwar in unmittel­barer Nachbarschaft eines Garanten A f r-i k a s. Der Bolschewismus werde sich, wie in Asien, mit dem Nationalismus der Eingeborenen verbinden. Ein marxistischer Sieg in Spanien würde eine neue Auflage der Weltrevolution bedeuten. Niemals viel­leicht 'seit dem Marsch auf Warschau hätte Sowjet- rußland einen so entscheidenden Augenblick durch­lebt. Man könne sich daher leicht vorstellen, daß die kommunistische Partei, die nur ein Instrument in der Hand Stalins sei, es nicht leicht hinnehmen würde, daß eine Regierung, die von ihr lebe, dem spanischen Drama gegenüber pas si o bleibe. Die meisten der Minister und vielleicht Leon Blum selbst sähen klar die tödliche Ge­fahr, der Frankreich sich aussetze, wenn es eine aktive Haltung im spanischen Bürgerkrieg em» nähme. Auf der anderen Seite aber standen sie publikaner unter dem Druck derjenigen, die davon träumten, 1 hatten.

Warenspekulanten in Gowjetrußland.

Moskau, 8. Aug. (DNB.) Die empfindliche Knappheit an vielen Lebensmitteln und den mei­sten Jndustriewaren des Massenbedarfs hat in der ganzen Sowjetunion zu einer wilden Spekulation mit den sogenanntenDefizitwaren" geführt. (Spe­kuliert wird fast mit sämtlichen Waren. In einer Unterredung zählt der Präsident des Moskauer Gerichtshofes z. B. alsObjekte der Spekulation" auf: Galanteriewaren, Trikotagen, Zwirne, Ge­schirr, Schuhwaren, Manufakturwaren und Lebens­mittel. DieSpekulation" besteht in allen Fällen im raschen Aufkäufen der Waren und in ihrem Verkauf auf den Märkten zu höheren Preisen. Die Spekulanten seien meist trefflich organisiert und hätten eine zweckentsprechendeArbeitsteilung : Die einen hielten sich ständig in den Läden auf, um die Waren sofort aufzukaufen, die anderen sorgten für den Transport auf die Märkte und in die Pro­vinz, während die dritten den Verkauf betrieben.

Um sich der Spekulation zu erwehren, greifen die amtlichen Stellen zu drakonischen Strafen In Moskau wurden 208 Personen verhaftet, und davon 11 zu je 5 Jahren und 21 zu 3 Jahren Zwangs- arbeit verurteilt. In Leningrad erhielten fünf Per- sonen je 5 Jahre, eine Person 10 Jahre Gefängnis. In Kiew wurden 23 mit 3 bis 5 Jahren Ver­schickung und Zwangsarbeit verurteilt.

Die Nationalisten melden neue marxistische Geueltaten

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8l/,W)r des Vormittags Grundpreise für \ mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.250/a mehr.

Ermäßigte Grundpreise:

Gesechl im Hasen von Malaga

Grenzsperre zwischen Gibraltar und Spanien.

Moskaus Hilfsaktion für die fpanischen Kommunisten

Edelsteinverkauf zur Finanzierung eines Freiwilligen-Korps für den fpanischen Bürgerkrieg.

Paris, 10. Aug. (DNB. Funkspruch.) General Oueipo de Llano hat am Sonntagabend rm Rund­funk-Sender von Sevilla verschiedene von Madrid verbreitete Meldungen dementiert. So hat er die Behauptung für u n z u t r e f f e n d erklärt, daß Ca­diz Cordoba, Sevilla und andere Städte unmittel­bar vor dem Fall stehen. Weiter brandmarkte der General eine Anzahl marxistisch er Greuel- taten. In Konstantina, so führte er aus, das am Sonntag wieder von der Militärgruppe besetzt worden sei, haben die Roten, bevor sie die Stadt aufgaben, 250 Personen tn die Schächte g e w or f e n und dann Dynamit- Patronen zur Explosion gebracht. In Lora del Rio, das am Samstag eingenommen worden fei, feien 187 Menschen getötet worden. 40 wei­tere hätten gerade erschossen werden sollen, als die Stadt von den nationalistischen Truppen besetzt wurde. In Badajoz seien 195 Personen niedergemacht worden. Auch in Malaga seien Massenerschießungen erfolgt.

Der General erklärte weiter, es sei ein Beweis für die unsichere Lage in Madrid, daß sich gegen­wärtig 7 Minister und der Vorsitzende der Kammer in Valencia befänden, wo sie wahrscheinlich den Augenblick ihrer Einschiffung abwarteten. Dort soll ein Kriegsschiff für den Notfall der Regierung zur Verfügung stehen. Die Stimmung unter den Mar­xisten, die an der Front kämpfen, lasse von Tag zu Tag nach. Zu dieser Veränderung im Lager der Roten habe das Verhalten der Führer sehr viel beigetragen, die sich fast nie an der Front sehen ließen und von denen das Gerücht gehe, daß sie für sich große Geldsummen im Ausland sichergestellt hätten, die zum größten Teil aus den 1 Goldbeständen der Bank von Spanien stammen

Oie Erschießungen in Barcelona.

Rom, 8. Aug. (DNB.) Der Ordensgeneral der Kamillianer P. R u b i n i, der als päpstlicher Vi­sitator bei Beginn des spanischen Bürgerkrieges m Barcelona weilte und nur durch das ^ttmstige Eingreifen des dortigen italienischen Generalkonsuls dem Tode entging, ist auf der Reise nach

aefährlichsten Be- ungen s u r u e n Frie " nach sich Zie­hen würde, allen interessierten Machten den Text eines Abkommens unterbreitet, welches genau Regeln bestimmt, um die gemeinsamen Verpsina) hingen wirksam zu gestalten. Die Antwortennd fast einstimmig günstig ausgefallen - 2" ^edess, hat die französische Regierung besä) 11f r Ausfuhr nach Spanien a u s z u 18 Regier^ rechnet damit, daß ihre H^^m- lichst ifalD den Abschluß eines endgültigen AbkE mens erleichtern müsse, das sie im 2 internationalen Friedens* vorgeschlagen h

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Daris, 8. Aug. (DNB.) Heber den französischen Ministerrat am Samstag wurde folgende anstliche Verlautbarung ausgegeben: Außenminister D el­fe o s berichtet über die Ereignisse in Spanien Ge­leitet von dem Bestreben, internattonale Verwick­lungen zu verhüten, hat die französische Regierung, obwohl es sich um eine gesetzmäßige Regierung einer befreundeten Nation handelt, am 25. Juli be­schlossen, daß keine Ausfuhr von Kriegs­material nach Spanien erlaubt werden soll mit Ausnahme der etwaigen Möglichkeit daß die Privatindustrie nichtbewaffnete Flugzeuge liefern könnte.

° Am 1. August hat Die Regierung, als sie über gewisse ausländische Lieferungen an die Aufständi­schen in Kenntnis gesetzt worden ist, an die, am um mittelbarsten interessierten Lander den .dringlichen Aufruf gerichtet, sich zu einer gerne infamen Regelung der Nichteinmischung m bie spanischen Angelegenheiten bereit zu stnDen. Gleich, xeitia hat die Regelung aber die Ents ch l u tz - I r e? h e i I Frankreichs bis zur Verwirklichung des von ihr vorgeschlagenen Abkommens Dorbetal. kn. Am 5. und 6. August hak dann die französische Regierung, als sie die Ueberzeugung gewann Daß ein Wettbewerb der Nationen bei der Unterstü.'ung teils der spanischen Republik, kds der Aufständischen d i e Drohungen für Den

Französischer Generalstabs­besuch in Warschau.

Warschau, 9. Aug. (DNB.) Die Warschauer Blätter melden, daß der französische General Ga­me l i n «in Begleitung einiger Stabsoffiziere am 12. August zu einem offiziellen Besuch in der pol- nischen Hauptstadt eintreffen werde. Die Dauer des Aufenthaltes in Polen sei auf fünf Tage bemessen, so daß General Gamelin an den Feierlichkeiten an- läßlich des polnischen Sieges über die Rote Armee im Jahre 1920 teilnehmen könne. Das Programm sehe die Besichtigung Der Flieger- und Reiter-Regi- meuter, sowie der wichtigsten militärischen Emrich- jungen vor. Den letzten Tag seines Aufenthaltes bringe General Gamelin in Krakau zu, wo er am Grabe des Marschalls Pilfudfki einen Kranz nieder- legen werde. x

Kurier Poranny" widmet Dem Besuch des G^ nerals Gamelin einen Leitartikel, m welchem Die

Paris, 9. Aug. (DNB.) Auf der Winterrad­rennbahn in Paris fand eine Spanienkundgebung der Volksfront statt. Redner Der Internationalen Roten Hilfe, Der radikalsozialistifchen Parteinchtung Pelleton, her Gewerkschaften unD Der Kommunisten setzten sich für eine wirksame Unter­stützung De.r MaDriDer Regierung ein, währenD ein Sozialist unD ein Vertreter Der Liga für Menschenrechte Die beDingte Neutralität vertei­digten. Die Besucher brachen am Schluß in Den Ruf aus:Flugzeuge nach Spanien! Waffen nach Spa­nien!" Ein Ausschuß Der französischen Volksfront­bewegung teilt mit, Daß am ©onntagoormittag zwei Lastkraftwagen mit sieben Ton­nen Lebensrnitteln, konDensierte Milch, Zucker, Mehl, Fl-eifch, Konserven unD Kaffee, von Paris aus nach «Spanien abrollen werben. Die Genossenschaften Der StäDte, Durch Die Die beiDen Lastkraftwagen kommen, roerhen aufgeforDert un­terwegs wettere Lastkraftwagen Dieser Spitzen- folonne anzufügen. Die kommunistischeHuma- nite" verzeichnet mit Stolz, daß die Arbeiter der i Motorenfabrik Gnome et Rhone 25 500 Franken für den Ankauf eines für dieheldenhaften Re- -..ta;*bestimmten Flugzeuges gesammelt

Was die Kommunisten in Griechenland planten.

A t h e n , 8. Aug. (DNB.) Die Polizei oeröffent- licht einen Bericht über die kommunistischen Plane, Die durch Die rechtzeitigen Maßnahmen Der Regie- rung scheiterten. Danach war von kommunistischer Seite am 5. August mit Tagesanbruch eine Riesen- funhgebung in her Stahionstraße geplant. Gegen hie eingreifenhe Polizei sollte mit Gewalt vorgegan­gen roerhen, ebenso gegen solche Betriebe, in Denen trotz Des Aufrufs Des Generalstreiks roeitergearfeeüet roerDen sollte, insbesondre LaDengeschäfte. Gegen Mittag war geplant, heftige Auftritte im Büro des MinisterpräsiDenten zu inszenieren. In Den Mim- terien sollten Die Fensterscheiben eingeroorfen roer­Den. BesonDere Stoßtrupps hatten Auftrag, alle Fahrzeuge, Die noch verkehren sollten, anzuhalten. Der Arbeitersekretär Varuxis erklärte, daß man auch vor einem bewaffneten Kampf mit dem Ziel des Sturzes der Regierung nicht zurück- schrecken dürfe. Die Arbeiterklasse müsse mit d e r Waffe in der Hand gegen die vorgehen, die sich ihrem Willen widersetzten. Der kommunistische Abg. Theos forderte dazu auf, Die Kriminalbeamten und die Streikbrecher auf der Stelle zu l y n ck e n. Der Zweck unserer Demonstration ist kein fried­licher. Wenn wir die verantwortlichen Mitglieder der Regierung erwischen, so werden wir sie a n öie Laterne hängen und, falls die Laternen nicht ausreichen sollten, an die Telegraphen­stangen."

London, 10.Aug. (DNB.-Funkspruch.) Der in Gibraltar eingetroffene britische Zerstörer Blanch e" berichtet, daß die im Hasen von Malaga vor Anker liegenden Kriegsschiffe Der spanischen Linksregierung von Slugaeugen Der Militärgruppe mit Bomben beiegt worden feiern Die Kriegsschiffe, unter denen sich auch das SchlachftchiftJaimes L" befindet das vor zwei Tagen Algeciras beschoß, erwiderten das Feuer, dach wurden van keiner Seite Treffer ^elt.

Die Truppenverschiffungen van Ma- r 0 kk ° nach dem fpamW« ^land wurden allem Anschein nach in der Nacht zum «onntag s ori­ge ! e si t Die Küstenstädte Tarife, Algeciras San Rogue und La Linea waren in tiefes Dunkel^ge­hüllt, offenbar in der Absicht, eine ungestörte Lan Dung vornehmen zu können.

Sir Percioal Philipps, Der SonDerberichterstatter DesDaily Telegraph", meldet daß Die G-enz zwischen Gibraltar und Spanien von dem Befehlshaber her Militargruppe gesperrt worden sei, weil der Verdacht bestehe daß m Gibraltar tätige Kommunisten ihren Gesinnungs-

hindert werden, daß Die Schisse Der MaDriDer Re­gierung Brennstoff übernehmen. General Oueipo he Llano hat angeorhnet, Daß Die Tochter Des marxistischen Kriegsministers unD Die Tochter Des früheren Gouverneurs von CaDiz, Die sich m Haft befinDen, sofort freizulassen sinh. Die Nationalisten seien keine Bestien unD würben sich nicht an um schulhigen Frauen rächen. Schließlich gab er noch bekannt, Daß ihm von privater Seite über eine Million Peseten zum Ankauf von Flugzeugmaterial zur Verfügung gestellt roorhen sei.

Berichte aus Mdrid.

Mahrih, 9. Aug. (DNB.) In der Nacht zum Samstag fand eine große Verdunkelungsubung m Madrid' statt. Jeglicher Verkehr war m der Zeit zwischen 2 und 3 Uhr eingestellt. Sämtliche Privat- wohnungen, öffentlichen Gebäude, Straßen und Plätze, waren verdunkelt. Die Regierung erteilte über den Rundfunk den Einwohnern Anweisungen, im Falle eines Alarmes die oberen Stockwerke zu verlassen. Die Untergrundbahnen verkehrten bis 3 Uhr morgens. Die verdunkelten Eingänge wurden die ganze Nacht über offengelassen, damit die Be­völkerung auf den Bahnhöfen Zuflucht nehmen

DasEcho d- Paris" schreibt, in Regierungskreisen mache man kein 6 h t ' daß Frankreich-Neutralität nur - sei und dasi es sich seine § ° n d u>n g .f ei. fjeit wiedernehmen wurde, wenn derer Staat Den «urinX senden

Franco Flugzeuge und Kriegsm würde. Das stehe nun gerade m D Ver­lautbarung nicht Drin! Im J? Kabinetts

Den Die raDikalsozialistischen Mmi ter Des Äabinetts, Die sich energisch für die Neu ral tat ^gesetzt hat LuS-nz" Wid» Ugegensttzen kbnn.

noch, um auszusteigen?

Der Druck der Kommunisten.

Daris 10. Aug. (DNB. Funkspruch.) Das Echo de Paris" bezweifelt, daß Leon Blum und

Paris, 10. Aug. (DNB. Funkspruch.) Um den Kommunismus in Spanien zu unterstützen, hat, wie der Malin" berichtet, Die Moskauer Regierung be­schlossen, eine größere Menge von Edel­steinen zu verkaufen. Dieser Verkauf soll m aller Eile von einem französischen Ju­welier Durchgeführt roerDen. Die sowfet- russischen Handelsvertretungen in London, Brüssel und Paris hätten den Auftrag erhalten, von den eingehenden Zahlungen insgesamt 300 Millionen Francs dem Komintern-Büro in Paris zur Verfü­gung zu stellen. Außerdem sollten % des Erlöses aus den Platinverkäufen für den gleichen Zweck Verwendung finden. Etwa vierzig Millio­nen Francs seien sofort durch die Staatsbank überwiesen worden, damit kein Zeitverlust eintrete. Um die eigentliche Bestim­mung dieser Summe zu verschleiern, nämlich Die Unterstützung Der spanischen Kommunisten für die Bildung einer Sowjetregierung in Spanien hätten hie Moskauer Leiter diese ersten Millionen unmittelbar an Azana geleitet. Nach einem vorherigen Abkommen sollten diese Gelder jedoch an die Finanzkommission der k o m m u n i st i s ch e n spanischen Partei weiter geleitet werden. Diese Kommission würde das Geld für die Ausrüstung und für die Be­dürfnisse des gegenwärtig in Bildung befindlichen internationalen F r e i w i l 1 i g e n k o r p s verwenden. w

Das Pariser Komintern-Buro soll am 5. August getagt haben, um aeroiffe Einzelheiten feines Eingreifens in die spanischen Ereignisse fest- zulegen. Es habe beschlossen, fünf B e auf - fragte an die französisch - fpamfche Grenze zu entsenden, die etwaige Schwierig­keiten bei Dem G r e n z ü b e r g a n ß Der roten Freiwilligen regeln sollen. Die kommunisti­schen Zellen in Der Seemannsgewerkschaft hätten Den Auftrag erhalten, unter ihren Anhängern schnell Mannschaften für Die spanische Kriegsmarine zusammenzustellen, Da Die e sehr knapp an Schiffsbesatzungen sei. Für diese Aufgabe allein seien Drei Millionen Franks zur "Verfügung gestellt worden.

Frankreichs bedingte" Neutralität

Rom in Florenz eingetroffen. Nach einem Bericht Der Tribuna" über seine Erlebnisse in Den furcht­baren Schreckenstagen in Barcelona hat Pater Rubini allein in einer Nacht über400 ß eich e n ausgefegnet, unter Denen sich Die Leichname von mehr als 300 Priestern befanDen.

Sieg derAationalisken in Aragon.

Paris, 10. Aug. (DNB. Funkspruch.) Wie aus Dem Hauptquartier Des Generals Mola in Burgos gemelDet wird, haben Die Truppen Der Nationalisten unD Deren Freiwilligen-Formationen vor Sara- gofsa einen entscheiDenDen Sieg über eine Der von Barcelona fommenDen marxistischen Kolonnen errungen. Die roten Milizen hatten ver­sucht, Den Hügel San Julia zu nehmen, wurDen aber zurückgeschlagen. Die Verluste Der roten Ka­talanen betrugen 100 Tote unh 300 V^etzte. Außerdem haben sie 500 Gefangene, 5 Geschütze, 2U Maschinengewehre und 50 Lastkraftwagen verloren. Die roten Streitkräfte haben sich in aller Eile zu- rückziehen müssen. Sie wurden durch Flug­zeuge unter st ützt, die, wie in Burgos erklärt wird, nicht zu dem üblichen Material der fatala- nischen Armee gehört hätten. General Oueipo de Llano gab im Rundfunk bekannt, daß die Truppen der Militärerhebung in H u e s c a hie Marxisten vernichtend geschlagen haben. Die Militärgruppe habe über 1000 Gefangene gemacht.

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General-Anzeiger für Oberhesfen

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P°tt°«iff^ in "r Len«: b!? mmaNfchc Verfasiung der Militargruppe immer VON Gibraltar beschossen werden. Dadurch soll ver-1 mehr sinke.

genossen in Malaga Nachrichten über roegungen her Truppen hes Generals Franco zu- kommen ließen. Die National.stett glaubten Be­weise hafür zu haben, haß hiese Spionagef von in Gibraltar ein- unh ausgehenhen Agenten betrieben roerhe, die mit Den Kriegsschiffen Der Madrider Linksregierung einen regelrechten Sign«ldien t unterhielten. Die Grenzsperre hat in Gibraltar Verstimmung hervorgerufen, well em großer Teil der in den Marinewerkstatten beschäftigten Arbei­terschaft in der spanischen Stadt La Linea ansässig ist Allein 600 Arbeiter der Werft von Gibraltar leben in dieser Stadt. Nur Ausländer, die von der spanischen Seite nach Gibraltar wollen, dürfen Die Grenze passieren.

lir. 185 (Erftes Blatt______

Gießener Anzeiger