Handels- und Gewerbebank Gießen
Kriegerkameradschast 1874 Gießen
tung ab. die in das Vaterland des 23er1
werden.
ftrafee: „Eine
Heute von .Die Insel".
Nacht an der Donau".
Stadttheater Gießen.
20—22.30 Uhr das Gesellschaftsstück
Kasse, statt. Wer an diesen beiden Abenden nicht bezahlt, wird bei der Hilfskasse in München abgemeldet und hat sich die Folgen selbst zuzuschreiben.
Gestern abend l verein in der Stadtkirche
Unserem gestrigen Bericht über die Helben-Ge- benffeier der Markusgemeinde in der Stadtkirche ist berichtigend nachzutragen, daß als Organist Herr Simon (nicht Herr Nebeling) mitwirkte.
Vorträge
im Gießener Gartenbauverein.
Am Sonntag veranstaltete der Gartenbauverein Gießen im Saale von Faulstich einen Vortrags» Nachmittag, zu dem nicht nur die Vereinsmitglieder, sondern auch zahlreiche weitere Gartenfreunde ein- geladen waren. Der Versammlung wohnte auch der Führer des Kreis-Obst- und Gartenbauvereins, Bauer Ferdinand Bopp (Bellersheim) bei.
Gartenbauinspektor D e r m e r (Frankfurt) sprach über das Thema „Frühjahrsarbeiten im Gemüfe- und Blumengarten". Er gab zunächst einen Ueber- blick über organisatorische Neuordnungen im Gar- tenbauoereinswesen und schilderte sodann in großen Zügen die hohen Aufgaben, die jeder Gartenbauer bei der Nutzung des ihm anvertrauten Bodens im Hinblick auf das Interesse der Volksgesamtheit zu
4 Aufzügen von Albert Lortzing. Anfang 19 Uhr.
18. März: „Der zerbrochene Krug", Lustspiel in 1 Akt von H. v. Kleist, und „Lapp im Schnakenloch", ein Spiel im Sommer von Eduard Reina- cher. Anfang 19.30 Uhr.
20. März: „Der zerbrochene Krug", Lustspiel in 1 Akt von H. v. Kleist, und „Lapp im Schnakenloch", ein Spiel im Sommer von Eduard Reina- eher. Anfang 20 Uhr.
24. März: „Der zerbrochene Krug", Lustspiel in 1 Akt von H. v. Kleist, und „Lapp im Schnakenloch", ein Spiel im Sommer von Eduard Reina- cher. Anfang 20 Uhr.
28. März: „Der zerbrochene Krug", Lustspiel in 1 Akt von H. v. Kleist, und „Lapp im Schnakenloch", ein Spiel im Sommer von Eduard Reina- cher. Anfang 20 Uhr.
1. April: „Die Insel", Schauspiel in 3 Akten von Harald Bratt Anfang 19.30 Uhr.
Sportamt »Kraft durch Freude''.
heule folgende Kurse:
Fröhliche Gymnastik und Spiele, Frauen. Don 20.30 bis 21.45 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26.
Die Dcuifthe Arbeitsfront n.9.=6enicinf(haft „Kraftdurch Freude"
_ , . Schauspiel von Harald Bratt. Die Spielleitung liegt in den Händen von Anton Neuhaus. 21. Vorstellung im Dienstag-Abon-
Wessel-Liedes gesungen.
Nunmehr erteilte der 1. Kameradschaftsführer dem Schriftführer das Wort zur Erstattung des Jahresberichts, aus dem eine rege Vereinstätigkeit zu entnehmen war. Hiervon sei u. a. kurz bemerkt die Teilnahme der Kameradschaft am Heldenge- denktag im März, am Reichskriegertag in Kassel im Juli und bei dem Einzug der I. Abteilung Ar- tillerie-Regiment Nr. 9 in Gießen im November.
Kamerad Hugo Hartmann verlas sodann den Kassenbericht, der mit einem Ueberschuß von rund 21 Mark abschloß. Für Beerdigungskosten wurden 666 Mark, für Unterstützungen an Kameraden 190 Mark verausgabt. Die Kameraden ©lebe und Honig hatten die Jahresabrechnung geprüft und alles in bester Ordnung oorgefunden, worauf der 1. Kameradschaftsführer dem Rechner, den Kassenprüfern und dem Schriftführer den Dank der Kameradschaft aussprach.
Der Voranschlag für 1936, der in Einnahme und Ausgabe mit 2950 Mark abschließt, wurde genehmigt.
Ehrung von Kameraden: Es erhielten die Ehrennadel des Kyffhäuferbundes für 40jährige ununterbrochene Mitgliedschaft Kamerad Karl Weller, für 25jährige die Kameraden Konrad Bender, Waldemar De nn in ghoff, Johannes Koh-
kicher Rückstellungen auf 29 518,90 RM. und gestattet die Erhöhung der Dividende von 4 auf 5 o. H. Die Verwaltung glaubt diese Erhöhung um so mehr verantworten zu können, als auch die Rücklagen angemessen erhöht wurden und nennenswerte Risiken in den Außenständen nicht zu erblicken sind. Die gesetzliche Reserve wurde auf 180 000 RM. gebracht, 2941,80 RM. wurden auf neue Rechnung vorgetragen. Das neue Geschäftsjahr hat sich gut angelassen, die ersten Monate des Jahres 1936* weisen wiederum eine Umsatzsteigerung auf.
Bei den Ersatzwahlen zum Aufsichtsrat wurden die turnusmäßig ausscheidenden Mitglieder Wilhelm Loeb er, Hartmann Loth, Georg Schilling und Heinrich Schmelz wiedergewählt.
Zum Schluß hielt Direktor Mattern einen Vortrag über das Thema „Drei Jahre wirtschaft- licher Wiederaufbau". Er wies an Hand von Zahlenmaterial nach, in welchem Umfang die Verringerung der Arbeitslosigkeit, die Erhöhung der Güter- erzeugung, die Steigerung des Arbeitseinkommens und damit auch die Steuereinnahmen des Reiches zur Gesundung und zur Befruchtung der Wirtschaft beigetragen haben. Auch für die Banken bedeutete der allgemeine wirtschaftliche Wiederaufstieg einen Ausweg aus den schweren Sorgen der Vergangenheit. Die Mittel für das vom Staat organisierte und finanzierte Arbeitsbeschaffungsprogramm mußten zwar zunächst im Wege einer Kreditausweitung beschafft werden, sie flössen aber auf diesem Weg der Wirtschaft wieder zu und führten zu neuer Kapitnlbildung, die sich in einer Einlagensteigerung bei den Geldinstituten und damit auch einer Belebung ihres Geschäftes äußerte. Besonders segensreich für die Wirtschaft wirkt sich die Wiederherstellung der deutschen Wehrhoheit aus, die nicht nur der Arbeitsbeschaffung zugute kommt, sondern auch erst der Wirtschaft die Grundlage für ein gedeihliches Arbeiten gibt. Denn ein nach außen starker Staat kann auf die Dauer seine Wirtschaft besser fördern und lenken, als ein schwacher Staat. Die Entwicklung der deutschen Ausfuhr ist trotz des kleinen Aktivüberschusses noch immer unbefriedigend. Der Redner führte die verschiedenen Gründe an, betonte aber, daß trotz aller Hindernisse und Be- schränkungen die Wirtschaft alles daransetzen müsse, auf dem Gebiet des Exports Höchstleistungen zu erzielen. Er schloß mit dem Wort Dr. Schachts, daß Deutschland und damit auch seine Wirtschaft mit dem Gelingen der Politik Adolf Hitlers steht und fällt.
hielt der Gustav-Adolf-Frauen- ldtkirche eine Vortragsoeranstal- ~ rfechters der evangelischen Sache im Dreißigjährigen Krieg, in das Land des Königs Gustav Adolf führte. Pfarrer Becker eröffnete den Abend mit herzlichen Worten der Begrüßung. Gemeinsam wurde dann ein
Die Führerschaft hatte — wie man uns berichtet — für den 7. März die Jahreshauptversammlung in das Dereinslokal Caf6 Ebel einberufen. Der Einladung waren sehr viele Kameraden gefolgt, so daß der große Saal dicht besetzt war.
Der 1. Kameradschaftsführer Tr ü mp er t eröffnete die Hauptversammlung mit einer Ansprache, in der er an den geschichtlichen Tag erinnerte, an welchem die Schranken der entmilitarisierten Zone am Rhein gefallen sind, betonte dabei, daß vor und besonders nach 1918 die Kriegerkameradschaften die nationalen Belange forderten und daß wir Krieger das Gelöbnis ablegen, daß wir alle gemeinsam in unwandelbarer Treue zu unterem Führer stehen, dem wir die geschichtliche Wende verdanken. Hierauf wurde ein dreifaches Sieg- Heil auf den Führer ausgebracht und stehend je der erste Vers des Deutschlandliedes und des Horst-
Schwimmen. Don 20 bis 21 Uhr, Frauett und Männer, Volksbad; von 21 bis 22 Uhr, nur für Frauen, Dolksbad. .
Reiten. Von 21 bis 22 Uhr, Umversitats-Reit. inftitut, Brandplatz .
Schachkurse und Schachturnier. Anmeldungen für die Schachkurse und für das vom Karfreitag bis Ostermontag in Frankfurt stattfindende Schachturnier des NSG. „Kraft durch Freude werden auf der Geschäftsstelle, Schanzenstraße 18, angenommen.
NSKK.-Appell fällt aus!
NSG. Der auf den 16. März festgesetzte Appell des NSKK.-Standortes Frankfurt a. M., sowie der Standorte der Umgebung, zu dem der Korpsfuhrer Hühnlein fein Erscheinen zugesagt hatte, fällt tm Hinblick auf die Reichstagswahloorbereitungen aus und wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Der genaue Termin mitt) noch bekanntgegeben.
Auto-Unfälle im Kreise Gießen.
Am gestrigen Montag kurz nach 12 Uhr ereignete sich auf der Landstraße Gießen—Marburg in der Nähe des Lollarer Kopfes ein schwerer Verkehrsunfall. Dort streiften sich beim Begegnen Zwei Personenkraftwagen, deren einer aus der Richtung Marburg kam, während der andere von Gießen her in Richtung Marburg fuhr. Dabei geriet der von Marburg kommende Kraftwagen aus ferner Fahrbahn und stieß in voller Fahrt gegen einen Baum. Der Insasse des Wagens wurde schwer verletzt, seine mitfahrende Tochter erlitt gleichfalls Verletzungen. Beide mußten der Chirurgischen Klinik in Gießen zugeführt werden. Das Auto wurde stark beschädigt. Der andere Kraftwagen wurde weniger beschädigt, seine Insassen kamen zum Glück unverletzt davon.
Gestern gegen 17.30 Uhr ereignete sich auf der Landstraße Inheiden — Utphe, dicht am Ortsaus- gang von Inheiden, ebenfalls ein Autounglück. Dort kam ein Auto aus Lich auf der nassen Straße ins Schleudern und rannte gegen einen Baum. Bei dem heftigen Anprall wurde ein mitfahrendes älteres Ehepaar aus Lich erheblich verletzt und der Wagen stark beschädigt.
Aerzte-Tagung in Bad-Nauheim.
Vom 19. bis 21. März findet im Kerckhoff-Jnsti- tut in Bad-Nauheim eine Gemeinschaftstagung der Deutschen Gesellschaft für Kreislaufforschung und des Aerztlichen Ausschusses der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsschutz statt. Das Thema der Tagung lautet: „Die Kreislaufkrankheiten in ihrer sozialen und arbeitshygienischen Bedeutung". Der Präsident' des Reichsgesundheitsamtes, Professor Dr. Reiter, wird die Tagung eröffnen.
Schwedische Reise.
Vortrag im Guslav-Adolf-Frauenveretn.
Deutschland den kürzeren gezogen und wies darauf hin, daß unser Führer in seinem Buche „Mein Kampf" schreibt: „Mögen Jahrtausende vergehen, so wird man nie von Heldentum reden können, ohne des deutschen Heeres im Weltkriege zu gedenken." Die Zuhörer spendeten dankbar reichen Beifall.
Anschließend wurde die neue Kyffhäuserfahne mit dem Hakenkreuz geweiht und ein dreifaches Hurra auf den Kyffhäuserbund ausgebracht.
Sodann teilte der 2. Kameradschaftsführer mit, daß leider Kamerad Trümpert fein Amt als 1. Kameradfckaftsführer niederlegen wolle, und er bedauerte diesen Entschluß sehr. Da keine Aussicht bestand, daß Kamerad Trümpert sein Amt weiter behalten wird, wurde Kamerad Rektor Stroh als 1. Kameradschaftsführer vorgeschlagen. Rektor Stroh ist im Kriegervereinswesen kein Neuling, er gehört seit über 30 Jahren Krieger- vereinen an und hat früher den KUegerverein in Butzbach geführt.
Kamerad Wagner verstand es, in ehrenden Worten die Verdienste des Kameraden Trümpert um unsere Kameradschaft, der im Kriea und Frieden seine Schuldigkeit für das Vaterland getan habe, zu würdigen; deshalb hätten Führerschaft und Beirat einstimmig beschlossen, ihm die höchstmögliche Ehrung zuteil werden zu lassen, vorläufig wurde ihm als äußeres Zeichen der Dankbarkeit und Wertschätzung ein Andenken überreicht. Danach sprach Kamerad Trümpert in bewegten Worten an den Kameraden Wagner seinen Dank für die Führerschaft und Kameradschaft aus. Kamerad Trümpert wird auch weiterhin Mitglied des Beirats bleiben.
Der Abend fand feinen Abschluß mit einem kameradschaftlichen gemütlichen Teil.
Sonderzug nach Köln am Sonntag, 19. April.
Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" fährt am Sonntag, 19. April, einen Sonderzug nach Köln, der Domstadt am Rhein. Der Fahrpreis beträgt 3,90 Mark, mit Mittagessen 4,80 Mark. Anmeldeschluß: 4. April. Jeder Volksgenosse, der an dieser Fahrt teilnehmen will, muß das Anmeldeformular in dem Monatsprogramm ausfüllen und mit dem Betraa feinem zuständigen „KdF."-Wart, ober auf der Kreisbienststelle, Schanzenstraße 18, abgeben.
Theatervorstellungen.
Zu nachstehenben Vorstellungen erhalten DAF.- Mitglieber lt. Preisstaffelung ermäßigten Eintritt: 11. März: „Hilde und 4 PS", Lustspiel in 3 Akten von Kurt Sellnick. Anfang 19.30 Uhr.
15. März: „Undine", romantische Zauberoper in
ler, Franz Kramer, Rudolf Leisler, Wilhelm Rau, Georg Saum und Heinrich Stumpf.
Sodann hielt Kamerad Rektor Stroh einen Vortrag über „Tragik deutschen Heldentums", und zwar aus der Zeit Hermanns des Cheruskers bis zur Gegenwart. Er verstand es, der Versammlung einen Einblick in die deutsche Geschichte zu geben, erinnerte daran, daß bei der Verteilung der Welt
sammenhängt.
Ganz der Vergessenheit anheimgefallen ist der „Stiefelknecht", so genannt nach der Form der Namenschiffre, die Friedrich der Große darauf prägen liefe, und ebenso erging es dem „Schinderling , den zuerst Kaiser Friedrich im Jahre 1475 schlagen liefe, und den dann später die Herzöge von Landshut prägten, und die schlechten „Ephraimiten", die nach ihrem Urheber hießen, dem Münzpächter Friedrichs des Großen, dem Veite! Heine Ephraim.
Sie alle sind den Orkus hinab, unsere Herrscher sind die Mark (Verzeihung, die Reichsmark!) und der Pfennig, dessen Herkunft sich nicht mit Sicherheit bestimmen läßt, dessen Dame aber vielleicht in Verbinoung zu bringen ist mit „Pfanne". (Nach der Pfännchenform der Brakteaten.) Aber, möge er stammen, woher er wolle, der biedere Pfennig, laßt uns ihn ehren, auf daß wir des Talers wert
E. B.
Vornotizen.
Tageskalender für Dienstag.
NSG. „Kraft durch Freude": 20.30 bis 21.45 Uhr fröhliche Gymnastik (nur für Frauen) im Lyzeum; 20 bis 21 Uhr und 21 bis 22 Uhr (nur für Frauen) Schwimmen im Volksbad; 21 bis 22 Uhr Reiten, Reitschule Schombs. — Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr „Die Insel". — Glorio-Palast, Seltersweg: „Familie Schimek". — Lichtspielhaus, Bahnhof-
Lied gesungen.
Hierauf sprach Fräulein Th. Baur über ihre Eindrücke von einer Reife durch Schweden, schickte aber zunächst zur Vertiefung des Verständnisses von Land und Leuten geschichtliche Erläuterungen voraus. Sie sprach von dem Schwedenkönig Gustav Wasa, der fein Land von den Dänen befreite, schilderte das Wirken Gustav Adolfs und seine Bedeutung für fein Volk, führte im Geiste auch an die Stätten, die mit der schwedischen Geschichte eng verbunden sind. Die Vortragende schilderte bann bie Schweben als ein im Glauben an Jesus Christus unerschütterliches Volk, bem ber Schutz unb bie Pflege ber Religion bas erste Gesetz würben. Auch hier horte man von ber geschichtlichen Entwicklung von Gustav Adolf bis zu Erzbischof Soderdloem. Weiter berichtete sie von den schonen alten Schlossern, den Seen (Mälarsee unb Siljan-See), bem herrlichen Land Marne, feinen Bewohnern, ben schonen Trachten unb vielem anberen mehr. Sie sprach von Stockholm unb von Mora, ber geschichtlichen Stätte, bie an Gustav Wasa erinnert. Man lernte die Häuslichkeit der Schweben kennen, ihre kultivierten Bauten aus Holz unb ihre Kirchen. Schließlich führte bie Rebnerin ihre Zuhörer im Geiste über bie Polargrenze hinweg zu ben Lappen, bie in unwirtlichem Lanbe, in aller Befcheibenheit ber Lebenshaltung, aber in unerschütterlichem Glauben an Jesus Christus ihre Tage leben. An Hand vieler charakteristischer Einzelschilberungen lernte man auch bieses Volk kennen.
Zahlreiche, zum Teil bunte Lichtbiiber, ließen anschaulich bie Schönheiten Schwebens bewußt werben unb charakteristische Merkmale ber Kultur bes norbischen Menschen erkennen.
Eine kurze Schlußansprache von Pfarrer Becker, ber bie Arbeit bes Gustav-Abolf-Dereins umriß unb zur Unterstützung biefer Arbeit aufforberte, unb zwei Verse eines gemeinsam gesungenen geistlichen Liebes beschlossen ben Abenb.
Das Institut hielt am gestrigen Montagabenb unter Leitung seines Aufsichtsratsoorsihenben, Amtsgerichtsrat Gros, seine 77. ordentliche Generalversammlung ab. Der Vorsitzende stellte einleite iw fest, daß die politische Lage bes Jahres 1935 durch drei wichtige Ereignisse gekennzeichnet sei: die Saarabstimmung, bie Wiebergewinnung ber Wehrfrei- heit unb das Arbeitsbienstpflichtgesetz. Nach kurzen Betrachtungen über die allgemeine wirtschaftliche Lage, in Denen der Vorsitzende bie Feststellung machen konnte, daß auch das vergangene Jahr eine weitere Gesunbung der deutschen Wirtschaft gebracht habe, erstattete Direktor Arnold den- Geschäftsbericht für das Jahr 1935. Er wies zunächst darauf hin, daß das Geschäft eine weitere erfreuliche Belebung erfahren hat. Der Gesamtumsatz auf beiden Seiten des Hauptbuchs ist von 89 190 787,12 Mark in 1934 auf 105 939 042,70 Mark, also um etwa 20 v. H. gestiegen. Die Bilanzsumme stieg von 3 002 056,94 Mark auf 3 085151,96 Mark. Die fremden Gelder betrugen 2 242 739,22 Mark gegen 2103 069,87 Mark im Vorjahr. Im Kreditgeschäft hat die Bank alle sowohl aus dem Rückfluß älterer Kredite zur Verfügung stehenden Beträge, als auch die aus neuen Einzahlungen zu- geflossenen Mittel ihren Mitgliedern wieder zuge- führt. Die Bank hat bei den Zwischenfinanzierung öffentlicher Aufträge sehr erheblich mitgewirkt. Verteilung unb Sicherung ber Kredite erfolgten, wie auch in dem zur Kenntnis gebrachten Revisionsbericht des Verbandes betont wurde, nach gesunden genossenschaftlichen Grundsätzen.
Die Kontokorrentausleihungen betrugen 1993172,62 RM. Im Wechseldiskontgeschäft wurden 6684 Mechel im Gesamtbetrag von 2 312 504,97 RM. angekauft. An sonstigen Bilanzziffern weist der Abschluß per 31. Dezember 1935 aus: Kasse, Reichsbank und Postscheck 98 076,31 RM., Wechsel 533 827,31 RM., eigene Effekten 78101,70, Guthaben bei Banken 107 269,76 RM., Beteiligungen 15 000 RM., Anlage- vermögen 306 500 RM., Betriebseinrichtung 8000 RM., Geschäftsanteilguthaben 478131,39 RM. Avale 340 317,93 RM., Giroverbindlichkeiten 61260,28 RM. Die Liquidität war günstig. Die Summe der lässigen Mittel belief sich einschließlich Wechsel und lombardfähiger Wertpapiere auf 732 479,34 RM. Die täglichen Verbindlichkeiten sind also durch die gesamten liquiden Mittel mit 90 v. H. gedeckt, die gesamten Verbindlichkeiten mt 30,5 v. H. Der Mitgliederbestand betrug 1109 mit 1274 Anteilen. Der Reingewinn beziffert sich nach Vornähme ersorder-
zett, hat mittelbar seinen Namen aus dem kleinen erzgebirgifchen Städtchen bezogen. „Gulden" und „Dukaten' blicken auf einen ähnlichen Werdegang zurück: Als Florenz im Jahre 1252 Goldmünzen prägen liefe, schmückte es sie mit seinem Wappen, ben brei Lilien, unb nannte sie „Giliat", Lilien- münzen. Die Fremben aber nannten sie „Florinen , Blumenmünzen (vom lateinischen flos, pl. flores).
Anbere italienische Stäbte und Fürsten schlugen Münzen mit ber Umschrift:
Sit tibi, Christe, datus Quem tu ipse regis ducatus.
(Dir, Christus, sei bies Herzogtum [ducatusl geweiht, bas bu selbst regierst.) Nach biefer Umschrift nannte man die Golbstücke „Dukaten". Infolge des lebhaften Handels, den Italien damals trieb, wurden die Münzen in anderen Ländern bekannt, auch Ungarn, Böhmen und Lübeck prägten sie und nannten sie, da sie aus Gold waren, „Gulden"; in Frankreich aber hießen sie „Florins“. Aus bem Gold» gülden wurde bann allgemach ein silberner. Zunächst prägte man im 15. und 16. Jahrhundert in Deutschland Gulden von geringerem Gehalt, denen dann bald gleichwertige Münzen aus reinem Silber zur Seite gestellt wurden. Man unterschied jetzt Gold- und Silbergulden. t „
Häufig fuhren wir eine andere langst verschollene Münze im Munde, das „Scherflein" der Witwe. Es hat feinen Namen vom „Scherf", einer kleinen Münze, bie ihren Ursprung in bem lateinischen „Scripulus“ ober „Scrupulus“ hat, bem „Skrupel , ursprünglich auch einer kleinen Münze.
Im Kinberreim hat sich ber „Dreier ober .^Dreiling" erhalten, ben schon Fischart unb Hans Sachs erwähnen, unb ber später in Hessen ein Vierhellerstück war, währenb in Württemberg brei Dreier einen Schilling ausmachten.
Das heutige „berappen" erinnert uns an ben alten Schweizer „Rappen", wenn er auch tatsächlich nichts damit zu tun hat, eine Silbermünze, die in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts erstmals erwähnt wird. Seit 1403 bildete der „Rappen" die Münzeinheit des sogenannten „Rappenmünzbundes', der aus den Städten Basel, Freiburg i. B., Kalmar usw. bestand.
Im Sprachschatz erhalten sich auch der „Deut , sagen wir doch: „Das ist keinen Deut wert". Zuerst erwähnt wird diese kleinste Münze, deren Namen aus dem niederländischen „buit" stammt, im Jahre 1716. Sie galt brei Fünftel preußische Pfennige ober ein Achtel Stüber. Der „Stüber' selbst galt ehebem am Nieberrhein ein Sechzigstel Taler. Die Bezeichnung würbe aus bem nieberlänbischen „stuyoer" abgeleitet, bas wohl mit bem Mittelniederdeutschen „stuf", das ist stumpf, abgehackt zu-
nement.
Gießener Konzertverein.
Man schreibt uns: Das diesjährige Chorkonzert des Gießener Konzertoereins findet am 19. März in ber Stabtkirche statt. Zur Aufführung gelangt Joseph Haydns „Die Schöpfung". Als Solisten wurden namhafte Kräfte gewonnen, unter denen Fräulein Ria G i n ft e r deshalb besondere Erwäh- nung verdient, da sie dem Gießener Konzertpublikum von früheren Veranstaltungen her noch in bester Erinnerung sein wird. (Siehe heutige Anzeige.)
NSDAP. Ortsgruppe (Sießen-Nord.
Abteilung hitfskasse.
Am Donnerstag, 12. März, und Freitag, 13. März, in ber Zeit von 20.15 bis 22 Uhr, zahlen alle Angehörigen ber SA., Marine-SA., Motor-SA., NSKK., Reiter-SA. usw., bie nicht Pg. finb unb im Bereiche ber Ortsgruppe Gießen-Norb wohnen, ben Hilfskassenbeitrag für bas 2. Vierteljahr 1936.
Die Kassenftunben finben bei Gastwirt Noh!, Eber st raße (nicht Berufsschule) statt.
Wer an biesen beiben Adenben nicht bezahlt, wirb bei ber Hilfskasse in München abgemelbet. Jeber hat sich bie babei entstehenben Folgen selbst zuzuschreiben. Aus parieiamilicheuBekannimachungen
Die Ortsgruppe Gießen-Norb hält am morgiaen Mittwoch, 20.15 Uhr, im Caf6 Leib einen Appell ber Parteigenossen ab, zu bem bie Mit- alieber ber Gliederungen und ber angeschlossenen Verdänbe eingelaben sinb.
In ber Ortsgruppe Gießen - 0 st finbet bie Einziehung ber Hilfskassenbeiträge von ben Angehörigen ber SA., SS., NSKK., Reiter-SA. und Marine-SA., bie im Bereich ber Ortsgruppe wohnen und nicht Parteigenossen sind, am Mittwoch, 11. März, und am Montag, 16. März, in ber Orts- gruppen-Geschäftsstelle, Kaiserallee 141, Abteilung
MAGGFWÜRZE
MAGGIS Würze und achten Sie genau darauf, daß Ihr Fläschchen aus der großen MAGGI-Originalflasche gefüllt wird. In dieser darf nach dem-Gesetz nichts anderes feilgehalten werden als
wMAGGT M nicht eine allgemeine Bezeichnung för Suppenwürze, sondern die gesetzlich mehrfach geschützte Fabrikmarke für alle MAGGI-Produkte. — Achten Sie auch auf die typische Form der Flasche und auf die gelb-roten Etiketten.


