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9Jl.-tfport

Starkenburg und Rheinhessen

Täter nicht geruht, und jetzt schritt die

Staats-

Aus aller Welt.

Ermordeten verkaufte der Mörder dann in Mün-

ge-

H.T.

besten Läufer enthält.

er in

Sportplatz an der Verbandsspiel des die gleiche Mann-

0:2 (0:1).

Am Sonntag fand auf dem Freienseener Straße das fällige

chen und fuhr von dort nach Berchtesgaden, wo einige Tage später bei einer Fremdenkontrolle einer Pension festgenommen werden konnte.

Das fröhliche Examen.

Man freut sich, nach all den zum Teil recht

Unsere Olympia-Mannschaft ist diesmal auf lange Sicht trainiert worden, d. h. unserer Ski­mannschaft ist feit langem und ohne jede Trainingsüberhaskung auf ihre Aufgabe vor­bereitet worden.

Wir besitzen Vertrauen zu dieser Art des Trainings und die schönen Leistungen unserer Olympia-Leute im Schwarzwald zeigten auch den Erfolg dieses systematischen und klug geleiteten Trainings. Sport­lehrer Söllinger, der von Beginn an die Trainings­gemeinschaft unter zeitweiliger Mithilfe der Nor­weger Eistein Raabe und Karby, des Finnen ©darinnen und des Österreichers Anton Seelos leitete, hat eine Mannschaft herangebildet, die unser Vertrauen verdient.

Auffallend war, daß wir in allen Skidisziplinen gleichmäßig gute Leistungen sahen.

Wir besitzen Lang- und Dauerläufer von guter, zum Teil sogar wir denken dabei an Willi Bogner, M. Wörndle, Friedl Däuber und einige andere von hoher Klasse. Daß es auch mit der Besetzung der Abfahrtsläufe gut bestellt ist, ist bekannt. Nicht nur bei den Frauen, bei denen wir in Christl Cranz, Käthe Grasegger und Lisa Resch einige scharfe Waf­fen besitzen, sondern auch bei den Männern, so gute Läufer wie Franz Pfnür, Rudi Cranz, Dr. Vetter, Richard Wörndle u. a. m. bereitstehen. Einen ausgezeichneten Eindruck hinterließen unsere Springer, die gemessen an den Leistungen des Vorjahres stark verbessert erschienen. Ihr Stil ist abgerundeter, ruhiger und reiner geworden. Er­staunlich war zu sehen, wie die Jungen, die Krauß, Hintermeier, Haselberger und Kimpfbeck den älteren Springern wie Marr, Stoll, Körner und Weisheit kaum nachstanden.

Die nächsten Prüfungen werden unseren Ski-Kan­didaten Gelegenheit zum Training und zur Kampf­schulung geben. Es ist anzunehmen, daß genau wie im Schwarzwald auch bei den Deutschen Meister­schaften in Oberstdorf die Olympia-Klasse in den einzelnen Wettbewerben die vorderen Ränge besetzen wird, womit auch der letzte Beweis erbracht sein dürfte, daß die Olympia-Mannschaft die tatsächlich

In einer großen norwegischen Zeitung wurde unlängst in einer Vorbetrachtung auf die Olympi­schen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen eine genaue Aufstellung über die Sieges- und Platz-Aus­sichten der an den Spielen beteiligten Nationen ver­öffentlicht, also ehe noch das olympische Banner entrollt ist die goldenen, silbernen und bronze­nen Medaillen verteilt. Dieses gewiß nicht uninter­essante Spiel mit den Medaillen erinnert uns an die Voraussage über den Ausgang einer Schlacht, noch ehe der erste Kanonenschuß gefallen ist. Jeden­falls haben wir Deutsche nicht den Ehrgeiz, schon vorher Medaillen zu verteilen, schon im Hinblick auf die bekannte Tatsache, daß man nachher immer klüger als vorher ist und daß auch die Olympischen Winterspiele schon Ueberraschungen gezeitigt haben.

Dagegen scheint es aktuell und angebracht, eini­ges über den Stand der deutschen Vorbereitungen für das Ski-Olympia, über die Form und die Stimmung unserer Ski-Auserwählten zu berichten.

Die beste Gelegenheit dazu gab die unlängst ausgetragene Schwarzwald-Skimeisterschaft, auf der zum erstenmal die gesamte Olympia-Kern­mannschaft mit Ausnahme der Abfahrtsläufer eingesetzt wurde.

Die Schwarzwald-Skimeisterschaft war die erste große Prüfungsetappe für unsere Olympia-Anwär­ter. Rückschauend darf man feststellen, daß der erste offizielle und geschlossene Start unserer Olympia- Skimannschaft den besten Eindruck hinter­ließ. Das Skifachamt hat in stiller und systemati­scher Trainingsarbeit in den vergangenen zwei Jahren eine Mannschaft herangebildet, die sich in Garmisch-Partenkirchen mit Ehren und nicht ohne Erfolgsaussichten schlagen wird. Der Geist und die Kameradschaft, die diese Truppe beseelen, ist vor­bildlich. Aber auch ihre sportliche Leistungsfähigkeit ist auf eine Höhe gebracht worden, die uns mit einiger Zuversicht den großen und schweren Ski­kämpfen auf dem Winter-Olympia entgegensehen läßt.

Unsere Skimannschaft steht vor einer der schwersten und darum auch einer der schönsten Aufgaben, die einer Olympia-Mannschaft ge­stellt werden können. Sie zieht gegen einen Gegner ins Feld, der den Ruhm der Unbesieg­barkeit besitzt. Wir meinen damit die drei nor­dischen Skinationen Norwegen, Schweden und Finnland.

Inwieweit wir in dem großen Ringen dieser drei Länder eine entscheidende Rolle zu spielen vermö­gen, wissen wir nicht. Aber wir haben aus dem Schwarzwald den Eindruck mit nach Hause genom­men, daß unsere Leute die Überlegenheit des Geg­ners nicht fürchten und daß sie nach der hemmungs­freien Parole kämpfen werden, daß sie nichts zu verlieren, sondern alles zu gewinnen haben! Wir wissen aber, daß sie den Wunsch haben, im Füh­rungskamps der Mitteleuropäer eine entscheidende Schlacht für den deutschen Skisport zu schlagen.

Wir glauben ohne billige Vorschußlorbeeren verteilen zu wollen daß unsere Mannschaft für diesen Kampf wohlgerüstet ist. Wir unterschätzen dabei keineswegs die Stärkeverhältnisse in der mitteleuropäischen Gruppe. Die Schweizer, die Tschechoslowaken, die Polen und nicht zuletzt die Italiener, sie alle sind höchst beachtliche und gefähr­liche Gegner. Aber wir vertrauen auf die Kampf­bereitschaft und auch auf das Können unserer Aus­erwählten.

anwaltschaft zur Verhaftung eines etwa dreißig Jahre alten Mannes, der im dringenden Verdacht steht, den Mord begangen zu haben. Der Verhaftete, der aus Hettenleidelheim stammt, war zuletzt in Ramsen bedienstet.

Jüdischer Sittlichkeitsverbrecher verhaftet

LPD. Lampertheim, 9. Jan. Wegen Not­zuchtversuchs, begangen an der Hausangestellten seiner Eltern, wurde, wie dieHess. Landesztg." meldet, der in Mannheim wohnhafte, seit 1912 ver­heiratete 51jährige Theodor Süß, Teilhaber der Zigarrenfabrik S. Süß ßz Söhne in Lampertheim, fest genommen und dem hiesigen Amtsgericht zugeführt. Im Verlauf der Ermittlungen hat sich herausgestellt, daß Süß im Jahre 1932 in mehreren Fällen versucht hat, eine bei seinen Eltern beschäf­tigte arische Hausangestellte sich gewaltsam gefügig zu machen. Das Mädchen konnte nur durch ener­gische Gegenwehr verhindern, daß der Jude sein Ziel erreichte. Er erlaubte sich dann in vielen Fällen unsittliche Handlungen dem Mädchen gegenüber. Nachdem er auch hier auf stärksten Widerstand stieß, versuchte er in echt jüdischer Art sein Opfer durch ein Geschenk sich gefügig zu machen, indem er ihr eine Kisteguter'7 Zigarren (!) hinterließ. Dieses Geschenk" wurde selbstverständlich von dem Mäd­chen zuruckgewiesen. Das Mädchen war auf den Verdienst dieser Stelle angewiesen und befürchtete, bei einer Anzeige feinen Platz verlieren zu müssen, so daß dieser Wüstling sein Treiben längere Zeit fortsetzen konnte. Die dem Juden bekannte Zwangs­lage des Mädchens hat er reichlich ausgenützt.

Fußball im Turnverein Großen-Linden

Großen-Linden Jgd. VfB.-R. Gießen 2. Jgd. 5:0 (2:0).

Großen-Linden I VfR. Lich I 0:1 (0:0).

Großen-Linden II Bieber I 6:1 (3:1).

Am Sonntag weilte Lichs I. zum fälligen Ver­bandsspiel in Großen-Linden. Sofort nach Anstoß entwickelte sich ein spannendes Spiel, in dem sich beide Parteien durchaus gleichwertig waren. Nur durch die besseren Leistungen ihres Sturmes und mit einigem Glück kam dieses Resultat zustande. Ein Unentschieden hätte dem Spielverlauf eher ent­sprochen.

Vorher spielte die Jugend gegen die 2. des VfB.- Reichsbahn Gießen. Es zeigte sich erneut, daß die Jgd. in ihrer Gruppe keinen Gegner zu fürchten braucht.

Am Vormittag trug Biebers I. das fällige Rück­spiel in Großen-Linden aus. Beide Mannschaften traten unvollständig an, und trennten sich mit einem gerechten 6:1-Sieg für die Platzelf.

FB.Teutonia" Laubach.

FV.Teutonia Laubach I FL.Viktoria" Nidda

hiesigen Fußball-Vereins gegen schäft von Nidda statt. Mit einem spannenden und schnellen Kampfe wurde begonnen. Die Angriffe der

32 Europa-Schwimmrekorde.

Deutschland siebenmal auf der Liste.

Die amtliche Liste der europäischen Schwimm­rekorde vom 1. Januar vermittelt einen im Hin­blick auf die Olympischen Spiele bedeutungsvollen Einblick in das Kräfteverhältnis der europäischen Nationen. Sie macht natürlich keinen Anspruch darauf, das Leistungsvermögen der einzelnen Län­der genau wiederzugeben, doch bietet sie manchen wertvollen Anhaltspunkt.

Je 16 Männer- und Frauenrekorde werden auf­geführt. Von diesen insgesamt 32 Höchstleistungen gehören Frankreich und Holland je zehn, Deutsch­land sieben, Ungarn und Dänemark je zwei, Schweden eine. Bei den Männern steht Frankreich hauptsächlich durch die von Jean Taris in den Jahren 1931 und 1932 geschaffenen Kraulrekorde an erster Stelle vor Deutschland, Ungarn, Schwe­den und Dänemark. Auf der anderen Seite be­herrschen Hollands Frauen die Lage vor Deutsch­land, Frankreich und Dänemark.

Neuer Weltrekord im Gewichtheben.

Wötpert schafft 191 Pfund im beidarmigen Drücken.

Im Olympia-Trainingslager der Gewichtheber in Benneckenstein im Harz herrscht trotz des schon tage-

Grund, dem Führer und der nationalsozialistischen Agrarpolitik dankbar zu sein. Deshalb müsse er in der Erzeugungsschlacht, wo er in vorderster Front steht, einsatzbereit sein möglichstes tun. Keiner dürfe sich den gestellten Aufgaben verschließen, damit der zweiten Erzeugungsschlacht ein noch größerer Erfolg als der ersten beschieden sei. Landwirtschaftsrat Dr. T o r n e d e (Biedenkopf) sprach dann über d i e Schafhaltung in den bäuerlichen Be­trieben. Er betonte besonders, daß durch die Schafhaltung der deutschen Volkswirtschaft unge­heure Summen zugeführt würden. Die Schafzucht, die von 25 Millionen auf 3,5 Millionen zurück- gegangen war, blüht heute überall wieder auf. Heute besitzen wir in Deutschland wieder über 4 Millionen Schafe. Zum Ankauf der Schafe werden vom Reichs­verband der deutschen Schafzüchter Darlehen zur Verfügung gestellt, so daß es jedem möglich gemacht wird, sich wieder Schafe anzuschaffen. Außerdem gibt die Landesbauernschaft verlorene Zuschüsse für den Ankauf von Böcken. Der Fachfchastsvertreter der Schäfer, Schäfer Müller von Stangenrod (Ober- hessen), sprach über den Wert der Schafzucht und die Wahrung des Hutrechts in den Gemeinden. Be­zirksbauernführer Langsdorf teilte noch mit, daß auch der Kreis eine Beihilfe zur Förderung der Schafzucht zugesagt habe. In der recht regen Aus­sprache wurden die Schwierigkeiten der örtlichen Schafhaltung eingehend besprochen. Als erfteuliche Tatsache konnte verbucht werden, daß sich die an­wesenden Bauern und Landwirte, an ihrer Spitze der Bürgermeister und der Ortsbauernführer, bereit erklärten, demnächst wieder Schafe anzuschaffen, wo­durch verhütet wird, daß die Schafzucht in der hie­sigen Gemeinde, die schon seit Menschengedenken be­steht und die in den letzten Jahren bis auf sechs Schafzüchter zusammengeschrumpft war, ausstirbt. Nachdem noch verschiedene andere landwirtschaftliche Gegenwartsfragen behandelt worden waren, wurde die Versammlung von dem Ortsbauernführer mit dem Gruß an den Führer geschloffen.

Platzmannschaft wurden gut eingeleitet, scheiterten aber an der starken gegnerischen Verteidigung. Auf der Laubacher Seite machte sich das Fehlen des fünften Stürmers bemerkbar, was auch als Urfache für den Punktverluft anzusehen ist. In der 40. Mi­nute kam die Wendung. Im Anschluß an ein Ge­dränge vor dem Laubacher Tor konnte der Halb­linke der Niddaer das Führungstor erzielen. In der zweiten Halbzeit sah man die Teutonen wieder im Angriff, aber es fehlte an dem nötigen Torschuß, so daß Erfolge ausblieben. Ein unerwarteter Durch­bruch des Niddaer Rechtsaußen brachte für feine Mannschaft durch Vorlage an den Halblinken den zweiten Erfolg. Gegen Schluß der Spielzeit wurde ein für Nidda gegebener Elfmeter von dem Lau­bacher Torwart gehalten. Alle weiteren Anstrengun­gen der Einheimischen, das Ergebnis von 0:2 zu verbessern, scheiterten an der sicheren Abwehr des Gegners. Mit dem Verluste dieser beiden Punkte stehen die Teutonen, die offenbar in der derzeitigen Verbandsrunde eine Krise durchmachen, am Ende der Tabelle.

Sportverein 1928 Garbenteich.

Garbenleich I Watzenborn-Steinberg II 4:1 (2:1).

Die Reserve vonTeutonia" Watzenborn-Stein­berg mußte am Sonntag eine glatte Niederlage hin­nehmen. Die Platzbesitzer, die beim Anpfiff nur zehn Mann zur Stelle hatten, mußten bereits nach wenigen Minuten den Gästen die Führung über-

Deutschland aus dem Ski-Olympia

Unsere Mannschaft wohlgerüstet.

Mißbrauch nationalsozialistischer Kampflieder verboten.

LPD. Mainz, 9. Jan. Mit Genehmigung des Reichsstatthalters in Hessen Landesregierung erließ das Kreisamt Mainz eine sofort in Kraft tretende Polizeiverordnung, wonach der Mißbrauch der Kampflieder der nationalsozialistischen Bewegung durch Umdichtung des Textes, durch Benutzung ihrer Melodie für einen fremden Text oder in ähnlicher Weife verboten wird. Zuwiderhandlungen wer­den mit Geldstrafen bis zu 150 Mark oder mit Haft bis zu zwei Wochen bestraft.

Ehrenmal

für die Gefallenen der Bewegung.

LPD. Bensheim, 9. Jan. Mit Genehmigung der zuständigen Stellen wird als erstes feiner Art in Südwestdeutschland in Bensheim ein Ehren- m a l für die Gefallenen der Bewegung an schön sichtbarer Stelle im städtischen Kurpark errichtet werden. Das Ehrenmal wird nach dem Entwurf des Bildhauers Zobel (Bensheim) ge­staltet werden, der auch die Figur der sagenhaften Fraa vun Bensem" schuf. Das Hoheitszeichen krönt einen mehrfach übereinander gewürfelten Steinsockel, der die Inschrift trägt:Und Ihr habt doch gesiegt."

Vor der Aufklärung e«nes Mordes.

LPD. Worms, 9. Januar. Wie dieWormser Zeitung" meldet, dürfte der im Jahre 1926 in Flomborn (Rheinhessen) an einem Bettler verübte Mord vor der Aufklärung stehen. Den toten Bettler fand man damals in einer Rübenmiete auf. Inzwischen haben die Nachforschungen nach dem

schmacklosen Uebertreibungen, die sich die Ameri­kaner auf diesem und jenem Gebiet zuschulden kom­men lassen, einmal von ihrer liebenswürdigsten Seite berichten zu können: von ihrem unerschöpf­lichen Lebensmut, ihrer optimistischen Einstellung und ihrem herrlich freien und sorgenlosen Gelächter. Wo käme man bei uns auf den Einfall, Kandidaten für einen Posten in industriellen Konzernen durch ihr Lachen auf ihre Eignung zu prüfen? Ein fröhliches Examen, aber lachen muß man können und helle muß man fein! Bon beängstigender Prüfungsatmosphäre, von aufgeregten Chefs und noch aufgeregteren Angestellten in spe ist hier nichts zu spüren. Nett und verbindlich wird der Bewerber empfangen, es kommt eine gemütliche Unterhaltung zustande, und unversehends erzählt der nette Chef einen W i tz. In diesem Augenblick, da die Pointe heraus ist, drückt der bisher unbeachtet im Zimmer sitzende Sekretär auf eine Stoppuhr und läßt den Zeiger laufen bis das ' Geläch­ter des Bewerbers verkündet, er habe Öen W i tz d e r ft a n b e n,, er finde ihn glänzend und beweise damit Sinn für Humor. Klappt die Sache Schlag auf Schlag, das heißt, setzt das Ge­lächter rasch" und herzhaft ein, dann hat der Be­werber alle Aussicht, angenommen zu werden. Ver­steht er aber die Pointe des Witzes erst gar nicht, bringt er es also höchstens zu einem höflichen Lächeln, dann hat er verspielt und roitb verabschie­det. Denn in Amerika braucht man vor allen Din­gen rasche Aufnahmefähigkeit, Harmlosigkeit und unverwüstlichen Humor dann wird man das Kind schon schaukeln!

Büchertisch.

Irma Hoff: Brigitte. Die Geschichte eines ungewöhnlichen Mädchens. 360 Seiten. Lei­nen 4. Mk. Schützen-Verlag, Berlin SW 19. (536) Der Roman führt an die Peripherie der Großstadt, in gewisse Außenbezirke, wo die Straße selbst im Zeitalter des Verkehrs die Domäne der spielenden Kinder geblieben ist. Hier wächst das Mädchen Brigitte auf, die Heldin dieses Romans. Von Jahr zu Jahr wird ihre Stellung innerhalb ihrer kleinen Welt einflußreicher; sie organisiert eine Kinderbande, veranstaltet Kindervorstellungen in einem verlassenen Fabrikhof, wobei sie Dichterin und Schauspielerin in einer Person ist, um sich dann, mit 14 Jahren, ins Berufsleben zu stürzen und ihren arbeitslosen Eltern zu helfen. Die Autorin schildert klar und knapp und weiß ihre Gestalten leibhaftig vor dem Blick des Lesers erstehen zu lasten.

m e i n b e bei Gastwirt Bechtold ihre diesjährige Jahresversammlung ab. Nachdem der Vereins­führer Hofmann die zahlreich erschienenen Mit­glieder mit Segenswünschen für das neue Jahr be­grüßt hatte, gab er einen tunen Rückblick auf das vergangene Jahr. In seinen Ausführungen konnte er mit Freuden hervorheben, daß der Verein im Laufe des Jahres 1935 nicht müßig gewesen ist, sondern auf allen Gebieten einen Aufschwung zu verzeichnen hat. Indem er seinen Funktionären und allen regen Mitarbeitern für ihr unermüdliches Wirken dankte, überreichte er denjenigen Turnern, die im vorigen Jahre die meisten Turnstunden be­sucht hatten, je ein Trinkglas mit dem DT.-Zeichen, den Oberturnwart ehrte er für seine aufopfernde Arbeit besonders durch eine Jahn-Plakettes Auch die Mitglieder bekundeten dem Vereinsführer Dank, indem sie ihm eine Hitler-Büste widmeten. Anschlie­ßend gab der Kassenwart den Kassenbericht über das verflossene Jahr, wobei er hervorhob, daß trotz der vielseitigen Ausgaben die Kasse gut abschließt. Ein ausführlicher Bericht des Oberturnwarts über den Turn- und Spielbetrieb gab einen Ueberblitf über die Arbeit und Leistungen des vergangenen Jahres. Der Jugendleiter konnte mit Freuden den Rundenfieg der im vergangenen Jahre neu aufge­stellten Jugendmannschaft hervorheben. Nachdem der Vereinsführer den offiziellen Teil der Versammlung mit Ermahnung zur Arbeit im neuen Jahre ge­schlossen hatte, gab Turnfreund Keller noch interessante Schilderungen über Sport und Turnen während seines Aufenthalts in Afrika.

O Kinzenbach, 9. Jan. Gestern sand hier in der Wirtschaft Pausch eine gut besuchte Bauern- versammlung statt, die von dem Ortsbauern­führer Hofmann geleitet wurde. Bezirksbauern­führer Langsdorf sprach über die Erzeu­gungsschlacht 1 9 3 6. Er wies darauf hin, daß die Erzeugungsschlacht nicht nur eine Sache des Reichsnährstandes fei, sondern eine Angelegenheit des ganzen deutschen Volkes. Der Bauer habe allen

lassen. Der Ausgleich ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Nachdem sich Garbenteich auf elf Mann ergänzte, fielen die Steinberger mehr und mehr ab. Bei Halbzeit stand das Spiel 2:1 für die Blau­weißen. Nach der Pause stellte Garbenteich durch zwei weitere Tore den Sieg sicher. Schiedsrichter Gerhard-Steinbach war dem Spiel ein gerech­ter Leiter. Die Jugend mußte in Großen-Buseck, ersatzgeschwächt, eine 6:1-Niederlage hinnehmen.

Fußballabteilung des $t>.1846 Gießen.

Am Sonntag empfängt die Fußballabteilung des Tv. 1846 Gießen den Tabellenersten der Gruppe I zum fälligen Derbandsspiel. Beim Vorspiel in Alten-Buseck konnten die Turner ein Unentschieden erringen. In Gießen werden die Gäste wohl kaum zum Erfolg kommen, zumal die Turner ihre Mann­schaft durch die Aufstellung von I. Fuß, der wieder nach Gießen zurückgekehrt ist, verstärken können. Sollten die Gießener dieses «Spiel gewinnen, so haben sie noch Aussichten, die Meisterschaft in die­ser Gruppe zu erringen. Der Turnverein hat fol­gende Mannschaft aufgestellt: Zoch; Tenesch, Jiro- wetz; Viehl, Fuß, Dr. Pfeffer; Rahn, Mohr, Fischer, Balser, Günderoth.

(Sportverein 1920 Lollar.

Am kommenden Sonntag spielen:

Leihgestern 1 Lollar I.

Lollar II Krofdorf I.

Lollar 1. Jgd. VfB.-R. Gießen 1. Jgd.

Die erste Elf tritt die Reise nach Leihgestern an und sollte dort zu einem knappen Siege kommen. Allerdings wird die Elf von Anfang bis zum Ende kämpfen müssen, denn Leihgestern ist von jeher schon ein gefürchteter Boden für jeden Verein ge­wesen.

Die Reserve empfängt auf eigenem Platze die erste Elf von Krofdorf, und wird Gelegenheit neh­men, sich für die Vorspielniederlage zu revanchieren. Bekanntlich verlor damals eine aus Spielern der zweiten und dritten Elf zusammengestellte und über­dies noch unvollzählig spielende Mannschaft von Lollar in Krofdorf mit 3:1 Toren.

Die Jugend dürfte ihre Krise überwunden haben und sich wieder in aufsteigender Linie befinden. Die Hereinnahme von einigen guten Spielern aus der Schülerelf scheint sich nach der angenehmen Seite bemerkbar zu machen. Die Gäste-Jugend aus Gie­ßen dürfte daher noch nicht so ohne weiteres gewon­nen haben.

Schiedsrichteransetzungen für den 12. Januar.

Tv. Dorlar Tv. Holzheim (Birkenstock); Sp. V. 1900 Gießen II Tv. Grüningen (Weller); To. Romrod Tv. Homberg (Hörr); Tv. Nieder- Ohmen Tv. Alsfeld (Seibert II).

Jugend: Tv. Lang-Göns Tv. Lich (Faber, Groß-Rechtenbach).

Spende des Führer für den Vater der kuepser Vierlinge.

Der Führer und Reichskanzler hat dem Schreinermeister Ewald Z i m m e r l e i n aus Kueps bei Kronach, dessen Ehefrau am Jahresende Sterlingen das Leben schenkte, eine Geld­spende überweisen lassen.

Vad Ems in der nächsten Saison.

Im Adolf-Hitler-Haus in Frankfurt fand unter dem Vorsitz des Gauleiters Sprenger eine Bespre­chung statt, an der der Staatssekretär des Preußi­schen Finanzministeriums Dr. L a n d f r i e d und der Regierungspräsident Zschintz sch von Wies­baden teilnahmen. Es wurde die gesamte Lage der Gemeinde und des Staatsbades Bad Ems erörtert. Die erforderlichen Maßnahmen zur Forde­rung des Kurbetriebs und zur Belebung der kom­menden Saison wurden festgesetzt. Durch die ver­trauensvolle Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen der Partei und der Wirtschaft ist Vorsorge getroffen, daß die bereits in der vergangenen Kur­zeit eingetretene Belebung eine stetige Weiterent­wicklung und das Bad damit in Zukunft einen wei­teren Aufschwung erfährt.

Wieder große Seefischfänge.

Das Fischerglück ist dem deutschen Volke wieder einmal ganz besonders gewogen. Zahlreiche Fischdampfer bringen von den Fischgründen, vor allem von der norwegischen Küste, außerordentlich große Fänge. Die Anladungen bestehen über­wiegend aus Seelachs und Kabeljau, die sich bet den Verbrauchern als ganze Fische zum Kochen, als Karbonade und Filet zum Braten besonderer Beliebtheit erfreuen. Kabeljau und Seelachs wer­den auch von der deutschen Fischindustrie in stei­gendem Maße zu geräuchertem Stückfisch verarbei­tet und bieten damit einen willkommenen Ersatz für die jetzt nur knapp zur Verfügung stehenden Heringe und Bücklinge. Hoffentlich machen die Hausfrauen von dem reichlichen und billigen An­gebot an Seefischen entsprechenden Gebrauch.

Der Raubmord an der Oberschwester Peters.

Vor dem großen Jugendgericht beim Amtsgericht Weilheim (Oberbayern) begann in nichtöffentlicher Sitzung die Verhandlung gegen den wegen Raub­mordes angeklagten 17jährigen Jesco von S z p i n g i e r aus Krefeld, der am 31. März 1935 in einer" Garmischer Pension die 55jährige Ober­schwester Katharina Peters aus Berlin ermordet und beraubt hat. Szpingier, der nach Garmisch ge­kommen war, um über die Grenze zu gelangen, er­klärte er habe aus Geldmangel beschlossen, die Oberschwester nach dem Mittagessen in ihrem Pen- sionszimmer zu erwürgen. Im Verlaufe eines b^ langlosen Gesprächs habe er die Schwester plötzlich an den Hals gepackt und erdrosselt. Er habe dann aber nur 1,50 Mark gefunden. Die Wertsachen der