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Ur. 2U Drittes Blatt
Mittwoch, 9. September 1936
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger sm Oberheßen)
Lloyd George ehrte die deutschen Helden.
Aus der provinzialhauplstadi
wiederholt.
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Vermutlich haben die beiden Zigeunerinnen noch weitere deutsche Volksgenossen auf ähnliche Art und Weise betrogen. Personen, die über die angebliche Frau Blum weitere Auskunft geben können, werden gebeten, ihre Wahrnehmungen umgehend der Frankfurter Kriminalpolizei, Polizeipräsidium, Zimmer 458, mitzuteilen.
Auch dieser Vorfall beweist wieder, wie notwendig die Bekämpfung des Zigeunerunwesens ist. Immer wieder muß die Oefsentlichkeit auf das oolks- schädigende Verhalten dieser rassefremden Elemente hingewiesen und gewarnt werden. Jeder, der sich mit einem Zigeuner einläßt, sei es beim Pferdehandel, Hausieren, Wahrsagen, Gesundbeten, Hellsehen usw., I wird betrogen. Die Zigeuner gehen jeder körperlichen
gerechnet werden kann, so steht es doch außer Frage, daß mit einer geistig regsamen und kraftgestählten Landbevölkerung unvergleichlich größere Arbeitsleistungen erzielt werden können, als man
Leibesübung und ländliche Menschen.
NSG. Die Landbevölkerung wird mit Recht als Lebensquell der nordischen Rasse bezeichnet. Bestimmend für die Formung der Raffe ist in erster Linie die nordische Seele. Unter den seelischen Eigenschaften müssen die Charakterkräfte geweckt und besonders geschult werden. Sind die Charakterkrafte positiv, gut und zielstrebend, so muß als natürliche Folge auch der Wille zur Förderung und Erhaltung der körperlichen Kraft, Durchbildung und Leistungsfähigkeit vorhanden sein und erhalten bleiben.
Die rasseverbundene Leibeserziehung muß m erster Linie ein völkerverbundenes Tatstreben jedes einzelnen und der Gemeinschaft als Beweis der im Bauern und Landarbeiter vorhandenen seelischen
läßt sich das Rebhuhn nur schwer vertreiben so daß der Jäger, der ein Volk an einer bestimmten Stelle beobachtet hat, aber aus irgendeinem Grunde nicht zum Schuß gekommen ist, fast sicher sein kann, das Volk am nächsten Tage an derselben Stelle oder ganz in der Nähe wiederzus'nden.
Wenn die Sonne untergegangen ist und die Dunkelheit sich auf die Felder senkt, sucht das Reb- huhnoolk seine Lagerstätte wieder auf, am liebsten jene, in der es auch die vorhergehenden Nächte zugebracht hat. Hier wühlt die ganze Familie sich flach in den Sand, und eng aneinandergedrückt schlafen alle tief und ruhig ihren Vogelschlaf. C K.
(charakterlichen) Eigenschaften sein. Die Bewertung der Einsatzbereitschaft und nicht der körperlichen Leistung ist in der rasseverbundenen Leibeserziehung ausschlaggebend. Durch diese werden die negativen seelischen Eigenschaften (Feigheit, Hochmut, Dünkel, Egoismus, Mißtrauen, Unaufrichtigkeit, Verleumdung, Scheinheiligkeit, Unkameradschaftlichkeit, Faulheit' usw.) unterdrückt und die positiven zur Entwicklung gebracht.
Durch diese Leibeserziehung werden nicht allem Mut, Tapferkeit und Einsatzbereitschaft anerzogen, sondern bei Männern und Frauen in der gleichen eindringlichen Art auch Gemeinschaftsgeist, Kameradschaft, Pflichtbewußtsein und Selbstzucht, Treue, Hingabe, Begeisterung, Fleiß, Ordnungssinn, Sauberkeit, Wahrheitsliebe in eindringlichster Weise gefördert. ...
Die Uebungen dieser Leibeserziehung müssen für diese Zwecke' besonders zusammengesetzt sein. Es müssen sich Männer und Frauen jeden Alters ohne Scheu an ihm beteiligen können. Es wird notwendig sein, die Uebungen derart auszuwählen, daß sie jeder erlernen kann und sie auch dem zunächst schlecht Veranlagten Freude bereiten. In jedem muß auf diese Weise das Bewußtsein gestärkt werden, daß er etwas leisten kann und daß Hingabe, Ein- satzb"reitschaft und Fleiß für das ganze Streben ausschlaggebend sind. Deutschland muß in heutiger Zeit alle Kräfte anspannen, um sich im Lebenskampf der Völker behaupten zu können.
Von allen Berufstätigen wird eine sorgfältige Schulung und die beste Arbeitsleistung verlangt. Anderseits wird dafür gesorgt, daß die geistigen und körperlichen Kräfte des einzelnen nicht nur erhalten, sondern auch gefördert werden. Das Zusammenspiel der seelischen und der korverlich-n Kraft ergibt erst die befriedigende und gute Leistuna. Es kommt b»i der Arbeit in der Tat auf die beste Aus- nuhunn non Minuten an, die svielend geleistet werden muß .
1 Wenn auf dem Lande auch nicht mit Minuten
bis 1,65 Meter groß. Sie will in Hofheim tm Taunus gewohnt haben. Sie ist leicht kenntlich; an der linken Hand fehlt ihr der Zeige- oder Mittel-
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. Tage des Rehhuhns.
Für den Feinschmecker sind es erfreuliche Tage, für das arme Rebhuhn aber find es die bösesten Tage seines Lebens, die jetzt angebrochen sind; denn außer den zahlreichen vierfüßigen Feinden und dem Heer der Raubvögel, die dem Rebhuhn das ganze Jahr über nach dem Leben Machten, ist es jetzt auch noch der Mensch, der, sonst sein Heger und natürlicher Beschützer, ihm nachstellt, um das leckere Wildpret zu erbeuten. Die meisten Leute kennen das Rebhuhn nur gebraten, von dem Leben des Tierchens wissen sie wenig. Und doch ist es eines der reizendsten Vogelleben, das unsere heimischen Fluren kennen Die Rebhühner leben meist gesellig, Völker von zwölf bis iunfzehn oft auch noch mehr an der Zahl bildend, wobei die Alten auf die Sicherheit der Jungen aufmerksam bedacht sind
Früh am Morgen, etwa um Sonnenaufgang, verläßt das Volk die Furche im Sturzacker, in der es längere Zeit hintereinander zu nächtigen pHcgt. Zunächst geht der Weg in das benachbarte Stoppelfeld wo jetzt nach Beendigung der Ernte noch ein reichliches' Frühstück an Getreidekörnern zu finden ist, auch Ameisenpuppen werden als Zugabe gern mitgenommen. Inzwischen ist auf den Wiesen auch der Nachttau getrocknet, und man kann einen Ausflug dort hinüber unternehmen, vielleicht ist als besonderer Leckerbissen hier und da eine Heuschrecke zu erjagen. Die Mittagsruhe wird auf dem Kartoffel- oder Rübenacker gehalten, weil sich hier die beste Deckung findet. An einer warmen Stelle des Ackers macht sich das Huhn em kleines Loch in den Boden, legt sich darin auf die Seite streckt die Flügel aus und läßt den Staub über hie Federn riefeln. Dann steht es plötzlich auf, schüttelt sich, daß der Staub nach allen Seiten hin fliegt und legt sich wieder in den Septembersonnenschein Dieses Sandbad wird manchmal drei- bis viermal wiederholt.
ein kurzes Stück ........ r
wieder irgendwo in Feld oder Wiese einzufallen. Es bäumt fast niemals auf, jedenfalls gehört es zu den größten Seltenheiten, wenn sich einmal em Rebhuhn auf einen Baum oder dem Dach eines Gebäudes niederläßt. Auch den Wald liebt das Rebhuhn nicht. ronM aber feine Ränder und Dor- gehölze, auch Bufchdickicht, bewachsene Hügel und dichte Hecken. Aus dem einmal gewählten Gebiet
Das Rebhuhn fliegt selten, nur bei drohender Gefahr geht das ganze Volk plötzlich hoch, flattert * voran, um sobald wie möglich
Vor seiner Abreise zum Reichsparteitag in Nürnberg legte der ehemalige englische Ministerpräsident Lloyd George am Kriegerdenkmal in München einen Kranz nieder. In der Begleitung Lloyd Georges befand sich auch der deutsche Botschafter in London von Ribbentrop. — (Scherl-M.) Zigeunerinnen mit dem 6. und 7. Buch Moses.
Die Dummen werden nicht alle. - 2000 Mk. durch plumpen Schwindel verloren.
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Syndikat-Filme
in der Spielzeit 1936/37.
Syndikat-Film (Tobis-Gruppe) kündigt für die Spielzeit 1936/37 folgende Fllrne an: „Bismarck" mit Emil I a n n i n g s ; eine Verfilmung des Romans „Pan" von Knut H a m f u m ; einen Richard- Eichberg-Film „Heiratsinstitut Ida Wüst & To." mit Ida W ü ft, Rotraut Richter und Theo Lingen; „Fridericus" nach dem Roman von Walter von Molo mit Otto Gebühr, Lucie Höflich, Agnes Straub u. a.; „Liebe kann lügen", Regie Erich Engel (Hauptdarsteller Carl Ludwig Diehl und Jutta Freybe); „Das Veilchen Dom' Potsdamer Platz" mit Rotraut Richter; einen Geza von Bolvary - Film „Die Vielgeliebte": einen Film mit Jan Kiepura; einen großen Journalisten- und Zeitungsfilm auf Grund der Ergebnisse des vor einiger Zeit in der deutschen Presse bekanntgegebenen Preisausschreibens der Tobis; „Wirbel um Renate" mit Friedl Czepa und Hans Stüwe; einen Paula -Wessely- Film unter dem Titel „Die Peppi"; „Meiseken" nach dem Theaterstück von Alfred K i h n ; „Schwarzbrot und Kipfel" nach dem Lustspiel von Werner von der Schulenburg; einen zweiten Iannings - Film nach dem Schauspiel „Der Herrscher" von Harald Bratt; „Der Maulkorb" nach einem Roman von Heinrich Spoerl; „Ich kenne dich nicht mehr" mit Fita Benckhoff, Erika von T h e l l - mann und Gülstorff; „Ave Maria" mit Gigli und Käthe von Nagy; „Moral" nach der Komödie von Ludwig Thoma; einen Kriminalfilm ..Mordalarm" mit Olga Tschechowa; „Man spricht über Jacqueline" mit Rudolf Forster und Dera Engels; „Gordian der Tyrann" mit Weiß Ferdl und einen Film mit P a f und P a - t a ch o n.
Lpd. Frankfurt a. M., 8. Sept. Trotz verschiedener Warnungen vor dem asozialen Treiben der Zigeuner werden immer wieder Fälle bekannt, die man in das graue Mittelalter verweisen müßte, wenn die Nachprüfungen und Feststellungen nicht die Richtigkeit bestätigen würden. Ein solcher Fall hat sich erst kürzlich wieder in Frankfurt a. M. ereignet.
Eine etwa 40 Jahre alte Zigeunerin kommt zu einem braven deutschen Volksgenossen, der sein Glück in der Preußischen Klassenlotterie versucht. Die Zigeunerin, die mit Spitzen aus einem jüdischen Geschäft handelt, hört von der Sehnsucht des braven Volksgenossen und verspricht ihm sofort einen Gewinn von 1 50 000 Mark. Sie erklärt, das Los zu diesem Gewinn müsse sie selbst beschaffen; es komme nur ein Los einer Kirchenbaulot t e r i e in Frage. Um das richtige Los zu finden, bediene sie sich des 6. und 7. Buch Moses. Dieses Buch sei mit Phosphor geschrieben, nachts leuchtend, unoerbrennbar, und könne nur nachts gelesen werde. Um das Gewinnlos von 150 000 Mark mit Hilfe dieses Buches herauszuarbeiten, benötige die Zigeunerin den Betrag von nur 2500 M k. Der leichtgläubige Volksgenosse glaubte tatsächlich an den Schwindel und händigte der Zigeunerin seine ganzen Ersparnisse von 500 Mark aus. Als dieses Geld alle war, brauchte die Zigeunerin weitere „kleine Opfer", die sie zum Bearbeiten des 6 und 7. Buch Moses in das Buch legen müsse. Aus den Einwand, daß er kein Geld mehr habe, beeinflußte ihn die Zigeunerin, das Geld bei Bekannten und Verwandten zu leihen. Sie habe schon die Betreffenden mit Hilfe des Buches bearbeitet. Tatsächlich bekam der Volksgenosse die weiteren er^r- derlichen Beträge bis zu einer Hohe von 1200 Mk. aeliehen.
Nachdem das versprochene Los der Kirchenbau- Motterie aber ausblieb, kamen dem Geldgeber -oe- denken (!), er suchte nach der Zigeunerin und fand
ZwischeaErdeuni' Ammei.
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die ledige Frieda Schmidt aus der Solms- straße zu Frankfurt a. M. und ihren Geliebten, den Zigeuner Karl Mettbach, f e ft g e n o m- men und dem Richter oorgeführt, der gegen beide Haftbefehl erlassen hat. Die Schmidt war die zweite Zigeunerin, die das Treiben der ersten Zigeunerin, die sich Frau Blum nannte, in der gemeinsten Weise fortsetzte. Als die Sch. sestgenom- men wurde, gab sie an, daß sie das Geld unter einem Erlenbaurn im Biegwald in einem Buch vergraben habe. Dort müßte es einige Nachte liegen, damit der gewünschte Erfolg eintrete. Beim Äufsuchen des Baumes grub die Sch. nach dem Gelde, konnte es aber nicht finden. Das Geld war selbstverständlich auch nie dort vergraben. Mettbach wohnte mit der Schmidt in einem Wohnwagen. Er hat von dem Gelde gelebt und von dem ganzen Schwindel gewußt. Er hielt auch den
^7f jü «H ÄI bem'-«Si-Sb’-fiben non der Leicht-
wird gesiicht. Sie ist etwa 40 Jahre alt, hat schwor- glaubigkeit oder Dummheit der Bewohner zes Haar braune Gesichtsfarbe und ist etwa 1,60! Landes, m dem sie Gastrecht gemeßen.
Ein junger Mann, nennen wir ihn Ferdinand, träumte ohne daß er jemals die vermeintliche Hölle eines Spielsaales betreten hatte, er faße am Roulette-Tisch^, die Kugel ging hin und her, ob er gewonnen ober verloren hatte, konnte er mcht meyr sagen; lediglich zwei Zahlen: 21 «nb 33 ®o « iVÄaW «srw führte miberftanb er her Versuchung nicht unb berauben bärtigen Spielsaal Du" dn Lehrlingen des Glückes belagerte Borhoueoes Kl ondnke"-Spieles begab er sich in den großen Spiestaa ukd stellte sich ^nächst beobacht^ an einen der Tische. Seinem Ohr neu und morgen DaH klangen bie Kufe ber "Ä-
satz entschwinden sah. Ferdinanb w o cy Beobachtungen ganz ü.°", Jelllefüt)rt hatten, abge- weggründen, die ^n hierher ge 7 ^[ang: 21. kommen, als überraschend d k ®0Ute er Bestürzt kam der ,unge Menfch zu 1 qebcn schon etwas auf jenen Anruf entschlossen
bann hieß es setzt.banbeln; unb kurz eniey^ setzte Ferdinand auf 33. Abe. . hiHt’s erste des Schicksals. richtig °»st°nd°n.h^^ An'tauchen feiner ,^rau^ ? nun im Laufbrett mahnen; denn wiederum kam £ ,mutiqt oon seiber Kugel die (Stnurib3tDan3in^ fa(fd)en! Satz nem falschen, ober seinem a 8 er sollte es spielte Ferdinand nun nicht mey
wenige Sekunden spater bereu . _ bie
kam die zweite Zahl feines . ,r^en zarten An- 33' fyitte der 'unge Mensch den^l seinen
ruf zu deuten gewußt, dann auö diesem
beiden Sätzen eine schone betreten ihn
Saale hinweggetragen haben, den zu
ein Traum gezwungen hatte.
In den Tagen der
1918 hatte ein eben brus! entM ^erworbene erfahren, daß gegen ihn un} ’ ßeben, ein An- Stellung, wohl gar gegen fein ieoe
sie in einem Zigeunerlager. Zur Rede gestellt, ver- 1 tröstete ihn die Zigeunerin und erklärte, daß sie - das Los jetzt habe, sie sei aber am letzten Abend <■ nicht über den „Kreuzweg" gekommen, es sei ein s Hindernis dazwischen getreten, sie werde aber das • Los holen. Darauf verschwand die Zigeunerin. Jetzt ‘ erschien eine zweite Zigeunerin, und der 1 Geschädigte, der inzwischen zur Ansicht kam, daß ’ er betrogen sei, wandte sich an die zweite Zigeunerin um Auskunft. Diese erkannte sofort, daß hier ein Geschäft zu machen sei. Sie versprach die W i e - derherbeischoffung des Gelbes. Hierzu bediente sie sich ebenfalls des 6. und 7. Buch M 0 f e s. Auch sie forderte „kleine Opfer", die sie zur Bearbeitung und Rückgängigmachung der Sache in das Buch legen müsse. Inzwischen hatte nach der Angabe der zweiten Zigeunerin ihre Rasse- genossin Briefe geschrieben, in denen sie weitere Zahlungen an die zweite Zigeunerin forderte, da sonst der Gewinn in Frage gestellt und das bisher gegebene Geld verloren sei. Daraufhin händigte der Geschädigte der zweiten Zigeunerin einen weiteren Betrag von 800 Mark aus, so daß er nunmehr i n s g e sa m t 2000 Mark g e - zahlt hatte. Er bekam aber weder von der ersten Zigeunerin das Los, noch von der zweiten den an die andere Zigeunerin gezahlten Geldbetrag.
Jetzt kamen dem Ovfer erneut Bedenken, und er drohte der zweiten Zigeunerin mit einer Anzeige. Ihm wurde dringend abgeraten. Vorher hatte er beim Mondenschein im Wald das feierliche Versprechen ablegen müssen, mit niemanden darüber zu sprechen, ba sonst das 6. und 7. Buch Moses schweigen würde. Dem Geschädigten ging nun endlich doch ein Licht auf. (!) Er wandte sich'an die Kriminalpolizei und erstattete Anzeige. Bei Aufnahme dieser Anzeige konnten selbst die erfahrenen Kriminalbeamten sich eines Lächelns nicht erwehren.
Die Kriminalpolizei hat sofort zugegrissen und 1
sie heute gewohnt ist.
Ebenso wie die Schulung der körperlichen Fähigkeiten haben auch die seelischen Einflüsse für die Arbeitsleistung eine ausschlaggebende Bedeutung. Die beiden großen Willensquellen, die aus Pflichtbewußtsein unb aus Freude fließen, erfordern ständige Beobachtung, Schulung und vor allem gegenseitigen Ausgleich. Es ist erwiesenermaßen möglich, die Arbeit mit Hacke und Spaten — auch in ihrer täglichen, oft eintönigen Wiederholung — zu einem immer wiederkehrenden Körpererlebens und zu einer Körperfreude zu gestalten. Nur diejenigen Männer und Frauen auf dem Lande arbeiten richtig, deren Schwerarbeit zur Freude wird. Alle Sinne müssen das Spiel der Kräfte derart erleben, daß stets von Neuem eine stolze Freude über den siegreichen Kampf um Manneskraft und Mannesschönheit und Mädchenkraft und Frauenschönheit erwacht. Dieser Stolz ist unmittelbar mit der nationalsozialistischen Arbeitsethik verbunden, da der Bauer weiß, daß er in erster Linie für die große deutsche Gemeinschaft arbeitet. So erhält jeder Sen- senschlag und Spatenstich — und sei er auf die Dauer noch so eintönig — seine Weihe.
Vornoiizen.
Tageskalender für Mittwoch.
Gloria-Palast (Seltersweg): „Leise kommt das Glück zu dir". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): Drei tolle Tage". — Bekenntnis-Gemeinde: 20.15: Vortrag im Johannessaal „Sündenvergebung, Bekehrung, Rechtfertigung und Gewißheit" von Pfarrverwalter H. W e b e r (Rodenbach).
Die WSW. -Hilfe ist nur zusätzlich!
! Das Amt für Volkswohlfahrt, Kreisamtsleitung Wetterau, teilt uns mit:
Die Erfahrungen der bisherigen Winterhilfswerke ' haben gezeigt, daß einzelne Kreise der unter- . stützungsbedürftigen und berechtigten Volksgenossen . sich bei der Beschaffung von Brennmaterial und einem Kartoffelvorrat für den Winter für sich und
Reinigen, aber nicht schmirgeln.
1 Nicht Reinigung um jeden Preis,
sondern Säuberung unter Scho- nung des Zahnschmelzes - das ist richtig! Der außerordentlich feine Putzkörper der Nivea-Zahn- : pasta reinigt gründlich und er-
hält den natürlichen Glanz Ihrer
743 Zähne in seiner vollen Schönheit.
schlag minderwertiger Gegner geplant sei. Der rechtlich denkende Mann, der eben erst aus der Holle des Rückmarsches, der demoralisierten Heimat unb anberer Erregungen gekommen war, hatte sich durch alle diese Dinae in einen Zustand lähester Entschlüsse hineingesteigert und war gesonnen, den ihm bekannten Anführer dieses Komplotts kurzer Hand über den Haufen zu schießen. Nur den immer wieder erneuten Anstürmen seiner Gattin war es schließlich gelungen, ihn von diesem Vorsätze abzubringen und zu einer kleinen Reise zu bewegen, die er" denn auch aus seiner süddeutschen Heimat in eine kleine norddeutsche Stadt antrat. Aber in seinen Nerven war noch immer keine Ruhe als er sich in dieser Stadt früh am Tage zu Bett begab. Flackernd war sein Schlummer, uni) erft gegen Morgen fiel er in einen bleiernen schlaf, aus Öen ihn ein jähes Pochen gegen seine Z,mm°r- tür weckte. Als alter Frontoffizier sofort auf den Beinen, leote er seine Waffe griffbereit, nichts anderes wähnend, als daß ihn hier schon die Spürhunde seiner Gegner ausgemacht hatten. Dies Hin und Her verzögerte das Oeftnen der Tur, an bie nun zorniger und mit dem Rufe „Aufinachen Kriminalpolizei" gepocht wurde. Unser Hauptmann, ich nenne ihn Schulze, öffnete nun; zwei Beamte und ein riesiger Schäferhund drängten ins Zimmer. Man fragte nach feinen Homeren und die in der Jackentasche verbliebene Hand des einen Mannes bewies zur Genüge, daß man sich über eine ernste, zu allem bereite Gegnerschaft klar blieb Als obe? Schulze leine Papiere und -e,w-n Paß vorwies, erhellten stch die Mienen der Beamten und sie batten Anstand genug, sich betreten zu entschuldigen Aus die Fragen des Hauptmanns erzähltem sie ihm: man suche einen feit kurzem ent- laffenen Leutnant Schulz, der vor einigen Tagen bei einer Auseinandersetzung mit einem.örtlichen Golbatenrat einen Räbelsführer erschossen nabe unb nun in diele Gegend gefluchtet fei. Auf dem Meldezettel vieles fiotels nun habe Nch das „c d^s Namen- Schulze recht undeutlich ES-nommen und man war des Glaubens, den gesuchten Schulz vor s7ch zu haben: Das Seltsame aber war d°ß Schulz wie Schulze am gleichen Tage, am 6. 9 1894, unb im gleichen Orte, nämlich in München, geboren ei - Mit dieser Auskunft ließen die Beamten den Hauvtmann allein. Er hatte rfun Zeit, darüber nach- zusinnen, daß die Schicksale von Menschenu die unter hpn nleichen Sternen geboren sind, sich wie em ci dem ’n bmn ähneln wurden, wenn wir mehr non ■ den Schicksalen solcher Menschen wußten Das Jtaa) . denkkn darüber brachte den Mann über die Er- : regung seines eigenen Herzens hmweg.


