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Montag, Y.Marz

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)

Nr. 58 Drittes Blatt

Gießen gedenkt der gefallenen Opfer für Deutschland

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der Gesinnung zu begegnen.

Wie Thukydides, der größte Geschichtsschreiber des griechischen Altertums, berichtet, hat Perikles am Heldengedenktage der Athener den lapidaren Satz gesprochen:Großer Männer Grab ist die ganze Erde." Nach den Jahrtausenden, die seitdem verronnen, hat der Satz einen neuen Sinn gewon­nen. Und zwar wuchs des Wortes Wucht mit der Weite des Weltkrieges. Im Osten wie im Westen, im Süden wie im Norden, auf dem Rücken der Scholle, im Gebirge, in den Höhen der Luft, wie in der Tiefe der Meere erbrausen die Heldenlieder zur gewaltigen Symphonie über das Motiv:Gro­ßer Männer Grab ist die ganze Erde."

Wir Nachfahren lauschen dem Gesang und Be­wunderung erfüllt unsere Seele. War es doch ein Schwung der Begeisterung, der die Heere über die Grenzen trieb, daß sie der Herzkammer des Fein­des nahten! Waren es doch Bravourstücke von un­erhörter Kühnheit und schimmerndem Schneid, die mit zahlreichen Namen, wie Lüttich, Tannenberg, Emden" usw. der Welt vor Augen geführt wur­den! War es doch eine eidestreue Zähigkeit, eine leidvermählte Ausdauer, die den Feldgrauen in der Schlammulde, im Granattrichter dem Prasseln der Geschosse preisgab! Nicht schreckte die Höhe der eisigen Luft, nicht die stille Tiefe des Meeres, nicht die Schmerzensgruft der Lazarette, in denen der Kampf sich fortsetzte gegen Krankheit, Siechtum und Tod. Alle Worte aus dem großen Schatze der

Am gestrigen Sonntagmittag konnte man in zahlreichen Gaststätten unserer Stadt ein erhebendes Bild der Volksgemeinschaft feststellen. Unsere Gie­ßener SA. hatte sich in Sturm-Einheiten zum ge­meinsamen Eintopf-Mittagsmahl begeben, um da­mit den letzten Eintopf-Sonntag dieses Winter­halbjahres in kameradschaftlicher Gemeinschaft zu begehen. Der Aufforderung an die Bevölkerung, gemeinsam mit der SA. die Eintopf-Mahlzeit zu verzehren, war erfreulicherweise zahlreich Folge

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^bericht.) Um irauftrieb: 389 he, 38 Färsen), e. Es kosteten: len 27 bis 43, i) 28 bis 43, Gdpoeint 51

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geleistet worden. Ueberall konnte man neben den Männern im Braunhemd viele Volksgenossen und Volksgenossinnen sehen, denen es an den schön ge­schmückten Tischen ganz vortrefflich aus dem Ein­topf schmeckte. Um auch in dem Speisezettel die einheitliche, schlichte Linie einzuhalten, wurde über­all Erbsensuppe mit Fleischeinlage gegeben, die allent­halben ganz vortrefflich schmeckte und geradezu heraus­forderte, dem ersten Schlag noch einen zweiten und häufig auch noch einen drittten folgen zu lassen.

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: werde der rt. Aber nur Menschen zu> Mesen, fünf irot und Ar­trauen sei es vollbringen.'

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Die innige Verbundenheit unserer SA. mit allen Volksgenossen, insbesondere auch mit den ärmsten, kam darin zum Ausdruck, daß Männer und Frauen aus allen Schichten der Bevölkerung an dem ge­meinsamen Mahle teilnahmen und einige Hundert hilfsbedürftiger Männer, Frauen und Kinder von der SA. als liebe Gäste beim Essen eingeladen waren. Das Beisammensein nahm in allen Gast­stätten einen schönen und denkürdigen Verlauf.

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betonte in seiner Gedenkrede, daß wir bei diesem Gedenkappell an die Gefallenen des Krieges und der nationalsozialistischen Bewegung wiederum in tiefster Ehrfurcht unsere Fahnen senken vor ihrem gewaltigen Opfer, aber auch in Dankbarkeit der Männer gedächten, die im Kampfe um Deutschlands Freiheit und Zukunft verwundet wurden und denen in der Person der anwesenden Kriegsopfer die dank­bare Hochachtung bekundet werde. Dann sagte der Redner u. a. weiter: Wir alle stehen noch unter dem Eindruck des gewaltigen Ereignisses des gestrigen Tages. In einem unerhört kühnen Entschluß hat der Führer des deutschen Volkes gehandelt und in dem deutschen Gebiet, das bisher den unmittelbaren Schutz des feldgrauen Soldaten entbehren mußte, wieder deutsche Garnisonen errichtet. Damit ist die Ehre der deutschen Nation und die Souveränität des deutschen Reiches restlos wiederhergestellt,. Wenn wir heute in dieser Stunde an den Grä­bern unserer gefallenen Kameraden stehen und mit ihnen stille Zwiesprache halten, werden sie uns fra­gen:Wie steht es nun um Deutschland?" Da können wir ihnen im Stolz melden:Es gibt kei-

Tapferkeit, Kameradschaft, Manneszucht und über alles die Gottesfurcht, dieser stärkste Halt, Sporn und Trost der Soldatenseele.

Nun erhebt sich die stille Frage in eueren Herzen, wo sind sie nun, unsere Helden? Sind sie gefallen? Nein, sie stehen, sie schreiten sieggekrönt. Sind sie tot? Nein, sie leben. Zwar sehen wir nicht ihr glü­hendes Auge, hören nicht den Ruf ihrer Sprache, spüren nicht den Druck ihrer Hand. Und doch wissen wir aus unserem Glauben, sie leben ein wunder­bares, geheimnisvolles Leben.Ich bin die Aufer­stehung und das Leben", hat die ewige Wahrheit erklärt.Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er gestorben ist, er wird leben in Ewigkeit." Wer sein Leben liebt, der wird es verlieren, und wer es um meinetwillen verliert, der wird es fin­den."Eine größere Liebe hat niemand, als wer fein Leben giebt für feine Freunde". Und so ver­künden wir, gestützt auf das Wort der Wahrheit: Alle die Helden, die in lebendigem Glauben an Christus und in der Liebe ihr Leben hingegeben haben, stehen in unbeschreiblicher Glorie in jenem anderen ewigen Leben, das auch unsere unerschüt­terliche Hoffnung ist. Dort schauen sie in verklärtem Licht das himmlische Licht mit einer ganz neuen Erkenntniskraft, dort schwingt der starke überlegene Wille im Reiche unendlicher Liebe, dort umringt sie ein Meer des Glückes.

Und nun, meine lieben Kameraden, die ihr vor mir steht, schlaget nicht aus der Art, folgt dem er­habenen Beispiel. Heute schreiben wir den 8. März 1936. Dor 100-Jahren schrieb man ebenfalls den 8. März 1836. Da stand Gießen auch, aber unser hatte noch niemand gedacht. Nach 100 Jahren wird man auch schreiben, den 8. März 2036. Alsdann wandelt von uns niemand mehr hienieden. Lebet so, daß ihr ausgenommen werdet in die Schar der Helden, die uns voraufgegangen sind, daß wir mit ihnen vereint den ewigen Triumph feiern in der geheimnisvollen göttlichen Welt jenseits des Grabes und mit Freuden des Tages gedenken, an dem der Führer und Reichskanzler das große Werk der Befreiung des deutschen Volkes vollbrachte! Das walte Gott!

Der stellv. Gtandortälteste

Am gestrigen Sonntagvormittag fand auf Os- rvaldsgarten die H e l d e n g e d e n k f e i e r für die Gefallenen des großen Krieges und für die Gefal­lenen des nationalsozialistischen Freiheitskampfes um Deutschland statt. Auf dem mit der Reichs- ckriegsflagge, den Fahnen der Bewegung und der Flagge des Reichsbundes Deutsche Kriegsgräberfür- jorge geschmückten Platze waren die Wehrmacht un- . serer Stadt, die Politischen Leiter, Ehrenstürme der -SA. und SS., Formationen der HI., die Mitglie­der der NS.-Kriegsopferversorgung, die in den Ka- mreradschasten der alten Soldatenoereinigungen zu­lammengeschlossenen einstigen Kämpfer des Welt- ckrieges, die AbteilungWehrmacht" der Deutschen Arbeitsfront und viele Männer und Frauen oer- «einigt, um gemeinsam in dankbarer und unlös- Ilicher Verbundenheit der Gefallenen in der feld- igrauen und in der braunen Uniform zu gedenken.

Nach beendetem Aufmarsch wurden dem stellv. 'Standortältesten die Truppen und Formationen !gemeldet. Darauf schritt der stellv. Standortälteste die Front ab und begrüßte in militärischer Art die Vertreter der Partei und ihrer Gliederungen, die Kriegsopfer und die alten Soldaten. Sodann sprach als erster Redner in Vertretung des erkrankten »evangelischen Standortpfarres der

Studienrat Dr. Unverzagt.

KEr sagte in seiner Gedenkrede u. a.: Ein großes Leid ist wie das Meer: es hat auch seine Ebbe und seine Flut. Es geht einmal für eine Weile weg runb dann ist es mit voller Wucht und Kraft wieder La und fordert sein natürliches Recht. Mit der Trauer um die 2 Millionen Kriegsgesallener ist's micht anders. Allemal am Sonntag Reminiscere ist ider Schmerz um sie von neuem da und nicht nur Lei denen, denen dieser Blutzoll abgefordert wnurbe, sonbern auch bei uns anberen Volksgenossen. Unser Reden von der Volksgemeinschaft wäre ja leere Phrase, wenn uns nur schmerzte, was uns

neu Fußbreit deutschen Bodens mehr, der nicht von deutschen Soldaten unmittelbar beschützt ist. An Deutschlands Grenzen deckt wieder der deutsche Sol­dat mit seinem Leibe die Sicherheit unseres Lan- des." Unsere Toten werden uns dann antworten: Das ist gut so, nun erst können wir in Ruhe schla- en." Sie werden uns aber auch ermahnen:Seid auf der Hut, vergeßt nie, daß es kein höheres Gut gibt und keine größere Pflicht als die Wahrung der deutschen Ehre. Dankt eurem Schöpfer, daß er euch in dieser schweren Zeit einen Führer geschenkt hat, der euch zielklar einer besseren Zukunft entgegen­führt. Glaubt an diesen Führer, opfert für ihn unb damit für Deutschland alles unb folgt seiner Fahne burd) bick unb bünn, was immer auch kommen mag! So werben unsere Toten bes Weltkrieges unb ber Bewegung zu uns sprechen, unb aus ihrer stummen Mahnung in biefer Stunbe werben wir neue Kraft unb neue Hoffnung mitnehmen. Wir hanbeln im Sinne unserer Gefallenen, wenn wir in biefer Gebenkstunbe in erster Linie auch bes Füh­rers gebenden, der die Urkraft zu seinem Handeln aus dem Sterben unserer Gefallenen geschöpft hat und immer wieder von Neuem schöpft. Wir geden­ken im Geiste unserer Gefallenen unseres Führers und Obersten Befehlshabers ber Wehrmacht Aböl f Hitler, inbem wir ihn grüßen mit dem Rufe: Sieg-Heil. Braufenb erklangen barauf die breimalij gen Rufe als Gelöbnis ber Treue unb als Ausbruck ber herzlichen Dankbarkeit gegenüber bem Führer über den weiten Platz.

Kranzniederlegungen am Ehrenmal.

Die Ehrenkompanie unb bie Formationen mar- fchierten fobann zum Gefallenen-Denkmal auf dem Landgraf-Philipp-Platz. Vor dem Ehrenmal harte die Wehrmacht Doppel-Ehrenposten gestellt, ferner stand eine Ehrenwache von zwei alten Soldaten an dem Denkmal. Nach dem Aufmarsch wurden von bem stellv. Stanbortältesten, bem Vertreter ber Gießener Kamerabschaften ber alten Solbaten und bem Vertreter des Dolksbundes Deutsche Kriegs­gräberfürsorge Kränze am Ehrenmal niedergelegt. Der Vorbeimarsch der Ehenkompanie vor bem stellv. Stanbortältesten bilbete den Abschluß ber Feier. So- bann rückten auch bie übrigen aufmarschierten For- mationen ab.

Feierstunde der Arbeit.

Eine Feierstunde ber Arbeit veranstaltete am Helbengebenktag bie DAF., NSG.Kraft burd) Freube" im Cafe Leib. Das Krengel-Trio spielte einleitenb BeethovensTrauermarsch". Der Kreis- walter ber NSG.Kraft burd) Freube", Bienen­gräber, sprach unter bem Einbruck ber letzten großen Ereignisse von ber Freube, bie jebeiv Deut­schen erfüllt, unb brachte ben Dank an ben Führer burd) ein freubig aufgenommenes Sieg-Heil zum Ausbruck Nach ben weihevollen Klängen bes Largo" von Hänbel brachten dis Buberusfchen Werkscharen aus Lollar Hellmut Jahns wuchtigen WerkspruchEhre ber Arbeit" zum Vortrag. Der bekannte Arbeiterbichter Max Barthels gab bann einen Aufriß ber Entwicklung ber Arbeiter- bichtung von ber Vorkriegszeit bis zu Grille, Hch. Lerfch, Alfons Pätzolb, Karl Bröger unb Engelke. Er unterstrich bas Heranreiffn ber Frontsolbaten Bröger, Lersch, Engelke, wie auch bas seinige burd) bie Erlebnisse bes Weltkrieges unb zeigte an Hans Baumanns Lieb:Wir werben marschieren denn heute gehört uns Deutschlanb unb morgen bie ganze Welt", ben Einmarsch bes Arbeiters in bas beutsche Volk. Durch ben Vortrag seiner eigenen Dichtungen, ber ErzählungDie Mutter mit bem Kinb" unb ber bem unbekannten Helben ber Arbeit gewidmeten Prosa unb Lyrik offenbarte er bas Denken unb Fühlen bes schaffenben Menschen. Reicher Beifall bankte seinem Vortrag. Mit getra­genen Weisen fanb bie Feierstunbe ihren Abschluß.

GedenkfeierderMarkusgemeinde

In einer überaus roürbigen unb ernsten Feier gebuchte gestern abenb bie Markusgemeinbe in ber Stabtkirche ber gefallenen Helben bes Weltkrieges. Die Kirche war überfüllt. Orgelvorspiel (Organist N e b e I i n g) unb Chorgesang (Choralvereinigung . ber Stabtkirche) leiteten bie Feier ein. Sodann sprach Pfarrer Becker an Hand von einzigartig schönen, zum großen Teil symbolischen, Lichtbildern über das große Opfer der gefallenen Helden. Er : erinnerte an den frohen Auszug der Truppen in jenen Augusttagen des Jahres 1914, er sprach von dem beispiellosen Opfer der zwei Millionen Toten, t die unser Volk geben mußte, von ben leibtragenden Müttern unb Vätern, von ben Frauen berer, die i fielen, aber auch von jenen Frauen, die in der - Heimat in den schweren Dienst für bie Volksge-

Link-;- SA mit Anaekwriaen unb vielen Volksgenossen am Eintopf-Mittagessen. Rechts: Ueberall würben bie Teller mehr als einmal mit ber L t n t s . «Ml. mit angegorige kräftigen Erbsensuppe gefüllt. - «Aufnahmen ,2s: Phata.Psaff.»

Links: Während der Helden-Gedenkfeier der Wehrmacht aus Oswaldsgarten. Fahnengruppen der Bewegung und der Vereine zu beiden Seiten des Redner-Puttes. Der stellv.Standortalteste bei seiner Ansprache. Rechts: Ausschnitt des Ausmarsches aus Oswaldsgarten. (Ausn. (2J. Photo Pfass.)

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Wir begingen einen Raub an ber Ehre ber tm Kriege Gefallenen, wenn mir bas Bilb ber barnali- »gen Zeit verzeichnen wollten unb sie hinstellen als »eine Schar von Menschen, bie einfach, von ihrer , «Begeisterung hingerissen, ohne viel Bebenken ihr Leben hingeworfen hätten. Jrn Anfang mag es so «gewesen sein unb hernach noch manchmal, doch die «Regel war es nicht. Schwer abgerungene Entschlüße sstehen.hinter ben Taten biefer braven Kämpfer. Drum sind sie in unseren Augen nicht weniger -Helden wie bie mutig in ben Tob ftürmenbe Jugenb won Langemarck. ,

Das Schwerste haben unsere Kampfer draußen »gemußt und gekonnt. Es kam bie Zeit, wo es nidjt imehr unaufhaltsam voranging, nicht mehr jeher sich »entwickelnde Kampf mit einem Sieg endete, wo ein 'Ende des fürchterlichen Ringens nicht mehr adzu- I sehen war und es galt, durchzuhalten um jeden Preis, und immer wieder sich voll und ganz em- Isetzen trotz der feindlichen Uebermacht, trotz Man- .gel oft am Allernötigsten, trotz der Gedanken an idaheim, an Weid und Kind, an die alten Eltern, ibie einsame Mutter, ober wen man sonst Teures .zurückgelassen hatte, zum Trotz auch den Gedanken «an das eigene Leben unb was es einem noch zu Ibieten hatte an Lust, Freube unb befriebigenber «Arbeit. Das waren die schwersten Stunben, Stun- iben ber Versuchung, bie wir Christen aus bem Le­iben unseres Meisters kennen, bem auch aus feinem Hetzten schwersten Weg ber Versucher nahte unb zu -ihm sprach:Herr, schone bich!" Das aber ist das wahrhaft Große in solchen Augenblicken: nicht Horen .auf bie Wünsche bes eigenen Herzens, nicht achten .auf seine Aengste unb seine Sorgen, sonbern unbe­irrt sich halten an eines nur: bie gebotene und Ibeschworene Pflicht. Wir Heiteren haben viele von denen gekannt, die so gesinnt gewesen sind. Wir itrauern um ihrer viele, bie nicht mehr zurückgekom­men sind, deren Namen aber blumenumkränzt auf den Gedenktafeln in unseren Kirchen oder ben Matten unserer Heldenbenkmäler stehen zu steter Erinnerung an sie. Wenn wir über ihr Leben und Sterben aber eine Überschrift setzen sollen, genü­gen vier Worte: Gehorsam bis zum Tode. Das klingt nicht sehr und ist doch unermeßlich viel gesagt.

Es gab eine Zeit - sie ist nach nicht sehr ang oorbei da galt als höchstes Lebensziel bie freie Entfaltung ber eigenen Peinlichkeit mit allen ihren Gaden unb ihren Kräften. Wir haben aber angelernt unb roieberum erkannt wie große Anrechte auf uns unb was wir finb unb haben unser Volk unb Vaterlanb besitzt, unb manchmal bas erste und allergrößte. Drum Schande über den, der zum Ge­horsam nicht willig und fähig ist, wenn er gestrdert wird zur Arbeit nicht nur, sondern auch zu Kamps unb Tob. Daß biefer Sinn nicht ganz erstorben war bei uns, auch nicht in ber Nachkriegszeit unseligen Angebenkens, hat vor einem Jahr ber 3ubel in ganz Deutschlanb gezeigt, als unser Führer unser Volk roieber wehrhaft machte unb ihm fein schmählich geraubtes unb anbauernb vorenthal­tenes Recht roiebergab. Wir haben auch gestern etwas bavon verspürt, an bem Tage, dessen Bedeu­tung erst bie Zukunft offenbaren mirb. (^u5Pre7eI möchte ich aber in vieler Namen ben Wunsch, daß ibie neugeschaffene Wehrmacht, wie auch ber Führer i öfters betont hat, ein Instrument bes Friedens sei, den unser Volk unb bie Völker Europas so bitter : nötig haben. Jnbes auch in Friebenszeiten tut uns

beutschen Sprache, alle Ausbrucksmittel ber macht­vollsten Klangwelt ber Musik reichen nicht hin, um gerecht zu werben ber in allen aufrechten Herzen geweckten grenzenlosen Bewunberung.

Hier, beutscher Solbat, sieh beine Vorbilber! Die leuchtenben Sterne beines Berufes würben hell auf- gezünbet in ber Nacht bes Weltkrieges: Gehorsam,

schlichten. 8.10. rhaltungsftunbe.

t 11.45: Sozial- tachrichten (auch

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Ein literarisches 17.30: Rat und irbild v°n der

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not, was unsere Helben uns vorgelebt. Auch wenn unter ben Völkern bie Waffen ruhen, ist bas Leben Kampf. Und wenn es nur das Ringen ist mit ben Nöten unb Schwierigkeiten biefer Erbe, ober bie Kämpfe, bie man mit sich selbst unb in sich selber auszufechten hat. Immer gilt, baß nichts ben Vor­tritt haben barf vor unserer Pflicht, unb baß bie erste, wenn auch nicht einzige Tugenb ber Gehor­sam ist. Nicht ein Gehorchen nach Sklavenart, son­dern ein Gehorsam, den die Liebe beseelt zu den Menschen, unter die uns Gott gestellt, zumal zu unserem Volke, in das er uns gliedhaft eingefügt hat. Ein Gehorsam auch, von bem wir als Christen sagen, baß er vom Glauben gestählt ist unb gestärkt, indem er uns vor eine allerhöchste Perantwortung stellt und zugleich uns auf den hinweist, ber uns einzigartig ben Weg bes Gehorsams bis zum Letzten unb Aeußersten vorangegangen ist: Jesus Christus.

Helfe er auch uns, bann werben wir recht roürbig derer, die für uns gekämpft unb gestorben, benn sie waren treu unb gehorsam bis zum Tobe. Das walte Gott!

öer katholische Standortpfarrer Dr. Hemmes

sagte bann u. a.: Durch das gewaltige Ereignis von gestern ist der Heldengedenktag in ein verklärtes Licht gerückt. Nunmehr ist es erst recht geboten, die ungeheuren Kriegsopfer vor Augen zu haben, diesen einzigen Schrei nach Erlösung Deutschlands zu hören, um der Größe ber Stunbe mit Größe