Einzelbild herunterladen

Die Mondfinsternis

9.A.-'Spoit

In

16, Buchenknüppel 16, Eichenknüppel 13 bis 14, 50 Buchenwellen 10 bis 11, Eichenwellen 4,50, Fichtenwellen 3 bis 4 Mk. Durch die Gau- ilmstelle wurde im dichtbesetzten Saale des Gastwirts Sames der TonfilmKrach um Jo­lanthe" vorgeführt, der viel Anklang fand. Bürger­meister Buß sprach das Schlußwort. Mit drei­fachem Sieg-Heil auf Führer und Vaterland wurde )ie Veranstaltung geschlossen. Am Montag, 13. Januar, kann der Kolonialwarenhändler Heinrich Reuhl IX. in völlig körperlicher und geistiger Frische seinen 8 8. Geburtstag feiern.

öp Obbornhofen, 8. Jan. Begünstigt durch das gelinde Wetter schreiten die Vorarbeiten für die geplanten baulichen Veränderungen an dem Erbhof des Ferdinand Philippi rüstig vorwärts. Nachdem die alte Scheune vor kurzem niederlegt wurde, konnte mit dem Erdaushub be­gonnen werden, der jetzt nahezu vollendet ist. Mit den eigentlichen Bauarbeiten wird im kommenden Frühjahr begonnen werden. Der Erbhof, der in der Mitte des Dorfes liegt, trägt den Namen Schultze- H o f und wird nach Fertigstellung der baulichen Veränderungen in seiner Gesamtheit einen stattlichen Anblick bieten.

ch Obbornhofen, 7. Jan. Infolge Be­reitstellung von Reichszuschußmitteln für An- und Umbauten zur Einrichtung von Wohnräumen be­steht bei der Gemeindeverwaltung die Absicht, das alte Rathaus, ein Fachwerkhaus aus dem 15. Jahrhundert, im Innern und Aeußern einer Er­neuerung zu unterziehen und das obere Stockwerk au einer Wohnung einrichten zu lassen. Hierbei soll Der jetzige äußere Verputz verschwinden, um die alten Fachwerke wieder zur Geltung zu bringen. Der untere Teil des Gebäudes dient als Aufbewahrungsraum der Feuerwehrgeräte. Auch eine Viehwaage ist hierin eingerichtet. Diese Einrich­tungen sollen darin belassen werden. Da das Ge­bäude unter Denkmalschutz steht, hofft man, auch von der staatlichen Denkmalpflege einen Zu­schuß zu erlangen.

O Rodheim a. d. Horloff, 7. Jan. Hier ver­starb der frühere Bürgermeister Wilh. Kröll I. im 84. Lebensjahre.

ch Lauter, 6. Jan. Am Samstagabend hielt bei Wirt Hock der hiesige GesangvereinGer­mania" seine diesjährige Generalversammlung ab. Der Vereinsführer dankte zunächst den Sanges­brüdern für den Besuch der Singstunden und dem Dirigenten Nicolai, Großen-Buseck, für seine Mühe und Arbeit. Im abgelaufenen Vereinsjahr fanden 42 Singstunden statt. Der Besuch war gut. Da sich bei der Rechnungsablage keinerlei Bean­standungen ergaben, wurde dem Rechner Ent­lastung' erteilt.' Der Verein besteht zur Zeit aus 5 Ehren-, 38 aktiven und 19 passiven Mitgliedern. Am 12. Juli führt der Verein das Wertungssingen des südlichen Teiles des Ohm-Lumdatalkreises durch. Damit verbunden ist die Fahnenweihe des Vereins. Dieses ist seit 1892 das erste Fest, das in Lauter wieder gefeiert wird. Als Festplatz wurde das Wiesengelände links der Straße nach Laubach aus­ersehen! Nach Erledigung des geschäftlichen Teiles blieb man noch einige Stunden in froher Stim- muna und echter Kameradschaft zusammen.

ch L a u t e r, 7. Jan. Nachdem Lehrer R o e s ch e n wegen Krankheit für längere Zeit beurlaubt werden mußte, wurde jetzt Schulverwalter Schmidt aus Mainz mit der Vertretung beauftragt.

= Ettingshausen, 7. Jan. Bei der H o l z - Versteigerung wurden je Raummeter folgende Preise erzielt: Buchenscheite 7 bis 9 Mk., Buchen­knüppel 5 bis 7 Mk., Buchenrundscheite 7 bis 8 Mark, Kiefernrundscheite 5 bis 6, Kiefernknüppel 3 bis 3,50, Fichtenrundscheite 4 bis 5, Fichten- knüppel 3 bis 4 Mark, 50 Wellen 6 bis 7 Mark. Buchenreisig kostete in Schichthaufen pro Raum­meter 80 bis 90 Pfennig.

I Göbelnrod, 7 Jan. Der nunmehr abge­schlossene Melklehrgang wurde von 23 Per­sonen besucht. Die Leitung lag in Händen von Melk- lchrer Fey (Warthof). Der Unterricht brachte mit­tags zwei Stunden theoretische Schulung unter Zu­hilfenahme von Lichtbildern: morgens und abends wurde praktisch gemolken, und zwar wurde die an­erkannte Allgäuer Faustmelkmethode gelehrt. Im Zusammenhang mit dem Kursus hielt Melklehrer Fey vor der hiesigen Ortsbauernschaft einen Lichtbildervortrag über reinliche Milchgewinnung, Kälberaufzucht, Eutererkrankungen und richtige Stallhaltung. Bei der S a m m l u n g d e r N S.- Kriegsopfer hier konnten 11,80 Mark aufge­bracht werden.

Oeutschlants Dauerfahrer schlagen Frankreich.

Lohmann überlegener Gesamtsieger.

der Berliner Deutschlandhalle

So sieht die Mondfinsternis in den Augen unseres Zeichners aus. Sie ist für heute abend anqekündigt. Das Spiel wird um 17.28 Uhr beginnen, und kurz vor 19 Uhr wird der Höhepunkt der Finsternis erreicht sein. (Zeichnung: Zglinicki. Scherl-M.)

Form, wie aus den am zweiten Tage obgewickelten Prüfungskämpfen hervorgeht. Im Mittelgewicht kam Opfchruf (Trier) im beidarmigen Sto­ßen mit 295 Pfund zu einem neuen Weltrekord, er verbesserte seinen eigenen bisherigen Rekord um drei Pfund. Den Gesamtsieg holte sich im Mittel­gewicht allerdings der Essener Wagner, der im Drei­kampf fünf Pfund mehr zusammenbrachte, während Gottschalk (Essen) infolge einer Erkältung nicht in Form war. Im Federgewicht erreichten L i e b s ch (Düsseldorf) und Walter (Saarbrücken) beide 570 Pfund, das leichtere Körpergewicht gab den Aus­schlag zum Siege des Westdeutschen. Europameister Jansen (Wanne-Eickel) war im Leichtgewicht mit 640 Pfund nicht zu schlagen; im Halbschwergewicht wartete der Ludwigshafener Deutsch mit einer Leistung von 715 Pfund auf und im Schwergewicht erreichte Manger (Freising) 800 Pfund; Straß­bergerbetätigte" sich als Zuschauer.

kamen am Samstagabend zum zweitenmal seit ihrer Eröffnung Dauerrennen zum Austrag, denen rund 10 000 Zuschauer beiwohnten. Im Mittelpunkt des Abends stand ein Länderkampf Deutsch­land Frankreich, den Deutschland dank der ausgezeichneten Fahrweise des Bochumers Loh­mann überlegen gewann. Lohmann war eine Klasse besser als seine drei Gegner, er gewann sämtliche Läufe über 10, 20 und 30 km und siegte auch im Zeitfahren über 1 km. Von den beiden Franzosen leistete Pelissier den hartnäckigsten Widerstand.

Neue Länderkämpfe im Handball.

Das am 1. Dezember vorgesehene erste Hand­ball-Länderspiel zwischen Deutschland und Lurem- burg, das dem schlechten Wetter zum Opfer fiel, ist nunmehr auf den 2. Februar angesetzt worden. Aller­dings wird der Kampf diesmal in Saarbrücken aus­getragen.

Das Fachamt Handball verhandelt weiter mit Frankreich wegen eines Länderspieles, das im März oder April in einer französischen Stadt zum Austrag kommen soll. In beiden Spielen wird es eineFrage nach dem Sieger" nicht geben. Unsere Ländermannschaft muß aber bis zu den Olympischen Spielen Spielgelegenheit haben und außerdem ist sie durch ihr Können ja schließlich der beste Wer­ber für das olympische Handballturnier, bei dem wir auch mit der Teilnahme von Luxemburg und Frankreich rechnen.

Fußball der Gauliga-Mannschasten.

Spiele des kommenden Sonntags.

Der Meister 1. FC. Hanau 93 empfängt die Mar­burger Kurhessen, die eine ganz gute Figur machen dürften. An einen Punktgewinn ist jedoch für sie nicht zu denken, da die Hanauer bei der scharfen Rivalität mit Hessen Bad Hersfeld und Borussia Fulda jeden Punkt nötig haben und deshalb mit größtem Eifer spielen werden. Hessen Bad Hersfeld fährt zum Spielverein Kassel und wird dort sicher­lich zum Siege kommen. Eine Niederlage der Hers­felder würde jedenfalls eine große Ueberrafchung bedeuten. Borussia Fulda hat beim VfB. Friedberg noch nicht gewonnen, immerhin sind aber die Aus­sichten des Exmeisters etwas höher einzuschätzen.

Fußball der Kreisklaffen.

Pokalspiele: «Lollar Ehringshausen 4:2; Sportfr. Wetzlar Oberbiel 2:3; Philippstein Holzhausen 4:0.

Deutscher Turnlehrer nach Aegypten berufen.

Bruno I o h n k e , der Vereinsturnlehrer der Turngemeinde in Berlin, hat den ehrenvollen Auf­trag erhalten, die ägyptische Olympiamannschaft im Kunstturnen zu schulen. Johnke ist als ständiges Mitglied der Berliner Städtemannschaft bekannt. Er wird in diesen Tagen die Reise nach Alexandrien antreten.

Acht Weltrekorde mit Dieselmotoren.

Der Engländer G. E y st o n mit seinen Fahrern D e n l y und W i s d a m führte in Paris auf der Autobahn von Linas Montlhery Rekordfahrten mit einem Dieselmotorwagen aus. Erst am Sonntag ließ jedoch der Regen einen Start zu. Zunächst bestieg Denly den Wagen zur Fahrt, deren Endziel der 24-Stunden-Rekord war. Doch schon nach drei Stun­den war sie beendet. Das rechte Vorderrad löste sich und sprang ab. Wie durch ein Wunder konnte Denly den Wagen ohne Unfall zum Stehen bringen.

Er hatte bis dahin folgende acht neue Weltrekorde aufgestellt: Ueber 50 km in 18:53,42 Minuten (bis­her 21:09,37) = 158,811 km/st, über 50 Meilen in 29:37,18 (bisher 33:55,24) = 162,934 km/st, über 100 km in 36:38,80 (bisher 42:10,92) = 163,875 km/st, über 100 Meilen in 58:16,79 (bisher 1:08:05,10) = 165,684 km/st, über 1 Stunde erreichte er 165,786 (bisher 142,018 km) = 165,786 km/st, über 200 Meilen bei 1:56:22,40 Stunden = 165,915 km, über 2 Stunden 331,948 km = 165,974 km/st, über 3 Stunden = 471,424 km = 157,141 km/st. Die Höchst­leistungen bis zu einer Stunde entriß Eyston seinem Landsmann Munday. Die Weltrekorde über 200 Meilen, über 2 und 3 Stunden wurden zum ersten­mal aufgestellt.

W'NiBo<mer,Gchtvarzwald-Gkimeister

Birger Ruud gewinnt den Spezialsprunglauf.

Die Schwarzwald-Skimeisterschaften in Neustadt wurden am Sonntag mit dem Meisterschafts- und Spezialsprunglauf auf der Max-Egon-Schanze zu Ende geführt. In der Nacht zum Sonntag war noch etwa 8 bis 10 cm Neuschnee gefallen und die Sprung- verhältnisse dadurch auf der Schanze noch erheblich verbessert. Einen erbitterten Kampf gab es im Kombinationssprunglauf um die Schwarzwaldmeisterschaft. Den Meistertitel holte sich der Traunsteiner Willi Bogner, der nach seinem ausgezeichneten Abschneiden im Langlauf am Sonn­tag zwei saubere Sprünge von 43 und 54 m stand und mit Note 436.3 Meister wurde. A. H e ch en­de r g e r (Bayrisch-Zell), der im Langlauf den sechsten Platz belegt hatte, erkämpfte sich durch zwei schöne Svrünge von 44 und 48 Meter mit Note 415,7 den zweiten Platz in der Gesamtwertung.

Der Spezialsprunglauf war Birger Ruud nicht zu nehmen. Für zwei vorbildliche Sprünge von 48 und 51 m erhielt der Norweger die Note 225,2 und belegte damit den ersten Platz. Kaum schlechter war aber Max Meine! (Aschberg), der Weiten von 49 und 50 m stand. Bei den Junqmannen stellte Vaul Krauß (Johann-Georgen-Stadt) von der Olympia-Mannschaft mit zwei schönen Sprüngen von 42 und 48 m und Note 210,1 den Sieger.

Ovschruf stößt Weltrekord.

Prüfungskämpfe der Gewlchlsheber in Bennecken­stein.

Im Trainingslager der deutschen Schwerathleten in Benneckenstein im Harz sind nach den Ringern und Boxern nun die Gewichtheber eingekehrt. Die deutschen Heber befinden sich in ausgezeichneter

den Geburten entfallen 20 (1934: 16), den Sterbe­fällen 13 (14) von auswärts auf das hiesige Krankenhaus. Die Zahl der Uebernachtun- gen in Ga st ufern einschließlich Privat­wohnungen betrug im Jahre 1935 = 3415 (im Vor­jahre 3372). Die Hausangestellte Wilhelmine Zill konnte am 1. Januar auf eine 25jährige Tätigkeit bei der Familie Dr. Massing-Spira zurückblicken.

Kreis Alsfeld.

* Elpenrod, 7. Jan. Der 23jährige Holz­hauer Reinhold Marker erlitt bei der Arbeit einen Unterschenkelbruch und mußte durch die Gießener Sanitätskolonne in die Klinik nach Gießen gebracht werden.

* Homberg, 7. Jan. Auf der Fahrt mit einem Fuhrwerk von Neu-Ulrichstein nach Elpen­rod wurde der Verwaltungsinspektor Ritte von der Arbeiterkolonie Neu-Ulrichstein von einem Unfall betroffen. Infolge plötzlichen Scheuens des Pferdes stürzte der bedauernswerte Mann vom Kutschersitz des Wagens, geriet unter das Pferd und erlitt einen Bruch des linken Oberschenkels. Die Freiwillige Sanitäts­kolonne vom Roten Kreuz in Gießen verbrachte den bedauernswerten Mann nach der dortigen Chirurgischen Klinik.

Kreis Lauterbach.

Lauterbach, 7. Jan. Das Standesamt von Lauterbach verzeichnet für das vergangene Jahr 92 Geburten, 44 Eheschließungen und 48 Sterbefälle. Die Zahl der Geburten ist im Laufe der letzten drei Jahre ständig gestiegen. In unserer Stadt haben sich im vergangenen Jahre 444 Per­sonen angemeldet und 453 abgemeldet. Die Stadt zählt gegenwärtig 5179 Einwohner.

Kreis Wehlar.

K Lützellinden, 7. Jan. Bei einer in dem östlichen Teil unserer Gemarkung abgehaltenen Treibjagd wurden 29 Hasen, 1 Fuchs und acht Fasanenhähne erlegt.

cxd Hörnsheim, 7. Jan. Bei einem in unserer Feldmark abgehaltenen Kesseltreiben wurden 52 Hasen erlegt. Die Strecke ist geringer als die des Vorjahres.

Zimmermannswerkzeug.

# Allendorf (Lahn), 6 Jan. Im Saale des Gastwirts Wagner hielt die Schweinever­sicherungskasse ihre Generalversammlung ab. die sehr gut besucht war. Vereinsführer Wo gn er erstattete den Jahresbericht, der gutgeheißen wurde. Anschließend wurde der Vorstand ergänzt. Für den durch Wegzug ausgeschiedenen H. Heep wurde W Weller zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Im Anschluß daran hielt Dr. Hornung einen kurzen Vortrag überStallung und Fütterung". Ein Vor­trag über Krankheiten der Schweine soll demnächst gehalten werden. ,

> Holzheim, 7. Jan. Aus dem Standes- amtsregister von 1935 ist folgendes zu ent­nehmen: 36 Kinder wurden geboren, 22 Sterbefalle traten ein, 10 Trauungen fanden statt. Bei der Sammlung für das W i n t e r h i l f s w e r k am Samstag durch die Frontsoldaten gingen 67,75 Mk. ein Dieser Tage fand auf dem Rathaus die Holz­versteigerung des hiesigen Gemeinde- und Markwaldes statt. Es kosteten im Durchschnitt: 2 Raummeter Buchenscheitholz 25 Mk., Eichenscheit

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

Lin alter Abonnent. 1. Die Einheitswerte wer- den durch das zuständige Finanzamt festgestellt. Ausschüsse wirken bei der Feststellung von Ein­heitswerten nicht mit. Bei den Finanzämtern be­stehen jedoch Beiräte (Sachverständige usw.), die von den Finanzämtern je nach Lage des Falles vor der Feststellung des Einheitswertes gehört werden. Falls Sie sich durch die Höhe des festgesetzten Ein­heitswerts beschwert fühlen, steht Ihnen innerhalb der Einspruchsfrist das Recht des Einspruchs zu. Der Einspruch wäre bei dem zuständigen Finanz­amt anzubringen. Falls der Einspruch im endgül­tigen Ergebnis für Sie keinen Erfolg haben sollte, hätten Sie die Kosten des Rechtsmittelverfahrens zu tragen. 2. Ob die Voraussetzungen für eine Steuerbefreiung zutreffen, können wir nach den kur­zen Angaben nicht sagen. Wenden Sie sich an Ihr zuständiges Finanzamt, das einen entsprechenden Antrag zu prüfen hat

B. G. B. Zu 1.: Gegen den gemäß den Be­stimmungen des hessischen Feldbereinigungsgesetzes von 1923 ergangenen Schiedsspruch gibt es keiner­lei Rechtsmittel. Auch kann die Angelegenheit nicht mehr vor ein ordentliches Gericht gebracht werden. Es besteht lediglich die Möglichkeit, bei der Lan­deskommission der Feldbereinigung (Reichsstatthal­ter in Hessen, Abt. le) eine Eingabe zu machen, wenn das Vorgehen der Feldbereinigung eine un­billige Härte gegenüber dem Grundstückseigentümer dargestellt hat. Zu 2.: Der Staat, der wohl gemäß den Bestimmungen des Reichsversorgungsgesetzes Witwen- und Waisenrenten für die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen zahlt, tritt nicht an die Stelle des Vaters in dem Sinne, daß für ihn eine Verpflichtung zur Gewährung einer Aussteuer be­steht. Gemäß § 1620 Abs. 1 letzter Satz BGB. ist vielmehr an Stelle des verstorbenen Vaters die Mutter verpflichtet, den Töchtern (nur diesen) eine angemessene Aussteuer zu gewähren, soweit sie bei Berücksichtigung ihrer sonstigen Verpflichtungen ohne Gefährdung ihres standesgemäßen Unterhaltes dazu in der Lage ist.

kr. B. in E. Unter der Voraussetzung, daß der Fragesteller als Eigentümer des Grundstücks im Grundbuch eingetragen ist, ist er nach wie vor Eigentümer des Grundstücks geblieben. Da er als Eigentümer im Grundbuch eingetragen ist, so ist ein Aufgebotsverfahren mit dem Zwecke, den 30jäh- rigen Eigenbesitzer des Grundstücks (hier den, der es wie ein Eigentümer bewirtschaftet) zum Eigen­tümer desselben zu machen, nur zulässig, wenn der im Grundbuch eingetragene Eigentümer gestorben oder verschollen ist und eine Eintragung in das Grundbuch, die der Zustimmung des Eigentümers bedurfte, feit 30 Jahren nicht erfolgt ist. Da die von dem Bewirtschafter eingepflanzten Fichten zu wesentlichen Bestandteilen des Grundstücks gewor­den sind, ist der Eigentümer des Grundstücks auch ihr Eigentümer. §§ 927, 94, 946 BGB.

Gelände im Frühjahr von der Schäferei-Gesellschaft eingesät werden kann.

(I) Mainzlar, 8. Jan. Am Reichsberufs­wettkampf in der BerufsgruppeSteine und Erde" werden vom hiesigen Werk nach den bis jetzt vorliegenden Meldungen 15 Jugendliche teilnehmen.

± Staufenberg, 7. Jan. Der hiesige Zie - genzuchtoerein hielt bei gutem Besuch der Mitglieder seine Generalversammlung ab. Der Vor­sitzende Gottfried Bäum! er erstattete den Bericht über das verflossene Vereinsjahr. Der gesamte Vor­stand unter Führung von Gottfried Bäumler bleibt auch für das neue Vereinsjahr im Amt.

G Staufenberg, 7. Jan. Das Standes- amtsregifter für das vergangene Jahr ver­zeichnet 15 Geburten, 16 Sterbefälle (9 örtlich, 7 in Gießener Kliniken) und 12 Eheschließungen Dieser Tage wurde im hiesigen Gemeindewald ein Rudel von 6 bis 8 Wildschweinen gesehen. Eine sofort vorgenommene Jagd auf die Tiere blieb allerdings ohne Erfolg. Der Ziegenzucht­verein hielt bei Gastwirt Geißler seine Ge­neralversammlung ab. Der Vorstand wurde in seiner bisherigen Zusammensetzung wiedergewählt. Vorsitzender ist weiterhin Gerhard Bäumler. Dem Rechner Gottfried Eckhardt konnte Ent­lastung erteilt werden.

* Garbenteich, 7. Jan. Im Saale von Gast­wirt S t e u p veranstaltete der Turnverein Gut-Heil 1909" am Samstagabend einen in allen Teilen wohlgelungenen Werbeabend. Schülerturner Wenzel sprach eingangs den Pro­log, die angetretenen Turnerinnen und Turner san­gen gemeinsam das Turnerlied:Turner auf zum Streite". Anschließend begrüßte Vereinsführer Karl Sommer die Turnfreunde und Gäste und empfahl, den Abend nicht als ein Wintervergnügen, sondern als einen Rechenschaftsbericht von einem vier- bis fünfwöchigen Training aufzunehmen. In seinen weiteren Ausführungen bat er alle noch abseits stehenden jungen Leute, in die Reihen der Turner und Turnerinnen einzutreten und am Auf­bauwerk Deutschlands mitzuarbeiten. Gymnastik der Zöglinge, Stabübungen der Schüler, Rhythmische Hebungen der Turnerinnen, Bodengymnastik der Turner und Hebungen der Schüler auf der Turn­matte füllten den ersten Teil des Abends aus. Sehr ansprechend waren die Hebungen der Jugendriege am Barren, reichen Beifall fand das Keulenschwin­gen der Turnerinnen, den Höhepunkt des Gebote­nen bildete das Turnen der ersten Turnerriege am Barren. Kugelgymnastik, einige von Turnerinnen und Turnern gemeinsam gestellte lebende Bilder, der gemeinsame Gesang eines Turnliedes stellten den Abschluß der turnerischen Vorführungen dar. Ver­einsführer Sommer dankte allen Turnerinnen und Turnern für die Leistungen des Abends und gab der Hoffnung auf weitere erfolgreiche Arbeit Ausdruck. Mit dreifachem Sieg-Heil auf Führer und Vaterland schloß er den ersten Teil des Abends. Der weitere Verlauf der Veranstaltung brachte die Aufführung eines flotten Turnerlustfpiels, das reichen Beifall fand. Eine Musikkapelle unterhielt mit guten Darbietungen. Verlosung und Tanz be­schlossen den Abend.

* Garbenteich, 7. Jan. Der 76jährige Land­wirt Gilbert Schmidt von hier kam in seiner Scheune so unglücklich zu Fall, daß er einen Oberschenkelbruch erlitt und durch die Frei­willige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz zur ärzt­lichen Behandlung nach Gießen gebracht werden mußte.

/X Watzenborn-Steinberg, 7. Jan. Der Gesangverein Germania hielt am Sams­tagabend im VereinslokalZum goldenen Löwen" seine Jahreshauptversammlung ab. Vereinsführer Th. Jung gab zunächst den Geschäftsbericht bekannt, aus dem zu ersehen war, daß der Verein auch im verflossenen Jahre ein gutes Stück Arbeit geleistet hat. Dereinsrechner Karl P i tz erstattete hierauf den Kassenbericht, der einen günstigen Stand aufweist; ihm wurde Entlastung erteilt. Ferner sprach die Ver­sammlung erneut dem Vereinsführer das Vertrauen aus. Das Wintervergnügen des Vereins findet am 26. Januar statt. Der Verein plant, im kommenden Mai dem befreundeten MännergefangvereinTreue" in Eichen (Westfalen) einen Gegenbesuch abzustatten. Umrahmt wurde die Versammlung von Liedvorträ­gen des Chores unter der Stabführung des Chor­meisters Georg Harnisch. Nach dem geschäftlichen Teil verbrachte man noch einige gemütliche Stunden.

y Watzenborn-Steinberg, 7. Jan. Am Samstagabend hielt der Männergefangver­einJugendfreund" im VereinslokalZur Krone" feine ordentliche Generalversammlung ab. Nach den Begrüßungsworten gedachte der Vereins­vorsitzende Karl Häuser des verewigten Gründers und Ehrenmitglieds Jakob Jung, der in üblicher Weise geehrt wurde. Aus dem Jahresbericht konnte man ersehen, daß der Verein wieder ein arbeits­reiches Jahr abgeschlossen hat. Die vom Rechner Karl Mandler oorgetragene Rechnungsablage ergab ein erfreuliches Bild. Die Bücher wurden von dem Rechnungsprüfer mustergültig befunden, so daß dem Rechner Entlastung erteilt wurde. Der Vorstand blieb im großen und ganzen wie im Vor­jahr. Im Laufe des Abends machte Bürgermeister Schäfer an Hand eines Planes den Sanges­brüdern den Bau und die Finanzierung des neuen Gemeindesaales klar und bat um die Mithilfe der Vereinsmitglieder. Dieser Borschlag wurde von den Mitgliedern angenommen. Mit Sieg-Heil auf den Führer und Kanzler und mit dem Deutschen Lied schloß der Vorsitzende die gut besuchte Generalver­sammlung. Der Abend wuroe verschönt durch einige Vorträge des Chors unter der Stabführung des Dirigenten Sleufe (Steinbach) und durch Musik­stücke der Hauskapelle.

*Allendorfa.d. Lahn, 7. Jan. In der Nähe der Obersorger Mühle wurden zwei Akten­taschen auf gefunden, die von dem Finder bei der Gendarmerie in Gießen abgeliefert wurden. Die Taschen enthalten Handschuhe, Ohrenschützer und

Kreis Friedberg.

pb Butzbach, 6.Jan. Die Butzbacher Rats­herr en stimmten verschiedenen Straßen- benennungen zu. So soll die ausgebaute Straße zwischen Hindenburg-Allee und Kleeberger Straße, an welcher das Wohnhaus von Dr. Luft errichtet ist, auf Grund einer alten Flurbenennung den NamenAm Bollwerk" erhalten. Auch die durch die Feldbereinigung zum Teil weggefallene alte Nuß-Allee soll ihre seitherige Bezeichnung bei- behalten. Der von der Gießener Straße abzwei- gende Weg in Richtung nach der Kleeberger Straße soll die Bezeichnung Hunnenburgweg erhalten. Die durch Umbenennung in Adolf-Hitler-Straße weg- gefallene Bezeichnung Römerstraße soll für eine neu auszubauende Straße zwischen Hindenburg- Allee und Kleeberger Straße wieder eingefuhrt wer­den. Nach einem früheren Stadtratsbeschluß sollte die Bismarckstraße weiter durch den früheren Lust­garten durchgeführt werden. Dieser Beschluß wurde aufgehoben, so daß die Straße nur bis zur Prinzen­mauer verlängert wird. Weiterhin wurde beschlos­sen, die Hundesteuer in gleicher Hohe wie im Jahre 1935 zu erheben. Im Jahre 1935 wurden in die hiesigen Standesamtsregister 83 Geburten, 52 Eheschließungen und 36 Sterbefalle eingetragen.

Kreis Schotten.

Laubach, 6. Jan. Im abgelaufenen Kalen­derjahr wurden in die hiesigen Standesamts- Register eingetragen: Geburten 55 (1934: 46), Eheschließungen 14 (23), Sterbefälle 43 (41). Von