Mittwoch. 7.Oktober 1956
Hr. 235 Drittes Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhellen)
Wellen auszusetzen. Es ist das eine ungleich
Sir muffen um TL Milliarde reicher werden
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So dürfen die Nahrungsmittel nicht aufbewahrt werden. (Aufnahme: Landesbauernschaft Hessen-Nassau.)
Nachdruck verboten!
17. Fortsetzung.
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ständig zurück.
Die hervorstechendste Beobachtung bei diesem Selbstversuch war die Wärmeempfindung. Wesentlich dabei war aber, daß die Wärme in durchaus erträglichen Grenzen gehalten werden konnte. Durch diesen Erfolg ermutigt, wurde nun eine große Reihe entzündlicher Erkrankungen mit Kurzwellen behandelt. Immer wieder konnte der rasche Heilverlauf beobachtet werden. Zunächst beschränkte man sich auf oberflächliche Entzündungen, um den Ablauf in möglichst guter Beobachtung zu halten. Schließlich ging man auch zur Behandlung von Entzündungen, die im Innern des Körpers vorhanden waren, über und hatte damit das Hauptanwendungsgebiet der Kurzwellentherapie gefunden.
Daneben wurden durch experimentelle Untersuchungen, an denen sich eine Vielzahl von Forschern beteiligte, weitere für die Therapie wichtige Erkenntnisse gefunden. Das wesentliche an der Kurzwellenbehandlung ist ja, daß man die Energie praktisch a n jede Stelle des Körpers bringen kann. Mit keiner anderen Methode war es bisher möglich, in der Tiefe des Körpers in einem bestimmten Gebiet annähernd so hohe Temperaturen zu erzielen wie an der Oberfläche. Auch der Diathermiestrom ist dazu nicht in der Lage, da er sich Bahnen bester Leitfähigkeit sucht, also im wesentlichen nur der Blutbahn folgt Bei der praktischen Anwendung hatte es sich zudem gezeigt, daß es gar nicht notwendig war, sehr hohe Temperaturen zu erzeugen, auch bei gelinder, eben angenehm fühlbarer Wärme trat der gute Erfolg ein' Dies legt den Gedanken nahe, daß neben der Wärmewirkung auch noch eine spezifische Wirkung der kurzen Wellen vorhanden sein müsse. Man untersuchte nun vor allen Dingen B a k ter i e n , die durch eine Kühleinrichtung aus einer bestimmten Temperatur gehalten wurden. Dabei ergab sich, daß
müssen.
Zusammengefaßt läßt sich sagen, daß die Kurzwellenbehandlung eine wertvolle Bereicherung bet physikalischen Therapie darstellt. Das Anwendungsgebiet ist so groß, daß heute sicher noch nicht allß Möglichkeiten erschöpft sind, wenn auch teilweise über das Ziel hinausgeschossen wurde. Zu ihrer Anwendung ist eine gründliche Kenntnis der physikalischen Grundlagen und eine strenge Auswahl geeigneter Erkrankungen erforderlich. In der Hand des erfahrenen Arztes kann sie aber Wertvolles.
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räumen auch bet den städtischen Wohnbauten größere Aufmerksamkeit schenkt.
Stolz erfüllt jede deutsche Hausfrau, wenn sie ihre Speisekammer betritt, in der sie dank ihrer mit Sorgfalt betriebenen häuslichen Vorratswirt- schäft gefüllte Fächer und Regale mit den verschiedensten Erzeugnissen der deutschen Scholle sieht. Diese stellen eine erfreuliche Bereicherung ihres Speisezettels für ihre Familie dar, und geben ihr das stolze Bewußtsein, als einzelne in der Gesamtheit der deutschen Frauen an der Selbstversorgung des deutschen Volkes durch intensive Ausnutzung der gebotenen Früchte mit beigetragen zu haben Leicht ist es ihr nicht immer gefallen, von dem Wirtschaftsgeld noch nebenher eine häusliche Vorratswirtschaft zu betreiben. Aber ihre hausfraulichen Künste haben ihr über diese Klippe hinweg, geholfen, und um so erfreuter ist sie, wenn sie in den Zeiten der Verknappung bei der Zubereitung von Mahlzeiten auf ihre Vorräte zurückgreifen kann und dabei manche Mark für die sonst üblichen Nebenausgaben spart. Bei der Aufbewahrung müssen alle Fehlerquellen vermieden werden. Kellerecken und dumpfe Löcher sind keine Orte für die Aufbewahrung-. Hell und luftig, in übersichtlichen Re- galen, wird die Hausfrau ihre Vorräte immer beobachten können und sie vor Verderb schützen. Jede deutsche Frau, die heute ihre Pflichten wieder in
Sinnvolle Vorratswirtschast Hilst im „Kampf dem Verderb" große Erfolge erzielen.
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Gute Möbel bei Koos
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„Fritz, was sollte bloß aus mir werden, wenn ich dich nicht hätte!", prostet Leonhardt ihm zu. „Ich ernenne dich feierlich zum Butler oder zum Haushofmarschall, ich werde nächstens in meiner Klause überhaupt nichts mehr zu sagen haben."
„Ist ja auch nicht nötig, wenn du dich mal oer- heiratetst, verschwinde ich so wie so. Was willste nun sein: Milchladenbesitzer oder Büchereimann?"
Fritz kann es nicht lassen, er muß den Kameraden ein bißchen kitzeln. Aber Leonhardt im Wolde grinst nur.
„Deine Eifersucht schießt ganz nett ins Kraut. Ich glaube auch fast, es sind weniger die Bücher, als eine gewisse rundliche Angelegenheit hinter dem Ladentisch, die dich so oft hierherzieht."
„Meinste? Du, ick habe vor deinem Scharfsinn immer ’nen gewaltigen Respekt gehabt. Darf ich fragen, wann du mal wieder Dienst machst. Stuf?"
„Du kneifst ja, Fritze!", kommt da Herdegen zu Hilfe. „Siehste, ich steh nun auf dem Standpunkt, daß jeder mit seiner Braut alleine glücklich werden soll. Und was den Dienst anbelangt, — wir tun auch welchen, bloß bißchen anders, als du denkst. Morgen geh' ich aber auch mal zur Milchdame, das interessiert einen ja direkt, vielleicht verknalle ich mich auch noch und nun — pennen, Leute!"
Nach zehn Minuten ist es dunkel in der Bü- cherei, die Männer fangen an, jeder feinen Ast zu sägen, nur Leonhardt im Wolde kann nicht schla- fen. Er rechnet, bastelt, und sucht nach einer Lö- jung. Dazwischen hinein drängt sich schon Halb- schlaf und mit ihm zwei Gesichter. Das eine ist rotbackig und frisch, das andere schmal und ernst. Leonhardt im Wolde liegt ganz still, um Herdegen nicht zu stören — eine wohlige Müdigkeit über» kommt ihn — er sieht zwei Mädchengesichter lächeln — _ .
Mädchen! Wie lange nun weiß man nichts mehr von ihnen, und sie — können doch — so nett sein, die — Mädchen — _
Draußen ist es auch ganz still geworden, ab und 3u hallen die Schritte eines nächtlichen Bummlers vorbei. — Der Mond scheint und bleibt allmählich Sieger über die vielen Lichtreklamen der Stadt, blasse Sterne wollen ihm helfen—
Die ganze Stadt versinkt in Halbschlaf und da- mit viel Not, viel Glück, viel Hoffnung m em paar Stunden Vergessen.
(Fortsetzung folgt)
„Schimpf nicht, Fritz. Ich weiß sehr gut, was ich dem Sparkassenbuch meiner guten Mutter schuldig bin, das ist doch eben die Leihbücherei. Ich sitz hier brav meine Zeit ab und fahr eben abends »rst zu meiner Braut. Das machen andere Männer aus Mangel an Zeit auch so."
„Mir wäre lieber, du hättest 'ne richtige Braut, als die dummen Fisematenten mit dem Wagen. Meinste, Ludwig, daß ers schafft? Denn will ich ja nischt gesagt haben."
Herdegen frottiert sich gerade sein Gesicht krebsrot, er hat eine ziemliche Planscherei auf dem Fußboden inszeniert.
„Wir laden dich hiermit feierlichst zur ersten Probefahrt ein, Fritz!"
„Na, bis dahin werden meine Kinder aus den ersten Hofen gewachsen sein, es ist ein Kreuz mit euch, und daß du das auch noch mitmachst, Ludwig — ich hatte dir mehr Verstand zugetraut!"
„Truppführer Ladegast! Maulhalten!", donnert da Leonhardt und ist dabei, die schweren Stiefel auszuziehen. „Ist noch ein Stück Brot da? Wir haben zwar gegessen, aber ich weiß nicht mehr, was und wieviel. Mir hats überhaupt den Magen und den Verstand verschlagen, ich habe jetzt nur Hunger!"
„Jawohl, Stuf, außer mit Maulhalten kann ich mit Brot, Butter, Käse und Bockwurscht dienen."
„Bockwurscht? Wo haste denn die besorgt?"
„Denkste denn, ich esse alleine welche? Vom Lieschen sind die. Ick gloobe, mein lieber Stuf, ich gloobe, das Mädchen is —"
„Dein Maul sollst du halten. Rin mit der Wurst in den Kessel Und morgen bedanke ich mich selber. Wie gehts ihr denn?"
„Den Umständen entsprechend, danke sehr!" sagt Fritz und schenkt das Bier in die Gläser. „Wie wird denn das nun mit der Pennerei? Bleibst du da, Ludwig, ober braust du ab?"
„Wenn genug Platz wäre, bliebe ich gern, meine Wirtin zieht immer ein Gesicht und versalzt mir jedesmal den Kaffee, wenn ich spät heimkomme.
„Na denn bleib man. Es ist Platz genug in unserer Hütte, Leonhardt kommt mit dir auf Die Knautsch, du bist ja man bloß ’n Hering, und ick penn auf dem Linoleumteppich mit ner Decke. Ich fange erst Mittag meinen Dienst an, da kriege ich wenigstens noch ein paar Augen voll Schlaf.
„Bist du bei Fräulein Gottschalk der eleganten Aufmachung begegnet?", fragt Leonhardt dagegen und dreht den Wasserhahn auf.
„Der eleganten Aufmachung, nee. Es hat eine Fußböden gewischt und mich auch ins Zimmer geführt —"
„Also „unser Mädchen" Schön. Noch was?"
„Ich soll dir einen Gruß bestellen, und das Buch wäre fabelhaft. Dann hat sie mich einfach nicht wegjelassen, ick mußte mit Abendbrot essen, na, ick werd doch nid) schämig nein sagen!"
„Recht haste. Also, Fritze, wir bauen."
Fritz grinst. Er sieht Herdegen an und tippt sich an die Stirn. Dann holt er zwei Flaschen Bier und drei Gläser. Wenn einer verrückt wird, fängts im Kopf an, und dafür ist Bier immer ein gutes Beruhigungsmittel, zum mindesten kann man gut drauf schlafen, und Schlaf hat der gute Leonhardt ja wohl dringend nötig.
„So, bauen wolln wir! Auch ganz schon. Was denn? Villa, Rollsfort, — ober —"
„Geraten! Natürlich einen Rollsfort. Einen mit allen Schikanen. Die Werkstatt haben wir schon."
„Unb zahlen tut bas Ganze ber liebe Gott, natürlich!", erbost sich Fritz.
„Das nicht gerabe, aber er hat hoch immerhin nichts Schlechtes mit mir vor Es ist eine lange Kette, mein Junge. Erst mußte ein Kinb ins Wasser fallen, bamit ich zu meinem Wagen kam, unb bann hat Gott sei Dank ber Vater ein so gutes Ge- bächtnis, baß er noch nach zwei Jahren wußte, wer ich war. Der gibt mir also bie Werkstatt unb bas Gelb, mein Junge Was sagste nun?" Leon- harbt ist mit seiner Wäsche fertig, nach ihm krempelt sich Herbegen bie Hembärmel auf.
„Unb bie Bücherei? Wer paßt auf bie auf? Das ist einfach Schinbluber, was bu mit ber treibst. Heute haste fedjs Mark Tageskasse. Sechs Mark! Stell bir bas mal bitte vor! Det Jeschäft is ne Golbgrube, sag ick bir, aber du glaubst mir das ja nicht."
Leonhardt packt den Kameraden Fritz Ladegast vom Wedding an den Schultern, er lacht ihm in sein gutes, treues und eifriges Gesicht.
„Kinder, was seid ihr doch anständige Kerle. Nach euch hab id) mich doch auch wahrhaftig oben in Friesland gebangt. Ihr habt mir schauderhaft » gefehlt . .
Kurzwellen als Heilmittel.
Neue Ergebnisse der medizinischen Forschung.
Von Professor Dr meb. et phil. Hermann Mnh, Direktor ber Universitäts-Frauenklinik unb bes Nöntgen-Znstituts Erlangen
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zurück, L Zellstoff Am Kassa, geboten, M.50 unb
mit 89. Don Aus. 3-90 (14,10) 6-60 (6,75). 0,85 (0,90).
markt.
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schonendere Behandlung.
Von den Hautkrankheiten ist außer den schon erwähnten Furunkeln und Karbunkeln eine weitere große Anzahl entzündlichen Ursprungs. Besonders bei den oft sehr hartnäckigen Ekzemen sind die Kurzwellen wirkungsvoll. Von den Gonokokken, den Erregern der Gonorrhöe, ist bekannt, daß sie sehr temperaturempfindlich find. Man verwendet daher, ähnlich wie bei der Paralyse, bei gonorrhoischen Erkrankungen, die der direkten Behandlung mit desinfizierenden Mitteln nicht zugänglich sind, eine Fieberbehandlung. Auch diese kann man mit vollem Erfolg durch Kurzwellen ersetzen.
Das u m st r i 11 e n st e Gebiet für die Kurzwellenbehandlung ist die Behandlung des Kreb- e s. Reiter gibt an, mit ber Wellenlänge von leisten.
zu leisten imstanbe ist. Ein äußerst wichtiges Gebiet ist ferner bie große Anzahl rheumatischer Erkrankungen. Hierbei ist ber Erfolg ber Kurzwellen- behanblung erstaunlich, ebenso in ber Behandlung von Nervenschmerzen. Ein vielversprechender Anfang ist ferner in der Behandlung innersekretorischer Drüsen gemacht worden.
Weite Verbreitung haben die Kurzwellen auch in der Chirurgie gefunden. Ein besonders dankbares Gebiet sind hier die Erkrankungen der Gelenke und hauptsächlich die schon erwähnten Furunkel und Karbunkel. Narbenbeschwerden trotzen oft jeder anderen Behandlung, und erneute Operationen bringen nur in seltenen Fällen den gewünschten Erfolg.
Ein großer Teil aller Frauenkrankheiten sind entzündlichen Ursprungs. Die Umgebung der Gebärmutter, sowie das Bauchfell des Beckens find ein idealer Nährboden für eingedrungene Keime. In solchen Fällen ist von der Kurzwellentherapie viel zu erwarten, denn hier handelt es sich um Entzündungen, die in der Tiefe des Körpers liegen. Der Erfolg ist nicht ausgeblieben. Vor allem gelingt es, eine Abkürzung ber fonft sehr langen Behanblungszeit zu erzielen. In manchen Fällen kann man auch bie Patientinnen vor einer Operation bewahren. Zu ben entzündlichen Erkrankungen, bie ber Frauenarzt zu behandeln hat, gehört auch bie Bruftbrüsenentzün- bung. Hier kann ebenfalls bie Kurzwellenbehanb- luna äußerst erfolgreich sein.
Auch bei Hals-, Nasen- unb Ohren- krankheiten leisten bie Kurzwellen sehr gute Dienste. Eiterungen ber Nebenhöhlen sinb ein bank- bares Anwenbungsgebiet, ebenso bie Mittelohr- entzünbung. Für ben Psychiater ist seit Wag - ner-Iauregg ber günstige Einfluß von Fieber auf die progressive Paralyse bekannt. Die fünftlidjen Fieberanfälle werden durch Malariaimvfungen her- oorgerufen. Diese Behandlung birgt insofern eine gewisse Gefahr in sich, als man bas Fieber nicht beliebig eintreten und vergehen lassen kann. Bringt man ben ganzen Körper in ein Kurzwellenfelb, so gelingt es unschwer, Temperaturen großer Höhe zu erzeugen, unb man hat ben Vorteil, jeberzeit abschalten zu können. Im Verlauf ber Forschungen hat sich herausgestellt, baß es in vielen Fällen genügt, nur ben Kopf bes Patienten ben kurzen
auch bann eine Schäbigung, ja sogar ein Absterben erreicht werben kann. Besonbers von ber Wiener Schule würben berartige Versuche burchgeführt, sowie bie Abhängigkeit ber Wirkung von ber Wellenlänge untersucht. Danach sollen bestimmte Bakterien auf eine bestimmte Wellenlänge ansprechen. Diese Untersuchungen würben von anberer Seite wieber- holt, ohne aber immer zu biesem Ergebnis zu führen. Die Forschungen in biefer Richtung, ob wirklich neben ber Wärmewirkung eine spezifische Wirkung ber kurzen Wellen vorhanben ist, sinb noch im Gang.
Das Hauptanwenbungsgebiet ber Kurzwellentherapie ist bis heute bie Behanblung entzündlicher Erkrankungen geblieben. Dadurch hat sie fast in jede Sparte der praktischen Medizin Eingang gefunden. Der Fortschritt liegt neben der für Arzt und Patienten angenehmen Behandlungs a r t in der Abkürzung der Behandlungs dauer. In der inneren Medizin finden Kurzwellen vielfache Anwendung. Sv sieht man günstige Erfolge beispielsweise bei der Rippenfellentzündung, bei der es zu großen Eiteransammlungen kommen kann. Gelegentlich sind dabei die Patienten in so schlechtem Allgemeinzustand, daß an eine Operation nicht mehr zu denken ist. In letzter Zeit hat man festgestellt, daß auch die Lungenentzündung der Kurzwellenbehandlung zugänglich ist. Ja selbst Tuberkulose wird günstig beeinflußt. Die Erfahrungen darüber sind noch verhältnismäßig spärlich. Es ist dies erklärlich, da man in der Kurzwellenbehandlung zunächst eine verbesserte Diathermie sieht. Und für Diathermie sind akute Entzündungen völlig ungeeignet. Man ist in der Anwendung natürlich äußerst vorsichtig und beschränkt sich vielfach auf verzweifelte Fälle, in denen aber gerade eine neue Methode zeigen kann, was sie
Ein noch sehr junges, aber außerordentlich wichtiges Forschungsgebiet der modernen Strahlenheilkunde befaßt sich mit der Anwen- bung ber Kurzwellen in ber Mebizin. Da mit biefer neuen Heilmethobe namentlich in letzter Zeit sehr günstige Erfolge erzielt werben konnten, dürfte unsere Leser eine kurze Darlegung über dieses Thema interessieren. Wir entnehmen die nachstehenden Ausführungen aus der Feder von Professor Mintz, der einer der führenden Gelehrten auf dem Gebiete der Strahlenheilkunde ist, einem längeren Beitrag, den Prof. Wintz in einem demnächst erscheinenden Sammelwerk „Die Welt ber Strahlen" (Verlag Quelle & Meyer, Leipzig) veröffentlicht.
Die Bezeichnung „Kurzwellen" stammt aus ber brahtlosen Telegraphie. Diese Wellen würben zunächst von Funktechnikern erforscht unb benutzt. Ihre Wellenlänge — zwischen 6 unb 30 Meter — liegt an ber unteren Grenze ber für bie Nachrichtenübermittlung gebräuchlichen Wellenlängen. Nur so ist ber Ausbruck „kurze unb ultrakurze Wellen" verständlich, zumal doch andere, in der Medizin angewandte Wellen eine wesentlich kürzere Wellenlänge haben.
Besondere Verdienste um die Erforschung der kurzen Wellen erwarb sich Prof. E s a u in Jena. Er war es auch, der die merkwürdige Tatsache beobachtete, daß Mücken, die zufällig zwischen die Platten eines Kondensators seines Senders gerieten, tot zu Boden fielen. Auf diese Beobachtung baute nun E. Schliephake, Gießen, auf und führte die Kurzwellen in die Medizin ein. Ihm gebührt der Ruhm, die Methode bis zur Reife für die Praxis entwickelt zu haben. Nach einigen tastenden tierexperimentellen Vorversuchen, bei denen festgestellt wurde, daß die Tiere an Ueberhitzung, also an Wärmewirkung zugrunde gingen, wandte Schliep - hake die Kurzwellen im Selbstversuch an. Er war an einem schmerzhaften Nafenfurunkel erkrankt und fetzte sich nun mehrmals dem Kondensatorfeld aus. Wirklich trat der gehoffte Erfolg ein: in überraschend kurzer Zeit bildete sich ber Furunkel voll-
„Jch bin restlos glücklich, Herr ^ntermann! - sagt Leonhardt im Wolde strahlend^ Er druckt den beiben Männern so fest bie Hanb, baß sie sich auf
MMernacht^is"'längst vorbei als bie Kameraben die Villa ©Untermann verlassen. Sie. klettern in ihren Wagen und haben dröhnende Kopfe.
„Mensch, ich bin restlos hinüber, — krächzt im Wolde und schaltet die Gänge.
„Du hast ja gar nichts getrunken, dich hat nur der schnelle Erfolg um geschmissen. Mir will immer noch nicht m den Kopf, wie du auf alle dest We^s heiten gekommen bist. Und daß du f __ meine Idee mitaufgreifst, ist noch erstaunlicher „ vor einigen Stunden hast du mich noch g ch -
„Himmelherrgott, Herdegen, vielleicht hat _ieder was auf der Pfanne, laß uns doch „versuch n
„Ich soll mitmachen? Mensch —
„Ich sehe keinen Grund, warum du nein sagen sollst," schreit Leonhardt nud gibt noch ein bißchen
„Su^bift — ach, Mensch, wenn du jetzt emMab- chen wärest, kämste nicht lebenbig nach Hause!
„Ehrt natürlich, alte Haut! #nmmpn sind
Als sie in die Würzburger S/rahe kommen, sind die drei Schaufenster vorschriftsmäßig erleuchetet. De3brab^fmir jNÄch- N°cht°u-°nl Jetzt a°ht- auf ein Uhr! Eine halbe Stund- hatt<- ich noch ab- gewartet und dann die P°U,°, *’*
Fritz, der behauptet, noch kein Auge zugetan zu haben vor lauter Angst. npnnn»
„Warum bist du denn nicht 5" Mutternt gcgan. gen, Fritz? Ich habe dir doch gesagt, du sollst Den ö. «SraiwfaSr"»« ’S
einen geichlagenen Tag me Knipshauschen und
mache Rätjelraten um deine Karrer «
3,40 Meter im Tierversuch eine bösartige Geschwulst zur Rückbildung gebracht zu haben. Alle Versuche, dieses Ergebnis auf Krebs beim Menschen zu übertragen, sind aber bisher fehlgeschlagen. Auch hiek wird erst die Zukunft die volle Klärung bringen
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Roman von Ilse Schuster.
Copyright 1936 by Aufwärts - Verlag G. m. b. H.,
H Berlin SW 68
Die nationalsozialistische Marktordnung i weift der landwirtschaftlichen Produktion die Wege, j die für bie Absatzmöglichkeiten ber Erzeugnisse bie sichersten sinb. An bie Seite ber Marktorbnung tritt als ergänzenbe Maßnahme eine sachgemäße unb sinnoolleVorratswirtschaft. Der Tätigkeitsbereich ber Frau unb Mutter ist im Kampf um die Erhaltung ber aus eigenem Boben ftammenben Erzeugnisse außerorbentlich umfangreich. Gerabe im Kleinen muß durch fachgemäße Behanblung ber Nahrungsmittel unser beutsches Volk vor Vernichtung großer Werte geschützt werben.
In den letzten Jahrzehnten ist die früher übliche Vorratswirtschaft in ben städtischen Haushalten immer mehr eingeschränkt worben. Da man sich jeberzeit mit allen erwünschten Gütern in beliebiger Menge an ben Märkten versorgen konnte, verzichtete man auf bie häusliche Vorratswirtschaft, burch bie früher ein Ausgleich zwischen ben Zeiten starken unb schwachen Anfalls von Lebensmitteln herbeigeführt würbe. Die Vorratsräume in ben ftäbtischen Wohnungen würben immer stärker vernachlässigt, so baß heute eine Vorratswirtschaft, wie sie gewünscht wirb, vielfach überhaupt nicht mehr möglich ist. Der Reichsbauernführer hat bereits vor einigen Monaten auf bie Notwenbigkeit hingewiesen, ben Vorratsräumen beim Bau stäbtischer Wohnungen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Auch in ber Stabt soll bie Hausfrau Dorratswirtschaft treiben. Wenn wir bie Erzeugnisse ber beutschen Scholle in bester Weise verwerten wollen, bann müssen wir eine vernünftige Hauswirtschaft betreiben. Diese hat aber zur Voraussetzung, baß man ben Vorrats-1
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