Einzelbild herunterladen

Nr. 4 Erster Blatt

Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild DieScholle

Monats-Bezugspreis:

Mit 4 Beilagen NM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr.. -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt

Hernsprechanschlüffe unterSammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach« richten: Anzeiger Gießen

Postscheckkonto:

Zronkfnrt ant Main 11686

186. Jahrgang

Montag, 6. Januar 1936

Gießener Anzeiger

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8^/,Uhr des Vormittags

Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text­anzeigen von 70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrist nach vorh.Dereinbg.25°/o mehr.

Ermäßigte Grundpreise:

General-Anzeiger für Oberhessen

Druck und Verlag: vrühl'sche UmoerfitätrSuch- und Steindruckerei R. Lauge in Stehen. Schristleltung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7

Stellen-, Vereins-, gemein­nützige Anzeigen sowie ein­spaltige Gelegenheitsanzei­gen 5 Rpf., Familienanzei­gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen KRpf. Mengenabschlüsse Staffel B

Zehn Zahre Deuffche Lufthansa.

Beim Jubiläum der Eisenbahn, das wir im letzten Jahre feierten, empfanden wir es auch wenn es vielleicht nicht laut ausgesprochen wurde als verwunderlich, daß seit jenem Tage, an dem die erste deutsche Dampflokomotive von Nürnberg nach dem nahen Fürth ratterte, erst hundert Jahre vergangen waren. Der gewaltige Fort­schritt der Technik und die große Zahl umwälzen­der Erfindungen, die in eben diesem Jahrhundert auf allen Gebieten des Lebens und der mensch­lichen Betätigung ihren tiefwirkenden Einfluß gel­tend gemacht haben, ließen neben ihrer Einschätzung nach Nützlichkeit und Erleichterungsmöglichkeiten des täglichen Daseins kaum einen anwendbaren Maßstab zur Bewertung ihrer zeitlichen Entwick­lung. So ist es denn auch kaum erstaunlich, daß wir eine gewisse Ueberraschung nur schwer unter­drücken können bei dem Gedanken, daß e r st zehn Jahre verstrichten sind, seit die Deutsche Luft­hansa gegründet wurde.

Und doch ist es so: Am 6. Januar besteht dieses bedeutende Unternehmen zehn Jahre, nachdem 1926 durch seine Gründung der Zersplitterung des deut­schen Luftverkehrs ein Ende bereitet wurde. Bei der Eisenbahn hat diese Konzentration der Kräfte viel länger gedauert. Bis zu jenem 6. Januar 1926, der mit der Gründungssitzung der Deutschen Luft­hansa A.-G. einen Wendepunkt in der Geschichte der deutschen Handelsluftfahrt darstellte, war eine wirklich planmäßige Entwicklung schwer feststellbar. Bon zeitweilig annähernd 30 bestehenden Luftver­kehrsgesellschaften, die dieKonjunktur" des auf­wärtsstrebenden und als zukunftsreich erkannten Luftverkehrs ausnutzen wollten, konnte man das auch schwerlich verlangen. Es bleibt daher das Ver­dienst aller an der Gründung der Lufthansa be­teiligten Männer, daß sie manche Eigeninteressen hinter das Allgemeininteresse stellten und durch Zusammenfassung aller ausbauwilligen Kräfte eine Gesellschaft ins Leben riefen, die durch ihre Lei­stungen nicht nur für sich selbst, sondern zugleich auch für Deutschland werben konnte.

Schon vor der Gründung der Lufthansa hatte eine gewisse Konzentration der Lustverkehrsunter- nehmen stattgefunden, indem sich die verschiedenen Gesellschaften den bis dahin führenden Großbe­triebenDeutscher Aero Lloyd A. - G." (ge­gründet am 6. Februar 1923) undJunkers Luftverkehrs A.-G. (gegründet am 13. August 1924) mehr oder weniger fest angeschlossen hatten. Aber das Neben- und Gegeneinanderarbeiten, des­sen Schäden größer waren als der Nutzen einer an sich nicht immer schädlichen Konkurrenz, wurde erst behoben, als beide Gesellschaften in der Deutschen Lufthansa aufgingen. Damit war die Möglichkeit eines planmäßigen und einheitlichen Aufbaues der deutschen Handelsluftfahrt geschaffen, die das muß heute mit großer Dankbarkeit anerkannt und lobend unterstrichen werden in den bitteren und schmachvollen Jahren, da die in Versailles geschmie­dete Schicksalskette sich um die Propeller deutscher Flugzeuge schlang und sie zum Stillstand verur­teilte, die im Kriege tausendfach bewährte Flieger­tradition hochhielt und weiterpflegte. Wenn unsere junge stolze Flugwaffe in fo kurzer Zeit aufgebaut werden konnte, dann hat unsere Lufthandelsflotte, die in den Jahren der Versailler Diktatknebelung wertvolle Erfahrungen sammelte und den alten kühnen Fliegergeist fortpflanzte, keinen geringen Anteil daran.

Denn eines darf man der Deutschen Lufthansa anläßlich ihres zehnjährigen Jubiläums zuerkennen: sie hat ihre verantwortungsvolle Aufgabe, die in der Vertretung gemeinnütziger Interessen bei spar­samer und zielstrebiger Verwaltung liegt, mit bester Bewährung gelöst. Sie hat was man bei man­chen anderen Unternehmen leider nicht immer fest­stellen konnte mit allen ihr zugeführten Unter­stützungen der öffentlichen Hand stets hausgehalten und sie immer planvoll verwendet. Entscheidend war für die Betriebsführung der Lufthansa, die mit ihrer weitverzweigten Gefolgschaft an fliegen­dem, technischem und in der Verwaltung beschäf­tigtem Personal allezeit in bestem Einvernehmen blieb, die Steigerung der Leistungs- fähigkeit des reichswichtigen Unternehmens. Man hat sich dabei freilich, trotz frischen Wage­mutes und vorwärtsftrebender Einsatzbereitschaft, niemals zu unüberlegten und vorschnellen Experi­menten hinreißen lassen, sondern ist allezeit ver­antwortungsbewußt und nach solider Erfolgsberech­nung zu Werke gegangen.

Bereits am 1. Mai 1926 wurde zwischen Berlin und Königsberg die erste Nacht­flugstrecke mit Personenbeförderung eröffnet. Arn 23. Juli des gleichen Jahres starteten vorn Flug­hafen Tempelhof zwei Junkers-Q 24-Flugzeuge zum Fluge über Rußland und Sibirien nach China und landeten am 30. August in Peking, und zwar handelte es sich hier nicht um eine Rekordleistung, sondern um einen Ber­ke h r s f l u g von praktisch weittragender Bedeu­tung. Im April des nächsten Jahres überquerte zum ersten Male ein deutsches Großflugzeug das Alpenmassiv auf der Strecke MünchenMailand. Eine der wichtigsten Maßnahmen war die Ein­richtung der Na'chtpostlinie BerlinKöln- London und KölnParis, die es möalich machten, daß die am Abend in Berlin aufgelieferte Flugpost schon am nächsten Morgen in London und Paris den Empfängern zugestellt wird. Ein weiteres Beispiel für diese methodische Leistungs­steigerung, die sich auch durch unsichere Augenblicks­erfolge konkurrierender ausländischer Gesellschaften nicht beirren ließ, war der schrittweise und dem jeweiligen Stand der Technik angepaßte Ausbau

Kronigeist im Winierhilfswerk.

1400000 Frontkämpfer und Kriegshinterbliebene im Dienst der vierten Neichsstraßem fammlung des Winterhilfswerks.

Berlin, 5. Jan. (DNB.) Im Kameradschafts­geist der Front stellten sich am ersten Sonntag des neuen Jahres die in der Nationalsozialisti- schen Kriegsopferversorgung zusammen­geschlossenen fast anderthalb Millionen Frontkämpfer und Kriegerhinterbliebenen bei der vierten Reichs­straßensammlung dem WHW. Aur Verfügung. Wie einst im Felde, so traten sie auch hier beispielgebend, selbstverständlich, still und ohne viel Aufhebens da­von zu machen, für eine Sache ein, die wieder dem Ganzen galt.

In einer Reihe von Garnifonstädten beteiligte sich auch die Wehrmacht durch Trompeterkorps, Geschwa­derflüge und ähnliches werbend an dieser Hilfs­aktion, abgesehen von den Platzkonzerten, mit denen sie zur äußeren Umrahmung wesentlich beitrug. In alter Frontkameradschaft beteiligten sich auch die Angehörigen des Reichsverbandes deut­sch e r O f f i z i e r e an der Sammlung. Im Gehen oder sonst behinderte Frontkämpfer wurden von ihren Kameraden abgeholt und ständig begleitet. Insgesamt haben damit in der Zeit von 1021 Uhr mehr als 1 400 000 Frontkämpfer und Krieger­hinterbliebene, darunter 3000 Kriegsblinde, in Stadt und Land vorbildliche Pflichterfüllung bewiesen.

Reichskriegsopferführer Oberlindober, der in den Mittagsstunden in Berlin am Potsdamer Platz und Unter den Linden gesammelt hat, richtete am Nachmitag im Rundfunk noch einmal einen kurzen Appell an die Hörer, des unschätzbaren Opfers der Frontsoldaten eingedenk zu sein und nach der Größe ihres Opfers den Beitrag zu bemessen.

In Berlin waren neben den 45 000 Kriegsbeschä­digten und Kriegerhinterbliebenen und 2000 ehema­ligen Offizieren auch rund 50 000 Amtsträger und Hauswarte des Reichsluftschutzbundes, meist gleichfalls aktive Kriegsteilnehmer, eingesetzt. Auch die Mitglieder der Reichsvereinigung ehemaliger Kriegsgefangener fehlten nicht. Den ganzen Tag über beherrschten, mit Or­den und Ehrenzeichen angetan, die Männer und Frauen in ihrem Ehrendienst an notleidenden Volks­genossen das Straßenbild, viele Schwerkriegsbe­schädigte auch auf blumengeschmückten Selbstfahrer- wagen, begleitet von der Hitlerjugend oder einem Kameraden. Auch die vierte Reichsstraßensamm­lung im Rahmen des WHW. 1935/36 war ein Tag vorbildlicher Volksgemeinschaft.

Die MnterhWattwn der Reichsschrifftumskammer.

Der Aufruf der Reichsschrifttumskammer an die deutschen Dichter und Schriftsteller, Verleger und Buchhändler zu einer Buchspende für b e - dürftige Volksgenossen hat einen alle Er­wartungen übertreffenden Erfolg gehabt. Während in Leipzig, der Stadt des deutschen Buchhandels, noch große Mengen von Bücherkisten ungeöffnet stehen und ihrer Versendung und Verteilung in den verschiedensten Teilen des Reiches harren, fand in Berlin die erste Verteilung von 5000 Büchern im Rahmen einer Morgenfeier mit musikalischen und künstlerischen Darbietungen statt. An ihr nahmen u. a. der Reichsbeauftragte für das Winterhilfswerk, Hauptaiytsleiter Hilgenfeldt, Reichskulturwalter M o r a l l e r und Reichsfrauen­führerin, Frau Scholtz-Klink, teil. Buchhänd­ler und Angehörige der Reichsschrifttumskammer betreuten 20 Stände mit je 250 wertollen Büchern. Jeder Volksgenosse, der von der NSV. einen Gut­schein erhalten hatte, konnte nach seinem Belieben ein Buch politischen oder unterhaltenden, belehren­den oder technischen Inhalts entnehmen; mancher lange gehegte Wunsch wurde erfüllt. Der Vizepräsi­dent der Reichsschrifttumskammer, Ministerialrat Dr. W i s m a n n , und der Geschäftsführer der Reichsschrifttumskammer, Professor Dr. Suchen- wirth, hielten Ansprachen, in denen sie hervor- hoben, daß die deutschen Dichter und Schriftsteller der Gegenwart mitten im Volk lebten und schafften, daß das Buch eine Waffe des Geistes fei, ein Be­sitztum, an dem jeder teilhaben solle. Bücher seien die besten Kampf- und Weggenossen, sie dürften nicht fehlen, wo Volksgemeinschaft und brüderliches Hilfswerk für Linderung der leiblichen Not sorgten.

- *o~-

i .

Der Führer der NSKOV., Oberlindober, saHrslt mit feinen Kameraden am Potsdamer Platz in Berlin. (S cherl-Bilderdienst.)

Die Trauerseiern für Botschafter Köster.

In der deutschen evangelischen Christus- Kirche in Paris hielt Pfarrer Dahlgrün am Samstagvorrnittaa den Trauergottesdienst für den verstorbenen deutschen Botschafter Roland Koster. Die deutsche Kolonie hatte sich fast vollzählig um den Sarg geschart. Nach Schluß des Gottesdienstes wurde der Sarg zum Ostbahnhof übergeführt, wo die amtliche Feier ftattfanö. Der Sarg wurde auf einen Katafalk aufgestellt, der unter der dem Ehrenhof zugewendeten Halle des Bahnhofs errich­tet worden war. Rechts und links von dem Kata­falk nahmen Trauergäste Aufstellung, die Familie, die Vertreter des Präsidenten der Republik und der französischen Regierung, Ministerialdirektor Dieckhoff und Geheimrat Äschrnann vom Aus- roärtigen Amt, der deutsche Geschäftsträger und die zahlreichen deutschen und ausländischen Freunde des Verstorbenen.

Als erster führte Kriegsmarineminister Pietri im Namen der französischen Regierung und seines Ministerpräsidenten u. a. aus: Der Verstorbene hat mit Intelligenz, mit Takt und Gradlinigkeit seine Aufgabe erfüllt, die Regierung der Republik zollt ihm feierliche Achtung. Er tat dies mit einer Hingabe an sein Vaterland, die ihn in den Augen der Franzosen nicht anders als heben konnte. Als seine Regierung ihn auszeichnete, eines der wich­tigsten Aemter der europäischen Diplomatie zu übernehmen, bewies er einen klaren und um­fassenden Blick, der es allein gestattet, eine Arbeit des gegenseitigen Verständnisses und der notwendi­gen Versöhnung zu einem guten Ende zu führen. Der Tod hat ihn in voller Arbeit überrascht, aber

nicht, ohne daß er ahnen konnte, daß das Werk, dem er sich mit heißem Herzen hingegeben hatte, es verdiene, seine Hoffnung und seinen Namen daran geknüpft zu haben.

Im Namen des diplomatischen Korps sprach der brasilianische Botschafter in Paris. Als­dann erwiesen Truppenteile dem verstorbenen Bot­schafter die letzte militärische Ehrenbezeugung. Anschließend nahmen Ministerialdirektor Dieck­hoff und Botschaftsrat Forster die Beileids­bezeugungen der anwesenden Regierungsmitglieder sowie des Diplomatischen Korps entgegen. Der Sarg wurde darauf in den Trauerwagen des Zuges geleitet, der die sterbliche Hülle des deutschen Bot­schafters nach Heidelberg brachte.

In Heidelberg ging auf dem Bergfriedhof die Einäscherung vor sich. Aus der Fülle letzter Ehrungen sind hervorzuheben die Kränze des Füh­rers, des französischen Präsidenten, des Auswärti­gen Amtes, des Diplomatischen Korps, der franzö­sischen Regierung, der Städte Paris und Heidelberg, des Deutsch-Französischen Komitees und des Be­fehlshabers im Luftkreis V, der den Kranzd e m ehemaligen Fliegerkameraden" wid­mete. Zur Trauerfeier versammelten sich neben der Familie mit Ausnahme der Gattin des Botschafters, die schwer krank in Paris daniederliegt, zahlreich die Vertreter von Partei und Staat. Reichsaußen- mmifter Freiherr von Neurath führte die Mutter des verstorbenen Botschafters an den Sarg ihres Sohnes. Nachdem der Musikvortrag eines Hornquartetts die Feier eingeleitet hatte, hielt Kirchenrat Professor Dr. Otto Fromme! die

der regelmäßigen Flugpostverbindung zwischen Deutschland und Südamerika. Und wenn nun als nächste Aufgabe der Flugverkehr über den Nordatlantik nach Neuyork in Angriff genommen werden soll, so wird man, auf viel­fältigen Erfahrungen im Ueberseeflugdienst fußend, behutsam und mit gebotener Gründlichkeit auch hier zu Werke gehen. Die mit den beiden bewährten FlugzeugstützpunktenSchwabenland" undWest­falen" im Südatlantik gewonnenen Erfahrungen wird man nutzbringend auch für den nordatlanti­schen Flugverkehr, zu dessen Durchführung bereits ein drittes Schiff mit Schleudervorrichtung von der Lufthansa in Auftrag gegeben ist, in Anwen­dung bringen können.

Mit einem Aktienkapital von 25 Millionen Mark gehört die Deutsche Lufthansa zu den führenden deutschen Wirtschaftsunternehmen, und mit rund 13 Millionen Flugkilometer jährlich steht sie an vierter Stelle der größten Luftverkehrsgesell­schaften der Welt, lieber 175 000 zahlender Flug­gäste haben im vergangenen Jahre die Apparate der Lufthansa benutz!, während in der gleichen Zeit

die lediglich im europäischen Raum beförderten Post- und Frachtgüter auf nicht weniger als 2000 Tonnen stiegen. Als höchste Gesamtleistung eines Tages konnte die Lufthansa im letzten Jahre eine beflogene Strecke von mehr als 52 000 Kilometer aufweisen. Die Reisegeschwindigkeit betrug auf den regelmäßigen Linien 240 Stundenkilometer, auf den sogenanntenBlitzstrecken" aber kaum weniger als 300 Stundenkilometer.

Es ließen sich noch viele Beispiele für die Lei­stungsfähigkeit der Deutschen Lufthansa aufführen. Man könnte u. a. auch auf die erfreuliche Stei­gerung der Betriebssicherheit Hin­weisen, die durch eine außerordentlich gewissenhafte Siebung der Menschen und des Materials erreicht wurde und der es zu verdanken war, daß im Jahre 1934 (die neuen Ziffern liegen noch nicht vor) auf 1 Million Flugkilometer nur noch 2,6 un­vorhergesehene Außenlandungen kamen, bei denen drei Fluggäste unerheblich verletzt wurden. An der Schwelle ins zweite Jahrzehnt wollen wir der Deutschen Lufthansa wünschen, daß sie auch weiter­hin zu ihrem und zu Deutschlands Nutzen ebenso

vorbildlich wirksam sein möge, wie sie es seit jenem 6. Januar 1926 war, dessen wir heute rückschauend mit Stolz und Dankbarkeit gedenken. Denn wenn die deutsche Fliegerei in der Welt eine hohe Gel­tung und ein gutes Ansehen genießt, dann hat der Jubilar zu seinem nicht geringen Teil dazu bei- getragen.

Unter der UeberschriftDeutsche Luft­hansa 19 2 6 bis 1936" hat die Lufthansa aus Anlaß ihres zehnjährigen Bestehens am 6. Januar dieses Jahres eine 96 Seiten umfassende, große und großzügig ausgeftattete Gedenk- und Werbeschrift herausgegeben, die nicht nur einen Rückblick über die Entwicklung der Gesellschaft in diesen zehn Jah­ren, sondern zugleich auch einen aufschlußreichen Beitrag zur Geschichte des Zivilflugwesens in Deutschland, Europa und Uebersee liefert. Für Ent­wurf und Gestaltung der Broschüre, deren Text durch reichhaltiges, ' farbiges Bildmaterial wir­kungsvoll belebt und veranschaulicht wird, zeichnet Hermann Schneider, Berlin, verantwortlich.