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Zurückkommend auf Schulen unb Schulungen wäre da^u etwas grundsätzliches M sagen. Schulen sind von längerer Dauer, während Schulungen nie piehr als das Wochenende umfassen. Die Reicks- fugenbfuhrung, die Gebiete und die Banne unter« halten ^ulen während sich die Schulungen in der Hauptsache auf bie Banne und Unterbanne Derlei- len. Ist bie Anzahl der Führer, die Schulen be­suchen tonnen, begreiflicherweise klein, so werden die Schulungen von der gesamten Führerschaft der be­treffenden Emhert besucht. Auch Bann- urch Unter­bannschulungen unterscheiden sich wieder. An den Schulungen des Bannes nehmen die Gefolgschafts- sow.e Unterbannfuhrer und bie Stellenleiter teil, in den Unterbannschulungen jedoch wird die gesamte eines Unterbannes herangezogen und geschult.

Dieser Tage fand mm im Hitler-Jugend-Heim zu Klein-Linden eine Bannschulung statt .Nach Meldung ergriff der Führer des Bannes 116, Bannfuhrer Ernst Heim, das Wort In bum ter Folge kamen nun die verschiedensten Themen zu Gehör.

hnr^Krf."11^6 ?! Volkszemelnschastsab-nd durchgesprocken. Er ist etwas Neues, sein Ziel wird die enge Zusammenarbeit zwischen Bevölkerung und ^,riIDia^n6 dus Verbindende das von der HI. gestaltete Programm ist.

Wei er wurden Vorschläge zur Verbesserung und ?^^Lltung unserer Heime gegeben, bie prak- tischen Anweisungen zu dem oben näher beschriebe­nen Dienstabend wurden nicht vergessen. Weiterhin erfuhren die Führer, daß der Bann 116 eine Vannfuhrerschule gründen wird, auch wurde der Reichsberufswettkampf der deutschen Jugend und die von der Hitlerjugend zu leistende Arbeit gründ­lich durchgearbeitet. So wären noch viele andere Dmge zu erwähnen, die hier besprochen wurden.

Die Stellenleiter des Bannes referierten über ihre Spezialgebiete, nachdem zwischendurch Mittag in Privatquartieren gemacht worden war. Im Laufe den Tages bekam ein jeder das zu hören, was er in feiner Einheit, oder in seiner Stelle zur Arbeit an der Hitlerjugend braucht.

Nach dem Flaggeneinzug war bann die erste Bannschulung des Bannes 116 in diesem Winter beendet. Rk.

Ps Wendnagel spricht in Gießen.

Die Kreisleitung Wetterau hatte auf den gestri­gen Freitagabend zu einer Kundgebung im Caf6 Leib emgelaben und dazu den aus der Kampfzeit in unserer engeren Heimat bekannten Pg. Oskar W e n d n a g e l als Redner angekündigt. Die Ein­ladung hatte ein sehr gutes Echo in der Bevölke­rung gefunden, so daß der Saal außerordentlich starken Besuch aufwies.

Kreisamtsleiter Heß widmete in feinen Einfüh- rungsroorten demlieben alten Kameraden Oskar Wendnagel" und den aus diesem Anlaß auch von auswärts zahlreich erschienenen alten Kämpfern der Bewegung herzlichen Willkommengruß. Dann sprach

Oskar Wendnagel.

Er begann mit dem Hinweis auf ein Jubiläum, das er mit dieser Rede begehen könne; er sprach nämlich vor 7 Jahren in Gießen in einer marxisti­schen Versammlung zum ersten Male, wo er als Diskussionsredner gegen Leuschner feine Jungfern­rede hielt. An dieses Erlebnis in der Zeit der deutschen Erniedrigung anknüpfend, zog er einen Vergleich zwischen dem Einst und dem Heute, wo­bei er betonte, daß erst bei einer solchen rück- schauenden Erinnerung die ganze Größe der Wand­lung deutlich werde, die feit der Machtübernahme durch den Führer sich in Deutschland vollzogen hat. Er wies bann daraus hin, daß das Ausland diesem grundstürzenden Wandel fassungslos gegenübersteht und zu seiner Erklärung alle möglichen Schauer­märchen verbreitet. Demgegenüber stellte der Red­ner das große deutsche Wunder klar heraus, das sich im deutschen Volk vollzogen hat. lieber« zeugend machte er seiner großen Zuhörergemeinde klar, daß das erhabene deutsche Gesetz der Ehre, Treue und Tapferkeit dank der Einigkeit und Einheit, bie durch den Führer in Deutschland geschaffen wurde und die seelische Ein­heit unseres Volkes begründete, nunmehr wieder über unserem Volke steht.

Er erinnerte daran, daß das deutsche Volk in seiner mehrtausendjährigen Geschichte immer seine Höhepunkte erlebte, wenn es unter diesem Gesetz

wirkte, aber in die Tiefe sank, wenn es dieses Ge­setz aufgab. Zum Beweise dafür erinnerte er an drei Epochen des deutschen Verfalls: an die Zeit des Dreißigjährigen Krieges, wo das deutsche Volk sich in Glaubenskriegen selbst zerfleischte und seine Einigkeit und Einheit hingab, zur Freude aller seiner Feinde; an die Zeit des Liberalismus, in der das materielle Jch-Streben und die Sucht nach per­sönlichem Gewinn unter völliger Nichtbeachtung des anderen deutschen Volksgenossen das beherr­schende Gesetz deutschen Lebens war und das deut­sche Volk in Klassen auseinanderriß, die sich ein­ander nicht nur fremd gegenüberstanden, sondern sich auch ohne jede Rücksicht auf die naturgegebenen Bindungen bekämpften; schließlich an die Zeit des bolschewistischen Vordringens, das wir nach dem Weltkrieg in Deutschland bis zur Machtübernahme durch den Führer erlebten, wie wir ja auch, ins­besondere die Aelteren, einen großen Teil der libe- ralistischen Zeit selbst miterlebt haben.

Diesen Verfallszeiten stellte er die jetzige große deutsche Zeit gegenüber, in der das deutsche Volk den Glauben an seine Größe und seine Sendung wiedergefunden hat, den Glauben, der das größte und tiefste Werk unseres Führers ist, der damit unser deutsches Volk seelisch wieder gesund gemacht hat. Mit der Erweckung dieses Glaubens hat der Führer unserem deutschen Leben einen neuen Sinn gegeben, aus dem unserem Volke neue Kraft und der wunderbare Geist des Gemeinschaftsgedankens erstand. Durch diesen neuen Glauben und neuen Lebenssinn hat unser Volk auch die wunderbare seelische Läuterung erfahren, die es zu dem heroisch kämpferischen Volke Adolf Hitlers machte, das ge­willt ist, sich mit aller Kraft gegen die Ziele des Bolschewismus zur Wehr zu setzen und die in dem Bolschewismus verkörperten Versuche des Juden­tums zur Aufrichtung feiner Herrschaft über das deutsche Volk abzuwehren und zu vernichten.

Durch das Werk des Führers ist im deutschen Volke die I ch - S u ch t gebannt worden und an die Stelle dieses liberalistischen Zielstrebens der Sinn für die Gemeinschaft und der Wille zu

ihrer Verwirklichung durch die Tat getreten. Dieser Gemeinschaftsgedanke entstammt der durch den Führer im Volke erweckten Erkenntnis, daß wir allesamt in diesem Volke durch Geburt und durch unser Leben verwurzelt sind, daraus unsere Kraft als Dolksganzes ziehen, aber auch die Verpflichtung haben, die hohen Werte dieser Volksgebundenheit nicht nur in unserer Gegenwart zu erhalten, son­dern sie auch an die kommenden Generationen weiterzugeben. Dabei müssen wir uns immer den Führer zum Vorbild nehmen und in unserem Volke die Lebensgemeinschaft erblicken, die durch die Gemeinschaft des Blutes, d. h. des von unseren Ahnen übernommenen Erbgutes, besteht, in der wir alle leben und die wir als Erbgut weiterzu­tragen haben. Sa schlingt sich eine unlösbare Kette van den Ahnen über die lebende Generation zu den kommenden Geschlechtern hin, die allesamt ein ewiger Marsch unseres ewigen deutschen Volkes sind.

Der Redner machte, auf diesen Grundgedanken aufbauend, feinen Zuhörern die Größe und Weite der nationalsozialistischen Weltanschauung klar, durch die allein das vorerwähnte deutsche Gesetz der Ehre, Treue und Tapferkeit über unserem Volk wieder zur Geltung kam und unsere deutsche Bluts- und Volksgemeinschaft wieder zur Höhe führte, dank dem Geist, der in dem Führer Adolf Hitler im Schützengraben des Weltkrieges lebendig wurde und durch den Kampf des Führers in unserem ganzen Volke Eingang fand.

Am Schlüsse seiner Rede legte Pa. Wend- nagel klar, daß die nationalsozialistische Welt­anschauung als Werk vom Geist des Führers in dem Glauben an Gott ihre fundamentale Grund­lage hat, die in der vorbehaltlosen Hingabe an den Dienst für unser Volk ihren gottesgläubigen Aus­druck findet. Er widerlegte damit jene Versuche, die einen Gegensatz zwischen Nationalsozialismus und Gottesglauben konstruieren wollen, der in Wirk­lichkeit gar nicht besteht, weil eben der National­sozialismus in dem Glauben an Gott verwurzelt ist. Die Frauen pries er am Schlüsse feiner Worte noch glücklich wegen ihrer hohen Mission, die sie, während die Männer kämpfend und ringend für ihr Volk eintreten, als Hüter und weiterreichende Kräfte des deutschen Erbguts an die kommende Ge­neration zu erfüllen haben. Seine einstündige Rede schloß er mit einem in Prosa und Poesie außer­ordentlich packenden Bekenntnis zum Führer und seinem Werk, dem die Zuhöhrer gebannt in starker Ergriffenheit lauschten.

Die Ansprache, die wie Kreisamtsleiter Heß am Schlüsse betonte etwas ganz anderes war, als man es sonst in Volksversammlungen höre, die ein starkes inneres Erleben der Zuhörer wurde, fand außerordentlich starke beifällige Aufnahme. Die Versammlung wurde dann in der üolichen Weise geschlossen.

Deutsche Arbeitsfront.

Als letzter Termin für die Bestellung von DAF.-Beitragsmarken alter A r t ist der 10' De­zember festgesetzt worden.

Neue Dienststelle des BOM.-ilniergau 116.

Ab 3. Dezember ist unsere Dienststelle über der Stadtpost, Eingang Neuen Säue 22. Die Telephon­nummer ist die gleiche geblieben.

Das Offenbalten der Derkaufsgesch äste

an den zwei Sonntagen vor Weihnachten.

Die Polizeidirektion Gießen teilt uns mit:

Gemäß § 105 b Absatz II der Gewerbeordnung wird für den Bezirk der Stadt Gießen an den zwei Sonntagen vor Weihnachten, nämlich dem 1 3. und 2 0. Dezember, die Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern in offenen Verkaufsstellen in der Zeit von 12 bis 18 Uhr zugelassen. Es dürfen sonach an diesen Tagen auf Grund des § 41 a der Gewerbeordnung wahrend der gleichen Zeit die Verkaufsläden zum Gewerbebetrieb offengehalten werden.

Gießener wochenmarktpreije.

* Gießen, 5. Dez. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: D. f. Molkereibutter, % kg 1,57 Mk., f Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Wirsing 6 bis 10, Weißkraut 5 bis 6, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20 bis 25, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 20 bis 30, Feldsalat 80 Pf. bis 1 Mk., Tomaten 60 Pf., Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 20 bis 30, Kartoffeln, % kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 3 bis 3,50 Mk., Aepfel, kg 15 bis 25 Pf., Tafeläpfel 25 bis 30, Birnen 15 bis 20, Nüsse 45 bis 60, Hähne 1 bis 1,10 Mk., Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Gänse 90 Pf. bis 1 Mk., Tauben, das Stück 50 Pf., Blu­menkohl 50 bis 70, Endivien 5 bis 8, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15 Pf.

** Abermals entgleist. DasBieberlies­chen", das erst am Sonntag bei Rodheim entgleiste, sprang am Donnerstagmittag zwischen Rodheim und Heuchelheim aus den Schienen. Der Verkehr wurde mit Hilfe von Omnibussen aufrechterhalten.

** Die anhaltenden Regenfälle der letzten Tage brachten es mit sich, daß der Wasser­stand unserer heimischen Bach- und Flußläufe er­heblich anstieg. Sowohl die Lahn, wie die Wieseck führen gegenwärtig sehr viel Wasser. Es ist jedoch kaum eine Uederschwemmungsgefahr zu befürch­ten, zudem sich wie es heute morgen Lm Anschein hatte, die Wetterlage vielleicht doch endlich nach der günstigen Seite ändert.

** Mvtorradunfall in der Marbur­ger Straße. An der Ecke Steinstraße und Mar­burger Straße ereignete sich gestern gegen 20 Uhr ein Verkehrsunfall. Der Motorradfahrer Karl Motzkus aus Wo mau (Kreis Memel), der aus der Steinstraße in die Marburger Straße einbiegen wollte, fuhr gegen das rechte Hinterrad eines Last» kraftzuges, der aus der Richtung von Lollar tarn. Der Motorradfahrer stürzte und erlitt Schädelver­letzungen, sowie eine Knieverletzung. Der Verun­glückte wurde durch die Sanitätskolonne vom Deut­schen Roten Kreuz in die Chirurgische Klinik ge­bracht. Einen Motorradunfall erlitt auch der Studienreferendar an der hiesigen Oberralschule, M e u b. Auch er mußte zur Behandlung in die Chirurgische Klinik gebracht werden. Die Ver­letzungen, die er erlitt, sind glücklicherweise nur leichterer Natur.

** Werft keine Felle fort! Im Kampf gegen den Verderb macht die Genossenschaft für Häute- und Fettverwertung Gießen im heutigen Anzeigenteil darauf aufmerksam, daß sie Felle aller Art abnimmt. Auf die Anzeige sei besonders hinge» 1 wiesen.

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