Empfänge beim Führer.
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des die
Obersekunda wird. Daher eändert wer-
erstattung. Ferner empfing der Führer und Reichskanzler heute den zum Generalkonsul in Kalkutta
Der Neichsjugendführer spricht am Mittwoch im Rundfunk.
Berlin, 4. Dez. (DNB.) Der Stabsführer Jugendführers des Deutschen Reiches hat an Hitlerjugend folgenden Befehl erlassen:
Befehl an die HI. (HI.. DI.. VDM.. 3211.)!
Berlin, 4. Dez. (DRB.) Am Freitag übergab die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Ar- beitslosenoersicherung der Oeffentlichkeit ihren achten Jahresbericht für die Zeit vom 1. April 1935 bis 31. März 1936. Zur Erläuterung dieses umfassenden Tatsachenberichtes führte der Pressereferent der Reichsanstalt vor Pressevertretern u. a. aus:
Im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit ist in der . Zeit vom 1. April 1935 bis 31. März 1936 wiederum ein großer Erfolg erzielt worden. Betrug die Zahl der Arbeitslosen Ende März 1935 noch rund 2,4 Millionen, so wurden ein Iahr später nur noch 1 937 000 Arbeitslose bei den Arbeitsämtern gezählt.
Berlin, 4. Dez. (DRB.) Der Führer und Reichskanzler empfing heute den deutschen
weiter zu unterrichten.
Das Gesetz über dieSttlmügend.
Der Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, spricht am Mittwoch, 9. Dezember, in der Zeit von 20.15 bis 20.45 Uhr über alle deutschen Sender (im Deutschlandsender von 20.45 bis 21.15 Uhr) zu den deutschen Eltern zum G e - setz über die Hitlerjugend.
Die Standortführer der HI. haben sofort Ge- meinschaftsempfänge nach den bekannten Richllinien des Rundfunkamtes der Reichsjugendführung anzusetzen. Die Ausführungen des Jugendführers des Deutschen Reiches werden so bedeutend und für die weitere Entwicklung der Hitlerjugend so wichtig sein, daß alle Eltern, Jungen und Made l n, die die Rede nicht am eigenen Gerät hören können, Gelegenheit geboten werden muß, sie geschlossenen Sälen gemeinsam anzuhören."
Ministerpräsident Generaloberst Hermann Gölina zum Winterhilfswert:
Opferroille und Opferfreube sind der Musbrid unseres Dankes an den Führer.
Die in den vergangenen Iahren, wollen wir auch in diesem Dinier durch die Tai beweisen uni der Wett zeigen, daß im naiionalsozialisiischev Deutschland jeder einzelne nicht an sich selbst, sondern nur an das Dohl des ganzen Volkes denkt und danach handelt.
Vernehmung von Angehörigen der NSDAP.
und ihrer Gliederungen gesetzlich geregelt.
Berlin, 4. Dez. (DRB.) Die Reichsreqierung hat am 1. Dezember 1936 auf Vorschlag des Reichs- mmisters der Justiz, Dr. Gürtner, ein Gesetz über von Angehörigen der P' u n ’^rer Gliederungen Der« ?0'chledet Rach diesem Gesetz bedürfen Unterführer der NSDAP, und ihrer Gliederungen, die die Amtstätigkeit eines Stützpunktleiters, eine dieser glelchstehende oder eine höhere Amtstätigkeit aus- uben, für Aussagen als Zeugen und Sachverstän- b’9ex Umstande, auf die sich ihre Pflicht zur Am sverschwiegenhelt bezieht, der Genehmigung. Dasselbe gilt für andere Angehörige der NSDAP.! und ihrer Gliederungen, soweit sie über dienstliche christliche oder mündliche Anordnungen, Verhandlungen ober Mitteilungen aussagen sollen die im Emzelfall von der zuständigen Stelle bei 'der Be- kanntgabe als geheim oder vertraulich bezeichnet worden sind. Die Genehmigung darf nur versagt werden, wenn die Aussage dem Wohle des Reiches Nachtelle bereiten würde. Die Genehmigung ist entweder von der vernehmenden Stelle oder von dem zu Vernehmenden einzuholen. Diese Vorschrift gilt für alle Verfahren, in denen Personen als Zeugen oder Sachverständige vernommen werden können Der Stellvertreter des Führers hat im Einverneh-' men mit dem Reichsminister der Justiz die erforderlichen Ausführungsvorschriften erlassen, in denen bestimmt ist, auf welche Unterführer das Gesetz Anwendung findet und welche Stellen zur Etteilung der Genehmigung zuständig sind. |
den. Line staatspolilifch begründete Arbelts- einfahpolitik, die von dem Grundgedanken ausgehl, daß es richtiger ist, dem arbeitslos ge- wordenen Volksgenossen so schnell wie möglich wieder Arbeit und Brot zu verschaffen, statt ihn lediglich zu unterstützen, kann aber nur dann erfolgreich sein, wenn sie mit Hilfe planvoll durchdachter Maßnahmen betrieben und vor allem, wenn sie einheitlich geführt und gelenkt wird.
Schritt für Schritt mit den einzelnen Abschnitten des Kampfes um die Beseitigung der Arbeitslosigkeit ist die Reichsanstalt dem Ziele einer solchen einheitlich gelenkten und planmäßig durchgeführten Arbeitseinsatzpolitik nähergekommen. Davon legen Zeugnis ab das Gesetz über die Einführung eines Arbeitsbuches vom 26. Februar 1935, als auch das Gesetz über die Arbeitsvermittlung, Berufsberatung und Lehrstellenoermittlung vom 5. November 1935, das die Reichsanstalt grundsätzlich zur alleinigen Trägerin der Vermittlung von Arbeitskräften, als auch der Zufuhrüng des Nachwuchses in die einzelnen Berufe und damit des Arbeitseinsatzes überhaupt gemacht hat. In der gleichen Richtung liegt die Uebernahme der früheren Deutschen Arbeiter- zentrale und die Ueberleitung der von der Deut-1 schen. Arbeitsfront früher betriebenen nichtgewerbs- mäßigen Stellenvermittlung auf die Reichsanstalt
Die zwölfjährige Schulzeit
Oer Erlaß des Reichserziehungsministers.
Neue Erfolge im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit Ein erfreulicher Jahresbericht.
gelernt, sich zu schätzen, politisch gebe es keine G r e n z f r a g e, die sie voneinander trenne, aber um sich verständigen zu können, müsse man Reibungen verhindern. Das einzige Hindernis für eine Annäherung fei, so behauptete Delbos, die „einseitige" Aufhebung von Verträgen. Frankreich suche einen Boden der Verständigung auf,wirtschaftlichem Gebiet und in einem neuen Destpakt. Es verstehe die Sorgen Deutschlands, aber Deutschland müsse auch Verständnis für die Sorgen Frankreichs aufbringen.
Frankreich wünsche aufrichtig den Abschluß eines Abkommens, das die ungeheure Gefahr der Blockpolitik abwende, die Frankreich energisch verurteile, weil sie einen europäischen „Bürgerkrieg" heraufbeschwören könnte.
Was den Krieg in Spanien anbelange, habe die Politik der französischen Regierung die Zustimmung der größten Mehrheit des Landes. Sie habe noch nie ihre Sympathie für die spanische Republik verheimlicht, aber wenn es sich um die Verantwortung für Krieg und Frieden bandele, dann habe man nicht das Recht, gefühlsmäßigen Eingebungen zu folgen. Viele derjenigen, die mit der französischen Politik heute unzufrieden seien, würden nicht anders handeln, wenn sie sich an Stelle der Regierung befinden würden. Hieraus ergebe sich auch die Initiative, die sie ergriffen habe für die Durchführung einer Nichteinmischungspolitik, die von allen angenommen worden fei.
Das Richkeinmischungsabkommen mülle verstärkt und praktischer gestaltet werden. Die französische Regierung dränge darauf, dahin zu gelangen, daß in Zukunft eine Verfehlung unmöglich werde. Der Z u st r o m von Freiwilligen nach Spanien sei so stark geworden, daß man sich fragen müsse, ob die Verantwortung der Regierungen nicht bald auf dem Spiele stehe. Der Londoner Ausschuß prüfe die Frage der Ausdehnung des Abkommens auf die Freiwilligen. Zwei Regierungen hätten die Regierung von Burgos anerkannt, aber kein Ereignis scheine geeignet zu sein, den Standpunkt der französischen Regierung zu ändern.
Die französische Regierung werde fortfahren, die Verteidigung ihrer Rechte und Belange im Mittelmeer durchzuführen. Sie sei entschlossen, selbst den Status quo zu achten, aber ihn auch von anderen achten zu lassen. Alle Anstrengungen muhen darauf hinausgehen, das Blutvergießen sobald wie möglich einzustellen.
Die Ausführungen Delbos wurden auf allen Bänken, ausgenommen die der äußersten Linken, mit lebhaftem Beifall aufgenommen.
Der linksstehende Abg Bergery wandte sich gegen eine in der Kammer viel vertretene Auffassung, wonach Frankreich entweder eine Politik mit Deutschland gegen Sowjetrußland oder eine solche mit Sowjetrußland gegen Deutschland machen müsse. Es handele sich im Gegenteil darum, eine Politik der Zusammenarbeit mit beiden Landern zu betreiben.
Die französische Politik müsse unbedingt die Politik des Völkerbundes bleiben. Frankreich müsse aber von der überlieferten Politik abkommen, die darin bestehe, alles zu vermeiden und alles geschehen zu lassen. Frankreich müsse zu der Politik übergehen, alles zuzugestehen, 1 was gerecht fei, und dafür aber alles Ange- 1 rechte entschlossen abzulehnen und zu verhindern.
Die Sitzung der Kammer wurde dann auf Sams- , tagvormittag vertagt. Im Laufe der Samstag- i aussprache wird auch der M i n i st e r p r ä s i d e n t । eine Erklärung abgeben. !
das Pressegesetz. !
Paris, 4. De§. (DNB.) Nach Wiederaufnahme > der Aussprache über das Pressegesetz nahm , Vie Kammer mit 578 gegen 2 Stimmen einen Erganzungsantrag an, der den Ministern und Beamten die Verteilung von Geheimfonds an d>-.Presse und an Journalisten untersagt. Das Verbot ist nicht anwendbar für ausländische Zeitungen,
„Das bedeutet eine Abnahme um 19,4 v. H. Diese günstige Entwicklung kommt noch klarer zum Ausdruck, wenn man den Umfang der Arbeitslosigkeit auf 1000 Einwohner an diesen beiden Stichtagen vergleicht. Ende März 1935 kamen auf 1000 Ein- wohner noch 36,4 Arbeitslose, am 31. März 1936 jedoch nur noch 29,3 Arbeitslose. Wesentlich ist dabei auch die Feststellung, daß wir das Frühjahr 1936 mit einer um rund eine halbe Million niedrigeren Zahl von Arbeitslosen begonnen haben, wie überhaupt der Rückgang im Haushaltsjahr 1935/36 größer war als im Jahre zuvor.
Je mehr die Arbeitslosigkeit verschwindet, desto weniger sind die Entwicklung bzw. der weitere Rückgang der Zahl der Arbeitslosen geeignet, Spiegelbild der Entwicklung des Arbeitseinsatzes und der Wirtschaftstätigkeit eines Volkes zu sein. Ein zuverlässigerer Gradmesser ist vielmehr die Entwicklung der Beschäftigtenziffer, die auch im Berichtsjahr nicht mit der Entwicklung der Arbeitslosenzahl korrespondiert, sondern wesentliche Abweichungen in Richtung einer stärkeren Zunahme der Zahl der Beschäftigten oufweist. So zieht diese Zahl um rund eine halbe Million stärker an, als die Zahl der Arbeitslosen gesunken war. Diese verschiedenartige Entwicklung läßt nur den außerordentlich erfreulichen Schluß zu, daß nicht nur
die sogenannte unsichtbare Arbeitslosigkeit weitgehend beseitigt werden konnte, sondern daß es auch möglich war, den starken Iahr- gang Jugendlicher ohne große Schwierigkeiten
in das Erwerbsleben aufzunehmen.
Die bereits im Jahr zuvor begonnene Einschränkung der öffentlichen Notstandsarbeiten konnte dank der gesteigerten Aufnahmefähigkeit der deutschen Wirtschaft verstärkt fortgesetzt werden. Infolgedessen ging oie Zahl der Notstandsarbeiter innerhalb Jahresfrist von rund 350 000 auf rund 220 000 zurück.
Besonders erfreulich ist auch die starke Abnahme bei den anerkannten arbeitslosen Wohlfahrts- e r w e r b s l o s e n , und zwar von rund 750 000 Ende Marz 1935 auf rund 300 000 Ende März 1936. Das bedeutet eine Abnahme um über 45 d. j). Damit ist zugleich der Anteil der arbeits- In 11 ^erkannten Wohlfahrtserwerbslosen von rund 50 w H. auf etwas mehr als 25 v. H. der von der Reichsanftalt unterstützten Arbeitslosen zurückgegangen. Gleichzeitig hat die ungesunde Entwicklung der früheren Jahre eine wesentliche Besserung erfahren und die Zusammenfassung der unterstützenden Arbeitslosenhilfe im Rahmen der Reichsanstalt weitere Fortschritte gemacht.
Der seit der Machtübernahme erzielte beispiellose Rückgang der Arbeitslosigkeit ist vor allem ! darauf zurückzuführen, daß neuartige Dege zur ; Lösung der Arbeitslosenfrage beschritten rour- \
jetzt weife ich darauf hin, daß die Ostern 1938 die Reifeprüfung ablegen ist sofort, ohne daß die Stundentafeln gl den, ein Teil des Unterprima-Lehrstoffes in zweckmäßiger Sichtung und Perteilung in die O II einzubeziehen.
ernannten bisherigen deutschen Gesandten in Luxemburg, Graf Podewils, zur Abmeldung.,
Deutsche Antwort an China.
Nanking, 4. Dez. (DNB.) Der deutsche B o t s ch a f t e r übermittelte dem chinesischen Außenminister eine Antwort der deutschen Regierung auf eine Anzahl Fragen, die die chinesische Regierung nach Veröffentlichung des deutschjapanischen Abkommens zwecks Klärung gewisser Punkte gestellt hatte. Der Botschafter versicherte, das deutsch-japanische Abkommen berühre in keiner Weise chinesische Belange und werde keinerlei ungünstige Rückwirkung auf die herzlichen chinesisch-deutschen Beziehungen haben. Die deutsche Regierung werde sich auch weiterhin die Förderung freundschaftlicher Beziehungen zwischen beiden Ländern angelegen sein lassen.
Die belgische Miiärvorlage verabschiedet.
Entgegenkommen gegen die Flamen.
Brüssel, 5. Dez. (DNB.) Der Senat hat am tfrertag die von der Kammer verabschiedete Mili» !a 5?lD r I a 9 e mit 122 gegen 19 Stimmen bei 10 Stimmenthaltungen angenommen.
Bor der Abstimmung hielt der Ministerpräsident v a n Zeeland eine Rede, in der er u. a. ankündigte, daß die Regierung noch vor Weihnachten dem Parlament einen Gesetzentwurf unterbreiten werde, der den Forderungen der Flamen auf völlige Gleichberechtigung ihrer Sprache in der Armee durch Schaffung eigener f lä m i« s ch.e.r Regimenter, durch Ausbildung der Offiziere und Unteroffiziere in den beiden Landes- sprachen, durch die Zweisprachigkeit der Militärbildungsanstalten und durch andere Maßnahmen Rechnung tragen wolle. Er betonte, daß die Militärvorlage im Rahmen der allgemeinen Politik der Regierung liege. Diese Politik sei die der Un- abhängigkeit und des Gleichgewichts.
prima solcher Schulen sofort in die Gemeinschaft der künftigen Primaner zu überführen, sofern nicht I die Zahl der Mädchen die Einrichtung einer Ober- öSÄjxeÄSfe-**;" »«sä«;*» v, o,r , ' I ('rltnrritnrt Itomor omnfmn hör iHtnrör mih tRotm«.
der Jungen teil, sondern sind nach dem Normalplan
Son der Gpll. verhaftet.
Nürnberg, 4. Dez. (DNB.) Unter den 32 Deutschen, die in Sowjetrußland von der PGU. wegen angeblicher „Sabotage" verhaftet wurden, und von denen Stickling nach einem merkwürdigen „Justizverfahren" zu zehn Jahren Ker- ker „begnadigt" wurde, befindet sich auch der Sen treter der Aschaffenburger Zweigstelle der Aktienge- sellschast für Zellstoff- und Papierfabrikation, Kurt Futtertnecht. Futterknecht, der die russische Sprache vollkommen beherrscht, war seit zehn Jahren jeden Sommer im Auftrage feiner Firma in Leningrad tätig. Am 22. November lief bei der Zentrale der Firma in Berlin eine Depesche des deutschen Generalkonsulats in Leningrad ein, aus der hervoraing, daß ihr dortiger Vertreter Futter- knecht um den 10. November von der GPU. wegen angeblicher „Spionage" verhaftet worden fei. Auch feine Frau, eine gebürtige Russin, wurde f e ft» genommen und in das Gefängnis eingeliefert. Weder mit Futterknecht, noch mit feiner Frau konnte das deutsche Generalkonsulat in Leningrad bisher in Verbindung treten. Futterknecht, dem seine Firma das beste Zeugnis ausstellt, ist gelernter Holzfachmann und hatte in Leningrad die Aufgabe, das von feiner Firma angekaufte Papierholz, in der Hauptsache Fichtenholz, das aus den großen Waldgebieten des Nordens zum größten Teil mit Flößen nach Leningrad transportiert wurde, auf feine Güte zu überprüfen und nach Deutschland weiterzuleiten.
Ehrung einer Hundertjährigen.
Der Führer und Reichskanzler hat der Frau Cecilia Rehder in Neuendorf in Holstein aus Anlaß der Vollendung ihres 10 0. Lebensjahres ein persönliches Glückwunschschreiben zugehen lassen.
denspakt, mit dem wir verbunden bleiben und dem die diplomatischen Leidenschaften weder seinen Charakter, noch seinen Wert nehmen können. Polen, ein Freund und Verbündeter, gehe mit Frankreich <n ollen Fragen zusammen, die in Europa die Si- kyerheit beider Länder angingen.
Dieser Ueberblick, so führte Delbos weiter aus, beweise, daß Frankreich keinen Rückschritt gemacht bade und weit davon entfernt sei, isoliert dazustehen, sondern stolz die Bilanz seiner Sympathien und Freundschaften ziehen könne. Die Wirksamkeit der französischen Methode sei auf der Konferenz von Montreux für die Regelung der Meerengenfrage bewiesen worden.
Die Politik Frankreichs, wie Englands werde auch fernerhin den Völkerbund zur Grundlage haben.
Die rechtliche Organisierung des Friedens sei die Vorbedingung für ihre Beibehaltung. Es fei unmöglich, sich nicht darüber klar zu werden, daß man durch gewaltige Aufrüstung der Völker Konflikten und deiy Ruin entgegentreibe. Im Geiste der Treue zum Völkerbund habe Frankreich seine Initiativen ergriffen und werde auch fortfahren, die Vorbeugungsmaßnahmen gegen den Krieg zu verstärken und die Verpflichtungen genauer festzulegen, die den Völkerbundsmitgliedern obliegen. Es werde einen Plan für die Rüstungseinschränkung Vorschlägen, der die Veröffentlichung der Heeresaus- gaben und die Beschränkung der Luftstreitkräfte vorsehe. Frankreich verzweifle nicht an einem universellen Aufbau des Friedens.
Die Beziehungen zwischen Frankreich und Italien seien, wie man zugeben müsse, g e - trüb t. Die Meinungsverschiedenheiten hätten ihren Grund in dem Wunsche Frankreichs, seiner Pflicht gegenüber dem Völkerbund treu zu bleiben. Warum solle man auch von einem großen Land wie Frankreich Initiative verlangen, die man nicht von anderen fordern und die es nicht ergreifen könne, ohne sich selbst herabzusetzen?
Auf die französisch-deutschen Beziehungen eingehend, erklärte der Außenminister, daß nichts für die Beruhigung Europas notwendiger fei, als eine deutsch-französische Annäherung. psychologisch sei sie möglich, denn Frankreich und Deutschland hätten auf den Schlachtfeldern
Companys soll nicht in Paris reden. L^a ' 5 Dez. (DNB. Funkspruch.) Nach einer Havas-Meldung hat der katalanische Kommunisten- häuptling Companys, der „Präsident", der auf Einladung der französischen Kommunisten in Paris sprechen sollte, feine Reise an der französischen Grenze abgebrochen und ist nach Barcelona zurückgekehrt.
„Matin" berichtet, Companys habe auf Wunsch ber französischen Regierung von feinem Besuch in Paris Abstand genommen. Der Präfekt ber Ostpyrenäen habe Companys an der französischen Grenzstation empfangen unb ihm den Wunsch der Pariser Regierung übermittelt.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertretender Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: i. V. Ernst Blumschein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt ber Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XI. 36: 11 000. Druck und Verlag: Brühl'sche Unioersitäts-Buch- unb Steindruckerer R. Lange, K.-G., sämtlich m Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Ps- mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags
15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. 3ur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.
III.
Die Schüler der Oberprima legen in der Woche von 1. bis 6. Februar 1937 die Reifeprüfung ab. Auch für sie fällt die schriftliche Prüfung fort. Die danach freiwerdenden Lehrer sind gegebenenfalls für den Zusatzunterricht der Unterprima einzufetzen.
Diese Regelung ist lediglich eine Uebergangsmaß- nähme, die für die endgültige Gestaltung der Reifeprüfung nicht maßgebend ist. Für die hier angeordneten Prüfungen gilt mein Ausleseerlaß in vollem Umfange.
Bei Jungen, die Mädchenschulen besuchen, ist in gleicher Weise zu verfahren. Da an den Jungen- Schulen Oberprimen Ostern 1937 nicht eingerichtet werden können, sind die Schülerinnen der Unter«
Berlin, 4. Dez. (DNB.) Der Erlaß des Reichs- erziehungsministers Rust zur Einführung der 12- jährigen Schulzeit hat folgenden Wortlaut:
Die Durchführung des Dierjahresplanes sowie der Nachwuchsbedarf akademischer Berufe erfordern es, die von mir angekündigte 12jährige Schulzeit schon von Ostern 1937 ab emzuführen. Vorbehaltlich einer endgültigen Reaelung bei der Neuordnung des höheren Schulwesens ordne ich daher folgendes an:
I.
„Die Schüler ber Unterprima der höheren Schulen für Jungen legen am Schluß dieses Schuljahres die Reifeprüfung ab, und zwar in ber Woche vom 15. bis 20. März 1937. Die schriftliche Prüfung fällt fort. Für die Zulassung, die mündliche Prüfung und die Form des Reifezeugnisses gilt die Reifeprüfungsordnung in sinngemäßer Anwendung.
In den Fächern Deutsch, Geschichte, Erdkunde, Biologie, Chemie, Physik und Mathematik ist mit den Unterprimanern auch der Lehrstoff der Oberprima in den wesentlichen Grundzügen bis zum Schluß des Schuljahres zu erarbeiten, in den Fächern Chemie, Physik und Mathematik jedoch nur soweit, daß die Schüler den Fachvorlesungen des ersten Semesters zu folgen vermögen. Die erforderliche Zeit wird durch folgende Maßnahmen gewonnen:
Die Stundenzahl der übrigen Fächer ist auf ein Mindestmaß zu beschränken. Dabei kann mit Ausnahme der Fremdsprachen und der Leibesübungen nötigenfalls auf einzelne Fächer ganz verzichtet werden. Die bisherigen Arbeitsgemeinschaften fallen fort. Die Zahl der Unterrichtsstunden für die Schüler kann um höchstens fünf Wochenstunden vermehrt werden.
Da die Verhältnisse an jeder Schule verschieden ind, überlasse ich die Einzelregelung den Schuleitern. Ein Lehrerwechsel in den Klassen Sexta bis Obersekunda ist möglichst zu vermeiden. Die Pf lichtstundenzahl einzelner Lehrer darf vorübergehend erhöht werden, soweit nicht die Mehrstunden durch andere Lehrkräfte gedeckt werden können.
Um einer Überlastung der Lehrer und Schüler vorzubeugen, hat ber Stellvertreter des Führers veranlaßt, daß sie vom Dienst in ber Partei unb ihren Gliederungen bis zum Ende des Schuljahres ofort befreit werden. Unter Hinweis auf diesen Erlaß des Stellvertreters des Führers empfehle ich, bei den dortigen Parteidienststellen umgehend die Beurlaubung zu beantragen.
II.
Uebergangsmaßnahmen für die nachrückenden Klassen werde ich unter besonderer Berücksichtigung des Lehrernachwuchses demnächst treffen. Shon


