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an und erzählte, daß im Fort Guadalupe

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kreide dagegen erbrachte fast überhaupt keine Lrnte, weil sich in vielen Fällen nicht einmal das Blähen lohnte, hier seht jetzt der Alarm der bolschewistischen Partei und Regierung ein, die zur Aberntung auch der spärlichsten Reste auf solchen vertrockneten Feldern aufruft.

Die Sowjetunion steht zum erstenmal in ihrer Geschichte vor der Rotwendigkeit, den Versuch zu machen, aus eigener Kraft eine Dürrekata­strophe zu überwinden. Als Hilfsmittel stehen etwa zehn Millionen Tonnen Getreide zur Verfügung, die als Reserve für die Rote Armee auf­gestapelt wurden. Die Sowjetregierung will der vom hunger bedrohten Bevölkerung diese verfüg­bare Reserve vorenthalten. Moskau ist ent­schlossen, lieber Millionen der arbeitenden russischen Bevölkerung dem hunger zu opfern, als durch An­greifen der heeresbestände die Schlagkraft der Roten Armee zu gefährden, die man besonders mit Rück-

aßgabe gestattet, daß

1. die Bezeichnung des Abzeichens und seiner

sigen Gebiet hat das widerstandsfähige Winter- sicht auf die anwachsenden inneren Unruhen getreide durchschnittlich nur die Hälfte der nicht entbehren zu können meint.

Rormalernle erbracht. Das 5 ommerge-j -------

oder in ein Konzentrationslager über« gewiesen worden waren. Die Verwaltungsstrafen konnten auch zusätzlich zur gerichtlichen Strafe ver­hängt werden. Auch diese werden getilgt. Im gan­zen dürften etwa 5000 Personen von der Amnestie erfaßt werden, so daß mit der schon seinerzeit durchgeführten Amnestierung der gerichtlichen Häftlinge im ganzen 10000 politische Häft­linge in Freiheit gesetzt werden dürften.

Warschau, 4. Sept. (DRB.) Heber die Lrnte- katastrophe in der Sowjetunion liegen nun Einzel­heiten vor. Das Fahr 1936 war für Sowjetrußland ein ausgesprochenes Dürrejahr. Ein Gebiet, das ast die Hälfte der Aussaatfläche der Sowjetunion umfaßt, hat eine Mißernte gehabt wie seit 1 5 Fahren nicht mehr. Damals setzte nach der letzten Mißernte im Fahre 1921 die Hungerhilfe Nan­sens ein, die heule nach Lage der Dinge nicht wieder­holt werden kann.

Bereits in der Umgebung von Moskau fallen auf den Straßen Hunderte von Bauern auf, die ihr Vieh wegen Futtermangels zum Schlachten in die Stadt treiben. Die gleiche Erscheinung beobachtet man in der Um­gebung der Städte Tula, Minsk, Twer, Kirow, Saratow u. a. Das Dürregebiet umfaßt dieses Fahr fast das gesamte europäische Ruß­land mit nur kleinen Ausnahmen. 3n diesem rie-

VoMronMen in England.

London, 5. Sept. (DNB. Funkspruch.) Der am Montag zusammentretende englische, Gewerkschafts­kongreß wird sich u. a. mit den wiederholten Be­mühungen der kommunistischen Partei Englands befassen müssen, eineEinheitsfront" zwi­schen der Arbeiterpartei und den Gewerkschaften sowie den Kommunisten herzustellen. Es besteht kein Zweifel, daß die Annäherungsversuche der Kommu­nisten auch in diesem Jahre wieder abgelehnt werden.

DieTimes" weist auf die Gefahr der kommu­nistischen Machenschaften hin. Die gegenwärtige Taktik ziele auf die Einheitsfront hin, die Strategie bleibe die des K l a s s e n k a m p f e s , der Zer­setzung des orthodoxen Sozialismus und des Ge­werkschaftswesens und die Einführung revolu­tionärer Methoden. Der Kommunismus werde sich heute mit dem Sozialismus verbinden, um das politische System des Faschismus zu stür­zen. Dabei rechne der Kommunismus jedoch damit, daß er in absehbarer Zeit den Sozialismus vernichte und die Führung des Proletariats antreten werde.

Lloyd George vom Führer empfangen.

Berchtesgaden, 4. Sept. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat am Frei­tag Lloyd George in seinem Landhaus in der Nähe von Berchtesgaden empfangen. Lloyd George traf gegen 16 Uhr mit Botschafter von Ribben­trop ein, beide Herren verließen das Haus zu­sammen gegen 19 Uhr. Im Laufe der Unterhaltung wurde die allgemeine politische Lage in Europa besprochen. Besonders stark haben Lloyd George die Mitteilungen des Führers über die in Deutschland in Angriff genommenen wirt­schaftlichen Aufbaupläne wie Straßen­bau und Siedlung usw. interessiert.

Das Tragen des Stahlhelm -Tradilionsabzeichens.

Im Ministerial-Blatt des Reichs- und Preußi­schen Ministeriums des Innern, Ausgabe vom 26. August 1936 Nr. 37, wird der nachstehende Rund­erlaß des Reichs- und Preußischen Ministers des Innern vom 17. August 1936 an die Nachgeordneten Behörden veröffentlicht:

I. Auf Grund des § 1 Abf. 2 der DO. zur Ausf. des Gef. über Titel, Orden und Ehrenzeichen vom 14. 11. 1935 (RGBl. IS 1341) habe ich das Tra­gen des Stahlhelm-Traditionsabzeichens mit der

Paris, 4. Sepk. (DRV.) Wie havas aus hen- daye meldet, sollen mehrere Hundert mar- xi st i s ch e Vl i l i z s o l d a t e n, die von 3run über die Grenze nach Frankreich geflüchtet sind, in Extrazügen nach der anderen Seife der Pyrenäen an die Grenzstation Eerb^re befördert werden, um sich dort den katalani­schen Anarchisten anschliehen zu können. Am Freitagabend ist der erste Sonderzug mit einem Teil der marxistischen Vlilizen, die aus 3run auf französisches Gebiet geflüchtet waren, a u f der Durchfahrt nach Barcelona in Bordeaux eingelroffen. 3n dem Zuge be­fanden sich rund 800 wann, die noch am Vormit­tag in 3run gegen die Rationalisten gekämpft hat­ten. (!) Sie wurden auf dem Bahnhof ver­pflegt, und gegen 20 Uhr fetzte sich der Zug unter dem Gesang der 3ntemationale und der Earmagnole in Richtung Perpignan und Katalonien wieder in Bewegung.

England gibt nicht nach.

London, 5. Sept. (DNB. Funtspruch.)Daily Telegraph" meldet, daß die Truppenverstär- Jun gen, die die britische Regierung nach P a - lästina entsenden werde, voraussichtlich 10000 Mann betragen würden. Dadurch werde die Gesamtzahl der britischen Truppen in Palästina auf rund 17 000 Mann erhöht. Diese Stärke werde für notwendig erachtet, um nötigenfalls die durch einen Belagerungszustand erforderlichen Maßnahmen in Kraft zu setzen. Vorläufig hoffe man aber, die Araber durch die Entfaltung einer größeren Truppenmacht einzuschüchtern und dadurch die Ausrufung des Belagerungszustandes zu vermeiden.

öffnet die spanische Affäre auch einsichtigen Fran­zosen die Augen für die Erkenntnis, daß die poli­tische Initiative längst von Paris auf Moskau übergegangen ist und nicht mehr das französische Sicherheitsbedürfnis, sondern der revolutionäre Machtwille des Bolschewismus befiehlt. Wir wissen nicht, ob die heute in Frankreich Regierenden noch die Kraft finden, aus dieser veränderten Lage ent­schlossen die Folgerungen zu ziehen. Die grauen­erregenden Vorgänge in Spanien, wo Moskau allen offenkundig für das große Spiel um die Weltherrschaft die Karten mischt, sollte den Fran­zosen zu denken geben. Nicht müde Resignation und fatalistisches Treibenlassen können Europa vor dem bolschewistischen Chaos retten, sondern nur das Zusammenstehen der europäischen Nationen, denen ein Gewissen schlägt für ihre Verantwortung an der Erhaltung der gemeinsamen abendländischen Kultur.

VestiaWe Greueltaten feer flöten in Andalusien.

Frauen und Kinder hingemordet.

London, 5. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die Daily Mail" veröffentlicht einen Bericht eines in Spanien ansässigen Engländers, der furchtbare Einzelheiten über die Greueltaten spanischer Mar­xisten gegenüber Frauen und Kindern enthält. So haben die Roten in B ae n a in Andalusien Hunderte von kleinen Kin­dern ermordet, indem sie sie mit den Köpfen nach unten an Balkonen aushängten. Andere seien an Haustüren gekreuzigt worden. Zahlreiche Frauen seien an Pferde gebunden und von diesen durch die Straßen geschleift worden. In San Roque bei Gibraltar hätten die Roten die Frau und die Tochter des Garnisonkommandanten als Geiseln festgenommen. Ihre Leichen seien später mit schreck­lichen Verstümmelungen aufgefunden worden. In A r a h a l schlossen die Roten 47 Personen in einen kleinen Raum, übergossen sie mit Benzin und verbrannten sie bei lebendigem Leibe. In Cazalia de la Sierra wurden 87 Personen lebendig in eine tiefe Grube gestürzt, in

die die Marxisten alle drei Minuten eine D y n a mi tpatrone warfen.

Daily Expreß" meldet, daß die Roten in Jrun kurz nach der Erstürmung der Stadt durch die Nationalisten 510 Geiselnerschossen haben. Unter ihnen befand sich der Erzbischof von Valladolid. Nach einer Reuter-Meldung aus Gibraltar haben die Kommunisten in Almeria den 72 Jahre alten Bischof von Almeria er­schossen.

Vor einem neuen Geiselmord der flöten.

Em Geretteter aus dem Fort Guadalupe.

Die Sowjetunion vor einer £ ungerkatastrophe. WeiieGebiete von Mißernte betroffen. -Heeresbeständewerden nicht angegriffen

Vor durchgreifenden Maßnahmen in Palästina.

1OOOO Mann werden zur Verstärkung der englischen Besatzung bereitaestellt.

In dem auf einem Höhenzug hinter Barcelona liegenden berühmten Kloster und Wallfahrtsort Montserrat wird, wie Havas meldet, zur Zeit v o n d e n R o t e n a l l e s z e r st ö r t, was irgenb wie an den r e l i g i ö s en Charakter der histo­rischen Stätte erinnert. U. a. sollen bereits die Passionsgruppen der bolschewistischen störungswut zum Opfer gefallen sein.

In Durchführung des Beschlusses, die Manö­ver der 1. Division im Hinblick auf die Lage in Palästina abzubrechen, wurden am Frei­tag 12 000 Mann in Kraftomnibussen aus der Graf­schaft Sussex nach der Garnison st adt Aldershot zurücktransportiert. Sämt­liche Urlauber der 1. Division erhielten Befehl, sich umgehend bei ihrem Truppenteil zurückzu- melden. Als Zeitpunkt für die Verschiffung nach Palästina wird der nächste Freitag angegeben.

Bisher stehen in Palästina insgesamt 11 britische Bataillone, in erster Linie Infanterie, Tanks und Flieger. Entschließt sich England zur Verhängung des Kriegszustandes über Palästina, so würde mit diesem Augenblick die Zivilverwaltung auf die militärischen Behörden übergehen. Ebenso

Ungeheuerliche AeulrMAsverletzung der französischen Volksfront.

Zruner Marxisten werden durch Frankreich nach Katalonien geschafft.

ZnnereVefriedung in Oesterreich.

Amnestie für Verwaltungsstrafen.

Wien, 4. Sept. (DNB.) Die infolge der Ereig­nisse des 29. Juli nicht zur Durchführung gekom­mene Derwaltungsamnestie wird in An­betracht des Umstandes, daß im Monat August tMe innere Befriedung weitere Fort- chritte gemacht hat, vom 1. September d. I. an schrittweise durchgeführt werden. Die Verwaltungsamnestie betrifft alle jene poli -

gehörigen der faschistischen, karlistischen und roya- 1 listischen Verbände im Lager der nationalen Be- i wegung, während die Marxisten sich auf einen Teil der gut ausgebildeten Zioilgarde, einer Polizei- ! truppe, und auf die aus Kommunisten und An- ! archiften gebildeten roten Milizen stützen, die frei­lich trotz ihres Fanatismus häufig lieber in den Kaffeehäusern von Madrid herumlungern und ihr Heldentum bei Straßenmetzeleien und Hinrichtungen unter Beweis stellen, als an die Front gehen. Die größere Disziplin, Waffenübung und Kriegserfah­rung haben zweifellos die nationalen Truppen, auch fehlt es den Roten fast völlig an Berufsoffi­zieren. Die Schwäche der nationalen Regierung ist dagegen ihr Mangel an Geld zum Ankauf von Waffen, denn der Goldschatz der spanischen Staats­bank befindet sich in Madrid in Händen der Volks­frontregierung, die von ihm für den Ankauf von Waffen, Munition und namentlich von Flugzeugen im Ausland reichlich Gebrauch macht.

Damit berühren wir einen besonders wunden Punkt der ganzen Affaire, der den spanischen Bür­gerkrieg zu einer ernstlichen Gefahr für den Frie­den macht: die Frage der Nichteinmischung der fremden Mächte. Obwohl nach England auch das Deutsche Reich, Italien und eine Reihe ande­rer Staaten dem französischen Vorschlag zum Ab­schluß eines Neutralitätsabkommens zugestimmt und als dringendste Maßnahme ein Waffen­ausfuhrverbot erlassen haben, fehlt bisher jedes Anzeichen dafür, daß nun endlich auch Frank- re i ch, von dem doch die Anregung ursprünglich aus­gegangen ist, sich zu dem gleichen Schritt entschließen wird. Statt dessen sind die Pariser Blätter täglich voll von Meldungen über Waffen- und Munitions­transporte, Flugzeuglieferungen, Freiwilligenwer­bungen und Geldsammlungen zu Gunsten der spa­nischen Volksfrontregierung. Die französischen Kom­munisten fordern täglich in Massenversammlungen ihre Regierung zu tatkräftiger Unterstützung der spanischen Genossen in ihremKampf gegen den Faschismus" auf, und eine Reihe französischer Mi­nister betätigt sich bereits in dieser Richtung ohne Rücksicht auf den offiziellen außenpolitischen Kurs ihres Kabinettschefs. Unter diesen Umständen ist es begreiflich, daß die Verhandlungen über einen Neu­tralitätspakt nicht vorankommen. Auch die Bemü­hungen des in Hendaye befindlichen diplomatischen Korps um eine Humanisierung des Bürgerkrieges scheinen nicht den geringsten Erfolg gehabt zu haben, weil in Madrid überhaupt keine verhand­lungsfähige Regierung mehr vorhanden ist, die im­stande wäre, iraendwelche Pflichten zu übernehmen. Bei dieser Sachlage dürfte auch der Vermittlungs­aktion, die man einigen südamerikanischen Diplo­maten zuschreibt, kaum ein (Erfolg beschieden sein.

Der französische Außenminister Delbos hat warnend von einem Zerfall Europas in zwei feind­liche Fronten gesprochen und sein Heilmittel, der Vorschlag eines Nichteinmischungspaktes ist nirgends begieriger aufgegriffen worden als in England, wo man alles in Bewegung fetzen möchte, damit das Wort von Delbos nicht furchtbare Wahrheit werde, wo man aber hermetisch die Augen schließt vor der Tatsache, daß der Kampf der Weltanschau­ungen, der so schlecht in das politische Rezept der Bürokratie des Foreign Office paßt, tatsächlich schon im Gange ist. Ein englischer Journalist, Herr Ward-Price. war es, der in diesen Tagen darauf hinwies, daß sich bereits eine große Staatengruppe, die mit dem Bolschewismus schon ihre praktischen Erfahrungen gemacht hat, zu bilden beginne und zur Abwehr des Bolschewismus in nationaler Ge­schlossenheit bereit stehe, wahrend in Frankreich und auch in England der Riß der weltanschaulichen Fronten mitten durch das Volk gehe. Denn wenn auch die britischen Gewerkschaften und die britische Arbeiterpartei in ihren Sympathieäußerungen für die spanischen Marxisten erheblich vorsichtiger sind, als ihre Pariser Genossen, so ist doch die Spaltung auch in der öffentlichen Meinung Eng­lands deutlich. Die englische Regierung tut also auch im innerpolitischen Interesse durchaus recht daran, wenn sie sich bemüht, den spanischen Bürgerkrieg zu neutralisieren, wie auch das Kabinett Blum, wenn es gut beraten ist, der Gefahr des eigenen Abrutschens in den Kommunismus nur begegnen kann durch eine aufrichtige Neutralitätspolitik, von der man allerdings heute weiter entfernt ist denn je.

Hier zeigen sich die Folgen des Militär­bündnisses mit Moskau. Man glaubte in Paris zu schieben, und man wird geschoben. Als die französische Diplomatie in kurzsichtiger Verblen­dung dem Bolschewismus in Genf in den Steig­bügel half und den Militärpakt mit Moskau ein» ging, glaubte sie, als Preis für den Verrat an der gemeinsamen Sendung der abendländischen Völker, ein für die französischen Interessen stets einsatz­bereites Schwert eingehandelt zu hgben. Aber heute

geschritten und hgbe die Straßen dem Heulen Toben der Menge überlassen. Die royalistische Action Fran^aise" schreibt, daß der Vor­beimarsch an dem Kranz unter den Rufen ftatt« gefunden habe:Die Sowjets überall! Kanonen für Spanien! Keine Rede, sondern Säten! Luftfahrtminister Pierre Cot, Flugzeuge her!" usw. Ferner seien Plakate in dem Umzug mitge» tragen worden, auf denen drei ab geschnit­ten e Häupter, von denen noch dicke Bluts­tropfen herunterliefen, zu sehen gewesen seien. Dar­über standen drei Namen: Queipo de Llano, Caba- nellas und Franco! Kein einziger Polizeibeamter sei gegen die Herausforderung zum Mord einge­schritten! Die Straßen von und zum Republikplatz hätten noch spät bis in die Nacht von dem Geschrei der Kundgeber widergehallt, die die Internationale und andere revolutionäre Lieder gesungen und Rufe ausgestoßen hätten:Die Faschisten an den Pfahl!"

noch 160 Manner als Geiseln säßen, die heute wahrscheinlich sämtlich erschossen werden würden.

Die ersten Wächter, in der Mehrzahl baskische Separatisten, seien am Freitag früh geflohen. An ihre Stelle feien anarchistische Wach ter ge­treten, die sofort zwei Geiseln, den Monar­chisten Honorio M a u r a (Sohn des verstorbenen spanischen Ministerpräsidenten und Bruder des re­publikanischen ehemaligen Ministers Miguel Mau- ra) und den Abgeordneten von Navarra B e u n z a erschossen hatten. Die Anarchisten hatten be­absichtigt, auch alle anderen Geiseln zu erschießen, doch sei es einigen baskischen Lands­leuten gelungen, sie im letzten Augenblick davon abzuhalten. Die Unmenschen hätten darauf dieAn­gelegenheit bis auf Samstagd e r t a a f. Der Ge­flüchtete ist der festen Ueberzeugung, daß die Gei­seln den heutigen Tag nicht überleben werden.

pariser Volksfront im radikalen Fahrwasser.

Neue Massenkundgebungen gegen die Neutralität.

Paris, 5. Sept. (DNB. Funkspruch.) Auf dem Republikplatz fand am Freitagabend für die spani­schenFreiheitskämpfer" eine Kundgebung der Volksfront statt. DasO e u v r e" schreibt, eine riesige Menge hat ihre Solidarität mit den Kämp­fern Spaniens bekundet, in dem sie vier Stunden vor dem Kranz vorbeidefilierte, der von der fran­zösischen Volksfront denen gewidmet ist, die für die Freiheit gefallen sind.

Der rechtsgerichteteAmi du Peuvle" hebt her­vor, daß Die Veranstaltung den Cnarakter einer Demonstration gegen bie Regierung und d i e Neutralität" angenommen habe. Der Ordnungsdienst sei befehlsgemäß nicht ein«

Träger alsAlte Gard e" unterbleibt, 2. der Beliehene über das Abzeichen eine ord­nungsgemäß ausgestellte Urkunde besitzt, 3. nachträgliche Verleihungen des Abzeichens nicht mehr stattfinden dürfen und

4. das Abzeichen nur zum Zivilanzug getragen werden darf.

II. Auch gegen das Tragen der den Mitgliedern des früheren Stahlhelm-Frauenbundes verliehenen Schleife als Brosche habe ich keine Ein­wendungen erhoben.

Oie Veichsncihrstandsschau in Goslar.

Der Reichsbauernführer erließ im vorigen Jahrs einen Architektenwertbewerb zur Erlangung eines Entwurfs für die Reichsnährstands-Verwaltungs«

Hendaye, 5. Sept. (DNB. Funkspruch.) Heute früh hatte der DNB.-Dertreter eine Unterredung mit einem aus Jrun stammenden Spanier na­mens Vallejo, der aus dem Fort Guadalupe geflüchtet ist, wo er als Geisel der R o - t e n einen ganzen Monat festgehalten worden war. Es ist ihm gelungen, über die dreifache Stachel­drahtumzäunung zu klettern, ohne von den anar­chistischen Posten bemerkt zu werden. Völlig er« schöpft, mit zerschundenen Händen und Fußen und mit zerrissener Kleidung kam der Mann in Hen-

würden Kriegsgerichte an Stelle der gewöhn­lichen Gerichte treten. Daß England die palastmische Frage wenigstens vorübergehend nut allem Nach­druck zur Ruhe bringen will, schließt man m Lon­don auch aus einem Brief des Kol onialmi« n i ft e r s an den Zionistenführer Welzmann, worin jede noch so kleine englische Konzession ge­genüber dem Vermittlungsversuch des irakischen Außenministers rundweg bestritten wird, ebenso ein Nachgeben in der Einwanderungsfrage gegen­über beii Arabern.

*

Vor einigen Tagen sah es fast so aus, als würde nun doch der innere Friede Palästinas hergestellt werden. London hat es aber abgelehnt, auf die Vorschläge bes irakischen Außenminl- fters, der als Vermittler aufgetreten ist, emzu- gehen. England hätte dann nämlich ferne bis- herige Grundeinstelluna ändern müssen, die dahm ging, daß e r ft das Kriegs bei! zu begra­ben fei, bevor man über die Wunsche und Be­schwerden der eingeborenen Bevölkerung reden könne. Die Araber wiederum sagten: er ft Ein« Wanderungssperre für bie Juden, dann Einstellung der Feindseligkeiten. Der Kleinkrieg geht also weiter, er geht sogar in verschärfter Form wei­ter, wie die neuesten Berichte über Angriffe auf das reguläre englische Militär zeigen. Wenn man wegen Palästina die englischen Manöver vorzeitig abbrach, und sofort einige Formationen an den Jordan schickte, bann steckt in diesem Abbruch mehr Drohung als Furcht vor einem Generalaufstand der Araber. England ist stark genug, mit den Eingebo­renen Palästinas fertig zu werden, auch wenn sie von der anderen Seite der Grenze her Unterstützung erhalten sollten. Tatsächlich ist ja auch ein nicht unerheblicher Teil des arabischen Widerstandes ver­sackt, da die arme Bevölkerung auf die Dauer einen Zustand nicht ertragen kann, der die arbeitenden Schichten am schärfsten trifft. Gehalten haben sich aber die Aktivisten, die heute als in sich geschlossene Einheit im ganzen Lande operieren, bald hier bald dort auftauchen, bann roieber in der Bevölkerung verschwinden, um sogleich wieder von Einzelaktio- nen zu größeren Kampfhandlungen überzugehen. Unzweifelhaft hat man aber in London jetzt doch den Entschluß gefaßt, mit größerem Truppenauf- aebot radikal durchzugreifen, wie man ja schon seit längerem rücksichtslos Häuser, aus denen geschossen worden ist, einreißt oder Stadtteile in bie Luft sprengt, wenn aus ihnen die Aufständischen kamen. Den längeren Atem hat England, aber Palästina bleibt doch eine harte Nuß.

Oer König von England in Istanbul.

Istanbul, 4. Sept. (DNB.) Der König von England traf mit der JachtMahlin" in Istanbul ein. Die ganze Stadt trägt Flaggenschmuck. Um 12 Uhr ging Der König unter dem Geheul aller Schiffssirenen an Land, wo er durch den Staats­präsidenten Atatürk, begleitet vom Ministerpräsi­denten General Ismet Jnoenue und dem Außen­minister A r a s u n d begrüßt wurde. Nachmittags wird König Eduard dem türkischen Staatspräsiden­ten im Palast von Dolma Bätsche einen Besuch machen, während Atatürk gegen Abend den König auf dessen Jacht besucht. Man mißt dem englischen Königsbesuch trotz seines privaten Charakters große politische Bedeutung bei.

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