an und erzählte, daß im Fort Guadalupe
daye
und
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kreide dagegen erbrachte fast überhaupt keine Lrnte, weil sich in vielen Fällen nicht einmal das Blähen lohnte, hier seht jetzt der Alarm der bolschewistischen Partei und Regierung ein, die zur Aberntung auch der spärlichsten Reste auf solchen vertrockneten Feldern aufruft.
Die Sowjetunion steht zum erstenmal in ihrer Geschichte vor der Rotwendigkeit, den Versuch zu machen, aus eigener Kraft eine Dürrekatastrophe zu überwinden. Als Hilfsmittel stehen etwa zehn Millionen Tonnen Getreide zur Verfügung, die als Reserve für die Rote Armee aufgestapelt wurden. Die Sowjetregierung will der vom hunger bedrohten Bevölkerung diese verfügbare Reserve vorenthalten. Moskau ist entschlossen, lieber Millionen der arbeitenden russischen Bevölkerung dem hunger zu opfern, als durch Angreifen der heeresbestände die Schlagkraft der Roten Armee zu gefährden, die man besonders mit Rück-
aßgabe gestattet, daß
1. die Bezeichnung des Abzeichens und seiner
sigen Gebiet hat das widerstandsfähige Winter- sicht auf die anwachsenden inneren Unruhen getreide durchschnittlich nur die Hälfte der nicht entbehren zu können meint.
Rormalernle erbracht. Das 5 ommerge-j -------
oder in ein Konzentrationslager über« gewiesen worden waren. Die Verwaltungsstrafen konnten auch zusätzlich zur gerichtlichen Strafe verhängt werden. Auch diese werden getilgt. Im ganzen dürften etwa 5000 Personen von der Amnestie erfaßt werden, so daß mit der schon seinerzeit durchgeführten Amnestierung der gerichtlichen Häftlinge im ganzen 10000 politische Häftlinge in Freiheit gesetzt werden dürften.
Warschau, 4. Sept. (DRB.) Heber die Lrnte- katastrophe in der Sowjetunion liegen nun Einzelheiten vor. Das Fahr 1936 war für Sowjetrußland ein ausgesprochenes Dürrejahr. Ein Gebiet, das ast die Hälfte der Aussaatfläche der Sowjetunion umfaßt, hat eine Mißernte gehabt wie seit 1 5 Fahren nicht mehr. Damals setzte nach der letzten Mißernte im Fahre 1921 die Hungerhilfe Nansens ein, die heule nach Lage der Dinge nicht wiederholt werden kann.
Bereits in der Umgebung von Moskau fallen auf den Straßen Hunderte von Bauern auf, die ihr Vieh wegen Futtermangels zum Schlachten in die Stadt treiben. Die gleiche Erscheinung beobachtet man in der Umgebung der Städte Tula, Minsk, Twer, Kirow, Saratow u. a. Das Dürregebiet umfaßt dieses Fahr fast das gesamte europäische Rußland mit nur kleinen Ausnahmen. 3n diesem rie-
VoMronMen in England.
London, 5. Sept. (DNB. Funkspruch.) Der am Montag zusammentretende englische, Gewerkschaftskongreß wird sich u. a. mit den wiederholten Bemühungen der kommunistischen Partei Englands befassen müssen, eine „Einheitsfront" zwischen der Arbeiterpartei und den Gewerkschaften sowie den Kommunisten herzustellen. Es besteht kein Zweifel, daß die Annäherungsversuche der Kommunisten auch in diesem Jahre wieder abgelehnt werden.
Die „Times" weist auf die Gefahr der kommunistischen Machenschaften hin. Die gegenwärtige Taktik ziele auf die Einheitsfront hin, die Strategie bleibe die des K l a s s e n k a m p f e s , der Zersetzung des orthodoxen Sozialismus und des Gewerkschaftswesens und die Einführung revolutionärer Methoden. Der Kommunismus werde sich heute mit dem Sozialismus verbinden, um das politische System des Faschismus zu stürzen. Dabei rechne der Kommunismus jedoch damit, daß er in absehbarer Zeit den Sozialismus vernichte und die Führung des Proletariats antreten werde.
Lloyd George vom Führer empfangen.
Berchtesgaden, 4. Sept. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat am Freitag Lloyd George in seinem Landhaus in der Nähe von Berchtesgaden empfangen. Lloyd George traf gegen 16 Uhr mit Botschafter von Ribbentrop ein, beide Herren verließen das Haus zusammen gegen 19 Uhr. Im Laufe der Unterhaltung wurde die allgemeine politische Lage in Europa besprochen. Besonders stark haben Lloyd George die Mitteilungen des Führers über die in Deutschland in Angriff genommenen wirtschaftlichen Aufbaupläne wie Straßenbau und Siedlung usw. interessiert.
Das Tragen des Stahlhelm -Tradilionsabzeichens.
Im Ministerial-Blatt des Reichs- und Preußischen Ministeriums des Innern, Ausgabe vom 26. August 1936 Nr. 37, wird der nachstehende Runderlaß des Reichs- und Preußischen Ministers des Innern vom 17. August 1936 an die Nachgeordneten Behörden veröffentlicht:
I. Auf Grund des § 1 Abf. 2 der DO. zur Ausf. des Gef. über Titel, Orden und Ehrenzeichen vom 14. 11. 1935 (RGBl. IS 1341) habe ich das Tragen des Stahlhelm-Traditionsabzeichens mit der
Paris, 4. Sepk. (DRV.) Wie havas aus hen- daye meldet, sollen mehrere Hundert mar- xi st i s ch e Vl i l i z s o l d a t e n, die von 3run über die Grenze nach Frankreich geflüchtet sind, in Extrazügen nach der anderen Seife der Pyrenäen an die Grenzstation Eerb^re befördert werden, um sich dort den katalanischen Anarchisten anschliehen zu können. Am Freitagabend ist der erste Sonderzug mit einem Teil der marxistischen Vlilizen, die aus 3run auf französisches Gebiet geflüchtet waren, a u f der Durchfahrt nach Barcelona in Bordeaux eingelroffen. 3n dem Zuge befanden sich rund 800 wann, die noch am Vormittag in 3run gegen die Rationalisten gekämpft hatten. (!) Sie wurden auf dem Bahnhof verpflegt, und gegen 20 Uhr fetzte sich der Zug unter dem Gesang der 3ntemationale und der Earmagnole in Richtung Perpignan und Katalonien wieder in Bewegung.
England gibt nicht nach.
London, 5. Sept. (DNB. Funtspruch.) „Daily Telegraph" meldet, daß die Truppenverstär- Jun gen, die die britische Regierung nach P a - lästina entsenden werde, voraussichtlich 10000 Mann betragen würden. Dadurch werde die Gesamtzahl der britischen Truppen in Palästina auf rund 17 000 Mann erhöht. Diese Stärke werde für notwendig erachtet, um nötigenfalls die durch einen Belagerungszustand erforderlichen Maßnahmen in Kraft zu setzen. Vorläufig hoffe man aber, die Araber durch die Entfaltung einer größeren Truppenmacht einzuschüchtern und dadurch die Ausrufung des Belagerungszustandes zu vermeiden.
öffnet die spanische Affäre auch einsichtigen Franzosen die Augen für die Erkenntnis, daß die politische Initiative längst von Paris auf Moskau übergegangen ist und nicht mehr das französische Sicherheitsbedürfnis, sondern der revolutionäre Machtwille des Bolschewismus befiehlt. Wir wissen nicht, ob die heute in Frankreich Regierenden noch die Kraft finden, aus dieser veränderten Lage entschlossen die Folgerungen zu ziehen. Die grauenerregenden Vorgänge in Spanien, wo Moskau allen offenkundig für das große Spiel um die Weltherrschaft die Karten mischt, sollte den Franzosen zu denken geben. Nicht müde Resignation und fatalistisches Treibenlassen können Europa vor dem bolschewistischen Chaos retten, sondern nur das Zusammenstehen der europäischen Nationen, denen ein Gewissen schlägt für ihre Verantwortung an der Erhaltung der gemeinsamen abendländischen Kultur.
VestiaWe Greueltaten feer flöten in Andalusien.
Frauen und Kinder hingemordet.
London, 5. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die „Daily Mail" veröffentlicht einen Bericht eines in Spanien ansässigen Engländers, der furchtbare Einzelheiten über die Greueltaten spanischer Marxisten gegenüber Frauen und Kindern enthält. So haben die Roten in B ae n a in Andalusien Hunderte von kleinen Kindern ermordet, indem sie sie mit den Köpfen nach unten an Balkonen aushängten. Andere seien an Haustüren gekreuzigt worden. Zahlreiche Frauen seien an Pferde gebunden und von diesen durch die Straßen geschleift worden. In San Roque bei Gibraltar hätten die Roten die Frau und die Tochter des Garnisonkommandanten als Geiseln festgenommen. Ihre Leichen seien später mit schrecklichen Verstümmelungen aufgefunden worden. In A r a h a l schlossen die Roten 47 Personen in einen kleinen Raum, übergossen sie mit Benzin und verbrannten sie bei lebendigem Leibe. In Cazalia de la Sierra wurden 87 Personen lebendig in eine tiefe Grube gestürzt, in
die die Marxisten alle drei Minuten eine D y n a • mi tpatrone warfen.
„Daily Expreß" meldet, daß die Roten in Jrun kurz nach der Erstürmung der Stadt durch die Nationalisten 510 Geiselnerschossen haben. Unter ihnen befand sich der Erzbischof von Valladolid. Nach einer Reuter-Meldung aus Gibraltar haben die Kommunisten in Almeria den 72 Jahre alten Bischof von Almeria erschossen.
Vor einem neuen Geiselmord der flöten.
Em Geretteter aus dem Fort Guadalupe.
Die Sowjetunion vor einer £ ungerkatastrophe. WeiieGebiete von Mißernte betroffen. -Heeresbeständewerden nicht angegriffen
Vor durchgreifenden Maßnahmen in Palästina.
1OOOO Mann werden zur Verstärkung der englischen Besatzung bereitaestellt.
In dem auf einem Höhenzug hinter Barcelona liegenden berühmten Kloster und Wallfahrtsort Montserrat wird, wie Havas meldet, zur Zeit v o n d e n R o t e n a l l e s z e r st ö r t, was irgenb wie an den r e l i g i ö s en Charakter der historischen Stätte erinnert. U. a. sollen bereits die Passionsgruppen der bolschewistischen störungswut zum Opfer gefallen sein.
In Durchführung des Beschlusses, die Manöver der 1. Division im Hinblick auf die Lage in Palästina abzubrechen, wurden am Freitag 12 000 Mann in Kraftomnibussen aus der Grafschaft Sussex nach der Garnison st adt Aldershot zurücktransportiert. Sämtliche Urlauber der 1. Division erhielten Befehl, sich umgehend bei ihrem Truppenteil zurückzu- melden. Als Zeitpunkt für die Verschiffung nach Palästina wird der nächste Freitag angegeben.
Bisher stehen in Palästina insgesamt 11 britische Bataillone, in erster Linie Infanterie, Tanks und Flieger. Entschließt sich England zur Verhängung des Kriegszustandes über Palästina, so würde mit diesem Augenblick die Zivilverwaltung auf die militärischen Behörden übergehen. Ebenso
Ungeheuerliche AeulrMAsverletzung der französischen Volksfront.
Zruner Marxisten werden durch Frankreich nach Katalonien geschafft.
ZnnereVefriedung in Oesterreich.
Amnestie für Verwaltungsstrafen.
Wien, 4. Sept. (DNB.) Die infolge der Ereignisse des 29. Juli nicht zur Durchführung gekommene Derwaltungsamnestie wird in Anbetracht des Umstandes, daß im Monat August tMe innere Befriedung weitere Fort- chritte gemacht hat, vom 1. September d. I. an schrittweise durchgeführt werden. Die Verwaltungsamnestie betrifft alle jene poli -
gehörigen der faschistischen, karlistischen und roya- 1 listischen Verbände im Lager der nationalen Be- i wegung, während die Marxisten sich auf einen Teil der gut ausgebildeten Zioilgarde, einer Polizei- ! truppe, und auf die aus Kommunisten und An- ! archiften gebildeten roten Milizen stützen, die freilich trotz ihres Fanatismus häufig lieber in den Kaffeehäusern von Madrid herumlungern und ihr • Heldentum bei Straßenmetzeleien und Hinrichtungen unter Beweis stellen, als an die Front gehen. Die größere Disziplin, Waffenübung und Kriegserfahrung haben zweifellos die nationalen Truppen, auch fehlt es den Roten fast völlig an Berufsoffizieren. Die Schwäche der nationalen Regierung ist dagegen ihr Mangel an Geld zum Ankauf von Waffen, denn der Goldschatz der spanischen Staatsbank befindet sich in Madrid in Händen der Volksfrontregierung, die von ihm für den Ankauf von Waffen, Munition und namentlich von Flugzeugen im Ausland reichlich Gebrauch macht.
Damit berühren wir einen besonders wunden Punkt der ganzen Affaire, der den spanischen Bürgerkrieg zu einer ernstlichen Gefahr für den Frieden macht: die Frage der Nichteinmischung der fremden Mächte. Obwohl nach England auch das Deutsche Reich, Italien und eine Reihe anderer Staaten dem französischen Vorschlag zum Abschluß eines Neutralitätsabkommens zugestimmt und als dringendste Maßnahme ein Waffenausfuhrverbot erlassen haben, fehlt bisher jedes Anzeichen dafür, daß nun endlich auch Frank- re i ch, von dem doch die Anregung ursprünglich ausgegangen ist, sich zu dem gleichen Schritt entschließen wird. Statt dessen sind die Pariser Blätter täglich voll von Meldungen über Waffen- und Munitionstransporte, Flugzeuglieferungen, Freiwilligenwerbungen und Geldsammlungen zu Gunsten der spanischen Volksfrontregierung. Die französischen Kommunisten fordern täglich in Massenversammlungen ihre Regierung zu tatkräftiger Unterstützung der spanischen Genossen in ihrem „Kampf gegen den Faschismus" auf, und eine Reihe französischer Minister betätigt sich bereits in dieser Richtung ohne Rücksicht auf den offiziellen außenpolitischen Kurs ihres Kabinettschefs. Unter diesen Umständen ist es begreiflich, daß die Verhandlungen über einen Neutralitätspakt nicht vorankommen. Auch die Bemühungen des in Hendaye befindlichen diplomatischen Korps um eine Humanisierung des Bürgerkrieges scheinen nicht den geringsten Erfolg gehabt zu haben, weil in Madrid überhaupt keine verhandlungsfähige Regierung mehr vorhanden ist, die imstande wäre, iraendwelche Pflichten zu übernehmen. Bei dieser Sachlage dürfte auch der Vermittlungsaktion, die man einigen südamerikanischen Diplomaten zuschreibt, kaum ein (Erfolg beschieden sein.
Der französische Außenminister Delbos hat warnend von einem Zerfall Europas in zwei feindliche Fronten gesprochen und sein Heilmittel, der Vorschlag eines Nichteinmischungspaktes ist nirgends begieriger aufgegriffen worden als in England, wo man alles in Bewegung fetzen möchte, damit das Wort von Delbos nicht furchtbare Wahrheit werde, wo man aber hermetisch die Augen schließt vor der Tatsache, daß der Kampf der Weltanschauungen, der so schlecht in das politische Rezept der Bürokratie des Foreign Office paßt, tatsächlich schon im Gange ist. Ein englischer Journalist, Herr Ward-Price. war es, der in diesen Tagen darauf hinwies, daß sich bereits eine große Staatengruppe, die mit dem Bolschewismus schon ihre praktischen Erfahrungen gemacht hat, zu bilden beginne und zur Abwehr des Bolschewismus in nationaler Geschlossenheit bereit stehe, wahrend in Frankreich und auch in England der Riß der weltanschaulichen Fronten mitten durch das Volk gehe. Denn wenn auch die britischen Gewerkschaften und die britische Arbeiterpartei in ihren Sympathieäußerungen für die spanischen Marxisten erheblich vorsichtiger sind, als ihre Pariser Genossen, so ist doch die Spaltung auch in der öffentlichen Meinung Englands deutlich. Die englische Regierung tut also auch im innerpolitischen Interesse durchaus recht daran, wenn sie sich bemüht, den spanischen Bürgerkrieg zu neutralisieren, wie auch das Kabinett Blum, wenn es gut beraten ist, der Gefahr des eigenen Abrutschens in den Kommunismus nur begegnen kann durch eine aufrichtige Neutralitätspolitik, von der man allerdings heute weiter entfernt ist denn je.
Hier zeigen sich die Folgen des Militärbündnisses mit Moskau. Man glaubte in Paris zu schieben, und man wird geschoben. Als die französische Diplomatie in kurzsichtiger Verblendung dem Bolschewismus in Genf in den Steigbügel half und den Militärpakt mit Moskau ein» ging, glaubte sie, als Preis für den Verrat an der gemeinsamen Sendung der abendländischen Völker, ein für die französischen Interessen stets einsatzbereites Schwert eingehandelt zu hgben. Aber heute
geschritten und hgbe die Straßen dem Heulen Toben der Menge überlassen. Die royalistische „Action Fran^aise" schreibt, daß der Vorbeimarsch an dem Kranz unter den Rufen ftatt« gefunden habe: „Die Sowjets überall! Kanonen für Spanien! Keine Rede, sondern Säten! Luftfahrtminister Pierre Cot, Flugzeuge her!" usw. Ferner seien Plakate in dem Umzug mitge» tragen worden, auf denen drei ab geschnitten e Häupter, von denen noch dicke Blutstropfen herunterliefen, zu sehen gewesen seien. Darüber standen drei Namen: Queipo de Llano, Caba- nellas und Franco! Kein einziger Polizeibeamter sei gegen die Herausforderung zum Mord eingeschritten! Die Straßen von und zum Republikplatz hätten noch spät bis in die Nacht von dem Geschrei der Kundgeber widergehallt, die die Internationale und andere revolutionäre Lieder gesungen und Rufe ausgestoßen hätten: „Die Faschisten an den Pfahl!"
noch 160 Manner als Geiseln säßen, die heute wahrscheinlich sämtlich erschossen werden würden.
Die ersten Wächter, in der Mehrzahl baskische Separatisten, seien am Freitag früh geflohen. An ihre Stelle feien anarchistische Wach ter getreten, die sofort zwei Geiseln, den Monarchisten Honorio M a u r a (Sohn des verstorbenen spanischen Ministerpräsidenten und Bruder des republikanischen ehemaligen Ministers Miguel Mau- ra) und den Abgeordneten von Navarra B e u n z a erschossen hatten. Die Anarchisten hatten beabsichtigt, auch alle anderen Geiseln zu erschießen, doch sei es einigen baskischen Landsleuten gelungen, sie im letzten Augenblick davon abzuhalten. Die Unmenschen hätten darauf die „Angelegenheit bis auf Samstag „d e r t a a f. Der Geflüchtete ist der festen Ueberzeugung, daß die Geiseln den heutigen Tag nicht überleben werden.
pariser Volksfront im radikalen Fahrwasser.
Neue Massenkundgebungen gegen die Neutralität.
Paris, 5. Sept. (DNB. Funkspruch.) Auf dem Republikplatz fand am Freitagabend für die spanischen „Freiheitskämpfer" eine Kundgebung der Volksfront statt. Das „O e u v r e" schreibt, eine riesige Menge hat ihre Solidarität mit den Kämpfern Spaniens bekundet, in dem sie vier Stunden vor dem Kranz vorbeidefilierte, der von der französischen Volksfront denen gewidmet ist, die für die Freiheit gefallen sind.
Der rechtsgerichtete „Ami du Peuvle" hebt hervor, daß Die Veranstaltung den Cnarakter einer „Demonstration gegen bie Regierung und d i e Neutralität" angenommen habe. Der Ordnungsdienst sei befehlsgemäß nicht ein«
Träger als „Alte Gard e" unterbleibt, 2. der Beliehene über das Abzeichen eine ordnungsgemäß ausgestellte Urkunde besitzt, 3. nachträgliche Verleihungen des Abzeichens nicht mehr stattfinden dürfen und
4. das Abzeichen nur zum Zivilanzug getragen werden darf.
II. Auch gegen das Tragen der den Mitgliedern des früheren Stahlhelm-Frauenbundes verliehenen Schleife als Brosche habe ich keine Einwendungen erhoben.
Oie Veichsncihrstandsschau in Goslar.
Der Reichsbauernführer erließ im vorigen Jahrs einen Architektenwertbewerb zur Erlangung eines Entwurfs für die Reichsnährstands-Verwaltungs«
Hendaye, 5. Sept. (DNB. Funkspruch.) Heute früh hatte der DNB.-Dertreter eine Unterredung mit einem aus Jrun stammenden Spanier namens Vallejo, der aus dem Fort Guadalupe geflüchtet ist, wo er als Geisel der R o - t e n einen ganzen Monat festgehalten worden war. Es ist ihm gelungen, über die dreifache Stacheldrahtumzäunung zu klettern, ohne von den anarchistischen Posten bemerkt zu werden. Völlig er« schöpft, mit zerschundenen Händen und Fußen und mit zerrissener Kleidung kam der Mann in Hen-
würden Kriegsgerichte an Stelle der gewöhnlichen Gerichte treten. Daß England die palastmische Frage wenigstens vorübergehend nut allem Nachdruck zur Ruhe bringen will, schließt man m London auch aus einem Brief des Kol onialmi« n i ft e r s an den Zionistenführer Welzmann, worin jede noch so kleine englische Konzession gegenüber dem Vermittlungsversuch des irakischen Außenministers rundweg bestritten wird, ebenso ein Nachgeben in der Einwanderungsfrage gegenüber beii Arabern.
*
Vor einigen Tagen sah es fast so aus, als würde nun doch der innere Friede Palästinas hergestellt werden. London hat es aber abgelehnt, auf die Vorschläge bes irakischen Außenminl- fters, der als Vermittler aufgetreten ist, emzu- gehen. England hätte dann nämlich ferne bis- herige Grundeinstelluna ändern müssen, die dahm ging, daß e r ft das Kriegs bei! zu begraben fei, bevor man über die Wunsche und Beschwerden der eingeborenen Bevölkerung reden könne. Die Araber wiederum sagten: er ft Ein« Wanderungssperre für bie Juden, dann Einstellung der Feindseligkeiten. Der Kleinkrieg geht also weiter, er geht sogar in verschärfter Form weiter, wie die neuesten Berichte über Angriffe auf das reguläre englische Militär zeigen. Wenn man wegen Palästina die englischen Manöver vorzeitig abbrach, und sofort einige Formationen an den Jordan schickte, bann steckt in diesem Abbruch mehr Drohung als Furcht vor einem Generalaufstand der Araber. England ist stark genug, mit den Eingeborenen Palästinas fertig zu werden, auch wenn sie von der anderen Seite der Grenze her Unterstützung erhalten sollten. Tatsächlich ist ja auch ein nicht unerheblicher Teil des arabischen Widerstandes versackt, da die arme Bevölkerung auf die Dauer einen Zustand nicht ertragen kann, der die arbeitenden Schichten am schärfsten trifft. Gehalten haben sich aber die Aktivisten, die heute als in sich geschlossene Einheit im ganzen Lande operieren, bald hier bald dort auftauchen, bann roieber in der Bevölkerung verschwinden, um sogleich wieder von Einzelaktio- nen zu größeren Kampfhandlungen überzugehen. Unzweifelhaft hat man aber in London jetzt doch den Entschluß gefaßt, mit größerem Truppenauf- aebot radikal durchzugreifen, wie man ja schon seit längerem rücksichtslos Häuser, aus denen geschossen worden ist, einreißt oder Stadtteile in bie Luft sprengt, wenn aus ihnen die Aufständischen kamen. Den längeren Atem hat England, aber Palästina bleibt doch eine harte Nuß.
Oer König von England in Istanbul.
Istanbul, 4. Sept. (DNB.) Der König von England traf mit der Jacht „Mahlin" in Istanbul ein. Die ganze Stadt trägt Flaggenschmuck. Um 12 Uhr ging Der König unter dem Geheul aller Schiffssirenen an Land, wo er durch den Staatspräsidenten Atatürk, begleitet vom Ministerpräsidenten General Ismet Jnoenue und dem Außenminister A r a s u n d begrüßt wurde. Nachmittags wird König Eduard dem türkischen Staatspräsidenten im Palast von Dolma Bätsche einen Besuch machen, während Atatürk gegen Abend den König auf dessen Jacht besucht. Man mißt dem englischen Königsbesuch trotz seines privaten Charakters große politische Bedeutung bei.
ischen Häftlinge, bie non ben Poli- zeistellen ober Bezirkshauptmann- chaften zu sogenannten Verwaltungsstra- f e n in ber Höchstbauer von einem Jahr verurteilt
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