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reich zum Völkerbund, zum kollektiven Sicherheitssystem kennenzulernen. Sollte das britische Volk endgültig zu der Ueberzeugung ge­langen, daß Frankreich kein ehrliches Spiel treibe, so dürfe die Haltung Englands nicht nur gegen­über den Völkerbundssagungen, sondern auch gegenüber Locarno und den sonstigen Bin­dungen eine gefährliche Krise durchmachen.

Lord Lothian schreibt in derTimes", die Wurzel der gegenwärtigen Schwierigkeiten des Völkerbundes sei, daß er eine Vereinigung von souveränen Staaten sei. Die einzige Methode, durch die der Völkerbund einen souveränen Staat gegen seinen Willen von einem Angriff abhalten könne, sei der Krieg. Es sei daher dringend notwendig, aus den Dölkerbundssatzungen die Verpflichtungen herauszunehmen, unter gewissen Umständen zum Kriege zu schreiten. Der nächste Schritt müsse darin bestehen, die Sicherheit auf regio­naler Grundlage au organisieren, denn man sehe nun, daß die berühmte Redewendung Litwi­nows,der Friede ist unteilbar", folgerichtig bedeutealle Kriege müßtenW e l t k r ie g e fein . Er sei gezeigt zu glauben, däff ein starkes Deutschland die beste Gewähr für den Frieden und für gesicherte Verhältnisse bedeute und daß vor allem ganz gewiß keine Ruhe in Eu­ropa oder Afrika hergestellt werden könne, solange man versuche, das Einkreisungssystem gegen Deutsch­land aufrechtzuerhalten. Wenn die Kommunisten die französische Republik niederreißen sollten, so würden sie damit einen Verbündeten vernichten.

Unruhiges Spanien.

Madrid, 5. Mai. (DNB. Funkspruch.) Die Un­ruhen in Spanien dauern weiter unvermindert an. General st reit und Teilstreiks in den Provinzen, Brandschatzungen und Ueber- fälle auf Kirchen, die von den Kommunisten nach einem festliegenden Plan durchgeführt werden, sind an der Tagesordnung. In San Sebastian streiken die Bauarbeiter, die Arbeiter des Hafens Pasajos haben sich angeschlossen. In Malaga herrscht Generalstreik, den der sozialistische Gewerk­schaftsverband in Verabredung mit den Landar­beitern ausgerufen hat. Am Montagabend erschie­nen keine Zeitungen. Der gesamte Verkehr ruht. Kaffeehäuser und Geschäfte einschließlich der Le­bensmittelläden sind geschlossen. In Sevilla streiken die Bahnarbeiter. Sie verhinderten, daß zwei Personenzüge und ein Schnellzug nach Ma­drid ausfahren konnten. Güterzüge wurden am Montag überhaupt nicht abgefertigt. In K a r t a - Sena dauert der Hafenarbeiterstreik weiter an; ie Besatzungen der Handelsschiffe haben sich soli­darisch erklärt und die Arbeit ebenfalls niederge­legt. In Madrid haben die Marxisten, nachdem sie am Montag sieben Kirchen und mehrere Kloster­schulen n * rbrannten, wieder Ruhe gegeben. Die Madrider Montagspresse veröffentlicht jedoch infolge der scharfen Pressezensur weder Einzelheiten noch Kommentare über die Sabotageakte der Kommune, die genau nach den Anweisungen der Komintern am Tage nach den französischen Wahlen erfolgt sind.

Generaloberst von Falkenhausen gestorben.

Görlitz, 4. Mai. (DNB.) Nach langem Leiden ist Generaloberst a. D. Dr. h. c. Ludwig Frei­herr von Falkenhausen gestorben. Freiherr von Falkenhausen wurde 1844 in Guben geboren. Im Weltkrieg 1914 führte er die nach ihm benannte

Armeegruppe auf dem linken Heeresflügel im Elsaß. Im April 1916 wurde er zum Oberbefehls­haber der Küstenverteidigung in Hamburg ernannt, im August des gleichen Jahres zum Ober­befehlshaber der 6. Arme e. Im Januar 1917 er­hielt Freiherr von Falkenhausen den Schwarzen Adlerorden und war von April 1917 bis zum Kriegsende Generalgouverneur in Bel­tz ie n. Den Feldzug 1866 machte er als Adjutant des Gardereserve-Jnfanterieregiments mit und war im Kriege 1870/71 Adjutant des 1. Garderegiments zu Fuß.

Neuer Chef der Gendarmerie.

Berlin, 4. Mai. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat am 30. April den bis­herigen stellvertretenden Chef der Gendarmerie, Oberst der Gendarmerie von Kamptz, zum General der Gendarmerie ernannt. Ge­neral der Gendarmerie v. Kamptz übernimmt da­mit endgültig die Dienstgeschäfte des C h e f s der Gendarmerie, die er bisher vertretungsweise inne hatte. General der Gendarmerie v. Kamptz ist 1891 geboren, machte den Weltkrieg als Infanterie- offizier und Regimentsadjutant an verschiedenen Fronten mit und trat nach dem Zusammenbruch der alten Armee 1919 in den Dienst der preußi­schen Schutzpolizei. 1927 trat er in den Gendarme­riedienst über und wurde 1933 nach der national­sozialistischen Machtergreifung in das preußische Ministerium des Innern berufen.________________

Oer Grundstein für das erste KdF.-Seebad

Auf der Insel Rügen legte Reichsorganisationsleiter Dr. Ley den Grundstein zum ersten Seebad der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude", wo 20 000 Erholungsuchende Unterkunft finden werden. (Scherl-Bilderdienst-M.)

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Dankopfer der Nation.

Oer Appell des Stabschefs Luhe im Rundfunk.

Berlin, 4. Mai. (DNB.) Am Montagabend sprach Stabschef Lutze über alle deutschen Sender zum Dankopfer der Nation. In seiner Rede führte er u. a. aus: Inmitten einer Ideenwelt, die in kühler und geschäftstüchtiger Richtung an mate­riellen Dingen liebte, wuchsen die Sturmabteilungen des Führers heran, die den materiellen Begriffen der damaligen Zeit solche mit ethischem Gehalt und sittlichem Wert gegenüberstell- ten. Der Opfermut, die Einsatzbereitschaft und die Selbstlosigkeit der SA. waren nie leere Worte, diese Begriffe fanden immer ihre Krönung durch die Tat. Und so muß auch dieses Dankopfer nicht von der materiellen Seite her, sondern nach der ethischen Seite hin seine Wertung erfahren. In ihm soll der freiwillige und uneigennützige Aktivismus zum Ausdruck kommen, der in den Reihen der SA. seine Geburtsstätte fand und der längst von den Männern der SA. hinausgetra­gen wurde ins Volk und dort die Resonanz bildet für die ungeheure Arbeit, die der Führer Tag und Nacht zum Wohle seines deutschen Volkes leistet. Der Nationalsozialismus braucht keine Menschen, die ihn in tausend Thesen zerlegen, er braucht Män­ner des ehrlichen Wollens und des kräftigen Han­delns. So hat die SA. im Vorjahre, im Jahre der

Wehrfreiheit, dem Führer als Wehrgabe ein Jagdgeschwader zur Verfügung gestellt, be­seelt von dem unbändigen Willen, mitzuhelfen an den großen Zeitaufgaben, die an den Führer und das deutsche Volk herantreten.

Wir sehen imDankopfer" die Möglichkeit, durch eine verschworene Kampf- und Opergemeinschaft neue Werte zu schaffen, die einen Teil des Fun­daments zur Ewigkeitswerdung der deutschen Na­tion bilden.

Wir sammeln nicht, mir fordern nicht, mir zei­gen, daß mir da sind! Und die kämpferi- scken Elemente des deutschen Volkes werden nicht abseits stehen, wenn es gilt, dem Führer durch praktisch angewendeten Sozialismus einen Bruchteil von dem abzustatten, was er jedem Einzelnen täglich in so überreichem Maße gibt. Des Führers Kraft ist die unsere, aber unsere ist auch die seine. Und so wollen wir ihm helfen, neue Werte zu schaffen und neue Werke zu bauen. Wir wollen ja nichts für uns, nichts für die SA, nichts für die Gegenwart, sondern für das ganze deutsche Volk, für die Zukunft, für die Nation, und übergeben wollen wir es dem ersten Arbeiter Deutschlands, unserem Führer Adolf Hitler!"

Staatssekretär Reinhardt eröffnet die ReichsfinanzschnleLlmenan.

Ilmenau, 4. Mai. (DNB.) Als neue Dienst­stelle der Reichsfinanzverwaltung wurde die Reichs­finanzschule bei Ilmenau durch Staatssekretär Rein­hardt eröffnet. Die Aufgabe dieser Schule ist die Durchführung vierwöchiger Lehrgänge für Beamte des Kassen- und Voll­st reckungsdien st es. Leiter der neuen Schule ist Regierungsrat Rogge aus Königsberg.

Staatssekretär Reinhardt sprach über die Steuerpolitik des nationalsozialistischen Staates und gab Kenntnis von neuen Richtlinien über die Aus­bildung des Nachwuchses in der Reichs­finanzverwaltung. Jede Steuerzahlung, so führte Reinhardt aus, erfolgt durch den einzelnen Volks­genossen nicht fremder Interessen wegen, sondern mittelbar um seiner felbft willen. Steuer zahlen heiße nicht Opfer bringen, sondern seine Pflicht tun. Vergehen gegen die Steuerpflicht seien Vergehen gegen die Volksgemeinschaft und gegen die Nation.

Dec Finanzbedarf der Arbeitslosen­hilfe sei im Jahre 1935 um rund zwei Milliarden Mark kleiner gewesen als 1932. Auf der anderen Seite ft i e g das Steueraufkommen des Reiches trotz der Steuervergünstigungen, Steuerbefreiungen und -fenfungen um rund drei Milliarden Mark gegenüber 1932. Dies ist das Ergebnis des erfolgreichen Kampfes um die Verminde­rung der Arbeitslosigkeit. Das Steueraufkom­men im März 1936 fei um 156,3 Millionen größer gewesen als in der gleichen Zeit des Vorjahres, und im gesamten Rechnungsjahr 1935, also in der Zeit vom 1. April 1935 bis 31. März 1936 um 1445,2 Millionen größer als im Rechnungsjahr 1934, ein Ergebnis, das alle Erwartungen übersteige.

Staatssekretär Reinhardt gab bann davon Kennt­nis, daß die Liste der säumigen Steuer­zahler erstmals im Sommer 1936 aufgelegt werde. Grundsätzlich sollen in diese Liste alle diejenigen Säumigen ausgenommen werden, die am 31. Ja­nuar 1936 mit den Steuerzahlungen oder Voraus­zahlungen im Rückstand waren, die vor dem 1. Ja­nuar 1936 fällig gewesen und nicht gestundet wor­

den sind. Die Zahl sei wesentlich kleiner als vor­auszusehen war, ein Beweis dafür, daß die Steuer ehrlich keit und -Pünktlichkeit sich erheblich gebessert habe. Den in der Liste genannten Steuerpflichtigen soll eine letzte Frist von zwei Wochen zur Beseitigung ihrer vor dem 1. Ja­nuar 1936 fällig gewesenen Steuern gegeben wer­den. Diejenigen Steuerpflichtigen, die ihren Rück­stand innerhalb von zwei Wochen beseitigen, sollen in die endgültige Liste nicht ausgenommen werden. Es könne denjenigen Volksgenossen, die mit Steuer­zahlungen aus d e r Z^it vor dem 1. I a - nuar 1936 noch im Rückstand sind, nicht drin­gend genug empfohlen werden, diesen Rückstand unverzüglich aus der Welt zu schaffen.

Unter bestimmten Voraussetzungen solle im näch­sten Winter die Aufhebung der Sperre für den Be­ruf des Steuerberaters in Aussicht genom­men werden. Das WortSteuersupernume- r a r" ist vom 1. Mai d. I. beseitigt worden. Von diesem Zeitpunkt ab gebe es nur nochFi­nanzschüler" undFinanzanwärter".

Bürgermeister Walther dankte für die Errichtung der Reichsfinanzschule in Ilmenau. Staatssekre­tär Reinhardt wurde im Rathaus der Ehren­bürgerbrief seiner Heimat st a d t in An- erkennung seiner Verdienste um die Neugestaltung des deutschen Vaterlandes überreicht.

Elly Beinhorn in Riga.

Die deutsche Sportfliegerin Elly Beinhorn traf, aus Königsberg kommend, auf dem Rigaer Flugplatz ein. Es hatte sich eine große Menge zum Empfang der Fliegerin eingefunden. Am Abend sprach Elly Beinhorn vor ausverkauftem Haus über ihre Erlebnisse als Fliegerin in Afrika, Indien und Australien; der Vortrag wurde vom Reichsdeutschen Verein in Riga im großen Saal des Rigaer deut­schen Gewerbevereins veranstaltet. Mit ihrer fes­selnden, durch Lichtbilder wirkungsvoll ergänzten Rede rief Elly Beinhorn wahre Beifallsstürme, be­sonders unter der reich vertretenen deutschen Ju­gend, hervor. Die lettländische Presse schenkt dem Besuch Lettlands durch die bekannte deutsche Flie­gerin starke Beachtung. Elly Beinhorn wird auch in Libau einen Vortrag halten.

Wie fleht es in der Wirtschaft aus?

Der Arbeitseinsatz im Frühjahr hat sich nicht nur für einzelne Wirtschaftsgruppen besonders ausge- wirkt, vielmehr hat der Arbeitseinsatz auch zu einer Verbrauchs st eiaeruna geführt, die durch die Besserung der Lebenshaltung sowie durch die allgemeine Einkommenserhöhung bedingt ist. Aus dem Baumarkt sind es vornehmlich öffentliche Aufträge, die in den einzelnen Baustoff-Industrien einen Beschäftigungsgrad herbeigeführt haben, wie er selbst in den sogenannten Konjunkturjahren nicht erreicht worden ist. Aber auch private Bauaufträge, die sich auf den Wohnungsbau erstrecken, haben infolge der von Woche zu Woche wachsenden Nach­frage gewisse Spannungen am Ziegelmarkt erzeugt, weil die Nachfrage nicht immer gedeckt werden kann. Es bestätigt sich also, daß im Baumarkt selbst ein großer Arbeitsoorrat steckt, dessen Einsatz frei­lich in der Hauptsache eine Frage der Kapital­beschaffung ist, eine Frage übrigens, die nicht nur durch die wachsende Kapitalbildung als solche gelöst werden kann. Der Umschichtungsprozeß in der ganzen Wirtschaft, der durch Die Machtergrei­fung bedingt ist, kann sich nicht sprunghaft voll­ziehen, wird aber an keiner Stelle eine Hemmung inden, die sich, vom Nationalsozialismus aus ge- ehen, nicht überwinden läßt. Für den National- ozialismus ist also auch der Baumarkt oder der Wohnungsbau an sich nicht etwa nur eine Frage der Raumbeschaffung, sondern der Menfchensiedlung.

Wie stark der Auftrieb der innerdeutschen Wirt­schaft ist, wird auch durch die Vorgänge auf dem Kapitalmarkt bestätigt, Vorgänge, die als solche den Schluß aufzwingen, daß der Kapital­markt nicht nur flüssig ist, sondern daß auch Kapi­talien vorhanden sind, die stürmisch zu langfristiger Anlage drängen. Die Börsenwerte haben fast durch­weg einen Höchststand erreicht, der Ende April für alle Werte an der Berliner Börse einen Durch­schnitt von 118,9 betrug, während der Höchststand im Vorjahre bei 115 lag. Wenn Direktor Harter von der Commerz- und Privatbank in der General­versammlung dieser Großbank darauf hinwies, daß vom Bankgewerbe aus gesehen, alle Erwartungen des Wirtschaftsaufstiegs erfüllt worden feien, so drückt sich darin nicht nur die Genugtuung darüber aus, daß im Bankgewerbe endlich wieder gesunde Zustände eingetreten sind, sondern auch die Genug­tuung darüber, daß der Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft sich von Jahr zu Jahr reibungsloser vollzieht. Dabei hat auch das Bankgewerbe Sorgen, denn Direktor Harter konnte auch darauf Hinweisen, daß es nicht immer leicht sei, flüssige Gelder zweck­entsprechend anzulegen, weil das Kapital allge­meinen volkswirtschaftlichen Zwecken und Aufgaben dienen soll.

Fast jede Woche bringt eine Mitteilung, die an und für sich nicht viel besagt, die aber heute des­halb doppelte Bedeutung hat, weil es sich um den Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft handelt. Wenn wir uns daran erinnern, daß die wichtigsten Jndustriegruppen nach dem Zusammenbruch der Scheinkonjunktur schwach geworden waren, daß die Kraftwagen-Industrie, daß sogar die elektrotech­nische Industrie nicht nur vor, sondern in einer schweren Krise standen, so können wir heute ermes­sen, wie sehr Machtergreifung und Wiederaufstieg der Wirtschaft eng miteinander verzahnt sind. So ist dieser Tage gemeldet worden, daß die bekannte elektrotechnische Firma Mix & Genest wieder ertragsfähig ist, nachdem sie jahrelang durch die Krise hart mitgenommen war. Bei Mix & Genest war der Rückschlag deshalb besonders zu bedauern, weil die Firma in der Vergangenheit zu den Pfad­findern und Bahnbrechern der elektrotechnischen Industrie gehört hat. Allein der allgemeine Wieder­aufstieg der deutschen Wirtschaft, dieser überlegte Vorgang, der sich stufenweise vollzieht, der nach und nach jedes Rad und Rädchen wieder in Gang bringt, nachdem einmal das große Schwungrad überhaupt wieder in Gang gekommen ist, läßt Brachland in der deutschen Wirtschaft nicht mehr zu. Wir können das mit um so größerer Genug­tuung feststellen, als jede Woche aus dem Auslande Mitteilungen bringt, die allerdings nichts von Wirt­schaftsaufstieg zu melden wissen. So sind die Kaffee­sorgen der brasilianischen Regierung heute größer als jemals zuvor, so daß wieder eine neue Rege­lung gesucht werden muß.

Neuerdings hat sich in Deutschland ein sehr hoher Getreideoerbrauch ergeben, der aber ge­deckt werden konnte, weil große Bestände vorhan­den sind. Dieser hohe Getreideoerbrauch läßt wieder den Schluß zu, daß mit dem Beginn des Früh­jahres auch der Arbeitseinsatz zugenommen hat, ohne daß das immer gleich statistisch zu erfas­sen ist. Wenn die Aprilziffern für den Arbeitsein­satz vorliegen, so wird sich auch die Erklärung da- für finden, warum schon Anfang April der hohe Getreideverbrauch einsetzte. Soweit sich übersehen läßt, ist der Saatenstand verhältnismäßig günstig, was auch für andere Zweiae der Landwirtschaft gilt. Die Baumblüte, also die Obsternte, hat unter der Aprilwitterung nicht wesentlich gelitten, wozu beigetragen hat, daß die Baumblüte diesmal später eingesetzt hat als in früheren Jahren.

Die in Dresden eröffnete große Gartenbau­ausstellung ist die erste Ausstellung dieser Art, die als Reichsschau veranstaltet wird. Arge Rückschläge hatte auch dieser Wirtschaftszweig, der als eine der wesentlichsten Brücken zwischen Stadt und Land anzusehen ist, erlitten. Durch eine kurz­sichtige Handelspolitik, die in Mengen ausländische Erzeugnisse ins Inland brachte, wurde der Bauer vielfach um feine Absatzmöglichkeiten gebracht. Das Reichsnährstandsgesetz bot auch dem Gartenbau, der weiterhin durch Preisschleuderei und ein wildes Un­terbieten in feiner Entwicklung gefährdet worden war, die Grundlage, die Erfüllung feiner Aufgaben unter Sicherung feiner Existenz zu gewährleisten. Dazu brachten ihm auch andere Schöpfungen des neuen Staates Beschäftigung und regten den Absatz seiner Erzeugnisse an. Erwähnt sei in diesem Zu- sammenhange nur die Förderung des kulturellen Lebens, wie sie z. B. in der Arbeit des Amtes Schönheit des Arbeitsplatzes" der Deutschen Ar- beitsfront oder durch die Anlage der Reichsauto-

Verlangen Sie stets ausdrücklich

MAGGIS Würze und achten Sie genau darauf, daß Ihr Fläschchen aus der großen MAGGI- ^riginalflasche gefüllt wird. In dieser darf nach dem Gesetz nichts anderes feilgehalten werden als

MAGGPWURZE

MAGGI** Ist nicht eine allgemeine Bezeichnung für Suppenwürze, sondern die gesetzlich mehrfach geschützte Fabrikmarke für alle MAGGI-Produkte