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2SZahre Poppe & Co. in Gießen

Fabrik technischer Summiwaren.

Auf Einladung der Deutschen Arbeitsfront.

32 Fortsetzung.

Nachdruck verboten!

gana offen gelassen.

.Wenn man überall gut

Herr Tsai Ta Wang Planke, die zum Boot

stand auf der schwebenden führte, und sah sie korn-

(abends).

September, die Volksfeste.

September, den Appell der SA. und

Leiter Am 12. Am 13.

SS.

Hans Lorenzen lachte ihn an. , Geld hat, mein Lieber, kann man leben."

,Zch meinte, man könnte sich hier

Bei dem Futter!" stieß John verächtlich aus und mischte sich

durchaus", sagte er,ich habe den Zeitpunkt der Abrechnung auch noch

wohlfühlen." Schnakenbeck ein.Reis,

kleinen Zuwendungen bedacht worden, um den Aufenthalt in Nürnberg so angenehm wie möglich zu machen.

Die Teilnahme an folgenden Veranstaltungen ist vorgesehen:

Am 10. September, den Appell des Reichs­arbeitsdienstes,

Am 11. September, den Appell der Politischen

lieber die Sven Kings Road kamen drei Män­ner, die in dem Gewimmel von Menschen auf­fallen konnten. Sie waren Europäer und see­männisch gekleidet. Aber ihr Anzug war ander­seits wieder nicht so, daß man annehmen konnte, sie kämen von Bord eines der vielen im Hafen liegenden Schiffe. Sie trugen weiße Tropen­helme, jedenfalls ehemals weiße Korkhelme. Vielleicht hatten sie in ihrem Seemannszeug Landarbeit verrichtet, gegraben, Kanäle umge­leitet ober etwas Aehnliches?

Rudolf Terbrügge sagte:Ich glaube, wenn man Geld hat, kann man in Victoria gut leben."

Am morgigen Samstag kann die Fabrik tech­nischer Gummiwaren PoppeLl Co. in Gießen, die weit über den Kreis unserer Heimat hinaus bekannt ist, das Jubiläum ihres 25jährigen Be­stehens feiern. Aus diesem Anlaß werden Betriebs­führung und Gefolgschaft gemeinsam einige festliche Stunden begehen.

Der Entwicklungsgang des Unternehmens ist interessant, und zwar um so mehr, als es in einer verhältnismäßig kurzen Zeit eine beachtliche Höhe erreichte. Ursprünglich bestand die Firma Poppe als Handelsfirma in Frankfurt a. M. und hatte damit bei der Aufnahme der Fabrikation den Vorzug, bereits einen Kundenkreis an der Hand zu haben, durch den der Absatz im Wesentlichen gesichert war. In den Räumen einer in Konkurs gegangenen Firma, die Autobereifungen herstellte, wurde die Fabrikation ausgenommen, zunächst in beschränkten räumlichen Verhältnissen und mit einer Belegschaft von etwa 30 Mann. Aber noch im ersten Jahre wuchs die Belegschaft auf nahezu 200 Personen an. Die Produktion stieg entsprechend. Die Firma be­schäftigte sich in erster Linie mit der Herstellung von Gummiwaren für technischen Bedarf, fertigte Ein­kochringe, Dichtungsringe, Schläuche, Bezüge für Gummiwalzen, Decken für Gerbereimaschinen und viele andere Artikel. Ein großer Teil der Erzeug­nisse, nahezu 60 v. H., ging in das Ausland. Durch die gegenwärtige handelspolitische Lage hat der Export allerdings auch Einbuße erlitten, immerhin gehen auch heute noch 5 v. H. der gesamten deut­schen technischen Gummiwaren-Ausfuhr aus dem Werk Poppe über die Grenzen. Der hessische Staat brachte dem Werk seinerseits alles Vertrauen ent­gegen und autorisierte die Gießener Firma für den Bedarf der Reichsbahn.

Bald konnten die Fabrikationsräume erweitert werden. Moderne Anbauten wurden errichtet, für die Herstellung von Luftdruckbremsschläuchen für die Reichsbahn wurde ein langer Schlauchsaal geschaffen, und in der Folge konnte die Belegschaft auf nahezu 300 Personen erhöht werden.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, daß unmittelbar nach dem Kriege die Firma Poppe zur Verarbeitung synthetischen Gummis überging und sich dazu die notwendigen technischen Einrichtungen

Ich bin kein Kind. Ich verliere kein Geld. Gestern abend hatte ich noch zehn Silberdollar in der Tasche. Heute morgen fehlen mir fünf. Das ist chinesischer Spuk, für den ich bei passender Gelegenheit unfern verehrten Wirt Tsai Ta Wang beim Kragen nehmen werde."

Hans Lorenzen sah ihn an. Er wußte nicht genau, wie weit der andere im Ernst sprach.Zu­nächst brauchen wir den Chinesen, John", äußerte er betont.

John Schnakenbeck hob den Kopf.Verstehe

500 Arbeitskameraden des Gaues Heffen-Aaffau fahren nach Nürnberg

NSG. Zum diesjährigen Reichsparteitaa hat es die Seutfcfje'Arbeitsfront 10000 Arbeitskameraden ermöglicht, an den Nürnberger Ereignissen teilzunehmen.

Ans dem Gau Hessen-Nassau fahren 500 Mann. Dss AmiReisen, Wandern, Urlaub" in der NS.-GemsinschaftKraft durch Freude" or­ganisiert die Fahrten und übernimmt die Betreu­ung der Volksgenossen. Der Aufenthalt in Nürn­berg dauert eine volle Woche: vom Mittwoch, 9. September, bis Mittwoch, 16. September.

Die Teilnehmer der Kreise Worms, Alzey und Oppenheim treffen sich am 9. September um 9 Uhr vormittags am Eingang des Hauptbahnhofes in Worms, da die Abfahrt für 9.20 Uhr vorge­sehen ist. Die Teilnehmer der Kreise Bensheim, Er­bachs Dillenburg, Groß-Frankfurt, Main-Taunus, Unterlahn, Bingen, Gießen, Friedberg, Mainz, Ufingen, Limburg, Untertaunus, Darmstadt, Wetzlar, Lauterbach, Groß-Gerau, Rhein­gau, Oberwesterwald, Dieburg, Biedenkopf, Schot­ten, Obertaunus, St. Goarshausen und Unterwester- wald treffen sich um 9.45 Uhr am Eingang des Hauptbahnhofes in Darmftadt. Der Zug läuft bereits um 10.12 Uhr ein. Die übrigen Teilnehmer, also die Kreise Offenbach, B ü b i n ge n , Gelnhau­sen, Hanau und Schlüchtern besteigen den Zug in Aschaffenburg um 11 Uhr. Das Quartier der Hessen-Nassauer DAF.-Männer ist in der Schwa­bacher Schule in der Schwabachstraße 86/88 in Fürth.

Alle Betriebsführer haben gerne einer Beurlau­bung zugestimmt. Einzelne Teilnehmer sind von ihrem Betriebsführer und Arbeitskameraden mit

Am 14. September, die Vorführungen der Wehrmacht.

Der Eindruck der Kraft, der Friedensliebe, aber auch der unbedingten Entschlossenheit des national­sozialistischen Deutschland wird allen Teilnehmern des Reichsparteitages in eindrucksvoller Weise ver­mittelt werden. Sie werden die Formationen un­serer SA. und SS. aufmarschieren, den Arbeits­dienst und die Wehrmacht bei Uebungen und Ma- növern sehen, den Jubel erleben, aber auch die große Liebe und Verehrung mitfühlen, die dem Führer überall von allen Deutschen entgegenge­bracht wird.

Das Ausgebot der Motor­gruppe Hessen für Nürnberg.

NSG. Am Reichsparteitag werden aus den Gauen Hessen-Nassau und Kurhessen 500NSKK.-Män­ner der Motorgruppe Hessen teilnehmen. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, so daß diese

men. Sein feistes Gesicht strahlte.Sie haben Glück gehabt, ich sehe es Ihnen an", sagte er englisch.

Hans Lorenzen schüttelte den Kopf. John Schnakenbeck sagte trübe:Sie sind kein Menschenkenner, Mr. Tsai Ta Wang." Der Chinese lächelte, trat zurück und ließ sie ein.Sie sind mir von meinen Freunden so warm empfoh­len worden", sagte er und bot Platz an,daß ich Ihnen in jeder Hinsicht zur Verfügung stehe. Mer sich für unsere Freiheit eingesetzt hat ..."

Pscht....", machte Hans Lorenzen,nicht so große Worte. Sagen Sie uns lieber, was wir tun können, um zu Geld zu gelangen, damit wir hier wegkommen.

Tsai Ta Wang wiegte den Kopf.Sie brauchen keine Angst zu haben. Hier hört uns niemand. Aber Sie haben recht. Worte sind die Feinde der Wirklichkeit und der Taten. Es muß etwas für Sie geschehen." Er behielt sein Lächeln bei; seine Augen zwinkerten.Sie sind verläßlich", meinte er und wurde doch leiser.Sie sind zu dritt. Starke Männer; Europäer noch dazu, die man nicht gern behelligen wird. Ich hätte etwas für Sie. Eine Reise, eine kleine Fahrt nach Kan­ton. Mit dem Flußdampfer stromaufwärts, nicht weit."

Was sollen wir dort, Mr. Tsai Ta Wang? Briefe besorgen nach Kanton? Wollen Sie Ihren Freund im Süden an die Kantonregierung ver­raten?" Er traute dem gewitzten Chinesen das durchaus zu.

Bvhnenkäse, Nudeln. Dazu Tee. Morgens, mittags, nachmittags, abends. Geh mir ab!"

Du tust Herrn Tsai Ta Wang Unrecht. Gestern gab es Rindfleisch. Er hatte das Fleisch nur für uns holen lassen; er selber es nicht."

Dann war es wahrscheinlich kein Rindfleisch, sondern er hat uns einen alten toten Hund vor­gesetzt!"

Unsinn. Tsai Ta Wang ist Buddhist. Das Rind ist den Leuten heilig. Jedenfalls essen sie es nicht."

Wann gibt es nun wohl mal Goldfische? Oder faule Eier? Ich will chinesische Spezialitäten! Reissuppe mit Rindfleisch kocht meine Frau auf den Vorsetzen in Hamburg genau so gut." John Schnakenbeck war heute nun einmal streitbar; aber er reagierte feine üble Laune mit Späßen ab, eine sehr schöne Art der Selbstbeherrschung.

Aergere dich doch nicht mehr, John." Sie duzten sich längst alle drei.Du wirst das Geld verloren haben."

zum Teil in eigener konstruktiver Arbeit entwickelte. Die Verarbeitung synthetischen Kautschuks hat natur­gemäß in der Gegenwart erhöhte Bedeutung erlangt, und in angestrengter fiaboratoriumsarbeit wird am Ausbau der Verarbeitungsmethoden gearbeitet. Das von einem großen deutschen Werk bezogene Roh­material wird so verarbeitet, daß es zum Teil Eigen­schaften erhält, die die des natürlichen Gummis über­treffen. In ständigem Austausch praktischer Erfah­rungen in der Verarbeitungstechnik gibt die Firma der Wissenschaft manche wertvolle neue Anregung. Der Betrieb selbst ist für die Verarbeitung syntheti­schen Materials höchsten Anforderungen gewachsen. In zäher Arbeit wurden viele Schwierigkeiten über­wunden. Die Einkochringe für den Bedarf der Haus­frau, die jährlich in vielen Millionen Exemplaren die Fabrik verlassen, werden allerdings nach wie vor aus Naturgummi hergestellt.

Die Firma verfügt über einen Stamm vieler und langjähriger treuer Mitarbeiter. Sechs Mit­arbeiter können mit der Firma das Jubiläum der 25jährigen Zugehörigkeit zum Betrieb begehen. Es sind dies der Prokurist Dahmer als Handels­vertreter in Frankfurt a. M., die Oberwerkmeister Wilhelm und Heinrich Ley- Gießen, der Lohn­buchhalter Karl Bücher- Gießen, der Pförtner H. Metzler- Gießen und der Heizer W. Schmidt von Rödgen.

Die Firma hat es sich sehr angelegen sein lassen, den Werkluftschutz in erheblichem Maße auszu­bauen. Eine vorzüglich ausgebildete Werkfeuerwehr und eine Sanitätskolonne, beide glänzend ausge­rüstet, stehen zum Einsatz bereit. In den Kellern sind sichere Luftschutzräume für die ganze Beleg­schaft geschaffen. In der jüngsten Zeit und im Hin­blick auf das Jubiläum wurde aus der Belegschaft heraus auf Anregung des Betriebsführers ein Chor gegründet, der schon zu einer beachtlichen Leistung geschult werden konnte, und zwar um so mehr, als viele Arbeitskameraden hiesigen Gesangvereinen angehören. Am morgigen Samstag wird der Chor zum erstenmal vor der Gefolgschaft auftreten.

Die Leitung des Betriebs liegt in den Händen von Wilhelm P o p p e , dem Sohne des im Jahre 1918 verstorbenen Gründers Konrad Wilhelm Poppe.

Unbelannte Fracht

Roman von Zranr z.vrann.

des

Oberheffen

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Geröll. Die Pakete verschwinden

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schaffen ist?"

Steine und nicht."

Dann wäre seine Freunde

Ein schwerer Zunge verhaftet.

Butzbach, 4. Sept. Der hiesigen Gendarmerie

ja alles klar." Hans Lorenzen sah an. Sie hatten verstanden.Uns

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Tsai Ta Wang blieb freundlich.Man kann nichts verraten. Nur sich selber. Hier!" Er pochte gegen seine Brust, wo das Herz saß. General Wei ist mein Freund und ich bin der seine. Darum geht es nicht. Aber unser Schick­sal ist im Fluß. Es gibt überall Patrioten; auch in Kanton. Sie würden besser für uns arbeiten und anders für uns tätig fein können, hätten sie Geld. Wir haben Geld genug. General Wei hat die beste Provinz in feiner Hand. Was ist klarer, als daß man versuchen sollte, den Freun­den in Kanton von diesem Geld abzugeben."

Richtig", stimmte Hans Lorenzen zu.Und da

führen sollten?"

So ist es."

Und das Risiko? Wenn wir dabei werden, hängt man uns vermutlich auf?'

Sie sehen schwarz. Sie dürfen nicht werden. Deshalb wollen wir gerade keine

gelang es durch entschlossenes Zugreifen, in dem Nachbarorte Hoch-Weisel einen schweren Jungen dingfest zu machen. Es handelt sich um den anfangs der zwanziger Jahre stehenden Heinrich Michel aus Hoch-Weisel, der trotz sei­ner Jugend schon wiederholt mit den Strafgesetzen in Konflikt gekommen ist und zuletzt bis zum 16. August d. I. erst wieder eine zweijährige Gefängnis st rafe verbüßt hatte.

Michel befand sich bis zum Januar d. I. in der Zellenstrafanstalt in Butzbach zur Verbüßung seiner Gefängnisstrafe und wurde dann, da die Butzbacher Strafanstalt zu einem Zuchthaus umgewandelt wurde, nach dem Gefängnis in Zweibrücken über­führt. Dort wurde er am 16. August nach Der- büßung feiner zweijährigen Freiheitsstrafe ent­lassen.

Am 18. August kam er in Gießen an und meldete sich hier beim Arbeitsamt als Arbeits­suchender. Er wurde vom Gießener Arbeits­amt dem Landwirt Pfeiffer in Queckbvrn zur Erntearbeit zugewiesen und trat dort auch zur Arbeit an. Er erhielt nun vorgestern von seinem Arbeitgeber den Auftrag, auf die Wiese zur Arbeit zu kommen, wozu er ein Fahrrad benutzen sollte. Er setzte sich zwar auf das Rad und fuhr los, kehrte aber bald wieder zu dem Gehöft zurück und öffnete dort mit demgelegten Schlüssel" (ein leider noch immer bei der Landbevölkerung vielfach ge­übter Brauch, den Hausschlüssel nicht mitzunehmen, sondern an einer bestimmten Stelle des Grund­stücks niederzulegen) das Haus, so daß er überall Zutritt hatte. Hier begann er nun sein Diebes- Handwerk von neuem. Einem Arbeitskameraden stahl er ein paar braune Schuhe, der Tochter der Familie Pfeiffer entwendete er aus dem Waschtisch die silberne Damenuhr, ferner durchsuchte er alle Behälter und brach schließlich mit einem Beil einen Schrank auf, wobei er 3 Mark erbeutete.

Hierauf machte er sich mit dem Fahrrad davon. Er fuhr aber nicht auf der Landstraße, sondern schlug Feldwege in Richtung Hu"ngen ein, um seine Spur zu verwischen und die Verfolgung zu erschweren. Sein Ziel war Hoch-Weisel, wo er an der Poststelle einen Betrag von etwa 10 RM. abheben wollte, der ihm von der Gefängnisverwal-

Das würde auffallen", unterbrach Tsai Ta Wang.Es wartet kein Boot. Diese Pakete fallen einfach in den Fluß. Er ist dort nicht all­zu tief. Wenn der Dampfer wieder weg ist er fährt nach zwei Stunden hierher zurück, kommt ein Fischerboot. Ein junger Bengel fällt genau an der Stelle über Bord. Andere springen sofort nach, ihn zu retten; es sind geschickte Taucher... Sie verstehen?"

Vollkommen, Mr. Tsai Ta Wang. Weiß man genau, wie der Flußboden an jener Stelle be*

Nach Eröffnung der Tagung sprach zunächst Pro­fessor Burn, London, über die Anordnung bio­logischer Auswertungsmethoden. Er wies auf die Bedeutung von Standardpräparaten hin, die als ein allgemein anerkanntes Maß für die Testierung von Arzneimitteln, die nur auf biologischem Wege auswertbar sind, dienen können. Dr. Rothlin, Basel, berichtete über die Standardisierung von Mutterkorn und über die chemischen und pharma-

haben Sie nun gedacht, daß wir drei eine Art Geldtransport für Sie und Ihre Freunde

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tuna in Zweibrücken für Arbeitsleistungen dorthin geschickt worden war. Das Verhalten des jungen Mannes erregte jedoch in Hoch-Weisel Verdacht, so daß der anwesende Gendarmeriebeamte aus Butz­bach kurz entschlossen zugriff und den Jüngling in Haft nahm.

Wie recht der Beamte gehandelt hatte, ergab sich schon bald darauf, als die telephonische Meldung von dem Einbruchsdiebstahl Michels bei seinem Ar­beitgeber in Quetfborn einlief. Nunmehr wurde der Verhaftete ins Verhör genommen, er leugnete je­doch zunächst, mußte aber dann doch ein Geständ­nis ablegen, nachdem man bei seiner Untersuchung im Futter des oberen Hosenbundes versteckt die gestohlene silberne Uhr vorgefunden hatte. Der wie­derholt rückfällige Dieb wurde dann nach Gießen in das Gerichtsgefängnis eingeliefert.

Früher hatte er u. a. schon einen anderen Gauner­streich dadurch begangen, daß er in Nieder-Wöll- stadt am Schalter der Bahnstation erschien und dort angab, er habe den Auftrag, aus einem Schuppen am Bahnhof das Fahrrad eines Bekannten von Ilbenstadt abzuholen, der aber von diesemAuf­trag" natürlich nichts wußte. Damals erhielt der Spitzbube den Schlüssel zu dem Schuppen ausge­händigt. Er holte daraufhin das beste Rad aus dem Schuppen heraus und verschwand damit nach Frankfurt, wo er das Rad für 8 RM. verkaufte und dann flüchtig ging. Auch diesmal wieder wollte er nach dem Einbruch in Quetfborn und nach dem Geldempfang in Hochweisel die Fahrt nach Frankfurt unternehmen, allerdings endete diese Tour im Gerichtsgesängnis in Gießen.

Landkreis Gießen

* Lollar, 4. Sept. Am nächsten Sonntag, 6. September, und an den folgenden zwei Sonn­tagen nachmittags wird das Scheibenschießen der Kriegerkameradschaft Lollar fort­gesetzt. An jedem Sonntag werden einige Ehren­scheiben geschossen.

<£ Reiskirchen, 4. Sept. Nachdem am Sonn­tag die diesjährigen Konfirmanden in der hiesigen Kirche der Gemeinde vorgestellt worden waren, begann jetzt der Konfirmandenun- terricht. An Ostern werden in Reiskirchen aus der Schule entlassen: 7 Mädchen und 6 Jungen, in den zur Pfarrei Reiskirchen gehörenden Ge-

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liche NSKK.-Männer sind auch dort in Massenguar, tieren untergebracht. Am ©amstagoormittag 5 Uhr, wenn der Frankfurter das WortAufstehen" noch nicht hören will, wird von der Festhalle zum Sud- bahnhof marschiert.

Den Sonderzug nach Nürnberg teilen die NSKK.- Männer aus Hessen-Nassau und Kurhessen mit ihren Kamerade vom Niederrhein. Frohen Herzens geht es zur Stadt der Reichsparteitage, um am nächsten Tag vor dem Führer beim großen Appell dieser Gliederung der Partei zu stehen.

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kologischen Unterschiede der vor kurzem in dieser Droge gefundenen neuen Alkaloide gegenüber den bisher schon bekannten Substanzen, lieber die bio­logische Auswertung antianämisch wirkender fieber- extrakte sprach Professor Zipf, Königsberg. Er zeigte Wege, auf denen es gelingt, eine der mensch­lichen Perniciosa ähnliche Erkrankung im Versuch zu erzeugen und auf diese Weise die für die Be­handlung des Kranken wichtigen Präparate aus­zuwerten. Dr. Holtz, Greifswald, berichtete über Versuche zum Nachweis und zur quantitativen Be­stimmung des Corpus-luteum-Hormons, sowie über die hormonale Beeinflussung der Adrenalinreaktion

Meerschweinchenuterus. Dr. Rietschel,-

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leute schicken."

Aber es gibt doch Kontrollstellen, nicht wahr? Die Engländer? Auf dem Dampfer?"

Die Engländer fragen nichts. Auf dem Dampfer geschieht Ihnen auch nichts. Erst in Kanton, wenn Sie ankommen, wird es gefähr­lich. Und da haben wir gesorgt, daß Sie keine Schwierigkeiten haben würden. Es könnte sich um den Transport von drei kleinen Paketen handeln. Mäßig große Pakete, so vielleicht wie eine Zigarrenkiste. Sie werden allerdings schwer fein, denn wir müssen Silber-Taels schicken." Er machte eine Pause. Da er keinen Widerspruch zu hören bekam, fuhr er fort:Der Dampfer hat in der Kajüte sieben Luken mit runden Scheiben..."

Bullaugen, sagen wir."

Schön. Jrn Augenblick, wo der Dampfer in Kanton festmacht er legt immer an derselben Stelle an, werden Sie in der Kajüte fein. Ob allein oder mit anderen Reisenden ist gleichgültig. Sie öffnen das siebente, letzte Fenster nach der offenen Wasserseite. Es wird ganz leicht gehen, es ist Sorge getragen, daß alles rasch geschehen kann. Sie werfen die drei Pakete durch das Fen­ster hinaus; über Bord. Haben Sie verstanden?"

Gewiß. Unten wartet ein kleines Fahrzeug und..."

nigsberg, behandelte verschiedene Verfahren Zur Sterilisierung von Arzneimittellösungen und den Wirkungsverlust, der dabei auftreten kann. Professor Haffner, Tübingen, erläuterte die Beziehungen, die zwischen Reizung und Lähmung bestehen.

Am Nachmittag sprach Dr. Oettel, Berlin, über Hautreizung durch organische Flüssigkeiten, Dr. S ch w e d t k e, Berlin, über Versuche zur Theorie der Methämoglobinbildung durch Anilin. Dr. Herre, Gießen, berichtete über die diuretische Wirkung der in der Naturheilkunde und Volks­medizin angewandten harntreibenden Mittel. Einen Cardiazollehrfilm, der für den Unterricht an den Universitäten bestimmt ist, zeigte Dr. Oettel, Berlin. Professor H e u b n e r , Berlin, wies in seinem Vortrag zu dem ThemaArzneinamen und Wissenschaft" auf die Notwendigkeit hin, die Be­zeichnung neuer Arzneimittel international zu regeln, um zu einer wissenschaftlich einwandfreien und klaren Nomenklatur zu gelangen.

Im Anschluß an die Vorträge fand noch eine Sitzung der Fachgemeinschaft statt.

Abordnung des nationalsozialistischen Kraftfahrkorps marschbereit steht.

Kommenden Sonntag wird der Marschblock vor­mittags in Marburg und nachmittags in F r a n k- f u r t a. M. noch einmal besichtigt werden, damit die Gewähr gegeben ist, daß die NSKK.-Männer in Nürnberg, wie immer, den denkbar besten Eindruck machen. Am Freitag, 11. September, werden sämt­liche Marschteilnehmer in der Gauhauptstadt Frank­furt a. M. zusammengezogen. Nach kurzem Marsch zwischen 17 und 18 Uhr durch die Stadt werden sie auf dem Festhallengelände verpflegt werden. Särnt-

geht -die Geschichte ja im Grunde gar nichts an", sagte er auf deutsch.Wir verraten niemanden. Ob General Weil ober die Bonzen in Kanton, wir nehmen an beiden keine Anteilnahme. Für uns würde es sich lediglich darum handeln, (Selb tu ver­dienen. Es ist gewiß nicht schön, was uns Tsai Ta Wang Vorschläge, aber schließlich können wir ja seine Aufrichtigkeit vergessen. Wir wissen einfach nicht, was in den Päckchen ist. Wir werden für eine Besorgung bezahlt, mehr geht uns nicht an/ Er sah Rudolf'Terbrügge an; der sagte entschlossen: Frage ihn, was für uns dabei herausspringt. Wenn es sich lohnt, bin ich dafür. Wir müssen mit den Wölfen heulen, sonst kommen wir hier nie heraus."

Ich mache es auf jeden sagte John Schna- fenbetf.Wenn ihr vielleicht Bedenken habh nehme ich die drei Pakete allein mit auf die Reise/

Tsai Ta Wang nickte zuftieden. Verstand er etwa Deutsch? Oder erriet er aus den Gesichtern ihre Bereitwilligkeit?Sie werden gut dabei verdienen", sagte er.General Wei läßt sich von Fremden nichts schenken. Wir allerdings" er lächelte er­gebenarbeiten ohne Entgelt. Für die Idee.

Welche Idee eigentlich? wollte Rudolf Terbrügge fragen, aber er unterließ es. Gerade jetzt, wo es sich um die Festsetzung der Geldentlohnung handelte, durfte man Tsai Ta Wang nicht vor den Kopf stoßen.

(Fortsetzung folgt!)

Die ersten Fachvortrage

auf der Deutschen Pharmakologentagung in (Sieben.