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Die Restlocarnomächte beraten in Genf

den

^.Goebbels.

l_4jähriger Junge war auf der Stelle t o t.

Der Pelrusheim-Prozeh in Cleve.

Oer Prozeß gegen die Franziskanerbrüder

M-

: Zunächst stärker Witterungsbesse-

des Schmuggels im Petrusheim ließ er

gekostet haben.

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dar. Danach hat sich diese Doranschlagssumme von

bewölkt mit Regenneigung, dann rung, aber nicht durchaus regensicher, wieder etwas wärmer, südwestliche Winde.

Lufttemperaturen am 3. Juli: mittags 18,3 Grad Celsius, abends 16,3 Grad; am 4. Juli: morgens 15,3 Grad. Maximum 20,8 Grad, Minimum heute nacht 11,7 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 3. Juli: abends 22,1 Grad; am 4. Juli: morgens 19 Grad. Niederschläge 1 mm. Sonnenschein­

en Film.

Zwei Todesopfer eines Verkehrsunglücks.

An dem schrankenlosen Bahnübergang außerhalb des Dorfes Steinhagen (Kreis Halle) ereignete sich e in Verkehrsunglück, dem zwei blühende Menschenleben zum Opfer fielen. Der Sportlehrer

Koblenz, 3. Juli. (DNB.) Am Freitag standen in dem Sittlichkeitsprozeß gegen die Franziskaner­brüder der 30jährige Bruder F o r k a s und der 62jährige Bruder E m i l i a n u s vor Gericht. Bru­der Forkas entstammt einer Beamtenfamilie von 9 Kindern. Er erlernte den Gärtnerberuf, arbeitete einige Jahre in verschiedenen Betrieben, wurde in Berlin arbeitslos und kam dann schließlich in das Kloster nach Waldbreitbach durch Vermitt­lung eines Bekannten. Der Angeklagte hat sich mit den Brüdern Emeran und Alexander eingelassen und sich an zwei schwachsinnigen An­staltszöglingen vergangen. Zwei Zög­linge geben als Zeugen ruhig und sachlich eine Reihe von Brüdern an, die mit ihnen Unzucht getrieben haben, darunter besonders Bruder For­kas. Als der Angeklagte darauf vom Vorsitzenden befragt wird, ob es nicht ganz entsetzlich sei, mit solchen armen Menschen derartige Schweinereien getrieben zu haben, weiß der Angeklagte nur zu erwidern, daß damals die Zöglinge geistig mehr auf der Höhe gewesen seien. Die weitere Verneh­mung des Angeklagten ergab, daß er 1934 in eine Niederlassung nach Südafrika kam, Ende des Jah­res zurückkehrte und dann im August 1935 frei­willig aus der Ordensgenossenschaft ausgetreten sei.

Der Staatsanwalt beantragte schließlich gegen Bruder Forkas 2 Jahre 6 Monate Zucht­haus. Das Gericht schloß sich diesem Antrag an und verurteilte den Angeklagten wegen fortgesetzter Verbrechen gegen § 174,1 und 175 StGB, zu der genannten Strafe sowie 3 Jahren Ehrverlust. In der Urteilsbegründung heißt es, der Angeklagte habe sich nach seinem ersten Fall mit einem Ordens-

runfiprud).) Die bei 36 gezogenen Aus- Msschuld des Deut- lemäfc am 1. Ob

Die Völkerbundsreform.

Norwegens Außenminister macht auf Revisonsartikel aufmerksam.

Genf, 3. Juli. (DNB.) Die Völkerbundsver­sammlung setzte die Aussprache über die Aufhebung der Sanktionen und die Völkerbundsreform unter allgemeiner Teilnahmslosigkeit fort. Der franaö» fische Außenminister Delbos betonte, daß die französische Regierung gegen Aenderungen sei, die an die Struktur und den Geist der Völkerbunds­satzung rühren würden. Es handele sich nicht darum, die Grundlagen des Paktes umzuwandeln, sondern seine Anwendung zu verstärken. Auch sei es ein schwerer Irrtum, wenn man den Grundsatz der Universalität aufgeben wollte. Es dürfe keiner der Grundsätze des Artikels 16 aufgegeben werden. Es sei vergeblich, wenn man einen Krieg aufhalten wolle, mit dem Erfolg wirtschaftlicher und finan­zieller Sanktionen zu rechnen; es genüge auch nicht, die Länge eines Konfliktes in Rechnung zu stellen. Von Anfang an müßten die in Artikel 16 vorgesehenen Maßnahmen einschließlich der militärischen Sanktionen ergriffen werden. Zu diesem Zweck müsse man nach den besten Methoden suchen, um in der Anwendung des Paktes eine enge Verbindung zwischen den wirtschaftlichen und finanziellen Druckmaßnahmen und den nülitärischen Sanktionen herzustellen. Die französische Regierung sehe die Lösung in der H e r - stellung neuer regionaler Zusammen­schlüsse oder in der Verstärkung der be­reits bestehenden. Unter solchen regionalen Zusammenschlüssen verstehe die französische Regie­rung jede Gruppierung von Mächten, die eine geographische oder Interessengemein­schaft bilden.

verhüten können.

Das Büro der Völkerbundsversammlung beriet über einen Entschließungsentwurf für die Auf­hebung der Sanktionen und beauftragte den Prä­sidenten van Zeeland, einen Entschließungs­text auszuarbeiten. Die Versammlung wird Sams­tag vormittag über diese Entschließung abstimmen. An der Sitzung des Büros hat der Vertreter der mexikanischen Regierung, die wiederholt für die Beibehaltung und sogar Verschärfung der Sanktionen eintrat, nicht teilgenommen. Er hat dem Generalsekretär des Völkerbundes mitge­teilt, daß er die Einstimmigkeit nicht gefährden wolle, und sich deshalb an den weiteren Verhand­lungen des Büros und der Vollversammlung über den Streit zwischen Italien und dem Völkerbund nicht mehr beteiligen werde. Mexiko habe aber nicht die Absicht, aus dem Völkerbund auszu­treten, solange sein Grundsatz der Unteilbarkeit des Friedens aufrechterhalten werde.

Zwischenfall in derMkerbundsversammlung.

Selbstmord

eines tschechischen Bildberichterstatters.

Genf, 3. Juli. (DNB.) Zu einem Zwischenfall kam es am Freitag in der Dölkerbundsversamm- lung. Während die Rede des spanischen Außen­ministers übersetzt wurde, ertönte plötzlich von den unteren Tribünen her ein Schuß. Ein tsche-

bruder in keiner Weise zusammengenommen, son­dern sich kurz danach an einem Zögling vergriffen. Im gleichen Monat, in dem er die ewigen Gelübde ablegte, habe er sich an einem anderen Zögling ver­gangen. Milderungsgründe seien nicht angebracht.

Der zweste Angeklagte, Bruder Emilianus, stammt aus Westfalen, wo er 1874 geboren wurde. Er erlernte nach seiner Schulentlassung das Schmiedehandwerk, war dann 16 Jahre lang, in Hannover als herrschaftlicher Diener tätig. Der An­geklagte sagt, er sei immer ein frommer Mann ge­wesen und im Jahre 1912 aus religiösen Gründen in das Kloster gegangen. Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, mit Anstaltszöglingen in der Niederlassung in Linz widernatürliche Unzucht ge­trieben zu haben. Bruder Emilianus bestritt jedoch sämtliche ihm zur Last gelegten Straftaten. Die Aussagen der Anstaltszöglinge stehen dem jedoch gegenüber, die im einzelnen eine Reihe von Vor­gängen, die den Angeklagten belasten, schildern. Das Gericht verurteilt den Angeklagten unter Frei­spruch in den übrigen Fällen wegen widernatür­licher Unzucht zu 1 Jahr Gefängnis. Vier Monate der Untersuchungshaft wurden auf die Strafe angerechnet. Das Gericht war, so heißt es in der Urteilsbegründung, überzeugt, daß der An­geklagte nicht die volle Wahrheit gesagt habe und daß er sich in mehreren Fällen strafbar gemacht habe. Es besteht aber sein Bestreben, nur solche Angeklagte zu verurteilen, bei denen der einwandfreie Schuldbeweis erbracht ist. Auf Grund der Beweisaufnahme mußte der An­geklagte in zwei Fällen mangels Beweises freige­sprochen werden.

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'sucher s Gäste.

Goebbels,

ele 1936 I0t. t"nb juoot nslanbifdjer «z», Wrte« uni> em "spiel beut- * bl, tatin lefjen \öie alle unter 1 "Hen, zuvor. etcn und. wenn ®tt Rat unb

ursprünglich 1 000 000 auf rund 2 618 000 RM. erhöht. Der Voranschlagsposten für Kartenver­kauf mit 490 000 RM. im Finanzbericht Nr. 1 hat sich auf rund 929 000 RM. im Finanzbericht Nr. 10 gesteigert An Ausgaben sind ausgewiesen für Skisport 426 000 RM., Bobsport 238 100 RM., Eis­sport 593 500 RM., für Verwaltung 1 099 000 RM. (Propaganda 37 900 RM.), Barackenbau 86500 RM Garaqenzeltbau 30 000 RM., Rundfunk 159 000 RM., Dispositionsfonds 10 000 RM., Auf­räumungsarbeiten 20 000 RM., Unvorhergesehenes 40 000 RM., Amtswerk und offizielle Ergebnis- listen 27 000 RM. An E i n n a h m e n .sind ausge­wiesen: Zuschüsse der Gememde Garmisch 100 000 RM. der Marktgemeinde Partenkirchen 100 000 RM' der Stadt München 50 000 RM., des Landes Sern 80 000 Ä., des Reich-- 899 831,45 RM., des Reichssportführers 24 000 BM. Die Ein - trittsgelder erbrachten 946071 RM., der Ver­kauf von Programmen usw. erzielte 64^47 RM. Die Einnahmen aus dem laufenden Betrieb der Sportanlagen betragen 1«191k! RM Die Summe 2 618 25bS Mag L ein restlicher Zuschußbedarf von 202 890 RM. ergibt, der durch das Reich gedeckt wird.

)etmolder Lastzuges unter dem Verdacht der lahrläffigen Tötung festgenommen und dem Serichtsgefängnis in Burg zugeführt.

Flugzeugabsturz in Thorn.

In Thorn ereignete sich ein Flugzeugun- Io II. Auf ein Militärflugzeug, das sich über der Deichsel befand, stieß von oben herab ein zweites Mitärflugzeug. Die untere Maschine stürzte ab. Dabei fand ein Unteroffizier den Tod. Ein zweiter Sieger wurde in schwerverletztem Zustand ms Krankenhaus gebracht. Das Flugzeug, das die­sen Absturz verursachte, konnte leicht beschädigt landen.

Der Tod in den Bergen.

Zwei Münchener Touristen, der 24jährige Hans Teufel von der Sektion Garmisch des Deutsch- Desterreichischen Alpenvereins, und der 25jährige illbert H e r b st von der Sektion München sind leim Abstieg vom Schneehorn im Berner Oberland in olge Ausbrechens eines Eishakens abge­kürzt. Während Teufel nach wenigen Minuten einen schweren Verletzungen erlegen konnte Herbst, der nur leichte Verletzungen er­litten hatte, nach einem Biwak auf dem Schneehorn pon einer Rettungskolonne geborgen werden. Der Berichte und die Leiche des tödlich verunglückten Touristen wurden nach der Station Eigergletscher gebracht.

Großmutter auf der Wanderschaft.

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Haltung teilt 5. Juli 1936, im wbe macht es not« 2 Uhr ab fürBe> Die letzte Führung schen Tor aus ab. Wochenführungen, beginnen, die erste 17.30 Uhr vor sich

Bon einem unverhoftten Besuch wurde in dem Rreisort Biersdorf (Westerwald) eine aus Wallbeck f ei Hannover stammende, vor einigen Jahren nach Jiersdorf verheiratete Frau überrascht. Ihre Mut­ier, die im vorigen Jahr die Wanderung von ihrer Heimat Wallbeck nach Biersdorf schon einmal zu Fuß zurücklegte und nun inzwischen Großmutter ßeworden ist, trat zur Tür ein. Da sie die Fahrt mit der Eisenbahn nicht verträgt, das Heimweh nach chrer Tochter und dem Enkelchen aber nicht über­winden konnte, ging die schon über 60 Jahre alte IFrau wieder auf die Wanderschaft. Ganze 15 Tage brauchte sie für den Weg, und eine große Freude war es für die junge Frau, ihre Mutter umarmen ju können, Und groß war auch die Freude für die idroßmutter, ihr Enkelchen auf den Schoß nehmen ;u können.

(Ein päpstliches Rundschreiben gegen den schlechten Film in USA.

Der Kampf gegen den schlechten Film bildet das Thema eines unter dem 29. Juni an die Erzbischöfe und Bischöfe der Vereinigten Staaten ton Nordamerika gerichteten päpstlichen Rund- threibens. Das vomOsservatore Romano ver- >ffentlichte Schreiben besagt, bei dem außerordent- lich starken Einfluß des Kinos im guten und im Ichlechten Sinne, besonders auf die Jugend, fei es «uch im Hinblick auf die Verkoppelung van Kino »nd Varietö notwendig, Richtlinien einzuhalten, da­mit das Kino kein Werkzeug der Demoralisation lei. Der Papst erkenne in diesem Zusammenhang mit Genugtuung an, daßeinige Regierungen be­greife lobenswerte Maßnahmen" zu diesem Zwecke

chischer Bildberichter st atter hatte ver­sucht, Selbstmord zu begehen. Saaldiener und Po­lizei bemühten sich sofort um den Verletzten und sorgten für seine Ueberführung in ein Kranken­haus. Nach den bei ihm vorgefundenen Ausweis­papieren handelt es sich um einen Tschechen Lux Stefan. Er ist abends seinen Verletzungen erlegen. Aus Briefen, die bei Lux gefunden wurden, scheint heroorzugehen, daß es sich um einen geistesgestörten Menschen gehandelt hat. Aus der Tatsache, daß der Verstorbene am Vor­mittag noch seine Hotelrechnung beglichen hat, bevor er sich zur Völkerbundsoersammlung begab, will man allerdings auch schließen, daß er seine Tat auch mit einer gewissen Ueberlegung begangen habe.

Kleine politische Nachrichten.

Der Kommandeur der Leibstandarte veröffentlicht folgende Danksagung:Für die aus allen Teilen des Reiches anläßlich des schweren A u t o u n f a l - les in überaus großer Zahl eingetroffenen Bei­leidskundgebungen spreche ich auf diesem Wege für das Zeigen der Teilnahme am Tode der vier SS.» Kameraden als Kommandeur der Leibstandarte SS. Adolf Hitler meinen herzlichen Dank aus. (gez.) Sepp Diftrich, Obergruppenführer."

Nach dem Hinscheiden des SS.-Brigadeführers Schreck wurde der SS.-Sturmbannführer Erich Kempka, der bisher der zweite Fahrer des Füh­rers war, an diesen verantwortungsreichen Posten berufen. Erich Kempka ist das siebente von zehn Kindern einer Bergmannsfamilie in Alstaden.

*

Wie von der Pressestelle des Danziger Senats mitgeteilt wird, ist der Präsident des Senqts Greifer nach Genf a b g e r e i ft.

Der österreichische Ministerrrat beschloß ein Bundesgesetz zum Schutze des Staates, das ähnlichen Gesetzen, die in der Schweiz und in der Tschechoslowakei aeschaffen wurden, nachgebildet werden soll. Das Gesetz soll die Verordnungen, die zur Bekämpfung der politischen Gegner geschaffen wurden, sowie die Paragraphen des Strafgesetz­buches über Hochverrat, Geheimbündelei usw. in einem einzigen Gesetz vereinigen.

Wetterbericht

des Relchswetterdienftes. Ausgabeort Frankfurt.

Als Ergebnis der Besprechungen, die zwischen den Führern der englischen, französischen und bel­gischen Delegation stattgesunden haben, wurde die Vereinbarung getroffen, daß eine weitere Z u - sammenkunft der Mächte, die die Ab­kommen vom 19. März in London abgeschlos­sen haben, zu einem nahen Zeitpunkt wünschenswert sei, um die augenblickliche Lage zu prüfen, lieber den Zeitpunkt und den Ort der neuen Zusammenkunft wurde kein end­gültiger Beschluß gefaßt. Man ist jedoch üvereingekommen, die Einladungen nach weiteren Beratungen zwischen den Betreffenden ergehen zu lassen." »

In Ergänzung dieser amtlichen Mitteilung ver­lautet aus englischen Delegationskreisen, daß die Zusammenkunft gegen Ende d. M. stattfinden solle. Es wird betont, daß die Ansichten der drei Delegationen bisher noch nie so weitgehend in Uebereinstimmung gebracht worden seien, wie in der Freitagbesprecyung. Man wünsche diese grundsätzliche Uebereinstimmung auszunutzen, um zu einemneuen Locarnoabkommen unter Teilnahme Deutschlands" zu ge­langen.

Der norwegische Außenminister betonte, daß die folgerichtige Anwendung des Artikels 16 3U kriegerischen Konflikten führe. Es fei jedoch kein Zweifel, daß der Völkerbund nicht ge­gründet worden sei, um Krieg zu führen. Er müsse ein Instrument des Friedens sein. Deshalb sei es zunächst notwendig, daß der Dölkerbundspakt in seiner Gesamtheit beachtet werde. Die größte Kriegsgefahr sei im Augenblick der Rüstungs- ro e 11 La u f. Das von Frankreich in Aussicht ge­nommene System der regionalen Pakte sei eine Gefahr, weil es leicht zu militäris ehe n Bündnissen ausarten könnte. Für die Ver­hütung von Streitfällen noch nicht ausgenutzt sei Artikel 19 der Satzungen. Dieser Artikel werde oft mit Furcht und Mißtrauen angesehen, weil man darin den Ausgangspunkt für einen radikalen Revisionismus erblickt. In diesem Artikel sollte man eher eine Sicherheitsmaßnahme und einen großen Vorteil erblicken. Man dürfe nicht zu sehr vor der Revision zurückschrecken. Wenn man bereit gewesen wäre, rechtzeitig entsprechend den Empfehlungen des Artikels 19 zu handeln, dann hätte man vielleicht die Maßnahmen Deutschlands

Warum Schlaflosigkeit?

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Ausstellung vorgeschichtlicher Kun st. Sie will aus den großen Ergebnissen und Samm­lungen der verschiedenen Expeditionen von Ge- i heimrat Leo F r o b e n i u s mit einer prähistori- l schen Bildergalerie in großen Linien vorgeschicht- . liche Kunst zeigen. Mit Kunst im modernen Sinne y hat diese alte Kunst nichts zu tun. Sie verdient ' diesen Namen nur in seinem ursprünglichsten f Sinne: Kunst ist hier noch ein Vermögen der Le- ; bensgestaltung, Menschen haben mit der Hand diese > Bilder gemalt oder mit den für unsere Begriffe groben Werkzeugen aus Stein in die Wände ge­meißelt, nicht als Augenweide für betrachtende Zu­schauer, sondern weil die Bilder ein Mittel, ja wohl das älteste und damals einzige Mittel wa­ren, das Lebensnotwendige zu wahren und zu pflegen.

Bofanifer tagen in Erlangen.

Kunst und Wissenschaft.

Heidelberg zwischen den Festen.

Die 550-Jahrfeier der Universität Heidelberg, ein Fest von internationaler Aus­strahlung, ist verklungen, und schon rüstet man in Heidelberg zu den diesjährigen Reich sfest- spielen, die am Sonntag, 12. Juli, mit einer festlichen Aufführung von HebbelsA g n e s Ver­na u e r" eröffnet werden. Wenn es auch in den Straßen der Stadt wieder etwas ruhiger geworden ist, so begegnet man doch nach wie vor Besuchern aus aller Herren Ländern. Neben den landschaft­lichen Reizen der Stadt und ihren zahlreichen ge­schichtlich bedeutsamen Sehenswürdigkeiten finden vor allem die beiden AusstellungenHeidel­berg, Vermächtnis und Aufgabe" und Deutsche Kunst der Gegenwart" große Aufmerksamkeit. Alle Besucher werden sich am 5. Juli bereits wieder an dem unvergeßlichen Schau­spiel einer Schloßbeleuchtung erfreuen können.

Frobenius-Ausstellung in Frankfurt a. 211.

Vom 16. Juni bis 30. August veranstaltet die Stadt Frankfurt a. M. gemeinsam mit dem For- ! schungsinstitut für Kulturmorphologie eine große

Noch immer setzt sich die vom Ostatlantik aus­gehende lebhaftere Wirbeltätigkeit fort. Eine von Westen heranziehende langgestreckte Regenfront über- schritt am Samstagmorgen unseren Bezirk. Auch für die Folge setzt sich bei Zufuhr feuchter Meeresluft das unbeständige Wetter fort. Doch kann mit der Nordwärtsverlagerung der Wirbeltätigkeit für uns lanasam fortschreitende Besserung erwartet werden.

AussichtenfürSonntag: ~ P1 ri--e

In Erlangen sind in diefen Tagen die namhafte­sten Männer der botanischen Wissenschaft versam­melt. Die Tagung wird getragen von den Haupt- organifationen der botanischen Forschung, nämlich der Deutschen Botanischen Gefellschaft, der Vereinigung für angewandte Bo­tanik und der ^Bereinigung für Pflan­zengeographie und systematische Botanik. Die Eröffnung der Tagung erfolgte durch deren Präsi­denten Universitätsprofessor Dr. Schwemmte. Drei Hauptreferate füllten den ersten Tag aus. Weitere Referate finden aus dem Gebiete der Der- erbungswissenschast statt. Die Berichte von Pro­fessor Dr. Brockmann-Jerosch aus Zürich und Dr. Berger-Landefeld werden mit Spannung erwartet. Eine große botanische Exkursion führt die Erlanger Tagungsteilnehmer ins Alt­mühl- und Donautal, anschließend in den Baye­rischen Wald.

Die innere (Erneuerung unseres Musiklebens.

Mit einer eindrucksvollen Kundgebung wurde das Fest der deutschen Chormusiker in Augsburg eröffnet. Reichskultursenator Heinz Jhlert-Berlin, der Geschäftsführer der Reichs­musikkammer, sprach über die Aufgaben der Reichs­musikkammer zur Erneuerung unseres Mu­siklebens. Er stellte fest, daß die freiwillige Tä­tigkeit der deutschen Sängerschaft heute schon zu beachtlichen Erfolgen geführt habe. Ohne diese treue Mitarbeit hätte die Reichsmusikkammer ihre schwere Aufgabe niemals in Angriff nehmen können. Des­halb gelte fein Dank den Hunderttausenden von unbekannten Sängerinnen und Sängern, die sich in den Dienst der deutschen Singbewegung gestellt haben. Der Redner sprach von der Sehnsucht unserer Zeit nach einem neuen monumentalen Stil.Laßt das Volk mitwirken und ihr schafft ein Stück Le­ben. Strebt nach Deutlichkeit und Klarheit in eurem Werk, uni) ein ganzes Volk versteht und empfindet euren Stil. Schöpft aus dem Leben für das Volk, und ihr werdet Dank und neuen Antrieb empfangen."

® ß n f, 4. Juli. (DNB.) Am Freitagabend haben der belgische Ministerpräsident van Zeeland, der französische Außenminister D e l b o s und der englische Außenminister Eden gelegentlich eines gemeinsamen Abendessens eine neue politische Be­sprechung abgehalten, die den Fragen gewidmet war, die seit dem 7. März zwischen Deutschland und den Restlocarnomächten in der Schwebe sind. Um Mitternacht wurde von der englischen Delega­tion folgende amtliche Verlautbarung aus- gegeben:

dauer 5,6 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil i. V.: HL. Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlick für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. V. 36: 9760. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch-und Steindruckerei R.Lange,K.-G., sämtlich in Gießen.

Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

MttnndrofM Betroffen hätten. Er gibt zum Schluß Richtlinien luiuuyyrrujie |jjr bie Fortsetzung des Kampfes gegen den schlech- ingöschuld.

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Nunyslotleri jetzt die Nachr'ch m>orf®eö,\n

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Itein em be usloncrgenoffenfcbaft

rffliete aeft^ »en Schmuggelgeschäf^,. ....,

mif den Os? § And raloberen Mitteilung gemacht, dieser unternahm 1 ein fraJ nber nichts gegen Bruder Sigisbert, Nach Auf- 9$ohnu?95 Mebe11' deckung des Schmuggels im Petrusheim vn 'w f)aU'eLerW vielmehr das Genosfenschaftsarchio verlegen.

gj Was die Olympischen Winterspiele

Die Abrechnungen über die IV. Olympischen Winterspiele Garmisch-Partenkirchen - n und. 2enh^ ssind nunmehr beendet. Generaldirektor Friedrich 1 d eh? im bei* Döhlemann, Müncken, nahm als ^bprasi^nt ' '^hnerii1- w .u unb Schatzmeister der IV. Olympischen Winterspiele

Lhnu^ "Gelegenheit, auf der Pressekonferenz der Relchs-

hre 5 einen (Pressestelle der NSDAP, die bisher veröffentlichten in6er Ausführungen über verschiedene organisatorische

'Gebiete zu ergänzen. Die Schwierigkeiten einer zu- 'verlässigen Festsetzung gewisser ^vranschlagsposten , e,r W II*8te Generaldirektor DöhleIN ° nn durch -inen ^»gleich des am 17. April 1936 abgegebenen 3i- "l» »fl .5°nzberichtes Nr. 10 mit dem ersten Doranschlag 'rt p, lbat' Danach hat sich biefe Doranlchlagslnmm- von

Wie in früheren . . - ... .

Auslosuutznechtr I Werner Knappte aus Bielefeld wurde mit feinem t e i t s t a g unte Motorrad von einem Personenzug erfaßt eitobantbisMog I «nd so schwer verletzt, daß er bald darauf im Kran- >on Provision an-! kenhaus starb. Em auf dem Motorrad sitzender ,f der AuslosMi. «-«-***

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Im Petrusheim-Prozeß in Cleve befchäf- ligte sich bas Gericht mit den unter Anklage stehen­den nieoerrheinifchen Getreibehänblern, die mit dem Petrusheim namentlich in den fahren 1931/32 ge­winnbringende Geschäfte getätigt haben. Nach an­fänglichem Leugnen bekannte der Angeklagte Gos­win Beckers aus Goch, rege Gefchäftsverbindun- jen mit Bruder Sigisbert unterhalten zu haben, desgleichen auch der Angeklagte Matthias Dicks »us Weeze. Die über 100 Jahre bestehende (Betreibe- Handlung Leew in Kalkar ist in den Prozeß ver­wickelt. Seit 1928 bezog ber Angeklagte Lubwig lieero jährlich rund 5000 Zentner (Betreibe vom Pe- irushelm. Die gesamten Geschäftsbücher bis Ende 11932 hat Leew verschwinden lassen, angeblich, weil sie zu viel Raum beanspruchten. Der Angeklagte Horstmann bestätigte die Lieferung von Schmuggelware an Leew, ließ jedoch offen, Db diesen die Herkunft bekannt gewesen sei. Die Mitangeklagte Ehefrau Maria Leew will keine Be- ickechungen und Beeinflussungen von Angestellten vorgenommen haben, doch mußte sie fingierte Bu­chungen in Hohe von 15 000 bis 20 000 RM. ein» gestehen. Das Gelb will sie für wohltätige Zwecke verwenbet haben. Der bei ber Firma Leew be- chäftigte Angeklagte Karl M i n g e l s betunbete im Gegensatz zu früheren Auslaffungen, daß alle mit Dem Petrusheim getätigten Geschäfte ordnungs­gemäß verbucht worden feien. Die Verhandlung wirb fortgesetzt.

Am vierten Verhandlungstag wurde die Beweis- »ufnahme eröffnet. Immer klarer trat der Ange- Maate Adolf Keller, genannt Bruder Sigisbert, »Is Hauptschuldiger hervor. Der Zeuge Henkel war 114 Tage mit Bruder Sigisbert zusammen im Petrusheim. In diesem Zeitraum hat er beobachtet, daß Rinder, die erst auf holländi cher Seite geweidet hatten, sich später auf deutscher Seite befunden hatten. Bruder Julius gab zu, damals .rtKlant> 1" ünf Tiere nachts über b i e (B r e n 3 e_ g e c -tner' Iriebenzu haben. Der Generalsekretär der Fran- ~ von Waldbreitbach hatte von

Schmuggelgeschäften im Petrusheim dem Gene- r._____ cmiVi<_________,4.1 sinior nnfprnnhm