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Hitler glauben, wenn er n-n' r£»«llne ®rci?e b5 ßfben von zwei Millio­nen Deutschen wert wäre, die tatsächlich sterben Bolschewismus die Erbschaft «"trcIte.n konnte Zwar könne es keine le^chle Arbeit fein, eine Einigung zwischen den deutschen und französischen Ansichten über die Or- gamsation Europas zustande zu bringen. Eine tau- sendiahrige Geschichte liefere jedoch den Beweis oatz es für keinen der beiden Staaten Gesundheit oder Sicherheit geben könne, solange diese Kluft nicht überbrückt fei.

. Angesichts dieser Merkmale der politischen Lage dnrfe kein Zweifel über die Erfordernisse der briti­schen Politik bestehen, die Verhinderung des Angriffes und des Krieges fei der lei­tende Grundsatz des britischen Vorgehens. England dürfe keiner Verletzung dieses Grundsatzes gleich­gültig gegenüberstehen. Andererseits könne " keine Macht einen unbegrenzten Anteil der Ver­antwortung an allen Stellen, wo eine Verletzung vorkomme, übernehmen und England dürfe keine

derartigen Verpflichtungen eingehen. Auf zwei Gebieten könne jedoch England beson­dere Verpflichtungen übernehmen. So würde jedem Vorstoß gegen die gebietsmäßige U n- Versehrtheit Frankreichs und Bel­giens ein sofortiger und uneingeschränkter Wider­stand entgegengesetzt werden. In ähnlicher Weise sollte den Mittelmeermächten die Versiche­rung abgegeben werden, daß jeder Versuch, sich in die Derkehrsfreiheit des Seeweges nach dem Osten einzumischen, sofort die volle und rückhaltlose Anwendung britischer Machtmittel zur Folge haben werde.

Was das Friedensangebot Hitlers anbetreffe, so sei eher eine Aktion als eine Erklä­rung erforderlich, und zwar gegenwärtig in erster Linie eine Aktion Deutschlands, das seinerseits d i e Entwicklung in Frankreich abwarte. Es fei unter diesen Umständen die klare Pflicht Eng­lands sobald wie möglich eine Verständigung über den deutschen Friedensplan her­beizuführen.

England weist den Duce an den Völkerbund

Keine zweiseitigen Verhandlungen.

London, 4. Juni. (DNB. Funkspruch.) In po­litischen Kreisen wird es als sicher angenommen, daß der Forderung der argentinischen Regierung ous Einberufung der Völkerbunds­versammlung Folge geleistet wird und die Vollversammlung auf einen Tag in der letzten Woche dieses Monats einberufen werden wird, und gleichzeitig die ursprünglich auf den 16.Juni anberaumte Ratssitzung bis auf wenige Tage vor diesem Zeitpunkt vertagt wer­den wird. Die neuerliche Unterredung zwi- schenGrandi und Eden wird als eine Fort­setzung der von Mussolini eingeleiteten Annähe­rungsversuche betrachtet. Mussolini hatte seinen Wunsch nach einer freundschaftlichen Verständigung mit Großbritannien zum Ausdruck gebracht und fer­ner seinen Entschluß, die britischen Inter­essen zu achten und seine Bereitschaft, einem Mittelmeer - Abkommen beizutreten, und sich an einer gemeinsamen Anstrengung zur Sta­bilisierung Europas zu beteiligen, sobald die Sühnemaßnahmen aufgehoben worden seien. Wie die Times schreibt, wisse man die italienische Bekräftigung voll zu würdigen, jedoch dürften nach englischer Ansicht derartige Besprechungen nicht zu getrennten zweiseitigen Verhand­lungen führen. Die Beilegung des Abessinien- Konfliktes müsse durch den Völkerbund er­reicht werden. Ebenso müßten die Versicherungen nicht einer einzelnen Völkerbundsmacht, sondern dem ganzen Völkerbund in Genf über­mittelt werden.Daily Telegraph" meint, daß auch die wahrscheinlichste Form und das Ausmaß der italienischen Zusammenarbeit mit dem Völkerbund durch Wiederherstellung der normalen Beziehungen zur Sprache gekommen sei.

News Chronicle" berichtet, daß in englischen Re­gierungskreisen der Plan eines M i t t e l m e er» pattes erörtert werde, in dem England und Ita­lien gegenseitig ihre Sicherheit garantieren würden. Von Baldwin und einigen feiner politischen Freunde fei dieser Plan ernstlich erwogen worden. Man glaube jedoch, daß Eden an dieser Erwägung nicht beteiligt sei.

Italiens Dank an Vadoglio.

Triurnphaler Empfang in Rom.

Rom, 3. Juni. (DNB.) Marschall B a d o g l i o , Vizekönig von Abessinien, traf in Rom ein. Er wurde von sämtlichen Regierungsmitgliedern und den Spitzen der Partei mit allen militärischen Ehren feierlich empfangen. Der Duce um­armte den Sieger des abessinischen Feldzuges und küßte ihn. Dann schritt er mit ihm zusammen die Front der Ehrenkompanien ab. Eine nach Zehn­tausenden zählende Menschenmenge huldigte dem siegreichen Marschall mit Beifallsstürmen. In N e a - p e l waren bei dem Einlaufen seines Schiffes in den Hafen 21 Salutschüsse abgegeben worden. Der Kronprinz hatte als erster den Sieger von Abessinien begrüßt.

Der Aegus in London.

London, 3. Juni. (DNB.) Halle Selassi von Abessinien ist in England eingetroffen. Bei der An­kunft des DampfersOxford" im Hafen von Southampton hatte sich eine große Menschenmenge angesammelt. Da der Negus inkognito reift, voll­zog sich die Ausschiffung ohne jedes Zeremoniell. Hatte Selassi begab sich erst unmittelbar vor der Abfahrt des Zuges an Land, um in dem für ihn reservierten Pullmanwagen Platz zu nehmen. Das umfangreiche Gepäck des Negus, unter dem sich mehrere Kisten mit Gold befinden, wurde auf einem besonderen Güterwagen untergebracht, der von einigen Kriminalbeamten bewacht wurde. Halle Selassi soll aus Abessinien Silbermünzen im Werte von 22 000 Pfund mitgenommen haben, die inzwi­schen in Barrengold umgetauscht worden sind. Auf dem Londoner Bahnhof Waterloo wurde Haile Selassi von dem Privatsekretär des Außenmini st ers als einzige amtliche Per­sönlichkeit, empfangen. Dies ist das übliche Ver­fahren beim Empfang von inkognito reisenden Per­sönlichkeiten. \3n der Umgebung des Bahnhofes hatte sich eine schier unübersehbare Menschenmenge eingefunden, die den Negus mit Jubel begrüßte. Immer wieder brach die stark von Negern durch­setzte Menschenmenge in Beifallskundgebungen aus. Der Negus begab sich im Kraftwagen zu dem für ihn im Westen Londons bereitgestellten Haus.

Palästina.

Anschlag auf einen britischen Truppen transport.

London, 4. Juni. (DNB. Funkspruch.) Nach einer Meldung aus Jerusalem ist ein Anschlag auf den Truppentransport au gedeckt worden, der zwei britische Bataillone v o n A e g y p t e n n a ch I e r u s a l e m beförderte. Alle vor dem Transportzug fahrenden Lokomotiven wurden zum entgleisen gebracht. Nachdem die Gleise wieder hergestellt waren, .konnten die Truppen sicher nach Jerusalem befördert werden, wo sie durch die Stadt marschierten. Auf der Straße von Jerusalem nach Hebron sind 3 m e t Drucken in die Luft gesprengt worden.

In Jerusalem wurden 5 jüdische Kommunisten verhaftet. Bemerkenswert ist, daß den in jüdisch Kolonien verbannten kommunistischen Hetzern von der Bevölkerung die Hergabe von Lebensrnitteln

verweigert wird, so daß sie aus der Gefängnisküche verpflegt werden müssen. Einer der Streikstihrer in Jerusalem, Rechtsanwalt Hassan Sidki Najani, der vor kurzem nach Betjibrin verbannt worden war, ist jetzt in ein Konzentrationslager in der Wüste gebracht worden. Auch andere arabische Führer sind verbannt worden.

Die Einwanderung der Juden ist im Laufe des Monats Mai gurücfgegangen. Sie belief sich nur auf 2158 Personen gegenüber 3095 im April und 3646 im März. Die Vorzensur ist jetzt z. T. auch auf die jüdische Presse ausgedehnt worden. Ein Zeichen, daß auch in Syrien die judenfeindliche Stimmung immer stärker wird, ist die Tatsache, daß es am Montag in Damaskus zu Zusammenstößen mit Polizei kam, weil die Bevölke­rung die Lebensmittellieferungen jüdischer Kaufleute nach Palästina verhindern wollte.

(Spannung in China.

Tokio, 3. Juni. (DNB.) Wie die Agentur Do­mei meldet, beschäftigt man sich in japanischen mi­litärischen Kreisen mit angeblichen Spannun­gen zwischen Nanking und Kanton. In Kanton sollen Bombenflugzeuge in nörd­licher Richtung gestartet sein. Ferner ist von Trup­penbewegungen und der Anforderung rollenden Materials der Kanton-Hankau-Eisenbahn sowie von Munitions- und Materialtransporten nach der nörd­lichen Grenze die Rede. Die Nanking-Regierung werde beschuldigt, eine zu nachgiebige Haltung in ihrer Japan-Politik einzunehmen. Man fordere den Zusammenschluß der gesamten Na­tion gegen Japan. Marschall Tschiang- k a i s ch e k soll im Begriff sein, die Provinzen K w a n t u n g und Kwansi mit seinen Truppen einzukreisen. Bis Mitte Juni werde er gegen 400 000 Mann zusammengezogen haben. Von Kanton aus seien 190 000 Mann unter dem Kommando des Ge­nerals Tschentschitang mobilisiert worden zu einem Einfall in d i e Provinz Hunan. Dortruppen seien bereits in diese Provinz einge­drungen, während die Truppen Marschall Tschiang- kaisch'eks von Kweitschau aus die Provinz Kwansi bedrohen.

In Schanghhai werden diese Meldungen der japanischen Agentur über eine Kriegserklärung Kantons an Nanking entschieden in Abrede g e- [teilt. Trotzdem sanken die Staatspapiere an der Schanghaier Börse um einen Dollar. Man bezeich­net die Meldungen alsZweckmanöver" und be­hauptet, daß es sich um dieVerschleierung ge­heimer Beziehungen^ handele, die die Japaner zu den Führern der F u k i o n - R e o o 11 e vom Jahre 1932 hergestellt hätten um mit deren Hilfe vielleicht eine Regierungsumbildung in Kan­ton zur Bekämpfung der antijapanischen Stim­mung durchzusetzen.

Zusammentritt des ständigen Siedlungsbeirates.

Berlin, 3. Juni. (DNB.) Der durch den Erlaß des Führers und Reichskanzlers über das Sied- lungs- und Wohnungswesen ins Leben gerufene ständige Siedlungsbeirat ist zum erstenmal in Ber­lin zusammengetreten. Er befaßte sich mit allen Fragen der Entwicklung der Kleinsiedlung und ihren bevölkerungspolitischen und wirtschaftlichen Auswirkungen. Staatssekretär Dr. Krohn ver­breitete sich über die Aufgabe des Siedlungsbei­rates, während der Vorsitzende des Beirates, Dr. Ludovici, Vorschläge zur Ausgestaltung des Siedlungswerkes und des Arbeitsprogramms des Siedlungsbeirates machte. Die Einberufung des Siedlungsbeirates steht in engem Zusammenhang mit der Vorbereitung des kommenden Siedlungs­werkes, dessen Erfolg von sorgfältiger und um­fassender Planung abhängt.

Der Iestzng des deutschen Handwerks in Frankfurt.

NSG. Der große Handwerkerfestzug, der am näch sten Sonntag durch die Straßen der Stadt Frankfurt a. M. ziehen wird, wirft eine Reihe verkehrstechnischer Probleme auf, die von der Stadtverwaltung in enger Zusammenarbeit mit der Polizei gelöst worden sind. Auf dem Hohenzollernplatz wird die Tribüne für die Ehrengäste des deutschen Handwerks er­richtet. Der Festzua bewegt sich durch die Zeppelin- und die Diktoriaallee, am Hohenzollernplatz vorbei, über Hauptbahnhof, Kaiserstraße, Zeil, Alte Gasse, Eschenheimer Anlage zum Opernplatz. Hier findet im Anschluß eine Kundgebung statt, bet der bekannte Männer des politischen Lebens spre- chen werden.

Das Berliner Baugrubenunglück vor Gericht.

Im Berliner Baugrubenunglücks-Pro­zeß wurde eine Reihe von Zeugen gehört, die in der Unglücksgrube gearbeitet haben. Der Zeuge A p e 11 sagte u. a., der Vorarbeiter P a u e r s fei zwar fein Leuteschinder gewesen, doch habe er die Arbeiter sehr gehetzt und angetrieben. Ein weiterer Zeuge namens Gottschalk teilte mit, daß nach den starken Regenfällen vor dem Einsturzunglück jeder Rammträger, nachdem er eingefchlagen war, ein 1 bis 2 Meter tiefes Loch hinterlassen hatte. Er habe auch den Angeklagten Noth darauf aufmerk­sam gemacht, der dieser Angelegenheit aber keine

Fliegertod Generalleutnants

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Oer Chef des Generalstabs der Luftwaffe in Dresden tödlich abgestürzt.

Berlin, 3. 3unL (DNB.) Das Reichsluflfahrk- minifferium gibt bekannt:

Am 3.Juni, vormittags, ist auf dem Dres bener Flughafen das zur Flugberettfchafl des Reichsluftfahrlminlsteriums gehörige Flugzeug D-UZON unmittelbar nach dem Statt abgestürzt. Die Bejahung des Flugzeuges, bet Chef b e s General siabes b e r Luftwaffe General­leutnant Wever als Flugzeugführer unb ber Ober­gefreite kraus als Bordmechaniker kamen ha­bet ums Leben.

Generalleutnant Walter W e v e r wurde in Ber­lin geboren. 1905 trat er als Fahnenjunker beim Grenadierregiment Nr. 10 in Schweidnitz ein. Bei Kriegsausbruch rückte er als Oberleutnant und Re­gimentsadjutant ins Feld. Von 1916 an war Haupt­mann Weoer im Generalstcrb tätig. Schon 1914 er­hielt Wever das Eiferne Kreuz 1. Klasse und 1918 den Hausorden von Hohenzollern. Nach dem Kriege war Hauptmann Wever in verschiedenen Front- und Generalstabsstellungen der Reichswehr tätig, bis er 1921 zum Generalstabsoffizier bei der 8. Division in München ernannt wurde. Nach kurzer Dienstzeit als Kompaniechef im Jnf.-Regiment Nr. 4 wurde er 1926 Major und tarn 1927 zum Reichswehrminifte- rium. 1929 zum Bataillonskommandeur im JR. 12 ernannt, wurde Wever Ende 1929 Oberstleutnant und kam 1931 zum Reichswehrministerium zurück, wo er 1932 Abteilungsleiter wurde. In dieser Stel­lung erfolgte feine Beförderung zum Oberst. Mit der Errichtung des Luftsahrtministeriums trat Oberst Wever als Amtschef zu diesem Ministerium über und wurde bei der Schaffung der Luftwaffe als Ge­neralmajor ihr Chef des General st abes. In dieser Stellung wurde er am 20. April 1936 zum Generalleutnant befördert. Generalleutnant

Wever war feit 1919 mit der Tochter des Geheimen Oberbaurats a. D. Suadicani verheiratet und hinter­läßt zwei Söhne.

Tagesbefehl Görings.

KampfgeschwaderGeneral Wever".

Der Oberbefehlshaber der Luftwaffe General­oberst Göring hat folgenden Tagesbefehl an die Luftwaffe erlassen:

Kameraden!

Bis ins Innerste erschüttert stehen wir heute an der Bahre unseres ©eneralftabs- ch e f s. Mitten aus rastloser Arbeit im fliegerischen Einsatz für feine Waffe ist er auf dem Felde der Ehre geblieben. Einer unserer Allerbesten ist von uns gegangen. Es ließ ihn nicht am Schreibtisch, er wollte auch im fliegerischen Einsatz das Vorbild sein. Unfaßbar erscheint uns allen der Verlust dieses hochherzigen Menschen und edlen Offiziers. Wir aber, Kameraden, wollen in dieser schweren Stunde geloben, in unauslösch­barer Dankbarkeit stets seiner zu gedenken, und be­strebt sein, seinem leuchtenden Vorbild nachzueifern. Unser oberster Befehlshaber, der Führer und Reichskanzler, hat in Würdigung der einzig­artigen Verdienste um den Aufbau der jungen deut­schen Luftwaffe genehmigt, daß in alle' Zukunft das Kampfgeschwader der Gotha den NamenGeneral We-> oer" tragen soll. Das Geschwader wird sich dieser hohen Ehre stets würdig erweisen und eingedenk fein, daß es den Namen eines Mannes trägt, der vorbildlich war in rastloser Arbeit, in hochherzigem Denken, in nationalsozialistischer Treue und einzig­artiger Hingabe für Führer, Volk und Vaterland.

Wir senken die Fahnen: Unser bester Kamerad geht ein in Walhall!"

Erfinderschutz und Wirtschaft.

In Berlin tagt der Internationale Kon­greß für gewerblichen Rechtsschutz. Er soll die vielfälttgen Bestimmungen vereinheitlichen, die im internationalen Recht für die Wertbedeutung schöpferischer Ideen erlassen wurden. Die schöpfe­rische Leistung des Erfinders ist oft durch die wirt­schaftlichen und technischen Verhältnisse ihm nicht voll zugesprochen worden. Sehr häufig gab der Er­finder die Idee, aber den Profit hatten andere. Hinzu kam, vor allem während des Weltkrieges, ein skrupelloser Patentdiebstahl, Und neuerdings macht sich störend bemerkbar, daß eine große ost- asiatische Macht überhaupt kein Patentrecht hat und auch die Patente der übrigen Staaten nicht aner­kennt. Das Erfindungspatentrecht war während der früheren Zeit ein Privilegium des Herrschers, der die einzelnen Erfinder mit Vorrechten für die Aus­nützung ihrer Patente bedachte. Erst Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Frankreich, den Ver­einigten Staaten und in England die Anfänge eines modernen Patentrechtes. Im Jahre 1877 wurde für das Deutsche Reich die Patent-Gesetz­gebung vereinheitlicht, 1883 wurde der Pariser Unionsvertrag geschlossen, dem die meisten Kultur­staaten beitraten und der bestimmt, daß binnen eines Jahres seit der Anmeldung eines Patentes dieses Patent im Ausland so behandelt wird, als sei es zur gleichen Zeit dort ebenfalls angemeldet worden. Die Mängel des Patentschutzes führten in Deutschland am 5. Mai 1935 zum Erlaß eines neuen deutschen Patentgesetzes, das sich den Bestimmun­gen der anderen Länder möglichst angleicht und den Erfindern den größtmöglichsten Rechtsschutz ge­währt.

Der Patentschutz wird vom Reichspatentamt in Berlin gewährt, das die Berechtigung des An­spruchs prüft und ihn bei Gewährung im Patent­blatt veröffentlicht. Das erteilte Patent hat die rechtliche Wirkung, daß vom Tage der Bekannt­machung an nur der Erfinder bzw. die von ihm Beauftragten die Erfindung gewerblich verwerten dürfen. Zusatzpatente und Kombinationspatente, Bestimmungen über Lizenzen ergänzen dieses Recht. Auf dem Kongreß wird nun zunächst die Frage des

Patentrechtes in allen ihren Besonderheiten erörtert. Für die Dauer der Patente wird angeregt, diesen Schutz auf 20 Jahre feftzusetzen, weiter soll international gültig geregelt werden die Frage der Veröffentlichung der Erfindung vor der An­meldung. Bis jetzt war die Sache so, daß die mei­sten PatentHesetze eine zur Anmeldung gelangte Erfindung nicht patentierten, wenn der Gegenstand der Erfindung vor der Anmelduna irgendwie be­kannt geworden war. Neuerdings haben das deut­sche, das amerikanische und italienische Patentrecht solche Veröffenllichung nicht als neuheitsschädlich an­gesehen und daher das Patent erteilt. Da aber an­dere Länder eine abweichende Rechtsprechung haben, ist hier eine Vereinheitlichung notwendig. Fer­ner soll der A u s ü b u n g s z w a n g gemildert werden. Im Falle der Nichtausübung eines Pa­tentes sah die ursprüngliche Fassung des internatio­nalen Unionsvertrages die Zurücknahme des Pa­tentes vor. Aber man konnte dock) nicht unter allen Umständen verlangen, daß der Erfinder im Auslande seine Erfindung selbst ausführte. Man beabsichtigt daher, das Patent nicht zurückzunehmen, aber eine Zwangslizenz zu erteilen, so daß der ausländische Erfinder das Patent wenigstens der einheimischen Industrie zur Ausbeutung anbieten muß.

Einen breiten Raum wird die Frage des W a r e n- zeicdens einnehmen. Während einige Länder, wie Deutschland, die Schweiz und die Vereinigten Staa­ten, vor Erteilung des Warenzeichens eine fachliche Prüfung vornehmen, tragen andere Länder ohne weiteres das Warenzeichen ein, fo daß die Länder mit Prüfungsverfahren benachteiligt sind. Hier soll ein gewisser Ausgleich geschaffen werden. Weiter beschäftigt sich der Kongreß mit falschen Her­kunftsbezeichnungen und der sog.sklavischen Nach­ahmung". Wenn nämlich ein Patent abgelaufen war, wurde es oft bis in das Genaueste kopiert, ohne daß der Erfinder dagegen einschreiten konnte. Alle diese Fragen sind auch für die Volkswirtschaft von ganz besonderer Bedeutung. Daß der Rechtsschutz für den Erfinder in den Kulturländern immer mehr ausgebaut wird, ist der Zweck des Berliner Kon­gresses.

Bedeutung beigemessen habe, weil er glaubte, daß diese Löcher durch das Umlegen des großen Was­serrohrs verursacht würden. Weiter gibt der Zeuge an, daß Noth immer sehr darauf bebadjt gewesen sei, daß fein Unglück passierte. Die Frage des Vor­sitzenden, ob sich auch der Angeflagte Hoffmann des öfteren auf der Baustelle sehen ließ, bejahte der Zeuge.

Kunst und Wissenschaft.

Lilienthal-Gesellschast für Lustforschung

Der Ausbau der Luftfahrtforschung nach der nationalsozialistischen Erhebung hat auch orga­nisatorisch wesentliche Aenderungen zur Folge ge­habt. Die Luftfahrtwissenschaft wurde bisher nach den Weisungen des Reichsministers der Luftfahrt von derVereinigung für Luftfahrtforschung" (VLF.) betreut. Daneben hatte dieWissenschaft­liche Gesellschaft für Luftfahrt" (WGL), deren Name in der Luftfahrt der ganzen Welt wohlbe­kannt ist, die Aufgabe der Unterrichtung weiterer Kreise über Luftfahrttechnik wahrgenommen. Diese Zweiheit ist durch Zusammenlegung beider Stellen vereinfacht worden. Auf Befehl des Reichsministers der Luftfahrt Generaloberst Göring wurde die Lilienthal-Gesellschaft für ßuft« f a h r t f o r s ch u n g", kurz Lilientyal-Gesellschaft genannt, gegründet.

Durch die Wahl des Namens wird derjenige deutsche Mann geehrt, der vor 40 Jahren bei der Erforschung des Vogelsluges als erster für diese Aufgabe sein Leben in den Stöllener Bergen bei Nauen hingegeben hat. Reichsminister General­oberst Göring, hat die Schirmherrschaft über­nommen. Nach der Satzung sind die Aufgaben der neuen Gesellschaft: Mitarbeit an den Aufgaben der Luftfahrtforschung, Förderung von Forschungs­arbeiten, wissenschaftlicher Erfahrungsaustausch der Forscher untereinander und Herstellung der Ver­bindungen zur Luftfahrttndustrie, Luftverkehr und Behörden, Verbreitung allgemeiner luftfahrtwissen- schaftlicher Erkenntnisse in der Öffentlichkeit und Betreuung des technischen Nachwuchses.

Die Littenthal-Gesellschaft wird für ausgezeichnete Leistungen auf dem Gebiete der Luftfahrttechnik Denkmünzen verleihen, zur Förderung des erfinde­rischen Geistes in Forschungsstätten und in der In­dustrie technische Ausschreibungen und Wettbewerbe

veranstalten sowie für hervorragende Einzelleistun- aen Prämien gewähren. Der Reichsminister der Luftfahrt hat den weltbekannten Wissenschaftler und Industriellen Carl Bosch (Heidelberg), dem Deutsch­land im Weltkriege u. a. die Anwendung des Ver­fahrens zur Gewinnung des Luftfttckstoffs verdankte, zum Präsidenten der Gesellschaft gemacht. Neben ihm wird Professor Brandt! (Göttingen), der hervorragende Strömungstheoretiker, das Präsidium der Gesellschaft ausüben. Zu Ehrenmitgliedern sind Generalmajor Thomsen, im Weltkriege Chef des Generalstabes ber Luftstreitkräfte, ferner Oberst­leutnant a. D. W a g e n f ü b r, im Felde Leiter der gesamten Luftfahrzeugtechnik, und Geheimrat Prof. Dr. Schütte, bisher Präsident der Wissenschaft­lichen Gesellschaft für Luftfahrt, ernannt worden.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer und Reichskanzler hat dem Präsidenten der Polnischen Republik aus Anlaß der heutigen Feier seines 10jährigen Amtsjubliäums als Präsident der Polnischen Re­publik seine und der Reichsregierung Glückwünsche telegraphisch übermittelt.

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König Gustas von Schweden traf an Bord des schwedischen PanzerkreuzersGotland" in dem finnischen Badeort Nadendal ein, um den Besuch des finnischen Staatspräsidenten Svin- h u o f u d zu erwidern. König Gustaf ist Gast des finnischen Präsidenten auf dessen Sommerschloß

Kindetkaac nickt nut, waschen, -

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