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Landkreis Gießen.

ieICtfL £ ^ebr. Die Pfundfamm- Ln£.n? der hiesigen Volksschule zugunsten o^Pifinf terrel f5lüerfe5 ^Qt ein sehr gutes Ergebnis Beseitigt. 6s gingen insgesamt 272 Pfund Lebens- aiirfi hn^n' und Teigwaren wurden

Do?rttPi^^^8e Lebensmittel, wie Wurst, Fett und ®ebe ei ?nan jua$tlld*en Mengen gespendet. Die unferp Äa ft !? hoher zu bewerten, als U"^re Dorfgemeinde als Notstandsgemeinde gilt. liL <?Pn"rrDb' ; Febr. Die hiesiges r e i w i l - NNA . ^Ehr hielt bei Philipp Wächter dant ß ?fiT Qmn]Iunf ob. Der erste Komman- ber tcfeup?mplw t-C 1 Jpra$ tur3 über die Aufgaben Innfp hpr Ä ?er Zukunft. Er gab imVer- rin! bekannt, daß der diesjäh-

pr?nnp^p b fprn»anb5 afix ln CoUar stattfindet und erJCfk an- den Landesverbandstag in i?mrnIunamnP^Tbnr Ublxd^5_ Weise wurde die^Der- sammlung geschlossen. In unserer Kirche fand eine Vortragsveranstaltung des Evangelischen Bun- des statt. Mit einem Lied wurde der Abend einge- . Pfarrverwalter ©ontrum <W°tzenb°rn. Steinberg) sprach sodann über das Thema Deutsch-

°d^^1stu-g,aub°?- Mit b?mmßü?Ä L°b?nd feinen Abfch^b?"""^ f°nb ber

iAllendorf a. d. Lda., 3. Febr Bei der im hiesigen Stadtwald Forstort Eisenschede, abgehalte^ ne" D ' f en Holzversteigerung, zu der sich auch viele auswärtige Kaufliebhaber eingefunden hatten, wurden folgende Preise erzielt: Für je zwei Roummeter: Buchen - Scheitholz 18 dis 20 RM Eichen-Scheitholz 10 bis 12, Fichten-Scheitholz 4 bis ^8, Buchen-Knüppelholz 15 bis 15, Eichen- Knüppelholz 8 bis 11, Fichten-Knüppelholz 6 bis 9,80, Kiefern-Knüppelholz 6 bis 7,80 Aspen- Knüppelholz 6,20, Buchen-Stockholz 10 bis 12 RM je fünf Raummeter: Buchen-Reisholz 6 bis 8 80 Fichten-Reisholz 2 bis 2,40 RM.

§ Lumda, 2. Febr. Gestern abend hielt unsre Kriegerkameradschaft ihren Hauptjah­re s a p p e l l ab. Dazu waren die Kameraden voll­zählig erschienen. Mit dem Gesang:Wohlauf, Kameraden..." wurde der Abend eröffnet Ka­meradschaftsführer Fabel begrüßte die Kamera­den, gedachte der Gestorbenen und Gefallenen und gab dann einen Rückblick über das vergangene Jahr. Hierauf hielt unser Lehrer, Kamerad Kel- I er, einen fesselnden Vortrag über seine Erleb­nisse in französischer Kriegsgefangenschaft und schil­derte seine Flucht durch Belgien nach Holland. Der Kameradschaftsführer dankte dem Vortragenden für den packenden Bericht und wies die Kameraden darauf hin, wie so mancher Feldgraue Unsägliches für sein Vaterland erduldete. Er forderte die Ka­meraden auf, auch in dem neuen Jahre in Treue, Einmütigkeit und Gottvertrauen zusammenzustehen und alle Kraft einzusetzen für Führer, Volk und Vaterland. Der Appell klang aus in dem Sieg-Heil auf den Führer und das deutsche Vaterland. Nach Erledigung des geschäftlichen Teils überreichte der Kameradschaftsführer im Auftrage des Reichskrie­gerbundes dem Kameraden K ö m p f für treu ge­leistete Dienste das Kysshäuser-Ehrenzeichen 2. Klasse. Mit dem Gesang des Deutschland- und des Horst- Wessel-Liedes würde die Veranstaltung geschlossen.

+ Grünberg, 3. Febr. Hier fand die Er­öffnung des Reichsberufswettkampfes durch einen Appell im Saale Beltrop statt. Neben den Wettkampfteilnehmern waren erschienen: die Leiter der Wettkampfgruppen, die Prüfüngsmeister und die Mitglieder des Arbeitsausschusses. An­sprachen hielten Gefolgschaftsführer Weisel und Unterbannführer Schneider (Großen-Buseck) für die Hitlerjugend, während Kreisbetriebsgemein- schaftswalter Otto Stein (Gießen) für die Deutsche Arbeitsfront sprach. Gedichtvorträge, Sprechchöre und Gesänge umrahmten die Eröff­nungsfeier.

= Leihgestern, 3. Febr. Die hiesige Frei­willige Feuerwehr beging am Samstag in der WirtschaftZur Krone" ihr zehnjähriges V e st e h e n in Form eines Familienabends. Die Feier war gut besucht und nahm einen schönen Ver­lauf Der Kommandant Otto Heinrich Wagner begrüßte die Teilnehmer, besonders die Inspektoren Bouffier und Wenzel. Mit einemSieg-Heil?" auf den Führer klang feiae Ansprache aus. Gemein­sam wurde das Horst-Wessel-Lied gesungen. Der Verlauf des Abends brachte musikalische Darbietun­gen der Feuerwehrkapelle aus Lollar, sowie ein flott gespieltes Theaterstück, das viel Heiterkeit auslöste. Anschließend wurden alle Besucher mit Kaffee und Kuchen non den Frauen der Feuerwehrkameraden gestellt bewirtet. Kreisfeuerwehrinspektor Bouf -

fier und Brandinspektor Wenzel dankten für die Einladung und gaben ihrer Freude darüber Aus­druck, daß sich in Leihgestern nach schwierigen An­fängen eine so gute und schlagfertige Wehr ent- wickelt habe.

> Lang-Göns, 3. Febr. In der überfüllten Turnhalle fand am Samstag ein heiterer Abend der NS.- Gemeinschaft ,Kraft durch Freude" statt, der den Zuschauern einige unterhaltsame Stunden bereitete. Der Leiter des Abends, Heinrich Faber, begrüßte alle Besucher und gab dem munteren Ansager Rudi Morgani das Wort. Dieser verstand es, durch treffende und witzige Bemerkungen für die rechte Stimmung zu sorgen. Die Musikkapelle Philipp spielte wie immer ihre flotten Weisen. Von den Vorführungen, die Schlag auf Schlag folgten, feien besonders die der humoristischen Jongleure, der beiden Moowatts, erwähnt, die erstaunlich waren und großen Bei­fall auslösten. Sehr schön waren auch die Tänze der Geschwister Plank und der kleinen Tänzerin Carlotta. Der zweite Teil des Abends trug schon karnevalistischen Charakter. Tanz schloß die ver­gnügte Veranstaltung.

# ßi cf), 3. Febr. Durch das Ueberhand- nehmen der Wühlmäuse und Maul­würfe und den durch diese verursachten erheblichen Schaden in einigen Teilen der Gemarkung Lich sieht sich die Bürgermeisterei Lich veranlaßt, Be­kämpfungsmaßnahmen anzuordnen. Bis auf weiteres wird für jede getötete Wühlmaus ein Fanggeld im Betrage von 50 Pf. und für jeden Maulwurf ein solches von 20 Pf. bezahlt. Der Nachweis der Tötung soll bei Wühlmäusen durch Ablieferung der ganzen Tiere, bei Maulwürfen durch Ablieferung des Schwänzchens erfolgen.

+ Lich, 3. Febr. Im Rahmen der Reichsmütter­schulung im Deutschen Frauenwerk führt die hiesige Ortsgruppe der NS. -Frauenschaft in Verbin­dung mit den hiesigen evangelischen Frauenhilfen in diesem Monat einen Säuglingspflegekur- s u s durch, der jungen deutschen Frauen und Mäd­chen bei gemeinsamer praktischer Betätigung die ersten wertvollen Kenntnisse und Grundlagen für die Betreuung der werdenden Mutter und des neu­geborenen Kindes vermitteln soll. Der Kursus, der in unserer Stadt am 17. Februar beginnt, wird etwa vierzehn Tage dauern und jeweils an den Werktagabenden mit Ausnahme des Samstags zur

Durchführung gelangen. Anmeldungen nehmen die Leiterin der hiesigen Frauenschafts-Ortsgruppe, Frau Lucie Schäfer (Kleinkinderschule) und das evangelische Pfarramt I entgegen.

Oer Führer beglückt eine Kranke mit einem Rundfunkgerät.

LPD. Marburg, 3. Febr. Eine bereits feit langer Zeit krank darniederliegende Insassin der hiesigen AnstaltBethesda" hatte dem Führer und Reichskanzler mitgeteilt, daß sie in­folge ihrer Bettlägerigkeit nicht an dem Zeitge­schehen durch Gemeinschaftsempfang teilnehmen könne. Gauleiter W e i n r i ch hat jetzt der Kranken berichtet, daß ihr der Führer und Reichskanzler einen Rundfunkapparat als Geschenk überwiesen habe.

Fünf Jahre Zuchthaus

für Mordversuch an der Ehefrau.

Den Pudding mit Lysol übergossen.

LPD. D a r m st a d t, 3. Febr. Im Oktober des vergangenen Jahres wollte die Ehefrau des Josef Peter Schwenk in Mühlheim a. M. Pud­ding essen. Als sie die Speise berührte, merkte sie sofort, daß etwas nicht in Ordnung war. Sie stellte fest, daß der Pudding mit Lysol übergossen worden war. Der Ehemann stritt alles ab, und die Frau übergab die Sache der Polizei. Diese stellte fest, daß nur der 26jährige Ehemann als Täter in Frage kommen könnte. Der Mann hatte sich heute unter der An­klage des Mordversuchs an seiner Ehefrau vor den Geschworenen der Provinz Starkenburg zu ver­antworten. Er hatte zunächst alles abgeleugnet, gab aber später zu, daß er seiner Frau einen Schabernack habe spielen wollen. Nach eingehen­der Beweisaufnahme, in der auch zur Sprache kam, daß sich der Angeklagte bei feiner Schwiegermutter genau erkundigt hatte, wie es um die Erb­schaft stehe, wenn seine Frau einmal sterben würde, wurde der Angeklagte entsprechend dem Antrag des Statsanwalts zu fünf Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verur­teilt. Außerdem wurde die Stellung des Angeklag- ten unter Polizeiaufsicht für zulässig erklärt. Der Angeklagte nahm die Strafe an.

9.Jtxfport

Deutsche Gymnastik im Dienste des Winterhilfswerkes.

Der Reichsverband Deutscher Turn-, Sport- und Gymnastiklehrer im NSLB. hat in Gemein­schaft mit der NS.-G.Kraft durch Freude" zu einem unterhaltsamen Abend eingeladen, der dem Ziele diente, der Leibesübung neue Anhänger zu werben und außerdem das Winterhilfswerk zu unterstützen. Musikalische Darbietungen von Willy Krengel und seinen Solisten leiteten die Ver­anstaltungen ein. Die zahlreichen Teilnehmer des Abends wurden von dem Leiter der Sportkurse der NS.-G.Kraft durch Freude", Sportlehrer Kö­nig er, herzlich willkommen geheißen. In einem kurzen Vortrag sprach er über die Bedeutung der Leibesübungen, insbesondere über ihre Pflege im Dritten Reich, er schilderte die Verhältnisse, wie sie sich auf dem Gebiete der Leibesübung vor dem nationalsozialisttschen Umbruch entwickelt hatten, und besonders jene verhängnisvollen Auswüchse, die den Sport und alle die ihm dienten, nahezu in Mißkredit brachten. Er stellte all dem das klare Zielstreben gegenüber, das die verantwortlichen Lei­ter auf dem Gebiete der Leibesübungen heute er­füllt. Schließlich sprach der Redner von dem wich- tigen Amt, das der Sportlehrer im Dienste der Er­tüchtigung des deutschen Volkes ausübt. Der Reichs­verband Deutscher Turn-, Sport und Gymnastik­lehrer umfaßt heute 5000 Mitglieder, die insge­samt etwa 1 Million Volksgenossen in der Leibes­übung betreuen. Der Sport- und Gymnastiklehrer muß, so schloß der Redner, Idealist sein und seinen Idealismus auch auf den Schüler zu übertragen wissen. Der heutige Abend soll dazu beitragen, der Leibesübung, der Gymnastik, viele neue Freunde zu gewinnen.

Der weitere Verlauf des Abends brachte ein sehr unterhaltsames Programm. Zunächst sah man ein gymnastisches Ta n zspiel einer Kin­

dergruppe, dem sich eine reizende Studie un­ter dem TitelWilde Reiter" anschloß. Einige Sportler zeigten in reicher Abwechslung der Uebungsformen dann harmonische und kraftvolle Kugelgyrnnastik, die sehr gut gefiel Sehr aufschlußreich war die Vorführung der grund­legenden Uebungen im Trockenskikurfus, die mit den Brettern durchgeführt wurden und sicher deshalb viel Interesse fanden. Einige junge Damen warteten mit schöner Stabgymnastik auf, die sich als von feiner ästhetischer Wirkung erwiesen. Eine Studie mit Bällen machte einen nicht weniger guten Eindruck. Dann sah man noch einige tänzerische Darbietungen, und zwar eine lustige Groteske und eine virtuose Leistung einer Gymnastiklehrerin.

Sehr instruktiv gestaltete sich die Vorführung der B o x s ch u l e, die neben dem Schulboxen auch einige Gänge Kampf brachte, die mit großer Aufmerksamkeit verfolgt wurden. Sehr interessant war der Verlauf eines Schwingballkampfes. Den Abschluß des anregenden Programms bildete ein Bodenturnen einiger Schüler, die mit schönen Sprüngen, mit Salto und abwechslungs­reichen Bewegungsübungen aufwarteten und, wie auch alle anderen Mitwirkenden, reichen Beifall ernteten. Im Schlußwort zum offiziellen Teil des Abends dankte Herr K ö n i g e r, der sich übrigens auch als Ansager bewährte, allen, die durch ihre Mitwirkung zur Ausgestaltung und zum Erfolg des Abends beitrugen.

Gießener Skiläufer erleben Winter-Olympia.

Am heutigen Dienstag treten Skiläufer aus un­serer engeren und weiteren Heimat, u. a. auch ver­schiedene Mitglieder des Skiklubs Gießen, die Reise nach Garmisch-Partenkirchen an, um dort in erster Linie den Verlauf der Kämpfe der Winter-Olym­pia zu erleben, darüber hinaus aber auch die 14

Tage des dort vorgesehenen Aufenthaltes zu einem eifrigen Training zu benützen, das bisher in unse­rem heimischen Gebiet infolge des andauernden Schneemangels nicht möglich war. Gleichzeitig hof­fen die Skiläufer, den großen Könnern der nordi­schen Länder wie den Könnern aus aller Welt noch einiges abzusehen.

Die Skiläufer aus den heimischen Gauen XII/XIII, insgesamt 25 Mann an der Zahl, werden auf der Pfeifferalm in einer Hütte ganz für sich unterge­bracht fein. Die Hütte, die auf etwa 1100 Meter Höhe am Wank liegt, wird allen die Möglichkeit geben, in raschen Abfahrten nach Garmisch-Parten­kirchen zu gelangen und den großen Wintersport- Ereignissen beizuwohnen. Die Führung der Expe­dition unserer heimischen Läufer hat der Gau- jugendskiwart Karl A l t h a u s (Gießen), der auf Grund feiner reichen Erfahrungen allen ein ge­treuer Mentor fein wird. Unter den Teilnehmern cm dieserOlympia-Expedition" befinden sich ver­schiedene ausgezeichnete Kämpen, die, soweit es möglich ist, die olympischen Abfahrsstrecken nach der Austragung der Wettbewerbe hinter sich bringen werden, um dabei ihr Können an ge­steigerten Schwierigkeiten zu beweisen.

Die Springer unter ihnen werden sich selbstver­ständlich abch auf den Trainingsschanzen betätigen, da ihnen ja auf den Schanzen unserer Skigebiete nur beschränkte Möglichkeiten hinsichtlich der Weite gegeben sind. Die heimischen Skiläufer werden auch dem Zugspitzplatt einen Besuch abstatten, da ihnen weitgehende Preisermäßigung für die Fahrt mit der Zugspitzbahn gesichert werden konnte.

Gisela Arendt schwimmt neuen Rekord.

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In Bremen konnte die junge Gisela Arendt (Nixe Charlottenburg) einen neuen deutschen Rekord im lOO-Meter-Kraulschwimmen auf stellen, und zwar gelang es ihr, ihre eigene Bestzeit um 0,4 Sekunden auf 1:08,4 Minuten herabzudrücken. (Schirner-M.)

Die Deutschen Hochschul- Skimeisterschasten.

Söhmisch (Breslau) bester Langläufer.

Die deutschen und Münchener Hochschul - Ski­meisterschaften wurden am Samstagvormittag in Oberammergau mit dem Langlauf fortgesetzt. Der Titelverteidiger Lev Müller hatte Pech. Stock- bruch, dem fünf Kilometer vor dem Ziel noch ein Skibruch folgte, zwangen ihn zur Aufgabe. Nach einem Viertel des 16-Kilorneter-Laufes fetzte sich der Münchener Dehmel an die Spitze des Feldes, wurde aber später von dem Breslauer Altakade-

die tfrOSSe Tube

NIVEA

mild, leicht schäumend, gani wundervoll im Geschmack

Z3O

Nachdruck verboten!

12. Fortsetzung

3a, sehr merkwürdig", entgegnete Elfriede Stal, fing leise und lächelte gezwungen. Sie hatte Max Bruck in der nahen Fensternische entdeckt, flau) allein.Sei nett zu ihm!" hatte Teddy sie gebeten. Es ist von großer Wichtigkeit für mich. Sie war Theodor Stallings Frau Langsam ging sie aus den einsamen Gast zu.

Grete Mervius aber wandte sich zornig und enttäuscht ab. Für nichts hatte die Schwester mehr Anteilnahme, eine ganz große Egoistin war sie m ihrer Ehe geworden. So kurz lehnte sie die Auf­forderung des jungen Senfmann zum ^anz a , daß der ganz verdutzt dremschaute, suchte die Mutter auf, die im kleinen grünen Damenzlmmer plaudernd neben Dr. Goebel saß. Grete sprudel e Ihre Neuigkeit heraus. Hier fand sie das ersehnte 3n®errflai|o ist es! Nun glanzten auch Frau Mar. grets Augen.Das ist wahrhaftig seltsam, der sunge Mann flöhte mir damals schon T-'lnahm- ein er sah so krank und so ernst aus. Als Mutter denkt man unwillkürlich an die eigenen Kinder - Sie müssen uns sagen, wie wir >hm helfen können, Neber Doktor, ihn'bald mal zum Abendbrot mit- hrinnpn in? Da bitte ich Elfe und Teddy dazu, die möUVnn^n lh"m>°he Bekanntenkreis °,n bihchen Propaganda für ihn machen.

Mutti du bist doch ein Goldkerl." Grete n-igt- sich^on'ihrem Sitz % der S-ss°-l°hn° h°r°b und kühle sie auis Haar. Lachte dann den Doktor an, ber ganz verklärt die beiden betrachtete:Und Sie sind ->/famoser Mensch, Doktorchen, beinahe wert, bCi@Ur"k3Ä«mUr, wehrte FrauMagretet. legen, Und errötete plötzlich unerklarilchenmise. So eigen sah der Mann neben ihr sie- an

Elfriede Stalling aber, übermüdet von Den An ftrenflungen des Festes, das sich wiederum bis weit

IMMlwkkMteil.

Roman von H. von Hellermann.

Copyright 1936 by Aufwärts-Verlag G. m. b. H Berlin SW 68.

in die Morgenstunden ausgedehnt, erregt von dem nervenzermürbenden Abwehrkampf gegen die Wünsche Brucks, die sich unter dem tändelnden Hin und Her immer unverhüllter hervorwagten, und den sie doch nicht schroff abschütteln durste, wie ihr Gefühl verlangte, wälzte sich schlaflos in ihrem Bett und sah mitten im wilden Gaukelspiel ihrer Gedanken immer wieder das ernste Gesicht des Fremden vor sich, der in kalter, kahler Dachkammer ein köstliches Bild von ihr geschossen, der ein Künstler war und treppauf, treppab Postkarten verkaufen mußte, um nicht zu verhungern. Wie ungerecht, wie selssam war das alles!

Im Bett neben ihr schlief ihr Mann, atmete schwer und schnarchend. Die Frau starrte, immer wacher werdend, ins Dunkel. Sah Teddy nicht, daß Brucks Huldigungen ihr lästig waren, wollte er es nicht sehen? Galten ihm geschäftliche Vorteile mehr als ihre Ruhe, war sie ihm nur ein wertvoller Trumpf, den er nach Belieben ausspielte?

Ach, schlafen, schlafen es tat nicht gut, über solche Dinge nachzugrübeln.

14. Kapitel.

Einen Augenblick, Fräulein Mervius!"

Die Leiterin der Schule für Sprachen, eine un­tersetzte Vierzigerin mit klugen Augen hinter den runden Brillengläsern, rief das junge Mädchen, das sich mit den anderen Schülern der vorgeschrit­tenen Kurse eben zum Gehen anschickte, zurück.

Sie sprachen einmal davon, sich gern ein paar Mark verdienen zu wollen. Wenn das heute noch der Fall ist, wüßte ich etwas Passendes für Sie."

Erwartungsvoll sah Grete Mervius ihre Lehre­rin an. Frau Lohwend, Witwe eines Reiseschrift­stellers, mit dem sie alle Weltteile durchstreift hatte, die nun mit ihren umfassenden Sprachkenntnissen einen gelahmten Vater und drei Kinder ebenso energisch wie erfolgreich durchs Leben brachte, be­trachtete wohlgefällig die aufrechte Gestalt der vor ihr Stehenden, die ihre Lehrerin fast um Kopfes­länge überragte.

Ja", sagte Grete, und wagte kaum zu atmen Haben Sie je von dem schwedischen Archäologen und Forschungsreisenden Svante Selldön gehört?"

Der die geologischen Spuren der Sintflut und letzthin in der Mongolei die massenhaften Tier­skelette und Eier aus der Urzeit fand", fragte

Grete interessiert.Freilich, Hans besitzt seine Bü­cher, sie sind fabelhaft spannend, nicht wahr? Wir alle haben sie gelesen."

Gut. Dann sind Sie einigermaßen im Bilde, für wen Sie arbeiten sollen, denn Herr SelldSn ifts, der eine Sekretärin sucht, die seine in Deutsch zu haltende Vortragsserie nach seinem Diktat auf­nimmt und sie sprachlich korrigiert, oder, wenn nö­tig, auch in andere, fesselndere volkstümliche Form bringt." Frau Lohwend lachte ob des verblüfften Gesichts.

D Gott, ob ich das kann??"

Natürlich, man kann alles, was man richtig will! Mein guter Selld6n wirft englische, ftan- zösische und deutsche Brocken bunt durcheinander beim Sprechen, die gilt es auszumerzen und gut zu übersetzen. Das dürfte Ihnen bei Ihrem großen Sprachtalent leicht fallen, Sie haben ja alles gründlich gelernt, waren immer mit Lust und Eifer bei der Sache. Also nur Mut gefaßt und zur Vor­stellung gegangen, am besten gleich heute nachmit­tag! Von zwei bis drei ist Herr Selld^n bestimmt anzutreffen Hotel Bellevue am Schießplatz. Ich gebe Ihnen ein paar Zeilen mit, die schicken Sie mit Ihrer Karte hinein."

Es schlug gerade zwei, als Grete beim Portier des Hotels nach Herrn Selldön fragte. Ein kleiner Page flitzte mit Karte und Brief davon. Bald stand er wieder vor ihr, die im Vestibül wartend saß und ihr Herz bis in den Hals hinein klopfen spürte. Herr Selldön würde natürlich gleich auf Probe diktieren und sie vor lauter Ängst alles verges­sen, was sie je gewußt! Sie fuhren im Lift hinauf. Am Ende des langen teppichbelegten Flurs klopfte der kleine Betreßte an, öffnete und verschwand.

Vom Schreibtisch am Fenster erhob sich eine baumlange Gestalt. Rotblondes Haar glänzte in der Sonne.Fröken Mervius?"

Grete verneigte sich. Ein Schleier lag vor ihren Augen. Nein, wie war das schrecklich noch nie im Leben hatte sie ein derartiger Schüchternheits­krampf befallen. Freilich, hier ging es um Ver­dienst, nicht Vergnügen ---

Frau Lohwend schreibt, daß Sie mir helfen wollen mit meine Vorträge Sie können Schwe­disch? Nicht perfekt? Aber Englisch, Französisch? Gut. Die nordisk Sprachen sind leicht zu lernen, leichter als Ihr Deutsch!" Ein flüchtiges Lächeln

überflog das Gesicht des Mannes. Sie wissen, was Sie mir tun sollen, nicht wahr? Es ist nicht so einfach, eine tysk Vortrag zu halten als Schwede" (wie alle Nordländer die letzte Silbe leicht beto­nend),aber ich soll es gern versuchen, weil Ihr Land so viel Geist und Verständnis hat für meine Tätigkeit. Ich werde sprechen, wie ich kann, Sie schreiben es nach und machen ein guter Vortrag daraus wenn Sie es können?"

Es klang recht zweifelnd. Das Mädchen, das ihn, die Hände um ihr Täschchen verkrampft, so ängst­lich und unsicher anschaute, sah eigentlich ganz an­ders aus, als er nach Marie Lohwends Empfehlung erwartet hatte, so ziemlich das Gegenteil von intel­ligent.

Grete Mervius schluckte.O ja, doch ich glaube", stammelte sie,das heißt, ich habe noch nie aber--"

Am besten, wir versuchen gleich einmal", meinte der Forscher, erhob sich und blätterte in einem Manuskript auf seinem Schreibtisch.Hier sind Bleistift und Papier."

Diese junge Dame konnte nichts, das stand fest. Wie kam die gute Marie nur dazu, ihm so etwas zuzuschicken! Aergerlich über die Zeitverschwendung begann er ziemlich schnell zu diktieren.

Grete, über das Heft gebeugt, biß die Zähne zu­sammen. Nun galt es! Die ersten Sätze glitten wie verschwommene Laute an ihrem Ohr vorbei, ihre zitternden Finger machten irgendwelche sinnlose Zeichen. Da mit einem Schlag war die Nervo­sität weg, das Zittern schwand, die Sinne schärften sich. Flott folgte der Stift des Mannes Rede, kurz flatterten die Lider fragend hoch, wenn er pau­sierte.

Doch nicht so dumm", dachte Sellden überrascht, nur schüchtern!" Gab es das noch bei europäischen Mädchen?! Noch einige Minuten diktierte er. Wollen Sie bitte lesen?"

Grete sah auf, hatte auf einmal wieder das ver­gnügte Funkeln in den Äugen.Die ersten Sätze hab ich vor lauter Angst überhaupt nicht gehört", gestand sie,erst hier fing ich an*

Gut, gut", lobte der Lange. Die konnte ja wirk­lich etwas!Aber es klingt alles ein bißchen ko­misch, wie Nicht sehr korrekt"

(Fortsetzung folgt!)