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Heu

Luftschutz-Schulung der Feuerwehrführer

weiteren Ver-

Das Resultat zeugt von guten

Fußball der heimischen Mannschaften

Stürmerreihen mit Mannschaften. Das gemildert sein, aber wieder das Spiel

unter gleich aller, einst-

der Bezirksklasse Lützellinden und Wetzlar sich abmachen sollten, hat die 1. Kreisklasse drei ernste Anwärter aufzuweisen. Wem es dings gelingt, nach vorne zu kommen, kann weilen noch nicht gesagt werden.

1. Bezirksklasse.

Handball Gauliga: 1900 gegen Tv. Kirchbauna.

Tv. Wetzlar Tv. Hochelheim: Hochel­heim muß sich mehr anstrengen, als am Sonntag, wenn es in Wetzlar in Ehren bestehen will. Dem Papier nach sollte man einen klaren Sieg der Gast­geber erwarten.

Mtv. Gießen Tv. Lützellinden: Zu einem Kampf voll Spannung sollte es in Gießen kommen. Denn die Männerturner werden mit aller Macht versuchen, Anschluß zu behalten, und Lützel­linden wird alles daransetzen, um die Tabellen­führung weiter zu halten. Wenn Gießen nicht bes­ser spielt, als in der letzten Zeit, wird es zu einem klaren Sieg der Gäste kommen, im anderen Falle allerdings darf man mit einem ausgeglichenen Spiel rechnen.

VfB.-R. Gießen Tv. Heuchelheim: Die VfBer haben wieder eine Mannschaft zusammen­gestellt, nehmen aber einstweilen ohne Punktwer- tung an den Reihenspielen teil. Aus dem Grund bat der Ausgang des morgigen Treffens wenig Bedeutung. Es kann sich höchstens darum handeln, festzustellen, wie die Spielstärke der neuen Mann­schaft der Platzbesitzer ist und mit welchen Chan-

seinem reichen Wissen überErste Hilfe maß­nahmen bei Kampf st offerkrankunge n". Schließlich hörten die Kursusteilnehmer am Frei­

weniger beschlagenen Hinter­wird morgen vielleicht etwas trotzdem dürfte bei Kirchbauna auf den Halbrechten Schmidt

Steinberg wäre eine Beurteilung nach der Papier­form verkehrt, denn die Steinberger sind die lieber- raschungsmannschaft der Klasse. Bestimmt können sie mehr, als ihre Tabellenposition verrät. Die Mannschaft hatte eben das Unglück, durch Ausfälle von Spielern selten mit kompletter Mannschaft an­treten zu können und verlor darüber hinaus Spiele, die sie eben so gut hätte gewinnen können. Ge­rade die Tatsache, daß die Steinberger vom Abstieg bedroht sind, macht sie so gefährlich, denn sie wer­den in diesem Spiele mit dem Mute der Verzweif­lung kämpfen. Weiterhin waren es gerade die Steinberger, die den Gießenern auch in früheren Derbandsserien schwer zu schaffen machten. Die Gäste verfügen über einen überdurchschnittlichen Tormann und eine schlagsichere Verteidigung. Ihre Schwäche ist die Läuferreihe, im Sturm sind Fett und Lang die überragenden Kräfte. Diesem Gegner gegenüber müssen die VfB.er mit stärkster Aufstel­lung antreten, wenn sie keine Ueberraschung erleben wollen. Leider müssen sie auf die Mitwirkung von Antes verzichten. Spielerisch sollten die Gießener den Steinbergern überlegen sein. Man erwartet.

Während die 2. Kreisklasse und die Jugendklasse mit ihren Spielen ziemlich zu Ende sind, geht der Kampf in der Bezirks- und 1. Kreisklasse unver­drossen weiter. Er spitzt sich sogar, wie der Aus­gang der letzten Treffen gezeigt hat, allmählich zu einem scharfen Ringen um die Führung zu. In beiden Klassen ist die Frage nach dem Sieger so­gar jetzt undurchsichtiger denn je. Während es in

und bei 1900 wieder auf Krüger zugeschnitten sein. Der Ausgang des Treffens muß daher als voll­kommen offen bezeichnet werden.

Die Gießener Farben sollen vertreten: Enders; Cremers, Funke; Mann, Knop, Hofmann; Betz, Göing, Hammann, Krüger, Schüler.

Stabsführer Lauterbacher im Deutschen Olympischen Ausschuß.

Der Reichssportführer teilt mit: Die Hit­ler-Jugend hat als ihren Vertreter Stabsführer Lauterbacher in den Deutschen Olympischen Ausschuß abgeordnet, der damit neben den Vertre­tern des deutschen Sports nun auch Vertreter aller mit diesem zusammenarbeitenden Organisationen der Partei enthält.

Die Handball-Gauligamannschaft der Spielver­einigung absolviert das erste Spiel der Nachrunde am morgigen Sonntag auf eigenem Platz gegen den Turnverein Kirchbauna. Es stehen sich damit zwei Mannschaften gegenüber, die in der derzeitigen Tabelle den dritten und vierten Rang einnehmen. Das zeugt von einer ausgeglichenen Spielstärke, und man darf morgen mit einem hochinteressanten Kampf rechnen. In dem Vorspiel trennte man sich unentschieden 14:14. Das Resultat zeugt von guten

tagnachmittao noch einen instruktiven Vortrag von Studienrat Dr. F l ö r k e überGelände-Ent- giftun g". In Den Abendstunden entwickelte sich in zwangloser Weise eine rege Aussprache. In vielen Fragen und Erörterungen fand das lebhafte In­teresse der Feuerwehrführer seinen Ausdruck. Der Samstag dritter und letzter Schulungstag brachte zunächst den Vortrag von Kreisfeuerwehr­inspektor Bouffier, der überDie verschie­denen Arten des Einsatzes der Feuer­wehr bei Luftangriffen im Luftschutz- d i e n st" referierte. An diesen Vortrag schloß sich eine große Hebung auf dem Gelände der Gummi- fabrik Poppe an, bei der in praktischen Vorfüh- rungen der Vortrag des Kreisfeuerwehrinspektors seine Bestätigung fand. Den Abschluß des Kursus bildet heute Nachmittag eine zusammenfassende Heberschau an einem P l a n s p i e l, das den Füh­rern der Freiwilligen Feuerwehren des Kreises Gie­ßen die Systematik des Einsatzes bei Luftangriffen in allen Einzelheiten veranschaulichen soll.

Den Kursusteilnehmern brachte die dreitägige Schulung ein regelrechtes Lagerleben. Der Tag begann mit dem Wecken, der Frühsport folgte, die Betten wurden gebaut, gemeinsam Kaffee getrunken und nach der Arbeit auch gemeinsam zu Mittag gespeist. Das kameradschaftliche Leben in diesem Lager machte den fast durchweg älteren Kursusteilnehmern große Freude. Die Rückwirkun- gen auf den Schulungsbetrieb blieben nicht aus. Die Teilnehmer waren stets mit großer Aufmerk­samkeit bei der Sache. Sie dürften zweifellos reiches und lebendiges Wissen in die Wehren ihrer Kreisorte mit nach Hause nehmen.

Handball im Kreis VIII Cahn-Dill).

Der Luftschutzkursus der Feuerwehrführer, die gegenwärtig im Kameradschaftslager im Stuben- tenheim für drei Tage vereinigt sind, nahm am gestrigen Freitag mit verschiedenen Vorträgen feinen Fortgang. Der Vormittag brachte zunächst einen sehr instruktiven Vortrag des Gewerbelehrers Schuchardt (der in unserem gestrigen Bericht über die Eröffnung des Kurses irrtümlicherweise mit einem anderen Herrn, der auf anderem Ge­biete mit ihm zusammenarbeitet, verwechselt wor­den war) über die Zusammensetzung, die Wirkungs­weise und die Bekämpfung der Brandbomben. Der Redner veranschaulichte seinen Vortrag durch einige sehr eindrucksvolle Experimente, mit denen er seinen Zuhörern das Verständnis für das Gefahrenausmah nahebrachte.

Im Anschluß an den Vortrag wurden verschiedene Arten von Brandsätzen vorgeführt, die die jeweilige Wirkungsweise drastisch veranschaulichten. Gleich­zeitig war damit die Löschübung eines Boden- branves verbunden.

Die Bezirksktaffe am Eonntaa.

BfB.-R. Gießen FL. Watzenborn-Steinberg.

Bissenberg Niedergirmes.

Frohnhausen Naunheim.

Sinn Dillenburg.

Spv. 05 Wehlar 1900 Gießen.

Die Bissenberger dürften sich bestimmt nicht von Niedergirmes schlagen lassen, zumal sie den Vorteil des eigenen Platzes haben. In Frohnhausen hat Naunheim einen schweren Stand. Der Ausgang dieses Spieles ist offen. Sinn kämpft gegen Dil­lenburg unter dem Eindrücke des großen Abstieges. Aus diesem Grunde muß Dillenburg mächtig aus sich herausgehen, wenn ein Sieg errungen werden soll.

DfB.-Reichsbahn Gießen.

FL. Wahenborn-Sleinberg auf dem Waldfporkplah.

Wenn man die Tabelle als Grundlage für die Beurteilung der Spielstärke beider Mannschaften nehmen wollte, so müßten die Gießener einen ein­deutigen Sieg erringen. Aber gerade gegenüber

Der Freitagnachmittag brachte im lauf des Schulungskurses wiederum einen Vortrag von Gewerbelehrer Schuchardt, der eingehend das Thema:Die Brisanzbombe und ihre Wirkungsweise" behandelte. Auch hier er- hielten die Kursusteilnehmer einen vollständigen Heberblick über die spezielle Materie und vertieften damit in engen Zusammenhängen mit den voraus- gehenden Vorträgen ihr Wissen um die Möglich­keiten und Notwendigkeiten des Luftschutzes.

Dann sprach Medizinalrat Dr. Kortüm aus

cen sie in Zukunft rechnen kann. Ohne daß man sich festzulegen braucht, darf man wohl mit Sicher- heit annehmen, daß es einen sicheren Sieg der Heuchelheimer geben wird.

Tuspo. Marburg Tv. Roth: Das Vor­spiel am vergangenen Sonntag endete unentschie­den. Es sollte deshalb in Marburg zu einem Sieg der Einheimischen langen.

1. Kreisklasse.

Tv. Atzbach Tv. Niedergirmes: Ob­wohl das Vorspiel unentschieden endete, kann noch nicht bestimmt gesagt werden, wer morgen Sieger bleiben wird. Beide Mannschaften haben in der Zwischenzeit schöne Spiele gezeigt, haben aber auch ebenso oft kraß versagt. Es kann deshalb schon möglich sein, daß es zu einer Heberraschung kommt.

Tv. Garbenheim Tv. Groß-Rech­tenbach: Die Gäste haben Gelegenheit, ihre füh­rende Stellung weiter zu befestigen. An einem sicheren und eindeutigen Sieg von G r o ß -R ech­te n b a ch wird wohl' niemand zweifeln.

Tv. Holzheim Tv. Hörnsheim: Das aufschlußreichste Spiel steigt in Holzheim. Hier treffen zwei Mannschaften aufeinander, die sich un­bedingt gleichwertig sind, und die sich um den Sieg einen harten Kampf liefern werden. Wer gewinnen wird, kann mit Bestimmtheit nicht gesagt werden, es ist möglich, daß die Tagesform entscheidet, viel­leicht aber auch der Vorteil des eigenen Platzes. Für Holzheim bedeutet ein Sieg Anschluß an die Spitzengruppe, während Hörnsheim bei Verlust keine Chance mehr für die erste Stelle hat.

Jugendklasse.

To. L i ch Tv. Lützellinden: Wenn auch Lich in der letzten Zeit etwas nach vorn gekommen ist, so ist doch kaum anzunehmen, daß es gegen die spielerfahrenen Gäste gewinnen wird.

3. Neichelberusswettkampf 1936.

Kamerad am i. hraubstock!

Kamerad hinlerm Pflügt Kamerad am Schreibtisch!

Du gehörst in die Front der schaffenden deutschen Fugend! Melde dich zum dritten Reichsberufs­wettkampf!

Rodheim Leihgestern (Holzapfel, Lich); Heu­chelheim Grünberg (Kleemann, Bissenberg); VfB.-R. 2. Großen-Buseck (Zutt, Wetzlar); Wer- dorf Ufm (Volkmar, Wetzlar); Wetzlar 2. Aßlar (Keller, Naunheim); Älbshausen Burg­solms (Wolf, Allendorf); Leun Steindorf (Niers­bach, Wetzlar); Stockhausen Bissenberg 2. (Kü­ster, Berghausen); Großen-Linden Lich (Mar­scheck, Wetzlar); Garbenteich Steinberg 2. (Ger­hardt, Steinbach); TV. 1846 Krofdorf (Krämer, Rodheim); Lollar 2. Wißmar (Körber, Alten- Buseck); Heuchelheim 2. Fellingshausen (Lind, Wetzlar); Rüddingshausen Großen-Buseck 2. (Röhm, Grünberg); Treis Grünberg 2. (Pieh, Londorf); Londorf Daubringen (Beck, Flensun­gen); Flensungen Geilshausen (Böcher, Gießen); Lollar 3. Staufenberg (Bender, Treis); Wetzlar 3. Aßlar 2. (Wenzel, Schmalbach).

Gleich der erste Spielsonntag des neuen Jahres bringt Spiele um den Vereinspokal. Es haben sich zwar nur 6 Vereine zur ersten Runde gemeldet, doch dürsten die Paarungen spannende Spiele bringen.

Leihgesterns Gegner heißt Rodheim. Das Vor­spiel war zwar eine sichere Beute Leihgesterns, aber im Rückspiel wird Rodheim zumal auf eigenem Platz sehr schwer zu schlagen fein. Die Grünberger haben wenig Aussichten, in Heuchelheim erfolgreich abzu­schneiden. Die Rasenspieler aus Lich fahren zum TV. Großen-Linden und dürften dort einen sehr schweren Stand haben. Garbenteich empfängt die Reserve der Steinberger Teutonen und wird siche­rer Sieger werden. Krofdorf muß gegen die Turner antreten und hat Aussichten, die Punkte zu errin­gen, denn bis jetzt konnte die Platzmannschaft nicht überzeugen. Fellingshausen hat Schwierigkeiten zu überwinden, denn verschiedene Spieler sind einge­rückt. Heuchelheim erwartet man in Front. Rüd­dingshausen sollte der Papierform nach sicherer Sieger gegen Großen-Buseck 2 werden. Entscheidend für Daubringen ist das Spiel Londorf gegen Dau­bringen. Wenn Londorf gewinnt, ist der Mann»

daß die Gießener Mannschaft ihre Formverbesserung erneut unter Beweis stellt und einen knappen Sieg erringt, zumal sie den Vorteil des eigenen Platzes hat. Schiedsrichter ist Reis, Niederflorstadt.

VfB.-R. 2. Großen-Buseck 1.

Die Gießener haben in diesem Spiele die Dor- pielniederlage auszumerzen. Eine Aufgabe, die ie lösen können, da durch Spielerausfall die Lei­tungskurve der Gäste gesunken ist. Es wird aller- itngs einen harten Kampf geben. Man traut den Gießenern einen glatten Sieg zu.

Jugendfußball.

Die 1. Jugend muß auf den Platz des Lokal­gegners, um Dort ihr Pflichtspiel gegen die 1. Ju­gend von 1900 auszutragen.

Die 2. Jugend hat, trotzdem sie eine erhebliche

Leistungssteigerung aufzuweisen hat, keine Chancen, in Großen-Linden gegen die dortige Erste zu gewin­nen.

Die 3. Jugend und die Schülermannschaften sind spielstei.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

. Dehlar (Liga) 1900 (Liga).

Die Blauweißen müssen am Sonntag zum Sport­verein Wetzlar und stehen damit vor einer schweren Aufgabe, Denn Die DomftäDter haben durch die Niederlagen der beiden Tabellenersten wieder etwas Aussicht erhalten, in Der Meisterschaftsfrage noch ein Wort mitzureden. Wohl ist es ihnen nicht mög­lich, aus eigener Kraft dies Ziel zu erreichen, aber bei Den nie zu erforschenden Möglichkeiten Der Punktekämpfe ist noch eine gewisse Hoffnung vor­handen. Auch die Blauweißen hegen noch gewisse Hoffnungen, wenn auch nicht auf die Meisterschaft, Denn Dqau dürften Die Minuspunkte etwas zu hoch sein, so doch auf einen guten Platz im Vorderfelde.

Bei Beurteilung der Mannschaften dürfte sich für Den einen oDer Den anDeren keine wesentlichen Vor­teile errechnen lassen. Beide Mannschaften sind sich ziemlich gleichwertig in ihrer Spielauffassung. Bei Wetzlar überwiegt der forsche und draufgängerische Moment, während bei 1900 das Spielgeschehen mehr auf technischer Grundlage basiert. Entscheidend für Den Ausgang des Spieles dürfte die Tagesform Der Mannschaften sein. Der Platzvorteil für Wetzlar wird wohl kein allzu großer Faktor von ausschlaggeben­der Bedeutung sein, Denn auch die Blauweißen kennen seine Tücken zur Genüge.

Bei Aufstellung der Mannschaft hat man von jeglichem Experiment Abstand genommen. Nur der Posten des Rechtsaußen wird neu besetzt. Wer ihn einnimmt, steht noch nicht ganz fest. Am wahrschein­lichsten wird wohl sein, daß ihn Doebler (früher 06/07 Bielefeld) bezieht. Die Elf hätte danach fol­gendes Aussehen: Fischer; Zeiler, Lippert; Monk, Heilmann, Schäfer; Doebler, Clement, Wilhelmi, Schmelz, Henkelmann.

Jugeudfuhball.

Die Spiele der ersten und zweiten Schülermann- schast fallen wegen der schlechten Platzverhältnisse ous. Die erste Jugendmannschaft empfängt die gleiche Mannschaft des Lokalgegners zum fälligen Rück­spiel vor dem Spiel Der ersten Handballmannschaft. Man geht wohl nicht fehl, wenn man hier mit einem schönen und spannenden Kampf rechnet. Die Jugend der Spielvereinigung 1900 tritt in der be­währten Aufstellung des vergangenen Sonntags an.

Kußball der Kreisklaffen.

Pokalspiele: Lollar Ehringshausen (Koob, Garhenheim); Spfr. Wetzlar Oberbiel (Philipp, Gießen); Philippstein Holzhausen (Deis, Nauborn).

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Amtsgericht Gießen.

Die F. A. in Gießen erhielt einen Strafbefehl über 3 Mark, weil sie am 1. Oktober vorigen Jah­res an der Kläranlage in einen Graben schmutziges Wasser ausschüttete, wodurch üble Gerüche verbrei­tet wurden. In der gestrigen, auf den Einspruch hin anberaumten Hauptverhandlung bestritt die An­geklagte die Tat, sie wurde jedoch durch die Be­weisaufnahme überführt. Es verblieb bei der fest­gesetzten Strafe.

Der schon einschlägig vorbestrafte 29jährige Otto Weiß aus Frankfurt hatte sich gestern wegen versuchten Diebstahls zu verantworten. Der Ange­klagte hatte am 30. November 1935 ein im Horst- Wessel-Wall aufgestelltes Auto in Gang gesetzt und damit wegfahren wollen. Lediglich Das plötzliche Hinzukommen des Besitzers des Wagens verhin­derte den Angeklagten am Weiterfahren. Das Ge­richt verurteilte ihn zu sechs Monaten Ge­fängnis. _____________________

LMMSAM

Volksverbundenheit tarn bei 6er demW ni W'nt-rhilfswerk zum Ausdruck, dem 20 W. als Spende zugefuhrt werden konnten. Angestellte im nichtarischen Haushalt. In Verbindung mit dem erlassenen Aufruf des Gauleiters und Reichsstatthalters Pg. Sprenger betresss Auswirkung des G-I-tz-s vom 15. 9. 1935 mirh h'-rnch nochmals daraus hingewiesen, datz Putzfrauen bzw. alle in nichtarischen Haushaltungen beschäftigte weibliche Personen ebenfalls unter die Bestimmung des erlassenen Gesetzes fallen und so- mit, falls sie das 35. bzw. 45. Lebensjahr nicht er- reicht haben, ihren Beruf in nichtarischen Haushal- ten nicht weiter auszuüben haben.

Willi Becker, Landesobmann der NSBO und Gauwalter der DAF. Hessen.

(Siebener Dochenmarktpreise.

* 4.Ian. Auf dem heutigen Wochen-

markt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,55 Mk Landbutter 1,42, Markenbutter 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, inlän« Me ungezeichnete, 10 bis 11, Wirsing, bas Pfund 1? <15' Weißkraut 8 bis 12, Rotkraut 12 bis 18

Gelbe Ruben 9 bis 12, Rote Rüben 10, Spinat 15 bis 20, Hnterkohlrabi 7 bis 8, Grünkohl 12 bis 18 Rosenkohl 25 bis 35, Feldsalat 80 bis 90, Zwiebeln

Meerrettick 30 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Aepfel 10 bis 30, Birnen 15 bis 25, Nüsse 38 bis 55, junge Hähne 90 Pf. bis 1,10 Mk., Sup­penhühner 80 bis 90 Pf., Gänse 90 Pf. bis 1 Mk Enten 90 Pf. bis 1,10 Mk., Tauben Das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 30 bis 50, EnDivien 5 bis 25, Lauch 5 bis 12, Rettich 5 bis 15, Sellerie 5 bis 40, Kartoffeln, der Zentner 3,30 bis 3,50 Mk.

*

Sterbefälle in Gießen. Es verstorben in Gießen in der Zeit vom 16. bis 31. Dezember 1935: 18. Susanne Ditzel, geb. Lehr, 74 Jahre alt, Wwe., Kaiserallee 6; 21. Anna Morg. Froelich, geb. Beppler, Witwe, 77 Jahre alt, Senckenbergstr. 13; 21. Auguste Haus, ohne Beruf, 19 Jahre alt, Markt- straße 27; 21. Wilhelmine Barth, geb. Werner, Wwe., 68 Jahre alt, Gutfleischstr. 2; 23. Marie Krug, geb. Häuser, 35 Jahre alt, Liebigstraße 14; 23. Jakob Noll, Fuhrunternehmer, 64 Jahre alt, Lindengasse 2; 24. Julius Ferd. Schüler, Reichsb.- Oberschaffner i. R., 58 Jahre alt, Lahnstraße 19; 24. Balthasar Jung, ftäbt. Arbeiter, 83 Jahre alt, Walltorstraße 49; 26. Hans Ewald Kleine, Kunst- maler, 28 Jahre alt, Horst-Wessel-Wall 1; 26. Ioh. Lak. Lather, Rentner, 87 Jahre, Krosdorfer Str. 26; 28. Elfriede Driesch, ohne Beruf, 25 Jahre alt, Sei- tersroeg 70; 28. Ernestine Mahr, geb. Scheuplein, 75 Jahre alt, Schanzenstraße 1; 27. Ida Gräfing- holt, geb. Meier, 70 Jahre alt, Memeler Straße 9; 30. Ludwig Klingelhöfer, Oberbahnassistent, 88 Jahre alt, Crednerstraße 10; 31. Georg Bickelhaupt, Bau- insvektor, 59 Jahre alt, Kaiserallee 36.

** Weihnachtsspende. Die Genossenschaft für Häute- und Fettverwertung eGmbH. zu Kassel, bzw. die Nebenstelle Gießen, hat aus Anlaß Der Weihnachtsfeiertage sich ihrer Gefolgschaft gegen­über erkenntlich gezeigt. Den Dort beschäftigten Volksgenossen rourDe Den persönlichen unD sonsti­gen Verhältnissen anpassend, eine Spende in Geld zugewiesen, ein erneuter Beweis dafür, daß auch dieser gewerbliche Betrieb das richtige Verständnis für die heutige Zeit hat.

* * D a 5 Stadttheater-Abonnement be­trifft eine Bekanntmachung der Bürgermeisterei in unserem heutigen Anzeigenteil. Interessenten mögen die Bekanntmachung beachten.

** Zur Einsendung Der Lohnsteuer­belege für Das Kalenderjahr 1935 for­dern die Finanzämter Gießen, Alsfeld, Grünberg und Hungen in unserem heutigen Anzeigenteil auf. Auf die Bekanntmachung sei besonders hingewiesen.

** Viehmärkte in Gießen. Am kommen­den Dienstag, 7. Januar, findet in Gießen Rind- oieh-(Nutzvieh-)Markt statt. Schweinemarkt ist für Mittwoch, 22 Januar, vorgesehen. Siehe heutige Bekanntmachung der Bürgermeisterei.

** Das Fundsachenverzeichnis. Dos Verzeichnis über die im Monat Dezember gefunde­nen bzw. abgelieferten Gegenstände kann an Der Anschlagtafel »m Flur Der Polizeidirektion, Land- oraf-VhtLipp-Platz Nr. 1, eingesehen werden. Die Empfangsberechtigten werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb zwei Monaten beim Fundbüro während Der Dienststunden geltend zu machen.

** Durch heiße Suppe verbrüht. Ge­stern ereignete sich in einer Familie in der Kaplans- gaffe ein Unfaü, bei dem ein 2 Jahre altes Mädchen schwer zu Schaden kam. Das Kind hatte ein Ge­fäß mit heißer Suppe ergriffen und den Inhalt über sich geschüttet, so daß es Gesicht und Arme stark verbrühte. Es mußte der Klinik zugeführt werden.

Bl'l kettS bequem, sparsam