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ganzen und im einzelnen kann Wege der Mystik und der

nicht erforderlich, da die angekauften Mont-Cenis-, Stellung Kuxe ja bisher der Muttergesellschaft von Harpen,! einnahm.

Altersklassen

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Aus aller Wett

Wie sieht es in der Wirtschaft aus?

, Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. [, Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf.,

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Ein gewaltiger Erdrutsch wird aus Val Ner- via in Italien gemeldet. Einige 10 000 cbm Gestein gerieten in Bewegung. Es wurden 10 000 Bäume, darunter Oliven und Pinien, verschüttet. Zehn am Abhang gelegene Häuser stürzten ein. Die Be­wohner hatten sich rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Der Verkehr ist auf zwei Straßen unterbunden. Auch an anderen Orten ereigneten sich F e l s - stürze. Bei Novara haben mehrere Schne e - l a w i n e n großen Schaden an den Baumbestäw den angerichtet. Einige Flüsse, darunter der Tessin, führen Hochwasser,

Der größte deutsche Arbeitgeber.

Oie Reichsbahn erstattet Bericht über das Wirtschaftsjahr 1935.

beider Gesellschaften. Finanzielle Aufwendungen sind zur Durchführung der Transaktien überhaupt

von Blut und Boden, deutscher Eigenart und Ge­schichte. Auf dem gleichen Grunde weisen wir aber auch jede Vergötzung der natürlichen Lebensmächte ab. Die innere Erneuerung unseres Volkes im .....

nicht a u f dem Wege der Mystik und der heroischen Hoffnungslosigkeit, son­dern allein durch eine tiefe Bindung an Gott als den Herrn des Lebens und der Ge­schichte gegeben werden.

4. Wir rufen demgemäß unsere deutsche Jugend auf, unbeirrt durch die Verwirrung der

mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig^

Mehr (+) oder weniger () im Dezember 1935 gegen Dezember 1934

Bonna. Rh., 3. Jan. (DNB.) Zur Ueberwindung der das Leben der Kirche bedrohenden theologischen Gegensätze haben sich sämtliche ordentlichen Pro­fessoren der evangelisch , theologischen Fakultät der Universität Bonn zu fol­gender Erklärung zusammengeschlossen:

1. Wir erkennen m der Heiligen Schrift die einzige Schrift, die einzige Regel und Richtschnur des Glaubens.' Die reforma­torischen Bekenntnisse haben als Zeugnisse des kir­chenbildenden Glaubens für die Lehrbildung der Kirche wegweisende Bedeutung, können und wollen aber nur soweit gelten, ,als sie mit der Heiligen Schrift übereinstimmen.' (form. Gone.) Alle Ver­handlungen über konfessionelle Unterschiede müssen daher zu einem Gespräch unter dem Wort der Schrift werden.

2. Wir wissen uns einig mit dem Bekennt­nis der Verfassungsurkunde der Deut­schen Evangelischen Kirche vom 10. Juli 1933, Ar­tikel 1: ,Die unantastbare Grundlage der Deutschen Evangelischen Kirche ist das Evangelium von Jesus Christus, wie es uns in der Heiligen Schrift bezeugt und in den Bekenntnissen der Reformation neu ans Licht getreten ist.' Das in Christus Mensch gewordene Gotteswort ist der ein­zige Weg zur Ueberwindung des Schuld- und To- desoerhängnisses der Menschheit.

3. Auf Grund dieses Evangeliums setzen wir uns entschieden ein für die nationalsozia­listische Volkwerdung auf der Grundlage

Die Deutsche Reichsbahn mit ihren rund 650 000 Beamten, Angestellten und Arbeitern ist der größte deutsche Arbeitgeber. Gerade darum verdient die jetzt für das Jahr 1935 vorgelegte Generalabrech­nung, die nicht nur mit Zahlen operiert, sondern auch eine ganze Reihe sehr schöner Leistungen vor- weist, besondere Beachtung. Sehen wir uns zunächst die Reichsbahnfinanzen an, so ergibt sich eine Mehreinnahme von rund einer Viertel Milliarde. Damit sind die Ausgaben noch keineswegs gedeckt, aber wenn sich die wirt­schaftliche Entwicklung im bisher eingeschlagenen Tempo fortsetzt und eine Garantie dafür ist die Friedens- und Ausbaupolitik des Führers dann werden bald Einnahmen erzielt werden können, die einen echten Ueberschuß ergeben. Tatsäch­lich wäre aber dieser Ueberschuß schon vorhanden, wenn auf der Reichsbahn nicht noch die sogenann­ten politischen Lasten, Reste einer noch nicht ganz überwundenen Vergangenheit, ruhen würden, so z. B. Dividenden für die an das Reich entschä­digungslos abgetretenen Vorzugsaktien, Beiträge an das Reich, die aus der Dawes- und Poungzeit stammenden Beförderungssteuer und mancherlei an­dere Ausgaben, die insgesamt eine halbe Milliarde ausmachen. Da aber die Reichsbahn ihre Aufgabe im Rahmen des wirtschaftlichen Wie- deraufbaues nicht darin erblickte, nun die Gunst

der Stunde auszunutzen und womöglich die Tarife zu erhöhen, sondern möglichst viele für den Aufbau nötigen Materialien zu Ausnahmetarifen zu beför­dern, ergaben sich Mindereinnahmen, die den Rein­verdienst schmälerten, aber wegen des hohen Ge­samtzieles durchaus vertretbar sind. Für die Reichs­bahn hat der wirtschaftliche Aufschwung eine Ver­kehrserweiterung im Gefolge gehabt, die an den Stand des letzten Dorkriegsjahres heran­reicht. Das hatte die Neueinstellung von rund 30000 Arbeitskräften zur Folge, während außerdem die Reichsbahn noch durch Arbeitsaufträge in Höhe von 1,6 Milliarden einen eigenen wertvollen Beitrag zur Arbeitsschlacht gab. Das Bild der Leistungen der Deutschen Reichs­bahn rundet sich aber erst ab, wenn man die zahl­losen Neubauten, Verkehrsverbesserungen und vor allem auch die sozialen L e i st u n g e n zugunsten der eigenen Belegschaft heranzieht. So stellt sich die Reichsbahn zu Beginn des neuen Jahres als ein Unternehmen vor, das aus sich heraus der deutschen Volkswirtschaft unendlich viel gibt, das aber auch nach fachlich-geschäftlichen Gesichtspunkten geführt wird, das erhebliche Ueberfchüffe erzielt und in sei­nem Wirken und der Erfüllung seiner Aufgaben zu den Unternehmungen gehört, die restlos im Dienste der Volksgemeinschaft stehen.

in der Zunahme des Bestandes an träch­tigen Sauen (11,8 v. H.) aus. Bis zu dem Zeit­punkt, in dem dieser Nachwuchs schlachtreif wird, kommt es darauf an, die gegenwärtig noch kleineren Bestände an Jungschweinen a u f ein hohes Schlachtgewicht zu bringen, um den Bedarf an Schweinefleisch und -fett soweit wie möglich aus eigener Erzeugung zu decken.

30 Kinder durch Gas vergiftet.

In Casale (Oberitalien) wurden Schüler durch Heizgase vergiftet. Die Rettungsgesellschaft mußte 30 Kindern Hilfe leisten. Einige Schüler wurden sofort ins Krankenhaus geschafft. Lebens­gefahr besteht jedoch in keinem Falle. Man ver­mutet, daß das Ausströmen des Gases auf mangel­hafte Sicherungsoerhältnisse zurückzuführen ist. Auch in einer anderen Schule und fünf Prioathäu- sern wurden Gase bemerkt.

Zum Tode Botschafter Kösters.

Paris, 3. Jan. (DNB.) Die Witwe des ver­storbenen Botschafters Roland Köster erhielt von Botschafter von Ribbentrop folaendes Beileidstelegramm:Zu dem schweren Verlust, den Sie, sehr verehrte gnädige Frau, durch das plötz­liche Hinscheiden Ihres Mannes erlitten haben, spreche ich Ihnen, auch im Namen meiner Frau, unsere aufrichtige und tiefempfundene Teilnahme aus. Joachim von Ribbentrop." Weitere Tele­gramme liefen ein von Reichsstatthalter Ritter Franz v. Epp, von Staatssekretär v. Bülow, von Kardinalstaatssekretär Pacelli sowie vom Chef des Generalstabs des Heeres, General der Ar­tillerie B e ck und vom Leiter der Auslandorganifa- tion der NSDAP. Gauleiter Bohle.

Schwere llnwetterverheerungen in ganz Frankreich.

5,5

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v. H.

1,9

Zur Ueberwindung der theologischen Gegensätze.

Eine Erklärung der evangelisch-theologischen Fakultät in Bonn.

3. Dezember 5. Dezember

1935 1934

in Millionen Stück

Die Finanzwelt wurde zum Jahreswechsel durch die Mitteilung überrascht, daß eine zweite schweizerische Großbank, nämlich die AG. Leu & Co. in Zürich, Zahlungsaufschub auf vorläufig drei Monate nachgesucht und erhalten hat, nachdem vor einigen Monaten die Baseler Handelsbank den gleichen Weg gegangen ist. Der akute Anlaß für dieses Ereignis ist das Un­vermögen der Bank, ihre fälligen Kaffa-Obligatio- nen bar einzulösen, da Konversionsversuche gefchei- tert find und eine Aufnahme der nötigen Mittel am Geldmarkt nicht durchführbar erscheint. Für das Banksystem der Schweiz bedeutet der Fall Leu 8- Co. jedenfalls eine neue Erschütterung, zumal es sich um das älteste schweizerische Finanzinstitut han­delt, das 1755 gegründet wurde und mit 40 Mil­lionen Francs Aktienkapital eine sehr bedeutende Stellung im Rahmen des Bankwesens der Schweiz

der Maximitianshütte, gehörten, und die Bezahlung lediglich durch Lieferung von Koks erfolgen soll. Das Ergebnis der Transaktien für die Harpener Bergbau AG. ist eine wesentliche Verbesserung der Absatzlage, die letzten Endes für die gesamte deutsche Montanindustrie von Vorteil sein wird.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot: für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. 2).21. XI. 35: 11030. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Stein­druckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf.

Wicklung im alten Jahr.

Einige solche Rückblicke sind jedoch bereits er­schienen, so daß für diesen oder jenen Sektor der Volkswirtschaft schon eine Uebersicht zu gewinnen ist. So haben die beiden Hanse st adte Hamburg und Bremen durch ihre Handels­kammern gesprochen, und für Hamburg war dabei besonders bemerkenswert, daß sich in der alten Handels- und Schiffahrtsstadt unter dem Druck der Verhältnisse eine strukturelle Wandlung insofern anbahnt, als i m m e r m e h r i n d u ft r i e l l e A n - lagen in das Hamburger Gebiet übersiedeln. Man verbindet hiermit den Plan, die hamburgische Wirt­schaft krisenfester gegen Wechselfälle des Außenhandels zu machen. Die verbesserte Beschäf­tigung der Hamburger Industriebetriebe war zum großen Teil die Folge größerer öffentlicher Auf­träge, doch hatten die Werften auch von privater Seite des In- und Auslandes Handelsschiffe in Auftrag. Im Frachtgeschäft der Reedereien hat sich der Verkehr mit Ostasien, Weftindien, Kuba, Mexiko und Südamerika am günstigsten entwickelt, während er mit Australien und Niederländisch-Jn- dien unbefriedigend blieb und nach der Oftkufte Nordamerikas besonders große Einbußen erlitten hat. Das Passagierge schäft hat vor allem auf dem Atlantik eine wesentliche D"lebung erfahren.

Der Bremer Kammerbericht beschäftigt sich besonders mit den verschiedenen für das Wirtschafts- l-b-m an der Unterweser besonders wichtigen W a - renmärkten, wie Baumwolle, Wolle, Jute, Kaffee usw. Ganz allgemein ist hierzu zu NQeu, daß die Umstellung auf Tauschgeschäfte und auf die Benutzung der verschiedenen Sonderzahlun^smog- lichkeiten im Rahmen der Devisenbewirtschaftung der Bremer Wirtschaft große Schwierigkeiten und viel Arbeit machte, die teilweise notwendig em Leerlauf bleiben mußte Trotzdem wurden aber eine oanze Reihe von Erfolgen erzielt, so z. B. im sandel mit ägyptischer Baumwolle, die in den letzten Monaten äußerst lebhaft gehan- delt wurde, wobei sich Bremen zum wichtigsten Um- schlagplatz dieser Ware für ganz ^"^uropa e n - wickelte. Günstiges wird auch über den Handelmit Südamerika gesagt, der sich recht gut entwickeln tonnte. *

Der Deutsche G e n o s > - n s ch a s t s v e r - b and hat ebenfalls seinen Jahresbericht heraus- zegeben Er teilt mit. daß die Betnebsmittel der

erhöht. Insgesamt schätzt man sie auf etwa 1,5 Milliarden RM. gegen 1,3 Milliarden RM. im Jahre 1934.

Die Spareinlagenentwicklung im No­vember 1935 zeigt ein weiteres Ansteigen der Gut­haben um 37,5 auf 13 309 Mill. RM. Die Umsätze auf den Konten sind mehr als fcüfonmäßig üblich zurückgegangen, die Entwicklung war aber weiterhin auf dem Lande günstiger als in den Städten. Ins­gesamt hängt der Umsatzrückgang mit der Bereini­gung der Sparkonten von den nur dem Zahlungs­verkehr dienenden Umsätzen (z. B. Gehaltskonten) zusammen. *

Der Reigen der Brauereiabschlüsse wurde in den letzten Tagen durch den Geschäftsbericht der Schultheiß-Patzenhofer Brauerei AG. Berlin vervollständigt, der eine weitere Verminde­rung der Schuldenlast und wesentliche Verbesserung der Liquidität verzeichnen kann. Als 1932 die Re­organisation des aus der Katzenellenbogen-Aera be­kanntlich sehr geschwächten Konzerns beschlossen wurde, hat man wohl kaum erwartet, daß die Ge­sundung so schnell vor sich gehen würde. Die Besse­rung der Wirtschaftslage kam der raschen und vor­teilhaften Veräußerung von Beteiligungen zugute. Besonders bemerkenswert ist die Entlastung der Gesellschaften von dem im Pfundkurs steckenden Währungsrisiko, indem eine Pfundschuld unter Zahlung des Gegenwertes in Reichsmark auf einen neuen leistungsfähigen Schuldner übertragen wurde. Die Ausfuhr konnte in einem stärkeren Verhält­nis gesteigert werden als der Jnlandsabsatz.

Der Erwerb der Mehrheit der Mont-Cenis- Kuxe durch die Harpener Bergbau A - G. fetzt den Schlußstrich unter eine Konzernbildung, die schon seit längerer Zeit in Vorbereitung war. Die Harpener Bergbau AG. war das letzte große Kohlenbergbau-Unternehmen, das Nicht m enger Verbindung mit einem großen Eisenunternehmen stand, sondern ein reiner Z e ch e n b e t r t e b ge­blieben war. Das brachte den Nachteil mit sich, daß Harpen kein angemessenes Selbst- verbraucherkontingent besaß und daß seine Kohlenproduktion daher mit einer z u h o h en Syndikatsumlage belastet war. Andererseits hatte der Eisenwnzern Maximilian-Hütte- Mittelstahl in der Gewerkschaft Mont-Cems eine xu schmale Kohlenbafis. Er mußte i bestrebt sein, sich weitere Kohlenbergwerke anzu- gliedern und hatte zu diesem Zweck sein Augen­merk schon lang- aus di- großereine Zeche har- , pen geworfen. Dar einiger Zeit war es ihm ge- : lunger., S1 Prozent des Kapitals der harpener Bergbau AG. in seinen Besitz zu bringen und da-

Kunst und Wissenschaft.

Die verschollene Emser Runenspange wieder aufgefunden.

Im Jahre 1878 wurde in einem fränkischen Grab in Bad Ems eine Runenspange gefunden, die in wissenschaftlichen Kreisen große Beachtung fand und manchen Aufschluß über germanische Vor­geschichte zu geben geeignet war. Die Spange wurde u. a. in den 1889 erschienenen Ausgaben deutscher Runendenkmäler von Hennings be­handelt. Die Runenspange kam in Privatbesitz und war dann verschollen. 1934 begann der Runen­forscher Dr. Helmut Arntz sich erneut für sie zu interessieren: er bereitet eine Neuausgabe der deut­schen Runendenkmäler vor, deren Zahl inzwischen von 12 auf 47 gestiegen ist. Seine Nachforschungen nach der Emser Spange aber blieben zunächst er­gebnislos. DieLahnzeitung" forderte ihre Leser zur Mithilfe bei der Suche auf, und bald gab es einige Fingerzeige für weitere Nachforschungen. Diese führten nach Amerika und England; feit Jahren schon wähnte man die wertvolle Spange im Ausland. Nun ist es aber dem Direktor des Nassauischen Landesmuseums in Wiesbaden, Dr. Kutsch, gelungen, die Spange im Wallraf- Richartz-Museum in Köln wiederzuentdecken, das sie aus der Sammlung Diethardt erworben hatte.

kirchlichen Verhältnisse, um eine persönliche christliche Glaubensüberzeugung zu ringen. Wir fordern die Erhaltung unserer staat­lichen theologischen Fakultäten, weil sie allein die Gewähr einer in die Tiefe und Weite gehenden Auseinandersetzung zwischen Christentum und Geistesleben bieten. Wir verwerfen jeden Ver­such, durch eine päpstlich sich gebärende Theologie oder durch kirchliches Kommando den persönlichen Kampf um den Glauben erleichtern oder ersetzen zu wollen. Wir treten ein für eine Zusammenfassung aller kirchlichen Kräfte unter einheitlicher Führung im evangelisch-brüderlichen Geiste zur Erhaltung und zum Wiederaufbau unserer reformatorischen Dolkskirche.

Bonn, 1. Januar 1936. (Gez.) Jirku, Kohl­meyer, ' Pfennigsdorf, H. W. Schmidt, Schmibt- |3aping, Stauffer."

mit Anspruch auf Gewährung des Selbst- verbraucherrechts für feine Kohlenlieferun­gen an die Maximilianshütte zu erwerben. Durch den Ankauf der Mehrheit der Mont-Cenis-Kuxe wird es ihm nun auch ermöglicht, die Derbrauchsbe­teiligung von Mont-Cenis mit der von Harpener zu einer Einheit zusammenzufassen Das Rheinisch- Westfälische Kohlensyndikat hat soeben beschlossen, die Verorauchsbeteiligung von Mont-Cenis um rb. 123 000 auf rb. 393 000 Tonnen zu erhöhen. Durch ben Erwerb ber Kuxenmehrheit von Mont- Cenis verfügt bie Harpener Bergbau AG. künftig auch über biefe Verbrauchsbeteiligung unb kann bie Förderung von Mont-Cenis berart regulieren, baß alle Bergbaubetriebe, insbesonbere aber ihre eigenen, genügenb Absatz unb Beschäftigung haben. Soweit baburch Arbeitskräfte auf ber Mont-Cenis-Zeche frei werben, finben sie in ben benachbarten Berg­werksbetrieben ber Harpener Bergbau AG. Beschäf­tigung. Die Anglieberung von Mont-Cenis an Har­pen ermöglicht also eine gleichmäßigere unb rationellere Ausnützung ber Anlagen

Kreditgenossenschaften bie Zwei-Milliarben-Grenze überschritten haben, unb baß infolgebessen bas Ak­tivgeschäft in sämtlichen Sparten verstärkt werben konnte. Besonberes Interesse mibmete man ber Bauzwischenfinanzierung, für bie ber weitverzweigte Apparat ber Kreditgenossenschaften befonbers gut geeignet ist. Die Umsätze ber Ein­kaufsgenossenschaften haben sich bei ben einzel­nen Gruppen in verschobenem Ausmaß weiter

Gesamtschweinebestanb

barunter:

Schlachtschweine (über Vi Jahr alt)

Jungschweine (8 Wochen bis noch nicht V» Jahr alt)

Ferkel (unter 8 Wochen)

Trächtige Sauen

bavon:

Jungsauen

Der erwartete Wieberaufbau ber beutschen Schweinehaltung hat feit ber letzten Zähluna inso­fern Fortschritte gemacht, als ber Min- berbeftanb gegenüber bem bes Vorjahres, ber im Juli 1935 noch 10,4 v. H. betrug, sich im De­zember 1935 auf 1,9 v. H. ermäßigte. Dieser Wieberaufbau brückt sich vor allem im zuneh - menben Bestanb an Ferkeln (5,2 v. H.) unb

Die Tage zwischen Weihnachten unb Neujahr pflegen alljährlich verhältnismäßig ruhigen Ge­schäftsverkehr, aber trojjbem für ben Kaufmann unb seine Mitarbeiter lebhafte Tätigkeit zu brin­gen. Sie finb bie Zeit ber Inventur, bes Sichtens unb Ueberschuffes ber im ablaufenben Jahr erzielten Fortschritte ober Rückschritte, ber Ge­winne ober Verluste. Die große Oeffentlichkeit er­fährt bie Ergebnisse bieser Jahresschluharbeit meist erst später, insbesonbere soweit sie sich in Bilanzen unb Geschäftsberichten ber per 31. Dezember ab- schließenben Gesellschaften ausbrücken. Auch bie Verbänbe unb Organisationen kommen im allgemei­nen erst im Laufe bes Januar mit ihren Jahres- berichten heraus unb liefern bann in ihrer Gesamt­heit ein aufschlußreiches Bilb ber Wirtschaftsent-

Wetterbericht

des Reichswetterbienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Durch ben rasch von England» nach Finnlanb vor- aestoßenen Tiefbruckwirbel mürbe feucht-warme Meeresluft über Deutschlanb nach Skanbinavien ver­frachtet. Sie gab in großer Ausbehnung Anlaß zu Landregen, ber befonbers große Ergiebigkeit im Rhein-Main-Gebiet zeigte unb hier Nieberschlags- mengen von mehr als 30 Liter pro Quadratmeter brachte. Inzwischen ist anfänglich unter Böen kältere Meeresluft nachgestoßen, bie unseren Nachbargebie­ten roieber Frost, in höheren Mittelgebirgen aber auch Neuschneefälle brachte. Im nachfolgenben Zwi­schenhoch kann zunächst mit Witterungsbesserung ge- rechnet werben.

Aussichten für Sonntag: Vielfach auf- heiternd» unb im wesentlichen trocken, nachts weitere Abkühlung, abflauenbe, meist westliche unb süd- liche Winde.

Aussichten für Montag: Zunächst Fort­dauer der freundlichen, nachts aber kalten Witte­rung.

Lufttemperaturen am 3. Januar: mittags 6,5 Grad Celsius, abends 5,9 Grad; am 4. Januar: morgens 5 Grad. Maximum 6,8 Grad, Minimum 4,8 Grab- Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 3. Januar: abends 4,5 Grad: am 4. Januar: morgens 4,6 Grab Celsius. Nieberschläge 19,9 mm.__

Das Unwetter, bas mit ungewöhnlich starken Regengüssen seit Tagen über Frankreich tobt, führt jeben Tag zu neuen Verheerungen. Allerorts finb bie Flüsse aus ihren Ufern getreten. Weite Gebiete Frankreichs finb überschwemmt. In vielen niebrig gelegenen Dörfern unb Stabtteilen reicht bas Hochwasser fast bis an bie Decke ber Erd­geschosse. Die Schöben auf ben Felbern unb ben Ortschaften finb sehr groß.

Die Seine ist bereits so sehr gestiegen, bah bie Uferkais überschwemmt finb, doch ist bie Lage in ber französischen Hauptstabt einstweilen noch nicht bedrohlich. Im Departement Jnbre-et-Laire ist eine Eisenbahnbrücke, bereu Funbamente unterspült waren, in bem Augenblick zusa mm engestürzt, als ein Zug über bie Brücke fuhr. Die Lokomotive legte sich auf bie Seite, unb ber letzte Wagen ent­gleiste. Die Reisenben kamen mit bem Schrecken davon, doch ist ber Sachschaben beträchtlich. In ber Gegend» von Niort in Westfrankreich mußten mit Hilfe von Genbarmerie unb Militär in aller Eile zahlreiche Häuser von ihren Bewohnern geräumt werben. Man befürchtet, baß zwei Personen, bie vermißt werben, in ben Fluten ertrunken finb. In Poitiers ist ben Bewohnern empfohlen worben, bie sämtlichen Erdgeschosse zu räumen. Bei Ton- nerre (Mittelfrankreich) finb gewaltige Fels- massen unterspült unb abgestürzt, wo­bei Werkstätten unb Häuser begraben würben. Glücklicherweise ist kein Verlust an Menschenleben zu beklagen. Eine gewaltige Lawine von Schnee unb Steinen hat bie Bahnstrecke zwischen Chamo- nix unb Le Fayet verschüttet.

Schreckliches Ende einer Silvesterfeier

Ein trauriges Enbe nahm eine familiäre Sil- d e ft e r f e i e r in Nauort (llnterroefterroalbfreis) durch unvorsichtiges Hantieren mit einem Revolver. Bei einem älteren Mann namens Michels hatten sich dessen verheiratete Tochter Anna Kannen- gieper, deren Mann Hermann sowie dessen zu- Mer Schwiegersohn Albert Rohre eingefun- etzterer hatte einen Revolver mitgebracht, mit dem er das neue Jahranschießen" wollte. Kurz vor Mitternacht hantierte ber Ehemann Kannen­gießer mit ber Waffe herum, wobei sich plötzlich ein Schuß löste, ber seine neben ihm am Tisch stehenbe Frau ins Herz traf. Mit ben Worten: Du hast mich ins Herz geschossen" brach bie Ge­troffene tot zusammen. Die Frau hinterlaßt em sechs Monate altes Kinb.

Gewaltiger Erdrutsch In Italien.

Die Lage der deutschen Schweinehaltung.

DNB. Berlin, 3.Jan. Die vorläufigen Zusammenstellungen bes Statistischen Reichsamtes zeigen folgenbes Ergebnis ber Schweinezählung vom 3. Dezember 1935: