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eine angebliche Mitteilung aus London über völlig erdichtete Terroraktionen in der Freien Stadt ge­bracht. Ferner hat der Polizeipräsident die Ein­ziehung der polnischen ZeitungK u r j e r P o - r a n n y" vom 29. Oktober, die in einer Artikelserie ungeheuerliche Angriffe gegen die Danziger Re­gierung richtete, verfügt.

Ausgehöhlte Autorität.

Die Fabrikbesetzunyen in Frank­reich und die auffallende Zurückhaltung der Sicher- beitsbehörden haben sehr dazu beigetragen, die Autorität des Staates und seiner Diener ganz er­heblich zu untergraben. Man will das natürlich höheren Ortes nicht wahr haben, man versucht auch, durch geschicktes Lavieren die Autorität dort, wo sie gelitten hat, langsam wieder au festigen. Beim Militär ist das bisher noch am leichtesten möglich gewesen, obwohl man auch hier aufsässige Reser­visten, die mit geballter Faust in die Kasernen ein­rückten und revolutionäre Lieder sangen, mit Sam­methandschuhen anfaßte. Aber dort, wo innerhalb der Landesverteidigung auch Zivilisten bestimmte Aufgaben zu erfüllen haben, scheint die militärische Führung ohnmächtig zu sein. Das hat sich bei dem Besuch des Unterstaatssekretärs der Kriegsmarine in den Arsenalen von Cherbourg ge- aeiat, über den wir schon kurz berichteten. Die Arbeiterschaft demonstrierte gegen den Staatssekre­tär in einer Form, der man nur Zu deutlich an­merkte, daß es nur eines geringfügigen Anlasses bedurft hätte, um schwere Ausschreitungen auszu­lösen. Die Admirale wurden genau wie der Unter­staatssekretär beschimpft und beleidigt, man sang ein Lied, dessen Text den höheren Marineoffizieren den Tod androht. Das Merkwürdigste ist aber, daß die Beleidigten, denen die aufmarschierte Marine­kompanie in voller Disziplin die erforderliche Ehrenbezeugung erwies, still und stumm die Be­leidigungen der von bolschewistischen Agenten auf» gewiegelten Arbeiter des Marinearsenals ein- steckten. Es war eine bolschewistische Kund- gebung gegen die französische Wehrmacht und ein Zurückweichen der Wehrmachtsvertreter vor den Bolschewisten. Und damit hat die Autorität der französischen Staatsführung einen neuen schweren Stoß erlitten, zumal die angetretenen Marinemann- fchaften mit eigenen Augen sahen, wie ihre Offi­ziere es nicht wagten, auch nur andeutungsweise gegen diese organisierten Beleidigungen und Her­abwürdigungen zu protestieren.

Oer Fall Salengro.

Der französische Innenminister von der An­klage der Fahnenflucht freigesprochen.

Paris, 31. Okt. (DRB.) Der Ausschuß unter dem Vorsitz des Chefs des Großen Generalstabes, Generals Gamelin, der die Militärakten des Innenministers Salengro zu prüfen hatte, ist zu folgendem Ergebnis gelangt: 1. Sa- lengro ist nur ein einziges Mal vor einem Ehrengericht erschienen. 2. Er ist niemals zum Tode verurteilt worden. 3. Er wurde im Gegenteil freigesprochen, obwohl er als Kriegsgefange­ner in Deutschland vor dem französischen Kriegs­gericht nicht erscheinen konnte.

DasEcho de Paris" betont, daß trotz des Frei­spruchs gewisse Unklarheiten und Wider­sprüche in den Akten Salengros festaestellt wor­den seien. Die Lage sei nach wie vor folgende: 14 ehemalige Frontkämpfer, sämtlich mit mehreren Kriegsauszeichnungen, hätten in aller Form ihren ehemaligen Kameraden, den heutigen Innenminister Salengro, beschuldigt, vor dem Feinde ge­flohen zu sein. Wenn man sich frage, ob der heute gefällte Urteilsspruch diese schwerwiegenden Zeugenaussagen widerlegt habe, müsse man ant­worten:Nein. DerJour" überschreibt den Abdruck des Urteilsspruches:Salengro ist ge­richtet!" Die erste Seite seines Militärpasses sei vernichtet und durch ein anderes Blatt, das im Jahre 1932 hinzuyefügt worden sei, er­setzt worden. Dieser Militärpaß enthalte vielleicht durch einen seltsamen Umstand nicht mehr den Aus­zug des Kriegsgerichtsurteils von 1916.

Französische Fliegerschule bildet spanische Marxisten aus.

Auf Anordnung

des französischen Luftfahrtministers.

Paris, 2. Nov. (DNB. Funkspruch.) DieAc­tion Fran^aise" hält die Behauptung aufrecht, daß drei französische Bombenflugzeuge Bloch 210" an die Madrider Regierung geliefert worden seien. Die drei Apparate seien am 26. Oktober, in Kisten verpackt, auf drei große Last­kraftwagen verladen worden. Der französische Luft­fahrtminister Co t habe außerdem angeordnet, daß die Fliegerschule, die neben dem Fabrik­gelände auf Staatskosten Vorbereitungskurse für Militärflieger veranstalte, nunmehr auch den Flugschülern der spanischen Marxi­sten zur Verfügung gestellt werde. Man erwarte das Eintreffen von etwa 50 roten Flugschülern, die hier einen Kursus durchmachen sollen.

DerJour" läßt sich aus Lille melden, daß mehr als 1 500 Franzosen aus den nördlichen Provinzen in den Reihen der Roten gegen die Truppen Generals Franco in Spa­nien kämpften. Die Anwerbung von Frei­willigen für die Roten Spaniens nehme be­sonders in Belgien große Ausmaße an. Täglich überschritten größere Gruppen von Belgiern die französische Grenze, um über Frankreich nach K a - t a l o n i e n zu fahren. Da ihre Pässe meist in Ord­nung seien, gebe es keine Möglichkeit, sie daran zu hindern. Das gleiche gelte auch für die französischen Staatsangehörigen.

König Carols Besuch in Prag vollständige Uebereinstimmung der Interessen."

Prag, 31. Okt. (DNB.) In der nach Abschluß des Besuches von König Carol in Prag aus- gegebenen amtlichen Verlautbarung heißt es: Man habe die Haltung der Kleinen Entente zu den verschiedenen auswärtigen Fragen durchgespro­chen und neuerlich die Notwendigkeit betont, in vollem Einvernehmen mit der Belgrader Regierung die Linie der gemeinsamen allgemei­nen Politik so wie bisher auch weiter mit dem Ziel zu verfolgen, die E i n he i t der drei Staaten noch mehr zu vertiefen. Im einzelnen wurde dann das Vorgehen in allen aktuellen Fra­gen der europäischen Politik präzisiert, die auch mit dem jugoslawischen Prinzregenten und dem jugo-

Die HZ. die praktische Schule des Nationalsozialismus.

Or. Goebbels spricht in der Berliner Feierstunde der Hitlerjugend.

Berlin, 1. Nov. (DNB.) Im Ufa-Palast am Zoo veranstaltete die Berliner Hitlerjugend eine eindrucksvolle Feierstunde. Heber 2000 Mitglieder der HI., des Jungvolks und des BDM., die ge­samte Führerschaft der Berliner HI., nahm an der Feierstunde teil. Nach dem von dem Orchester der HI. des Gebietes Berlin intonierten LiedAuf­bebt unsere Fahne" begrüßte Obergebietsführer A x m a n n Gauleiter Dr. Goebbels. Nach dem Ge­sang des LiedesNun laßt die Fahne fliegen" sprach Reichsjugendführer von S ch i r a ch. Er dankte Dr. Goebbels für all das, was er für die deutsche Jugend getan hat, der er wirklich Freund und Kamerad sei und betonte, daß der Zweck dieser Feierstunde erfüllt sei, wenn Dr. Goebbels das Gefühl mit nach Haufe nehme, daß sich die HI. vom kleinsten Pimpf bis zum Reichsjugendführer ihm mit heißem Herzen verbunden fühle.

Gauletter Dr Goebbels

betonte, daß er sich der Arbeit und dem Streben, dem Idealismus und der geistig-seelischen Haltung der HI. tief verbunden fühle und führte dann u. a. aus:

Die Vorwürfe, die man heute gegen die deutsche Jugend und insbesondere gegen die Hitlerjugend glaubt aus gegnerischen Kreisen erheben zu können, sind dieselben Vorwürfe, die gegen uns ehedem er­hoben wurden. Die Phrasen kenne ich, daß wir zu jung und unerfahren seien; daß wir deshalb zuerst lernen statt reden müßten. Wenn wir damals ge­lernt statt geredet hätten, wäre Deutschland wahr­scheinlich trotz aller unserer Gelehrsamkeit in das Chaos und in den Bolschewismus versunken. (Ju­belnde Zustimmung.) Denn wenn es in der Ent­wicklung der Völker hart auf hart geht, wenn große Entscheidungen vor der Tür stehen, dann hilft nicht die Gelehrsamkeit, sondern der Charakter. Die Gelehrsamkeit wird in den Schulen, aber der Charakter wird in den national­sozialistischen Formationen gelernt. (Tosender Bei­fall.) In der Lehre des Charakters kann man nie­mals zu früh anfangen. Deshalb ist es richtig, wenn die nationalsozialistische Jugendbewegung auch auf dem Gebiet der Jugenderziehung den Anspruch der Totalität erhält. Zu sagen, daß wir zu jung seien, ist absurd. Vor allem in einer Zeit, in der die 30- bis 50jährigen das Reich regieren.

Ettern und Lehrer, die genug herz und Ver­stand hatten, sich für die Nation zu entscheiden, haben uns Nationalsozialisten immer willig ihre Kinder und Erziehungsbefohlenen anvertraut, weil sie der Ueberzeugung waren, daß ihre Kinder sich bei uns in den besten Händen befinden und daß die nationalsozia­listische Erziehung nur eine sinnvolle Er­gänzung der Schule und des El­ternhauses ist. Ich habe heute das große Glück, als junger Mensch in meinem eigenen Hause wieder Jugend heranwachsen zu sehen. Für mich wird es der schönste Tag meines Lebens sein, diese Kinder, wenn sie das ent­sprechende Alter erreicht haben. Ihnen anzu­vertrauen. (Stürmischer, lang anhaltender Bei­fall.) Ich werde mich nicht mit bequemen Aus­reden herauszureden versuchen:Nationalsozia­lismus lernen die Kinder zu Hause." Gewiß, das können sie und das sollen sie. Aber sie ler­nen in ihren Jugendorganisationen nicht nur Nationalsozialismus in der Theorie, sondern i n der Praxis, die sich bewährt in der Kame­radschaft, der Gemeinschaft, in der Zusammen­gehörigkeit der vielen, in dem einheillichen Geist der Formationen. Und vor allem ist es gut, wenn die jungen Menschen einmal in der ge­schlossenen Formation etwas Härteran­ge f a h t werden, als man das gemeinhin im Elternhaus zu tun pflegt. (Zustimmung.) Da sind sie dann nicht mehr die verhätschelten Muttersöhnchen, sondern Kameraden einer gemeinsamen Gesinnung, einer ge­meinsamen Haltung, aber auch einer gemein­samen Entbehrung, einer aemeinsamen sparta­nischen Härte gegen sich selbst.

Ich weiß nicht, wie alt ich werden könnte, um mich immer noch zur Jugend zu bekennen, denn diese Jugend ist das belebende Element unserer Zeit, sie stellt den Aktivismus unserer Bewegung

dar. Ihr wart in den Zeiten des Kampfes unsere gläubigsten Fanatiker und unsere überzeugtesten Idealisten. Wenn der Führer mir am Freitag im Sportpalast einen so ehrenden Dank aussprach, so will ich diesen Dank nicht nur weitergeben an un­sere SA. und SS. und Politischen Leiter, sondern ich will ihn auch weitergeben an euch, Jungen und Mädel. Ihr habt unserer Bewegung auch in Berlin den Charakter derJugend- licykeit gegeben und erhalten. Ihr habt hier in Berlin junge Menschen als Todesopfer auf den Altar des Vaterlandes gelegt, ihr habt damit euch selbst und eure Arbeit unsterblich gemacht. Ich glaube, es gibt keinen würdigeren Abschluß dieser Zusammenkunft Berliner Jungen und Mädel, als daß wir uns zusammenfinden in dem Rufe: Der Führer Sieg-Heil!"

Nach dem Gesang des LiedesDeutschland, hei­liges Wort" sprach ein Sprecher der Gebietsspiel­scharen der HI. des Gebietes Berlin zum Abschluß

dieser eindrucksvollen und würdigen Feierstunde eine Horst-Wessel-Ehrung.

Gauletter Dr. Goebbels baust.

Berlin, 1. Nov. (DNB.)Zu meinem Ge­ll u r t s t a g und insbesondere zum Zehnjah­resjubiläum des Gaues Berlin sind mir aus allen Kreisen der Bevölkerung so zahl­reiche Glückwünsche und Geschenke an­gegangen, daß es mir unmöglich ist, jedem, der so freundlich meiner gedachte, persönlich zu danken. Ich bitte, das auch im Namen meiner alten Ber­liner Kameraden auf diesem Wege tun zu dürfen. Wir werden auch in Zukunft versuchen, durch unerschütterliche Arbeit und nie rastenden Kampf für Reich und Nation uns diefes Ver­trauens des Volkes würdig zu erweisen.

Berlin, den 1. November 1936.

(Gez.) D r. Goebbels."

Zehn Zahre Berliner GA.

Or. Goebbels spricht auf dem GA.-Appell im Lustgarten.

Berlin, 31. Okt. (DNB.) Mit dem Gau Berlin zusammen feierte auch d i e SA. Berlin-Bran­denburg ihr zehnjähriges Bestehen. Im Lust­garten marschierten 25 000 Mann der Berliner Bri­gaden 29 und 30 und Abordnungen der Branden­burger Brigaden 26 und 27 auf. 12 Standarten und mehr als 300 Fahnen standen auf den Stu­fen des Museums.

Punkt 16 phr erschien der Stabschef der SA. Lutze zusammen mit dem Gauleiter Dr. Goeb­bels. Obergruppenführer von Jagow verlas unter den Klängen des Liedes vom guten Kame­raden die Namen der 41 Ermordeten, die seit dem Jahre 1924 in Berlin ihr Leben für die Bewegung und Deutschland hingegeben hatten.

Stellvertretender Obergruppenführer der SS.

und Ehef der deutschen Ordnungspolizei Genera! Daluege

erinnerte an die erste Zeit, in der Gauleiter Dr. Goebbels vom Führer nach Berlin entsandt worden war, an die wenigen hundert SA.-Männer, die man in diesen Tagen in der Reichshauptstadt zählte. Aus diesen sei zum erstenmal ein kleiner Trupp von 12 Mann zu einer Schutzstaffel for­miert worden, die den persönlichen Schutz Dr. Goebbels und der Männer zu übernehmen hatten, die in Berlin die nationalsozialistische Weltanschau­ung gegen den roten Mord durchsetzen mußten. Die Schutzstaffeln Berlins hätten damals von dem Führer den denkwürdigen Satz zugefprochen be­kommen, der heute eisernes Gesetz für die SS. ge­worden sei:SS.-Mann, Deine Ehre heißt Treue?"

Korpsführer Hühnlein

erwähnte mit Stolz, daß auch das Nationalsozia­listische Kraftfahrkorps bei der heutigen Feier mit einem, wenn auch kleinen Fähnlein beteiligt sei, einer Gruppe alter sturm- und kampferprobter ehemaliger Motor-SA.-Männer, die damit die Kampfverbundenheit und Kampfkameradschaft er­neuern wollten.

Stabschef Luhe

knüpfte an die Zeit vor zehn Jahren an, in der sich das Band um die alten Kämpfer im Ruhrgebiet schlang, aus denen heraus Dr. Goebbels nach Ber­lin gekommen war. Sie alle hatten zu dieser Zeit sich einem Mann und seiner Idee verschworen. Die alten Kämpfer hätten dafür zu sorgen, daß der Glaube an den Führer, an sein Werk und an die Ewigkeit des deutschen Volkes das härteste Funda­ment werde, auf dem für die Zukunft des deutschen Volkes gearbeitet werden könnte.

Gauleiter Dr. Goebbels

würdigte den tapferen Einsatz der ersten Glieder der SA. und der kleinen, damals noch unscheinbaren Trupps der SS., die ihm von Anbeginn seiner Tätigkeit zur Seite standen, und die da, wo Terror mit Terror beantwortet werden mußte, und wo es gegen Brachialgewalt kein anderes Mittel als eben­solche Brachialgewalt gab, die Kraft feiner Intelligenz durch d i e Kraft ihrer F ä u st e unterstützten.Diesen Mut habt ihr unter schwersten Opfern aufgebracht: Ihr habt euch dafür von den marxistischen und bürgerlichen Blät­tern verspotten und verhöhnen lassen! Aller ihr habt dann auch im Februar des Jahres 1933 die glück­

lichen Stunden erlebt, da wir ins Regierungsviertel von Gebäude zu Gebäude zogen und die Flaggen unserer Revolution hißten. Und wenn sich in diesen Tagen die Amtsgelläude und die Häuser wieder mit derselben Fahne schmückten, die wir damals als ein kleines und verlachtes Häuflein mutig und tapferen Herzens den drohenden Kommunistenhorden ent­gegentrugen, so könnt ihr und können wir mit Stolz sagen: diese Fahnen sind auf unser Geheiß hochge­gangen! Sie sind das Zeichen einer erober­ten Stadt und einer gewonnenen R e - d o tu t i o n. Die Ehrung, die der Führer mir am gestrigen Tage zuteil werden ließ, möchte ich zum größten Teil wieder auf euch ablaben. Denn i h r habt mir geholfen, mich durchzu­setzen, und eure Fäuste haben die Fäuste unserer Gegner aufgebrochen. Dafür möchte ich euch danken, und an dieser Stelle möchte ich euch auch aufs neue verpflichten dem Manne, den ich euch zehn Jahre lang als das Vorbild vor Augen stellte. Das sei unser Glaube und unser Bekenntnis! Unsere alte, kamvferprobte deutsche Arbeiterbewegung und unser Führer Sieg-Heil!"

FWl'cher Wflarg des GaujOiMms.

Der Ausklang des großen Gaufestes stand im Zeichen der Freude. Tausende und aber Tausende von alten Kämpfern versammelten sich in der Deutschlandhalle zu dem großen Volks­fest, das ihnen von der Leitung des Gaues ge­boten wurde. Im Parkett und auf den unteren Rängen waren lange Tische aufgestellt, an denen dicht gedrängt Mann an Mann saßen. Der Musik» zug der SA.-Gruppe Berlin-Brandenburg unter der Leitung von Standartenführer Fuhsel spielte Lieder und Märsche der Bewegung. Kurz nach 20 Uhr richtete General Daluege begrüßende Worte an die Festteilnehmer. Bald darauf klanoen Heilrufe in die Halle: Dr. Goebbels war s e l b st 3u seinen alten Kämpfern gekommen. Unter der Gesamtleitung des Gaupropagandaleiters Wächter ließen Heinz Kylchky und Leopold Hainisch vvm Reichssender Berlin ein Programm abrollen, das in schier unerschöpflicher Fülle Perlen der heiteren Kunst in meisterhafter Darstellung brachte. Die 20 000 Menschen, die die Halle und ihre Ränge füllten, waren dankbare Zuhörer, und so fand bei diesem Ausklana des Gaujubiläums die Verbunden­heit zwischen Volk und Kunst prachtvollen Aus­druck.

Kaiseriwf zur Reichskanzlei" in verbilliaier Sonderausgabe.

B e r I i n , 31. Okt. (DNB.) Um das bekannte Buch von Reichspropagandaminister Dr. Josef Goeb­belsVom Kaiserhof zur Reich skanz- l e i" der breiten Öffentlichkeit zuaänglich zu machen, hat der Zentralparteiverlag Franz Eher eine ungekürzte kartonierte Sonder­ausgabe dieses Merkes zum verbilligten Preise non 240 Mark herausgebracht. Das BuchVom Kaiserhof zur Reichskanzlei" Hat eine Auflage von 200000 Exemplaren bei weitem über» . schritten.

slawischen Ministerpräsidenten geprüft werden sollen.

Eine Reihe von Fragen, die die rumänisch- tschechoslowakischen Beziehunoen be­treffen, wurden zur Lösung vorbereitet. Es wurde die volle Befriedigung über die Resultate der Reise des Königs, über das gegenseitige Verständnis und über die vollständige Uebereinstimmung der Interessen der drei Staaten der Kleinen En­tente gegenüber den in der europäischen Lage in der letzten Zeit eingetretenen Aenderungen und über die Ziele, die sich die Politik der drei Staaten für die nächste Zukunft gestellt hat, zum Ausdruck gebracht. Im Hinblick auf die derzeitige politische Lage in Europa wird der enge Kon­takt zwischen den Repräsentanten der drei Länder ständig aufrechterhalten werden.

FünfJahreReHsjuaendfübrung.

Eine Kundgebung in München.

München, 31. Okt. (DNB.) Mit einer Feier­stunde im historischen Festsaal des alten Münchener Rathauses wurde der fünfte Jahrestag der Be­trauung Baldur von S ch i r a ch s mit der Füh­rung der deutschen Jugend eingeleitet. An der Feierstunde, zu der neben dem Reichsjugendführer der Stabsfüyrer der Reicksjuaendführung Lau­terbacher und die Reicysreferentin des BDM., Trude B ü r f n c r, sämtliche Amtsleiter der Reichsjugendführung, die Gebietsführer und Ge- bietsjungoolfführer sowie die Obergruppenführe, rinnen des BDM. aus dem ganzen Reich erschienen waren, nahmen auch Gäste aus Partei, Staat und Wehrmacht teil. Stabsführer Lauterbacher legte das Gelöbnis ab, daß die Jugendführer in vollem Bewußtsein ihrer hohen Verantwortung weiterhin in grenzenloser Liebe zum Führer und ebensolcher Anhänglichkeit zum Reichsjugendführer und in Gehorsam und Treue zur nationalsozialisti­

schen Bewegung stehen werden. Von dem Gebiets­führer des Gebietes Sachsen wurde dem Neichs- iugendführer die älteste HI, - Fahne aus dem Jahre 1924 übergeben. Der Reichsjugend­führer gedachte dabei in bewegten Worten der 21 Kameraden aus der Hitlerjugend, die im Kampfe um die Erneuerung Deutschlands ihr Leben gelassen haben.

Die Feier erreichte im Zirkus Krone ihren Höhe­punkt. lieber 5000 Jungen und Mädel füllten das riesige Rund bis auf den letzten Platz. Unter den Ehrendsten sah man Reichsstatthalter Ritter von Epp und Gauleiter Staatsminister Wag­ner. Reichsjugendführer v. S ch i r a ch entwickelte die Richtlinien und Grundzüge, mit denen der neue Arbeits - und Kampfabschnitt der nationalsozialistischen Jugend eingeleitet wird, und legte ein von sittlichem Ernst erfülltes Glaubens­bekenntnis an jene Allmacht ab, die die Fahnen der Bewegung gesegnet und die Fahne der Gegner zerrissen habe. Er richtete weiter einen eindring­lichen Appell an die Jugendführer, jene Tugenden hochzuhalten und zu wahren, die die Bewegung groß gemacht und zum Siege geführt hätten: Ka­meradschaft, Treue und Leistung. Die Gemeinschaft dieser Jüngsten werde ein Baustein zum tausend­jährigen Reich werden.

Führertaa des Dolksbuudes Deutsche Kriegsqräberfürsorge.

Die 17. Reichstagung des Dolksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge wurde mit einem Führertag im Kölner Gürzenich fortgesetzt. Bundesführer Dr. Eulen verlas die Grüße aus dem Reich und dem Ausland. Major-General Sir Fabian Ware- London sprach bann über die Gemeinschaft der Nationen in der Kriegsgräberfürsorge. Intendant General D i n c e n t i n i vom französischen Kriegs­gräberdienst erklärte, seine Dienststellen hätten das Angebot, die deutschen Kriegsgräber in Frankreich

zu betreuen, gern angenommen. Grüße übermittel­ten ferner Legationsrat Roediger für das Aus­wärtige' Amt in Berlin, Oberst Steele für das Neichskrieasministerium, im Namen des Standort- ältesten Köln Generalmajor Freiherr Roeder von Diersburg, und Generalleutnant a. D. Koch für die soldatischen Verbände.

Anschließend erstattete Bundesgeschäftsführer Margraf den Arbeitsbericht. Heute ziehe sich von der Küste Flanderns bis hinunter zu den Do- aefen die in Erz und Stein gebildete Front der Ehrenmale. Dan den 209 Anlaaen im ehemaligen französischen Frontgebiet mit 947 000 Toten seien heute 93 fertiggefteüt. Neben der Totenburg in Bitoli, die kürzlich geweiht wurde, würden in Ju- aoflaroien (Ehrenftätten erstehen. Auch in Italien und in der Schweiz sei die Errichtung von Ge­denkstätten für dieses Jahr geplant. Mittlerweise habe der Volksbund auch mit dem Ausbau der Ehrenstätten in Polen beginnen können. Auf deutschen Boden selbst habe der Volksbund bisher vier große Bauten in Angriff genommen: eine (Ehrenftätte für die gefallenen Freikorps» und Selbstschutzkämpfer auf dem Anna- Berq in Oberschlesien, ein Erinnerungsmai in Waldenburg für die Gefallenen des Weltkrie­ges aus der Stadt Waldenburg, für die Ermor­deten der Bewegung aus Schlesien und für die Opfer der Arbeit, das dritte Ehren­mal für die Blutzeugen der Bewegung auf Rügen und die Gedächtnisstätte an der Kieler Förde für die im Weltkriege gesunkenen 0-Boote und ihre Besatzungen. Weitere Bauten seien außerdem geplant in Rumänien, Bulgarien, in der Türkei, in Syrien, Holland, Norwegen, in Deutsch-Ostafrika, Kanada und England. Ein gro­ßes Maß an Arbeit und Aufopferung stehe hinter diesen Bemühungen. Sie würden nicht geleistet für den Volksbund selbst, sondern für Deutschland.