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Wirtschaft
Es ist insgesamt also doch eine überraschend aroße Zahl von Blumen, die immer noch ihre Blüten tragen oder immer wieder neue entwickelt haben: und das ist bei weitem noch keine vollständige Liste. Man könnte glauben, die Pflanzen hätten im Laufe des Frühlings und Sommers Zeit genug gehabt, für ihre Vermehrung zu sorgen, und doch verschwendet die Natur immer noch Kraft in der Entwicklung und Erhaltung so vieler Blüten — sicher nicht nur, damit die Bienen und andere Insekten noch Nahrung finden.
Kraftquelle zum Neuaufbau dienen.
Stellenweise sieht man es im Walde jetzt schon, wie einzelne Bäume gelb werden ... und bis Ende des Monats wird der Laubwald kahl und leer da- stehen. Nicht alle unsere Bäume beginnen damit $u gleicher Zeit, und auch die Art des Vorganges lst verschieden. Teils geht es schnell, plötzlich werden die Blätter lederbraun, sind tot und fallen ab, andere bilden noch die wunderbarsten Farbenfpiele vom tiefsten Rot über Braun aller Tönungen bis zum Hellgelb, ehe die Blätter w°lken und vertrocknen. Verschieden fest haften selbst die vertrockneten Blätter noch an den Zweigen, leicht läßt sie zum Beispiel die Kastanie fallen, die Erle wirft sogar die noch grünen Blätter ab, und bei der Eiche ist die Korkschicht so kräftig, daß die braunen Blatter trotz Wind und Wetter oftmals bis zum Frühjahr haften bleiben.
Wer wird nach diesen Ueberlegungen über den Kreislauf des Pflanzenlebens und bei der lockenden Schönheit des farbigen Herbstwaldes jetzt noch draußen Blumen erwarten?
Nun, nach neuerblühten Blumen brauchen wir jetzt nicht zu suchen, die Herbstzeitlose war bis auf weiteres die letzte, aber zu Anfang Oktober blüht sie noch weiter und sie nicht allein. Dahlien, Astern und H erbst aste rn leuchten nach wie vor mit ihren großen farbenkräftigen Blüten in den Gärten.
Haben wir von Beginn des Jahres an nur Aus- schau gehallen nach den frischentfalteten Bluten, so wollen wir jetzt unsere Betrachtungsweise umstellen und nachsehen, was trotz der vorgerückten Jahreszeit noch blüht. Dabei ist natürlich all das zu beachten, was früher schon über den Standort, über Bodenart, allgemeine Höben- unb Breitenlage, Himmelsrichtung und ähnliche Um- weltsein'lüsfe gesagt rnurb<\ D"nn wenn schon für manche der Zeitpunkt des Aufblühens schwankt, um so schwerer läßt sich allgemein sagen, wann die letzte Blüte dieser und jener Pflanze endgültig erloschen ist.
Im Wald und in seiner Nähe und an Wegrändern hält die große Familie der Habichtskräuter aus, so das schon oft genannte Gemeine Habichtskraut (Hieracium pilosella), das schon seit Mai blüht, und seit Juli die Mauer-Nelkenwurz (Geum urbanum). Seit Juni steht das gelbe Sonnenröschen (HeUanthemum cba- maecistus) an Waldrändern, auf Hügeln und trockenen Wiesen. Die Goldrute (Solidago virga aurea) trägt schon von Juli an ihre leuchtendgelben Blüten, und die rote Gefleckte Taubnessel (Lamium maculatum) schon seit März die ihren. Die stattliche weiße Umbellifere Bärenklau (Heracleum sphondylium) gedeiht außer an Wald- und Wegerändern noch in Gebüschen und auf Miefen.
Dort, auf Wiesen, Weiden, trockenen Grasnlätzen und an Wegerändern ist noch mehr zu findet. Vor allem das unentwegte Gänseblümchen (Belhs perennis). Don März bis weit in den Winter hinein ist es ein wahrer Dauerblüher. Weiter die unscheinbare Grasmiere (Stellaria graminea) und
Wasserehrenpreis (Veronica anagallis) und die violette Wasserminze (Mentha aquatica).
off ) zu nennen. r f
Reiches Leben blüht auch noch auf Aeckern, Feldern und sandigen Plätzen, wo ja auch ein großer Teil der eben Genannten auch Lebensbedingungen findet So etwa die Vogelmiere-, dann seit März das Hirtentäschel (Capsella bursa pastoris), das Acker-Pfennigkraut (Thlaspi arvense), die Hundskamille (Anthemis arvensis), die Hundspetersilie (Aethusa cynapium), die Möhre (Daucus carota) und die Ackerwinde (Convolvulus arvensis), auch der Ga r t e n l a t t i ch oder Salat (Lactuca sativa) trägt noch seine gelben Doldenrispen. Schon seit März treiben die pur-
Kartoffelpreis-Festsehungen.
Nach der Anordnung der Hauptvereinigung der deutschen Kartoffelwirtschaft wird der Erzeugerpreis für S p e i s e k a r t o f f e l n , der weder über- noch unterschritten werden darf, als Festpreis in RM. je 50 Kilogramm, frachtfrei Empfangsstation, für die einzelnen Gebiete festgesetzt. Er betragt m den Gebieten der Kartoffelwirtschaftsverbände Baden, Bayern, Hessen-Nassau, Kurhessen, Thüringen und Württemberg im Oktober 1936 für weiße, rote und blaue Sorten 2,35 RM., für gelbe Sorten 2,65 RM. (im Vormonat ebenfalls 2,65 RM. und nicht, wie irrtümlich gemeldet, 2,45 RM.), für die Gebiete der Kartoffelwirtschaftsverbände Rheinland, Westfalen und Saarpfalz 2,40 bzw. 2,70 Reichsmark.
Der Erzeugerpreis für Futterkartoffeln wird in RM. je 50 Kilogramm frachtfrei Empfangsstation wie folgt festgesetzt: In den Gebieten der Kartoffelwirtschaftsverbände Baden, Bayern, Hessen-Nassau, Kurhessen, Thüringen und Württemberg im Oktober 1936 für weihe, rote und blaue Sorten 1,85, für gelbe Sorten 2,00 RM., in den Gebieten Rheinland, Westfalen und Saarpfalz 1,90 bzw. 2,05 RM.
Für Fabrikkartoffeln wird ein Erzeugerfestpreis von 17 Pf. je Kilogramm Stärke frachtfrei Empfangsstation einschl. einer Höchstfracht von 14 Pf. je 50 Kilogramm Kartofelbruttogewicht festgesetzt. Kauft der Verarbeiter Fabrikkartoffeln aus Gebieten, die bei der Lieferung eine höhere Fracht als 14 Pf. je 50 Kilogramm Bruttogewicht entstehen lassen, so hat der Verarbeiter die über 14 Pf. je 5Q Kilogramm hinausgehende Mehrfracht zu tragen.
Aufbautätigkeit der städtischen Kredit- genostenschasten im 1 Halbjahr 1936.
Vom Deutschen Genossenschaftsverband e. V., Berlin, wird uns geschrieben:
Die soeben veröffentlichten Ziffern für den 30. Juni 1936 von den rd. 1319 berichtenden städtischen Kreditgenossenschaften lassen interessante Rückschlüsse zu. Ganz allgemein kann man für das Halbjahr 1936 die Beobachtung machen, daß das Wachstum des Einlagen-, des Kredit-, sowie des übrigen Aktivgeschäfts der Genossenschaften stärker als im Vorjahre gewesen ist. So haben die Einlagen sich im ersten Halbjahr 1936 um 86 auf 1539 Mill. Mark erhöht. Die Steigerung im zweiten Halbjahr 1935 betrug 51 Mill. Mar?, die Steigerung im ersten Halbjahr 1935 66 Mill. Mark. Seit Anfang 1933 sind die Einlagen um rund 380 Mill. Mark angestiegen. Damit konnten die Abzüge aus den Krisenjahren 1931 und 1932 voll gedeckt werden.
Eine ganz erhebliche Zunahme hat das Kredit-
plantago), majus), das Echte Labkraut (Galium verum),I foer gelbe G i f t h a h n e n f u ß und der ebenfalls die verschiedenen Raukenarten (Sisymbrium giftige Brennende Hahnenfuß (Ranunculus sophia und S. officinale) und die Wolfsmilch- sceleratus) und R. flammula), weiter das blaue g e w ä ch s e (Euphorbia cyparissias) und vor allem ™ ------: " zv-—,mh
das widerstandsfähige Gemeine Kreuzkraut (Senecio vulgaris), das von Februar an bis in den November hinein mll seinen gelben Korbblüten allen Wettern trotzt. Schließlich wäre hier wenigstens noch d'e blaublühende Acker-Ochsenzunge (Anchusa
Es lohnt sich schon, im Oktober mit suchendem Auge hinauszuwandern, trotz kalter Winde und Regenschauer, hinaus in kahle Felder und farbenprächtige Wälder.
Walther Neurath.
5proz. dieselben 8,50 (8,40).
Im Verlaufe war der Aktienmarkt bei lebhaften Umsätzen wieder überwiegend fest. Hoesch 114,75 nach 114, Klöckner 123,50 nach 122, Verein. Stahl 112,50 nach 111,50, ferner JG.-Farben 171.25 nach 170,50, AEG. 37 nach 36.50, Schuckert 156 nach 154,50, AG. für Verkehr 117,50 nach 116,75, Kaufhof 54,25 nach 54. Von später notierten Werten erhöhten sich Siemens auf 195 (192), Aku schließlich
123, VDM. 136.
Tagesgeld wieder leichter mit 3 (3,5) v. H.
Abendbörfe gut behauptet.
Wenn auch die Kaufaufträge nicht das Ausmaß der Mittagsbörse erreichten, so zeigte sich doch auch heute abend eher weitere Nachfrage am Aktien- markt, der jedoch auch einige Verkäufe entgegen- gestellt wurden, so daß das Geschäft verhältnismäßig lebhaft war. Im Mittelpunkt standen AKU. auf holländische Käufe mit 89,75 (88,90), dann 92. Von deutschen Aktien zogen JG.-Farben auf 170,50 bis 171 (170,65), Verein. Stahlwerke auf 111,90 bis 112,50 (112,75), Mannesmann auf 111,50 bis 111,75 (110,75) Hoesch auf 114,50 (113) und RWE. auf 135,25 (134,25) an. Im übrigen ergaben sich gegen die Berliner Schlußnotierungen meist Besserungen von 0,25 bis 0,75 v. H. Am Kassamarkt wurden Verein. Glanzstoff mit 180 (am 30. 9. 162), Deutsch- Asiatenbank mit 850 (840) und Deutsche Uebersee- bank mit 150 (145) notiert. Deutsche An- leihen lagen still und behauptet. Auslandrenten waren nicht mehr so lebhaft, Ungarn Gold unv. 13,60, 1914er Ungarn 11,90 (11,75), 4proz. Steg weiter fest mit 29 (27,25). Im Freiverkehr hallen besonders Wiener Verkehrsanleihe mit 3,13 bis 3,20 (3) lebhafte Umsätze.
U. a. notierten: Altbesitz 115,50, Mannheimer Altbesitz 117, 4^proz. Mainz v. 26 und 28 93,25, 5^proz. Rhein. Hyp. Liquid. 101, 6proz. JG.- Farben 130,25, 1914er Ungarn 11,90, do. Goldrente 13,60, do. Kronen 2,75, 5proz. Rumänen 8,80,
Frankfurter Schlacbtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 1. Okt. Auftrieb: Rin- der 54 (gegen 59 am letzten Donnerstaqsmarkt), darunter — (7) Ochsen, 3 (13) Bullen, 38 (20) Kühe, 13 (19) Färsen. Kälber 623 (921), Hämmel und Schafe 260 (476), Schweine 311 (387). Rollert wurden pro 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Bullen a) 43. Kühe a) 41 bis 43, b) 35 bis 39,
c) 30 bis 33, d) 25. Färsen a) 44, b) 40. Kälber
a) 68 bis 75 (am 24. September 77 bis 85), b) 59 bis 67 (70 bis 76), c) 50 bis 58 (60 dis 69), d) 40
bis 49 (55 bis 59). Hämmel b2) 53 bis 60 (60 bis
63), c) 45 bis 52 (56 bis 59), d) 38 bis 44 (50 bis 55). Schafe e) 40 bis 50 (56 bis 60), f) 30 bis 39 (48 bis 55). Schweine al), 57 (57), a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51). Sauen gl) 56 (56). Marktverlauf: Kälber fchlep- pend, ausverkauft. Hämmel und Schafe schleppend, Ueberstand (88 Stück). Rinder und Schweine mürben zugeteilt.
Fleischgroßmarkt. Beschickung: 653 Viertel , Rindfleisch, 476 halbe Schweine, 178 ganze Kälber, , 62 ganze Hämmel, 77 Kleinvieh. Rollert wurden i pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch a) 80. t Bullenfleisch a) 76. Kuh fleisch a) 77, b) 65. Färsen- > fleisch a) 80 (alles Höchstpreise). Kalbfleisch b) 95 t bis 110 (am 28. September 105 bis 115), c) 85 bis 95 (95 bis 105). Hammelfleisch b) 105 bis 115 I (105 bis 120). Schweinefleisch b) höchster Preis 74.
Fettwaren. Roher Speck unter 7 Zentimeter i höchster Preis 88, Flomen höchster Preis 90. Markt- > verlauf: lebhaft.
ge sch ast im ersten Halbjahr 1936 zu verzeich- : nen. Es haben die kurzfristigen Kredlle um 62 Millionen Mark, die Hypothekkredite um 18 Mill. Mark und die Kredite aus weiterbegebenen Wechseln um 7 Mill. Mark zugenommen. Im ganzen Jahr 1935 betrug die Zunahme bei den kurzfristigen Krediten 27 Mill. Mark und bei den Hypothekenforderungen 16 Mill. Mark. Die Giroverbindlichkeiten hallen sogar einen Rückgang von 35 Millionen Mark in 1935. Insgesamt beträgt das Kreditvolumen der städtischen Kreditgenossen- schäften Anfang Juli 1936 1,57 Milliarden Mark.
In der gleichen Linie liegt die Entwicklung der Verbindlichkeiten der Genossenschaften bei den zen- traten Kreditinstituten. Im Gegensatz zu der Entwicklung in 1935 zeigt sich hier wieder ein wenn auch geringes Ansteigen. Ganz besonderes Interesse gewinnt die Geschäftsentwicklung auf dem Gebiete der Wertpapieranlage. Die Wertpapiere der städtischen Kreditgenossenschaft sind (wie im zweiten Halbjahr 1935) wieder um 14 auf 126 Mill. Mark gestiegen. Die Zunahme zeigt das Be- mühen der Kreditgenossenschaften, zur Stärkung des Kapitalmarktes beizutragen, ebenso ihre Aufnahmetätigkeit bei den Anleihen und Schatzanwei- sungen des Reiches. Insgesamt weisen die städtischen Kreditgenossenschaften Betriebsmittel von 2 Milliarden Mark auf.
♦
* Konkurse und Dergleichsverfah- r e n. Rach Mitteilung des Statistischen Reichsamtes wurden im September durch den Reichsanzeiger 178 neue Konkurse — ohne die wegen Masse- mangels abgelehnten Anträge auf Konkurseröffnung — und 38 eröffnete Vergleichsverfahren bekanntgegeben. Die entsprechnden Zahlen für den Vormonat stellen sich auf 193 bzw. 43.
Rbein-Mainistbe Börse.
TNikkagsbörse uneinheitlich.
Frankfurt a. M., 1. Okt. Die Börse war am Aktienmarkt zu den ersten Notierungen mcht ganz einheitlich, aber noch überwiegend fest, da einigen Abgaben der Kulisse weitere Käufe des Publikums gegenüberftanben. Später war die Haltung ziemlich nervös, auch die Kurse unterlagen stärkeren Schwankungen. Das Geschäft war im ganzen ziemlich lebhaft. Schwächer lagen die an der gestrigen Abendbörse stark gesteigerten Montanpapiere bei Rückgängen von 1 bis 1,5 v. H. Vereinigte Stahl stärker schwankend mit 112 bis 111,75 bis 112 bis 111,50 (113,50). Fester waren dagegen Braunkohlenwerte, Rheinbraun 230 (226,50), Ilse Genuß 141 (140). Von chemischen Werten gingen Farbenindustrie auf 169,75 bis 170,50 (172) zurück, dagegen zogen Scheideanstalt 1 v. H., Deutsche Erdöl und Metallgesellschaft je 2 v. H. an. Sehr fest lagen Kunstseide Bemberg mit 99 (94). Aku etwas leichter mit etwa 88,50 bis 89 (90). Am Elektro-
89.50 (90).
Am Rentenmarkt galten Altbesitz 115,75 nach 115,50. Ungarn Gold bei weiter lebhaften Umsätzen bis 13,65 nach 13,25, auch Stücke-Ungarn etwa 0,50 v. H. höher. Mexikaner blieben still. Goldpfandbriefe waren etwas gefragt und blieben unverändert, Li- quidtionspfandoriefe zogen teilweise 0,25 bis 0,50 an, Rh/n. Hyp. 101 (1Ö0 50). Kommunal-Obligatio- nen lagen unverändert, Stadtanleihen uneinheitlich, Mainzer nach Pause etwa 0,50 bis 0,75 v. H. schwächer, ferner 4,5proz. Hanau 91,75 (92,25).
Im Freiverkehr nannte man Adlerwerke 101,50, Pokorny 110, Wayß & Freytag 121,50 bis
marrt uoerwvgen Befestigungen von 0,90 t)ts 1 v. H., RWE. plus 1,75 v. H., dagegen Schuckert 1,25 dJ)., Lahrneyer und AEG. je 0,50 v. H. schwacher Ma- schinenaktien meist fester, Moenus 96,50 (95), Jung» Hans 102,50 (101), andererseits Daimler-Motoren 116 bis 115 (116,75). Zellstoffaktien blieben behauptet. Im einzelnen eröffneten Holzmann 2 v. H., AG. für Verkehr, Westdeutsche Kaufhof, Reichsbank und Deutsch-Atlanten-Telegraf je 0,50 v. H. hoher, Cement Heidelberg unverändert 150.
Der Rentenmarkt war fester. Altbesitz 115,o0 (114,90), Kommunal-Umschuldung 88,40 bis 88 50 (88,40), Zinsvergütungsscheine 93,45 (93,40). Don
der Natur. Schon im vorigen Monat haben wir es, da die Wandlung um die Mitte des September schon beginnt, geschildert. Es war die Zeit der Ernte enO Fruchtreife. Das dauert noch an; die Arbeit des Landmannes geht noch bis in den Oktober hinein so weiter, Kartoffeln und Dickwurz werden geerntet und das Obst gepflückt. Dann geht die mühevolle Erntezell zu Ende, und das Erntedankfest fetzt gleichsam den Sästußstrich unter diese Arbeits- Seriode. Doch es gibt keinen Stillstand in der Natur.
eher die abgeernteten Felder geht der Pflua und mit der Aussaat von Korn und Weizen schließt sich der Kreis von Keimen und Reifen. —
Hier in der Landwirtschaft und im Gartenbau sehen wir es unmittelbar, aoer auch in der freien Natur beendet die Pflanzenwelt jetzt ihre Sommerarbeit. Knallend fallen die Kastanien vom Baum unö springen aus ihrer grünen, stachligen Hülle. Diele andere Früchte, Beeren in allen Farben leuchten in Busch und Hecke. Im Vormonat haben mir uns schon ausführlicher damit beschäftigt. Ebenso erheben noch viele Pilze ihre Fruchtkörper und neue sprießen hervor.
Aber die Zeit des Wachsens und Reifens geht zu Ende. Die Temperatur nimmt ab und roirb ungünstig für weitere Bildungen. Die ersten Nacht- ftöste kommen und vernichten mit einem Schlage unzählige Blüten. Blüten und Blätter welken, Kräuter und Stauden werden schlaff, vergilben und sterben ab. Die Bäume und Sträucher, deren Stämme und Aeste durch Rinde oder Borke vor der Winterkälte, vor zu großer Verdunstung geschützt sind, bilden eine Kortschicht vor der Anheftungsstelle der Blätter. Das Blattwerk verfärbt sich, das grüne Chlorophyll zersetzt sich, andere Farbstoffe werden bei manchen frei ober hüben sich neu. Die Arbeit ber grünen Teile ist getan, die Pflanze führt bie Nährstoffe ab unb speichert sie, je nach ihrer Art, im Stamm, im Wurzelstock, in Knollen ober Zwiebeln, wo sie bie Ruhepause des Winters überdauern und im Frühjahr als erste
bie Dogelmiere (St.media), die ebenfalls fast purne laubneijel uno Die pengeiumfanenoe bas ganze Jahr hinburch blühen. Gelbe Blüten Taubnessel (Lamium purpureum unb L amplexi- JSqt 9iwd) der W i e s e n - L o w e n z a h n (Leon- caule) Blüte auf Blute. Von April an ber R e t h e r- todon hispidus), die Wegerauke (Sisymbrium schnabel (Erodium cicutarium) ber Feld- off.), bie Habichtskräuter, bie auch hier zu Äauje finb, Ehrenpre! s (Veronica hedenfo ha) unbonbere unb ber grünliche Frauenmantel (Alchemilla Vertreter bieser hübschen Familie, seit Mitte Ma, ber vulgaris). Van Juni an stehen nach bie, rote Erbrauck (Fumana off.), feit 3unt ber Schafgarbe (Achillea millefolium), bie rate Acker-Gauchheil ober bas B utstropschen Flockenblume (Cenlaurea jacea) unb etwas , (Anagallis arvensis) unb ber R o t e W i e I e n k 1 e e später bie violette T a u b e n s k a b 1 ° s e (Scabiosa (Trifolium pratense) unb bie Ack e r -So n s - - columbaria), bann noch ber W i e s e n - S t o r ch . b i ft e 1 (Sonchus arvensis), (eit August bas Idina bei (Geranium pratense) unb seine Ber- JJl a u e r • ® i p 3 t r a u t (Gypsophila muralis) unb manbten schließlich feit September bie Herbstzeitlose
Aus bem Wege unb anberen trockenen Stanborten (Colchicum autumnale).
werben wir als Ruberalpslanren bie weiße Schn 11 •
treffe (Lepidum ruderale) finden, daneben die . ....
Zaunwinde (Convolvulus sepium), als Vertreter, Schar an und im Wasser. Dor blü: der gelben Farbe das Schöllkraut (Chelidonium. Juli der weiße Froschlöffel (. majus), das Echte Labkraut (Galium verum),! der gelbe G i f t h a h n e n f u ß i
Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. M.
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jueiü)» Uliu Brüssel ... Rio de Jan. Sofia .....
Kopenhagen Danzig .... London.... Heliingf orS. LariS .....
Holland ... Stallen .... ,1aoan.....
Jugoslawien Calo.....
Wien i'thabon ... Stockholm.. Schweiz ... Spanien... Prag......
Budapest .. Reuyork ..
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Buderus ...................
Deutsche Erdöl .............. -
Haroener................. 8H
Hoelcti Eilen—Köln-Neuessen .. 3
Ilse Bergbau ...............k
Ilie Bergbau Genüsse 6
klöcknerwerke ..........8
ManneSmann-Röhren 8
tamburg-Amerika-Paket amburg-Südam. Dampfschiff.
Rorddeulscher Lloyd .........
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz- und Prioat-Bank ... Deutsche Bant und Tisconto. Gesellschaft................
Dresdner Bant Reichsbank ................
1. 6 . 6
. 6
. 6
*% Oesterreichtsche Golvrenre... 4,20% L österreichische SUberrente 4% Ungarische Goldrente .......
4% Ungarische Staaierente v. 1910 4*/2% oesfli. von 1913 5% abgest. Goldinerikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie l...................
5% Deupche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 5%% Doltng-Anleihe von 1930 . Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mt>
Auslos.-Rechten ............
*y8% Deutsche Reichspostichatzan Weisungen von 1934, l
4%% ehem. 8% Hessischer Boltt float 1929 «rückzahch. 102%) ..
<«/,% ehem. 8% Hessische Lande- Hanl Darmstadt Gold R. 12...
b'/r% ehem. 4yr% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstavtLiou
4%% ehem. 8% Tarmst. Komm
Landesb.Goldichuldverschr R.t Oberheiien Provinz-Anleihe mt
Auslos.-Rechten ............
Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
*/t% ehem.8% Franks. Hyp.-Ban!
Goldvfe. 15 unkündbar bis 1935 6y,% ehem. 4'/,% Franks. Hyp.
Bant-Ligu.-Psandbriese......
6%% ehem. 4Vt% Rheinische Hyp.-Bank-Liou.-Goldpse. ...
4*4% ehem. 8% Pr. LandeSpfanb briefanjealt, Pfandbriefe 8L 19
4yt% ehem. 7% Pr. Landespfano briesanst., Gold Komm. Lbl.20
Lteuergutich.Berrechnungst. 84-35
Kurszettel der Berliner und frankfurter Börse.
angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befch losienen Dividende am — Retchsbankdlskont 4 v.H.. Lombardzinsfuß 5 v. H.
Sch'uß- Abend-
Gritzner O| 35 1 - I 34,75 I
Maintrastwerle Höchst a M . .. 4| 87 96,5 I —
Süddeutscher Zucker ........ 1O| 211 I 212 I 210,5 I
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Amtliche Notierung
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Datum
30-9.
1 10.
30 9-
1-10-
^Ranssetder Bergbau.......
6’/,
—
—
158
160
Kokswrrte ................
.. 6
—
133
134,75
Rheinische Braunkohlen ....
12
226,5
230
226,5
229
Rheinstahl ................
.. 4
147
145,5
144,75
145,25
Bereinigte Stahlwerke......
8 V,
113,5
112,5
110,75
112
.. 0
37,5
37,13
36,9
Kaliwerke Aschersleben......
.. b
127
127,25
127
126,5
Kaliwerke Westeregeln......
.. b
127
126,5
125,5
125
Kaliwerke Salzdetfurth.....
7%
—
178
177,25
178.5
®. Farben-Jndustrie.....
.. 7
172
171
170,13
170,65
ScheideanstaU.............
.. 9
276
277
—
——
.. 6
115
117
115
117,4
Rükgerswerte .............
.. 6
135,5
135
135
134,75
Retallgesellschaft...........
.. 5
136,25
138,5
136
137,75
PHUivp Holz mann .........
.. 4
128,5
129
129,5
129,5
Zementwerk Heidelberg ....
.. 7
150
150
-
Zementwerk Karlstadt......
.. 6
156,5
156,5
-
Schultbeis Patzenhoser .....
.. 4
—
—
106
106
Atu tAllgemeine Kunstseide) Bemberg.................
Zellstoff Waldhof ..........
.. O .. 6 .. 6
90
158,5
92
99
159
88,5
94,25
157,25
88,9
99
157,75
Zellstofs Aschaffenburg ....
.. O
134
133,5
132,13
135
Deliauer Ga4 ............
.. 7
—-
—
106,5
107,25
.. 0
116,75
114,75
114,9
114,25
Deutsche Linoleum........
.. 8
164,75
166
165,25
165,5
Lrenstem & Koppel .......
.. 0
—
84,75
85,5
Westdeutsche Kaufhof......
.. 0
54
54,25
53,4
54,13
.. 1
430
428
431
430
: Äccumu1atoren-?sabrit.....
. 12
199
—
Lonti-Gummi...........
. 11
173,5
172,25
171
172,75
8,4
8,8
8,4
8,7
13
—
12,5
—
7,5
7,55
7,45
7,6
43
45,75
43,5
45,5
14,5
14,5
14,65
14,75
—
—
39,5
39
14,75
14,5
14,65
14,65
116,25
118
116
117,75
—
120,5
121
99,75
99,75
99,75
99,75
98
98,75
98
98,75
98,75
98,75
98,75
98,75
184,25
184,75
183
184,5
37
37
36,4
36,9
157
158
156,25
158
127,9
128,25
126,25
128,25
155,5
156
155
156
136
136,5
135,75
136
139,5
139,75
138
138,25
124,5
126
124,75
126
132,25
135,25
132,75
134,25
155,75
156
154
156
192
195
193
195,5
150
149,5
149,25
150
117
116
115,13
116
137,5
139,5
137,75
139,4
141,5
141
140
142
114,5
114,5
112,25
113
173
—-
174
178,5
140
141,5
140
142
123
122,5
120,5
122,75
113
111,75
109,65
110,75
Berlin, 1 .Otiobir
G'ld
Brief
Amentanyche Roten..............
2,445
2,465
Belgische Noten..................
41,96
42,12
Dänische Noten .................
54,81
55,03
Englische Noten .................
12,285
12,325
s>ranzö>ische Noten...............
—
—
135,93
136,47
Italienische Noten................
——
—
Norwegische Noten ..............
61,71
61,95
Deutsch Lösterretch, ä 1OO Schilling
—-
—-
Rumänische Noten..............
—
—*
Schwedische Noten...............
63,31
63,51
Schweizer Noten.................
57,16
57,38
26,45
26,55
—


