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bltrfen. Während dieser Zeit wurde Herr Arnold im Guterbahnhof beschäftigt, in den letzten acht Jahren wirkte er als Rangierleiter im Bezirk Mitte. Sein Bestreben war stets auf schnelle und reibungslose Abwicklung des Verkehrs sowie auf gute Verständi- gung innerhalb des Rangierpersonals gerichtet.

** Arbeitsjubiläum. Am heutigen Tag ist Richard Luh aus Leihgestern zehn Jahre lang bei der Firma Jean Weisel, Wassergroßhandlung in Gießen, tätig. Durch seine gewissenhafte Pflichterfül­lung hat sich der Jubilar alle Wertschätzung er- worben.

Große Strafkammer Gießen.

Der I. F- wurde gestern zu einer Gefäng­nisstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt. Der Angeklagte war Unter- erheber beim hiesigen Finanzamt. In dieser Eigen­schaft veruntreute er in den Jahren 1927 bis 1935 einen Betrag von nahezu 11 000 Mark Den Fehl­betrag verstand der Angeklagte teils durch falsche, teilweise aber auch durch Richtoornahme von Bu­chungen zu verbergen. In der gestrigen Hauptver­handlung versuchte er seine schweren Verfehlungen durch hohe Ausgaben in den letzten Jahren zu ent­schuldigen.

Ferner verhandelte das Gericht unter Ausschluß der Öffentlichkeit gegen den 26 Jahre alten Juden Siegfried Rosenfeld wegen Rassenschande. Das

Gericht verurteilte den Angeklagten zu einem Jahr Gefängnis.

Rundfunkprogramm.

Donnerstag, 2. April.

6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 9.30: Morgenmusik. 11: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozial­dienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. An­schließend: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei von zwei bis drei. 15: Wirtschaftsbericht. Die Rang­ordnung der Ozeanriefen. 15.15: Kinderfunk. 16: Klaviermusik zu vier Händen. 16.30: Musik und Gesang zur Unterhaltung. 17.30: Das aktuelle Buch. 17.45:Erfahrungen mit dem Namen Diesel", eine Plauderei von Eugen Diesel. 18: Konzert. 19: An­läßlich der Einweihung des Frankfurter Luftschiff­hafens: Kämpfende Wissenschaft.Propeller überm Bodensee", ein Hörbild von A. Betzner. Spielleitung: Rudolf Rieth. 19.45: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Olle Kamellen Tanzweisen bis 1914. 21.10: Unterhaltungskon­zert. Das Plietzfch-Marko-Orchester. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.30: Tanzmusik. 24 bis 2: Nachtkonzert. Werke von Franz Liszt.

Oberheffen

35 Jahre Ohmtalbahn.

Lpd. Aus dem Ohmtal, 31. März. Am 30. März waren 35 Jahre verflossen, seitdem zum letzten Male die Postkutsche mit Tannengrün geschmückt durch das Ohmtal fuhr und der Po­stillon wehmütig die Weise des LiedesMorgen muß ich fort von hier..." aus seinem Posthorn erschallen ließ. Für das seither noch abseits vom großen Ver­kehr liegende Ohmtal war durch den Bau einer Ver­bindung von der MainWeser-Bahn zur Linie GießenFuldaBurg- und Nieder - Gemünden- Kirchhain eine neue Zeit angebrochen. Manche Schwierigkeiten waren zu überwinden gewesen, bis der lange gehegte Wunsch nach dieser Eisenbahn­verbindung in die Tat umgesetzt werden konnte. Wer früher aus Richtung Kassel die Alsfelder Gegend und den Vogelsberg oder umgekehrt bereisen wollte, mußte bis dahin den erheblichen Umweg über Mar­burg-Gießen machen. So war der Tag der vollen Verkehrsübernahme der Bahn am 30. März 1901 die Teilstrecke KirchhainSchweinsberg wurde be­reits einige Zeit vorher in Betrieb genommen für die Bewohner des Ohmtales ein Festtag von besonderer Art. Der Bahnbau hat sich für die Be­wohner des Ohmtales segensreich ausgewirkt. Vor allem konnten die großen Basaltlagerstätten in Oflei­den, Amöneburg usw., die umfangreichen Waldungen an den Rändern des Ohmtals, sowie Kieselgur- und Tongruben erschlossen werden.

Gemsen im Vogelsberg.

Wie man uns mitteilt, sollen im hohen Vogels­berg versuchsweise Gemsen angesiedelt werden. Außer der wertvollen Bereicherung der heimischen Tierwelt spricht man einer solchen Maßnahme auch wirtschaftliche Bedeutung zu, besonders angesichts des gerade in Gießen und Oberhessen steigenden Bedarfs an Gemsbärten. Die Tiere, die aus dem Berchtesgadener Land kommen, passieren heute kurz nach 16 Uhr den Gießener Güterbahnhof, wo sie auch verpflegt werden. Das interessante Schauspiel kann von der Eisenbahnbrücke südlicb des Bahnhofs (in Verlängerung der Klinikstraße) gut beobachtet werden. Bemerkenswert sind auch die für den Transport eigens gebauten Kletter­wagen, die den Tieren während der langen Reife größtmögliche Bewegungsfreiheit lassen.

Landkreis Gießen

Großen-Linden, 31. März. Im Saal­bau der Gastwirtschaft Schaum fand die Ent­lassungsfeier der Konfirmanden statt, zu der sich Eltern und Verwandte zahlreich einge­funden hatten. Ein dreistimmiger ChorDanket dem Herrn" und ein Sprechchor leiteten die Feier ein. Darauf umriß Rektor Siegfried in einer Ansprache die Ziele der heutigen Erziehung. Unter Leitung ihres Klassenlehrers Arnold trugen die

Entlassungsscküler Gedichte, Sprechchöre und Lieder vor. Zwei flott gespielte Theaterstücke fanden be­sonderen Beifall, sowie einige zweistimmige Löns- Lieder, welche Mädchengruppen, am Klavier be­gleitet von Lehrer Arnold, sangen. Turnerische Vorführungen der Mädchen unter Leitung der Leh­rerin Frl. Müller und der Knaben unter Lei­tung von Lehrer Reinheimer, sowie mehrstim­mige Chöre unter Leitung von Lehrer Ober­mann umrahmten die Feier, die in üblicher Weise geschlossen wurde.

* Lang-Göns, 31. März. Heute vormittag gegen 11 Uhr fuhr auf der Landstraße Großen- LindenLang-Göns ein Lastauto, das von seinem Lenker plötzlich z u S t e h e n gebracht wurde. Infolge dieses plötzlichen Haltens rannte ein un­mittelbar dahinter fahrendes Personenauto auf das Lastfahrzeug auf. Bei dem Zusam­menprall kamen zum Glück Menschen nicht zu Schaden, jedoch ist an den Fahrzeugen einiger Sach­schaden entstanden.

ch M a i n z l a r, 31. März. Bei der von der NS- Frauenschaft hier durchgeführten E i e r s a m m - lung für das Winterhilfswerk kamen über 500 Stück zusammen.

* Londorf, 1. April. Am heutigen Mittwoch, 1. April, kann Frau Elisabethe Wißner Wwe., geb. Bingelbach, ihren 7 7. Geburtstag feiern. 27 Jahre hat sie das Amt als Schuldienerin beklei­det. Alle Arbeit hat sie fleißig auf sich genommen. Noch heute vermag sie im Sommer auf dem Felde mitzuhelfen. Sie ist eine treue Leserin des Gieße­ner Anzeigers.

wg. Großen-Bufeck, 31. März. In der hiesigen Kirche fand am Sonntag die Vorstel­lung und Prüfung der diesjährigen Konfirmanden statt. 11 Knaben und 14 Mäd­chen legten von dem Zeugnis ab, was sie in den Vorbereitungsstunden gelernt hatten. Die Konfir­mation für die hiesige Pfarrei findet am Sonntag Palmarum, 5. April, für das Filialdorf Oppenrod am 19. April statt. Die Namen der Konfirmanden von Großen-Bufeck find: Wilhelm Wagner, Wilhelm Hahn, Heinrich Größer, Karl Wagner, Hel­mut Hölscher, Wilfried Manns, Ernst Dort, Otto Demper, Wilhelm Mattern, Otto Wagner und Ernst Brück. Mädchen: Kacharina Seipp, Elisabethe Schwalb, Erna Dietrich, Anna Schäfer, Erna Wa­genbach, Emma Wagenbach, Helene Hahn, Elisa­bethe Jost, Margarethe Schäfer, Katharine Scheld, Marie Wagner, Emma Stein, Marie Dambmann und Hedwig Huber. Von Oppenrod: Karl Hahn, Heinrich Huhnergarth, Karl Gerhard, Marie Brück, Marie Rühl, Elise Gerhart, Elisabeche Schneider und Katharina Balser.

* Ettingshausen, 31. März. Dieser Tage fand hier eine Güterversteigerung statt. Es wurden folgende Preise erzielt: Ackerland 1. Qua­lität, pro Morgen 1100 bis 1200 Mk.; 2. Qualität,

700 bis 800; 3. Qualität, 200 bis 300 Mark. Für Wiesen guter Qualität wurden pro Morgen 900 bis 1000 Mark erzielt. Aus der hiesigen Volks­schule werden 16 Kinder, 10 Knaben und 6 Mäd­chen, entlassen.

Kreis Wetzlar.

+ Dutenhofen, 31. März. Nachdem in der Zeit unmittelbar nach dem Weltkrieg der schöne Brauch, alte Soldaten mit militärischen Ehren zu Grabe zu tragen, ziemlich in Vergessenheit geraten war, hat der hiesige Kriegerverein diese Sitte nunmehr wieder ausgenommen und will sie

auch für die Zukunft beibehalten. So wurde am Samstag der Schreinermeister und ehemalige Frontsoldat Fr. Weber unter starker Anteilnahme der Kameraden aus dem Kriegerverein und der Bevölkerung zu Grabe getragen. Am Sarge hatten Kameraden unter Gewehr Ehrenwache gehalten. Dem Trauerzuge wurden die Orden und Ehren­zeichen des Verstorbenen vorangetragen. Nach der Grabrede des Geistlichen sprach der Kameradschafts­führer herzliche Worte des Nachrufes. Zum Abschluß der Feier wurde dem Dahingeschiedenen eine Ehren­salve gewidmet.

Ein gigantisches Bauwerk.

Die Urseltalbrücke, der größte Brückenbau an der Autobahn Frankfurt-Gießen.

Die Straße FrankfurtOberursel, die bereits von dem ersten Teil der Brücke überdeckt wird. Winzig erscheinen die Menschen, die an den gewaltigen TPrägern arbeiten.

(DNB.-Heimatbilderdienst. Aufnahme: Dr. Dietrich.)

LPD. Frankfurt a. M., 31. März. Der größte Brückenbau auf der Reichsautobahnstrecke Frankfurt a. M.Gießen, dessen Teilstück Frank­furtHomburgNauheim noch in diesem Sommer fertiggestellt werden soll, ist die U e b e r b r ü ck u n g des Urselbachtals zwischen Weißkirchen und Niederursel. Der Bau dieser Brücke, der mit er­staunlicher Schnelligkeit fortschreitet, stellt in der Konstruktion durchlaufende Blockträger auf Staylrahmenpendelstützen eine Großleistung deut­scher Technik dar. Von der Wichtigkeit dieses Brückenbaues kann man sich einen Begriff machen,

wenn man bedenkt, daß die Brücke bei einer Breite von 26 Meter die Länge von 315 Meter er­hält. Die riesigen T-Träger, die bereits die Stra­ßenbahn FrankfurtOberursel und die Chaussee überdachen, haben eine Länge von 12 und 24 Me­ter und wiegen je Stück dieKleinigkeit" von 190 und 380 Zentner. Schon jetzt kann man sagen, daß sich die gewaltige Brücke harmonisch in die Land­schaft eingliedern wird. Mit den Taunusbergen im Hintergrund wird der Bau ein neues technisches Wunderwerk in der Umgebung Frankfurts bar» stellen.

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Anrudern und Trainingsverpflichtung der Gießener Ruderer.

Der kommende Sonntag ist der Tag der Ruderer. Gemeinsam und zu gleicher Zeit, wie auch im vorigen Jahre, wird am Sonntag auf allen Boots­plätzen des Deutschen Ruderoerbandes die Fahne des Reiches und der Vereine gehißt. Gleichzeitig findet auch die Trainingsverpflichtung der Mann­schaften statt. Die Gießener Rudergesell­schaft, wie auch der RuderklubH a s s i a" werden am Sonntag ihre Ruderer und Mitglieder ebenfalls auf ihren Plätzen zum feierlichen Akt ver­einigen. Anschließend folgt eine Auffahrt sämtlicher Boote der beiden Vereine.

Kurt Brahm, Olympia-Trainer des Schwedischen Ruderverbandes.

Der Verbandsruderlehrer Kurt Brahm, der während der Jahre 1934 und 1935 die Olympia- Zelle Gießen betreute, ist vom Schwedischen Ruder­verband als Olympia-Trainer verpflichtet worden. Die Mannschaften der Gießener Rudergesellschaft

wird für die Rennsaison 1936 Ruderlehrer Hof­mann- Berlin übernehmen.

Oer Frühjahrs-Waldlauf in Lollar.

Der Turnverein 1883 Lollar führt am kommen­den Sonntag den Waldlauf der Gruppe Gießen- Wetzlar in Lollar durch. Laut Ausschreibung wird in zwei aktiven, einer Alten-Herren- und vier Jugendklassen gelaufen. (Langstreckler 5000 Meter, Mittel-Sprinter und Landklasse 3000 Meter, Alte Herren 2000 Meter, Jugend A 1918/19 2000 Meter, Jugend B 1920/21 1500 Meter, Jugend 1922/23 1000 Meter, 1924 und jünger 1000 Meter.) Gleich­zeitig erfolgt eine Mannschaftswertung in allen Klassen. Je drei Mann bilden eine Mannschaft, ein vierter Läufer kann als Ersatz gemeldet werden. Der Turnverein Lollar wird bemüht sein, diese Veranstaltung in mustergültiger Weise durchzu­führen. Die gesamte Strecke wird gut markiert und außerdem von wege- und streckenkundigen Mit­gliedern des Vereins besetzt fein. Größere Steigun­gen sind in der gesamten Strecke nicht vorhanden. Die 5000-Meter-Strecke wird mindestens zweimal

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Ostern auf dem Balkon?

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Vnd Zusehen müssen, wie die andern hlnausfah*

Ten? Oder bestenfalls mitgenommen werden, dorthin fahren müssen, wohin die andern wollen?

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