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entschlossen tief Wietierrinsetzüng der Habsburger widersetzen. Südslawien stehe in der Habsbur- ' ger Frage nicht allein. Treue Freunde und Der- bündete, die Tschechoslowakei und Rumä­nien, hätten den gleichen Standpunkt eingenommen. Mehrer europäische Großmächte seien derselben Meinung. Südslawien könnte daher mit Ruhe die Entwicklung der Ereignisse ad- warten.Eben haben wir von der österreichischen Regierung", sagte Stojadinowitsch,eine beschwich- ttgende Erklärung erhalten. Ich bin geneigt, an die Aufrichttgkeit der Erklärung der österreichischen Re­gierung, mit der wir die besten Beziehungen und möglichst gute Nachbarschaft und Freundschaft zu unterhalten wünschen, zu glauben."

Keine Lösung der Regierungskrise in Holland.

Den Haag, 27. Juli. (DNB.) Der Vorsitzende der Katholischen Fraktion der Zweiten Kammer, Professor A a l b e r s e, hat am Samstagabend die Königin gebeten, ihn von dem Auftrag zur

Blltiutitz efrntf nsurn Regirrung wie­der zu entbinden. Er begründete seinen Schritt damit, daß er sich nach eingehender Rücksprache mit den Fraktionsvorsitzenden der Zweiten Kammer da­von habe überzeugen müssen, daß keine ge­nügende Uebereinstimmung zu erzie- l e n sei, um ein neues Kabinett auf möglichst brei­ter parlamentarischer Grundlage zusammenstellen zu können. Man rechnet damit, daß ein namhafter Vertreter einer bürgerlichen Partei, die bei dem entstandenen Konflikt keine akttve Rolle gespielt hat, betraut werden wird. Man denkt an den Frak­tionsvorsitzenden der Christlich - Historischen Partei, den ftüheren Ministerpräsidenten Dr. de Geer, der als ein sehr besonnener und umsichtiger Politiker in hohem Ansehen steht. Für eine solche Lösung scheint auch große Sympathie bei der Katholischen Partei zu sein. Erst wenn diese Möglichkeit ergeb­nislos geblieben ist, dürfte der Versuch zur Bildung eines außerparlamentarischen Geschäftskabi­netts unternommen werden. Eolijn hätte dann große Aussichten, im Amt zu bleiben.

Die Eröffnung der kanalisierten Neckarschiffahrts­straße Mannheim Heilbronn gestaltete sich zu einem festlichen Ereignis, an dem die ganze Bevöl­kerung der beteiligten Neckarorte lebhaften Anteil nahm. Besondere Freude löste die Anwesenheit einer zwanzig Mann starken Abordnung der deut­schen Kriegsmarine aus. Die Feierlichkeiten begannen bei der Staustufe Guttenbach. Reichs- Verkehrsminister Frhr. von Eltz-Rübenach eröffnete die Kanalstrecke und dankte den Neckar­uferländern Württemberg, Baden und Hessen, die von vornherein unter Ausschaltung von Sonder­interessen das Gemeinnützige des Neckarausbaues anerkannt hätten. Der Kampf mit den Elementen habe am Neckar, einem der hochwafferaefährlichsten Flüsse Deutschlands, den vollen Einsatz jedes ein- zelnen, vom Bauleiter bis zum jüngsten Arbeiter, gefordert, Diele Opfer hätten gebracht werden müssen, bis diese gewaltigen Bauwerke planmäßig fertiggestellt werden konnten. 30 Arbeits­kameraden seien auf dem Felde der ' 1. Der Minister gedachte der

rnd Treue. Die Reichsregie-

w i n n, der zu gleichen Tellen auf die Stammtisch- runde verteilt wurde.

Schuhhaft wegen rasseschänderischen Verhaltens.

München, 28. Juli. (DNB.) Die Polizei teilt mit, daß wegen rasseschänderischen Verhaltens in den letzten Tagen mehrere Juden und arische Mädchen in Schutzhaft Genom­men wurden. Darunter auch der Jude Artur Fels, früher Arzt, jetzt Jrnrnobilienverrnittler. Bereits zu Beginn der nationalen Erhebung mußte dieser Schädling in Schußhaft genommen werden. Schon bald nach der Entlassung hing er wieder seinem alten Laster nach und kam deshalb im Juni vorigen Jahres neuerdings in Schutzhaft. Auch diese Maßnahme hatte wenig Wirkung auf ihn, denn er trieb in der letzten Zeit sein Unwesen wie­der in einer Weise, daß Fußgänger in der Allstadt an seinem Auftreten Aergerms nahmen. Sie über» aaben ihn deshalb der Polizei. Wie er selbst zugab, hat er im Laufe der Zeit etwa 150 arische Mädchen in den Schmutz gezogen. Beinahe ausnahmslos suchte er seine Opfer in den minderbemittelten Kreisen. Durch seine Einlieferung in das Konzen­trationslager Dachau wird in Zukunft die Bevölke­rung vor ihm verschont bleiben.

Das Ergebnis des Aachener Schachturniers.

Im Schlußkampf um die Schachmeisterschaft von Deutschland in Aachen ging es noch einmal heiß her. Da Richter gegen Koch remisierte, wollte Ahues, der seine Hängepartie mit Elstner gewon­nen hatte, seine remisartige Stellung gegen Rell- stab unbedingt gewinnen, um gleichzuziehen. Rell- stab aber verteidigte sich umsichtig, kam selbst zum Angrift und gewann schließlich. Durch diese Nie­derlage hatte sich Ahues auch den zweiten Platz verscherzt, denn Michel und Ernst siegten erster über Schlage, Michel über Reinhardt und teilen so mit Ahues den 2. bis 4. Platz. Engel hatte die Hängestellung gegen Blümich gewonnen, mußte aber gegen Schönmann abbrechen, obwohl der Aus­gang für di ePlatzfrage ohne Bedeutng ist. Weiß- gerber verlor die abgebrochene Partie gegen Schön- mann und am Samstag gegen Dr. Lachmann. Blümich holte einen Punkt gegen Elstner, während Brinkmann spielfrei war. Der Schlußstand:

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Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Der Tiefdruckwirbel über der Ostsee und dem Baltikum ließ dort einen außerordentlich kräftigen Sturmwirbel entstehen, der zu verbreiteten Nieder­schlägen und orkanartigen Stürmen im Ostseegebiet führte. Bis zu uns hin macht sich dieser Wirbel bemerkbar durch starke Bewölkung und vereinzelte Niederschlagsschauer. Die lebhafte nordwestliche Luft­zufuhr wird vorerst noch anhalten und sich zunächst noch verstärken, so daß bei zunehmender Bewölkung mit sehr wolkigem und zu Niederschlägen neigendem Wetter zu rechnen ist.

Aussichten für Dienstag: Ueberwiegend bewölkt und vereinzelte Niederschläge, bei sehr leb­haften Winden aus Norden kühl.

Aussichten für Mittwoch: Fortdauer be$ unbeständigen und kühlen Wetters.

Lufttemperaturen am 28. Juli: mittags 20,3 Grad Celsius, abends 17 Grad; am 29. Juli: morgens 15,9 Grad. Maximum 22,7 Grad, Minimum 14 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 28. Julik abends 20,9 Grad; am 29. Juli: morgens 18,7 Grad Celsius. Niederschläge 2,3 mm. Sonnenschein­dauer 1,7 Stunden.

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rung werde die Neckarkanalisierung oberhalb Heil­bronns fortführen, soweit es bei den vordringlichen Aufgaben möglich sei, die gegenwärtig die finan­zielle Leistungsfähigkeit des Reiches außerordentlich in Anspruch nähmen. Dann setzten sich die festlich geschmückten Motorschiffe zur Fahrt nach Heil- b r o n n in Bewegung, wo der württembergische Ministerpräsident Meraentaler versprach, die Mittel für die Weiterführung des Kanals in das Herz des Landes hinein bereitzustellen. -

5000-Mark-Gewinn einer Stammtischrunde.

Freudige Ueberrafchung brachte ein Losverkäufer der Arbeitsbeschaffungslotterie in die Stammtischrunde einer Oggersheirner Gast­wirtschaft. Schon wollte man, da Niete um Niete gezogen wurde, das Rennen aufgeben, als man sich noch einmal zu einem letzten Grift ent­schloß, der die Ausdauer der fünf Loskäufer reich­lich belohnte. Es war ein 5000-Mark-Ge-

wurde. Das Gebäude wurde durch die Explosion völlig zerstört. Glücklicherweise war es aber von starken Schutzwällen umgeben, so daß die anderen Teile der Fabrik kaum Schaden er* litten haben. In der Unglücksabteilung waren nor­malerweise 30 Arbeiterinnen und 4 Arbeiter be< schäftigt; zwölf Tote sind bisher zu beklagen.

Die Erde tut sich auf...

Die sowjetamtliche Nachrichtenagentur teilt mit, daß sich in einigen Stadtbezirken Moskaus aus bis­her ungeklärter Ursache die Straßendecke um ein beträchtliches gesenkt hat. An der Straßenfront desOchotnyj Rjad" im Zentrum der Stadt aab ganz plötzlich die Erdoberfläche nach, und in mehreren Teilstrecken sackte der Damm a b, wobei das Straßenpflaster aufgeriffen wurde. Die gleichen Straßenbeschädigungen wurden u. a. auch am Kirow-Tor festgestellt. Man nimmt an, daß die Ursache in der Unterspülung durch Regengüsse zu suchen ist. Bei der Bevölke­rung hat dieses Ereignis einiges Aufsehen hervor­gerufen. Man ist u. a. der Ansicht, daß die plötz­lichen Straßensenkungen auf unsachgemäße Ausschachtungsarbeiten beim Bau bet Moskauer Untergrundbahn zurückzuführen sind, aber auch der Sowjethumor hat neuen Stoff gesunden. Gegenüber demOchotnyj Rjad" befindet sich nämlich das Gewerkschaftshaus, in dem zur Zeit der 7. Kongreß der Kommunistischen inter­nationale tagt.Iler Kommunistenkongreß hat schon in den ersten Tagen das Weltall er­schüttert" undDie Erde tut sich auf, um bie Komintern zu verschlingen", lauten die Witze.

SlegSr ünb Meiste? von Deutschland 1935: K. Richter-Berlin mit 10,5 Punkten, 2. bis 4. geteilt: Ahues-Königsberg, Ernst-Gelsen­kirchen und Michel-Nürnberg je 9,5, 5. Engels- Düsseldorf 8 und Hänge, 6. Rellstab-Berlin 7,5, 7. Dr. Lachmann 7, 8. Schönmann 6 und Hänge, 9. bis 10. Elstner und Reinhardt mit je 6, 11. bis 13. Brinkmann, Schlage und Weißgerber mit je 5,5, 14. bis 15. Blümich und Koch mit je 4 Punkten. Der laiplnger Vertreter des DRV. von Banditen entführt.

Der Vertreter des DNB. in Taiping, Dr. Herbert Müller, und ein englischer Schriftsteller namens Jones wurden auf einer Wagenfahrt von Taiping nach Dolonor von Banditen gefangen ge­nommen. Ihr russischer Chauffeur wurde eben­falls gefangen, aber bann freigelafsen, um bie Forderungen der Banditen zu überbrin­gen, die angeblich 10 0 0 0 0 Dollar ßöfegelb verlangen. Der Ort des Ueberfaüs befindet sich bei Paotschang, ungefähr 130 Kilometer nordöstlich von Kalgan. Die deutsche Botschaft hat sofort die notwendigen Schritte zur Befreiung unter­nommen. Der von den Banditen gefangengenom­mene Engländer Jones ist ein früherer S e - kretär Lloyd Georges, der gegenwärtig China als Zeitungskorrefpondent bereift. Jones war vor einigen Wochen in China angekommen und hatte kürzlich die innere Mongolei besucht. Auf dem Wege nach Dolonor in der Mongolei, das er zu­sammen mit Dr. Müller, der ausgezeichnet Chine­sisch spricht, erreichen wollte, mußten die Reisenden durch Bezirke, die roeaen der kürzlich auf japa­nisches Verlangen erfolgten Zurückziehung der Truppen des chinesischen Generals Sung-Tscheh- Puan als unsicher gelten.

Tödlicher Unfall beim Florettfechten.

Bei der Mitteldeuftchen Mannschaftsmeisterschaft im Florettfechten in Jena ereignete sich ein be­dauerlicher Unglücksfall. Der mitteldeutsche Gau- meister aller drei Waffengattungen, Voigt (Jena), wurde kurz vor Schluß der Veranstaltung durch Klingenbruch bei seinem Gegner ,s o schwer verletzt, daß er an den Folgen trotz sofortiger ärztlicher Hilfeleistung starb. Der Wettkampf wurde sofort abgebrochen. Voigt, der Mitteldeutsch- land bei den deutschen Meisterschaften vertreten sollte, stand im 3 0. Lebensjahr.

Großfeuer in Hamburg.

In einem Gebäude der Alsterdorfer Anstalten, die der Erziehung Schwachsinniger bienen, brach ein Brand aus, der schnell großes Ausmaß annahm. Das Feuer entstand in einem großen, strohgedeckten, landwirtschaftlichen Gebäude, in dem Heu gelagert war. 13 Zöglinge, die sich bei Ausbruch des Feuers im Innern befanden, konnten rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden; das Haus brannte vollständig nieder. Die Feuer­wehr konnte sich lediglich darauf beschränken, das Feuer auf feinen Herd zu begrenzen. Die Ursache des Brandes ist nicht ermittelt.

Schweres Explosionsunglück In einer italienischen Pulverfabrik.

In einer Pulverfabrik in Varese in der Nähe von Mailand ereignete sich ein schweres Explosionsun­glück. Die Fabrik, in der das. Unglück geschah, liegt etwa 100 Meter von der Ortschaft Taino etwas ab­seits am Ende eines bewaldeten Tales. Der Schau­platz des Unglücks, bie Versandabteilung der Fabrik, befand sich in einem etwa 15 Meier langen und vier Meter hohen Schuppen, in dem die Ver­packung der Spreng st offe vorgenommen

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton i. 23.: Dr.F.W. Lange, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VI. 35: 10150. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

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