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Abfahrt der Züge und Fahrpreise.

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Betr.: Gaulag Darmstadt am 1. und 2. Juni 1935.

Die Ortsgruppen- und Betriebsgemeinschafts- watter haben sofort von den von ihnen gemeldeten Mitgliedern die Fahrgelder zu kassiren, die nach- tehend ersichtlich sind. Die Fahrgelder werden an )en für die Ortsgruppe und für den Betrieb zu- tändigen Ortsgruppenkassenleiler der PO. abge­liefert. der auch die Fahrkarten besorgt.

Die Lreiswattung der Deutschen Ar­beitsfront hat also nichts mit den Geldern und Fahrkartenbeschaffung zu tun, darauf ist besonders zu achten.

Der Sonderzug verkehrt nur Samstag. Der Sonnlagzug fällt aus. Die Fahnenabteilungen müssen also ebenso am Samstag fahren. Auf der Fahrt und in Darmstadt selbst ist von den DAF.- Kameraden größte Disziplin zu bewahren.

20.35 Uhr Darmstadt und ist um 23.37 Uhr wieder in Grünberg. Die Ankunft in Gießen ist um 22.47 Uhr.

Dir betonen nochmals, daß der Zug am Sonntag Umstände halber ausfallen muß.

am Vaterland große Mittel. Diese Mittel zu schüf­en, ist Sinn und Zweck der alljährlich stattfinden» den Luftfahrt'Werbewoche.

Gerade seht nach der Schaffung der Reichsluft­waffe wird das deutsche Volk erst recht seinen willen auch äußerlich zum Ausdruck bringen, seine große zivile Luftfahrtorganisation zum Sammelbecken der fliegerischen Begeisterung zu machen. Tausende und aber Tausende von Sammlern werden den deutschen Volksgenossen um sein Opfer bitten, getragen von dem heili­gen Versprechen, dieses Opfer stets nur einzu­sehen für die Bedeutung seines Volkes zur Luft.

Immer und überall wird sich die Fliegerei der Opfer des deutschen Volkes würdig und wert er­weisen, immer und überall wird sie unter Beweis stellen können, wofür die geopferten Mittel Ver­wendung fanden.

Die Abzeichen Der Luftfahrt® Werberooche vom.Mat-eJuni

Metallabzeichen

Oie Deutsche Arbeitsfront.

Kreiswaitung Gießen, Schanzenstraße 18.

An die Ortsgruppen- und Betriebsgemeinschastswalter des Kreises Gießen!

Lustfahrt-Werbewoche 1935

TlS-SemeinschastKraft durch Freude".

War schon die Luftfahrt-Werbewoche 1934 ein gewaltiger Erfolg, der den gemachten Anstrengun­gen entsprach, so wird die diesjährige Luftfahrt- Werbewoche unter Beweis stellen, daß der Deutsche Lustsport-Derband in zielbewußter Werbearbeit sein höchstes Ziel erreicht hat, als alleiniger Träger des Deutschen Luftsports eine vom nationalsozialistischen Denken erfüllte Gemeinschaft zu formen. Die vielen

feiten zustande gekommen, Juda und Rom seien Staaten im Staat. Der Redner betonte weiter, daß übersinnliche Einflüsse sich im Weltkrieg ausgewirkt hätten. Ein Sieg Deutschlands sei den überstaat­lichen Mächten Juba und Rom schrecklich gewesen. Zum Schluß würdigte der Redner eingehend die Erfolge der deutschen Armee und die tapfere Hal­tung der deutschen Frontsoldaten.

Vornotizen.

Tageskalender für Mittwoch: DAF. Ortsgruppe Gießen-Ost: 20 Uhr in der Gastwirt­schaftGermania" Amtswalterappell. NSLB., Kreis Gießen. Fachschaft: Körperliche Erziehung, Bezirk Gießen: Tagung der Pflichtarbeitsgemein­schaft in der Turnhalle der neuen Pestalozzischule, 15.30 bis 16.30 Uhr Knabenturnen, 16.30 bis 17.15 Uhr Leistungsturnen, 17.15 bis 18.15 Uhr Mädchen­turnen. Stadttheater (Ring Deutsche Bühne): 20 bis 22.15 UhrVertrag um Karakat". Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Sie und die Drei". Oberhessischer Kunstverein (Turmhaus am Brand­platz): Ausstellung Christian Rohlfs-Hagen.

Tageskalender f ü r Donnerstag (Himmelfahrt): Lichtspielhaus, Bahnhofstraße,Der stählerne Strahl". Oberh. Kunstverein (Turm­haus am Brandplatz), 11 bis 13 Uhr, Ausstellung Christian Rohlfs-Hagen. Spielvereinigung 1900, Nationale leichtathletische Wettkämpfe, Sportplatz 1900, ab 10 und 15 Uhr. Landschaftsbund Volks­tum und Heimat, Ortsrina Gießen, 7 Uhr, Marsch 3um Frühaottesdienst aus den Schiffenberg, an­schließend Wanderung nach Garbenteich, Pfahl­graben, Kloster Arnsburg und Lich. MTV. Sternwanderung nach Kloster Arnsburg, Abmarsch 7.30 Uhr am Finanzamt. Turnverein von 1846, Wanderung nach Kloster Arnsburg, Abmarsch 7 Uhr am Ludwigsplatz. VfB -Reichsbahn, Wanderung nach Kloster Arnsburg, Abmarsch 6 Uhr Persiluhr. GRG. von 1885, Himmelfahrtstour nach Nieder­girmes, Abfahrt 8 Uhr Hess. Hof. Deutsche Steno- araphenschaft, Ortsgruppe Gießen, Wanderung nach Kloster Arnsburg, Abmarsch 7 Uhr am Ludwigs- Platz. Angler-Gesellschaft Gießen 1877 und Gie­ßener Ruder-Club, ab 10.30 Uhr gemeinsame Werbeveranstaltung an der Lahn. Gesangverein Liederkranz-Heiterkeit, Fahrt nach Dianaburg-Grei- fenstein, Abfahrt 6.03 Uhr. Waldeslust am Flug­hafen, Konzert und Tanz.

Stadttheater Gießen: Heute 20 Uhr geschlossene Vorstellung für die NS.-Kulturge- meinde, Ring Deutsche Bühne Samstag Mit­glieder. Diese Vorstellung findet statt an Stelle der am Samstag, 18. Mai, ausgefallenen Veran­staltung. Zur Aufführung gelangt das spannende Schauspiel:Vertrag um Karakat" von F. P. Buch; Spielleitung hat Kurt Lüpke. Ende 22.45 Uhr.

Kameradschaftsabend ehe m. 116er. Zur Pflege echter soldatischer Kameradschaft zwischen der alten und der neuen Wehrmacht veranstaltet der Verein ehemaliger 116er Gießen, gemeinsam mit den Kameraden der Traditionstruppe, am Sams­tag, 1. Juni im Schützenhaus einen Kameradschafts­abend. Siehe heutige Anzeige.

8 bis 9, Wirsing (gelb), das Pfund 18 bis 20, (grün) 20 bis 22, Weißkraut 15 bis 20, Gelbe Rüben, Bündel 20 bis 25, das Pfund alte 15 bis 18, Rote Rüben 10 bis 15, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 15 bis 20, Bohnen (grün) 50, Sparael 40 bis 50, Erbsen 30 bis 35, Mischgemüse 15 bis 20, Tomaten 70 Pf. bis 1 Mark, Zwiebeln 20 Pf., Meerrettich 50 bis 70, Schwarzwurzeln 30 bis 45, Rhabarber 10 bis 12, Kartoffeln (alte) 4 Pf., der Zentner 3,50 bis 4 Mark, neue, das Pfund 24 Pf., Aepfel 35 bis 65, Kirschen 70, Zwetschenhonig 40 bis 45, Suppenhühner 70 bis 80, Nüsse 45, Tauben, das Stück 60, Blumenkohl 50 bis 80, Salat 10 bis 20 Salatgurken 40 bis 60, Oberkohlrabi 15 bis 20, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 50, Rettich 10 bis 15, Bündel 20, Radieschen 7 bis 10 Pf.

Juda und 2Rom.z/

lieber das ThemaJuda und Rom" sprach gestern Abend im vollbesetzten Saale des Cafö Leib Rechts­anwalt Schneider aus Karlsruhe. Der Redner, der ursprünglich über das ThemaWarum muß die Freimaurerei vernichtet werden" sprechen wollte, kündigte zu Beginn der Versammlung das neue Thema an und behandelte zunächst die FrageIst es richtig, daß der Jude die Weltgeschichte beherrschte, wie unterscheidet er sich von uns und was sind seine Ziele?" Er gab einen geschichtlichen Ueberblick, wie sich bedeutende Männer zum Judentum stellten. Der Redner beleuchtete den Kampf Luthers gegen das Judentum, zeigte, wie Professor Joh^ Andr Eisen- menger, Heidelberg, sich bereits ttn Jahre 1701 in einer Schrift eingehend mit dem Judentum befaßte, um dann nachzuweisen, daß auch Friedrich Schiller in seinen Schriften gegen das Judentum Stellung genommen habe. Leider seien diese Auslassungen in den meisten Ausgaben nicht enthalten. Es gäbe nichts Schlimmeres, als aus einem geistigen Werk das herauszustreichen, was dem Verfasser das Wich- tigste scheine. Auch Friedrich der Große habe das Judentum abgelehnt, seine dahingehenden Aus­sprüche seien gefälscht worden. Ebenso habe Richard Wagner gegen das Judentum Stellung genommen. Auch Moltke habe gegen das Judentum Stellung genommen. Der Redner erläuterte weiter, wie die

Gefahr.

Von großem Interesse waren die Ausführungen und die Bilder über die Entstehung der Feuerwehr- geräte. So wurde die Abbildung einer Saug- und Druckpumpe mit zwei Zylindern gezeigt, die um das Jahr 250 v. Ehr. von dem Mechaniker Ctesibius von Alexandrien gebaut wurde. Die erste Nachricht über Feuerspritzen in Deutschland bringt die Bauamts­rechnung der Stadt Augsburg aus dem Jahre 1518. Diese Spritzen wurden damals von dem Goldschmied Anton Blatner aus Friedberg gefertigt, der 1518 Bürger von Augsburg war. Don mm an entwickelte sich das Feuerlöschwesen bis Ende des 18. Jahr­hunderts. Im 19. Jahrhundert mit der Entwicklung der Technik erreichte man die Vervollkommnung fast aller Feuerwehrgeräte, die im Bild vor den Be- uchern vorüberzogen. Wie die Feuerwehrgerate, o wurden auch die Geräte zur Menschenrettung geschaffen, denn in der Menschenrettung sieht die Feuerwehr ihre höchste Ehre.

Nachdem Kreisfeuerwehrinspektor So u f f £ m feinen Schlußausführungen noch des Mitbegründers des Deutschen Feuerwehrverbandes Conrad Dietrich M a g i r u s gedacht hatte, schloß er den sehr inter­essanten Vortrag, der den Feuerwehrkameraden eine gute Belehrung war. v

Branddirektor Braubach dankte dem Do^ tragenden für seinen lehrreichen Vortrag, dem sich die Kameraden der Wehren durch lebhaften Beifall anschlossen.

Gießener Wochenmarktpreife.

Gießen, 29. Mai. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,50 bis 1,55 Mark, Landbutter 1,40 bis 1,42, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier (inländische)

Schiffenberg (Fahrgelegenheit mit Autobus um 8 Uhr ab Ludwigsplatz). Vom Schiffenberg wan­dern wir weiter nach Garbenteich Pfahlgraben (Führung: Dr. Mittermaier) Kloster Arns* bürg (Führung: Prof. Dr. Rau ch). Unser Volks­tanzkreis geht mit. Rückfahrt mit der Bahn ab Lich 17.01 Uhr oder 19.17 Uhr. Mitglieder und Gäste aus Stadt und Land find willkommen.

Kein rohes Hackfleisch in den Lagern.

LPD. Angesichts des zunehmenden Befuchs in Arbeits- und Jugendlagern und -Heimen wird von der Abteilung Gesundheitswesen der hessischen Lan­desregierung folgendes angeordnet, auf dessen Be­achtung insbesondere die Schulleitungen hinge­wiesen werden: Die Erfahrungen im Sommer 1934 haben gezeigt, daß in den Arbeits- oder Jugend­lagern und -Heimen, in denen rohes Hackfleisch oder Fleisch- und Fischkonserven als Kost verab­reicht wurden, häusig bakterielle Lebensmittelver­giftungen vorgekommen sind. Deshalb sind Anord­nungen zu treffen, daß rohes Hackfleisch während der warmen Jahreszeit in Lagern und Heimen überhaupt nicht verabfolgt wird und angebrochene Dosen mit Fleisch- und Fischkonserven am Tage der Oeffnung unbedingt aufzubrauchen sind.

Höchstpreise für Zwiebeln in Hessen.

LPD. Trotz der dieser Tage erfolgten Warnung gibt es noch Händler, die sich einer gesunden Preis­politik nicht anpassen können. So mußten von der Polizei erhebliche Mengen Zwiebeln wegen Ueberschreitung des Höchstpreises beschlagnahmt und eine Händlerin wegen Wuchers zur Anzeige gebracht werden. Die Landesregierung hat nun­mehr den Höchstpreis für Zwiebeln mit sofortiger Wirkung auf 20 Pf. für das Pund festgesetzt und wird in den nächsten Tagen nach einer Anordnung des Reichskommissars für Preisüberwachung diesen Preis auf 17 Pf. herabsetzen. Die Händler werden daher noch einmal nachdrücklichst vor einem Einkauf zu untragbaren Preisen gewarnt. Die Polizei ist er­neut angewiesen worden, mit aller Strenge gegen eine unberechtigte Preisbildung vorzugehen.

Erholungskuren für bedürftige Kinder.

Das Städtische Wohlfahrtsamt schickt in diesem Jahre 120 erholungsbedürftige Kinder zum Kur- aebrauch nach Bad Orb bzw. nach Neckar­steinach. Die Kinder sind aus dem Kreise der Gie­ßener Volksschulen entnommen und durch den städtischen Schularzt für diesen Kurgebrauch be- stimmt worden. Heute ist der erste Transport von 35 Kindern auf fünf Wochen nach Bad Orb geschickt worden. Weitere 35 Kinder werden im Laufe des Monats Juli nach Bad Orb fahren, gur, gleichen Zeit werden auch 50 Kinder nach Neckarsteinach ge­schickt werden.

Giraßenbauarbeiten.

Gegenwärtig sind am Bahnhof Arbeiten zwischen dem Straßenbahngleis im Gange zu dem Zwecke, einige kleine Senkungen des Straßenbahngleises zu beheben, da im Anschluß an diese Arbeiten eine Neuherrichtung der Fahrbahn der oberen Bahnhof st raße zwischen Liebigstraße und Bahnhof, soweit es sich dabei um städtisches Ge­lände handelt, vorgenommen werden soll. Für die Bahnhofstraße von der Anatomie bis zum Bahnhofsplatz wird wahrscheinlick) die Asphaltie­rung der Fahrbahn in Betracht kommen.

Ferner ist für die nächste Zeit eine Verbreite­rung der Fahrbahn der Frankfurter Straße von der StraßeAm Steg" ab bis nach Klein- Linden vorgesehen. Mit dieser Arbeit soll der jetzigen ungenügenden Breite der Fahrbahn, die nur 6,80 Meter breit ist, ein Ende bereitet wer- den. Die neue Fahrbahnbreite soll sich auf 9 Me­ter belaufen. Die neue Fahrbahnfläche wird bei­derseits von den jetzigen breiten Gehsteigen ge­nommen werden.

Ein Vortrag über das Feuerwehrwesen.

Am Montagabend hielt Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier im Singsaal des Realgymnasiums einen Vortrag über die Kulturgeschichte der Feuer- wehr, zu dem die Gießener Freiwillige Feuerwehr, die Freiwillige Gailsche Feuerwehr sowie Vertreter der Nachbarwehren Heuchelheim, Klein - Linden, Lollar und Wieseck erschienen waren.

In seinem Vortrag ging Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier zunächst auf die Vorgeschichte des Feuers, der Brandbekämpfung sowie die Entwicklung der Feuerwehrgeräte ein. An Hand zahlreicher Ab­bildungen konnte er den Zuhörern den gesamten Entwicklungsgang von Jahrtausenden gut vor Augen führen. Von den primitivsten Anfängen menschlicher Kultur bis zur vollkommensten Entwicklung der heutigen Zeit sah man Abbildungen der Verwen­dung des Feuers sowie dessen Bekämpfung in der

Hunderttausende von Mitgliedern sind aus einfachen Angehörigen eines Verbandes herangewachsen zu Trägern des Luftfahrtgedankens des deutschen Volkes.

Es war felbstversländlich, daß der Rational- foziallsmus mit der Machtergreifung daran­ging, alle die vielen flngfportlichen Vereinigun­gen des parteienstaates zufammenzufaffen, um sie auf das große Ziel auszurichlen, Willens- träger der fliegerischen Idee des deutschen Volkes zu werden und diesen Gedanken tief in das Volk hineinzutragen.

Sowohl auf der Erde, wie auch in der Luft stehen die Kameraden im Dienst der Idee, Deutschland auch die Weltgeltung zur Luft zu erkämpfen und die großen erzieherischen Aufgaben zu lösen, die in der Fliegerei in nationaler Hinsicht liegen. Die besten Eigenschaften des deutschen Menschen müssen sicy in den Trägern des Luftfahrtgedankens ver­einigen. Gleichgültig, ob im Motor- oder Segelflug, gleichgültig ob in der Luft oder in der Werkstatt, überall müssen diese Eigenschaften als Selbstver­ständlichkeiten zur Auslösung kommen. Und gerade oeshalb erfordern diese hohen Aufgaben im Dienst

* Maienblafen. Heute ab 19 Uhr fin­det das Maienblasen vom Turme der I o Han­ne s k i r ch e mit folgenden Darbietungen statt: 1. Choral: Valet will ich dir geben; 2. Preis und An­betung sei unserm Gott, von Rink; 3. Volkslied: Vöglein im hohen Baum". Als Abschluß des dies­jährigen Maienblasens: Deutschland- und Horst- Wessel-Lied.

** Zum Bezirksinnungsmeister der Uhrmacher bestellt. Zu unserem gestrigen Be­richt über die Reichstagung der deutschen Uhrmacher in Nürnberg wird uns mitgeteilt, daß Uhrmacher- meister August Trebbe, Gießen, Marktstraße 22, als Bezirksinnungsmeister der Uhrmacher für den Treuhänderbezirk Hessen bestellt und verpflichtet wurde.

** Geschäftsjubiläum. Am morgigen 30. Mai sind 25 Jahre verflossen, daß der Steinmetz- meister Heinrich Ehrhardt, Friedhofsallee in Gießen, dort ein Grabsteingeschäft mit Bildhauerei eröffnete. In diesem Vierteljahrhundert ist es Herrn Ehrhardt gelungen, durch gutes handwerkliches Können und solide Geschäftsgrundsätze sein Unter­nehmen auf eine beachtliche Höhe zu bringen. Herr Ehrhardt ist auch seit 25 Jahren treuer Bezieher seines Heimatblattes, des Gießener Anzeigers.

** Bautätigkeit bei der Schönen Aussicht. Im südlichen Teil des Wartweges wurden im Herbst vorigen Jahres zwei Einfamilien­häuser errichtet, während ein gleiches Gebäude nächst der Stadt nunmehr im Rohbau vollendet wird. Die Bebauung der östlichen Seite des Wart­wegs schließt sich nahezu an die bereits bestehenden Gebäude an, so daß bald von einer vollen Be­bauung des Wartweges gesprochen und mit dem Ausbau dieser Straße dann gerechnet werden kann. Auch unterhalb der Schönen Aussicht, am Ende der Friedrichstraße, geht ein zweistöckiges Wohn­haus seiner Fertigstellung entgegen; es kann also auch in diesem Viertel eine Belebung der Bautätig­keit festgestellt werden.

** Kriegerkameradschaft Gieße n. Man schreibt uns: In unserem Bericht über die Mai-Monatsversammlung vom Donnerstag, 23. Mai, .ist ein Irrtum unterlaufen. Bei den auf­geführten Namen der mit dem Kyffhäuser-Ehren- zeichen in Gold ausgezeichneten Kameraden muß es statt Angersburger richtig Angelberger heißen.

** Die Zimmerer-Innung für den Kreis Gießen hielt im RestaurantZum Andres" eine Jnnungsverfammlung ab, in der Ober­meister Rohm (Wieseck) zunächst einen Tatigkeits- bericht erstattete. Er wies dann weiter auf den im Juni stattfindenden Reichshandwerkertag hin, gab Kenntnis von verschiedenen Organisations- und Be­rufsfragen und forderte von den Mitgliedern tat­kräftige Mitarbeit beim Aufbau der Organisation. Es wurde beschlossen, in größerer Zahl an dem Reichshandwerkertag teilzunehmen. Im weiteren Verlaufe der Versammlung wurde von Geschäfts­führer H. Kirchner (Gießen) Bericht über die Kasfenverhältnisse erstattet. Hiernach sind im abge­laufenen Halbjahr vereinnahmt worden 948,80 Mk., ausgegeben wurden 688,27 Mk. Der für die Zeit vom 1. April bis 30. September 1935 vorgelegte Vor­anschlag schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 1200 Mark ab. Zum Schluß wurde noch eine Reihe Berufsfragen besprochen.

einzelnen Regierungen durch das Judentum be­herrscht worden seien. Sodann behandelte er kurz die FrageJuden und Christentum". Er wies auch daraus hin, daß Bismarck versucht habe, Deutschland zur völkischen Einheit zusammenzuschließen. Bis­marck sei durch Juda und Rom (Zentrum) gestürzt worden. Diese hätten von jeher hohe Politik getrie­ben. Das fei zwar nicht offiziell nachzuweisen, gehe aber aus den Aussprüchen führender Männer her­vor. Der Redner erläuterte bann den Kampf, den Rom gegen den Protestantismus und die Hohenzol- lern geführt habe und behandelte weiter die Frage: Wie hat sich das Judentum zur Politik gestellt?" Er zeigte dabei den Einfluß der Juden im Marxis» mus, erwähnte die Einstellung Bebels, der gegen die Rückkehr von Elfaß-Lothringen zum Deutschen Reich gewesen sei und betonte, daß hinter dem Marxismus das Judentum gestanden habe. Der Red­ner ging dann zu der Frage überWie haben wir uns dem Judentum gegenüber einzustellen?" Er be- schäftigte sich eingehend mit Walter Rathenau, dabei dessen Einfluß auf die Politik des Kaisers betonend. Wilhelm II. sei zunächst auch gegen das Judentum eingestellt gewesen und sei in dieser Auffassung durch Eulenburg, der völkisch eingestellt gewesen sei, unterstützt worden. Später habe Maximilian Harden es verstanden, den Kaiser umzustimmen. Wer wirt­schaftlich herrsche, herrsche auch politisch. Die jüdische Seele sei anders, als die deutsche Seele. Es gehöre zur Religion der Juden, alles zu beherrschen, eben­so gehöre es zur Religion von Rom, daß alle Men­schen sich dem Papst unterzuordnen hätten. Der Redner erklärte, Juda und Rom machten Politik aus dem Glauben, bei ihnen fei Glaube und Politik eins.

Nach einer kurzen Pause, in der Schriften ver­kauft wurden, betonte der Redner noch, daß sich der Kampf nicht nur gegen die jüdische, sondern gegen jede Hochfinanz richten müsse. Es seien im Welt­krieg viele Soldaten durch Patente des eigenen Lan­des, die an das Ausland verkauft wurden, gefallen. Der Redner erläuterte dann die Stellung der Pap­stes zu einem evtl, deutschen Sieg und betonte, das Friedensangebot sei gar nicht vom Papst, sondern unter dem Einfluß anderer führender Persönlich-

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