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Staffel 4

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Nr. 221 viertes Blatt

Sietzener Anzeiger tGenerat-Anzelger sm Gberhesseni Samstag, 26.September 1955

Das Werk der Nächstenliebe im Kreise Gießen.

Rückblick und Ausblick auf die Arbeit der NG-Volkswohlfahri.

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Gießener BDM. hilft bei der Weihnachtsfest-Kaffeetafel.

Gießener Pimpfe sind stolz auf das gute Sammelergebnis

Beim Kaffee im Kinderheim der NSV. in Gießen. (Aufnahmen [6]: Photo-Pfaff.)

34 selbständigen Orts-

Ein Kindertransport auf dem Gießener Bahi^of.

Arbeitsdienst hilft bei der Kartoffelausgabe

iDie Gießener Wehrmacht hilft bei der Spendensammlung des WHW.

lenken auf die großen Taten, die von der NS.- Volkswohlfahrt bei dem vorigen Winterhilfs-

rund 105 500 Köpfen in gruppen umfaßt.

Beim W in t e rh i l fs- werk 1934/35 wurden in dem Arbeitsbezirk der Kreisamtsleitung Gießen 3610 bedürftige Familien mit insgesamt (im Durch­schnitt) 11560 Köpfen zu­sätzlich betreut. An ständi­gen ehrenamtlichenHelfern der Ortsgruppen waren

und selbstlose Wirken der NS. - Frauen schäf­ten hinzuweifen, die Obst­schnitzel Herstellen, Gelees und Marmeladen kochen, Lebensmittel sammeln, be­treuen und weiterleiten oder Kleidungsstücke aus vielenHäufern Zusammen­tragen, Herrichten undaus­gabefertig machen, damit auch auf diese Weise der Not und dem Elend zu Leibe gerückt werden kann. Auf der gleichen Linie der selbstlosen Hingabe an die große Sache des Hilfs­werkes liegt das verant­wortungsvolle Wirken der Begleiter und Be­gleiterinnen bei Kindertransporten, denen auf solchen Fahrten über weite Bahnstrecken das kostbare und häufig

525 Personen, an gelegent- lichen Helfern außerdem noch 641 Männer und Frauen tätig. Es wurden im Kreise Gießen an die hilfsbedürftigen Familien verteilt: 3150 Ztr.. Kar­toffeln, 4000 Laibe Brot, 88 Zentner Weizenmehl, 32 Zentner Fleischkonser- oen, 160 Zentner frische Fische, 128 Ztr. HUlsen- früchte, 45 Ztr. Nudeln, 37 Zentner Marmelade, 25 Zentner Reis, 74 Zent- ner Zucker, 1700 Stück Stangenkäse, 2500 Stück Handkäse, ferner Schmalz, Speck, Speiseöl, Dörrobst, Gemüsekonserven, Grau­pen, Grieß, Grünkern, Haferflocken, Gerste. An Weihnachten vorigen Jah­res wurden 1800 Napf­kuchen verteilt, an alte

werk und bei den anschließenden Aufgaben des verflossenen Sommers vollbracht wurden, uns dabei der vielen Bilder voll Kamerad­schaft und Fürsorge bei den mannigfachen Werken der Nächstenliebe, der dankbaren Blicke und der freu­digen Gesichter der betreuten Kinder, Frauen und Männer erinnern, so erhalten wir allein schon da­durch eine eindrucksvolle Vorstellung von der be­wundernswerten Größe dieses Hilfswerkes. Die Ueberzeugung, daß die Arbeit der NSV. edel st er Dien ft am deutschen Volke ist und darum von allen Volksgenossen nach besten Kräften gefördert werden muß, wird aber noch vertieft, wenn man in dieser Stunde auch einmal einige Zahlen auf sich wirken läßt, deren stumme Sprache klar und deutlich zeigt, welch' reicher Segen aus den Spenden der Volksgenossen in Stadt und Land durch die NSV. zu den notleidenden deutschen Menschen getragen wird. Dabei sei erwähnt, daß der Dienstbereich der Kreisamtsleitung Gie­ßen der NSV. den politischen Kreis Gießen mit rund 80 Gemeinden und einer Einwohnerzahl von

'.im 1. Oktober wird das Winterhilfswerk HB5/3 6 seine Arbeit beginnen. Damit wird der irre Abschnitt im Kampf gegen Hunger und Kälte jeiiiber Machtübernahme durch Adolf Hitler in An- jrr: genommen. Erneut soll und wird dem ganzen »Löschen Volke und der Welt bewiesen werden, daß teiidiesem Werk.der Nächstenliebe der Gerne in- chn f t s g e d a n k e in schönster Weise zur Geltung lontnt, daß alle Schichten unserer Volksgemein- t erkannt haben, daß wir alle in einem 8io t sitzen, auf Gedeih und Verderb miteinander ges unden sind und daher auch die Pflicht haben, eirnr dem anderen unter Anspannung aller Kräfte ib- die schwerste Zeit des Jahres hinwe-gzuhelfen.

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lm Vorpostengelände dieser Kampffront wird nkierum der Blockwalter, sei es nun Mann )i)f Frau, stehen und erneut die größten Schwie- i(feiten des harten Ringens kennenlernen. Er wird nciche, trotz aller bisherigen Anstrengungen noch Reichende große Not erblicken, die schwer ans Herz |rrft. Sein Wille zu helfen und der Gemeinschaft Dienen durch seine opferfreudige Hingabe, wird ich an solcher Not noch verstärken. Er wird aber int leider! wohl noch mancherlei Aeußerun-

nur schwer zu regierende Gut der deutschen Kinder, der künftigen Träger deutschen Volkstums anvertraut ist. Wir sehen also auch an diesen Abschnitten der vielfach gegliederten Kampffront auf den verschiedensten Posten Männer und Frauen arbeiten, die in der selbstlosen ehren­amtlichen Hingabe an die Volksgesamtheit zu allen Stunden vorbildliche Diener der Nation und treue Helfer am gewaltigen deutschen Aufbau­werk Adolf Hitlers sind.

und Brikett-Gutscheine wurden in überaus reichem Maße verabfolgt. Verteilt wurden 12 750 Zentner Steinkohlen und rund 12 000 Zentner Braunkohlen­briketts, ferner 1328 Paar Schuhe für Männer, Frauen, Knaben und Mädchen. Daneben wurden unzählige Bekleidungsstücke aufgebracht, gebrauchte Stücke in den Nähstuben der Frauenschasten über­holt und dann ausgegeben, und zwar für Männer, Frauen und Kinder Anzüge, Kleider und Wäsche. Bedenkt man, daß neben dieser Arbeit der Betreu­ung noch eine ganze Reihe von Sammlungen, darunter auch die E i n t o p f s a m m l u n g e n von den Helfern durchzuführen und von den Verwal­tungsstellen auszugeben bzw. weiterzuleiten waren, alle Arbeit auch in dieser Hinsicht ehrenamtlich ge­leistet wurde, so kann man sich vorstellen, von wel­chem hohen Idealismus dieses Wirken bei der Win­terhilfe geleitet war.

Die Sommerarbeit der NSV. war nicht minder lebhaft als die Tätigkeit beim WHW. Lassen wir auch nach dieser Richtung hin unsere Blicke kurze Umschau halten! Im Jahre 1935 wurden bis jetzt 604 Kinder im Rah­men der Kinder! and- verschickung im Kreise Gießen untergebracht: da­von waren 38 Kinder aus Sachsen, 84 aus dem Kreise Groß-Gerau, 420 aus dem westfälischen In­dustriegebiet und 62 aus dem Kreise St. Goars­hausen. Dafür wurden aus dem Kreise Gießen nach

sei von Volksgenossen zu hören bekommen, die der freien Dringlichkeit dieses Hilfswerkes und dem ge- noiigen Ausmaß der Not in vielen, vielen Fa­milien nicht ober nur wenig gerecht werden. Aber iik diese Erscheinungen, oder richtiger gesagt, diese Dlcngel an Verständnis und Einfühlungsvermögen, Deinen einen rechten Blockwalter auf feinem Vor- »of?n nicht schwankend oder mißmutig machen. Je- 1b oc möchte man in diesem Zusammenhang wün- di(H daß alle Volksgenossen dem Blockwalter, der n ich r e n a m t l i ch arbeitet und gar nid) tg für ic haben will, die Erfüllung seiner Pflicht als

1 Epinbenfammler so leicht wie möglich machen! Man Monte, baß bieser Mann bzw. biese Frau während; btr ganzen Woche tagsüber den Berufspflichten

anderen Gegenden des deutschen Vaterlandes im Jahre 1935 bis jetzt 204 erholungsbedürftige Kin­der verschickt, gegen 148 im Vorjahre. Ein großer Teil dieser Kinder wurde von der NSV. mit Klei­dern und Schuhen neu ausgeftattet, ebenso bekun­deten viele Pflegeeltern ihre Liebe zu dem Gast­kind über den Rahmen der üblichen Pflege hinaus noch mit Anschaffungen von Kleidern, Wasche und Schuhen für den Buben oder das Mädel, die für einige Wochen bei ihnen Hausrecht genießen durften. Ferner wurden von der NSV. rund 200 Kinder mit 75prozentiger Fahrpreisverbilligung zu Ver­wandten geschickt und damit manchen Wünschen und mancher Sehnsucht Erfüllung verschafft. Diese Kin­derlandverschickung ist ein Teilgebiet der Arbeit, dessen Bedeutung gar nicht hoch genug veranschlagt werden kann, denn hierbei werden die Kinder durch den Klimawechsel nicht nur gekräftigt, sondern sie lernen auch andere deutsche Menschen mit ihren Stammeseigenschaften und die Schönheiten unserer herrlichen deutschen Heimat kennen und lieben; da­durch wird ein gewaltiges Stück aufbauender Zu­kunftsarbeit im Geiste rechter Volksgemeinschaft geleistet. Auf der gleichen Linie liegt die Ver­schickung von körperlich und geistig stark überan­strengten Müttern auf Kosten der NSV. in Erholungsheime, ebenso die Verwandtschafts­oerschickung von Erwachsenen, damit sie nach langer Zeit ihre Angehörigen wieder einmal sehen können; bei der Mütteroerschickung bot die NSV. in Gießen 50 Müttern Gelegenheit zur Erholung, bei der Verwandtschaftsverschickung kamen 12 Er­wachsene in Betracht. Ferner wurde in unzähligen Fällen unterernährten oder kranken Frauen und Kindern Essen sowohl für sich selbst, als auch für Familienangehörige durch Vermittlung der NSV. gespendet. In vorbildlicher Weise wurde auch gute Aufbauarbeit an Angehörigen der SA., SS. und der sonstigen Helfer und Mitkämpfer im Rahmen der Hitler-Freiplatzspende und des Er­holungswerks des deutschen Volkes vollbracht. In diesem Jahre wurden für diesen Zweck 84 Freistellen mit einer Aufenthaltsdauer von 10 Tagen bis zu 3 Wochen zugeteilt. Damit erhielten die in sorgfältiger Prüfung ausgewählten bedürftigen Männer gute Erholungsgelegenheit, bei der sie sich für den Kampf um das tägliche Brot wieder kräftigen konnten. Neben der 50prozentigen Fahrpreisermäßigung, die von der Reichsbahn für diese Urlaubsfahrer eingeräumt wird, hat die NSV. des Kreises Gießen in 48 Fällen für bedürftige Kameraden auch den Rest des Eisenbahnfahrgeldes übernommen und diesen Urlaubern noch ein Taschengeld ausgezahlt. Anträge auf Gewährung von Heil- und Kuraufenthalt leidender Volksgenossen wurden in 10 Fällen genehmigt und finden der Reihe nach Erfüllung. Und man denke auch an die arbeitsreiche Unterbringung auswärtiger Urlauber in unserem Kreise, sowie an die Verschickung hiesiger Urlauber nach anderen deutschen Gegenden. Weithin in die Zu­kunst wirkt sich die fürsorgende Arbeit aus, die von der NSV. für die Betreuung der Zelt­lager der Hitler-Jugend und des Jungvolks geleistet wird. Auf diesem Teilab­schnitt der Arbeit standen in diesem Sommer rund 1563 Jungen teilweise in der Obhut der NSV., die mit Zuschüssen dem Lagerbetrieb förderlich war. Es ist unzweifelhaft ein großes Verdienst, das sich die NSV. hierbei um die Gesundung und Kräftigung der jungen deutschen Generation durch weit vorausschauende Aufbauarbeit erwirbt. Daß alle diese Arbeit bei den davon berührten Kindern und Erwachsenen die dankbarste Wertschätzung findet, liegt ohne weiteres nahe. Rührend ist es denn auch lesen zu können, welche tiefbeglückten Dankbriefe bei der NSV. für ihr vorbildliches, auf edelster Nächstenliebe aufgebautes* Wirken eingehen.

Von Anfang nächster Woche ab beginnt nun die große Hilssarbeit des Winterhalb-

Begeht und dann in den Abendstunden oder an w Sonntagen, während andere Männer und Flauen ihre Ruhe und Erholung finden, mit aller Hrqabe im Dienste des Hilfswerks wirkt. Dabei taihen sie viele Wege treppauf und treppab, bei bitt und Wetter machen, oft auch wiederholt, etwa Deniemand zu Hause" ist, oder weil es bei den i Epnöern mit dem Geldausgeben gerade einmal Hilf paßt. Die mit dieser ehrenamtlichen Tätigkeit i »ajunbenen körperlichen und seelischen Anspan- iHinten halte sich jeder vor Augen, wenn der Block- löa-tr vor ihm erscheint und um die Spende bittet, iHeueftimmt ist, anderen Frauen u n d M a n- itein den schweren Kampf ums Dasein leichter zu i rauen! _

Sons für den Blockwalter als Vorposten der jiStnripffront gilt, trifft in der gleichen Weise auf iL Männer und Frauen zu, die im nächsten Ab- jWnttt des Ringens wirken, die Helfer und |;fit|fcrinnen in den Verwaltungsbüros |1L| in den Vorratslägern. Auch hier ist e; iLum größten Teile so, daß die Männer und ? Plenen nach Erfüllung ihrer täglichen Berufspflicht iimen späten Nachmittags- und in den Abend- | innen noch lange, manchmal sogar bis tief in die ? hljcäit hinein am Schreibtisch oder in den Sammel» Mm uneigennützig ehrenamtliche Arbeit ver- hpn, durch die den notleidenden Familien gehol- sti iwird. So anstrengend und reich an persönlichen Pf,nm dieser selbstlose Dienst in der Jnnenarbeit Kl jd voll von Anstrengungen körperlicher und see- Irhn Art, aber auch belastet mit großer Verant- ajrjunq ist das Wirken der Männer, die mit den . Ricrttroagen bei jedem Wetter, bei Sturm und 'Wrn, Eis und Schnee den Außendienst von d!sÄtadt zum Lande versehen, um draußen immer : nie:!er neue dringliche Aufgaben der organisaton- jch' Arbeit zu erledigen oder Materialtransporte d-r! verschiedensten Art aus der Stadt nach den . Groorten und umgekehrt zu befördern. Und schließ- < Mn sei nicht vergessen, auf das aufopferungsvolle

und kranke Leute 550 Fla­schen Wein abgegeben. Das große Weihnachtswerk des Gaues Hessen-Nassau vermittelte an Empfänger im Kreise Gießen 2670 Pakete. Am Weihnachtstag wurden durch die Ortsgruppen Kinderbescherungen durchgeführt. Zum Jahrestag der nationalsozialisti­schen Revolution kamen im Kreise Gießen 11380 Lebensmittelgutscheine im Werte von je 1 Mark, so­wie 4760 Kohlen- und Brikett-Gutscheine zur Aus­gabe. Bei einer Sonderaktion zum Geburtstag des Führers wurden verteilt: 43 Zentner Mehl und 18 Wenn wir in dieser Stunde unsere Blicke rückwärts I Zentner Zucker für die Osterkuchen; eine weitere große Ostergabe waren 13150 Eier für die hilfs­bedürftigen Familien in der Stadt Gießen. Kohlen-