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Gauleiter Sprenger und Landesbauernsührer

Dr. Wagner vor der rhein-mainischen presse

G.W.

frucht-

Die und

Versorgungslage und Preisgestaltung der Nahrungsmittel. Oie Propaganda- und Werbeaktion der HI.

nung und die Zuversicht auf eine weitere bringende Gemeinschaftsarbeit.

an das frühere Reiseverkehrsabkommen an, jedoch werden die in Deutschland ausgegebenen Reise- Zahlungsmittel in der Schweiz nur noch begrenzt in bar eingelöst. Im übrigen werden sie in Gutscheine umgetauscht, die von ollen Betrieben des schweizerischen Gastwirtegewer­bes in Zahlung genommen werden und außerdem zum Ankauf von Fahrkarten und Kraft­wagentreibstoffen verwertet werden können. Die Einführung dieser Reisegutscheine stellt zunächst einen Versuch dar, der auf schweizerischen Wunsch unternommen wird, um vorgekommene Mißbräuche zu beseitigen. Die neue Vereinbarung tritt am 5. Oktober in Kraft, die Durchfüh­rungsbestimmungen werden in den nächsten Tagen bekanntgegeben.

Empfang bei Frau Emmy Göring.

Anläßlich der Tagung des Internationalen Ly- zeum-Klubs fand im Haufe von Frau Emmy Göring ein Empfang statt, an dem die ausländischen Delegierten, der Vorstand des Deutschen Lyzeum- Klubs Berlin, sowie Vertreterinnen auswärtiger deutscher Klubs teilnahmen. Im Laufe des Abends wurde den Gästen der Parteitagsfilm 1934Triumph des Willens" gezeigt.__

bekommen.

Juden demonstrieren in Neuyork gegen deutsche Touristen

N e u y o r k, 27. Sept. (DRV.) Aus 500 Per­sonen bestehender übelster Mob, darunter vor allem jüdische Antifaschisten, rotteten sich am Freitag vor

des stellvertretenden Gaupropagandaleiters Müller als erster

Landesbauernführer Ör. Wagner Mdlst.,

Paris, 28. Sept. (DNB. ° Funkspruch.) Verschmelzung des sozialistischen des kommuni st ischen Gewerkschafts­bund e s ist zur Tatsache geworden. Um auch nach außen hin diese Vereinigung gebührend zu würdi­gen, haben die beiden Gewerkschaften eine gemein­same Sitzung abgehalten, auf der die Vorsitzenden der beiden Gewerkschaften die Zusammenlegung feierten. Es wird in Zukunft in Frankreich also nur noch einen einzigen Gewer k sch a sts- D erb and geben. Welche Richtung in diesem Verband die Oberhand gewinnt, muß abgewartet werden. Aus den Kommentaren, die sowohl der sozialistischePopulaire" als auch die kommunistische Humanite" dem Ereignis widmen, geht deutlich hervor, daß jede der beiden marxistischen Richtun­gen die stille Hoffnung hat, die Leitung des ver­einigten Gewerkschafts-Verbandes in die Hand zu

LPD. Frankfurt a. M., 27. Sept. In einer von der Landesstelle Hessen-Nassau des Reichsmini­steriums für Dolksaufklärung und Propaganda ein« berufenen Sitzung sämtlicher Hauptschriftleiter des Rhein-Main-Gebiets nahm nach Begrüßungsworten

zu bedeutsamen Darlegungen über die gegenwärtige Versorgungslage und über die Lebens- mittelpreise das Wort. Der Landesbauern­führer wandte sich gegen die kleinliche Kritik, die die umwälzenden Leistungen des Nationalsozialismus außer Acht lasse, betonte aber die Wichtigkeit der Erörterung der Preisfrage, von der die Aufrecht­erhaltung der deutschen Lohnhöhe abhängt. Nach einem Seitenblick auf die schlechte Lage der außer- deutschen europäischen Landwirtschaft, die in vielen Staaten zu mitunter sogar blutigen Bauernunruhen geführt hat, trat Dr. Wagner in eine freimütige Besprechung der Entwicklung der Preis­gestaltung der letzten Zeit ein.Eine diktatori- che Preisfestsetzung", so führte er aus,wie wir ie in der Zeit des Weltkriegs erlebt haben, ist ein Fehlschlag, wenn sie nicht auf einer gesicherten Der- sorgungslage aufgebaut ist.

Die Bedarfsdeckung ist für uns heute das wich­tigste, und durch die Maßnahmen der Lrzeu- gungsschlachl und Marktordnung arbeiten wir dafür. Bei den Produkten, für die die Versor­gung in Deutschland sichergestellt ist, trat nicht die geringste Preiserhöhung ein, wie die un­veränderten Preise etwa für Brot und Milch zeigen.

Trotzdem gelang es uns, Deutschland vom Zwang der Getreideeinfuhr weitgehend frei

dem Hotel Clinton zusammen, in dem 4 0 deutsche Touristen zu einwöchigem Aufent­halt abgestiegen waren. Die Demonstranten ver- breiteten Gerüchte, daß die deutschen Touristen zu einem Teil uniformiert seien, das Hakenkreuzab­zeichen trügen und den Hitlergruh angewendet hätten Aus dem jüdischen Hausen wurden Rufe laut:Lyncht die Nazi!" Die Polizei schritt ein und konnte die Ansammlungen schließlich auf­lösen. Ein Jude wurde verhaftet. Die deutschen Touristen, denen diese Demonstrationen galten, be­fanden sich während dieser Zeit nicht im Hotel, sondern auf einer Stadtrundfahrt. Im übrigen haben sie inzwischen auch einen Wechsel d e s Hotels vorgenommen.

Deutsch-schweizerisches Jiesteverkehrs- abkommen

Berlin, 27. Sept. (DNB.) Zwischen der deutschen Regierung und dem Schweizerischen Bun­desrat ist heute eine Vereinbarung über die Wie­deringangsetzung des im August unterbrochenen Reise­verkehrs geschlossen worden. Die Vereinbarung trägt vorläufigen Charakter und gilt bis jum 30. November 1935. Sie lehnt sich inhaltlich

setzen.

Kommentare zu der Erklärung Roosevelts in der Flottenfrage vertreten die Ansicht, der Präsident wolle England veranlassen, fein verstärktes Flottenbauprogramm nochmals zu erwägen. Man verstehe in Washington sehr wohl, daß eine Entscheidung Eng­lands zugunsten einer Verstärkung der Flotte hauptsächlich durch die Lage im Mit­telmeer bedingt werde und daher in keiner Weise als Herausforderung für die Vereinigten Staaten anzusehen sei. Trotzdem wird befürchtet, daß England einen neuen Rüstungswett- bewerb herbeiführen werde. Japan werde vor­aussichtlich dem englischen Beispiel fol­gen und dann müßten auch die Vereinigten Staa­ten teilnehmen. Die Erklärung Roosevelts wird da­her als freundlich gemeinte Aufforderung an Eng­land aufgefaßt, in der Flottenfrage langsam und mit Ueberlegung vorzugehen.

Zbn Saud bietet dem Völkerbund seine Hilfe geaen Italien an

L o n d o n, 27. Sept. (DNB.) DerStar" meldet, daß Saudi-Arabien, die wahabitischen König­reiche Hedschas und Nedschd, dem Völkerbund mili­tärischen Beistand gegen etwaige italienische Angriffe auf Abessinien oder britische Gebiete im mittleren Osten angeboten habe. Das Blatt glaubt, daß es Mussolini gelungen sei, im nahen und mitt­leren Osten die gesamte christliche und mohamedani- sche Welt gegen Italien zu mobilisieren.

Marxistische Verbrüoerung in Frankreich.

ZU machen. Gegen 5,5 Millionen Tonnen im Jahre 1913 und 6,8 Millionen Tonnen im Durch­schnitt der Jahre 1918 bis 1933 führten wir im Jahre 1934 nur noch 1,6 Millionen Tonnen von dem 24 Millionen Tonnen betragenden deutschen Gesamtbedarf ein. Don der durchschnittlichen Kar­toffelerzeugung Deutschlands in Höhe von jährlich 44 Millionen Tonnen dient nur ein Vier­tel der menschlichen Ernährung, so daß diese auch bei der denkbar schlechtesten Ernte gesichert ist. Aehnlich ist es bei Trinkmilcd, die auch nur .einen Teil der Gesamterzeugung oarstellt. Ebenso­wenig treten Dersorgungsschwierigkeiten bei But - t e r auf, denn, obwohl deren Verbrauch gegen 1913 um 50 v. H. gestiegen ist, wurden 1934 87 v. H. des Bedarfs in Deutschland gedeckt und der Rest kam aus Ländern, denen gegenüber unsere Handelsbilanz aktiv ist. Den Schwierigkeiten der Gewinnung der zur Maraarineherstellung notwendigen Grundstoffe begegnen wir tatkräftig durch Erhöhung der Anbaufläche für Oelfrüchte (1935 45 000 Hektar gegen 26 000 Hektar im Jahre 1934) und planmäßige Anlage von Gärfuttermittel­behältern (Silos), von denen 1934 mit 2 Millionen Mark Zuschüssen 34 200 Stück erstellt wurden, und für die 1935 15 Millionen Mark Zuschüsse zur An­weisung gelangten.

Auf dem Obstmarkt half der Reichsnährstand im vorigen Winter durch Bereitstellung von 650 000 Zentner verbilligter Marmelade. Im kommen­den Winter sollen zwei Millionen Zentner zu einem Ladenpreis von 32 Pfennig hergestellt werden. Die Preissteigerungen für Gemüse und O b st waren deshalb nicht zu vermeiden, weil für Gemüse noch keine Reichs st eile als Preis­ausgleichsorganisation im Rahmen der Marktregelung geschaffen ist. Das schlechte Wetter des Frühjahrs und unsere durch die Rüstungsmaß­nahmen verschärfte Devisenknappheit haben hier wie bei den Eiern zu einer vorübergehenden Ver­knappung geführt. Bei beiden Erzeugnissen ist sie jedoch behoben. .

Am meisten bewegt die Gemüter zur Zett d i e Lage am Fleischmarkt. Auch hier handelt es sich nur um einen saisonmäßig beding- t e n augenblicklichen Rückgang der Schweine­zufuhr. Die Dersorgungslage ist völlig gesichert, wie jeder bei seinen Einkäufen feftstellen kann. Mehr und mehr beginnen auch die Hausfrauen auf das vorzügliche Büchfenfleifch zurückzugreifen, wenn mal der eine oder andere Metzger gerade nicht so viel Schweine kaufen konnte, wie er es sonst gewohnt war. Der Grundsatz der Stabil-

Dlese Selbstverwalkungsorganlsa- tion der Wirtschaft, die ihre eigene Verantwortung tragen soll, wird von meinem Ministerium zur ständigen Beratung herangezogen werden. 3d) habe die feste Aeberzeugung, daß in dieser Selbstverwaltungs­organisation sich zahlreiche Einzelschwierigkei- fen durch gemeinschaftlichen Gedankenaustausch werden lösen lassen. In schwierigen Fällen wird

der Reichswirtschaftsminister entscheiden.

Ich habe in das Verantwortungsgefühl der Sei­fer der Reichsgruppe wie der Wirtschaftsgruppen auf dem Gebiete der Energiewirtschaft das größte Vertrauen. Ich weiß, daß, wenn Die Reichsregie­rung die Verantwortung und das Pflichtgefühl des Deutschen anruft, sie dies niemals vergeblich tun wird. Der (Staat tahn nur leben, wenn jeder Volksgenosse sich diesem Staat ver­antwortlich fühlt, und wenn jeder zu feinem Teil, an welcher Stelle er immer steht, von dem einen Gedanken beherrscht ist, Volk und Staat zu dienen. Wenn ich deshalb jetzt gern die Gelegenheit wahrnehme, allen denen zu danken, die an der Ent­wicklung der deutschen Energiewirtschaft bisher mit­gearbeitet haben, fo verbinde ich damit die Hoff-

Amerikas Neutralität im Abessinien-Konflikt.

Wird die Ausfuhr von Kriegsmaterial gesperrt werden?

Mit starker Sorge wird die Möglichkeit eines bewaffneten Zufammenstoßes zwi­schen England und Italien geprüft, die be­sonders heikel wäre, wenn dieser Fall eintreten sollte, bevor sich Italien mit Abessinien im Kriegszustand befinde. Präsident Roosevelt müßte dann auf Grund des Neutralitätsgesetzes d i e Ausfuhr von Kriegsmaterial nach England und nach anderen kriegführenden Ländern sperren. Dies würde den amerikani­schen Ausfuhrinteressen nicht entsprechen und sich auch nur schwer mit den traditionell freundschaft­lichen Beziehungen zu England in Einklang brin­gen lassen.

Falls der Völkerbund Italien von jeder Zufuhr absperren sollte, würde auch die Ausfuhr von Gütern, die nicht Kriegsmaterial bar« stellen, unmöglich werden. Dies würde das Recht Der Vereinigten Staaten aufFreiheit der Meere" berühren und außerdem dem amerikanischen Aus­fuhrhandel einen Verlust von monatlich durchschnittlich 5 Millionen Dollar zufügen. Es muß berücksichtigt werden, daß der politische Druck gegen jegliche Derwick lung in europäische Fragen in den Staa­ten des Mittelwestens und Westens so stark ist, daß der Staatssekretär für Handel sogar in Erwägung zieht, außer eigentlichem Kriegsmaterial auch die für die Zwecke der K r i e g s f ü h r u n g wesentlichsten Rohstoffe wie Kupfer, Pe­troleum, Eisen, Stahl und Baumwolle auf die Liste der konzessionspflichtigen Ausfuhrwaren zu

die Iugendorganifation, die die Verant­wortung für die Zukunft trägt, ist die Hitlerjugend. Wir haben die Ver­pflichtung, diese Jugend so zu erziehen, daß sie fähig ist, diese Ausgabe zu erfüllen.

Der Führer hat auf dem Parteitag zu Nürnberg so eindeutig und so zu Herzen gehend zu der Jugend gesprochen, daß es verfänglich ist, darüber hinaus- gehend Ausführungen zu machen. Wir leben i n einer Zeit des Kampfes. Daß wir alle die­sen Kampf wollen, um die Zukunft zu meistern, ist selbstverständlich. Wenn es also unsere Ausgabe schon ist, hart und mutig zu sein, den Willen zum Durchhalten zu haben, so ist die Aufgabe der Ju­gend wohl noch gesteigert, denn ihre Aufgabe ist es, den Ernst der Aufgabe der Jugend auch an d i e Eltern heranzutragen. Wie herrlich ist es doch, wenn man sieht, wie in der Hitlerjugend der Nationalsozialismus fchlüat, wenn man sieht, wie der Nationalsozialismus Fleisch und Blut wird in dieser Jugend. Diese Jugend wird ihre Aufgabe meistern für ein Deutschland des Sozialismus, ein national­sozialistisches Deutschland.

Oebie'S ührer potchoff

gab nach den mit großem Beifall aufgenommenen Worten des Gauleiters einen kurzen Ueberblick über die Organisation der Hitlerjugend und ihre Arbeit. Er wies auf die Arbeit in den S o m- merlagern hin, in denen im Gebiet 13 Hessen- Nassau im verflossenen Sommer über 50 000 Hitlerjungen und Pimpfe im Gemein- schaftsleben geschult und praktisch nationalsozialisti­schen Kameradschafts- und Gemeinschaftsgeist gelebt haben. Die jetzt kommende Winterarbeit werde darin bestehen, die Junggenossen in stiller Arbeit nationalsozialistisch zu schulen. Als Auftakt der Winterarbeit werde vom 29. Septem­ber bis 12. Oktober eine große Propaganda- und Werbeaktion durchgeführt. Diese Aktion werde wieder eingeleitet durch das Gebiets- f p o r t f e ft in Mainz, das gleichzeitig den Ab­schluß der Sommerarbeit darstelle. Als Abschluß der Propagandaaktion wird in Limburg eine große Jugendkundgebung in Anwesen­heit 6 e 5 Reichsjugendführers stattfin­den. Die Propaganda- und Werbeaktion stelle einen Generalangriff auf alle die jungen Menschen dar, um die es sich lohnt, sich mit ihnen zu beschäf­tigen. Es werde alles daran gefetzt werden, um alle Jungen von 10 bis 14 Jahren zu Pimpfen zu machen. Das Gebiet Heffen-Naffau werde auch hier zeigen, daß es mit an erster Stelle in der HI. marschiert. Die Ausführungen des Ge­bietsführers wurden noch ergänzt durch Erläute­rungen des Leiters der Preffeabteilung des Gebie­tes 13, Falk. Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer schloß der Landesstellenleiter Müller- Scheid die Sitzung.

überfallen.

Tragischer Tod eines Berliner Studenten.

Belgrad, 27.Sept. (DNB.) Eine Gruppe von 14 Studenten der Universität Berlin, die sich in Be­gleitung von Belgrader Studenten auf einer Rund­reise durch Jugoslawien befinden, wurde bei der Einfahrt in die Stadt Petsch, an der ehemaligen mazedonisch-montenegrinischen Grenze, v o n K o m m u n i ft e n mit dem RufNieder mit den Faschi­sten!" Überfällen. Der deutsche Student Mackensen wurde durch einen unglücklichen Zu­fallstreffer aus der Pistole eines der Begleiter der deutschen Studenten in der Bauchaegend n e r l e tz t. Sofort nach dem Eintreffen der Nachricht von der . Verletzung wurde von der deutschen Gesandtschaft in Belgrad ber Vertrauensarzt ber G e - sanbtschaft im Auto nach Petsch entfanbt. Der Atzt hat Mackensen, obwohl bieser sofort von einem ausgezeichneten Chirurgen operiert wurde, und ob- wohl alles Erdenkliche getan worden war, um fein Leben zu retten, in hoffnungslosem Zu­stand Dorgefunben. Sein Leben war, ba ihm der Schuß ben Magen und die Leber durchschlagen holte, nicht zu retten. Mackensen verschied Don-

Haltung der Preise wird daher mit ent- chlossener Energie durchgehalten werden, wie es die Beseitigung der Arbeitslosigkeit und die andern großen Wiederaufbauaufgaben verlangen."

An die Rede des Landesbauernführers schloß sich eine Aussprache an, in der Fragen der anwesenden Schriftleiter von den Sachbearbeitern der Landes­bauernschaft ausreichend und einwandfrei geklärt wurden. .

Der zweite Teil der Sitzung war der Hitler­jugend im allgemeinen und der großen Pro­paganda- und Werbeaktion der HI. des Gebiets 13 Heffen-Naffau im besonderen gewid- met.

Bauleiter Reichsstatthaller (Sprenger hatte es sich nicht nehmen lassen, selbst das Wort zu ergreifen. Nach einem Sprechchor de s Jung­volks führte der Gauleiter u. a. aus: Als der Führer sich entschloß, seinen Namen der Hitlerjugend zu geben, war dieser Name und diese Jugend e i n Programm, das Programm, daß wir sie zu er­ziehen haben als Kern der Zukunft Deutschlands. Diese Selbstverständlichkeit ist vielfach verkannt worden. Wenn nun die HI. wer­bend in die Oeffentlichkeit tritt, so soll dieser Ge­dankengang jedem einzelnen Deutschen offenbar werden. Ich habe den Wunsch, daß alle, die an der Werbeaktion mitarbeiten, von die­sem Gedanken des Führers selbst getragen sein mö­gen. Man kann über viele Aufgaben sprechen, die eine Jugend zu leisten hat, an dem Kern darf nicht Dorübergegangen werden:

nerstagabenb.

Heber ben tragischen Zufall berichtet ber Ver- trauensarzt folgendes: Als bic beutsche Studenten- gruppe mit der Gruppe jugoslawischer nationaler Studenten, die sie auf ihrer Reife begleitete, Mitt­woch mittag aus Petsch abfahren wollte, hatten sich auf dem Marktplatz einige dort auf Serien wei­lende kommunistische Studenten angesammelt, die ihren Gefühlen gegen die jugoslawischen Beglei­ter der deutschen Studenten dadurch Ausdruck ver­liehen, daß sie mit Tomaten aus größerer Entfer­nung gegen den Autobus warfen und Dabei riefen: Nieder mit den Faschisten!" Einer, der jugoslawi- schen Begleiter der deutschen Studenten na­mens Petrowitsch zog Darauf seinen Re­volver unD gab einen Schreckschuß gegen Die Demonstranten Durch Das offene Fenster Des Autobusses ab. Gerade bei Abgabe des Schusses scheint der Autobusführer Vollgas gegeben zu haben, so daß durch Den entftanDenen Ruck Der jugosla­wische StuDent, Der Den Finger noch am Abzug Des Revolvers hatte, einen Stoß erhielt, durch den der Revolver noch einmal losmng. Der Schuß traf, da der jugoslawische Student die Hand schon gesenkt hatte, Mackensen von der Seite. Es handelt sich also um einen tragischen Zufall.

Von den zuständigen Stellen wurden sofort alle notwendigen Maßnahmen unternommen. Der Stu­dent Petrowitsch wurde in Untersuchungshaft ge­fegt und acht kommunistische Demonstranten ver- haftet Die deutschen Studenten, die mit ihrem toten Kameraden nach Skoplje gereift sind, erken­nen dankbar die Anteilnahme und Hilfsbereitschaft der ganzen Bevölkerung sowie der Behörden an.

ll-F1ottille Weddiaen in Dienst gestellt.

Kiel, 27. Sept. (DNB.) Am Freitagmorgen wurde mit der Flaggenparade die U-Bootflottille Weddigen", bestehend aus den Booten U 7 bis 12, mit einer kurzen militärischen Veranstaltung unter dem Kommando des Fregattenkapitäns D ö n i tz an der U-Bootbrücke Kiel-Wik in Dienst g e» stellt. Der Flottillenchef, Fregattenkapitän Dönitz, hielt bei der Indienststellung eine kurze Ansprache, in der er u. a. erklärte:

Wir Männer von der U-Bootflottille Weddigen haben das Vermächtnis zu wahren des heldenhaften Mannes, der bahnbrechend ein Führer der neuen Waffe durch Kühnheit und Können dem Gegner die ersten schweren Wunden schlug. Auch er ist mit seiner tapferen Besatzung als Soldat und Held vor dem Feind gefallen. So wollen wir in dieser Stunde aus heißem Herzen geloben, daß wir uns dieses hohen Vermächtnisses würdig erweisen wollen. Bereit wollen wir sein, alles für unser Volk, unsere Nation, unseren Führer zu geben.

Nach einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und Obersten Befehlshaber wurde der F l o t tillenst ander auf U 9 gesetzt. Jedem Be­satzungsangehörigen gibt der Name U-Flottille Weddigen, der auf dem Mützenband leuchtet, das stolze und verpflichtende Bewußtsein, einer Waffe zu dienen, die im Krieg in unvergeßlichen Leistun­gen das Beste für ihr Vaterland hergab.

Weiterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Im Gegensatz zum Anfang der Woche hat die Wetterentwicklung nunmehr sehr langsame Formen angenommen. Eingeleitet durch den Vorstoß kalter Luftmassen in den vergangenen Tagen baut fick) über Deutschland fortgesetzt weiter hoher Druck auf. Zwar ist über England noch Wirbeltätigkeit im Gange, die sich auch bis zu uns hin durch Zufuhr kühlerer ßuftmaffen aus Süden und zeitweise stär­kerer Bewölkung auswirkt. Doch kommen wir immer mehr unter den Hochdruckeinfluh, fo daß sich vielfach aufgeheitertes und warmes Wetter durchsetzen wird.

Aussichten für Sonntag: Morgens viel­fach dunstig und nebelig, sonst meist aufgeheitert, bei südwestlichen Winden mittags ziemlich warm, trocken.

Aussichten für Montag: Weiterhin freundliches und warmes Herbstwetter.__

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An- zeigen: Theodor Kümmel. D. A. VIII. 35: 9838. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Stein- druckerei R. Lange, K.-G., sämtlich-in Gießen.

Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

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