eventuell auch prismatisch geschliffene Gläser benutzen. Oft, besonders bei weitsichtigen Kindern gelingt es, durch ständiges Tragen passender Brillengläser nicht nur die Sehschärfe zu verbessern, sondern auch das unangenehme Schielen zu beseitigen. Die heilsamen Gläser tragen zur Entspannung der Augenmuskeln bei, die krampfartig angespannt waren.
Rundfunkprogramm
rnittwoch, 29. Mai.
6 Uhr: Von Berlin: Frühkonzert I. 7: Von Berlin: Frühkonzert II. 8.10: Von Stuttgart: Gymnastik. 8.30: Von Bad Neuenahr: Frühkonzert. 10.15: Schulfunk. Vom Wesen der musikalischen Form. Was ist eine Fuge?. 11.30: Sozialdienst. 11.45: Bauernfunk. 12.00: Don Breslau: Mittagskonzert I des Funkorchesters. 13.15: Von Breslau: Mittagskonzert II. 14.15: Wirtschaftsbericht. 15.15:
Von Frekburgr Unsere alemannische Heimat. 16: Kleines Konzert. Landsknechtslieder. Gedichte non Hoffmann von Fallersleben. 16.30: Aus Zeit und Leben. Neuzeitlicher Wundergarten an der Bergstraße. 17: Nachmittagskonzert. 18.30: Vom Deutschlandsender: Der Reichssportführer spricht zur Reichssportwerbewoche. 18.45: Das Leben spricht. 19: Bekenntnisse zur Zeit: „Don der Große eines Volkes". Von Arthur Moeller van den Bruck: anläßlich seines 10. Todestages am 30. Mai. 19.15: Von London: Tanzmusik. 19.50: Von Hamburg: Bauernfunk. Reichsnährstandschau in Hamburg. Aus der Aufbauarbeit des deutschen Bauern. 20.15: Von Leipzig: Reichssendung: Stunde der jungen Nation. Singabend — Fahrtenlieder. 20.45: Don München: Das neue Motorschiff „Deutschland". Probefahrt im modernsten deutschen Binnenschiff über den Bodensee. 21: Bunte Stunde. 22.20: Basalt. Funkwerk um Heimat- gestein. 23: Don Köln: Nachtmusik und Tanz.
trooftien Besserungen üm 0,25 6h 0,50 v. H. gegen den Berliner Schluß. Schuckert haben mit 116,25 (115,75) ihren Dividendenabschlag von netto 3,60 d. H. nahezu aufaeholt. Außerdem bestand etwas Nachfrage nach einigen Montanaktien sowie für IG. Farben. Etwas niedriger notierten u. a. Conti Gummi (—1 o. H.), Holzmann (—0,65), Bemberg (—0,40 v. H.), Aschaffenburger Zellstoff und Deutsche Linoleum mit je —0,50 v. H. gegen den Ber- liner Schluß. Am Einheitsmartt stiegen Luxemb. Intern. Bank auf 7 (6,75), wobei wieder nur 20 v. H. der Nachfrage befriedigt werden konnte.
Der Rentenmarkt lag ebenfalls still, kursmäßig aber gut behauptet. Kommunal-Umfchuldung 89,40, Zinsoergütungsscheine 90,25, späte Reichsschuldbuchforderungen 96,75. Altbesitzanleihe konnten sich um 0,13 v. H. auf 115,13 erholen und notierten per Kasse sogar 115,25. Don Stadtanleihen stiegen 4,50 v. H. Pirmasens auf 92,50 (92). Am Auslands- rentenmarkt lagen Ungarn fest. 4 o. H. Goldrente 10 (9,65), 4,50 o. H. von 1914 10 (9,50), 4,50 do. 1913 9,85 (9,50).
Sonst notierten u. a.: Altbesitz 115,13, 4,50 v. H. Franks. Hyp.-Bank Gold R. 1 bis 4 96,13, 4 v. H. Rumänen 5,10, 5 o. H. innere Mexikaner 6,25, Commerzbank 92,50, DD.-Bank 94,50, Reichsbant 172,50, Harpener 107, Ilse Genuß 130, Klöckner 94,25, Mannesmann 85,25, Rheinstahl 110,75, Laurahütte 24,65, Stahloerein 82,65, AKU. 54,75, BMW. 132,50, Bemberg 114,65, Cement Heidelberg 118,75, Conti Gummi 154, Deutsche Erdöl 111,50, Scheideanstalt 220, Deutsche Linoleum 164, Licht & Kraft 127, ELG. 112,25 bis 112,50, IG. Farben 148,50, Geffürel 123, Holzmann 97,25, Iunahans 91, Moenus 86,75, Rheaa 128, Schuckert 116,25, Siemens 168,50, Aschaffenburger Zellstoff 88, Südd. Zucker 172, Hapag 33,13.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 27. Mai. Auftrieb: Rinder 891 (gegen 988 am letzten Montagsmarkt) darunter 199 Ochsen, 82 Bullen. 394 Kühe und 216 Färsen. Kälber 568 (502), Schafe 1 (28), Schweine 3689 (3676). Notiert wurden pro 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 42 (am 20. Mai 42), b) 41—42 (41—42), c) 37—40 (39—40), d) — (35—38). Bullen a) 42 (41-42), b) 40—41 (38—40), c) 37—39 (35—37), d) 35—36 (—). Kühe a) 40—42 (39-42), b) 34—39 (33—38), c) 27—33 (25—32), d) 20—26 (18—24). Färsen a) 42 (42), b) 40—41 (40—41), c) 37—39 (36-39), d) 34—36 (32—35). Kälber a) 61—63 (69—63), b) 56—60 (51—58), c) 45—55 (42—50), d) 32-44 (30—41). Schafe nicht notiert. Schweine a2) 48 bis 51 (47—50), b) 47—51 (46—50), c) 46—51 (46—50), d) 44—49 (42—48), e) 40—44 (35—43), gl) 44—48 (42—46), g2) 38—43 (36—41). Marktoerlauf: Rinder rege, Kälber lebhaft, Schweine mittelmäßig, ausoerkauft.
Großhandelspreise für Fleisch und f ü r Fettwaren. Beschickung des Fleischgroßmarktes: 874 Viertel Rindfleisch, 56 ganze Kälber, 4 ganze Hämmel, 135 Schweinehälften, 5 Kleinvieh. Preise pro 50 Kilogramm in RM.: Ochsenfleisch b) 72—76, c) 62—70. Bullenfleisch b) 68—74. Kuhfleisch b) 54—60, c) 40—52. Färsenfleisch b) 72 bis 76, c) 62—70. Kalbfleisch b) 74—82, c) 68—72. Hammelfleisch b) 75—78. Schweinefleisch b) 70—75. Fettwaren. Roher Speck unter 7 Zentimeter aus hiesiger Schlachtung 60—65, Flomen 80—85. Marktoerlauf mittelmäßig.
Bekanntmachung: Der nächste Schlachtviehmarkt findet am Mittwoch, 29. Mai, statt.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 27. Mai. Die Geschäftslage zeigt keine nennenswerten Veränderungen gegen die letzte Woche. Weizen hiesiger Gegend und hochwertiger Sachfen-Saale-Weizen waren knapp an- geboten und wurden von den Mühlen gut auf- genommen, dagegen standen norddeutsche Herkünfte wieder reichlich zur Verfügung. Roggen blieb stärker angeboten, die Nachfrage hat sich noch nicht wesentlich gebessert. Futtergerste und Hafer sowie ölhaltige Futtermittel und Kleie sind nicht oder nur in ganz unbedeutenden Mengen offeriert, dagegen wurden Nachmehle ausreichend zum Verkauf gestellt. Das Mehlgeschäft blieb sehr ruhig.
Es notierten in RM.: Weizen W IX 210, W XIII 214, W XVI 218, Roggen R IX 170, R XIII 174, R XV 178 (Großhandelspreise der Mühlen des genannten Preisaebiets). Futtergerste G IX 172, G XI 175, G XII 177, Hafer H XIII 170, H XIV 172 (Großhandelspreise ab Station). Bei Wasseroerladung über 100 RM. 3,00 mehr Weizenmehl W XIII 27,70, W XVI 28,15, Roggem-ryl Type 997 R XIII 23,80, Type 815 R XIII 24,36, Type 99/ R XV 24,20, Type 815 R XV 24,70 plus 0,50 RM. Fracht-Ausgleich. Weizennachmehl 17,25, Weizenfuttermehl 13,50, Weizenkleie W XIII 10,92, W XVI 11,13, Roggenkleie R XIII 10,20, R XV 10,44 (Mühlenfestpreis ab Mühlenstation). Soyaschrot 13,00, Palmkuchen 13,30, Erdnußtuchen 14,50 (Fabrikpreise ab süddeutscher Fabrikstation). Treber 18,10 bis 18,25, Trockenschnitzel 9,70 bis 10,20, Heu
9,75, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt oder gebündelt, 4,80 bis 5,00. Kartoffeln: gelbfleiscbige hiesiger Gegend RM. 3,10. Tendenz: fest, kein Angebot.
Schwelnemarkt in Alsfeld.
# Alsfeld, 27. Mai. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 375 Ferkel aufgetrieben, darunter 177 Händlerschweine. Es wurden bezahlt: für 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 25 bis 30 Mark, für 8 bis 10 Wochen alte Tiere 30 bis 35 Mark. Der Handel war schleppend. Es verblieb ein Ueberftano von ca. 110 Schweinen.
Licher Bank in lid).
) Lich, 27. Mai. Die Licher Bank, eGmH., Cid), hielt am Samstagnachmittag ihre diesjährige ordentliche Generalversammlung m Steins Saaloau in Lich ab. Das Vorstandsmitglied Heinrich Schmidt VIII. eröffnete die Versammlung und gedachte in seiner Ansprache an die zahlreich erschienenen Mitglieder der im verflossenen Geschäftsjahr verstorbenen Mitglieder, insbesondere des langjährigen Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Bank, Ludwig Häuser (Lich). Aus dem Geschäftsbericht war zu entnehmen, daß das abgelaufene Geschäftsjahr die im Jahre 1933 begonnene Aufwärtsentwicklung fortgesetzt habe und sich eine weitere langsame, doch stetige Gesundung auf allen Gebieten des wirtschaftlichen Lebens zeige. Dies sei insbesondere ein Verdienst unserer heutigen nationalsozialistischen Regierung unter der tatkräftigen und zielbewußten Führung unseres Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler. Durch die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Reichsregierung im vergangenen Jahre fei es gelungen, weitere 1,5 Millionen deutscher Volksgenossen in Arbeit und Verdienst zu bringen und somit wirksam in die Produktion einzuschalten. Diese Tatsache habe sich auf die Kreise des Handwerks und Handels günstig ausgewirkt, so daß sich die Umsätze im ganzen Geschäftsverkehr wesentlich erhöhten. Dies habe wiederum den Geschäftsverkehr der Bank belebt. So betrug der Umsatz im Geschäftsjahr 1934 auf einer Hauptbuchseite 3 722 813,82 Mark bei 17 659 Bu- chungsposten, gegenüber dem Vorjahre mit 2 934 121,75 Mark bei 15 065 Buchungsposten. Die Zahlungsbereitschaft hatte sich im Berichtsjahr um rund 62 000 Mark erhöht, so daß am 31. Dezember 1934 die Bant über 300 042,28 Mark flüssige Mittel verfügen konnte. Auch war es ihr möglich, im abgelausenen Geschäftsjahr weitere namhafte Kredite zur Belebung der heimischen Wirtschaft zur Verfügung zu stellen. Die Gesamtausleihungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres 475 212,05 Mark, gegenüber dem Vorjahr von 458 876.85 Mark. Die Spareinlagen vermehrten sich um 61 593,65 Mk., die Einlagen in laufender Rechnung um 1044,95 Mk. Die Darlehen gegen Hypothek und Schuldschein betrugen 284 281 Mk. (i. V. 282 393 Mk.), in laufender Rechnung 190 931,05 Mark (Vorjahr 176 483,85 Mark), der Wechselbestand 3 341,23 Mark (3 310,48 Mark), Bankguthaben und Kassenbestand 315 982,96 (252 278,35 Mark). Die Geschäftsguthaben der Mitglieder betrugen 21 967,99 Mark (21 817,99 Mark), die Reserven 21 410 Mark (18 520 Mark), Betriebsrücklagen und Rückstellungen 21923,07 Mark (15 388,45 Mark), die Spareinlagen 659 270,20 Mark (597 675,55 Mark), Einlagen in lausender Rechnung 68 389,84 Mark (67 344,85 Mark). Der Reingewinn im Berichtsjahr ist mit 5 385,95 Mark (6 540,31 Mark) ausgeroiefen und blieb somit um 1 154,36 Mark hinter dem Reingewinn des Vorjahres zurück. Der Rückgang ist durch die geringere Zinsspanne begründet und dürste den Bestrebungen der Reichsregierung entsprechen, die Zinssenkung ausschließlich den Kreditnehmern zugute kommen zu lassen. Aus die eingezahlten Geschäftsanteile werden 5 v. H. Dividende vergütet. Der Mitgliederstand hatte sich im Geschäftsjahr von 364 mit 432 Anteilen auf 378 mit 447 Anteilen erhöht, so daß die Gesamthaftsumme 223 500 Mark beträgt. Jahresrechnung und Bilanz wurden einstimmig genehmigt und dem Vorstand und Aufsichtsrat Entlastung erteilt. Statutenänderung erfolgte insofern, als das neue Einheitsstatut des Reichsverbandes für Kreditgenossenschaften angenommen wurde. Bei den Ersatzwahlen zum Vorstand und Aufsichtsrat wurde Rechtsanwalt Zimmer (Gießen) dem Vorstand hinzugewählt, so daß dem Vorstand nunmehr angehören: Friedrich Fischer, Heinr. Müller, Heinr. Schmidt VIII., Ernst Nicolaus, Wilhelm V e l t e , H. M ä r l e, Ludwig Wolff II., Rechtsanwalt Zimmer (Gießen): Aufsichtsrat: Artur Schäfer (Vorsitzender), Christian Fischer, Heinrich Barz, Hein- rich Karl Schäfer, Georg Schnabel, Heinrich Bäcker IV. (Muschenheim), Heinrich Schmidt (Dorf-Gill), Wilhelm Lauer (Albach). Unter Bunkt Verschiedenes wurden noch einige geschäst- fidje Fragen besvrochen und vom Verbandsrevisor Hartmann (Gießen) in einer Ansprache darauf hingewiesen, daß die Licher Bank nach dem Gut- achi-n und Urteil verschiedener Fachleute eine der bestfundierten und bestgeleiteten Kreditgenossen, schäften Deutschlands fei.
Wirtschaft.
Oie Lndustrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:
816: Neuregelung der Uederweisung von Studien- und Schulgeldern nad) Italien.
817: Zusätzliche Gegenseitigkeitsgeschäfte mit den Niederlanden.
818: Neuer Eisenbahntarif für Paketsendungen in Bulgarien.
819: Verbilligte Nachtgespräche im Fernsprechverkehr mit Amerika.
820: Spanische Vorschriften für zollpflichtige Warenproben.
821: Inkraftsetzung des geänderten niederländischen Zolltarifs ab 1. Juni 1935.
823: 23. Deutsche Ostmesse Königsberg (Pr.) vom 18. bis 21. August 1935, frachtfreie Rückbeförderung unverkauft gebliebener Ausstellungsgüter.
824: Sonderdruck der letzten grundlegenden Anordnungen der Ueberwachungsstelle für unedle Metalle, Preis 2 Mark. Bestellungen bei der Kammer aufgeben.
Keine höheren Kartoffelpreise für die alte Ernte.
Es besteht Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß ein Zurückhalten von gelbfleischigen Kartoffelvorräten zwecklos ist, da ein Steigen der Preise keineswegs zu erwarten steht. Im Einvernehmen mit dem Reichskommissar für Preisüberwachung und dem Reichs- und Preußischen Minister für Ernährung und Landwirtschaft erfolgte bereits eine Anordnung, aus der deutlich hervorgeht, daß der Verbraucher auch für die letzten Wochen vor der neuen Ernte vor Preisüberhöhungen geschützt ist. Was die gesamte Dorratslage an Kartoffeln anbelangt, so ist hervorzuheben, daß sich zurzeit ca. noch ein Fünftel der letzte^ Ernte i» den Händen der Landwirtschaft befindet. Daraus ist zu entnehmen, daß noch genügend Kartoffeln zur Deckung des Bedarfes vorhanden sind und es auch heute noch möglich ist, den Wünschen der breiten Masse gerecht zu werden. Wenn man berücksichtigt, daß zur gleichen Zeit im Vorjahre die Vorräte nur 14 v. H. der Ernte aus dem Jahre 1933 betrugen, so ist mit Sicherheit anzunehmen, daß der derzeitige Vorrat in jedem Falle ausreichend sein wird.
Die augenblicklich lebhaften Nachfragen nach gelb- fleischigen Speisekartoffeln, sind nur auf eine Modeeinftellung zurückzuführen, die in keiner Weise begründet ist. Das übliche Vorurteil gegen rot- und weißschalige Speisekartoffeln ist durchaus nicht am Platze, zumal gerade die rotschalige Speisekartoffel die beste Haltbarkeit in Bezug auf Uederwin- terung aufzuweisen hat. Es wäre zu begrüßen, wenn die Verbraucherschaft von ihrer bisherigen geschmacklichen Richtung abgehen und sich selbst überzeugen würde, daß rot- und weißschalige Kartoffeln als ein den gelbschaligen Kartoffeln gleichwertiges Lebensrnittel angesehen werden können.
*
* Erste halbamtliche Notierung für K o-m munal-Umschuldungsanleihe. Die Kommunal-Urnschuldungsanleihe wurde gestern an der Berliner Börse erstmalig mit 89,40 halbamtlich notiert.
* Festsetzung ber Preise für Speise- Kartoffeln. Von ber Hauptvereinigung ber beut« schen Kartoffelwirtschaft ist ber Preis für Speisekartoffeln mit Zustimmung ber maßgebenden Stellen festgesetzt worden. Er bars frachtfrei Empfangsstation bes Derbrauchergebiets nicht mehr betragen als tatsächlich gezahlter Erzeugerpreis zuzüglich tatsächlich bezahlter Fracht, zuzuglich eines Höchstzu-
schlags von 20 Pf. je Zentner. Diese Anorbnung tritt mit bem 28. Mai 1935 in Kraft.
Hhein-Mainische Mittagsbörse.
Uneinheitlich.
Frankfurt a. M., 27. Mai. Bei sehr kleinen Umsätzen eröffnete bie Börse zum Wochenanfang in uneinheitlicher Haltung. Die Kulisse verhielt sich mangels befonberer Anregungen und mit Rücksicht auf ben bevorstehenben Ultimo abroartenb, auch seitens der Kundschaft bestand keine Neigung zu neuen Käufen. Angebot kam von dieser Seite nicht heraus, da das Bestreben besteht, an dem erworbenem Besitz festzuhalten. Bei den Ueberlegungen des Publikums scheint auch die Tatsache eine Rolle zu spielen, daß Spekulationsgewinne nur bann einkommensteuerfrei sinb, wenn zwischen Kauf- unb Verkauf mehr als ein Jahr verstrichen ist.
Am Aktienmarkt gingen die Abweichungen nach beiden Seiten kaum über 1 v. H. hinaus. IG. Farben lagen 0,40 o. H. leichter, andere chemische Werte behauptet. Von Elektrowerten' zogen Felten 1,40 v. H., Schuckert ex Div. etwa 0,65 v. H., Lah- meyer 0,25 v. H. an, während Gesfürel 1 v. H. nachgaben und im übrigen die Kurse ziemlich unverändert lagen. Am Montanmarkt gingen Klöckner 1 o. H., Rheinstahl 1,25 o. H., Buderus 0,40 v. H. zurück, Harpener dagegen gewannen 1 v. H., sonst lagen die Werte voll behauptet. Motorenaktien lagen allgemein schwächer, so BMW. etwa 1,50 v. H., Daimler 0,65 v. H. und Kleyer im Freiverkehr 0,50 o. H. Für Bau- unb Cementwerte zeigte sich Nachfrage, Heibelberger plus 0,50 v. H., Jul. Berger plus 1,25 v. H. unb Holzmann plus 0,65 v. H. Don Zellstoffaktien verloren Aschaffenburger 1 v. H. Etwas niedriger lagen ferner RWE. —0,65 v. H., Braubank —0,75 v. H., Allg. Lokal und Kraft — 0,50 v. H., andererseits erhöhten sich Reichsbank um 0.90 v. H., Moenus Maschinen, Metallgesellschaft unb Deutsche Erdöl bis 0,40 v. H.
Auch ber Rentenmarkt lag sehr still unb uneinheitlich, wobei Altbesitz 0,40 v. H., späte Reichs- schuldbuchforberungen 0,13 o. H. verloren, Kommu- nal-Umschulbunq mit 89,50 unb Zinsvergütungsscheine mit 90,30 lagen unoeränbert. Etwas fester und lebhafter lagen zertifizierte Dollarbonds. Don fremden Werten zogen 4proz. Goldmexikaner von 1904 auf 9,75 (9,25) an.
Im Verlaufe erfuhr das Geschäft keine Belebung, es kamen auch nur wenige zweite Notierungen zu- stände. Die Haltung war jedoch etwas freundlicher, IG. Farben erhöhten sich auf 148 nach 147,13, AEG. auf 38.65 nach 38.40, Schuckert auf 115 nach 114 und Rheinstahl auf 109,50 nach 108,75. Außerdem gewannen Deutsche Linoleum 2,25 v. H. und Zellstoff Waldhos 1 v. H., während Licht & Kraft 1,50 v. H. und Lechwerke Augsburg 1 v. H. verloren. Im Freiverkehr waren Kleyer auf 95 (94) erholt.
Am Rentenmarkt gingen Kommunal-Umschuldung in Anpassung an den offiziösen Berliner Kurs auf 89,40 (89,50) zurück: sonst ergaben sich bei ben „Variablen" keine Veränberungen. Der Pfanbbrief- markt lag ruhig unb behauptet, Stabtanleihen notierten bei kleinen Abweichungen ungleichmäßig. Don Ausländern erhielt sich einiges Interesse für Ungarn. — Tagesgelb unoeränbert 2,25 v. H.
Abendbörse freundlich.
Zwar war bie Kursgestaltung auch an ber Abend- börse etwas ungleichmäßig, doch war die Tendenz im Anschluß an den Mittagsschlußverkehr durchaus freundlich. Don ber Kundschaft lag weitere Nachfrage vor, die Kulisse betätigte sich dagegen nur in sehr kleinem Umfange, so daß die Umsatztätig, feit allgemein fein besonderes Ausmaß annahm.
Weiteres Interesse zeigte sich insbesondere für einige Elektrowerte, Elektr. Lieferungen stiegen auf 112,25 bis 112,50, auch sonst ergaben sich für Elek-
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren
Frankfurt a.M.
Berlin
Schluß- lurs
Schluß!. Abend- börse
Schluß» ture
Schlup! Mittag- börke
Datum
25-5
27 5
25 5
27 5
6% Deutsche NeichSanleihe v. 1927
100,25
100,25
100,13
100.13
4% Deutsche 9leicf)»anl. von 1934
97
97
97
97
bYi% Doung-Anleiho von 1930 ..
103
103,1
103,25
Deutsche Ant.-Ablos.-Schuld mit
Auslos.-Rechten .............
115,75
115-13
115,65
115
<*/«% Deutsche ReichSpostschahan. Weisungen von 1934, l.......
100,4
100,5
100,5
100,5
6% el)em.8% Hess. Bolküstaat 1929 (rückzahib. 102%) ............
98,75
98,75
98,75
_
*Yi% ehem. Hessische Landesbank
Darmstadt @olb R. 12........
96,25
96,25
96,25
96,25
6Vi% ebem. Hess. Landeö-Hypo- thekenoank Darmstadt Liaui ...
100,5
100,5
4%% ehem. 8% Darmst. Komm
Landesb.Goidschuldverichr. R. 6
92,25
92,25
Oberhelsen Provinz-Anleihe mit
Auslos.-Rechten .............
124
DeursÄe Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
116,25
116,25
116.25
116.25
4 H%chem.8% Franks. Hyp.-Aank Gol»pfe. 15 unkündbar bis 1935
96,25
96,13
BH% ehem. 4%% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Psandbriefe.......
100,8
100,8
_
5%% ehem. 4*/,% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Golbpfe.....
101
101,13
101
101
4H% ehem. 8% Pr. Landespfand.
briefanstalt, Pfandbriese R. 19
96,75
96,75
96,75
96,75
4ty% ehem. 7% Pr. LandeSpsand- vriesanst., Gold Komm. Cbl.VI
96.75
96.75
96,75
96,75
Eteuergutich.BerrechnungSk. 85-39
106,2 1 106,25
106,2
106,25
4% Oesterretchifche Gvldrente....
4,20% Oesterreichische Silberrente
_
30,5
30,65
1,3
——
1,35
1,3
4% Ungarische Goldrente .......
9,35
10
9,3
10
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
9,25
9,25
9,3
9,6
*Vi% beSgl. von 1913..........
9,4
9,85
9,45
9,75
5% abgest. Goldmexikaner von 99
13,75
13,65
13.75
4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
Serie 1.....................
11
11
11,13
11,5
angeführten Ziffern geben die Höhe ber zuletzt besch
Frankfurt a. M
Schluß- turt
Schlup!. Abcnd- börse
Schluß- fure
Schluß!. Mittagbörse
Datum
25 5
27 5
25 5
27 5
4% desgl. Serie II ..........
11
11
11,75
—
5% Rumän. vereint). Mente v. 1903
5,8
5,9
5,95
6
4^r%Rumän.vereinh.Rentev.l913
8.6
8,4
8,5
4% Rumänische vercinh. Rente
5,05
5,1
5
5,1
2y4% Anatolier .............
39,25
39
38,75
39
Hamvurg-Amerika-Paket .....
0
32,9
33,13
33,13
33,4
Hamburg-Südam. Dampfschiff.
0
—
27,5
26,25
Norddeutscher Lloyd .........
0
35
34,9
34,9
34.76
A.G. für Verkehrswesen Akt. ..
0
88,25
89
88
88,6
Berliner Handelsgesellschaft ...
6
114
113,5
113,5
114,5
Commerz- und Privat-Bonk ...
O
92,5
92,5
92,5
92,5
Deutsche Bank und DtSconto-
Gesellschaft................
O
94,5
94,25
94,5
94,25
Dresdner Bank..............
0
91 5
MetchSbank ................
12
170.5
172.5
170,75
172,5
A.E.G......................
0
38,4
38,65
38.4
38,75
Bekula....................
io
134,4
134 75
134,9
135
Elektr. Lieferungsaesellschaft...
5
109,75
112,5
109,4
112
Licht und Kraft .......6%
128,25
127
128,25
126,75
Felten S Guilleaume.........
O
102,5
103,9
102,75
104,25
Gesell ch.s.Eleklr.Unternehmung. 6
124
123
124
122,75
Rheintsche Elektrizität ........
5
128
128
127,5
128
Rhein. Wests. Elektr..........
«
123,9
123,75
123
123,5
Schuckert S Eo...............
4
117
116,25
Siemens & Halske............
7
167
168,5
167,65
168 6
LahmeyerLEo..............
'JP
Buderus ...................
102.25
101.9
102
102 65
Deutsche Erddl ..............
4
111,5
Gelsenkirchener..............
0
Harvener ..................
O
106
107
107
107,25
voesch Eisen—Köln-Neuesie« ..
0
—•
97
97,9
31fe Bergbau ...............
6
162
161
164
160
Ilse Bergbau Genüsse........
•
129,5
130
130
130,5
Kioanerwerke ............j y.
94
94,75
93,75
94,5
Mannesmann-Röhre«........
O
84,25
85,25
84,4
85,13
loffenen Dioibenbe an. — Reichsbankdiskont 4 o. H.,
Frankfurt a. DL
Lerttn
Schlußkurs
Gchlußk. Abend» börse
Schluß« hin#
Mittag- börse
Datum
25 5
27 5
25 5
1 27 5
Mansfelder Bergbau ..
e e • e e
.. 8
116
116,25
115,13
116,75
Kokswerke...........
■ e ee ■
.. I
—
——
121,25
122
Phönix Bergbau......
■ . . . .
.. O
—
—
Rbeinuche Braunkohlen
e e e e
. 12
227,5
224,25
225
224
Rheinstahl ...........
&Y1
110
110,75
110
110,75
Bereinigte Stahlwerke.
.. 0
82
82,65
82,25
82,5
Olavi Minen ........
.. c
18,9
18,55
18,9
18,65
Kaliwerke Aschersleben.
5
124,75
125
125
125
Kaliwerke Westeregeln .
.. 6
125
125
125
124,5
Kaliwerke Salzdetfurth
7y,
179
178
179
178,5
9- ®. Farben-Industri«
.. 7
147,5
148,5
147,65
148,5
Scheideanstalt........
.. 9
220
220
Goldschmidt .........
.. 0
101,5
101,75
102
101,75
RütgerSwerke........
.. 4
117
116,75
117,9
117,5
Meiollgelellschaft......
.. 4
105
105
104,75
105
Philipp Hohmann .... Zementwerk Heidelberg (Xemenitoetf Karlstadt..
• e e •
.. 0
.. 5
.. 4
96
118
137
97,25
118,75
95,25
97,75
Schultheis Pa»enhofer
.. 4
_
_
109,9
109,75
Atu (Allgememe Kunstseide)
.. 0
54,65
54,75
54,4
54,65
roemoerg............
.. c
——
114,65
—
115
Zellstoff Waldhos .....
Zellstoff Aschaffenburg Dessauer Gas ........
.. 0
.. 0
117,5
87,75
118,5
88
118
88,25
118
88,5
.. 7
——
—
132,25
132,13
Daimler Motoren.....
.. O
91
90,4
91,25
90,4
Deutsche Linoleum ....
.. 6
164
161,5
164,5
Lrenstetn L Koppel ...
.. O
——
87,9
87,75
Westdeutsche Kaufhof..
.. O
35,75
35,25
35,25
35,5
Chade ...............
Aecumulatoren-Fabrü.
.. O
12
294
292,5
171
292
169,75
Lontt-Gummi .......
154,5
154
154,5
155
Gritzner.............
40,65
40,65
40,65
41
Mainkrastwerke Höchst a.BL.
.. 4
93,5
93
-
Süddeutscher Zucker ..
• eee
.. •
171,75
172
172
172 9
Lombardzinsfuß 5 v. H.
Devi
enmarft Berlin — '
’ranffurt a. ZU.
25. Mai
27-Mai
Amtliche Notierung
... Geld | 3rief
Amtliche Notierung
Geld I Brief
Buenos Lire« Brüssel.....
Rio de Ian.
Sofia ......
Kopenhagen. Danzig.....
London .....
Heliingfors.. Paris ......
Holland .... Italien.....
Japan ......
Jugoslawien
Oslo..... ;
Wien.......
Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag.......
Budapest ...
Neupork ...
0,658
42,98
0,149
3,047
54,90
46,75
12,295
5,425
16,355
167,68
20,51
0,720
5,649
61,79
48,95
11,17
63,39
80,27
33,90
10,31
2,484 r
0,662
42,06 0,151
3,053
55,00
46,85
12,325
5,435
16,395
168,02
20,55 0,722
5,661
61,91
49,05 11,19
63,51
80,43 33,96
00,33
2,488
Zanknoten.
0,658 41,98 0,149 3,047 54,93
46,75 12,30 5,425 16,35
167,53 20,51 0,722 5,649 61,82
48,95 11,17 £3,43 bk), 24 33,88
10,31
2,484
0,662 42,06
0,151
3,053 55,03 46,85
12,33 5,435
16,39
167,87
20,55 0,724
5,661 61,94
49,05 11,19
63,55 80,40
33,94 10,33
2,488
Serlin,27.Mo>
Geld
Äriel " '
Ümettkanis^e Note»..............
2,436
41,82
54,72
12,265
16,29
167,12
19,92
61,61
63,21
80,01
33-41
2,456 41 98 54,94
12,305
16,35 167,78
20,00 61,85
63,47 80,33 33,55
Belgische Noten..................
Dänische Noten .................
Englische Noten Französische Noten...............
Holländische Noten...............
Italienische Noten................
Norwegische Noten .............
Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling Rumänische Noten...........
«chwedlsche Note» Schweizer Noten.............*
Spanische Noten..........
Ungarische Not«...........*****


