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Frau Marie Velten, geb. Lang, welche vas 83., und Frau Christine P e p p l e r , geb. Lang, die das 81. Lebensjahr zurückgelegt hat. Beide waren bis zuletzt noch sehr rüstig, letztere hat an ihrem Sterbetage noch eine Kuh gemolken. In Großen- Linden leben noch fünf Frauen, die das 85. Lebens­jahr überschritten haben; eine Frau hat im April l. I. das 91. Lebensjahr zurückgelegt. Die älteste männliche Person ist der Kriegsveteran von 1870/71 Ludwig Menges im Ritter. Mit der Grum­meternte hat man begonnen. Der Ertraa ist sehr gering. Es herrscht große Futterknappheit. Der Milchertrag ist im allgemeinen wesentlich zurück­gegangen. Das Grummetgras kommt nochmals zur Versteigerung.

* Großen-Linden, 26. Aug. Heute gegen 8 Uhr ereignete sich auf der Sttaße zwischen Gro­ßen-Linden und Klein-Linden ein Verkehrsun- sall. Ein Kraftwagen und ein Motorrad stießen zusammen. Glücklicherweise entstand nur Material­schaden. Das Motorrad wurde allerdings völlig zer­stört. Der Fahrer kam mit dem Schrecken davon.

tn. Lang-Göns, 26. Aug. Am Sonntag fand das diesjährige Sommerfest der Klein­kind e r s ch u l e wie üblich zwischen den Som> mer- und Herbstferien der Volksschule im Hofe der alten Schule statt. Der Kirchplatz war diesmal wegen des Windes nicht günstig. Es waren nicht nur die Eltern der Kleinen erschienen, sondern auch viele Zuschauer und Freunde der Kleinkinderschule. Nach einleitendem Spiel des Posaunenchors, gemein­samem Gesang und Sprechchören der Kleinen, hielt der Ortspfarrer eine Ansprache, in der er hervor­hob, daß die hiesige Kleinkinderschule bereits 43 Jahre bestehe und zum Wohle der Gemeinde segens­reich gewirkt habe. Es sei eine Freude, den Kleinen ^uzuhören, wenn sie ihre Sprüchlein sagten. Wenn sie auch noch nicht alles verstünden, so gebe dies doch die Grundlage für den christlichen Glauben. Danach folgten die Spiele der Kleinen, auch als kleiner Gesangverein, der viel Beifall sand, stellte sich die Kinderschar dar. Der Pfarrer sprach den Dank an Schwester Emma, die in mühevoller Arbeit, aber mit Freude und Geduld die Kleinen betreut, aus. Zum Schluß erhielt jedes Kind wie immer bei den Sommerfesten eine Brezel.

§ Mainzlar, 26. August. Am Sonntagvor­mittag fand eine Hebung der hiesigen Pflicht- feuerwehr statt. Am Nachmittag wurde hier unter den drei Linden bei Müller Schmitz ein Missionsfest veranstaltet. Zur Bereicherung des Festes wirkte der Posaunenchor mit.

"V Treis (Lda.), 26. Aug. Die hiesige Evange­lische Frauenhilfe und die NS.-Frauenschaft brach­ten gestern bei dem schönen Reisewetter, das auf die regnerische Nacht folgte, ihren lange geplanten und mehrmals verschobenen Jahresausflug zu­stande, der ins schöne Lahntal, nach Braunfels und Wetzlar führte. In Braunfels wurde zunächst der Gottesdienst besucht und dann das Schloß und seine Umgebung besichtigt. Nach einem einfachen Mittag­essen ging es auf einem schönen Waldweg über den Berg nach Station Braunfels zurück, und von dort mit der Bahn nach Wetzlar, wo der Dom und die Goethestätten in Augenschein genommen wurden. Alle Teilnehmerinnen kehrten am Abend sehr be­friedigt von dem Ausflug heim.

+ Grünberg, 26. August. Der G r ü n b e r - ger Pferde-Versicherungs-Verein hielt am Sonntag in der Gastwirtschaft Adolf Repp Witwe unter dem Vorsitz seines Direktors, Karl Schäfer I. (Grünberg), feine 58. ordentliche Mitgliederversammlung ab, an der 80 Mitglieder teilnahmen. Nach dem Geschäftsbericht waren versichert: im ersten Halbjahr 842 Pferde mit einem Dersicherungskapital von 495 444 Mark, im zweiten Halbjahr 840 Pferde mit einem Versicherungskapi­tal von 497 300 Mark. An Entschädigungen wurden für 66 Pferde 19 992,50 Mark gezahlt. Die Rech­nung ergab bei einer Einnahme von 19 948,65 Mark und einer Ausgabe von 23 884,90 Mark einen Fehlbetrag von 3936,25 Mark, der dem Re­servefonds entnommen wurde. Das Vereinsver­mögen stellte sich am Schlüsse des Geschäftsjahres auf 10 846,70 Mark. Der Mitgliederstand stieg von 578 auf 589. Nach erfolgter Rechnungsablage wurde dem Vorstand Entlastung erteilt. Außer einigen formellen Satzungsänderungen wurde der Prämiensatz in der Trächtigkeitsoersicherung auf 4 o. H. (seither 3 v. H.) und die Versicherungs­dauer der Fohlen auf ein Vierteljahr (seither 42 Tage) festgesetzt. Für den Anschluß des Ver­eins an die Oberhessische Viehversicherungs-Anstalt Gießen, der von der Versammlung abgelehnt wurde, sprach dann noch Bezirksbauernführer, Bürger­meister Metzger (Röthges). Mit einem drei­fachen Sieg-Heil auf den Führer und Reichskanzler chloß der Vorsitzende die Versammlung.

Z Steinbach, 23. Aug. Im GasthausZum Einhorn" fand die Verleihung der Krieger-Ehren­kreuze statt. Bürgermeister und Ortsgruppenleiter Pg. Rink gedachte in einer Eröffnungsansprache der Gefallenen des Weltkrieges. Die Anwesenden ehrten die toten Helden, indem sie sich von ihren Plätzen erhoben. Die Kapelle spielte das Lied vom guten Kameraden. Der Redner betonte dann, daß Deutschland in diesen Krieg gegen seinen Willen hin­eingetrieben worden sei, daß es immer das jüdische Großkapital sei, das aus den Kriegen der Völker Nutzen ziehe. Er kam ferner auf die heutige welt­politische Lage zu sprechen. Das neue Deutschland gehe unbeirrbar den einmal für recht erkannten Weg unter der Führung des Soldaten des Weltkrieges Adolf Hitler. Mit einem dreifachenSieg-Heil" auf den Führer beschloß er seine Rede. Anschließend er­folgte die Verleihung der Ehrenkreuze. Der Führer des hiesigen Kriegervereins, H. Sehrt, wies hier­auf in einer Ansprache besonders darauf hin, daß uns durch unseren Führer die allgemeine Wehrpflicht wieder geschenkt worden ist. Pg. Gerhard er­mahnte die Anwesenden, stets die Kameradschaft der Front aufrechtzuerhalten. Das Horst-Wessel-Lied und das Deutschlandlied beschlossen die würdige Feier, die von Musikstücken umrahmt wurde. Dieser Tage fand hier die Aufführung des FilmsIch für dich, du für mich" von der Gaufilmstelle der NSDAP, in der WirtschaftZum Einhorn" statt. Der Filmabend wurde eröffnet durch eine Ansprache des Ortspropa­gandaleiters Pg. Größer. Er betonte, daß gerade durch den Film im neuen Deutschland wertvolle Schulungsarbeit im Sinne der NSDAP, geleistet werde. Der Film sand ungeteilten Beifall aller Zu­schauer.

Hausen, 26. Aug. Als es in der Nacht zum Sonntag anhaltend regnete, dachte wohl jeder, daß die Kirchweih ins Wasser fallen werde. Aber es kam anders! Am Sonntagnachmittag herrschte strahlender Sonnenschein, und so konnte sich denn auf der Au am Bahndamm das gewohnte Kirch­weihtreiben entwickeln. Die Kapelle Bender schuf bald frohe Stimmung. Am Abend zog die Musik­kapelle, begleitet von der 3ugenö, in die Wirt- schäften zum weiteren Tanz. Am Montag gab es gerade wieder zur rechten Zeit strahlenden Sonnen­schein und wieder herrschte dasselbe frohe Treiben

Geläudesport-Arbeitsgemeinschasten.

Eine Verfügung des Stabschefs Luhe. Das SA.-Sportabzeichen für jeden jungen Deutschen!

B e r [ t n, 26. Aug. (DNB.) Die Oberste S A.- Führuna teilt mit:

In der Neustiftung des S A. - S p o r't a b z e i - ch e n s vom 15. Februar 1935 hat der Führer verfügt:

Um der Pflege wehrhaften Geistes in allen Tei­len des deutschen Volkes bewußten Ausdruck zu ver­leihen, bestimme ich, daß das SA.-Sportabzeichen auch von Nichtangehörigen der Bewegung erworben und getragen werden darf, sofern sie rassisch und weltanschaulich den nationalsozialistischen Voraus­setzungen entsprechen."

Die Möglichkeit, das S 2l.- Sportabzei­chen zu erwerben, ist damit allen Volksgenossen gegeben. Jene Volksgenossen, die keiner Gliederung der Partei angehören, können das SA.-Sportabzeichen also unter denselben Bedingungen wie die Angehörigen der SA., SS. usw. erwerben, doch müssen sie zu diesem Zweck in eine Gelände-Sport-Ar- beitsgemelnschaft eintreten.

In einer Verfügung hat Stabschef Lutze ange­ordnet, daß die Aufstellung von Geländesport-Ar­beitsgemeinschaften, in denen Nichtangehörigen der Partei Gelegenheit gegeben ist, das SA.-Sportab­zeichen zu erwerben, mit allen Mitteln zu fördern

ist und daß Anmeldungen zur Teilnahme an der Vorbereitung einer Geländesport-Arbeitsgemein, schäft zwecks Erwerb des SA.-Sportabzeichens von jedem SA. - Führer anzunehmen und auf dem Dienstweg dem zuständigen Prüfer zuzuleiten find. Von dieser Möglichkeit hat bisher nur ein Teil Der Organisationen und Volksgenossen Gebrauch ge­macht, es ist aber im Sinne der nationalsozialisti­schen Staatsauffassung wünschenswert, wenn alle Organisationen des neuen Reiches und alle wehrhaften Jungen und Männer den ethischen Sinn des SA.-Sportabzeichens erfassen und dementsprechend handeln.

Das SA.-Sportabzeichen ist mit der Stiftung durch den Führer zum Leiftungsabzel- chender gesamten deutschenJugend erhoben worden.

In der kurzen Zeit seines Bestehens seit der erst­maligen Stiftung haben an 500 000 deutsche Jungen und Männer sich der umfassenden Leistungsprüfung unterzogen und die grundlegende Forderung des na­tionalsozialistischen Deutschlands, die kämpfe­rische und geistige Einsatzbereitschaft zu erhalten, erfüllt. Es muß daher das Ziel eines jeden jungen Deutschen sein, das SA.-Sport­abzeichen zu erwerben.

fireis Wetzlar.

<D Krofdorf-Gleiberg, 26. Aug. Hnsers Bevölkerung empfindet es immer stärker als einen Mangel, daß hier keine Schwimm -und Bade- Gelegenheit vorhanden ist. Vielfach wandert ie Jugend an die Lahn, was aber begreiflicher« weise wegen der Länge des Weges und wegen der Gefährlichkeit des unbeaufsichtigten Badens in dem Fluß von der Elternschaft nicht gern gesehen wird. Deshalb besteht allgemein der Wunsch, ein eige­nes Schwimmbad zu errichten. Zu diesem Zwecke wurde am Samstag in der Gastwirtschaft Moos eine öffentliche Versammlung abgehalten, in der man sich ausführlich mit dem Problem be­faßte. Es wurde die Gründung eines Schwimm- und Badevereins beschlossen, dessen Mitgliedschaft alle Interessenten zu dem niedrigen Monatsbeitrag von nur 10 Pfennig er­werben können. Ab 1. Oktober soll ein Eintritts­geld erhoben werden. Es ist daran gedacht, den Mitgliedern verbilligte Badeabonnements zu ge­währen. Um die Finanzierung der Anlage zu er­möglichen, können von allen Ortseinwohnern Abon­nements für fünf Jahre im voraus erworben wer­den. Man hofft, daß von dieser Einrichtung rege Gebrauch gemacht wird. Darüber hinaus hat die Gemeinde weitgehenste Unterstützung zugesagt. Evtl, plant man noch eine Sammlung und das Zeichnen­lassen von Anteilscheinen. Die günstigste Stelle für die Anlage des Bades befindet sich am Ausgang des Ortes nach Fellingshausen zu am Fohnbach. Das Gelände gehört der Gemeinde, diese wird es unentgeltlich zur Verfügung stellen. Messungen des Zulaufes haben ergeben, daß der Bach genügend Wassermengen führt. Ehe das Projekt in Angriff genommen wird, soll eine Kommission bereits im

auf der Festwiese. Kamen am Sonntag mehr die Fremden zu ihrem Recht, so war der Kirrnes- Montag mehr ein Tag der geschlossenen Dorfge- meinschaft. Mancher, durch dessen Haar sich bereits graue Strähnen zogen, mag sich im Tanz in die Jugendzeit zurückversetzt gefühlt haben. Man muß das bunte frohe Bild einer Dorskirchweihe miter­leben, die frohen Weisen der Musik hören, die bunten Festkleider sehen, den Jubel der Kinder be­obachten, um solch ein Fest der dörflichen Ge­schlossenheit und Gemeinschaft in seinem ganzen Wert zu erkennen.

! Aus dem südlichen Kreise Gießen, 26. Aug. Die Grummeternte ist in vollem Gange, bei dem guten Wetter zum Teil schon fast ganz erledigt. In diesem Jahre geben freilich nur die feuchten Wiesen einen einigermaßen befriedi­genden Ertrag. Auf den an Abhängen gelegenen und sonstigen trockenen Grasflächen lohnt es sich oft nicht, das Gras zu schneiden. Der ergiebige Regen der Vorwoche kam für das Gras zu spät. Aber bei den übrigen Futterpflanzen wirkte er Wunder. Der Mais hat sich wieder erholt, und der Klee, auch der junge, der mit dem Getreide gesät wurde, zeigt wieder neues Grün. Trotzdem ist die Futterknappheit noch lange nicht behoben. Recht gut hat sich in diesem trockenen Sommer wieder der sogenannteEwige Klee" bewährt. We­gen der knappen Grummeternte ging man vieler­orts dazu über, diesen Klee zu schneiden, als Klee­heu (auf besonderen Holzgestellen) zu trocknen und einzufahren. Der Regen hat den S p ä t k a r t o f - fein in guten Lagen ebenfalls noch viel genützt; sie zeigen zum Teil einen prächtigen Stand. Die Ernte der Frühkartoffeln geht ihrem Ende entgegen, der Ertrag kann als ein mittelguter be­zeichnet werden. Von den mittelfrühen Sorten kann man das nicht behaupten. Bei ihnen wirkte sich die Trockenheit am ungünstigsten aus. Verhältnismäßig gut entwickeln sich die Dickwurz. Die Kohl-- raben und auch das Spätgemüse können noch recht gut werden.

Kreis Bübingen.

4= Nidd a, 26.Aug. Vor dem Weltkriege betä­tigte sich hier einGemeinnütziger Bau- d e r e i n", der sich durch Erbauung von kleinen und mittleren Einfamilienhäusern zu angemessenen Preisen große Verdienste um die Allgemeinheit er­worben hat. Die neuen Häuser gingen bald in Pri­vatbesitz über. Leider hat aber die Nachkriegs­zeit und insbesondere die Inflation den Ver­ein l a h m g e t e g t. Da neuerdings starke Nach­frage nach Wohnungen besteht, die Stadt aber aus eigenen Mitteln keine Wohnungen bauen kann, $at man unlängst in einer Versammlung von Inter­essenten den altenGemeinnützigen Bau- verein" wieder aufleben lassen, der über die nötigen Erfahrungen auf dem Gebiete der Wohnungsbeschaffung verfügt. Von der Stadt wer­den, wie Bürgermeister Philippi erklärte, die Bestrebungen des Vereins weitgehend unterstützt. Bei der kürzlich begonnenen Werbung für den Ver­ein wurden 43 Anteilscheine zu je 100 Mark von Privaten, von der Stadt und der Bezirkssparkasse je 50 Anteilscheine zu je 100 Mark gezeichnet. Da­durch verfügt der Verein unter Hinzurechnung sei­nes eigenen Vermögens von 8000 Mark vorläufig über eine Summe von 30 000 Mark, umgerechnet sieben Grundstücke, die größtenteils als Bauplätze anzusehen sind. Man ist bestrebt, mit aller Energie das Ziel bald zu erreichen.

Kreis Schotten.

0 Laubach, 27. Aug. Im Sonntagnachmittag- Gottesdienst fand im Beisein von Eltern, Paten und Angehörigen der Konfirmanden, wie auch einer zahlreichen Gemeinde die Einführung von 13 Kna­ben und 16 Mädchen in den diesjährigen Konfir­mandenunterricht statt. Pfarrer Schmid legte sei­ner Predigt den Text Lukas 10,20 zugrunde: Freuet euch aber, daß eure Namen im Himmel ge­schrieben sind", und wies Eltern und Kinder auf die Bedeutung und den Ernst der Konfirmandenzeit hin.

Kreis Alsfeld.

£ Alsfeld, 26. August. In der vergangenen Woche wurde hier ein L u f t s ch u tz k u r s u s durch einen Lehrtrupp der Landesgruppe Hessen-Rhein- land-Süd des Reichsluftschutzbundes durchgeführt, an dem insgesamt 92 Personen, die in drei Abtei­lungen unterrichtet wurden, teilnahmen. Die Teil­nehmer wurden durch Vorträge und praktische Hebungen mit allen im Ernstfall notwendigen Maßnahmen des zivilen Luftschutzes bekannt ge­macht. Zum Abschluß des Lehrgangs wurden teil? in selbstgebauten Schutzräumen, teils in den Keller­räumen der Festhalle Vergasungen und Brandan­griffe in Anwesenheit von Vertretern der Behör­den und Organisationen durchgeführt. Der Lehr­gang fand mit einer schriftlichen Prüfung seinen Abschluß. Die Teilnehmer vereinigten sich zu einem gemütlichen Kameradschaftsabend im kleinen Saale desDeutschen Hauses". Aufgabe der ausgebil­deten Teilnehmer ist es nunmehr, ihrerseits die weitere Ausbildung im zivilen Luftschutz innerhalb der Ortsgruppen durchzuführen.

Preußen.

Von der Ausstellung "Dxe. Rhein-Mainische Wirtschaft.

Reichshandwerksmeister Schmidt

grüßt die Rhein - Mainlsche Wirischaftsschau.

LPD. Frankfurt a. M., 26. August. Reichs- Handwerksmeister Schmidt hat der Leitung der großen AusstellungDie Rhein - Mainische Wirt­schaft" drahtlich folgende Glückwünsche gesandt:

Aus dienstlichen Verpflichtungen am Erscheinen leider verhindert, wünsche ich auf diesem Wege der Ausstellung, besonders auch den Ausstellern des Handwerks, guten Erfolg.

Heil Hitler! Reichshandwerksmeister Schmidt." *

Am Mittwoch bis 22 Uhr geöffnet

LPD. Frankfurt a. M., 26. August. Nach dem ausgezeichneten Erfolg, den die AusstellungDie Rhein-Mainische Wirtschaft" auf dem Festhallen­gelände zu Frankfurt a. M. in den ersten Tagen hatte, wird die Ausstellung am Mittwoch, dem 28. August, bis 22 Hhr geöffnet sein, um auch den Werktätigen einen Besuch zu ermöglichen. Es ist zu wünschen, daß von dieser Gelegenheit ausgiebig Gebrauch gemacht wird, denn nach dem Urteil aller maßgebenden Persönlichkeiten der Partei, der Ver­waltung und der Wirtschaft wird hier eine Möglich­keit zur Unterrichtung geboten, wie man sie sonst selten findet.

Eine Gefolgschaft besucht die Ausstellung.

LPD. Frankfurt a. M., 26. August. Der Be­triebsführer der Deutschen Dunlop - Gummi - Com­pagnie AG. in Hanau hat sämtlichen Mitgliedern der Betriebsgefolgschaft Eintrittskarten für die große AusstellungDie Rhein-Mainifcke Wirtschaft" zur Verfügung gestellt, so daß die gesamte Gefolg­schaft dieses Werkes diese Ausstellung besuchen kann. Die 36 Mann starke Werkkapelle der Firma wird am Mittwoch, 28. August, ab 18 Uhr, im Konzert­garten der Ausstellung spielen. Damit ist den Ge­folgschaftsmitgliedern eine ausgezeichnete Gelegen­heit gegeben, sich über die Bedeutung der rchein- mcnnischen Wirtschaft zu unterrichten.

Betrieb befindliche Bäder dieser Art in anderen Orten besichtigen und prüfen und die Erfahrungen, die damit gemacht worden sind, anhören. Man hofft auf das Verstänonis aller Haushaltungen, denn nur durch opferbereites Eintreten der ganzen Dorf­gemeinschaft kann das Werk Zustandekommen. Dis Anwesenden traten alle dem Verein bei, dessen kom­missarischem Vorstand angehören: (Sanitätsrat Dr. Seipp, Heinz R e i ch e r d, Ad. Rinn und Fleischbeschauer Bender.

< Lützellinden, 26. August. Am gestrigen Sonntag feierte unsere Gemeinde das Jahres» fest der Klein-Kinderfchule. Hierzu hat­ten sich auf dem Festplatz außer der hiesigen Ge­meinde noch viele Teilnehmer aus umliegenden Ortschaften eingefunden. Unter dem Voranmarsch des hiesigen Posaunenchores traf unter der Füh­rung von Schwester Luise der Festzug der Klei­nen auf dem Platze ein. Mit einem Lied der Ge­meinde wurde die Veranstaltung eröffnet. Der Ortsgeistliche Pfarrer Koch hielt die Festansprache. Sprechchöre und Gesang der Kinder erfreuten so­dann die Zuhörer. Der gemischte Chor unter der Leitung seines Dirigenten Altenheimer brachte ein Lied zum Vortrag. Pfarrer Koch hielt dann noch eine Ansprache an die Kinder. Nachdem die Kinder noch einige Spiele und Reigen aufgeführt hatten, und nachdem sie mit Brezeln beschenkt wor­den waren, dankte Pfarrer Koch zum Schluß der Schwester Luise für ihre aufopfernde Arbeit und allen denen, die der Kinderschule Unterstützung zu­teil werden ließen. Mit Gebet und Segen des Ortsgeistlichen und mit einem gemeinsam gelunge­nen Liede fand die Feier der Kinderschule ihren Abschluß.

Kreis Warburg.

* Fronhaufen (Lahn), 27. Aug. Der 25jäh- rige Erdarbeiter Johs. Parr von hier erlitt bei feiner Arbeit an einer Kipplore einen Unfall. Er zog sich eine schwere Kopfverletzung zu und mußte zur Behandlung nach Gießen gebracht werden.

Kreis Biedenkopf.

mGladenbach,25. Aug. Ein Kind fiel dieser Tage auf einen eisernen Gartenzaun, so daß es förmlich aufgespießt wurde. Ein Staket drang in den Brustraum. Der rjerbeigerufene Arzt ordnete sofort die Heberführung in die Universitätsklinik Marburg an. Glücklicherweise besteht keine Lebensgefahr.

Korpsführer Hühnlein an den Führer.

Korpsführer Hühnlein sandte folgendes Tele­gramm an den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler:Die deutschen Rennwagen errangen unter ihren Meisterfahrern heute einen neuen stolzen Er­folg. Mercedes Erster und Zweiter, Autounion Dritter und Vierter im Großen Preis der Schweiz. Rudolf (Earraciola fein Gewinner.

Heil meinem Führer! Korpsführer Hühnlein."

Großer Fußball-Erfolg

in Watzenborn-Steinberg.

Die Teutonen schlagen die Gauligamannschafl von Kurhessen Marburg verdient mit 4:2 (2:1).

Beide Mannschaften lieferten sich auf dem Platz der Teutonen in Watzenborn - Steinberg einen äußerst fairen und von der ersten bis zur letzten Minute außerordentlich spannenden Kampf. Dem ausgezeichnet leitenden Schiedsrichter R ü f p e l e r- Gießen stellten sich beide Mannschaften mit je 2 Mann Ersatz. Der Anstoß der Gäste wurde von dem einheimischen Sturm abgefangen und schon sah man einen schönen flachen Kombinationszug, der den Teutonen den 1. Treffer einbrachte. 1 Mi­nute Spielzeit und das Spiel stand 1:0 für die Platzmannschaft. Was die Gauligisten aus Mar­burg an genauerem Zuspiel voraus hatten, ersetz­ten die Spieler von Watzenborn-Steinberg durch ungeheuren Eifer und Siegeswillen. Nach 20 Mi­nuten Feldspiel glichen die Marburger Kurhessen durch sehr placiert geschossenen Handelsmeter aus. Das entmutigte aber keinesfalls die Einheimischen. Immer wieder brachten sie das runde Leder in flachen Kombinationszügen vor des Gegners Hei­ligtum, bis dann Lang in der 31. Minute erfolgreich zum 2:1 einschoß. Bei diesem Stand blieb es bis zur Pause.

Nach Seitenwechsel verringerte sich das scharfe Tempo keinesfalls, galt es jetzt doch in der Haupt­sache für die Gauligamannschaft den Ausgleich und überdies den Sieg sicherzustellen. Was von ihnen in der 1. Spielhälfte nicht fertiggebracht wurde, sollte jetzt geschafft werden. Dies fing ja auch sehr verheißungsvoll für sie an, denn fast mit dem Wiederanstoß stand die Partie abermals remis. Jetzt gestaltete sich der Kampf noch schärfer, denn jede der beiden Mannschaften versuchte nun die Führung an sich zu reißen und in diesem heißen Ringen sah man den einheimischen Sturm etwas schußfreudiger. Die Marburger Stürmer zeigten

sich aber im Strafraum der Teutonen auch als recht gefährlich, nur wurde von ihnen mancher Ball über das Tor geschossen. Wieder war es dann der Halbrechte Lang der Teutonen, der eine schöne Kombination mit dem Erfolg Nr. 3 abschloß, und als gar der Rechtsaußen Jung einige Minuten später auf 4:2 erhöhte, wollte der Beifall der Zu­schauer nicht enden.

In der Kritik kommen sämtliche 22 Spieler gleich gut weg. Es tat ein jeder einzelne feine Schul­digkeit und kämpfte bis zum Aeußersten und dabei überdies sehr fair. Bei den Einheimischen muß man, nachdem sie unter dem harten Training von Herrn A. Zupan standen, ohne weiteres eine we­sentliche Verbesserung zugeben.

Dor diesem Ligaspiel lieferten sich die beiden Schülermannschaften vom VfB.-R. Gießen und Teu­tonia Watzenborn-Steinberg ein sehr schönes Spiel, Auch hier sah man ausgezeichnete Leistungen. Nach etwas Schußpech des einheimischen Sturmes endete das Spiel unentschieden mit 1:1. Halbzeitergeb- ni» 1:0 für Gießen.

Schulwettkcimpfe um den Kreiswimpel der Regierung.

Dieser Tage wurden in Laubach zum Abschluß der Wettkämpfe der hessischen Schulen im Bezirk Laubach auf dem Laubacher Sportplatz die Be­zirkssieger bekannt gegeben. Demnach waren fol­gende Erfolge zu verzeichnen:

20. A u g u st: 2. Gruppe Lardenbach, Alten­hain, Groß-Eichen und Sellnrod): Knaben: Sieger Groß-Eichen gegen Altenhain mit 88:30. Mädchen: Groß-Eichen gegen Lardenbach unentschieden.

21. August: Realschule Laubach gegen Volks­schule Laubach: Knaben: Sieger Realschule mit 66:26. Mädchen: Sieger Volksschule mit 8.0. 1. Gruppe (Freienfeen, Gonterskirchen, Rupperts­burg, Wetterfeld) Knaben: Sieger Freienseen gegen Ruppertsburg mit 49:32. Mädchen: Sieger Freien­seen gegen Gonterskirchen mit 5:2.

22. August: Entscheidungsspiel Groß-Eichen (Mädchen) gegen Lardenbach: Sieger Lardenbach mit 4:3. Entscheidungsspiel Freienseen gegen Lar­denbach: Mädchen: Sieger Freienseen mit 9:2. Entscheidungsspiel Groß-Eichen gegen Freienseen: Knaben: Sieger Groß-Eichen mit 6441.

Also wurden folgende Bezirkssieger festgestellt:

Knaben: 1. lllb und IV der Realschule Lau- bad); 2. Volksschule Groß-Eichen.

Mädchen: 1. 7. und 8. Schuljahr der Volks-