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Der Festplatz für das Saufest gewinnt Gestalt

Mldernng von Härten in der Krankenverficherung

nach

Weiterhin finden jeweils um 20.30 von den Stürmen

be­im

1000 Meter Querfeldeinläufe (mit Hindernissen) statt.

am 30. Juli, 1. und 2. August, Uhr, im Ni z z a (Gießen) 5/116, 45/116 und 8/116 die

Deutsche Arbeitsfront.

RS.-GemelnschaflKraft durch Freude". Bildung einer Laienspielschar.

Die NS.'GemeinschaftKraft durch Freude^

ebenso behandelt, als wenn sie keine solche Unter­stützung erhalten hätten. Sie brauchen sich also in Der Zeit des Unterstützungsbezugs nicht mehr frei­willig weiterzuversichern.

Die Novelle gewährt ferner eine erweiterte Fürsorge für Genesende. Die Kranken­kassen dürfen diese Leistungen, sowie auch vor­beugende Maßnahmen künftig auch dann bewilligen, wenn die Beiträge bereits 5 Prozent überschreiten. Nur dürfen sie innerhalb eines Jahres dem einzel­nen Versicherten nur höchstens für die Dauer eines Monats gewährt werden.

In der Begründung des Gesetzes weist das Reichsarbeitsministerium darauf hin, daß die ge­genwärtige finanzielle Lage der Krankenversiche­rung große und kostspielige Verbesserungen der Leistungen noch nicht gestatte. Die finanzielle Lei­stungsfähigkeit der Krankenkassen dürfe keinesfalls in Frage gestellt werden, weil hierdurch die Wirt­schafts- und Arbeitsbeschaffungspolitik der Reichs­regierung gestört werden würde. Man darf aber hieraus wohl den Schluß ziehen, daß bei einer fortschreitenden Besserung der Wirtschaftslage, die naturgemäß zu einer weiteren Steigerung der Bei­tragseinnahmen der Krankenversicherung führen wird, auch deren Leistungen erweitert werden sollen.

Oer kinderreiche Daier weilt in den Ferien.

Bist du auch der größte Sünder, alle Schuld, o Mensch, verblaßt, wenn du so an fünf, sechs Kinder, und noch mehr zu eigen hast. Weilst du gar dann in den Ferien, so verberge deine Pein, kocht das Blut in den Arterien: Aeußerlich heißts ruhig sein!

Laß sie laufen, laß sie rennen, und behalte deine Ruh.

Sie sind einmal da und können doch wahrhaftig nichts dazu! Sei gescheit und numeriere sie durch Bändchen an dem Ohr. Sieh, daß keines sich verliere, so was kam schon öfter vor!

Laß sie schmutzig sein, zerrissen, arg zerzaust, zerrupft, verweht. So was muß du vorher wissen. Jetzt, o Mensch, ist es zu spät! Toll mit ihnen dich jetzt täglich voller Ferienfreude aus.

Und noch ein: Wenn irgend möglich, bring sie wieder mit nach Haus!

Am Sonntag, 28. Juli, finden im Bereiche der Standarte 116 folgende Wettkämpfe statt:

Sturmbann 1/116.

(Obersturmführer Faulstich, Allendorf/Lda.)

Sturm 2/116 auf dem Schießstand in Mainz­lar, 6.30 Uhr, Kleinkaliberschießen.

Sturm 2/116, vormittags 10 Uhr, in Main- l a r 1000 Meter Hindernislauf.

Sturm 1/116, vormittags 6 Uhr in Allen­dorf/Lda. auf dem Schießstand Kleinkaliber­schießen und um 11 Uhr 1000-Meter-Hindernislauf.

Sturm 3/116, vormittags 6.30 Uhr, in Grün­de r a (Schießstand) Kleinkaliberschießen und um 14 Uhr 1000-Meter-Hindernislauf.

Sturm 4/116, vormittags 6.30 Uhr in Reis­kirchen (Schießstand) Kleinkaliberschießen und um 16 Uhr 1000-Meter-Hindernislauf.

Sturmbann 11/116.

(Obersturmführer Bender, Gießen.)

Sturm 6/116, vormittags 7.30 Uhr, in Großen- Linden, Leibesübungen.

Nachr.-Sturm, vormittags 5 Uhr, in Gießen (Mtv.-Sportplatz), Leibesübungen.

Sturmbann III/116.

(Obersturmbannführer Bender, Hungen.) Sturm 9/116, vormittags 6 Uhr, in Großen- B u s e ck (Schießstand) Kleinkaliberschießen.

Willy Reichert ein Name, der ein Begriff wurde, der Begriff des schwäbischen Humoristen. So wie der Name Rastellis unzertrennlich mit dem Jonglieren, der Name Caruso unzertrennlich mit Gesang verknüpft ist, so Reicherts Name als der Inbegriff schwäbischer Komik, einer Komik, deren erster Repräsentant er ist, einer Komik, die bisher keiner nachzuahmen verstand. Er wurde entdeckt im Feld, in einer Kneipe, an einem klapprigen Kla­vier. Nack Kriegsende, wer kannte ihn da? Nie­mand, selbst in seiner Vaterstadt Stuttgart nicht. Heute ist er der populärste Mann Württembergs. Der Willy nennt man ihn, und es ist nicht nötig, mehr als dos zu sagen: jeder weiß, wer gemeint ist. n ?? ®af>r: wer Reichert auf der Bühne sieht, sieht und liebt in ihm sein eigenes gutes ungelöstes Ich, das bei jedem Menschen, ach, so gerne gut, ent­spannt und freundlich sein möchte, nur bei den wenigsten so aus sich heraus kann wie bei ihm.

Am Samstag, 24. August, kommt Willy Rei- ti£rtju einem ganz großen Bunten Abend der NS. - GemeinschaftKraft durch Freude Gießen.

Seit etwa zehn lagen sind auf dem Trieb vor der Volkshalle viele Hände in eifriger Arbeit. Es gilt, den Festplatz für das Gaufest zu schaffen. Schon heute läßt sich sagen, daß der Platz, wenn alle not­wendigen Bauten aufgeführt sein werden, kaum mehr bekannt vorkommen wird.

Was der Platz bisher schon an Veränderungen über sich hat ergehen lassen müssen, läßt bereits die Großzügigkeit ahnen, mit der man am Werke ist. Der Sportplatz der Spieloereinigung 1900, der einen Teil des Festplatzes darstellt, hat sich bereits sehr verändert. Die Umzäunung wurde auf der Seite der Grünberger Straße entfernt, ferner wurden an der Eingangsseite des Platzes umfangreiche Bau­ten erstellt. Dor allem sind Auskleidehallen geschaffen worden. Die Hallen sind so geräumig, daß sie vielen Hunderten von Turnern und Sportlern eine, wenn auch einfache, so doch zweckmäßige Aus­kleidegelegenheit bieten. Ferner wurde ein besonde­rer Raum für die Sanitätswache geschaffen, der zentral im Festplatzgelände liegt und von allen Sei­ten gleich schnell zu erreichen ist.

Unweit der Dolkshalle wurde bereits ein großes und sehr stabiles Tanzpodium errichtet. Zwi° chen den beiden Hauptkampfstätten wird auf Dem breiten Weg, der am 1900er-Platz entlangführt,

gegenwärtig aus starken Balken eine 15 Meter lange Ehrentribüne geschaffen. Links und rechts neben der Ehrentribüne werden die Zu­schauerterrassen aufgeworfen.

Der Haupteingang zu dem völlig geschlosse­nen Festplatz wird zurzeit gebaut, und zwar zwi­schen der Dolkshalle und der Wartehalle der Straßenbahn. Ferner sind die Arbeiter jetzt damit beschäftigt, die ersten Dorbereitungen für den Aufbau eines großen Bierzeltes zu treffen, an das sich ein Wein- und Kaffeezelt anschließen wird. Diese beiden Zelte kommen un­mittelbar vor die Liebigshöhe und werden Tausen­den von Festbesuchern Raum bieten.

Die K a m p f st ä t t e n , auf denen die turneri­schen und sportlichen Wettbewerbe zum Austrag kommen werden, sind ebenfalls in Vorbereitung. Der Raum zwischen der Grünberger Straße und dem Sportplatz der Spielvereinigung wird zu die­sem Zweck unterteilt.

Die Arbeiten schreiten rüstig vorwärts, und es kann kein Zweifel darüber bestehen, daß sich am kommenden Freitag der Festplatz in der Form darbieten wird, in der man ihn für diese erste große Veranstaltung des Reichsbundes für Leibes­übungen erwarten darf.

Die Reichswettkämpfe -er SA am Sonntag, 28. Juli.

der Pfarrer Adolf Möhn zu Roßbach, Dekanat Selters (Westerwald), zum Pfarrer der Pfarrei Fleisbach, Dekanat Herborn, mit Wirkung vom 1. Juli 1935 ab;

der Pfarrer Alfred Naumann zu Ober-See- men, Dekanat Schotten, zum Pfarrer der zweiten Pfarrei Lich, Dekanat Hungen, mit Wirkung vom 1 Juli 1935 ab, und zwar auf Präsentation des Fürsten Reinhard zu Solms-Hohensolms-Lich zu Lich;

der Pfarroerwalter Pfarrer Ludwig Weisel zu Heuchelheim, Dekanat Gießen, zum Pfarrer dieser Pfarrei mit Wirkung vom 1. Juli 1935 ab;

der Missionar Wilfried Ostermeyer, zuletzt Anstaltsleiter in Graz (Steiermark), zum Pfarroer­walter der Pfarrei Melbach, Dekanat Hungen, mit Wirkung vom I.Juli 1935 ab;

der Pfarrvikar Hermann H e ck zu Worms, Deka­nat Worms, zum Verwalter der Pfarrassistenten- stelle Viernheim mit dem Wohnsitz in Lampertheim, Dekanat Zwingenberg, mit Wirkung vom 16. Juni 1935 ab;

der Pfarramtskandidat Fritz Reuter aus Frankfurt a. M. zum Pfarrverwalter der Pfarrei Niederwiefen, Dekanat Alzey, mit Wirkung vom 16. Juni 1935 ab;

der Pfarroerwalter Ernst Damerau zu Mel­bach, Dekanat Hungen, zum Verwalter der Pfarr- assistentenstelle Kirchberg-Lollar mit dem Sitz in Lollar, Dekanat Gießen, mit Wirkung vom 1. Juli 1935 ab;

der Pfarramtskandidat Hans B a r t h e l m ä aus Landau (Pfalz) zum Pfarroerwalter der Pfarrei Wehen, Dekanat Bad Schmalbach, mit Wirkung vom 16. Juni 1935 ab.

3n den Ruhestand verfehl wurden:

der Pfarrer und Dekan Wilhelm Martin zu Dienethal, Dekanat Nassau, auf seinen Antrag, mit Wirkung vom 1. August 1935 ab;

der Pfarrer Richard Endres zu Wirges, Deka­nat Selters (Westerwald), auf seinen Antrag, mit Wirkung vom 1. Oktober 1935 ab.

Briefkasten der Redaktion.

3. BL, Gießen. Wenden Sie sich persönlich oder schriftlich an die Ortsgruppe Gießen des Deutschen Luftsportverbandes (Oberregierungsrat Dr. S ch ö n- h a l s) Kreisamt, Landgraf-Philipp-Platz. In Deutschland gibt es 23 Universitäten, und zwar in Gießen, Marburg, Frankfurt a. M., Würzburg, Heidelberg, Tübingen, Freiburg i. Br., München, Erlangen, Breslau, Königsberg i. O., Greifswald, Rostock, Kiel, Hamburg, Berlin, Leipzig, Halle (Saale), Jena, Münster L Westf., Göttingen, Köln und Bonn.

Salat 5 bis 12, Salatgurken 10 bis 35, Einmach- gurfen 1,5 bis 5, Oberkohlrabi 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Suppengrün 5 bis 8, Radieschen, das Bund 8 bis 10 Pf.

*

** Fin an zamts Personalien. Steuersekre­tär Hans Schmitz beim Finanzamt Gießen wurde zum Steuerinspektor befördert. Die Steuersuper- numerare Drodt, Eigenbrod, Hippold und Ortmüller wurden nach bestandener Prüfung zu Steuerpraktikanten ernannt. Steuerpraktikant D r o d t wurde an das Finanzamt Bingen, Steuer­praktikant Hippold an das Finanzamt Alzey versetzt.

** Schulpersonalie. Uebertragen wurde dem Studienrat an der Aufbauschule in Friedberg Georg Thierolf eine Studienratsstelle an der Realschule zu Langen mit Wirkung vom Tage des Schulbeginns nach den Herbstferien.

** Erhöhung der Lehrzeit im Maler- und Weißbinderhandwerk. Die Hessische Handwerkskammer Darmstadt gibt bekannt, daß die vom Vorstand beschlossene Festsetzung der Dauer der Lehrzeit im Maler- und Weißbinderhandwerk von 3 auf 3H Jahre nach einer Entschließung des Herrn Reichs- und preußischen Wirtschaftsministers, mitgeteilt durch die Landesregierung Hessen, Ab­teilung III, ihre Genehmigung gefunden hat. Die Lehrzelterhohung tritt mit dem Tage ihrer Ver­öffentlichung in Kraft.

** Wiedersehensfeier der 4. Komp. Leibgarde Jnf.-Rgt. 115 und Ersatz- ?.° r<m a«t>1 nv ,.^m 7- unb 8. September fin­det im Mathildenhorsaal der alten Garnisonstadt ,-ln Kotzes Treffen aller Angehöri­gen der ehemaligen 4. Kompanie und ihrer Ersatz- Formationen statt. Selbstverständlich gilt diese Feier and) für tue ®amerabßn bes ehemaligen Regiments- stabs unb ber Regimentsmusik, sowie für bie ehe­maligen Oekonomie-Hanbwerker, bie bekanntlich ber 4; Kompanie angehört haben. Es find baher alle starncraben, bie in ber 4. Kompanie gebient ober ihr wahrend des Weltkrieges angehört haben, mit ihren Familienangehörigen zu dieser Feier herzlich ein- gefaben. deiner darf fehlen. Der Veranstaltungs- Au-jchuß hat ferne Mühe gescheut, die Wiedersehens-

feier so zu gestalten, daß sie jedem Teilnehmer eine bleibende Erinnerung sein wird. Da die Anschriften nicht alle bekannt sind, werden die Kameraden ge­beten, ihre Meldung zur Teilnahme sofort an Ka- merab Heinrich Bechtolb, Darmstabt, Heinrich- Fuhr-Straße 7, abzugeben.

Schützt die Fledermäuse!

Wenn bie Dämmerung hereinbricht, kommt die Fledermaus zum Vorschein. Lautlos in flatterndem Fluge eilt sie dahin. Das mag wohl dazu beige­tragen haben, baß diese Tiere törichten Menschen unheimlich Vorkommen und man ihnen allerlei Un­heilvolles nachsagt. So sollen sie Speck und Frisch abnagen, ja sie sollen sogar schlafenden Säuglingen das Blut abzapfen. Das sind alles Ammenmärchen, denn unsere einheimischen Fledermäuse, sowohl bie gemeine Ohrenflebermaus, als auch bie große unb bie kleine Hufeisennase finb äußerst nützliche Tiere. Unzählig viele Insekten, sogar Maikäfer unb große Nachtschwärmer, erlegen sie auf ihren nächtlichen Jagden. Daburch werben sie zu wichtigen Kampf­genossen der Menschen gegen Schädlinge von Pflan­zungen unb Obstgärten, wie Engerlinge, Raupen unb anbercm Ungeziefer.

Dorbilblich ist bie Tat einer rheinischen Gemeinde, die in richtiger Erkenntnis der großen Nützlichkeit ber Flebermäuse einen alten baufälligen Turm stehen ließ, weil dieser ein Hauptunterschlupfplatz der Fledermäuse war.

Amtsgericht Gießen.

Ein Müller war wegen Vergehens gegen die Verordnung zur Ordnung ber Getreibewirtschast vom 14. 7.1934 angeklagt. In ber gestrigen Sitzung würbe seine Schuld einwanbfrei nachgewiesen. Er würbe zu einer Gelbstrafe von 50 Mark evtl, zehn Tagen Gefängnis sowie in bie Kosten verurteilt.

Ein Mäbchen war wegen Unterschlagung ver­einnahmter Gelber in Höhe von 200 bis 300 Mark angeklagt. In ber gestrigen Hauptverhanblung würbe nach Vernehmung ber Zeugen wohl bie Schuld ber Angeklagten, jedoch bie Höhe ber unter­schlagenen Gelber nicht einwanbfrei nachgewiesen. Die Staatsanwaltschaft beantragte eine Gefängnis­strafe von zwei Monaten. Die Entscheibung würbe auf eine Woche ausgesetzt.

Der jübische Viehhänbler Hermann Golb- s ch m i b t aus Langenselbolb erhielt burch Strafbe­fehl wegen Betretens eines Eisenbahnviehwagens ohne Beisein bes Veterinärbeamten eine Geldstrafe von 30 Mark evtl, sechs Tage Haft. Im Termin war er nicht erschienen, sein Einspruch wurde ver­worfen.

Der jüdische Pferdehändler Julius Strauß aus Nidda wurde wegen Uebertretung des Reichsvieh­seuchengesetzes (Transport eines Pferdes von Blei- chenbach nach Gießen ohne ordnungsmäßigen Be­gleitschein) durch Strafbefehl zu 20 Mark, evtl, vier Tage Haft, verurteilt. Er hatte gegen den Straf­befehl Einspruch erhoben. In der gestrigen Haupt- Verhandlung wurde die Schuld des Angeklagten einwandfrei nachgewiesen. Er wurde mit Rücksicht darauf, daß festgestelltermaßen in letzter Zeit die viehseuchenpolizeilichen Vorschriften besonders stark übertreten werden, in eine Geldstrafe von 30 Mark, evtl, sechs Tage Haft, einschließlich der Kosten, ver­urteilt.

Ein Mann aus Allendors (Lahn) hatte im Früh­jahr widerrechtlich das Grundstück eines anderen Mannes befahren. Durch Strafbefehl erhielt er eine Geldstrafe von drei Mark, evtl, ein Tag Haft. Gegen diesen Strafbefehl erhob er Einspruch mit der Begründung, daß er als Täter nicht in Frage komme. Durch die gestrige Beweisaufnahme konnte bas Gericht ben Angaben des Beschuldigten Nicht folgen und erkannte auf die im Strafbefehl festgeleqte Strafe. Die Kosten des Verfahrens wurden ihm auferlegt.

Kircke und Schule.

Evangelisch-kirchlicheDieustnachrichien.

(Ernannt wurden:

ber Pfarrer Dr. Abolf W e n b e l zu Ober-Brei- benbach zum Dekan des Dekanats Alsfeld mit Wir­kung vom 1. Juli 1935 ab;

der Pfarrer Ludwig C h a n t r e zu Flonheim Zum Dekan des Dekanats Alzey mit Wirkung vom 16. Juni 1935 ab;

Da sich bie Lage ber Krankenkassen infolge ber Zunahme der Beschäftigten wesentlich gebessert hat, ist es auch roieber möglich, Härten, bie bie bis­herigen Bestimmungen enthielten, zu beseitigen unb ben Versicherten Mehrleistungen zukommen zu las­en. Durch bas Gesetz über bie Wochenhilfe unb Genesenbenfürsorge vom 28. Juni 1935 finb wieberum zwei Erleichterungen geschaffen worben, bie manchen Krankenversicherten eine ver­mehrte Fürsorge sichern bürsten.

Die erste Erleichterung erstreckt sich auf die Wochenhilfe unb Familienwochen- h il s e. Nach ben bisherigen Bestimmungen müssen bie Versicherten, um in ben Genuß ber Wochenhilfe zu kommen, minbestens 10 bzw. 6 Monate kranken­versichert sein. Das ergab Härten für biejenigen Versicherten, bie in ben letzten 2 (bzw. 1) Jahren vor der Niederkunft längere Zeit von der öffentlichen Fürsorge Unterstützung bezogen haben, denn diese Zeit wurde auf die Karenzzeit nicht in Anrechnung gebracht. Die erwähnte Gesetzesnovelle bestimmt nun, daß bie Zeit bes Bezugs öffentlicher Unter- tützung bei ber Berechnung ber 1 ober 2 Jahre, in benen die Versicherung gelaufen sein muß, fortan nicht in Ansatz kommt. Die Versicherten, die öffent­liche Unterstützung erhalten Haden, werden also künftig bezüglich des Anrechts auf Wochenhilfe

schäftKraft durch Freude" Gießen, Schanzenstr. 18, zu melden.

Wochenendfahrt in das schöne Oberhessen.

Die NS.'GemeinschaftKraft burch Freube" fährt am Sonntag, 4. August, eine Wochenendfahrt In bas schöne Oberhessen. Die Fahrt geht in Gießen ab 6 Uhr über Laubach nach Schotten, von bort nach Gebern, von Gedern nach Hirzenhain. In Hirzenhain machen wir eine kleine Rast, gehen über ben Berg nach dem Stauweiher Hillersbach, etwa 30 Minuten Weg, wo wir lagern unb haben können. Am Hillersbach finb wir gegen 9.30 Uhr. Die Fahrt geht bann gegen 11 Uhr weiter nach Or­tenberg, wo im GasthausZur Post" Mittagessen um 12.30 Uhr eingenommen wirb. Nach bem Mit­tagessen machen wir einen Spaziergang burch Orten« berg unb Umgebung. Wir behaupten nicht zuviel, wenn wir sagen, baß Ortenberg eines ber schönsten Stäbtchen in Oberhessen ist. Gegen 15 Uhr geht bie Fahrt weiter nach Bab Salzhausen, wo wir im Kurhaus unter schattigen Bäumen ben Abenb ver­bringen werben.

Der Fahrpreis mit Mittagessen unb Nachmittags­kaffee beträgt 4,50 Mark pro Person.

Weiterhin veranstalten wir am 4. August eine Omnibusfahrt nach Königstein im Taunus. Der Fahrpreis beträgt mit Mittagessen 4 Mark.

Großer Bunter Abend mit Willy Reichert.

Sturm 10/116, vormittags 6 Uhr in Stein­bach (Schießplatz) Kleinkaliberschießen.

Sturm 11/116, vormittags 6 Uhr in Hungen (Schießstand) Kleinkaliberschießen.

Sturm 12/116, vormittags 6 Uhr in L i ch (Schieß­stand) Kleinkaliberschießen.

PL-Sturmbann IV/116. - (Obersturmführer Höbet, Gießen.)

Die Stürme 15/116 unb 16/116 haben sich zur Durchführung ihrer Leistungsübungen eine deson- bers schöne Aufgabe gestellt. Am Sonntagfrüh 7 Uhr werben biese Stürme an ber Lahn, zwischen Lahnbrücke unb Müllerscher Babeanstalt, mittels Fähre übersetzen (nach ber Pulvermühle) unb von bort einen Steg über bie Lahn bauen, währenb ein Sturm ben Absperrungsbienst versieht.

Besonbers bie letztere Hebung wirb von ber Lahn­brücke aus gut zu sehen sein unb viele Zuschauer anlocken.

Ausmachung fort,was glauben Sie denn, das ist Tausendgüldenkraut! Das Kraut schenke ich Ihnen noch, aber auf bie tausenb Gulben müssen Sie mir schon herausgeben." Mit humorvollem Ernst hielt sie mir entgegen:Recht gern, wenn Sie mir eine Finanzkasse nennen, bie Tausenbgulbenkraut in Steuerausaleich nimmt!" Da waren wir auf ber harten Wirklichkeit aufgeftohen. Ich zahlte mit gängigem Metallgelb, überreichte ihr bie Blume, unb lachenb schieben wir. R. B.

Studenten und Rundfunk.

Das Presseamt bes NSDStB. Gießen teilt uns folgenben Ausruf mit:

Kameraden!

Der Nationalsozialistische Deutsche Stubentenbunb ruft alle am Rundfunk interessierten Studenten der Hoch- und Fachschule zu aktiver Mitarbeit an der Gestaltung des

deutschen Volksfunks

auf. Zur Sammlung aller hierfür einsatzbereiten studentischen Kräfte veranstaltet ber NSDStB. in Zusammenarbeit mit dem Reichsoerdand Deutscher Rundfunkteilnehmer (RDR.) und dem Deutschen Funktechnischen Verband (DFTV.) einen

Schulungslehrgang in Berlin

vom 7. bis 15. August 1935. Hier sollt Ihr in einem Lager in allen kulturellen, technischen und organisatorischen Fragen des Rundfunks geschult werden, um dann praktisch während der

Rundfunkausstellung 1935

vom 16. bis 2 5. August in ber Halle II beim Volkssenber eingesetzt zu werben. Jeber kann nach feiner Begabung sprecherische, gesangliche ober musi­kalische Leistungen zum Vortrag bringen. Die ftünft- lerischen Kräfte, bie sich bei biefen Darbietungen bewähren, finb für eine weitere Mitarbeit am Rundfunk in Aussicht genommen.

Kameraden ans werk!

Die Meldungen zur Teilnahme an dem Schu­lungslager sind bis wm 2. August unter Beifügung des Nachweises arischer Abstammung (Mitglieds­buch bes NSDStB. ober Stubentenkarte) zu rich­ten an bie (Bauleitung Groß-Berlin ber NSDAP., Amt NSD.-Stubentenbunb, Abt. Schulung, Ber­lin N 24, Oranienburger Straße Nr. 6063.

Fahrlkoslen, Unterkunft und Verpflegung werden vom 7. bis zum 25. August bezahlt!

Daten für den 27. Juli.

1916: Der Anthropologe Johannes Ranke in Solln bei München gestorben (1836 geboren); 1924: Der italienische Musiker Ferrucio Busoni in Berlin gestorben (1868 geboren).

Daten für den 28. Juli.

1742: Der Friede zu Berlin beendet ben 1. Schle- ischen Krieg. 1750: Johann Sebastian Bach in Leipzig gest. (geb. 1685). 1842: Der Dichter Cle­mens Brentano in Aschaffenburg gest. (geb. 1778). 1914: Oesterreich erklärt Serbien ben Krieg.

Daten für den 29. Juli.

1856: ber Komponist Robert Schumann in En- benich bei Bonn gestorben (1810 geboren). 1883: Der italienische Ministerpräsibent Benito Mussolini in Prebappio bei Forli (Romagna) geboren; 1890: ber Maler Vincent van Gogh in Auver für Dife gestorben (1853 geboren). 1921: Abolf Hit­ler übernimmt bie Führung ber NSDAP.

Bornotizen.

r 77, Tageskalenber für Samstag: Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Ehestreit".

, 77. T°ge skale nder für Sonntag: Licht- p'elhaus, Bahnhofstraße:Ehestreit". Waldes- lust: Tanz im Freien.

Gießener Wochenmarktpreise.

* G i e ß e n, 27. Juli. Auf bem heutigen Wochen­markte kosteten: Molkereibutter, bas Pfunb 1,50 bis ik5\£anb?uücr 1'40 bis 1,42 Mk., Matte 20 bis ?' rA??.5 Stück 5 bis 10, Eier (inlänbische) 10 . V'(grün), bas Pfunb 15 bis 20, Weih-

1i°Rbtd?5^^0tfraut 18 bis 22, gelbe Rüben 1°.bi.5 * * **5'Ruben 10 bis 15, Spinat 18 bis 20, Romifchkohl 6 bis 10, Bohnen (grün) 20 bis 25, ÄrÄÄ0 ,bi8 25, Erbsen 20 bi- 25,Tomaten 30 bis 45, Zwiebeln 15 bis 18, Rhabarber 8 bis 10, Kartoffeln (neue) 7 bis 8, ber Zentner 5 80 bis 6 Mark, Pfirsiche 40 bis 60, Himbeeren 50 bis 60, ?^??^^Kirschen 40 bis 50, Heibelbeeren 40 bis 45, Stachelbeeren 20 bis 30, Johannesbeeren 20 bis 25 Pflaumen 45 bis 58, Mirabellen 50 junge 15?a^n!n 0'00 bis 1 Mark, Suppenhühner 80, Tau­ben, das Stuck 50 bis 60, Blumenkohl 10 bis 80,

abfichtigt eine Laienspielschar aufzustellen, bie Laufe bes Winters bei verschiebenen Kreisveranstal- hingen gutes Laienspiel zur Aufführung bringt. Volksgenossen, bie Lust, Liebe unb Talent mit­bringen, werben gebeten, sich bei ber NS.-Gernein-