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Deutsche Arbeitsfront

Oberheffen

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Evangelischen Frauenhilfe statt. Welch' anstaltete großes Interesse der evangelischen Fvauenhilife ent- Kam er

adschaftsabend in der hiesigen Turn-

K Nidda, 25. März. Zu einem Schulungs­kurs unter Leitung von Musiklehrer Blaß (®f- ßen) hatten sich am Samstagnachmittag 33 ei)or = leiter imGambrinus", dahier, eingefunden. Die

eines Personenautos, die allerdings keine modernen Stromlinienbauart hatten, aber immerhin als alte Kaliber auch jetzt noch flott ihre Straße fuhren und die Schausteller-Wohnwagen mit allem Drum und Dran hinter sich Herzogen. Der Motor hat sich also auch hier ein neues Feld erobert.

** Unfälle. Der 21jährige Arbeiter Gottfried Heß, Kaiserallee 109, zog sich am Montag schwere Brandwunden im Gesicht zu und mußte in die Klinik gebracht werden. Der 49 Jahre alte Metz­ger Moritz Meyer erlitt bei einem Motorrad­unfall eine Gehirnerschütterung, sowie Verletzungen an den Beinen und im Gesicht, so daß er zur ärzt­lichen Behandlung in die Klinik gebracht werden mußte.

Das hauswirischastliche Anlernjahr

Eine Abschlußprüfung.

sucher begeistert ein. Die Darbietungsfolge gab Ein­blick in die vielseitige turnersche Betätigung im Verein. Dankbar wurden die Vorführungen ausge­nommen, auch der Musikkapelle, dje sich unter Lei­tung des Vereinsmitgliedes Karl Degen zur Ver­fügung gestellt hatte, wurde für ihre guten Dar- bietungen reicher Beifall gespendet. Der beachtliche Erlös, der durch ein niedriges Eintrittsgeld erzielt wurde, wird restlos dem Winterhilfswerk zugeführt.

Garbenteich, 25. März. Am Sonntagabend fand in der Wirtschaft Steub der Schlußabend der

Amtsgericht Gießen.

Der 22jährige K. M. aus $). wurde am 21. Jan. von der Derkehrskontrolle mit seinem Motorrad ohne Führerschein angetroffen, als er durch Lang- Göns fuhr. Er wurde durch Strafbefehl zu 2 0 Mark Geldstrafe, eventuell vier Tagen Ge­fängnis, verurteilt. Dagegen legte der Angeklagte Einspruch ein. In der gestrigen Hauptverhandlung versuchte sich der Angeklagte durch allerlei Un­wahrheiten als schuldlos hinzustellen. Das Gericht erhöhte daher die im Strafbefehl ausgesprochene Strafe auf 30 Mark. Dem Angeklagten fallen, da er verurteilt ist, außerdem die Kosten des Ver­fahrens zur Last.

Schluffe aussprechen.

D Großen-Buseck,26. März. Am Sonntag, Okuli, 24. März, hielt Missionar Ruff von der Basler Mission in den Gemeinden Großen- Buseck und Oppenrod abends in den Kirchen Vor­träge über seine Wirksamkeit in China. Der Red­ner, der 16 Jahre in China auf schwerem und ver­antwortungsvollem Posten treu ausgehalten hat, verstand es ausgezeichnet, in lebendigen, anschau­lichen und zu Herzen gehenden Ausführungen sei­nen zahlreichen, aufmerksam lauschenden Zuhörern ein klares Bild von Missionspflicht und Missions­treue zu geben. In Großen-Buseck verschönten Kir­chenchor und Posaunenchor durch ihre Mitwirkung die eindrucksvolle Feierstunde. Möchte in den beiden Kirchengemeinden auch weiterhin die Missionsliebe und -treue segensreiche Früchte bringen!

+ Grünberg, 25. März. Am Sonntag ver- r' "! der Sturmbann 1/116 einen

Halle. Nach dem Fahneneinmarsch eröffnete Sturm­bannführer F a u l st i ch (Allendvrf a. d. Lda.) mit einer Ansprache den Abend; anschließend folgte eine Heldenehrung. Standartenführer Lutter sprach dann über Ausgaben und Pflichten der SA. Er nahm hierauf die Verteilung des SA.-Sportabzei- chens vor; über 100 SA.-Männer erhielten das Abzeichen. Der zweite Teil des Abends trug heiteren Charakter. Sturm 2 (Mainzlar) brachte ein lustiges Theaterstück aus dem Soldatenleben, das großen Beifall fand. Eine Turnrieae unter Leitung von SA.-Mann Leinweber (Treis a. d. Lda.) zeigte gute turnerische Leistungen am Barren und Pferd sowie im Bodenturnen. SA.-Männer vom Sturm 3 (Grünberg) unter Leitung von SA.-Mann S e i b trugen verschiedene Chöre vor Der starke Musikzug des Sturmbannes unter Leitung von SA.-Mann Deines (Daubringen) verschönte den Abend durch flott gespielte Musikstücke. Ein Lob gebührt auch noch den drei Grünberger SA.-Männern Noll, Philipp und Wenzel, die den zweiten Teil des Abends in Form einer heiteren Funkreportage aufgezogen hatten und mit ihren lustigen Ansagen, Gedichten und witzigen Plaudereien wesentlich zum Gelingen des Abends beitrugen. Der größte Teil des Sturmbannes, der sich auf die Orte des Lumda­tales verteilt, wurde nach Schluß des Abends kurz nach Mitternacht mit einem Sonderzug heimbefördert.

./. Lich, 26. März. Der am 16. Februar kom­missarisch zum 1.Wehrführer der hiesigen Frei­willigen Feuerwehr ernannte Schuhmacher­meister Christian Zimmer ist vom Kreisamt Gießen in seinem Amt bestätigt und vereidigt wor­den. Der Wehrführer hat die diesjährigen Hebun­gen der Freiwilligen Feuerwehr und der Pflicht­feuerwehr auf die folgenden Tage festgesetzt: 7. April, 15.30 Uhr; 28. April, 7.00 Uhr; 12. Mai, 6.30 Uhr für die Freiwillige Feuerwehr; 2. Juni, 15 Uhr, für die Freiwillige und die Pflichtfeuer­wehr; 23. Juni, 6.00 Uhr, für die Pflichtfeuerwehr: 7. Juli, 15 Uhr, für die Freiwillige Feuerwehr; 24. August, 19.30 Uhr, für die Pflichtfeuerwehr: 8. September, 15.30 Uhr, für die Freiw. Feuer­wehr; 20. Oktober, 15.15 Uhr, für die Freiwillige und die Pflichtfeuerwehr.

+ Lich, 26. März. Am Sonntag fand auch in unserer Stadt das Opfer schießen zugun­sten des Winterhilfswerkes statt. Auf

gegengebracht wird, zeigte der überfüllte Saal. In seinem Begrüßungswort wies Pfarrer Steiner (Hausen) auf die inneren Verbindungslinien zwi­schen dem Wollen der Frauenhilfen und dem Wol­len des Staates hin, nämlich durch Dienst anein­ander zur wahren Volksgemeinschaft zu kommen. Seine Worte endeten mit einem Sieg-Heil auf den Führer. Die beiden Theaterstücke, die zur Auf­führung kamen, fanden eine aufmerksame Zuhörer­schaft. Alle Spielenden wurden ihrer oft nicht leich­ten Rollen durchaus gerecht. Auch Duette und ein Terzett fanden wohlverdienten Beifall. Der Chor der Frauenhilfe sang schlichte Volksweisen und brachte in diesen schlicht-schön gesungenen Volks­weisen deutsche Art besonders schön zum Ausdruck. Die Kaffeepause trug ihren Teil dazu bei, um eine recht gemütliche Stimmung zu wecken. Eine Samm­lung für das Winterhilfswerk ergab den stattlichen Betrag von 14 Mark. Die Frauenhilfe ergänzte den Betrag auf 20 Mark, die der Ortsgruppe Garben­teich ausgehändigt werden konnte. Im Schlußwort kam der Dank zu>m Ausdruck an all die, die sich um das Zustandekommen des Abends mit ihren ganzen Kräften und in selbstloser Hingabe gemüht hatten.

Hausen, 25. März Am vergangenen Sams- tag veranstaltete der evangelische Frauen- chor Hausen einen Familienabend in der Wirt­schaft Dörr. Der Abend war sehr gut besucht, der Saal war überfüllt. Der Chor umrahmte die Ver­anstaltung mit seinen schönen Liedern, die klanglich sehr fein zum Vortrag kamen. Der Dirigent des Vereins, Finanzsekretär Sommer, kann auf fei­nen Erfolg stolz sein. In seiner Begrüßungsan­sprache wies Pfarrer Steiner darauf hin, daß gerade die kirchlichen Chöre mit dazu berufen seien, die Kirche in das Volk hineinzutragen und die Kräfte des Christentums für Volk und Staat nutz­bar zu machen. Im Mittelpunkt des ersten Teiles des Abends stand ein Lichtbildervortrag von Pfar­rer Steiner, der an Hand der Lichtbilder über eine Orientreise erzählte, die er vor Jahren gemacht hat. Besonders eingehend erzählte er über das Wun­derland Aegypten. Im zweiten Teil des Abends wurde ein ernstes Theaterstück aufgeführt, das er­greifende Wirkung hinterließ. Die Theaterspieler zeigten bestes Können, ja zum Teil schauspielerische Begabung. Spät war es geworden, als man sich trennte. 'Altbürgermeister Happel konnte den Dank für einen wirklich wohlgelungenen Abend am

Die Reichsgemeinschaft der deutschen Hausfrauen bemüht sich seit geraumer Zeit mit gutem Erfolg um die Unterbringung von schulentlassenen Mädchen in Haushalten zum Zweck der Anlernung in prak­tischer Hauswirtschaft. Auch in Gießen wurden entsprechende Schritte eingeleitet, und es gelang m Zusammenarbeit mit dem hiesigen Arbeitsamt, etwa 25 Mädchen in Familien der Stadt und des Kreises Gießen zum sog. h a u s w i r t s ch a f t l l ch e n Anlernjahr" unterzubringen. Es handelt' sich in der Hauptsache um Mädchen, die einen Beruf noch nicht ergriffen bzw. noch keine Lehrstelle hatten und die zur Gewinnung einer Grundlage im Haus- wirtschaftlichen in den Kreis der Familie emgesuhrt werden sollen. Der Erfolg dieser Arbeit blieb, wie | man sich gestern abend überzeugen konnte, nicht aus.

In der Mädchenberufsschule (Kirchstraße) fanden sich die Mädchen ein, die nunmehr ein hauswirt- schaftliches Anlernjahr hinter sich haben und das Gelernte unter Beweis stellen wollten. Neben den Mädchen waren zu der Abschlußfeier auch jene Frauen erschienen, die die Mädchen in ihre Haus­halte aufgenommen hatten. Im Lause des Nach­mittags beschäftigten sich die Mädchen zunächst wah­rend eines Zeitraumes von IV4 Stunde mit Flick­arbeiten und zeigten hier ihr Können. Die Ergeb­nisse waren sehr befriedigend. Anschließend wurde in der Küche gearbeitet, wo die Prüflinge ohne jede besondere Anleitung völlig selbständig irgendein Gericht herzustellen hatten. Die Mädchen beredeten u. a. Salate, Kartoffelpuffer, Koteletts und Deutsche Beefsteaks, es wurden Salate angerichtet, Süßspeisen gekocht, Heringe in Tunken verarbeitet und in schone appetitanregende Formen gebracht. Die Ergebnisse

NS.-GemeinschastKraft durch Freude".

Neunte Synfonie. Nächste Probe Freitag, 29. März, 20.15 Uhr großer Hörsaal der Universität nur für Damen, also Sopran und Alt.

Urlaubsfahrten mitKraft durch Freud e". Wir bitten alle, die in diesem Jahre eine Ferienfahrt mitKraft durch Freude" machen wol­len, nach Möglichkeit schon jetzt die Einteilung für ihre Ferien zu treffen und auf dem Anmeldeformu­lar, das sich am Schlüsse unserer Jahresprogramme befindet, sich möglichst innerhalb der nächsten 14 Tage voranzumelden. Wir müssen schon jetzt wegen des zu erwartenden großen Andranges die Eintei­lung der Züge treffen können.

Sonderzug zum Fußballspiel Spa- n i e n Deutschland am 12. Mai nach Köln. Die Teilnehmerzahl von 500 ist erreicht. Es können keine Meldungen mehr angenommen wer­den. Anmeldungen für den Sonderzug nach Heidel­berg am 5. Mai können noch aufgegeben werden.

Gastspiel des Schumanntheaters Frankfurt mit der NS.-Gemeinschaft Kraft durch Freude" am 6. April in der Dolkshalle. Es ist schon längst bekannt, daß der Gau Hessen-Nassau die besten Programme zusammenstellt. Neuerdings wartet man uns sogar mit einem Spitzenprogramm des Schumanntheaters in Frankfurt auf.Zehn Glanznummern des inter­nationalen Varietös^ heißt es in der Vorankündi­gung, die das Schumanntheater uns gibt. Und das Groß-Varietä ist wirklich in einer bunten Mischung von Kunst und Artistik der verschiedensten Arten vertreten. Von der Tänzerin bis zum Schleuderbrett- Akrobaten alles große und erstklassige Nummern, die im Schumanntheater schon einen riesigen Erfolg erlebt haben. Da gibt es drei Jongleure, Parterre- Akrobaten, Schleuderbrett-Akrobaten,die Fliegenden Menschen", ein Trio auf Hochrädern, zwei entzüc­kende Tänzerinnen und Tom Jersey, den Mann mit den Wunderhänden, der an seiner Filmleinwand ein kleines Stück Geschichte zeigt. Auch der Humor ist vertreten: In Peter Piet, dem berühmten Rund­funkkomiker, der im vergangenen Monat einen rie­sigen Erfolg in der Berliner Scala erlebte, und die herrlichen Musikal-Clowns Carlo und Fredano. Das ganze Programm wird angesagt und gehalten von dem beliebten Ansager Teddy Heinz. Es ließ sich noch vieles von den einzelnen Nummern des Programms sagen. Aber warum so viel verraten: Man komme und schaue selbst und lasse sich diesen Abend unter keinen Umständen entgehen.

Erste Gehilfen-Pflichlprufung für Rechtsanwalts- und Notariatslehrlinge im April 1935.

Die Deutsche Arbeitsfront, Abteilung des Amtes für Berufserziehung, Gau Hessen-Nassau, Sitz beim Rhein-Mainischen Industrie- und Handelstag, hat zufolge der zwischen der Reichsrechtsanwaltskam­mer und der Deutschen Arbeitsfront geschlossenen Vereinbarung im Rhein- Mainischen Wirtschaftsge­biet 9 örtliche Prüfungsausschüsse für die Gehilfen­prüfung der Rechtsanwalts- und Notariatslehr­linge gebildet. Die örtlichen Prüfungsausschüsse un­terstehen dem ständigen Prüfungsausschuß der Ab­teilung des Amtes für Berufserziehung, Gau Hes­sen-Nassau.

Nach der Prüfungsordnung haben im gesamten Rhein-Mainischen Wirtschaftsgebiet alle arischen männlichen und weiblichen Rechtsanwalts- und No­tariatslehrlinge, die in der Zeit vom 1. 7. 34 bis 30. 6. 35 die Lehre beendet haben oder noch be­enden, die Prüfung abzulegen.

Zweck der Prüfung ist, wie es in der Prüfungs­ordnung heißt,die Feststellung der in der Lehre erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten, sowie der Nachweis einer auf die Volksgemeinschaft ausge­richteten Allgemeinbildung, die den Lehrling be­fähigt, als Gehilfe eines Rechtsanwalts und Notars tätig zu fein". Es ist nicht der Sinn dieser Prü­fung, eine Auslese der Besten und Begabtesten vor­zunehmen. Die Prüfung soll den Beruf vielmehr vor völlig ungeeignetem Nachwuchs bewahren und da­her eine Feststellung des Mindestwissens und der Mindestleistung ermöglichen.

Der Bezirk des örtlichen Prüfungsausschusses Gießen umfaßt die Amtsgerichtsbezirke: Alsfeld, Altenstadt, Bad-Nauheim, Büdingen, Butzbach, Friedberg, Gießen, Grünberg, Herbstein, Homberg, Laubach, Lauterbach, Nidda, Ortenberg, Schlitz, Schotten und Ulrichstein.

Alle auslernenden Lehrlinge bei Notaren und Rechtsanwälten, die bei diesen Amtsgerichten zuge­lassen sind, müssen dem örtlichen Prüfungsaus­schuß Gießen gemeldet werden. Die Anmeldun­gen sind in der Zeit vom 28. März bis 4. April an das Amt für Berufser­ziehung in der DAF., Gießen,Lvny- st r a h e 18, zu richten.

Die Vordrucke für die Anmeldung und die Be­scheinigung über den Ausbildungsgang können dort angefordert werden. Mit der Anmeldung ist die Prüfungsgebühr von 3 Mark einzuzahlen.

<£ Alsfeld, 26. März. Das Frankfurter Künstlertheater für Rhein und Main gastierte auf Veranlassung der hiesigen Ortsgruppe der NS.-Kulturgemeinde im großen Saal des Deutschen Hauses" mit dem SchauspielDie Heim­kehr des Matthias Bruck" von Sigmund Graff. Das wertvolle, von großer dichterischer Kraft erfüllte Drama erfuhr durch die Frankfurter Künstler eine ausgezeichnete Wiedergabe, die auf die leider nicht ehr zahlreichen Zuschauer von stärkstem Eindruck Dar.

# Ober-Ohmen, 26. März. Nachdem vor einiger Zeit die Straßenarbeiten bei Rup­pertenrod ihren Anfang nahmen, ist nunmehr mit der Anlegung von R a u h b a h n e n und K u r- oenerroeiterung auch auf der übrigen Länge der Strecke begonnen worden. Die Arbeiten wer­den von Maurermeister Otto Rühl- Ober-Ohmen ausgeführt und wurden von Ermenrod aus im Zuge der Straße Richtung Ruppertenrod begonnen. Dadurch hat eine weitere Anzahl Arbeiter Beschäf­tigung gefunden. Die Gemeinde Ober-Ohmen läßt als Notstandsarbeit wieder, wie im Vorjahre, eine Strecke Feldwege ausbauen, wo­durch gleichfalls Arbeitsmöglichkeit geschaffen ist. Dieser Tage fand hier die zweite Holzverstei- gerung aus den Gemeindewaldungen statt. Die Versteigerung wurde an Ort und Stelle abgehal­ten. Es handelte sich vornehmlich um Holzanfall aus Windbruch. Fichtenknüppel notierten je nach Qualität von 2 bis 5 Mark je Raummeter. Fich­tenstämme lagen durchweg über der Taxe, doch war meist nur Interesse für gängiges Bauholz vor­handen, während schwere Schnittfichten weniger gesucht waren. Eichenstämme und Tannenstamm­holz wurden restlos abgesetzt. Fichtenschichthaufen, sechs Raummeter, erzielten bis zu 16 Mark.

£ Groß-Felda, 26. März. Am Samstag fand in derTraube" ein Volksbildungs­abend statt. Pg. Geißer hielt einen Vortrag überGedenktage im Februar und März". Dis Ausführungen waren umrahmt von Darbietungen des Gesangvereins, Vortrag von Gedichten, Liedern und Sprechchören. Großes Interesse findet hier die neue Kaninchenfarm. Eine Wiese ist ein­gezäunt worden und mit Obstbäumen und Fichten

>em Schießstand der hiesigen Schützengesell- ch a f t wurde das Schießen außerordentlich gut besucht. Geschossen wurde Kleinkaliber, Großkal'ber und Wehrmannsbüchse. Es gelangten recht ansehn­liche Preise zur Verteilung, darunter ein Ehren­diplom des Deutschen Schützenbundes, drei Ehren­diplome des Gaues Hessen-Nassau, 10 weitere D'plome und verschiedene Geldpreise. Dem Winter­hilfswerk konnte als Reinertrag der Betrag von 26,30 Mark zugeführt werden. Als Sieger gingen aus dem Opferschießen hervor: Kleinkaüber (50 Meter): 1. Dr. HermannOtto Erbprinz zu Solms-Hohensolms-Lich, 55 Ringe; 2. Adam Friedrich, 53 Ringe; 3. H. Schäfer, 53 Ringe; 4. M. Metzger, 53 Ringe; 5. E. Lübke, 53 Ringe; 6. Heinrich Tertor, 52 Ringe; 7. Willy Hahn, 52 Ringe. 8. Karl Müller. 52 Ringe. Wehrmannbüchse (100 Meter): 1. Dr. Hermann Otto Erbprinz zu Solms- Hohensolms-Lich, 34 Ringe; 2. Christian Rau, 34 Ringe. Scheibenbüchse (100 Meter): 1. Julius Ihring, 31 Ringe.

= Lich, 24. März. Freund Adebar traf ge­stern nachmittag auch in unserer Stadt wieder ein und nahm von seinem alten Stammsitz auf der Marien st iftskirche wieder Besitz.

Kreis Bübingen.

theoretischen Besprechungen wurden am Sonntag­vormittag fortgesetzt. An die von den Mitgliedern der Männergesangvereine Borsdorf, Nidda und Wallernhausen am Sonntagnachmittag vorgetrage­nen ChöreLied der Bauleute" undDeutschland, heiliger Name" knüpfte der Leiter Aufklärungen technischer Art, denen man mit gespannter Aufmerk­samkeit folgte.

Kreis Schotten.

8 U l r i ch st e i n, 26. März. Das Konzert, das der hiesige SA. - Musikzug am Sonntagabend zugunsten des WHW. im Saale des früheren Wehr­sportlagers veranstaltete, war ziemlich gut besucht. Der Ortsgruppenamtsleiter der NSV., Pg. Groß, eröffnete mit einer Begrüßungsansprache den Abend. Die Kapelle wartete mit einem reichhaltigen Pro­gramm auf, das in feinen schwierigen Teilen eine sichere Einübung und ein gutes Zusammenwirken erkennen ließ. Aber auch die leichteren Stücke fan­den viel Beifall, der nicht zuletzt dem Dirigenten W. Daupert aus Ulrichstein galt, hat er es doch

Einsturz zweier Scheunen.

00 Klein-Linden, 26. März. Hier stürz­ten die Scheunen zweier Landwirte in der Wetzlarer Straße e i n. Die starken Oststürme Anfang voriger Woche hatten das alte, zum Teil morsche Dachgebälk der zu eines etwa 20 Meter langen Doppelscheune zusammengebauten Einzel- scheunen dermaßen erschüttert, daß der Einsturz erfolgte. Während in der einen Scheune nur das Dachgebälk umgelegt wurde, so daß der Inhaber wenigstens feine Vorräte herausholen kann, stürzte in der andern, älteren Scheune das Dachgeschoß tief in das stehengebliebene Mauerwerk hinein und begrub die Erntevorräte unter sich. Glücklicherweise erlitt niemand beim Einsturz Schaden; wenige Minuten vor dem Zusammensturz war in der älteren Scheune noch gearbeitet worden.

Landkreis Gießen.

* Klein-Linden, 26.März. Am Sonntag fand die erste diesjährige Wanderuna des Turnvereins Klein-Linden unter Leitung des Wanderwarts Ernst Weigel statt. Eine statt­liche Schar Wanderlustiger stellte sich im Turner­heim ein, die sich dann trotz einiger Regenschauer nicht davon abhalten ließ, den gefaßten Plan durch­zuführen. Durch den Bergwerkswald und den Schif- fenberger Wald erreichte man die Waldeslust. So­dann konnte man in den Wiesen vor Wieseck das vor wenigen Tagen aus dem Süden zurückgekehrte Storchenpaar beobachten. Der Weg führte weiter über Wieseck zum Hangelstein, wo die erste Rast gemacht wurde. Hier konnte Wanderwart Weigel auf einige in der hiesigen Gegend recht seltene Pflanzen aufmerksam machen. Don dort aus erreich­ten die Wanderer über Daubringen das eigentliche Ziel: Staufenberg. Eine gute Fernsicht lohnte den weiten Weg. Nach längerer Mittagsrast, während der die jüngeren Turnerinnen durch ihre schonen Volkstänze und Spiele erfreuten, marschierte man nach Lollar, um von dort aus mit der Bahn nach Gießen zurück^ufahren. In Klein-Linden trennte man sich am Turnerheim. Die schönen Erlebnisse der Wanderung werden allen Teilnehmern in bester Erinnerung bleiben.

y Großen-Linden, 25. März. Gestern fand in der Turnhalle ein Bühnenschauturnen des hiesigen Turnvereins zugunsten des Winter­hilfswerkes statt. Etwa 80 Mitwirkende hatten sich zur Verfügung gestellt. Vereinsführer Dr. Rö­mer wies in feiner Begrüßungsansprache auf die hohe Bedeutung dieser Veranstaltung hin, die auf Anregung der Deutschen Turnerschaft abgehalten würde. In seinGut Heil!" auf Führer, Vater­land und Deutsche Turnerschaft stimmten alle Be°

dieser Tätigkeit wurden auf schön gedeckten Tischen zur Ausstellung gebracht und dann zum angenehmen Abschluß aller Mühe von den Mädchen gegessen.

Hierauf fand in einem schön geschmückten Schul­raum eine kleine Abschlußfeier statt, die durch den Vortrag eines Liedes (von einer Jungmädelgruppe gesungen) und' einiger kurzer Rezitationen einge- leitet wurde. Im Auftrag der Reichsgemeinschaft der deutschen Hausfrauen sprach sodann Frau Dr. Neumann (Wiesbaden) und umriß in klarer Weise den Sinn und den Zweck dieses hauswirt­schaftlichen Anlernjahres, das den Mädchen Ge­legenheit geben soll, mit der praktischen Hauswirt­schaft vertraut und im Hinblick auf den eigentlichen Beruf der Frau in ihr selbständig zu werden. Das Anlernjahr solle allerdings nur als Grundlage für einen weiteren Aufbau hauswirtschaftlicher Kennt­nisse betrachtet werden. Die Rednerin dankte allen Hausfrauen, die sich der Mädchen in dieser schönen Form angenommen hatten, und gab der allgemeinen Befriedigung über die gute Haltung der Mäochen innerhalb der Familien Ausdruck. Schließlich wies die Rednerin noch auf die große Verantwortung hin, die die deutsche Hausfrau in einer Zeit, in der man nicht aus dem Vollen wirtschaften könne, der Volksgemeinschaft gegenüber zu tragen habe. Nach­dem die Jungmädelgruppe ein Lied gesungen hatte, sprach Frau Rektorin Weitzel noch kurz zu den Frauen, dankte ihnen für ihre Bereitwilligkeit und bat, auch fernerhin dieser begonnenen Arbeit hilf­reich zur Seite zu stehen. Mit der Ausgabe der Bescheinigungen über die Ableistung des hauswirt- schaftlichen Anlernjahres und mit dreifachemSieg- Heil!" auf den Führer Adolf Hitler klang die kleine, würdige Feier aus.

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verstanden, in verhältnismäßig kurzer Zeit aus den in mehreren Orten wohnenden Musikern einen ein­heitlichen Musikzug zu schaffen. Ein ansehnlicher Betrag konnte dem Winterhilfswerk zugeführt werden.

§ Ulfa, 25. März. Unter Anteilnahme der ge­samten Gemeinde wurde gestern hier der 52jährige Lehrer Ludwig Magnus, gebürtig aus Großen- Linden bei Gießen, zu Grabe getragen. SA^ Krieger- und Turnverein gab dem Dahingeschiede­nen das letzte Geleite. In eindrucksvoller Rede wür­digte der Ürtsgeistliche die Verdienste des Verstor­benen als Lehrer der Kleinen, als Mitglied des Kirchenvorstandes und schilderte sein Leben als Familienvater, als Freund und Mensch, stets hilfs­bereit, freundlich und gut. Im Auftrage des Kreis- fchulamtes legte Berufsschullehrer Hitz- Schotten einen Kranz am Grabe nieder, für den Kreis­lehrerverein sprach Ober-Reallehrer I. Buß- Schotten, für Gemeinde und Kirchenvorstand Bür­germeister Gg. Hofmann, für die NSDAP. Orts­gruppenführer Doll, für die NSV. der Gastwirt Hch. Lotz, für Schule und Lehrerschaft Lehrer Schönheit. Außerdem brachten letzte Blumen« grüße der Turnverein, die Bezugs- und Absatz- Genossenschaft und die Kinder der drei Schulklassen. Lehrer Magnus kam im Jahre 1901 als junger Schulverwalter nach Ulfa, war dann nur wenige Jahre in Sellnrod tätig und wurde 1908 in Ulfa als Lehrer angestellt. Hier war er nicht nur ein tüchtiger Erzieher der Jugend, sondern er nahm beratend und mitarbeitend an allen .Angelegenheiten der Bürgerschaft den regsten Anteil, so daß fein allzufrüher Heimgang lebhaft bedauert wird.

krels Alsfeld.

I Alsfeld, 26.März. Das Deutsche Rote Kreuz hatte am Samstagabend im großen Saale desDeutschen Hauses" einen Werbe- und U n terhaltungsabend veranstaltet, der außer­ordentlich stark besucht war. Der kommissarische Kreisdirektor Dr. Lotz, der die Erschienenen herz­lich begrüßte, sprach über die Arbeit und die Ziele der segensreichen Einrichtung des Roten Kreuzes. Ein sorgfältig vorbereitetes, sehr abwechslungsreiches Programm wickelte sich in flotter, bunter- Folge ab. Lebende Bilder, Schattenbilder und Chorgesänge, um die sich die Freiwillige Sanitätskolonne, die Hitlerjugend und die Frauenschaft verdient machten, wechselten mit Musikvorträgen der hiesigen Grup­penkapelle des Freiwilligen Arbeitsdienstes und Vivlinvvrträgen einheimischer Künstler ab. Die Kaffee- und Kuchenbude, die auch allerlei Süßig­keiten feilbot, erfreute sich lebhaften Zuspruchs und half neben der Verlosung an dem schönen Rein­gewinn mit, den der Abend der guten Sache zu- führen konnte.