übersieht mit einem Blick, welche Werke über einen bestimmten Gegenstand verfügbar sind. Die in- und ausländische Dissertationenflut ist so groß, daß wir uns 1911 genötigt sahen, dafür einen besonderen Zettelkatalog in kleinerem Format anzulegen.
Aus dem Katalog aelangen wir durch eine eiserne Doppeltür in das vierte Geschoß des Bücher« Hauses. Die einzelnen Geschosse haben eine lichte Höhe von nur 2,30 Meter, so daß man ohne Leitern die Bucher erreichen kann, die auf modernen, mit der Eisenkonstruktion verbundenen, leicht verstell« baren Regalen stehen. Die ganze linke Hälfte des untersten Geschosses nehmen die seit 1885 erschienenen Dissertationen und Schulprogramme ein! An der Ostwand stehen in jedem Stock in tiefen Ge« stellen die Großfolio-Bände, seltene, vielfach Hand« kolorierte naturwissenschaftliche Tafelwerke, alte At« lauten, Publikationen archäologischer Ausgrabungen, Tafeln zur Paläographie usw. Besonders wertvoll und reichhaltig sind unsere Bestände an Biographien und Briefwechseln, an Werken über Universitäts- und Studentenwesen, und die durch eine Stiftung des Pfarrers Leydhecker 1907 ins Leben gerufenen Abteilungen „Äeußere und Innere Mission"; die hessische Geschichte und die Volkskunde erfreuen sich besonderer Pflege. Jum wertvollsten Besitz der Bibliothek gehören natürlich die großen Zeltschris- tenreihen, sie gehen in die Tausende! Auch die Zeitungen werden gebunden, und der Besucher wird staunen, wenn ich mit ihm ins 8. (Dach-) Geschoß hinaufsteige und ihm hier die Entwicklung der Zeitungen vom „Gießer Wochenblatt" von 1750 in kleinstem Quartformat bis zum heutigen „Gießener Anzeiger" oder gar zum Riesenformat des „Völkischen Beobachters" demonstriere. Hier oben stehen üorigens auch etwa 20- bis 30.000 Dubletten, die wir anderen deutschen und ausländischen Bibliotheken und der Reichstauschstelle zum Tausch anbieten und die so auch wieder zur Vermehrung unserer Bestände dienen. Sie stammen meistens aus den großen und kleinen Geschenken und Vermächtnissen, die unsere Bibliothek zu allen Zeiten, besonders aber auch in den letzten Jahren in reichem Maße erhalten hat. Ohne Dubletten und noch nicht katalogisierte Schenkungen besah die Bibliothek am 1. April 1935 im ganzen 447 303 Bände und außerdem 263 980 Dissertationen und Programmabhandlungen. Der Wert dieser Büchermasse ist nicht abzuschätzen Mit den großen Staats«, Landes- und Universitätsbibliotheken kann sich unsere Anstalt natürlich nicht messen, aber sie ist immerhin größer als die benachbarte Marburger Universitätsbibliothek, größer auch z. B. als die von Greifswald und Münster oder als die Landesbibliotheken von Kassel und Karlsruhe.
Auf leicht fahr- und drehbaren Wagen werden die Bücher vom Fach geholt und mittelst eines elektrischen Aufzugs ins vierte Geschoß gebracht und von da in die Ausleihe und den Lesesaal gefahren. Folgen wir einem solchen Wagen in den auf der Keplerstrahe-Seite gelegenen Ausleihesaal. Da werden die Bücher für oie Benutzer bereitgelegt. Die vor 10 Uhr bestellten Werke können in den Ausleihestunden von 11 bis 15 Uhr abgeholt werden. In dieser Zeit herrscht hier ein lebhafter Betrieb, ein ständiges Kommen und Gehen der Entleiher, die nach Ausstellung von Quittungen ihre Bücher mitnehmen oder die benutzten zurückbringen. Auch Richt-Unioersitätsangehörige sind in großer Zahl darunter, die, gegen eine Leihgebühr von 10 Pf. für den Band oder nach Lösung einer Leihkarte zu 1,50 Mark fürs Halbjahr, sich hier geistige Nahrung holen. Einen Begriff von der Arbeit, die in der Ausleihe geleistet wird, mögen ein paar Zahlen aus der Statistik für 1934/35 geben. Von den 37'300 Bestellzetteln konnten 73 v. H. durch Verabfolgung der bestellten Werke erledigt we.rden, nur etwa 13 v. H. der bestellten Bücher waren nicht vorhanden, 14 v. H. waren zur Zeit ausgeliehen oder nicht verfügbar, d. h. beim Buchbinder oder vermißt. An Benutzer aus Gießen und der nächsten Umgebung wurden 38 000 Bände verliehen, im Lesesaal, außer den dort aufgestellten Werken, 2500 Bücher und 12 Handschriften benutzt. Von auswärts besorgten wir 2176 Bücher, 154 Handschriften und 12 Urkunden; nach auswärts sandten wir 7216 Bücher und 12 Handschriften! Bei Entleihungen aus anderen Bibliotheken in dem vom Reich geordneten Leihverkehr wird nur eine Gebühr von 15 Pf. für den Band erhoben. An hessische Benutzer senden wir die Bücher ohne Berechnung von,Porto und Verpackung. Die Leihfrist beträgt vier Wochen.
Die Bibliothek hat immer mit sehr bescheidenen Mitteln auskommen müssen*. Auf die Beschaffung von Prachtwerken und auf kostbare Einbände hat sie verzichten müssen. Trotzdem ist unter einer Der«
* Im Jahre 1934/35 hatten wir einen Zuwachs von 12 481 bibliographischen Bänden, davon waren 3058 durch Kauf, 3691 durch Tausch, 141 als Pflichtexemplare erworben, 5591 waren Geschenke. Dazu kamen noch 9882 Dissertationen und Universitätsschriften. Im Etat für 1935 sind 32 675 Mark für Bücheranschaffung und 11500 Mark für das Binden vorgesehen.
antwortungsbewußten, sparsamen Leitung Großes geleistet worden. Das Zentralinstitut der Universität genügt jedenfalls allen billigen Anforderungen, die für Forschung und Lehre an es gestellt werden. Die Pflege der Volksbildungs- und der Unterhaltungsliteratur ist nicht ihre Aufgabe. Aber gern stehen wir mit unseren Bücherschätzen und mit Rat und Tat auch weiteren Kreisen der Bevölkerung zur Verfügung.
In einigen aus der Bücherei Otto Jahns stammenden Werken unserer Bibliothek befindet sich das schöne Exlibris Ludwig Richters: Putten pflücken die köstlichen Früchte in einem dichtbelaubten Baum, darunter die Unterschrift: Inter f o l i a f r u c t u s. In der Tat, in einem guten Buch ist ein Schatz verborgen. Die Schätze zu heben, die die vielen guten Bücher in Deutschland bergen, dazu ruft „Die Woche des Buches" auf. H. H.
Kurzer Besuch
in der Oeffentlichen Dücherhatte.
Seit dem Jahre 1898 besteht in Gießen eine öffentliche Bücherhalle, eine Bücherausleihe, die jedermann zur Verfügung steht. Diese Bibliothek umfaßt nicht weniger denn etwa 10 000 Bände, die es dem Leser ermöglichen, reichste Auswahl zu
treffen. Aus allen Gebieten des Wissen ist Literatur in den Regalen vorzufinden. In welchem Ausmaß davon Gebrauch gemacht wird, läßt die Tatsache erkennen, daß monatlich nicht weniger denn etwa 1500 Bücher ausgeliehen werden.
Es ist interessant, sich einmal mit der Verwalterin der Bibliothek zu unterhalten. Da hört man denn, daß einen großen Teil der Leserschaft b&r öffentlichen Bücherhalle die Frauen darstellen, die sich insbesondere und gerne mit der unterhaltenden Literatur beschäftigen. Selbstverständlich gehen auch viele männliche Besucher aus und ein, die ihr Interesse besonders den Werken der nationalsozialistischen Bewegung, ferner der Kriegs- und der Reiseliteratur zuwenden. Weniger in Anspruch genommen werden die Lücherschätze wissenschaftlicher Art, die in der Bücherei auch sehr reichhaltig vor- Aufinben sind. Die öffentliche Bücherhalle, die in der Hauptsache vom Lesehallen-Verein, einer durchaus gemeinnützigen Vereinigung getragen ist, hat in den vergangenen Jahren ständig und zielbewußt Einstellungen neu erschienener Werke oorgenom- men, so daß sie auch durchaus zeitgemäße Literatur zu bieten vermag. Sicherlich wird der „Tag des Buches" manchen Gießener Volksgenossen auch auf das Torhäuschen an der Neuen Bäue aufmerksam machen.
Wirtschaft.
Wochenbericht
.vom Frankfurter Produktenmarkt.
Anaesicbts der weiteren Bestellung der Felder und infolge der Berguna der Hackfruchternte seitens der Landwirtschaft hält sich das Angebot an B r o t f r u ch t in recht engen Grenzen. Trotzdem bleiben die Anlieferungen, insbesondere von Weizen, gut ausreichend.
Das Roggenangebot ist dagegen nicht so stark, doch wird in nächster Zeit mit größeren Anlieferungen gerechnet. Etwas Aufnahme bekunden ausschließlich nur die Landmühlen. Frei verfügbares Brotgetreide ist nicht mehr so umfangreich wie früher angeboten.
Am Futtergetreidemarkt blieb vor allem Futtergerste sehr gesucht, während Angebot auch in dieser Woche völlig fehlte, so daß der Bedarf in keiner Hinsicht gedeckt werden konnte. Das Haferangebot war zwar auch recht knapp, doch ist hierfür die Nachfrage weniger dringend, so daß teilweise die Nachfrage einigermaßen befriedigt werden konnte. Zumeist versorgte sich der Handel mit dem allerdings etwas teueren ostdeutschen Hafer. Hafer zu Jndustriezwecken war nicht angeboren.
Am Futtermittelmarkt beginnt sich der Kleiemarkt letzt in' der vorgezeichneten Richtung zu entwickeln und der dringendste Bedarf wurde durch einige Posten von den oberrheinischen Mühlen befriedigt. Dagegen bleibt frei verfügbares Angebot an den Großmärkten aus. In ölhaltigen Futtermitteln sind nunmehr die Oktober- Zuteilungen erfolgt, außerdem standen kleine Mengen von Zucker- und Steffenschnitzel zur Verfügung. Treber sind nicht angeboten. In Mischfuttermitteln war das Geschäft lebhafter, nachdem größere Menaen mit einem entsprechend hohen Gehalt an Oelkuchen angeboten wurden. Für Nachmehle besteht nach wie vor nur sehr geringes Interesse.
Am Rauhfuttermarkt liegt Stroh etwas ruhiger, während für Heu der Preis auf 8,00 (7,50 bis 8,00) RM. je 100 Kilogramm angezogen hat.
Das Mehlgefchäft blieb auf die Deckung des laufenden Bedarfes beschränkt. Gefragt sind die Weizemehlsorten I—III und bei Roggenmehl die Type 815.
Oie Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:
1210: Bevorzugung belgischer Erzeugnisse und Arbeitskräfte bei Ausschreibungen In Belgien.
1211: Bekanntmachung KP 48 der Ueberwachungs- stelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise.
♦ Preisfestsetzung für Speifezwie - beln. Wie der Zeitungsdienst des Reichsnährstandes mitteilt, hat die HV. der Deutschen Garten- und Weinbauwirtschaft für Speisezwiebeln (Güteklasse A gemischt) einen Preis von 4,45 RM. je 50 kg frei jeder deutschen Station festgesetzt. Um diese Preisfestsetzung auch für den Verbraucher wirksam werden zu lassen, wird zusammen mit dem Reichskom- missar für die Preisüberwachung ein Kleinverkaufspreis für Speisezwiebeln von 7 Rpf. je Pfund als angemessen erachtet. Höhere Forderungen sind ungerechtfertigt.
Nhein-Mainische Börse.
Ittiftagsbörfe freundlich.
Frankfurt a. M., 25. Okt. Die Börse hatte bei weiterhin sehr kleinen Umsätzen eine freundliche
Grundtendenz. Die Kursentwickkung am Aktienmarkt war anfangs etwas uneinheitlich, doch ergaben sich gegen den Vortag nur geringfügige Veränderungen. Aufträge der Kundschaft lagen kaum vor, wodurch auch die Kulisse in ihrer Zurückhaltung verharrte, zumal nennenswerte Anregungen nicht vorlagen. IG. Farben eröffneten mit 147,25 (147,40), erhöhten sich bann auf 147,75. Rütgers- werke liehen 0,25 v. H. nach. Das Angebot in Scheibeanstalt hat nachgelassen, auf dem ermäßigten Stand zeigte sich Kaufinteresse. Zunächst nannte man sie mit 222—223 nach 220 Brief gestern abend und 24 amtlich gestern mittag. Montanwerte lagen uneinheitlich bei Abweichungen von 0,25—0,50 v. H. nach beiden Richtungen. Von Kaliwerten verloren Aschersleben 2 v. H. Elektroaktien setzten zumeist et- mas niedriger ein, Siemens lagen mit 166,50 unverändert. Im einzelnen eröffneten Deutsche Linoleum 0,10 v. H., Deutscher Eisenhandel 0,50 v. H. und Reichsbank 0,50 v. H. leichter, dagegen Zellstoff Waldhof 1 v. H. und Südd. Zucker 0,25 o. H. höher. Nach den ersten Notierungen zeigten sich Ansätze zu einer leichten Befestigung.
Der Rentenmarkt lag freundlich. Gefragt blieben Reichsaltbesitz mit 112,70—113 (112,60), Kommunal-Umschuldung und Zinsvergütungsscheine lagen etwas behauptet, dagegen gingen spätere Reichs- schuldbuchforderungen etwas zurück auf 97,13 (97,40). Von Auslandsrenten erhöhten sich Ungarn Gold auf 9,65 (9,50), 4proz. Rumänen lagen mit 4,90 unverändert.
Der Verlauf war farblos. Die nach den ersten Notierungen z. T. eingetretenen Erhöhungen von etwa 0,25 vermochten sich angesichts der starken Geschäftsstille kaum zu behaupten. Etwas fester lagen. Schiffahrtsaktien, Hapag 16,50 (16), Nordd. Lloyd 17,90 (17,50). Etwas niedriger notierten Moenus Maschinen mit 80 (81), auch Daimler gaben 0,25 nach. Scheideanstalt kamen schließlich mit 223 zur Notiz, gaben aber gleich danach auf 221 nach.
Am Rentenmarkt blieben Altbesitz nicht ganz behauptet, im übrigen herrschte Geschäftsstille. Pfandbriefe und Stadtanleihen lagen meist unverändert, etwas fester einige Liquidationspfandbriefe sowie 4,50 v. H. Stabt Mainz mit 91,40 (91). Ausländsanleihen lagen später sehr still, Ungarn konnten sich nicht ganz behaupten. Tagesgeld unverändert 2,75 v. H.
Abendbörse behauptet.
Die Abendbörse entbehrte jeder Anregung und nahm auf allen Marktgebieten einen außerordentlich stillen Verlauf. Die Kurse lagen im Vergleich zum Berliner Schluß behauptet, soweit Veränderungen eintraten, hielten sie sich in engsten Grenzen. Scheideanstalt konnten sich um 2 v. H. auf 223 erholen. Am Rentenmarkt blieb die Haltung freundlich, nennenswerte Umsätze fanden aber ebenfalls nicht statt. Von Reichsanleihen fanden 4 v. H. von 1934 zu 98 und 5 v. H. von 1927 zu 100,40 etwas Nachfrage. Altbesitzanleihe des Reiches blieben mit 112,90 ebenfalls unverändert. Der Auslandsrentenmarkt lag still, etwas höher notierten 4 v. H. Schweizer Bundesbahn mit 190,50 (190).
U. a. notierten: Altbesitz 112,90, 4 v. H. Reichsanleihe von 1934 98, 5 v. H. do. von 1927 100,40, 6 v. H. Stahlverein 102,50, IG. Farben-Bonds 121,75, Reichsbahn-Vorzugsaktien 122,75, 4 v. H. Rumänen 4,90, 4 v. H. Schweizer Bundesbahn 190,50, Adca 75, Commerzbank 85,25, DD.-Bank 85,50, Dresdner Bank 85,50, Harpener 110,50, Mannesmann 82,75, Rheinstahl 105,13, Stahlverein 80,40, AKU. 55,50, Dekula 140,75, Bemberg
104,65, Scheideanstalt 223, Licht & Kraft 129,50, IG. Farben 146,75, Goldschmidt 104,50, Holzmann 89, Jynghans 82,50, RWE. 121, Schuckert 117,50.
Frankfurter Obst- und Gemüsemackt.
Frankfurt a. M-, 25. Okt. Das Angebot am Gemüsemarkt blieb sehr stark, besonders von Karotten, Spinat und Wirsing. Nach unbefriedigendem Geschäft verblieben in Spinat und Karotten Ueberstände. Für Zwiebeln haben sich die Preise etwas erhöht, für Feldsalat und Rosenkohl gaben sie etwas nach, im übrigen blieben sie unverändert. 11. a. notierten: Blumenkohl 10 bis 40, Eskarol 4 bis 8, Feldsalat 20 bis 30, Gewürze! gr. Bdl. 25 bis 40, Karotten 4 bis 5, gelbe Kartoffeln 3.30 bis 3.50, Kohlrabi, ober, 3 bis 5, do. unter 5 bis 6, Kopfsalat 3 bis 10, Lauch 2 bis 5, Meerrettich 35 bis 40, Pfifferlinge 45 bis 50, Steinpilze 35 bis 40, Rettich 4 bis 10, Römischkohl 5, Rosenkohl
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Deine Empfindung für die Volksgemeinschaft, Deutscher, findet im 7VHD. ihren lebendigen
Ausdruck.
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18 bis 22, Rote Rüben 4 bis 5, Rotkraut 4,5 bis 6, Sellerie je nach Größe 5 bis 28, Spinat 4 bis 6, Schwarzwurzeln 18 bis 22, Tomaten I 12 bis 15, II 6 bis 10, Haus-Tomaten 20 bis 24, Weißkraut. 3,5 bis 4, Wirsing 3 bis 6, Weiße Rüben 5 bis 8, Zwiebeln 6.
Der O b st m a r k t hatte gute Zufuhren von ^Aepfeln, sehr stark blieben sie aus dem Bodenseegebiet. Birnen waren ausreichend angeboten. Nach ausgesuchten Aepfeln und Birnen war die Nachfrage gut, dagegen sind geringere Früchte weiterhin schwer verkäuflich. Preise gegen die Notierungen vom Dienstag nahezu unverändert. Ausländische Trauben sind stark angeboten und finden nur schleppenden Absatz. U. a. notierten: Aepfel I 20 bis 25, II 14 bis 18, Wirtschaftsäpfel 10 bis 14, Edel I 22 bis 25, II 18 bis 20. Goldparmänen I 22 bis 25, II 18 bis 20, Boskop I 20 bis 25, II 16 bis 18, Anhalter 15 bis 18, Schafnase 10 bis 14, Landsberger 22 bis 25, Jugoslawen 16 bis 24, Birnen I 20 bis 25, II 14 bis 18, Kochbirnen 6 bis 10, Dr. Diehls Butterbirne 14 bis 20, 23ereih Dechant I 20 bis 25, Clairgeau I 20 bis 22, Charneu I 22 bis 25, Mollebusch I 18 bis 20, II 14 bis 17, Pastoren 12 bis 15, Quitten 25 bis 28, Trauben 13 bis 14, holl. 35 bis 40, ital. 16 bis 20, span. 23, bulgar. 17 bis 22, Walnüsse 40, Zitronen 5 bis 6 (Stück). Die Preise verstehen sich als Graßhandelsoerkaufspreise an hen Kleinhandel in Mark und gelten, soweit nichts anderes angegeben, für 100 Pfund, 100 Stück oder 100 Bündel.
Frankfurter vuttermarkt.
Frankfurt a. M., 25. Okt. Die Zufuhren an frischer deutscher Butter blieben auch in dieser Woche recht knapp, so daß weiterhin eine Verteilung vorgenommen werden muß. Die Reichsstelle gab einige Posten sibirische und lettische Butter ab, holländische war in ganz geringen Mengen vorhanden. Der Verkauf an den Kleinhandel und von da an den Konsum blieb naturgemäß sehr flott. Es notierten in RM, pro 50 Kilogramm frei Frankfurt a. M. (Großhandelsverkaufspreise an den Kleinhandel): Deutsche Markenbutter 145—148, feine Molkereibutter 143—145, Molkereibutter 142, Holländ. Butter 145—148. Die Anfangspreise verstehen sich für Butter im Faß, während der End- ureis den Zuschlag für ausgeformte Stücke dar- stellt.
Frankfurter Liermarkt.
Frankfurt a. M., 25. Okt. Die Lage am Eiermarkt ist weiter fest. Die Anlieferungen an deutschen Frischeiern haben eine weitere Abnahme erfahren. Die Deckung des Bedarfes, der infolge der etwas knappen Fleischmengen > zur Zeit sehr lebhaft ist, erfolgte daher weiterhin meist mit den guten Kühlhauseiern, verschiedentlich auch mit frischen Eiern vorn Balkan und aus Holland. Trotz des bevorstehenden Mönat-^ndes blieb das Geschäft im Kleinhandel sehr lebhaft. Es notierten in Pfennig je Stück frei Frankfurt a. M. (Großhandelsverkaufs- nreife an den Kleinhandel): Deutsche Markeneier (Frischware) S 12^—12%, A 11^—11^, B 10X bis 11, C 93/< —10, D 9V4. Holländer S 12V« bis 12V2, A IIV2—ll3/4, B 103/4—11, C 93/4—10. Bulgaren 93/4—103/4. Deutsche Markeneier (Kühlhausware) S 11—W/4, A IOV4—IOV2, B 97s—93/4, C 9—974, D 8V2—83/4.
Schweinemarkt in Homberg.
= Homberg, 24. Okt. Der Schweinemarkt gelegentlich des Kalten Marktes war mit 436 Ferkeln befahren. Man bezahlte pro Stück für sechs bis acht Wochen alte Tiere 16 bis 20 Mark, acht bis zehn Wochen alte Tiere 18 bis 25 Mark und zehn bis zwölf Wochen alte Ferkel 20 bis 28 Mark. Obwohl der Markt stark besucht war, war der Handel schleppend, so daß geringer Uebexstand verblieb.
Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskoni 4 0 H., Lombardztnsfuß 5 v H.
Frankfurt a.31.
Berlin
Frankfurt a M
^Berlin
Frankfurt a. M
Leriln
Schlußkurs
Schluß!. Abendbörse
Schluß- kurs
Schlußt. Mittag»
L börse
Schlußkurs
Schluvk. Abendbörse
Schluß- kurs
Schlußk. Mittagbörse
Schluß, kurs
Schlußk. Abend- börse
Schluß- kurs
SWIußk. Mittag- börse
Oatum
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 6yz% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
Auslos.-Rechten .............
47,% Deutsche Reichspostschatzan- Weisungen von 1934, I.......
24-10.
100,13
98
102,13
112,6
100
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96
100,4
91
112,75
96,25
100,5
100,75
97
97
107,3
27
9,5
9,13
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10,25
25.10.
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9,65
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24-10.
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107,3
28
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9,55
9,45
9,5 10,25
25-10.
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98
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28,6
1,5
9,7
9,5
9,8
10,5
Datum
4% vesgl. Serie II ...........
24-10.
6
8,5
4,9
38,5
16
17,5
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111
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87,4 140,75 109,75
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118
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101,75 104,25
110,25
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160 125,75
90
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25-10.
5,75
4,9
38,9
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17,75
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174,5
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93
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85
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36,9 140,9
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129 122,25 118,75 167,25 130,75
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Datum
Wrmälelhpr fRprnfimi _ . . e
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93,4
143 79,75 24,4 297,5
156
28,25
210,65
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4^%Rumän.vereinh.Rentev.i913 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2%% Anatolier ...............
Kokswerke.................5 -
Phönix Bergbau.............0 —
Rheinische Braunkohlen ..... 12 216
Rheinstabl ................ 8% 105,75
Vereinigre Stahlwerke........ 0 81,5
Otavi 'Minen ............... 0 19,13
Kaliwerke Aschersleben........5 130,5
Hamburg-AmerUa-Paket 0 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd ......... o
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 5 Commerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und DiSconto-
Gesellschaft................0
Dresdner Bank..............0
Reichsbank ..... 12
41.®.®......................o
Bekula.................... 10
Elektr. LieferungSgelellschast... 5 Licht und Kraft .......... 6%
Felten & Guilleaume......... 0
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5
Rheinische Elektrizität ........5
Rhein. Wests. Elektr..........6
Schuckert L Co......... 4
Siemens S Halske............ 7
Lahmeyer L To........ 7
•% ehern.8% Hess. Bolk'sstaat 1929
(rückzahlb. 102%) ............
<y«% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........
Kaliwerke Salzdetfurth.....
9. G. Farben-Industri«.......7
Scheideanftalt...............9
Goldschmidt ......... 0
Rütgerswerke............... 4
SRetaöflefellI(fioft............. 4
Philipp Holz mann ......... 0
Zementwerk Heidelberg ......9
(fernentroerf Karlstadt......... 4
Schultheis Patzenhoser ....... 4
Atu (Allgemeine Kunstseide) .. 0
Bemberg................... 0
Zellstoff Waldhof....... 0
Zellstoff Aschaffenburg .......0
Dessauer Gas ........ 7
Daimler Motoren 0
-
147,4
105,75 113,5 105,4
89,5
115,75
130
55,5
105,5
110,5
79
94
143,65
24,5
294
156,75
28,75
90
210,5
V/i% ehem. Hess. Landes-Hypo- thekenbank Darmstadt Lioui ... 4%% ehem. 8% Darmst. Komm. Landesb.Goldschuldverschr. R.6 vberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4y,% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 »’/,% ehem. 4^% Franks. Hyp.. Bank-Liqu.-Psandbriese.......
bYi% ehem. 4/,% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe. . .
iy»°o ehem. 8% Pr. Landespfand- oriesanstalt, Pfandbriefe R. 19 4Vf% ehem. 7% Pr. Landespfand.
briesanst., Gold Komm. C61.VI Elcuergutich Berreckmungsk. 85-89
4% Oesterreichische Goldrenre.... 4,20% Oesterreichische Silberreate 4% Ungarische Goldrente .......
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4y,% desgl. von 1013 ........
Buderus ........ 0
Deutsche 6rbM .............. 4
Gelsenkirchen».............. o
Harpener .................. o
Hoesch Ellen—Köln-Neueste« .. o
Ilse Bergbau .............. -
Ilse Bergbau Genüsse........ 6
Klöcknerwerke .............iy,
Mannesmann-Röhrn, ........ 0
Deutsche Linoleum........... 6
Orenstein & Koppel .......... 0
Westdeutsche Kaufhof.........0
Chade............. 0
Akkumulatoren-Fabrik....... 12 ttonri-®ummi .............. g
Gritznel.................... 0
Mainkrastwerke Höchst 4
Süddeutscher Zucker ......... |
5% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdad bahn-Anleihe
Serie l.....................
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
24-Oktober
25 Oktober
Amtliche Notierung
Amtliche Geld
Notierung
-Brief
Geld
Brief
Buenos Aire.
0,677
0,681
0,677
0,681
Brüssel.....
41,82
41,90
41.83
41.91
Rio de Ian.
0,139
0,141
0,139
0,141
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
54,59
54,69
’ 54,52
54,62
Danzig.....
46,83
46,93
46,83
46,93
London .....
12,225
12,255
12,21
12,24
HelsingforS..
5,385
5,395
5,385
5,395
Paris ......
16,38
16,42
16,38
16,42
Holland ....
168,61
168,95
168,74
169,08
Italien.....
20,24
20,28
20,24
20,28
Japan ......
0,714
0,716
0,714
0, ? 16
Jugoslawien
5,664
5,676
5,664
5,676
Oslo..... :
61,39
61,51
61,31
61,43
Wien.......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon ....
11,085
11,105
- 11,08
11,10
Stockholm...
63,03
63,15
62,95
63,07
Schweiz ....
80,78
80,94
80,76
80,92
-Spanien....
33,97
34,03
33,95
34,01
Prag.......
Budapest ...
10,275
10,295
10,275
10,295
Reuyork...
2,485
2,489
Banfnolen
2,486
2,490
Lerli n, 25.Oktober |
Amerikanische Rotes
Belgische Noten .............
Dänische Noten
Englische Noten ..........
Französische Noten
Holländische Noten
Italienische Noten
Norwegische Noten
Deutsch L esterreich, i 100 Schilling Rumäntsche Noten...............
Schwedische Noten Schweizer Noten ..........
Spanische Noten
Ungarische Rote» ........
Geld
23rie'
2,438
2,458
41,68
41,84
54,31
54,53
12,175
12,215
16,33
Io,39
168,32
169,00
19,46
19,54
61,15
61,39
—
—*
—
.—
62,78
63,04
80,58
80,90
33,59
33,73


