Dienstag, 2b. Sebruar 1935
185. Jahrgang
Nr. 48 Erstes Blatt
Der Glaube an Deutschland
der deut>
München, 25. Febr. (DNB.) Die Rede, die der Führer am Sonntug anläßlich des 15.Jahrestages der Gründung der Partei im Hofbräu- Haus-Saal hielt, begann mit den Worten:
„Meine Parteilgenossen und -genossinnen!
„keiner glaubte damals an das, was er tat. Und trotzdem hatten wir in dieser traurigsten Zeit den Glauben an Deutschland. Dieser Glaube an Deutschland war das einzige, was mich damals an diesen Platz gestellt Hal. Ls war aber der Glaube an das andere Deutschland, das damals nur schlief, das auslebte und heute seine stolze (Beifall) Wiederauferstehung feiert, der Glaube an das Deutschland der einfachen Volksgenossen, der Glauben an dieses innerlich so unerhört a n - ständige Volk, das die Politiker gar nicht mehr sehen konnten, weil sie sich nur in ihrem eigenen Kreis bewegten, der mit dem Volke allerdings nichts mehr zu tun hatte. (Beifall.) Es war das Deutschland Millionen braver Musketiere und Grenadiere, der Millionen braver Frauen, die sich durch den Krieg ge-
daß dieses Deutschland den Frieden will. Niemals wird dieses Deutschland der Erneuerung sich behandeln lassen, wie es in den Jahren nach dem Kriege geschah. Aus der Umgebung des Großen Kurfürsten wurde nach dem Dreißigjährigen Kriege eine Schrift veröffentlicht, in der es hieß, was feien die deutschen Stämme anders denn fremder Nationen Gefangene. Was sei Deutschland anders als ein „elendiglich Skeleton". — Der Ruf nach einer Einigung der Nation ist damals verhallt. Er schien auch gegenüber einem ausgebrannten Deutschland der Nachkriegsjahre hoffnungslos. Heute ist das Wunder geschehen. Deutschland ist einig in allen seinen Kräften, es will den Frieden der Ehre und der Gleichberechtigung, Aber, wie der Führer sagte: „Wir wollen nur ein Ja und ein Nein kennen. Für den Frieden jederzeit mit Ja, für die Aberkennung der deutschen Ehre stets mit Nein!" Das ist die Sprache, die eine neugewordene Nation gegenüber den Mächten führt, die noch immer Deutschland in den Sklavenbanden des Versailler Vertrages festhalten wollen und nicht erkennen, daß sie es mit einem anderen, mit einem starken und dennoch friedfertigen Deutschland zu tun haben.
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haben. 15 Jahre — eine sehr lange Zeit, wenn man sie vor sich sieht, eine kurze Spanne, wenn man auf sie zurückblickt. Als ich am 24. Februar 1920 zum ersten Male in diesem Saale sprach, was es eines, was mich hierher geführt hatte und was mir den Mut gab, vor diese Gemeinschaft zu treten: Der Glaube an Deutschland, der Glaube an das deutsche Volk, an seine guten und nie vergänglichen Werte. Und das war damals notwendig, denn in keiner schlimmeren Zeit konnte die Grün- I dung einer solchen neuen Bewegung vorgenommen werden, als in jenen Tagen."
Der Führer rief in plastischer Sprache das dunkle Bild aus Deutschlands tiefster Erniedrigung in das Gedächtnis seiner alten Kameraden zurück, die Zeit, in der alles Gute vernichtet schien, in der das Erbärmliche triumphierte, in der man alles auflöste, was wertvoll für Deutschland war, was stark und edel war, die Zeit, in der Volk und Staat zerfielen und m der alles triumphierte, was wir vorher als Schädlinge an unserem Volke erkannt und bezeichnet hatten.
Er sprach von der Lüge und dem Haß, von der Taktik des Totschweigens und den Prozessen vor den Gerichten des Nooemberstaates, in denen Strafen für den Kampf gegen die Vaterlandslosigkeit Ehrennarben für jeden Nationalsozialisten seien. Er stellte in plastischer Weise vor Augen, wie Dummheit und Bosheit gegen den Nationalsozialismus im Kampfe standen. Er schilderte die Zeit des blutigen Terrors und der Unterdrückung und die Feigheit des Bürgertums. .
„Wir haben es gewagt, eigene Organisationen zu bilden, Organisationen der Partei, denen wir als Gebot mitqaben das Bibelwort: „Auge um Auge, Zahn um Zahn." (Brausender Beifall.)
Der Führer glossierte treffend den Vorwurf der „U n v e r a n t w o r t l i ch k e i t". „Herr Hitler redet nur immer, Taten wollen wir sehen." Es war sehr schwer, Leuten Taten zu zeigen, die vor nichts mehr Angst hatten, als vor der Tatsache. (Beifall.) Denn regieren durften wir ja nicht. So kam es damals, daß die Leute ohne Tatkraft regierten und die Leute mit Tatkraft leider reden mußten.
Allein die Bitternis haben wir endlich über
wunden, reich an Narben bedeckt, und ich kann es nur immer wieder sagen: Durch den Sieg des Glaubens und den Triumph des Willens! Der Sieg des Glaubens hat sich in diesen 15 Jahren ausgewirkt und wenn alles gegen uns verschworen schien, dann blieb übrig unser unabänderlicher und unzerstörbarer Wille. Und so haben wir denn, das glaube ich sagen zu können, unser Work von damals eingelöst.
Ats ich vor 15 Jahren zum erstenmal hier sprach, habe ich ein Programm verkün- d e t und erklärt, daß wir unbekannten Menschen dieses Programm durchführen wollten, ganz gleich, was sich uns entgegenstelle», würde, daß wir diese Welt aus den Angeln heben würden, daß wir ein neues D e u t s ch l a n d begründen wollten. Wir haben damals eine Revolution versprochen und, meine Parteigenossen und -genossinnen, eine Revolution ist über Deutschland gekommen, tief und gewaltig.
Richt äußerlich haben wir das System überwunden, sondern innerlich. All die Fermente der Volkszerftörung sind beseitigt? Der Marxismus genau so wie unser wurzelloses, nicht weniger internationales bürgerliches Parteiensystem. An ihre Stelle ist e i n e G e m e i n- fchaft getreten, politisch die deutsche Volksgemeinschaft, wirtschaftlich die Front unserer arbeitenden Menschen.
Wir regieren erst zwei Jahre. Man soll sich ja nicht einbilden, daß unsere Tatkraft nun etwa jetzt im 25. Monat erschöpft ist. Im Gegenteil, wir stehen erst am Beginn der neuen Entwicklung. Was wir in den zwei Jahren schufen, ist erst die Ankündigung dessen, was einmal fein wird! (Brausender Beifall.)
Ich kann allen denen, die heule noch mit stillen Hoffnungen in Deutschland herumirren, nur eines sagen: Ich bin in meinem Leben so oft Prophet gewesen und ihr habt mir nicht geglaubt, sondern mich verlacht und verspottet. Ich will aber Prophet sein und euch sagen: Ihr kehrt niemals mehr zurück! (Stürmischer Beifall.) Das, was heute ist, wird nimmer vergehen, und das, was war, wird niemals wieder fein! (Begeisterte Zustimmung.) Wir haben dem neuen Staat gründliche Fundamente gelegt, wir haben kein äußerliches Gebäude aufgerichtet, wir haben eine tiefe Saat gesät. Es genügt nicht, eine Weltanschauung in einem Programm niederzulegen, das man als Patenschein dem neuen Staat mitgibt. Es ist nötig, diese Weltan- schauung im Volke zu verankern. Man muß ein ganzes Volk in den wesentlichen Fragen zu einer einheitlichen Meinung zusammenschweißen. Man kann das nicht dadurch, daß man eines Tages eine solche Meinung diktiert, sondern das Volk muß eine solche Meinung in sich erleben. Man muß die neue Idee den Menschen vermitteln, dem Volk solange zum Bewußtsein bringen, bis schließlich das Volk selb st Träger und Künder der neuen Idee ist.
Der heutige Staat steht nicht, weil wir ihm Gesetze geben, sondern er stehl, weil unser Gesetz im Herzen der Ration das Bejahende findet. Das Volk ist der Träger und der Garant des Staates. Wir haben Millionen und Millionen Menschen für die Grund- ideen dieses Staates erobert, haben sie hinein- gestellt in das Leben dieses Staates, immer in der Ueberzeugung, daß nicht Gesetze den Staat beschützen, sondern lebendiger Wille, Glaube, Zuversicht und der Mut eines Volkes.
Das ist uns gelungen. Und daher kann ich nut fagen- alle die'Schwachköpfe, die mit einer Wiederkehr des Vergangenen rechnen, müssen sich ent«
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hungert, die alle gemeinsam 4^2 Jahre die Heimat tapfer und treu verteidigt hatten.
Es war vielleicht ein Glück, daß viele unter uns die Länge der Zeit gar nicht ahnten, welche notwendig war, um dieses Deutschland wieder zu erwecken. Es wäre vielleicht mancher schwach geworden So hoffte er vom ersten Monat zum zweiten, vom ersten Jahr zum zweiten, dritten, vierten, fünfter und mit diesem Hoffen und Glauben kam chließlich doch die Stunde, die wir damals ersehnt hatten. Und es mußte so sein. Das vergessen Sie nie!
Als ich damals zum ersten Male redete, war unser Programm die größte Kampfansage des Jahrhunderts gegen diese Zeit, gegen den Geist dieser Zeit. Es war ein unendlich schweres Beginnen. Wer waren wir denn? Lauter Namenlose! Nicht ein Prominenter unter uns, kein Politiker, kein Parlamentarier. (Lebhafte Zustimmung.) An uns klebte damals noch der Schmutz des Schützengrabens. Sie alle, die uns entgegentraten, warfen uns vor: „Was wollt ihr denn, ihr seid ja gar nicht berufe n." „Berufen waren damals nur die, die Deutschland in das Unglück brachten.
Uns fehlte weiter das Salböl der damaligen Politiker. (Heiterkeit.) Wir hatten kein Kapital. Eine Bewegung, die von Menschen gegründet wird, die keinen Namen haben, eine Partei, die gegründet wird ohne Kapital, erschien wie eine Aktiengesellschaft, bei der nichts einbezahlt wird. Irgendjemand mußte sich doch daran beteiligen nut Namen und mit Kapital, und beides hat uns damals gefehlt. Fast keinen Pfennig haben wir besessen, und alle Menschen, die wirklich Kapital hatten, sie wichen uns weit aus. Sie sagten: „Hinweg von uns, denn ihr habt keinen Namen! Und die einen Namen hatten, sagten: „Geht weg, denn ihr habt ja kein Kapital!" Und außerdem hatten wir keine Zeituna.
Nun war die Frage: Wie wollten wir überhaupt bekannt werden? Ein unerhört schwerer Entschluß, mit nichts, ohne Namen, mit einem Programm, das sich gegen alle wandte, an die Oeffent- lichkeit zu treten. Es war ein gewaltiger Kampf, die Bewegung dem deutschen Volke überhaupt zum Bewußtsein zu bringen. Sie haben uns vorgeworfen die Rauheit unseres Tones. Sie haben uns vor- geworfen die Brutalität unseres Kampfes. Sie warfen uns vor die Ungefchminktheit in unseren Reden.
tion an sich. Was noch übrig blieb, das machte sowieso noch nie Geschichte. (Stürmischer Beifall.) Und so sind wir dann als „Splitterpartei zunächst von allen gemeinsam gehaßt worden. In wenigen Jahren standen wir im Mittelpunkt des gemeinsamen Angriffes aller Parteien. Ein Engländer sagte einmal: Wenn man ein Genie auf der Welt feftfteUen will, dann braucht man nur Obacht zu geben, ob sich d i e g e- famte Minderwertigkeit plötzlich gemeinsam verschwört. Denn dann ist ein ®e= nie im Anzug. Und wenn man eine bedeutsame Bewegung erkennen will, dann braucht man nur Obächt zu geben, ob sich plötzlich dieses ganze sich untereinander befehdende P a r t e l z e u g einmischt. Wenn sie sich plötzlich einigen, die sich doch programmäßig bekämpfen müssen, dann ist eine gemeinsame Gefahr im Anzug. Und das konnten wir schon kurze Zeit nach unserem Beginn feststellen.
Der Führer schilderte bann'in lebendiger und sarkastischer Weise den Kampf all der Gewalten gegen die emporkommende nationalsozialistische Bewegung.
Gietzemr Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhessen
lieh mühten und arbeiteten, hofften und verzweifelten und dennoch in sich trugen Öen Glauben unb ben Willen, den ber Führer in em Programm brachte und zu einer Mission gestaltete, die das alte und zermorschte Deutschland überwand^ Es ist Adolf Hitlers Mission gewesen, diese Ideen und Antriebe der Massen in em Programm zu fassen das mit revolutionärer Stoßkraft und in immer Sffrpn Kreisen wirkend, das Alte überwand und md ich3umSieqrfeiner' ®en)egung führte barmt bie St eines Mannes bekräftigend, wie sie be.sp.el- los in ber ganzen Geschichte ist.
«Sier an der Urstätte der Bewegung, in München, tonnte” der Führ'er sich„--bermai- bekennen zum Volk. Er hat in unablässiger Arbeit bas ^olE^ dem gemacht, was es heute ist- ,ur deut-
Glauben an Deutschland und &emi ÜBtUen jur oeui scheu Erneuerung das Volk zum 6 fl Adolf Hitler war der Mann, t>er bie ungebauten Massen zu bem Stoßtrupp formte, @[auben Alte zusammenbrach. Er allem hat üeiv
an bie edelsten Kräfte des Volkes das Werk volley bet. „Doch ringt stch aus der August Bürger hundertelang kaum einer los hat 9 &.
geschrieben. Es ist das Walten der Vorsehung, o^ uns im Führer den Monn gab, an
Zeit der tiefsten Erniedrigung Deutschlanos m j Deutschlands Zukunft verzweifelte.
Ohne Namen, ohne Kapital, ohne Press h Führer vor einem halben Menschenal er d.e Be wegung geschassen. Was tn te,em h°-^n Men^ schenalter versank, istDie Par- das echte Deutschland überwuchert hatte. Die teien versanken, als unter dem F H f(ärte Sie 8°"r Wind
und oon Unwissenden oder Toren verlacht, vertu s $ »yÄs« ber Volksseele lebten und durch das Volk MM-WM
Sieg des Glaubens - Triumph des Willens
Was wir schufen, ist erst die Ankündigung besten, was einmal fein wird.
Glaubt jemand, wir hätten sonst je das Gehör der Oeffentlichkeit bekommen? Es war notwendig, daß wir so kämpften. Denn nur fo konnten wir überhaupt den Weg zum Ohr der Ration finden. Weiter: gegenüber allen in dieser Zeit in ganz Deutschland entstandenen ähnlichen Bewegungen vertrat ich die Auffassung: nicht zusammenfassen. sondern durchsetzen! Wan durfte sich damals keiner falschen Solidarität hingeben, nicht sagen: sie wollen ja das gleiche wie du! Rein, es muh ein Wille in Deutschland sein, und alle anderen müssen überwunden werden. (Stürmische Zustimmung.) Wir haben diese Parole durchgehalten 15 Jahre lang, und sie hat uns endlich zum größten und endgültigen Erfolg geführt.
Damals erklärte man: Ihr seid eine Splitterpartei. Ja, wir waren damals ein «plitter. Gewiß, aber dieser Splitter war aus Stahl unb 30g wie ein Magnet das Eisen aus der Na-
Deutschland will einen Frieden in Ehren und Freiheit
Die Rede des Führers auf der Münchener Parteigründungsfeier.
Es ist schön, daß wir uns jährlich einmal treffen, die wir in ber Zeit vor 15 Jahren das große Werk :fchen Erneuerung gemeinsam begonnen > Jahre — eine sehr lange Zeit, wenn man
Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzei. gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf.
Druck und Verlag: vrühl'fche Universitäts-Such- und Steindruckerei «.Lange in Gießen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 M-ng-n°bschlust°staffeis
Wir folgen dem Führer! I begnadeten Führung bedurften, um mächtig' zu I Am Sonntag hat in München der Führer zu ben m^ßir durch Tiefen geschritten, wie selten ein Tausenben gesprochen, unter benen sich auch bie be- anöere5 Volk, durch die Abgründe, in denen Mar- fanben, bie schon vor einem halben Menschenalter iemu5 unö Parlamentsspielerei sich wie giftige Jünger ber Bewegung waren, als ber unbekannte Schlangen dehnten, durch Klüfte, da uns das Licht Gefreite des Weltkrieges mit feinem heißen ®t?u= immer ferner gerückt war. Und es ist selbstver- ben an ein neues Deutschland zum ersten Mal eine rfänblid) daß diese Generation noch mit ben Müh- großere Versammlung anberaumte. Der Führer hat ^Meiten des Weges auch dann zu tun hat, wenn klargelegt, was ihn dazu trieb. Aus dem Volke ge- Ziel erreicht ist. Kein Mensch unb keine Gene- boren, bie Leiben bes Volkes fühlend, ohne Na- rntjon trennt in ihrem Bewußtsein ganz klar Ver- men unb ohne Gelb, ohne Presse unb parlamen- ^ugenheit und Gegenwart, aber narbenbebetft unb tarische Beziehungen oertunbete er damals das scht^chtenerprobt schaut der Führer und schauen Programm einer nationalsozialistischen Revolution, i roFämpfer auf die Jugend, denen Deutsch- das wie eine neue Botschaft bie Seelen um ^^er Heimat geworden ist unb benen das, ferer Besten ergriff. Die Besten, das waren damals l g mir durchkämpften, wie eine grause Sage die Lastträger einer verderblichen Entwicklung, Die | £nngt werden, diese Jungen und Mädel, die Vollender des neuen Deutschland sein. Ihnen ist Deutschland wieder Heimat und Wirkungsraum, ihnen sind bie Jbeen, bie wir erst mühsam erkämpfen mußten, vertraut wie ihre eigene Hand, und damit ist die Gewähr gegeben, daß sie sich als nationalsozialistische Deutsche bewähren.
Der Führer hat mit Ernst unb Nachdruck erklärt,


