Ausgabe 
25.9.1935
 
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Aus aller Welt

und hat

Tagung der Vorgefchichlsforfcher und Geschichts­lehrer.

Der Reichsbund für deutsche Vorge­schichte veranstaltet in Bremen vom 28. Septem­ber bis 6. Oktober seine zweite Tagung seit seinem Bestehen. Zugleich hält der N S. - L e h r e r b u n d in diesen Tagen seine erste Geschichtstagung ab An großen Veranstaltungen bringt die Zusammenkunst eine Kundgebung, wobei Reichsstatthalter Nover und Reichsleiter Alfred Rosenberg das Wort ergreifen werden.

300jähriges Jubiläum der Budapester Universität.

Gewehren, teils mit Speeren bewaffnet waren, überfielen die Volksschule in Loetsing an der

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torwürde an vier deutsche Gelehrte, den Dogma­tiker Martin Grabmann (München), den aus Alsfeld stammenden, früher in Gießen und Mar­burg wirkenden Rechtslehrer Rudolf Stammler (Berlin), den Pädagogen Eduard S Pranger (Berlin), den Pathologen Ludwig Aschoff (Frei­burg) statt. Insgesamt werden 30 ausländische Ge­lehrte zu Ehrendoktoren der Budapester Universität ernannt. Aus Anlaß des Jubiläums gibt der un­garische Staat 50 000 Stück Zwei-Pengö-Münzen mit dem Bildnis des Gründers der Budapester Uni­versität, des Kardinals Peter Pazmany, heraus.

Zwölf Kraftwagen von Banditen überfallen und ausgeraubt.

Auf der Landstraße von Haifa (Palästina) nach Beirut in Syrien wurden 12 Kraftwagen von Banditen überfallen und ausgeraubt. Die Banditen, die zu der Bande des berüchtigten Fuad el Alami gehören und sich außerordentlich höflicher Umgangsformen befleißigten, konnten 2000 Pfund erbeuten.

Vandttenüberfall auf eine chinesische Volksschule.

Etwa 6 0 Banditen, die teils mit modernen

Der Reichsorganisationsleiter der NSDAP. Leiter der Deutschen Arbeitsfront Dr. Ley unter dem 28. August 1935 folgende Anordnung über die Aufgaben des Reichsamtes für Jugend

betriebsgemeinschasten finö gleichzeitig die Sachbe­arbeiter für Jugend fragen im Amt für Arbeits- führusg und Berufserziehung.

Um die einheitliche Führung und die Zusammen­arbeit mit den Reichsbetriebsgemeinschaften und dem Amt für Arbeitsführung und Berufserziehung zu gewährleisten, werden die Sachbearbeiter für Jugendfragen und Uebungswirtfchaft im Jugen^ amt, sowie in den Gaujugendwaltungen auch räumlich vereinigt. Die Aufgaben des Ju­gendamtes der DAF. gliedern sich im wcsientlick^n in Jugend-Berufsarbeit: Relchsberufs- wettkampf, berufliche Arbeitsgemeinschaften (Zusätz­liche Berufsfchulung, Uebungswirtfchaft), wlrtfchafts- kundliche Fahrten.Jugend-Betriebs arb eit: Jugendwalter im Betrieb, Jugendarbeitsrecht, Frei- zeitlager für Jungarbeiter, Lehrlingsheime (Ar­beitseinsatz) Gesellschaft^heime für Jungarbeiter. Für die Jugend-Berufsarbeit arbeitet das Jugend­amt im engsten Einvernehmen mit dem Amt für Arbeitsfiihrunq und Berufserziehung und erhalt von ihm ergänzende Arbeitsrichtlimen. Für die Jugend-Betriebsarbeit arbeitet das Jugendamt im engsten Einvernehmen mit den Leitungen der Reichsbetriebsgemeinschaften und erhält von ihm er­gänzende Arbeitsrichtlinien.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. D. A. VIII. 35: 9838. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch- unb Stern« druckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen

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Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

erlassen.

Die Jugendarbeit der Deutschen Arbeitsfront vollzieht sich im Jugendamt auf der Grundlage der Vereinbarung, die am 8. Dezember 1933 zwischen dem Reichsorganisationsleiter der NSDAP. Dr. Ley und dem Reichsjugendführer Baldur von Schirach getroffen wurde. Das Jugendamt ist gleichsam der Anwalt für alle Jugend­fragen in der Deutschen Arbeitsfront. Es gibt die entsprechenden Richtlinien und Anweisungen heraus. Jugendftagen, die an andere Reichsämter herangetragen werden, sind zur Bearbeitung an das Jugendamt der DAF. zu richten. Die S ach - bearbeitet für Jugendfragen in den Reichs-

Schulgebäude vollständig aus. Sie entkamen : mit ihrer Beute und unter Mitnahme von einem 1 Lehrer, 29 Schülern und zwei Schuldienern in sieben . Dschunken auf die hohe See. bevor die Bauern aus i der Nachbarschaft Hilfe bringen konnten.

Lin Bergsteiger tödlich abgestürzt.

Der Geiselstein, das bayerische Matterhorn, for­derte dieser Tage wiederum ein T o d eso p s er, das achte innerhalb der letzten zwei Jahre. Der 38 Jahre alte Bergsteiger Makula aus Augs­burg, der im Alleingang die Nordwand erjteigen wollte, stürzte in den berüchtigten Führer-Kamin, den er bereits zu zwei Drittel bewältigt hatte, ver­mutlich infolge eines Schwächeanfalls ab und war auf der Stelle tot.

Zwei Mörderinnen zum Tode verurteilt.

Das Oppelner Schwurgericht verurteilte die 21 Jahre alte Frau Emilie M n i f ch, geborene Wotka, aus Goradze im Kreise Oppeln wegen Raub- mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Die Angeklagte hatte am 1. August d. I. auf einem Waldwege zwischen Gogolin und Goradze den 77 Jahre alten Renten­empfänger Rudolf «roter aus Goradze in eine Schonung gelockt, ihn dort mit einer Spitzhacke nie­dergeschlagen und seiner Barschaft von 50 Mark beraubt. Die Verhandlung erbrachte den klaren Be­weis, daß die Angeklagte den grauenhaften Mord mit Ueberlegung begangen hat.

Das Schwurgericht Insterburg (Ostpreußen) fällte gegen die 18jährige ledige Elfe Roß aus Pillkallen das Todesurteil wegen vorsätzlichen Mor­des. Die Angeklagte hatte in der Nacht zum 30. Juli d. I. ihre Stiefmutter durch einen Dolch­stich ermordet und die Leiche etwa 2V2 Wochen un­ter dem Bett verborgen gehalten. Durch Zufall wurde die Tat entdeckt. Das Gericht erkannte gleich­zeitig auf Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit.

Sieben Tote bei einem Schiffsunglück.

An der Küste von Neufchottland, nahe der Ort­schaft Judique, wurde ein Rettungsboot angetrieben, in dem sich sieben Seeleute befanden, von denen sechs bereits t 0 t waren, während der siebente bald darauf starb. Nach den zusammenhanglosen Schil- derungen des Sterbenden gehörten die sieben Ma­trosen zur Mannschaft eines in der Nähe von Cap Breton untergegangenen Schiffes. Sowohl der Antrieb des Bootes, wie sämtliche Ruder wur­den stark beschädigt. Der Zustand, in dem die Toten 1 aufgefunden wuroen, zeugte von den furchtbaren Entbehrungen, denen die Matrosen ausgesetzt waren. Bei dem untergegangenen Schiff handelt es sich, wie genaue Nachforschungen ergaben, um das 1 MotorschiffHurryon". Inzwischen sind sechs lieber» , lebende der 13köpfigen Mannschaft in Judique ein» getroffen. Sie berichten, daß dieHurryon" wäh- > rend eines schweren Sturmes vor dem 23 See-

Flagaen der Länder sind nicht mehr zu führen: 8. am Bug ohne Mast kann als Fahrflagge die Kontorflagge gefetzt werden. Unberührt bleibt hie Flaggensetzung gemäß den verkehrsrechtlichen Bestimmungen.

Neuordnung der Jugendarbeit in der Deutschen Arbeitsfront.

Die 300-Jahrs eier der Budapester Universität wird mit großer Feierlichkeit voll­zogen werden. Reichsverweser H o r t h y wird die Jubiläumsfeierlichkeiten im Kuppelsaal des Parla­ments am 27. September in Anwesenheit des Diplo­matischen Korps, der Mitglieder der Regierung, un­ter Teilnahme von 200 Vertretern der ausländischen Universitäten eröffnen. Die Reichsregierung wird durch den Budapester deutschen Gesandten von Mackensen vertreten sein. Die deutschen Univer­sitäten haben zu den Feierlichkeiten 20 deutsche Rek­toren, Prorektoren und Professoren entsandt, an deren Spitze der Rektor der Breslauer Universität, Professor Dr. Waltz, steht. In feierlicher Sitzung----- ... . ... . - . .

des Senats wird die Verleihung der E h r e n d 0 k -'Küste des südlichen Tschekiang und plünderten das

mellen von Judique entfernten Henry Island UnN terg-gangen ift. Der DampferHurryon batte Halifax mit einer Maistadung in Richtung Mon> treal (Kanada) verlassen.

llmfahsttuerzahlung in Ziegelsteinen.

Ein Ziegeleibesitzer in Lens (Nordsran reich), der etwa 40 Arbeiter beschäftigte, dessen Geschäft aber unter der allgemeinen Krise sehr zu le.den hatte, war mehrere Male aufgefordert worden, ferne U m« satzsteuer zu bezahlen. Dieser Tage beschloß er lem Finanzamt wenigstens eineAnzahlung zu leistem Zu diesem Zweck ließ er 1500 Bausteine im Werte von 135 Francs vor das Finanz« amt befördern und dort abladen. Dann legte ec feinen Betrieb still und begab sich mit feinen Ar­beitern zum Rathaus, wo er fie in die Liste der Arbeitslosen eintragen ließ.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Die Nacht zum Mittwoch brachte einen außer­ordentlich raschen Wetterwechsel. Wahrend am Dienstagabend noch sternenklarer Himmel herrscht, war das Wetter heute früh ausgesprochen truUe und regnerisch. Zu verdanken war die Umgestaltung einem raschen Vorstoß feucht-warmer Meeresluft, die an der vorgelagerten Kaltluft zum Aufgleiten kam und durch einen schnellen, vom Atlantik zur Nordsee vordringenden Wirbel zu uns verfrachtet wurde. Wir befinden uns schon an der Rückseite der langen, aber nur schmalen Regenfront, so daß zunächst mit Witterungsbesserung gerechnet werden kann. Weitere Rückschläge werden jedoch nicht aus- bleiben. , _ .., r.

Aussichten für Donnerstag: Zunächst noch vielfach aufheiternd und meist ttocken, nachts recht frisch, abflauende westliche Winde, spater wie­der beginnende neue Verschlechterung.

Lufttemperaturen am 24. September: mittags 17,6 Grad Celsius, abends 9,2 Grad: am 25. September: morgens 10,3 Grad. Maximum 18,1 Grad, Minimum 4 5 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 24 September: abends 13,3 Grad; am 25. Septem­ber: morgens 11,9 Grad. Sonnenscheindauer 6,5 Stunden. Niederschläge 4,5 mm.

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