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Geschichten aus aller Welt

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ein schönes, faires und schnelles

Handball im Gau XII (Lahn-Dillkreis)

zu gewinnen.

Auf Reifen

etlichen Bombenwürfen den Tor- oergrößerte, gaben sich die Gäste

oorsprung wieder geschlagen.

Alles in allem Spiel, das die

langte. Jedenfalls aber habe Napoleon viel grie­chisches Blut in seinen Adern gehabt.

auch diese zwar lästigen, aber gemeinhin für ein­fältig erachteten Tiere einen sehr gut entwickelten Farbensinn haben. Sie lieben eben bestimmte Far­ben und verabscheuen andere.

So konnte man beobachten, daß auf einem orangegelben Lichtstreifen in kürzester Zeit über 10 000 Fliegen sich niederließen, während eine mit grünem Licht bestrahlte Fläche in der gleichen Zeit nur von ein paar Dutzend Fliegen heimgesucht wurde. Schade, daß aber nicht nur die Fliegen, sondern auch viele Menschen Orangegelb lieben. Sie werden es sich abgewöhnen müssen, wenn fie den Fingerzeigen für die Fliegenbekämpfung Rechnung tragen wollen, die die Professoren von Brüssel für sie ausarbeiteten.

Alte Toreros sehuen sich zurück.

(h. k.) Barcelona.

Einer der berühmtesten spanischen Stierkämpfer vergangener Jahre, der Torero Antonio Fuentes, hat beschlossen, trotz seiner 62 Jahre noch in diesem Sommer wieder in die Arena zu steigen. Er er­klärte, die Sehnsucht nach einem aufregenden Kampf ziehe ihn wieder dorthin, wo er einst seine Lor­beeren erntete. Man werde sehen, daß er nichts an Mut und Geschicklichkeit eingebüßt habe.

Es ist nicht das erste Mal, daß ein spanischer Torero nach langen Jahren des Aussetzens wieder in die Arena zurückkehrt. Auch Sanchez Mejias kehrte im vergangenen Jahre seinem Arztberuf den Rücken und wollte wieder mit Stieren kämpfen. Aber schon im ersten Kampf verlor er sein Leben.

Um Napoleons Ahnen.

(h) Rom.

Gerade jetzt, wo man darangeht, Napoleon Bo­naparte auf der Insel Korsika ein Denkmal zu er­richten, melden sich ein paar Ahnenforscher zum Wort und versichern, Napoleon sei gar kein Korse

Die recht spärlich erschienenen Zuschauer glaub- wohl kaum, daß sie einen so eindeutigen Sieg der Gießener Mannschaft bewundern durften, denn erstens traten die, Friedberger in kompletter Auf­stellung an und zweitens fehlte bei der Universität Kissel. Aber die Gießener Mannschaft begann sofort mit großem Eifer und genauer Kombination, so daß die Tore bald in kurzen Abständen fielen. Jedenfalls besagt das Halbzeitergebnis genug. Die Universitäts-Mannschaft, die in der Ausstellung: Schlarp: Frey, Schott: Herbert, Grünig, Linden­struth; Barth, Schrauth, Magsaam, Schott, Acker spielte, legte sich in der Gewißheit des gesicherten Sieges etwas Reserve auf und schon war Fried­berg in der zweiten Halbzeit überlegen. Aber als dann Acker mit ......

. . Gießener verdient gewannen.

S ch l a r b im Tor zeigte, daß er noch nichts ver-

aeschlossenere Mannschaftsleistung sollte den Ein- yeimischen zum Sieg verhelfen.

TV. Londorf TV. Allendorf (Lumda).

Die Gäste tragen am Sonntag ihr erstes Spiel aus. Sie sollten deshalb, trotzdem in ihren Reihen alte, bewährte Spieler mitwirken, keine Chance haben, das Treffen zu gewinnen.

TV. Heuchelheim TD. Großen-Bufeck.

Auch hier tragen die Gäste seit langer Zeit wie­der ihr erstes Spiel aus. Wenn auch die Einhei­mischen, die ebenfalls lange Zeit ausgesetzt haben, zur Zeit nicht auf der Höhe sind, so wird es ihnen nicht schwer fallen, gegen dieAnfänger" zu ge­winnen.

TV. Dutenhofen TV. Staufenberg.

Die Gäste haben in der letzten Zeit gute Resul­tate erzielt, so daß sich die Einheimischen schon anstrengen müssen, wenn sie die Oberhand behalten wollen.

TV. Grunin gen I TV. Pohl-Göns.

Trotzdem die Gäste zur Zeit eine Schwächeperiode durchzustehen haben, wird es ihnen gelingen, auf Grund ihrer größeren Spielerfahrung die eifrigen Grüninger auf Distanz zu halten. Vor diesem Spiel treffen sich die Jugendmannschaften von Grü- ningen und Hochelheim.

Mtv. Jugend TV. Ruttershausen Jgd.

Dieses Spiel werden die Gießener Jungens dank ihrer größeren Erfahrung, genau wie das Vorspiel, ziemlich sicher gewinnen.

TV. Garbenheim Jgd. Wetzlarer Sport-Verein Jgd.

Die neuaufgestellte Jugend des Wetzlarer SD. hat natürlich keine Chance, gegen die Platzbesitzer

sind: der TV Wetzlar mit seiner zweiten und Ju­gendmannschaft. Er spielt in Herborn gegen den dortigen Turnverein. Beide Mannschaften der Gäste sollten zu einem sicheren Erfolg kommen. Ferner der TV. Münchholzhausen, der mit seiner ersten und zweiten Mannschaft gegen die gleichen der Tgd. Friedberg antritt. Auf das Spiel der ersten Mannschaften darf man gespannt sein. Während die zweite Mannschaft der Gäste Sieger bleiben wird, ist das Hauptspiel vollkommen offen.

Aufstiegfplele der II. kreisklasfe.

TV. Dorlar TV. Burggemünden.

Obwohl Dorlar in Burggemünden ziemlich sicher gewann, wird der morgige Kampf noch nicht entschieden sein. Denn Burggemünden ist eine Mannschaft, die sich erst mit dem Schlußpfiff ge­schlagen gibt. Der beste Beweis dafür ist der Ta­bellenstand, den sie zur Zeit einnimmt.

Mtv. Gießen II TV. Garbenheim.

Die Gäste mußten schon auf eigenem Platz die Ueberlegenheit der Männerturner erfahren, und werden auch bei dem neuerlichen Zusammentreffen keine Chance zum Sieg haben. Trotzdem darf man auf den Ausgang des Treffens gespannt sein.

TV. Katzenfurt TV Herborn.

In diesem Spiel haben die Platzbesitzer die Mög­lichkeit, die ersten Punkte gutzumachen. Sie müssen dann allerdings ein etwas besseres Spiel zeigen, als sie das in der letzten Zeit getan haben.

Freundschaftsspiele.

Das größte Interesse nimmt naturgemäß das Uebungsspiel der Kreisauswahlmannschaft, die am 16. Juni gegen den Kreis VIII in Bad-Nauheim antreten wiro, in Anspruch. Um die einzelnen Spieler aufeinander einzuspielen, werden vorher noch zwei Spiele ausgetraaen, von denen das erste am kommenden Sonntag steigt. Gegner ist die 1. Mannschaft des TV. Lützellinden. Die Kreismann- schaft tritt in folgender Aufstellung an:

Fischer (VfB.-R. Gießen): Bärwinkel, Krämer (beide TV. Wetzlar); Ulm, Pausch, Müller (sämtlich TV. Wetzlar); Allendörfer (TV. Lützellinden), Krü­ger (1900 Gießen), Bechtold (TV. Krofdorf), Her­mann (VfB.-R. Gießen), Wagner (TV. Wetzlar.

Diese Mannschaft, die in allen Teilen gleich gut besetzt ist, wird der sieggewohnten Turnermannschaft aus Lützellinden einen Gegner abgeben, gegen den sie noch nicht gewonnen hat. Hoffentlich erfüllt das Spiel seinen Zweck, nicht nur werbend zu wirken, sondern auch der Mannschaft die Möglichkeit zu geben, sich immer mehr als ein geschlossenes Gan­zes zu zeigen.

TV. A l l e n d o r f (Lahn) TV. Nauborn.

In diesem Spiel treffen zwei Mannschaften auf­einander, die sich schon ost gegenübergestanden ha­ben. Der Vorteil des eigenen Platzes und die

| Vfv.-R. Ha Yerbom-Seelbach I.

Die Gäste sollten durchaus in der Lage fein, den ersatzgeschwächten Gießnern eine Niederlage beizu­bringen. Trotzdem wird die Mannschaft in gewohnter Weise zu kämpfen wissen und durchaus fähig sein, in technischer Hinsicht den Gästen gleichwertiges ent­gegenzustellen.

VfB.-R. Ilb Ruppertsburg I.

Die Fahrt zu den Gastgebern wird bestimmt für die Hiesigen kein Spaziergang werden. Den Rup- pertsburgern geht der Ruf voraus, daß sie eine äußerst schnelle und harte Mannschaft darstellen. Dieses Spick dürfte für die Gießener der schwerste Kampf aller bis jetzt von der Mannschaft ausge­tragenen Spiele sein. Man ist daher gespannt, wie die Mannschaft iyre Aufgabe lösen wird.

VfB.-R. 1. Jugend Eintracht Frankfurt a. 21L

1. Jugend.

Die Jugend hat sich der Jugend der Eintracht Frankfurt a. M. verpflichtet. Nach den Erfolgen der Gießener auf der Osterreise gegen namhafte süddeut­sche Gegner sollte auch in diesem Spiel ein Kampf ausgetragen werden, der der Spielkultur der Gie­ßener nur dienlich sein kann. Eine knappe Nieder- läge könnte immer noch als Erfolg gewertet werden.

Gpielveremigung 1900 Gießen.

Durch die Eröffnung der Reichsautobahn ruhte am vergangenen Sonntag der gesamte Spielbetrieb der Seniorenmannschaften. Das vorgesehene Pokal­spiel der Ligamannschast in Dillenburg wurde auf den 26. Mai verlegt, kommt aber auch an diesem Tag nicht zum Austrag.

Von den ausgetragenen Spielen der Jugend­abteilung sind noch die Resultate nachzutragen: Sportverein 05 Wetzlar 1. Jugend 1900 1. Ju­gend 2:1. Sportverein Garbenteich 1. Jugend 1900 2. Jugend 5:3. FC. Großen-Buseck 1. Schüler 1900 1. Schüler 1:2. Sportverein Heuchelheim 1. Schüler 1900 2. Schüler 1:3.

Den ersten Gang um die Kreismeisterschaft ver­lor 1900s 1. Jugend in Wetzlar knapp; sie hofft nunmehr auf die Revanche im Rückspiel. Die 2. Jugend verlor ihr Spiel in unvollständiger Auf­stellung. Die 1. Schülerelf blieb erwartungsgemäß Sieger. Die erstmals in Heuchelheim auftretende 2. Schülermannschaft überraschte durch gute Lei­stungen und einen schönen Sieg.

Die Spiele am kommenden Sonntag.

Das Pokalspiel der Ligamannschaft in Dillen­burg ist auf Antrag Dillenburgs erneut auf den 2. Juni verlegt.

Die Ligareserve hat nachmittags auf dem Sport­platz an der Liebigshöhe die 1. Elf des FC. Mücke» Flensungen, eine äußerst spieltüchtige Mannschaft, zum Gegner. Bei der Gleichheit der Gegner er­wartet man ein gutes Spiel mit vollständig offe­nem Ausgang.

Um die Kreismeisterschaft tritt bereits um 10.15 Uhr die 1. Jugend der gleichen Elf des Sportvereins Wetzlar entgegen. Die Blauweißen müssen siegen, wenn sie nicht aus dem Rennen geworfen werden wollen.

Die 2. Jugend empfängt Biebers 1. Jugend, die 1. Schülerelf Wetzlars 1. Schüler und die 2. Schüler­elf Heuchelheims 1. Schüler. Die Gießener haben jedesmal die besseren Siegeschancen.

»KL. Teutonia" Watzenborn-Steinberg

Am kommenden Sonntag ist die 1. Els der Teu­tonen von Watzenborn - Steinberg bei der Liga- Mannschaft des VfB.-Reichsbahn Gießen zu Gast.

Auf eigenem Gelände empfängt die 2. Mannschaft die Meisterelf der 2. Kreisklasse, die 1. Mannschaft des Turnvereins Allendorf a. d. Lahn, zum Gesell­schaftsspiel. Bei den Verbandsspielen blieben die Teutonen sowohl im Vorspiel, als auch im Rück­spiel Zweiter. Ob ihnen diesmal die Revanche ge­lingt, erscheint wieder sehr fraglich, da Allendorf über eine ausgezeichnete Mannschaft verfügt. <

lernt hat. Die Abwehr, in der Schott und Lin­de n ft r u 11) überragten, war auch im Spielaufbau auf der Höhe. Ein Genuß war es, den schnellen und wurfsicheren Sturm spielen zu sehen. Jeder Stürmer ist an den Torerfolgen beteiligt. Die Fried­berger Mannschaft war von dem Können des Geg­ners Überrascht. Neben guten Einzelkönnern hatte die Mannschaft nichts Besonderes aufzuweisen. Schiedsrichter B i r k e n st o ck , leitete wie von ihm gewohnt großzügig und regelsicher.

1900er Leichtathleten in Nassau.

An den morgen stattfindenden Kampfspielen des Turn- und SportvereinsNaffovia" Nassau nehmen von der Spieloereinigung 1900 die Leichtathleten Kilo, Jung und der »-Jugendliche Goß teil. Kilo startet im Diskuswerfen und Kugelstoßen, Jung bestreitet den Stabhochsprung, Goß ist für 100-m-Lauf, Weisprung und Kugelstoßen gemeldet. Da starke süddeutsche (Frankfurter) und westdeutsche Leichtathletikvereine am Start sind, werden die 1900er schon mit guten Leistungen aufwarten müssen, um sich zu placieren.

VsB.-ReickSbahn-Leichtathletik.

Start in Nassau und Frankfurt a. M.

Nur langsam kommt in diesem Jahre die Leicht­athletik in Schwung. Verschiedene Umlegungen von Veranstaltungen zwangen die Leichathleten des VfB.-Reichsbahn, bis jetzt zu ruhen. Am kommenden Sonntag erfolgt deshalb der Start gleich an zwei Fronten. Während die Speerwerfer Jakob und Pieh und der Langstreckler Sobezak in Frank­furt a. M. am großen Reichsbahn-Werbesportfest teilnehmen, fährt eine etwas größere Abteilung nach Nassau, um an den 5. Nationalen Nassauischen Kampfspielen teilzunehmen. Beide Veranstaltungen sind hervoragend besetzt, und es ist ein Sieg nur schwer zu erringen. Da die Gießener bis jetzt noch nicht hervorgetreten sind, kann man über deren Ad- schneiden nichts.Genaues sagen. Auf einige Erfolge hofft man jedoch.

In Frankfurt ist es Jakob, der beim Speer­werfen eine gute Rolle spielen sollte, da P i e h mit dem Training noch etwas im Rückstand ist. S o - b e z a k bestreitet den 25-km-Gepäckmarsch. Sollte er seine körperlichen Kräfte sowie seine im vorigen Jahre gezeigte riesige Energie wiedererlangt haben, so kann man ihm einige Aussichten auf einen guten Platz einräumen.

Im vorigen Jahre startete' der PfB.-Reichsbahn mit großem Erfolg in Nassau. Diesmal hofft man auf ein besonders gutes Abschneiden von Otto Luh in den Wurfübungen und den Mittel- und Lang-

Die Forscher entdeckten zuerst eine Familie Bona­parte in der Lombardei und verfolgten diese Fami­lie nach Toscana und später bis nach Ligurien. Ehe man freilich auf das rein griechische Blut kommt, muß man sich durch ein paar Jahrhunderte hindurchsuchen und viele Kirchenbücher wälzen. Immerhin hat es den Korsen einen erheblichen Schock versetzt, als sie vernahmen, daß ihr größter Sohn gar kein Korse gewesen sein soll.

Peinliche Verwechslung.

(ur) Prag.

Der Tatbestand war einfach: eine schönaufge­machte" Dame hatte einen Advokaten mit einer gefährlichen Waffe, einem Regenschirm nämlich, tätlich angegriffen. Die wegen dieses Tatbestandes anberaumte Verhandlung nahm ihren Gang. Der Richter fragte, und die Beklagte antwortete. Sie haben den Advokaten angegriffen, weil er sie be­leidigt habe. Und wieso? Die Dame sah verlegen zu Boden. Aber eine der beiden Parteien hatte einen Zeuaen alarmiert, den Boten eines Blumen­geschäfts. Aus dessen Aussage ergab sich folgendes Bild: Der Advokat hatte die Dame einst recht gut gekannt und ihr in einer Minute freundlicher Rück­erinnerung einen großen Strauß rote Rosen schicken wollen. Aber der Mann im Blumengeschäft hatte sich geirrt. Statt der Rosen stellte man der also zu Beglückenden nämlich ein kranzförmig ge­bundenes Gebilde von Chrysanthemum zu, an dem eine Schleife hing mit der Inschrift:Meiner lieben Großmutter als letzten Gruß".

Die Dame behauptete nun, der Advokat habe das mit Absicht getan. Der Junge aus dem Blumen­geschäft aber bezeugte, daß der Advokat wirklich die Rosen bestellt habe. Nur sei dann dieser Auf­trag mit einem anderen verwechselt worden ...

strecklern Pfaff, B e r g h ö f e r, Blum, Engel, Theo Weber. Es ist allerdings zu berücksichtigen, wie sich die Leute mit dem ersten Start zurecht­finden, denn der erste Start ist immer mit einer gewissen Unsicherheit verbunden. Verschiedene Nach­wuchsleute müssen erst noch den Beweis ihrer Wett­kampfreife erbringen.

VfB.-Reichsbahn Gießen.

VfB.-R. Liga Watzenborn-Steinberg Liga.

In diesem Spiel auf dem Waldsportplatz treten sich zwei Gegner gegenüber, die sich schon öfter mit wechselndem Erfolg spannende Kämpfe geliefert haben. Wenn auch die Gäste in letzter Zeit nicht immer glücklich gekämpft haben, so kann hieraus nicht auf einen Rückgang der Spielstärke der Stein­berger geschlossen werden. Gerade die Hiesigen müs­sen auf Grund ihrer Erfahrungen aus den Spielen mit den Gästen wissen, daß diese, wenn sie gegen die Gießener angetreten sind, immer nicht nur be­achtliche Leistungen zeigten, sondern oft über ihre wahre Spielstärke hinausgewachsen sind. Die Gie­ßener müssen mit Ersatz antreten, da mehrere Spie­ler immer noch an den Folgen von Verletzungen leiden. Dieser Umstand dürfte aber nicht entschei­dend fein, denn die einzelnen Posten können fast gleichwertig ersetzt werden. Man erwartet, daß auch dieses Spiel, wie bis jetzt alle Spiele, in dem glei­chen sportlichen Rahmen ausgetragen wird. Der Ausgang ist offen. Die Liga tritt in folgender Auf­stellung an: Heller; Lehrmund, Leutheuser; Heß, Mundt, Hauptfeld; Michel, Erb, Wlodarek, Erben, Szponik.

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.)

DasChikago des Ostens."

(s) Colombo (Ceylon).

Die heißen doch die lobpreisenden Namen für Ceylon?Stern des Ostens",Mutter des Tees", Insel der Götter". Und so in dieser Art. Wenn man aber die Gefängnisstatistik für das letzte Jahr betrachtet, muß man sich freilich zu der Auffassung durchringen, daß die Götter offenbar ihren Segen von der Insel gezogen haben. Denn die Morde häuften sich in erschreckender Zahl in ganz Ceylon. Zwei Zeilen berichtet man darüber in den Blät­tern: 18 000 Menschen wurden im letzten Jahr in die Gefängnisse geliefert. Das sind 3000 mehr als 1933, 5000 mehr als 1932 und 8000 mehr als 1931. So kommt es, daß man heute lieber von Ceylon als demChikago des Ostens" spricht.

Antarktis-Eroberung nur inoffiziell.

(th) Washington.

Nachdem Admiral Byrd aus der Antarktis glück­lich zurückgekehrt ist und vom Präsidenten Roose­velt empfangen und beglückwünscht worden ist, in­teressiert man sich in Amerika lebhaft dafür, wel­chen Nutzen USA. eigentlich aus dieser Fahrt ziehen könnte. Man weiß, daß Byrd 250 000 Quadrat­meilen neuen Landes entdeckt hat. Aber die Staats­departements haben eifrigst die Nachricht demen­tiert, daß diese Gebiete von den USA. als Besitz beschlagnahmt würden.

Daran sind nämlich englische Reklamationen schuld, auf die Amerika hören mußte. Admiral Byrd hat zwar die Antarktis erobert, aber nur inoffiziell. Während man vor ein paar Monaten noch etwas ganz anderes las, wird heute versichert, daß der Südpol niemals ein großes Geschäft werden würde. Enttäuscht und verärgert und mit einem Verlust von 50 000 Dollar für nichtgedeckte Expeditions- kosten geht Byrd an die wissenschaftliche Auswer­tung seiner Expedition.

Die Jubiläumsbriefmarke mit der Totenmaske.

. () London.

Sei einem jeden Jubiläum, das ein Herrscherhaus oder die Regierung eines Landes begehen, und bei vielen anderen besonderen Anlässen gehört die Her­ausgabe von Erinnerungsbriefmarken heute mit Zum unentbehrlichen äußeren Dekorum. Zum Sil­berjubiläum König Georgs V. das in diesen Wo­chen England eine Saison von nie gesehener Pracht- entfaltung und Reichhaltigkeit beschert, werden als erit-> Auflage der Jubiläumsbriefmarke zunächst einmal eine Milliarde Exemplare gedruckt, und in tien Kolonien und Dominiaons des'britischen Welt­reichs erscheinen nicht weniger als 200 verschiedene Sorren Jubiläumsmarken, auf die die Philatelisten nun Jagd machen können. Der König von England ist ja selbst ein eifriger Briefmarkensammler; die von gleicher Leidenschaft Besessenen befinden sich also in der allerbesten Gesellschaft.

Es ist noch nicht lange her, daß eine solche Ju­biläumsbriefmarke in der politischen Geschichte eines Landes eine besondere Rolle gespielt hat. Das war zu Anfang des Jahrhunderts, im Jahre 1904. als in Serbien das hundertjährige Bestehen des Hauses Karageorgewitsch prunkvoll gefeiert wurde. Die Be­geisterung war um so großer, als im Jahre vorher das Haus Obrenowitsch, mit dem Attentat aus König Alexander I. in der Nacht vom 10. und 11. Juni 1903, zum Erlöschen gekommen war. Im Jahre 1858 hatten die Obrenowitsch', mit Rußlands Hilfe, die Karageorgewitsche, die eine österreich- freundliche Politik betrieben, vom Throne ver­drängt. Der Jubel war also groß, als im Jahre 1904, anläßlich des hundertjährigen Bestehens des Hauses Karageorgewitsch, dieses nach langer Un­terbrechung wieder die herrschende Dynastie war.

Doch etwas Eigenartiges geschah: die Jubiläums­briefmarke, die die Kopfe des neuen Königs Peter I. und Karageorgewitschs, des Stammvaters der Dynastie, sowie in einem Kreis die Jahreszah­len 1804 bis 1904 aufwies, ergab wenn man sie auf den Kopf stellte, die genaue Zeichnung einer Totenmaske. Natürlich fehlte es nicht an Aus­legungen dieser merkwürdigen Erscheinung. Man wollte wissen, daß die Briefmarke eine stumme An­klage gegen den Königsmord des Vorjahres dar- stellte; andere sprachen davon, daß der Mord an König Alexander Obrenowitsch durch ein Attentat gegen ein Mitglied des Hauses Karageorgewitsch gesühnt werden würde. Die serbische Regierung, so erzählte man, habe bei den Briefmarkenhändlern in aller Welt durch ihre Agenten die Jubiläums­marke zurückkaufen lassen. Diesem Gerücht steht aber die Tatsache entgegen, daß die Marke noch bis zum nächsten Jahr von den serbischen Postanstalten verausgabt wurde.

Jedenfalls war die allgemeine Verwirrung groß, und man versuchte auch, der Sache auf den Grund zu gehen und einen Schuldigen festzustellen. Der Verdacht richtete sich gegen den serbischen Graveur Gyoka Jovanovic und den französischen Graphiker Eugen L. Mouchon, der in der Zeit von 1876 bis 1904 für zahlreiche Länder die Briefmarkenzeich­nungen entworfen hätte. Ihm warf man vor, daß er sich von der Witwe des Ermordeten, der Köni­gin Natalie, habe kaufen lassen und die Totenmaske in die Jubiläumsmarke eingeschmuggelt habe. Der französische Künstler wußte sich aber erfolgreich gegen alle Anschuldigungen zu verteidigen, so daß es auch heute noch ungeklärt bleibt, ob Absicht ober Zufall die Hand im Spiele gehabt haben. Es ist aber ein nicht minder eigenartiges Zusam­mentreffen, daß genau dreißig Jahre später, also im 130. Jahre des Bestehens des Hauses Karageor­gewitsch, König Alexander von Jugoslawien in Marseille mörderischen Kugeln zum Opfer fiel. Doch vielleicht liebt die Geschichte das Spiel mit den Zah­len ebensosehr wie das Spiel mit dem Zufall, wo­von ja jene merkwürdige Jubiläumsbriefmarke Zeugnis ablegt.

Fliegen lieben Orangegelb.

(K) Brüssel.

Im Brüsseler Lichtforschungsinstitut hat man seit einigen Jahren interessante Experimente gemacht, die jetzt ihrem Abschluß entgegensetzen. Sie be­ziehen sich auf die Vorliebe der Fliegen für gewisse Farben. Man hat nämlich herausgefunden, daß

Hilfsfonds für den deutschen Sport.

Am nächsten Sonntag, 26. Mai, 10 Uhr, findet im Cafe Ebel zu Gießen, Burggraben 9, eine Werbewartversammlung des Hilfsfonds für den Deutschen Sport des Bez. I des Kreises Gießen statt. Universität Gießen Hochschule für Lehrerbildung Friedberg 17:10 (7: 7).

Ob flutobahnltraßen - ob holprige Gaffen -

duni.o kää