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Lugend-Fußball der Spielvgg. 1900

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Tabellenführung.

Winterhilfskegeln in Wieseck.

Handball im Kreis VIII ckahn-M

Aus den preußischen 7!achbargebieten

Fußball der heimischen Mannschaften

1900

1900

Walther Bartels

Scheller (Berlin),.

Reichel

für die Hypotheken wuchsen ihnen schließlich über den Kopf, dazu kamen Steuerrückstände und Ko­sten für dringende Reparaturen an den beiden bau- fälligen Häusern, daß sie schließlich nicht mehr ein noch aus wußten.

Am 17. Oktober verfielen sie auf die Falsch­münzerei, nachdem sie bereits 1932 schon ein­mal hundert falsche Zweimarkstücke hergestellt hatten, um sich für die erzielten 200 Mark Ma­terialien zu kaufen, damit das Geschäft fortge­setzt werden konnte. Auch haben sie einmal 50 Zehnpfennigstücke hergestellt, um sich vor dem Verhungern zu schützen. Diese beiden vor-

Das Winterhilfskegeln des Keglervereins Lahn-1 Bayern und Brandenburg haben für Busecker Tal wurde am Samstagabend mit einer den 23. Februar einen Fußball-Freundschaftskampf Ansprache des Vereinsführers Schäfer (Wieseck) abgeschlossen, der in der Reichshauptstadt ausge» eröffnet. Auf der bereits fertiggestellten Asphalt-1 tragen wird.

LPD. Frankfurt a. M., 23. Dez. Schon Ende Oktober sind verschiedentlich in Frankfurt und in der näheren Umgebung falsche Fünf-Mark- ft ü cf e aufgetaucht, die so gut hergestellt waren, daß nur die Reichsbank mit Sicherheit die Falsch­stücke erkennen konnte. Von der Kriminalpolizei Frankfurt wurden sofort die Nachforschungen aus­genommen, doch konnte ein Zugriff nicht erfolgen, weil die Falschmünzer die Falschstücke nur in sehr bescheidenem Maße herstellten und weil in diesem Falle alle sonst gegebenen Voraussetzungen nicht zutrafen. Es handelte sich nämlich nicht um eine versteckte Werkstatt, und die Täter brauchten sich auch nicht auf allerlei Schleichwegen die Spezial­werkzeuge zu beschaffen, denn

(Krefeld), Hoffmann (Klein-Steinheim), (Ludwigshafen), Hasselberg (Bochum), (Berlin).

Straßenfahrer: Böhm (Berlin),

Kreis Wetzlar.

# Wißmar, 23. Dez. Die hiesige Sonn- t a g s s ch u l e veranstaltete unter Leitung von Herrn P r e i ß am Samstag ihre Weihnachtsfeier. Die Eltern und andere Einwohner waren zu der Feier zahlreich erschienen und folgten, ebenso wie die Kinder, mit großer Spannung den vielseitigen Darbietungen. Die Kinder wurden mit Geschenken noch besonders erfreut. Ein ertragreiches Schlachtfest konnte ein hiesiger Einwohner vor­nehmen, der ein 9 Monate altes Schwein im an­sehnlichen Gewicht von 3 9 5 Pfund schlachtete.

Odenhausen, 23. Dez. Die hiesige Volks­schule veranstaltete am Samstag ihre Weih­nachtsfeier, die sehr stark besucht mar. Gesänge und Gedichte der Schulkinder wechselten in bunter Reihenfolge ab. Sehr stimmungsvoll war das Stück

2. Feiertag:

1. Jugend Bad-Nauheim 1. Jugend

In dieser Elf stehen 8 Mann, die schon mieöeu;3rz mit Erfolg in der Ligamannschaft gespielt haben. Ihr bekanntester Mann ist der Mittelläufer Keß­ler, ein Spieler mit ganz hervorragendem Können, den man schon für Repräsentationsspiele herangez-, gen hat. Nach ihm sind zu nennen Dechent und Rupp. Mit diesen dreien als Schlußtrio hat sich auch der VfB. den Aufstieg in die höchste Spiel­klasse erkämpft. Auch der Sturm ist sehr gut zu- ammengestellt, besonders der Jnnensturm versteht es, jede sich bietende Torgelegenheit auszunützen. Man ist gespannt, wie sich die Platzbesitzer gegen diesen großen Gegner behaupten werden.

Vorher spielen die Jugendmannschaften beider Vereine. Da beide Mannschaften gleich stark sind, ist mit einem spannenden Spiel zu rechnen.

Fußballabteilung des Turnvereins Alten-Buseck. Launsbach I Allen-Vuseck I 2:6 (0:5).

Mannschaften.

Das Eishockey-Turnier um denDr.- Karl-Ritter-von-Halt-Wanderpreis" wird vorn 26. bis 29. Dezember in Garmisch-Partenkirchen aus­getragen. Beteiligt find an dem Turnier der SC. Rießersee, die ZehlendorferWespen" und die un­garische Mannschaft Budai Torna Egylet. Die Un- aarn und Berliner spielen auch an Neujahr in Füssen im Turnier um denLeinweber-Pokal".

Frankfurts Fußball-Derby zwischen Eintracht und Fußballsportoerein am 24. Novem­ber wird laut Urteil des DFB.-Gauführers im Gau Südwest nicht wiederholt, da das Treffen vom Schiedsrichter regulär durchgeführt wurde und es sich beim strittigen Tor um eine unumstößliche Tatfachenentscheidung des Schiedsrichters handelt.

Bayern und Brandenburg haben für

Aus Frau Holles Weihnachtsstube", ganx ent­zückend das kleine SpielBeim Puppendoktor . Leh­rer S ch n e i d e r wies in feiner eindrucksvollen An­sprache aus die Bedeutung des Weihnachtsfestes als eines Festes der Liebe hin. Es gelte Liebe zu üben am Bruder. Christus habe gesagt:Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan." Der Führer sagte: Opfern ist Hergeben des Notwendigsten." Beide Worte forderten uns alle auf, unser Letztes zu opfern. Den Höhepunkt der Feier bildete die An­kunft des Weihnachtsmannes, der allen Schulkindern ein Geschenk brachte. Lehrer Kreuter dankte zum Schluß allen, die zum Gelingen der schönen Feier beigetragen hatten. Mit einem Sieg-Heil auf den Führer und dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes fand die wohlgelungene Veranstaltung ihr Ende.

(Bielefeld), Wölkert (Schweinfurt), Meier Hauswald (Chemnitz), Roland (Köln), (Chemnitz), Diederichs (Dortmund), Hupfeld (Dort­mund), Wengler (Bielefeld), Krückl (München), Leppich (Kofel), Wierz (Düsseldorf).

Nach langer Zeit konnte Alten-Buseck wieder mal mit einer starken Mannschaft antreten. Von Anfang an legten beide Mannschaften ein scharfes Tempo an den Tag. In der ersten Halbzeit waren dabei die Alten-Busecker klar überlegen und brach­ten dies in fünf Toren zum Ausdruck. Nach Seiten­wechsel wurde Launsbach besser und konnte auf 2:5 verkürzen. Nachdem sich das Spiel dann ver­teilter gestaltete, konnten die Gäste durch einen Elf­meterball den Schlußstand Herstellen. Der beste Mann auf dem Spielfeld war der Mittelläufer der Gäste. Das Spiel wurde sehr fair ausgetragen. Durch diesen Sieg sicherte sich Alten-Buseck die

1. Feiertag:

1900 1. Jugend Spo. Wetzlar 1. Jugend

1. Schüler Butzbach 1. Schüler

2. Schüler Spv. Wetzlar 2. Schüler >

Ein Falschmünzer-Trio verhaftet

Sie gestehen mehr, als ihnen nachzutveisen war.

bahn begann das Kegeln, bei dem gute Resultate erzielt wurden. Diplome erhielten folgende Bun­deskegler: Wilhelm Wagenbach (Alten-Buseck) zehn Kugeln 57 Holz, Wilhelm Müller (Wieseck) mit 56 Holz, Wilhelm Mandler (Wißmar) mit 55 Holz, Ludwig Kolberger (Lollar) mit 54 Holz, Karl- ringer (Wieseck) mit 53 Holz, Willi Borschel (Lol­lar) mit 52 Holz. Nichtbundesmitglieder: Karl Krombach (Krofdorf) 55 Holz, Otto Weller (Wieseck) mit 54 Holz, Ferdinand Hamm (Wieseck) mit 54 Holz, Georg Keller (Wieseck) mit 52 Holz. An das Wmterhilfswerk konnten 68 Mark abge­führt werden.

Kurze Sporlnotizen.

Ein Rekord-Handballergebnis roiri) aus Baden gemeldet. Dort hat der Sportverein Schwetzingen den Turnverein St. Ilgen mit 41:0 (22:0) besiegt. Angesichts der kurzen Spieldauer von nur 60 Minuten eine respektable Leistungbeider"

Oie Olympia -Kernmannschaften der Radfahrer.

Vorerst 30 Fahrer in den Nationalmannschaften.

Der Deutsche Radfahrer-Verband hat jetzt seine Olympia-Kernmannschaften der Bahn- und Stra­ßenfahrer zusammengestellt, also die Fahrer be­nannt, die in den nächsten Monaten auf die Rad- fportwettbewerbe der Olympischen Spiele vorbe­reitet werden. Die Mannschaft der Bahnfahrer be­steht zur Zeit aus siebzehn, die der Straßenfahrer aus dreizehn Fahrern. Der erste Renntag der beiden Nationalmannschaften findet am 5. Januar in der Dortmunder Westfalenhalle statt. Die Zusammen« setzunq der Mannschaften ist nicht endaültig, sie wird sich von Fall zu Fall je nach den Leistungen der Fahrer wohl noch ändern. Zur Zeit zeigt die Zusammensetzung der beiden Mannschaften folgen­des Bild:

Bahnfahrer: Merkens (Köln), Klöckner (Köln), Horn (Köln), Karfch (Leipzig), Jhbe (Leip­zig), Krehn (Berlin), Wiemer (Berlin), Jung (Dres­den), Rosenlöcher (Dresden), Mertens (Dortmund), Riemann (Hannover), Lorenz (Chemnitz), Arndt

zu entscheiden.

Für den zweiten Feiertag ist die erste Jugend als Gast in Bad-Nauheim und wird sich sehr anstrengen müssen, um ein gutes Ergebnis mit nach Hause zu bringen. Die erste Schülermannschaft fährt nach Friedberg und wird auch dort einen guten Eindruck hinterlassen. Auf eigenem Platze tritt die zweite Schülermannschaft gegen die Jungens vom Wald- sportplatz an. Das Vorspiel entschieden die Blau- Weißen für sich und sie werden wohl auch dieses Spiel für sich gestalten.

Handball der Sp.-Vg. 1900.

Von der Handballabteilung der Spielvereinigung 1900 werden am zweiten Weihnachtsfeiertag zwei Spiele durchgeführt. Die zweite aktive Mannschaft tritt in Londorf der ersten Elf des dortigen Turn­vereins gegenüber. Da das Spiel werbenden Cha­rakter tragen soll, werden in der Gießener Mann­schaft einige Kräfte der ersten Garnitur mitwirken. Man erwartet ein faires Spiel.

Auf dem 1900er-Sportplatz empfängt die erste Jugendmannschaft der Blau-Weißen die gleiche Elf des Wetzlarer Sportvereins 1905. Die Gäste sind in letzter Zeit stark nach vorn gekommen und werden dem 1900er Nachwuchs stark zusetzen. Auch hier steht ein interessantes Spiel bevor.

*

Die zur Zeit herrschende Witterung ist dem Hand­ball wenig zuträglich. Das hat man auch am gestri­gen Sonntag wieder gemerkt. Denn die zum -Keil vollkommen vereisten Plätze ließen schöne Spiele selten zu und es wäre vielleicht ganz gut gewesen, wenn das eine ober andere Spiel noch ausgefallen wäre. Die Bezirksklasse und 1. Kreisklasse haben ihre Spiele ohne Ausnahme durchgeführt, während die unteren Mannschaften zum Teil aus den schon vorstehend erwähnten Tatsachen nicht antraten.

Vezirksklasse.

Tv. Wetzlar Tv. H e u ch e l h e i m 9:1 (2:1). Die Heuchelheimer haben sich besser gehalten, als man erwartet hatte, ganz besonders in der 1. Halb­zeit. Denn zu diesem Zeitpunkt hätte eine komplette Elf den Einheimischen sehr leicht das Nachsehen geben können. Nach der Pause hatten die Gäste ihr Pulver allerdings verschossen, so daß Wetzlar keine Mühd hatte, seinen Sieg sicherzustellen.

Tv. Hochelheim Tv. Münchholzhau­sen 6:6 (3:4). Hochelheim ging gleich mit 2:0 in Führung, mußte sich aber bis Halbzeit trotzdem noch 4:3 geschlagen bekennen. Nach der Pause kamen die Einheimischen immer mehr auf, so daß Münchholzhausen das Glück hatte, wenigstens noch einen Punkt zu retten. Hochelheim, das seine Mann­schaft stark verjüngt hat, machte wieder eine sehr gute Figur. . ,,

Tv Lützellinden - Tv. Roth 11:4 (4:3). Man war überrascht, welchen Widerstand die Gäste den Einheimischen in der 1. Halbzeit leisteten. Zu dieser Zeit sah es denn auch absolut noch nicht nach einem so hohen Sieg aus. Nach Halbzeit wurde es allerdings wesentlich anders. Lützellinden kam merk­lich ins Spiel und konnte Roth mit einer auch der Höhe nach vollkommen verdienten Niederlage nach Haufe schicken.

I. Kreisklasse.

Der Kampf um die Spitze wird von Sonntag zu Sonntag spannender. Hörnsheim, Groß-Rechten- bach und Niedergirmes dürften die Sache unter sich ausmachen, die zur Zeit auch ohne Zweifel die fpielstärkften Mannschaften darstellen.

Tv. Hörnsheim Tv. Garbenheim 18:5 (3:4). Ein ganz eigenartiges Ergebnis. In der Halbzeit ist Hörnsheim mit einem Tor im Rück­stand, um dann am Schluß mit 13 Toren zu ge­winnen. Es hat aber feine Bedeutung. Das eine Tor war vollkommen vereist, so daß beide Torleute keine Möglichkeit hatten, auch nur irgendwie ein- zugreifen. Diese Tatsache nahmen sich die Hörns­heimer Stürmer zur Notiz, schossen aus allen La­gen und verließen dann als sicherer und verdienter Sieger den Platz.

Tv. Dorlar Tv. Garbenheim 5:11 (1:4). Dorlar hatte abermals nur 9 Mann zur Stelle, so daß damit schon keine Chance für ein günstiges Abschneiden vorhanden war. Die Gäste nützten das geschickt aus und konnten einen ebenso sicheren, wie auch verdienten Sieg landen.

Tv. Groß-Rechtenbach Tv. Nieder­girmes 6:3 (4:1). Das interessanteste und vor allem auch aufschlußreichste Spiel kam in Groh- Rechtenbach zustande. In einer Art Vorentscheidung konnte Groß-Rechtenbach seinem Rivalen um die Tabellenspitze zwei wichtige Punkte abnehmen und sich dadurch weiter nach vorne arbeiten. Es war ein sehr schöner Kampf. Denn beide Mannschaften spielten äußerst fair, so daß auch der Schiri ein leichtes Amt hatte.

Allendorf (Lumda) Londorf 8:5. Die Londorfer mußten, trotz stärkster Aufstellung, eine in jeder Hinsicht verdiente Niederlage hinnehmen. Die technische Ueberlegenheit der Allendorfer Mann­schaft ließ schon zu Anfang des Spieles ihren Sieg vermuten. Die 2:0-Führung von Londorf wurde bald ausgeglichen und bis zur Halbzeit auf 3:2 erhöht. Die schußkräftigen Stürmer von Londorf spielten zu engmaschig und behinderten sich dadurch selbst am Werfen. Außerdem fehlte es am Aufbau. Die Allen­dorfer Mannschaft hat mit diesem Sieg unter Be­weis gestellt, daß ihr kein Gegner in ihrem Bezirk gewachsen ist. Allendorf ist jetzt Tabellenerster.

In der II. Kreisklasse kam nur ein Spiel zum Austrag, und zwar:

To. Allendorf (Lahn) To. Wetzlar II 6:1 (3:0). Die Einheimischen standen erftmahg wie­der komplett und konnten so die Gäste viel sicherer noch als das Ergebnis besagt, schlagen.

In der Jugendklasse fielen sämtliche an- gesetzten Treffen aus.

Eisläufen-die Mnlerfreude der Äsend.

Auf dem fest zugefrore- ----------------- nen neuen Teich an der Schlageterstraße huldigt die Jugend dem Eislauf. Die große Eisfläche, die hier entstanden ist, gestat­tet es vielen Hunderten Besuchern, sich nach Her­zenslust zu tummeln. Vielfältig ist das Leben auf dem Eise. Die Jugeiid jagt auf und ab und ahmt die Kunst der Fort­geschrittenen nach, dort wird das schnelle Eis­hockey gespielt und an wieder anderer Stelle das besinnliche Eiskegeln. Gießen hat mit diesem neuen Teich eine Eis­sportanlage, die ihres­gleichen sucht.

(Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)

1900 1. Jugend Bad-Nauheim 1. Jugend 1900 1. Schüler VfB. Friedberg 1. Schulen 1900 2. Schüler VfB. Gießen 2. Schuler

Die Iugendabteilung der Spielvereinigung 1900 hat für die Feiertage ein reichhaltiges Programm aufgestellt. Am ersten Feiertag trifft die erste Jugend auf die gleiche Mannschaft des Spv. Wetz­lar. Man wird hier den Gästen wohl ein kleines Plus zusprechen müssen, doch sind die Blau-Weihen in der Lage, auch ein schönes Spiel zu liefern. Die erste Schülermannschaft hat sich die Jungens aus Butzbach zu Gast geladen, und man wird wohl nicht fehlgehen, wenn man hier mit einem schönen und spannenden Kampf rechnet. Auch auf eignem Platze empfängt die zweite Schülermannschaft die gleiche Mannschaft des Spv. Wetzlar. Die Kleinsten sollten wohl in der Lage sein, das Spiel für sich

, FETeutonia" Watzenborn-Steinberg

Sporto. Wehlar 05 Teutonia Wahenborn- Steinberg 2:1 (0:0).

Am Sonntag hatten sich die Teutonen etwas Gro­ßes vorgenommen, nämlich in Wetzlar (auf dem Platz des vorjährigen Meisters) zu gewinnen, um den Schluß der Tabelle immer mehr zu verlassen. In der ersten Halbzeit sah es nicht ganz so aus, denn Wetzlar war in der ersten Halbzeit mit dem Wind im Rücken leicht überlegen. Es gab zwar vor bei­den Toren aussichtsreiche Situationen, aber zähl­bares blieb aus.

Nach der Halbzeit ergab sich ein anderes Bild. Die Teutonen waren immer leicht im Angriff und es gelang auch dem Mittelstürmer Lang durch einen scharfen Schuß die Führung für seine Mann­schaft zu erzielen. Seinberg blieb nun weiter ton­angebend unb das zweite Tor lag in der Luft, als Lang die beiden Verteidiger umspielte und fünf Meter frei vor dem Wetzlarer Tor zu Fall gebracht wurde. Der fällige Elfmeter wurde nicht gegeben. Als nun eine Umstellung der Wetzlarer Mannschaft erfolgte, konnte Blech den Ball hoch zum Tor schießen und unglücklicherweise fiel er zwischen der Torlatte und den Fäusten des sonst sehr guten Tor­warts Happel in das Dreieck. Dies war kurz vor Schluß, als dann die Wetzlarer Zuschauer zum ersten Male jubeln konnten und in der gleichen Minute kam das Verhängnis. Ein Eckball wurde von Wetzlar schön getreten, der Tormann umgerissen und der Ball wanderte fünf Meter vor dem Tor von Fuß zu Fuß, aber kein Spieler war in der Lage, ihn auf eine größere Entfernung fortzuschaffen, bis dann < endlich der Ball zum Tor befördert wurde und so

die Teutonen auch den einen Punkt noch verlieren mußten.

In der Folge kämpften die Teutonen aus das Un­entschieden, das aber nicht mehr gelang. So ver­loren die Teutonen wieder eins von den vielen Spielen ganz knapp und der Sportverein war wie­der einmal der glücklichere Sieger.

Im Allgemeinen sah man aber die Teutonen (Happel-, Jung, Fett; Schäfer, Schmandt, Euler; Burger, Buß, Lang, Haas, Burk) wieder in sehr guter Form und konnte feststellen, daß es in den letzten Spielen ganz anders klappte, als in der Vorrunde.

Sportverein 1920 Lollar.

Fv. Wallau, Tabellenführer der Vezirksklasse, Gruppe Warbutg, in Lollar zu Gast.

Ein schönes Spiel ist am ersten Feiertag auf dem Waldsportplatz in Lollar zu erwarten, wo sich die erste Elf des Spv. 1920, 1. Kreisklasse, Gruppe Gie­ßen mit dem Tabellenführer der Bezirksklasse, Gruppe Marburg, im Freundschaftsspiele trifft.

Fußball im Turnverein Grohen-Linden

Grohen-Linden I VfB. Friedberg (Ligareserve).

Am 2. Feiertag hat sich Grohen-Linden einen ganz großen Gegner verpflichtet. Es ist dies kein geringe­rer als die Reserve der Friedberger Bewegungs- spieler Den Gästen geht ein guter Ruf voraus, sie stehen in der 1. Kreisklasse Gruppe Friedberg an erster Stelle. Der VfB. Friedberg tritt in Großen- Linden mit folgender äußerst spielstarken Mann­schaft an: Dechent; Rupp, Sauer; Ebner, Keßler, Eckhardt; Witzel, Süßenberger, Mase, Wingeseld, Engel.

die Hersteller waren Inhaber einer mechanischen Werkstätte, in der sie über eine Presse von 40 Zentner Eigengewicht, über Stanzen, Schweih- apparafe und dergleichen mehr verfügen konnten.

Als in emsiger Zusammenarbeit zwischen der Frankfurter Kriminalpolizei, der Hattersheimer Po­lizei und der Gendarmerie die Beweiskette geschlof­fen war, ist am vergangenen Samstag zugegriffen worden. Verhaftet wurden der 54 Jahre alte Hein­rich Mook aus Hattersheim und dessen 23 Jahre alter Sohn Herbert, der bei seinem Vater in der mechanischen Werkstatt beschäftigt wird. Fer­ner der 52 Jahre alte Bruder Simon des oben genannten Heinrich Mook, der aber mit der Her­stellung der falschen Fünf-Markstücke nichts zu tun hat, sondern für frühere Verfehlungen auf dem gleichen Gebiete in Frage kommt. Der Heinrich Mook betreibt feit 30 Jahren die mechanische Werk­statt in Hattersheim. Die Verhafteten stammen aus einer guten Familie, hatten früher auch ein gut­gehendes Geschäft, unter anderen Dingen stellten sie auch Fahrräder fabrikmäßig her, doch war in der letzten Zeit der Verdienst außerordentlich gering. Heinrich Mook besitzt auch zwei Häuser in Hatters­heim, die aber so hoch mit Hypotheken usw. belastet sind, daß sie eher als eine Last, denn als eine Einnahmequelle angesehen werden müssen. Die Ge­brüder Mook verlegten sich schließlich auch auf die Ausnutzung von Erfindungen, und dabei scheinen sie den Rest ihrer beweglichen Habe vollkommen eingebüßt zu haben. Schließlich kam es soweit, daß Simon Mook in Hofheim im Taunus, wo er auch wohnte, Notstandsarbeiten verrichten mußte, um seinen Lebensunterhalt zu schaffen. Die Zinsen

hergehenden Fälle sind der Polizei nicht be­kannt gewesen, sie gehen aus dem umfassenden Geständnis des Herbert Wook hervor, der das Falschgeld in der Hauptsache vertrieb, aber kei­nen Pfennig für sich benützte, sondern alles ab- tieserte, damit die Schulden bezahlt werden konnten.

Nachdem sie im Oktober sich das Flachmessing und die chemischen Artikel verschafft hatten nebenbei bemerkt kiloweise, da sie über keine Mit­tel verfügten fertigten sie zirka 15 0 falsche Fünfmark st ücke an, die so ausgezeichnet ge­arbeitet sind, daß sie mühelos von dem jungen Mook untergebracht werden konnten. Der Sohn fuhr mit seinem Fahrrad die Umgebung ab, wobei er auch bis nach Limburg, Mainz und Griesheim bei Darmstadt kam. Im ganzen wurde er bei den zirka 130 Stück, die er verausgabte, nur zweimal angehalten, einmal in einem Frankfurter Lebens­mittelgeschäft, das ihm aber das falsche Fünfmark- stück einfach nur zurückgab, dann einmal bei einem Kleinhändler in Eddersheim. Dieser verfolgte ihn, mußte ihn aber laufen lassen, dabei fiel die Akten­tasche und das Fahrrad des Herbert Mook den Ver­folgern in die Hände. Daß war am 13. Dezember, während die Verhaftung erst am 21. Dezember er­folgen konnte, fo daß die Falschmünzer Zeit genug gehabt haben, die Beweismittel aus der Welt zu schaffen, was sie denn auch gründlich getan haben. Da sie aber ein umfassendes Geständnis abgelegt haben, fällt das nicht weiter ins Gewicht. Die Ver­hafteten wurden heute dem Amtsgericht Höchst vor« geführt.