Ur. 170 Zweites Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)
r Mittwoch, 24.)uli 1935
OasInfanterie-Negimeni Gießen übt in Oberheffen
Aus der Provinzialhauptstadt
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Sommermonaten dankbar sein.
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ihr.
Theoretische Physik, kann am 24. Juli 1935 auf eine 6 0jährige Dienstzeit als Hochschullehrer zurückblicken; er hat sich im Jahre 1875 in Göttingen als Privatdozent habilitiert.
wieder der Feind auf dem Komturberg (nördlich Wölfersheim) und ostwärts davon festgestellt. Nunmehr entschloß sich der Führer von Blau, mit seinem ganzen Bataillon den Gegner anzugreifen. Unter dem Schutze des Waldes wurde das Bataillon entwickelt, die Maschinengewehre und Minenwerfer wurden eingesetzt, und bald daraus trat das Bataillon in breiter Front aus dem Wald heraus zum Angriff an. Der Feind empfing Blau beim Austritt aus dem Walde mit starkem Feuer, war aber bald darauf wieder verschwunden, so daß der Angriff von Blau zunächst ins Leere stieß.
Rot hatte damit den ersten Teil seines Kampfauftrages gelöst, nämlich den Feind zur Entfaltung, zur Entwicklung und schließlich zum Angriff zu zwingen, ohne es dabei zu einer Enscheidung kommen zu lassen.
Bei diesem Stand wurde nördlich von Wölfersheim die Hebung abgebrochen und die Offiziere und Zugführer zur Besprechung gerufen. Nach kurzer Pause rückten die Kompanien in ihre Quartiere in Wölfersheim, Melbach, Södel, Beienheim, Weckesheim und Reichelsheim ab. In allen Ortschaften wurden die Feldgrauen außerordentlich herzlich ausgenommen und von der Bevölkerung in glänzender Weise bewirtet, so daß sehr schnell bei den Soldaten und der Ortsbevölkerung große Freude und Zufriedenheit herrschte.
Am heutigen Mittwochfrüh tritt das Bataillon zu einer neuen Aufgabe von Reichelsheim aus an, die über den Horloff- und Nidda-Abschnitt bis in die Gegend von Selters führen wird.
Ide,
ter lieben wir gewiß auch die Geselligkeit, sitzen gern mit bekannten Familien zusammen, feiern auch Feste. Aber es sind doch nur Bekannte oder Menschen einer bestimmten Berufsschicht, mit denen wir zusammen sind. Hier im Sommer fallen alle Scheidewände, hier spricht der Mensch zum Menschen.
Mit den Kindern fängt es an. Sie sind am eifrigsten in der „Anschlußfrage". Sie bauen Brücken, die auch für die Zukunft tragfähig sind. Wir Aelteren lernen die Arbeit unsrer Volksgenossen verstehen, wir werden bescheidener und stiller. Wir schauen hinein In Zusammenhänge, die uns oft noch fremd waren. Und all dies verdanken wir dem Sommer, der uns hinausführt in die deutschen Lande. Der Sommer hilft uns, daß wir» Kräfte sammeln für den Winter, daß wir auch immer mehr körperlich und seelisch verbunden werden mit allen deutschen Menschen. Dafür wollen wir den schönen
Geheimrat Fromme
60 Lahre Hochschullehrer.
Von der Pressestelle der Universität Gießen wird uns mitgeteilt:
Herr Geheimrat Professor Dr. Karl Fromme, der seit einigen Jahren emeritierte Ordinarius für
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Der erste Llebungstag.
Auftrag, zur Sicherung der linken Flanke über Münzenberg—Echzell Ranstadt zu erreichen.
Rot: Am 22. Juli hatte sich Rot am Horloff- Abschnitt zu hinhaltendem Widerstand eingerichtet. Zur Sicherung gegen einen aus Nordwesten gemeldeten Gegner war das III. Bataillon JR. 15 an die Waldränder ostwärts Oppershofen oorgeworfen worden. Die Masse des III. Bataillons besetzte diese Waldränder. Die 10. Kompanie hatte den Auftrag, bei Münzenberg die östliche Flanke zu sichern.
Der verlauf der Hebung.
Bei Beginn der Uebung um 7 Uhr war das III. Bataillon I. R. Gießen im Vormarsch auf Münzenberg. Auf der Vormarschstraße wurden Radfahrer-Spähtrupps vorausgeschickt, die dicht südlich Münzenberg bereits feindliches Feuer erhielten. Auch die Spitzenkompanie wurde bald darauf von dem Buchberg und den Waldrändern südlich Münzenberg aus mit Feuer empfangen. Der Spitzenführer entschloß sich daraufhin, seine Kompanie zu entwickeln und den Feind anzugreifen, um seinem Bataillon die Vormarschstraße freizumachen. Der Begleitzug wurde zu diesem Zweck eingesetzt und unterstützte kräftig den Angriff des Bataillons. Der schwächere Gegner mußte weichen und zo^ sich bald darauf durch die dichten Wälder in südlicher Richtung zurück. Die breit und tief entwickelte Spitzenkompanie stieß dicht hinter dem Feind durch die Wälder durch, der Rest des Bataillons konnte nach längerer Pause seinen Vormarsch auf der Vormarschstraße fortsetzen.
Als die vordersten Teile von Blau die Waldränder westlich W o h n b a ch erreichten, wurde bereits
Saubringen in der Verfolgung des roten Gegners, d r sich an der Bahn Wißmar—Launsbach und den d: hinter liegenden Höhen festgesetzt hatte. Da die Lohnbrücke zerstört war, entschloß sich der Führer v n Blau zum Uebersetzen über die Lahn südlich
Geheimrat Professor Dr. Fromme, am 11. Juni 1852 in Kassel geboren, war von 1875 bis zum Herbst 1880 als Privatdozent der Physik in Göttingen tätig, und kam dann nach Gießen, wo er bis zu seiner (Emeritierung als allgemein geschätzter Hochschullehrer wirkte. Neben seiner akademischen Lehrtätigkeit stellte er sich der Allgemeinheit auch in ehrenamtlicher Arbeit gerne und tatfroh zur Verfügung. Von 1885 bis 1920 war er Mitglied des städtischen Schulvorstandes, von 1891 bis 1920 gehörte er der Kreisschulkommission an, im Theater- verein wirkte er seit 1897 als Vorsitzender, ferner war er im Aliceschul-Verein von 1892 bis 1914 als Mitglied des Vorstandes und von 1914 bis 1923 als Vorsitzender tätig. In allen Ehrenämtern hat er in vorbildlicher Weise stets dem Wohle der Gesamtheit gedient. Hierdurch, aber auch durch sein berufliches Wirken und durch seine ausgezeichneten menschlichen Eigenschaften hat er sich in weiten Kreisen in Stadt und Land große Wertschätzung erworben.
Deutsche Arbeitsfront.
Sonderfahrt nach dem Nürburgring am 2 8. Juli.
Wie uns unsere Gaudienststelle in letzter Stunde mitteilt, hat die Reichsbahn unsere Fahrt nach dem Nürburgring nicht genehmigt, da die Strecke Koblenz—Adenau eingleisig ist. Wir haben uns deshalb um einige Omnibusse bemüht. Der Fahr-1
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b::r Badenburg.
Der Verlauf der Hebung.
:Jn der Nacht vom 22. auf 23. Juli wurde das Bataillon innerhalb von 2 >2 Stunden unter 93er» nsndung von großen und kleinen Floßsäcken, Pon- Icins, Kähnen und Laufstegen übergesetzt. Hierbei eicreidjte ein Jnfanteriezug der 6. Kompanie mit ehern großen und vier kleinen Floßsäcken die Re- ilirdzeit von sechs Minuten. Daß es hierbei auch verschiedene nasse Füße gab, kann man sich iimfen. Nach beendetem Uebersetzen begann gegen 3.60 Uhr der Angriff auf die zwischen Launsbach urb Wißmar gelegenen Höhen, wo nun der Schwer- ii nkt des roten Gegners lag. Um 4.30 Uhr er» tihte das Signal „Das Ganze Halt".
Rach der Uebung ging die Truppe an der Wiß- Mrer Brücke zu längerer Rast über, wo auch bald ii heißersehnten Feldküchen, mit Jubel begrüßt, schienen. Ein „schwerer Schlag" Erbsen mit Speck ülte die hungrigen Mägen der Soldaten. Auch der t'cntinenroirt Zengler ließ es sich nicht nehmen, odü dem Plan zu erscheinen.
Um 8.30 Uhr marschierte das Bataillon weiter vcch dem Lumdatal, wo es im Laufe des Tages n ©taufenberg, Mainzlar, Daubrin« in und Treis a. d. Lumda Quartier bezog. Liberal! bereitete die Bevölkerung den Soldaten ir e sehr herzliche Aufnahme.
Mm heutigen Mittwoch wird die neue Uebungs- cirgabe das Bataillon von Treis a. d. Lumda uns in Richtung Nordeck — Winnen — k- sdorf führen.
Das DI. Bataillon
Am gestrigen Dienstag früh begann auch das 1 Bataillon mit feinen Hebungen.
Die Lage.
Blau: Im Vormarsch nach Süden hatte die Truppe in der Nacht zum 23. Juli Ortsbiwack mir verstärktem I. R. 15 auf dem linken Flügel in Laug-Göns und Holzheim bezogen. Vom Feind 6er bekannt, daß er mit den vordersten Teilen die Tagend von Büdingen und Ortenberg erreicht hatte. $n Hungen waren rote Kraftradschützen vertrieben Berben. Am Morgen des 23. Juli wurde der Sormarfd) fortgesetzt. Das III. Bataillon hatte den
Kurz vor L i ch kam die Meldung an das Bataillon, daß die Ausgänge von Lich und die Marsch- siraße nach Hungen von feindlichem Artilleriefeuer iselegt seien. Daher erhielt das Bataillon den Befehl, i»ach Süden auszuweichen, und es ging nunmehr entfaltet, d. h. zerlegt in Züge und kleinere Ein- Isiten südlich der Straße etwa von Birklar auf i n Waldstück südlich von Hungen vor. Kaum war liefe Bewegung angetreten, so verschwand das Ba- liillon, das bisher auf der Marschstraße einen recht sittlichen Eindruck machte, fast vollkommen dem ! uge des Beschauers. Die einzelnen Jnsanteriezüge, l e Fahrzeuge des Bataillons usw., kurzum alles l itte sich dem Gelände so angepaßt, daß der feind- Iche Beobachter die Truppe kaum noch erkennen Imnte und mit der Artillerie keine Wirkung mehr in erzielen war. Schließlich hatte das Bataillon in । efer Gliederung das befohlene Waldstück südlich ion Hungen erreicht und stellte sich nunmehr zum - ngriff gegen den roten Gegner bereit, der auf den (•genüberfiegenben Höhen eingebaut war.
In diesem Augenblick wurde die Uebung durch hs Signal „Das Ganze Halt" und den Dffi» i erruf abgebrochen. Nach beendeter Besprechung I?s Hebungsverlaufs rückten die Kompanien in ihre r it Fahnen festlich geschmückten Quartierorte H u n- k«e n, Inheiden, Steinheim, Rodheim c d. Horloff und Langd ab. In allen Orten cnirbe den Soldaten eine überaus herzliche Aufriihme bereitet.
k Am heutigen Mittwoch wird das Bataillon eine ti ue Aufgabe in Angriff nehmen, die um 6.45 Uhr b i Rodheim a. d. Horloff begann und die 2truppe bis in die Gegend von E i ch e l s d o r f f.lhren wird.
Das II. Bataillon.
Der Uebung, die — wie wir gestern bereits kurz erwähnt — in der Nacht vom Montag zum Diens- t g an der Lahn ftattfanb, lag als Zweck ein sslußübergang mit Behelfsmitteln jjugrunbe.
Der Gommer und die Menschen.
Als meine zwei Jungen dieser Tage von einer mehrwöchigen Radtour zurückkehrten, erzählten sie begeistert von den Schönheiten Süddeutschlands, von den netten Kameraden, die sie unterwegs getroffen hätten, von den schönen Jugendherbergen usw. Ganz besonderes Lob aber spendeten sie einigen Bauernfamilien, bei denen sie übernachtet hatten, einmal, weil das Geld ziemlich knapp geworden und zum andern, weil eine Jugendherberge noch weit gewesen war. Da waren sie in das erste beste Bauerngehöft gegangen und hatten um ein Nachtlager in der Scheuer gebeten. Aber zu ihrem Erstaunen wurde ihnen ein schönes Zimmer mit einem breiten Bette angewiesen, sie bekamen ein fürstliches Nachtessen und am andern Morgen ein kräftiges Frühstück. Mit Dank im Herzen schieden sie von den freundlichen Gastgebern.
Diser Teil des Berichtes bewegte mich am meisten, und ich machte mir meine Gedanken darüber. Ich dachte auch an Geschehnisse ähnlicher Art, die ich auf früheren Wanderungen erlebt hatte.
Es ist mit dem Sommer eine eigentümliche Sache. Wenn die Sonne scheint und draußen alles blüht und duftet, dann sind die Menschen freundlicher, zugänglicher und fröhlicher. Sie sind anders als im Winter. Sie nehmen teil an den Geschicken ihrer Nächsten, sie sind zu jeder Zeit hilfsbereit und gefällig. Ob das allein von der Sonne oder von der schönen deutschen Landschaft kommt, mag Dahingestellt sein. Wir können jedenfalls die Tatsache feststellen, daß es so ist.
Da sitzen sie, bunt zusammengewürfelt, im Sonderzug der Reichsbahn. Alle haben dasselbe Ziel: die bayerischen Berge. In dem Abteil sind Studentinnen, Kaufleute, Künstler, Lebrer und Arbeiter. Das gemeinsame Ziel sorgt für den Gesprächsstoff. Wo zuerst kühle Zurückhaltung herrschte, da stellt sich bald eine schöne Verbundenheit ein. Man bietet sich gegenseitig Obst an, man trinkt zusammen ein Fläschchen Limonade. Hnd die Freude ist groß, als sich alle am Abend wieder in einem Gastbaus, in dem sie nun einige Tage wohnen sollen, treffen. Sie fühlen sich bald wie eine Familie, sitzen an einem Tische, erzählen sich luftige Schnurren, führen aber auch ernste Gespräche. Die Ausflüge werden gemeinsam besprochen und gemeinsam ausgeführt. Es sind nur wenige Tage, die sie hier bleiben. Aber diese Tage genügen, um Fäden zu schlingen, die so bald nicht wieder zerreißen.
Oder ist es auf einem Rheindampfer nicht ähnlich? Da sind es nur Stunden, die die Menschen zusammen fahren. Aber in dieser kurzen Zeit werden Bekanntschaften gemacht,, manchmal sogar Freundschaften geschlossen. Der Sommer und die herrliche Landschaft diese beiden Zauberer, helfen mit, daß die Menschen alles Alltägliche hinter sich lassen und nur froh und glücklich in die Welt schauen.
Gewiß gibt es auch Einsiedler, die diese gemeinsamen Fahrten nicht lieben. Wir haben wohl auch einmal das Bedürfnis, allein zu sein. Hnd wir erinnern uns gern an manche besinnliche Stunde, die wir ganz allein auf Bergeshöhe oder im Waldesschatten verbrachten. Wie lebendig stehen aber dann die Erlebnisse, die wir gemeinsam auf unfern Spaziergängen, auf unfern Wanderungen hatten, vor uns! Äir fühlen doch stündlich, daß wir Glieder eines Volkes sind, daß wir zusammenkommen müssen, daß wir gemeinsam leben und uns auch gemeinsam freuen sollen.
Da ist der Sommer die beste Zeit. Schon in den Anlagen der Stadt, auf den Ruhebänken, finden wir die netteste Unterhaltung. Hnd wenn wir selber nicht „so in Stimmung" sind, dann sind es die Kinder, die vor uns spielen und bald ein Band schlingen um Alter und Jugend. Es ist doch so, daß die Alten gern in der Sonne sitzen und zuschauen. Die Jugend aber will spielen, will sich betätigen. Sie will auch hinaus in die Welt, sie will wandern, will sich ihre Heimat erwandern. Wie schnell sind solche Wandergesellen untereinander einig! Wie rasch werden Freundschaften geschlossen!
Da braucht der Bauer einige kräftige Fäuste bei der (Erntearbeit. Die Nothelfer stellen sich ein. Man sieht ihnen bald nicht mehr an, daß sie den ganzen Winter hinter den Büchern oder auf dem Büro saßen. Die Sonne hat sie braun gebrannt und die frische Landluft ihre Lungen geweitet. Wie froh sitzen sie am Abend vor der Haustür mit den alten Bauern zusammen und erzählen von ihrem Vaterhause, von ihrer Arbeit und von ihren — Zukunftsplänen! So kommen Stadt und Land zusammen, lernen einander verstehen, einander schätzen und — Heben. ,
All dies bringt der Sommer zustande. Im Wm-
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den übri: Hans & gen: U)tc: und $erc jteinbrudi leßen.
Das Infanterie-Regiment Gießen ist — wie wir gestern bereits kurz berichteten — am Montagabend bzw. am gestrigen Dienstagfrüh zu Hebungen ü m Vataillonsverband ausgerückt. Heber den ersten Hebungstag liegen uns folgende Schilderungen unserer Sonder-Berichterstatter vor.
Das!. Bataillon.
Am Dienstagfrüh 5.30 Hhr rückte das I. Bataillon zu feinen Hebungen im Raume Hungen- Schotten von der Kaserne aus in Richtung Lich i«b. Zunächst wurde in friedensmäßigem Marsch >is zum Waldausgang bei Steinbach marschiert. Dort begann für das der blauen Partei angehörige I. Bataillon
die Kriegslage.
Nach dieser Lage marschierte das Bataillon als Dortrupp einer vormarschierenden Division über 2i ch nach Hungen. Man konnte zunächst das Bild ler durch diese Lage geforderten Marschsicherung leobachten. Zunächst ritten Reiter-Spähtrupps tegen den Feind. Ihnen folgte als erste Sicherung her marschierenden Division die Reiterspitze, gefolgt ton der Jnfanteriespitze, dann auf der Marschstraße tegen Lich in immer stärker werdenden Verbänden los zur Sicherung der Division gegliederte Baiail- bn. Infanterie-Kompanien mit zugeteilten Maschi- s'engewehrzügen, das Bataillon mit dem ungeteilten Ninenwerserzug und auf die marschierende Kolonne [erteilte motorisierte Kampfwagen-Abwehrgeschütze pgen vorbei. Der Abstand zwischen den Einheiten erschwerte dem Flieger die Beobachtung und Heber» W-
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Die Kriegslage.
:ij;. Nach der Annahme waren am 22. Juli starke 1934 gi. blaue Kräfte aus der Linie Trohe—Alten-Buseck—
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5.
von
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1179: Heinrich der Löwe aus Deutschland bannt. Ende seines Versuches einer kraftvollen
Ouvertüre zur Oper „Die lustigen Weiber von Windsor" von Nikolai.
a) Morgenstimmung,
b) Aases Tod a. d. I. Peer-Gynt-Suite von Grieg. König Heinrichs Aufruf und Gebet aus Lohen-
1655: der Dichter Friedrich von Logau in Liegnitz gestorben (geboren 1604). — 1818: der Natur-
Zu« sammenfassung und kolonisatorischen Ausbreitung des Deutschtums auf niedersächsischer Basis. —
preis mit dem Omnibus beträgt einschl. Eintritt 7.— Wart. Die Abfahrt in Gießen erfolgt um 3.45 Hhr morgens vom Bahnhofsplah. Umgehende Anmeldungen bzw. Hmmeldungen vom Sonderzug auf Omnibus werden auf der Geschäftsstelle, Schanzenstrahe 18, entgegengenommen.
Hrlaubsjug 34 Nordsee / Norwegen vorn 29. Juli bis 6. August.
Die Fahrkarten zu obiger Fahrt können in den Dienststunden auf der Geschäftsstelle, Schanzenstraße 18, von den Teilnehmern abgeholt werden. Der Zug fährt ab Gießen 22.55 Hhr. Ankunft in Gießen am 6. August 5.48 Hhr.
Aenne Markgraf.
Oie neue 1. Salondame und Liebhaberin des Gießener Stadttheaters
„Schon wieder bestürmt mich der Dramaturg mit einem (Eilbrief. Wer ich bin und wie ich bin soll ich erzählen. Ich habe eigentlich noch nie — außer auf amtlichen Vordrucken und bürotrocken — mein Ich und mein Leben in Worte gefaßt. Na, man versucht's halt mal von der berufskritischen Seite.
Wie ich eigentlich aussehe und dergleichen mehr.
davon wirst Du Dich, liebes Publikum, am einfachsten und besten unterrichten,, wenn ich spiele. Jedes geschriebene Wort gibt doch niemals ein eindrucksvolles Bild. Ich will und werde Dir auch ohne schriftlichen Lebenslauf und ohne Visitenkarte gefallen, denn ich freue mich sehr auf mein neues Tätigkeitsfeld in Gießen. Ich komme voll Unter» nehmungslust, Spielfreude und mit der festen Absicht, Freude zu bereiten.
Was ich spielen möchte? Am liebsten alles! Von Rolle zu Rolle wechselnd, ob die entzückende kleine Frau ober die Mondäne, stets charakteristische Farben bereit haben, eine neue Gestalt erstehen zu lassen. Jedesmal gewandelt zu sein und jedesmal gleich liebenswürdig und interessant zu erscheinen. Für alle Regungen der Frau echte Töne der Güte und Innigkeit zu finden, hinter denen die Wärme eines mitlebenden Herzens zu spüren ist: eine natürliche Menschendarstellerin zu sein. Ob ich dies auch in Gießen erreiche, was ich mir zum Ziele setze, darüber sollst Du, liebes Publikum, entscheiden. Ich hoffe ein herzliches ,Ja!' wird die Antwort sein."
Lohn und Gehalt am Tage der Musterung.
LPD. Der Treuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen teilt mit:
Es sind in einzelnen Fällen Zweifel darüber auf» getaucht, ob das wehrpflichtige Gefolgschaftsmitglied für den Tag der Musterung Lohn- bzw. Gehaltsanspruch hat. Nach § 32 des Wehrgesetzes darf den aus dem aktiven Wehrdienst nach Erfüllung ihrer aktiven Dienstpflicht in Ehren ausfcheidenden Soldaten bei Rückkehr in den Zivilberuf aus der durch den aktiven Wehrdienst bedingten Abwesenheit fein Nachteil erwachsen. Es ist infolgedessen nicht tragbar, daß der junge Wehrpflichtige am ersten Tage seiner soldatischen Pflichterfüllung durch Gehaltsoder Lohnabzug eine Einbuße erleidet. Der, Musterungstag ist für den jungen Rekruten ein Tag der Freude, an den er sich in seinem späteren Leben gerne erinnert. Ihn dafür in feinem Arbeitsverdienst zu beeinträchtigen, hieße seiner Begeisterung einen sehr bitteren Beigeschmack geben.
Ich erachte es deshalb für eine Selbstverständlichkeit, daß der Betriebsführer dem wehrpflichtigen Gefolgschaftsmitglied am Tage seiner Musterung den üblichen Verdienst gewährt.
Ser deutsche Gruft im Gerichtssaal.
Es besteht Veranlassung, die Bevölkerung er- neut^barauf aufmerksam zu machen, daß von den Zuhörern bei den Gerichtsverhandlungen dem Gerichtshof beim Betreten des Verhandlungssaales der deutsche Gruß durch Aufstehen von den Plätzen und Erheben der rechten Hand zu erweisen ist. Den Besuchern der Gerichtsverhandlungen sei empfohlen, dieser selbstverständlichen Pflicht stets in geziemender Weise Rechnung zu tragen.
Heute Militärkonzert am Stadttheater.
Am heutigen Mittwoch, 24. Juli, findet von 17 bis 18 Hhr am Stadttheater ein Konzert des Musikkorps des Jnf.-Regts. Gießen statt.
M u s i k f o l g e:
1. Offizier-Ruf! Marsch von C. Krauße.
grin von Wagner.
Es singt der Rhein! Rheinlieder-Potpourrt Höser.
Daten für den 25. Juli


